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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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am 5. Juni 2008
Diesmal war ich klüger und habe mir für den letzten Teil der Salander-Trilogie drei Tage freigeschaufelt und mir dann, erst dann, das Buch vorgenommen. Und wieder passierte es: ich las beim Essen, ich las beim Kochen, ich las im Stehen, ich las überall. Auch wenn die geschichtlichen Hintergründe der Sicherheitspolizei Schwedens bestimmt nicht so spannend sind, sind sie doch für das Verständnis nötig. Und alles andere wurde wieder einmal so richtig gut erzählt - Larsson konnte es einfach. Natürlich gibt es sehr viele glückliche Zufälle, und viele Leute sind durch gerade rechtzeitige Überlegungen zur rechten Zeit am rechten Ort,
aber mein Wunsch als Leser, Salander Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, wurde grossartig umgesetzt. Ich habe die Welt um mich vergessen - und in der ganzen Inflation von Thrillern/Killern/Serienmördern, die in den letzten Jahren über uns hereingebrochen ist, passiert das nicht mehr oft. Gegen Ende zu habe ich wirklich festgestellt, dass ich den Atem angehalten habe, und immer erst am Ende eines Kapitels wieder Luft geholt habe! Und als ich dann fertig war, war ich traurig. So sollen gute Bücher sein! Ich stelle alle drei in den Bücherschrank: Wir werden uns noch mal wiederlesen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. August 2009
Mit "Vergebung" schließt Larsson die Millenium Trilogie ab und hinterlässt den Leser mit dem Gefühl, etwas ganz großes gelesen zu haben.

Ich könnte nun nicht in wenigen Worten sagen, worum es in "Vergebung" eigentlich geht. Zuviele Handlungsstränge flechtet Larsson gekonnt ineinander, aus denen man locker erneut mehrere Bücher hätte machen können. Dabei gelingt es Larsson, keinen einzigen aus dem Auge und keine Geschichte ungelöst enden zu lassen. Das nenne ich ganz große Erzählkunst.

Im Kern erzählt das Buch die Geschichte von Lisbeth und ihrer Generalabrechnung mit der Sektion und allen involvierten Personen. Natürlich bekommen auch Mikaels Schwester Annika und Peter Teleborian ihren großen Auftritt. Großes Kino!

Die gesamte Handlung aber, spielt auf zig verschiedenen Ebenen. Man ist an Lisbeth's Leben genauso interessiert, wie an Erika's "Stalker-Problem", dem "Kloschüssel Skandal" oder dem Verbleib Ronald Niedermanns. Alles Nebenschauplätze, die für sich schon eigene Geschichten sind, sich aber alle im Kontext des großen ganzen abspielen. Dabei geht Larsson geradezu beängstigend detailliert vor.

Was viele stört, diese Langatmigkeit, fand ich großartig. Ich habe noch kein Buch gelesen, dass selbst den nebensächlichsten Nebenfiguren mit fünf Minuten-Auftritt eine ganze Lebensgeschichte widmet und sie so im Kopf real werden lässt. Der Putzmann, der für Blomkvist eine kleine Sache erledigen soll, ist nicht einfach "ein Putzmann". Nein, er hat eine -bis ins kleinste- ausgearbeitete Lebensgeschichte, die in anderen Thrillern nichteinmal die Protagonisten haben. Die vielfach bemängelte "Schleichwerbung" war ebenfalls kein Problem für mich. Es macht die Handlung nur noch realistischer. Niemand geht in einen Laden kauft "Zigaretten" oder "einen Computer". Niemand surft mit einem x-beliebigen "Handheld Computer". Das sind alles Produkte, die im Leben der Protagonisten eine Rolle spielen und deshalb dürfen sie auch namentlich genannt werden.

Diese Liebe zu Detail macht die Millenium Trilogie zu etwas Kompletten. Der liebenswürdigen Idee einer modernen Pipi Langstrumpf (inkl. dem Koffer voll Gold). Die Themen Freundschaft, Loyalität und Treue spielen eine große Rolle und nach dem Lesen dieses 2000 Seiten Werkes (alle drei Bände), bin ich glücklich soetwas "miterlebt" zu haben. Sowas kommt wohl so schnell nicht wieder.

Danke Stieg Larsson
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am 20. Mai 2009
Selten fand ich einen Roman so schwierig zu beurteilen. Man muss hier wohl alle drei Teile mit berücksichtigen, um gerecht sein zu können. Teil 1 ist theoretisch und sehr journalistisch, oft trocken und etwas handlungsarm, trotzdem spannend, vor allem weil Lisbeth Salander auftaucht. Teil 2 ist hervorragend, unsäglich spannend und der absolute Höhepunkt der Trilogie (vor allem weil man Lisbeth Salander so viel in Aktion erlebt). Teil 3, also "Vergebung", was ein blöder und gänzlich unzutreffender Titel ist, aber das nur am Rande, fällt dagegen deutlich ab. Zunächst wird auf zweihundert Seiten noch einmal durchgekaut, was jeder Leser noch aus Teil 2 weiß. Spannung kommt dabei nicht auf, vor allem weil Lisbeth Salander mit einem Kopfschuss auf der Intensivstation liegt und so gar nicht in die Handlung eingreifen kann. Mikael Blomquist ist da auch keine Alternative, denn der schreibt nur und trinkt Kaffee. Nach den öden ersten zweihundert Seiten ist Salander wenigstens wieder bei Bewusstsein und es wird insgesamt etwas spannender, aber nicht gerade bestsellerreif. Dafür muss man sich noch weitere 170 Seiten durch die Handlung wühlen, die fast nur aus Gesprächen und Protokollen von Ermittlungen besteht. Gähn. Dann allerdings gelingt es Kalle Blomquist, einen Palm zu Salander in die Klinik zu schmuggeln - und schon nimmt der Krimi Fahrt auf. Diese Romanfigur und ihre Internet-Kumpels sind einfach genial! Und der Krimi, der vorher im gefühlten zwei, drei Sterne-Bereich dümpelte, gewinnt zusehends an Spannung und Drive ... bis hin zum atemberaubenden Gerichtsverfahren (selten eine so knapp und lakonisch-kunstvolle Beschreibung eines Prozesses gelesen) und der ultimativen Show-Down-Sequenz. Fünf, sechs, meinetwegen auch sieben Sterne für die restlichen vierhundert Seiten, das liest man weg wie nichts. Aber der Anfang ist einfach redundant, da hilft nichts. Ein Stern Abzug.
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am 25. Juli 2008
Ich habe alle drei Bände wie im Rausch gelesen. In meinen Augen ein genialer Krimi, der mit einer ungewöhnlichen Protagonisten auftrumpft und auch sonst alle Register dieses Genres brilliant zu ziehen versteht. Meine Tipps: Nur anfangen, wenn man Zeit für 2500 Seiten hat. Und: Den Klappentext des 3.Bandes erst lesen, wenn man den 2.Band durch hat. Viel Vergnügen!
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am 14. März 2008
Das Erscheinen dieses Buches konnte ich kaum abwarten und haben den sofortigen Kauf nach der Auslierung nicht bereut.
Dieses Buch kann man einfach nicht aus der Hand legen. Sofort wird man als Leser(in) in den Strudel der Ereignisse mit hineingezogen und kann sich dem Fortgang der Geschichte nicht entziehen.
Es ist allerdings sehr hilfreich, wenn man die ersten beiden Bände auch gelesen hat. Bis man wieder mit allen Personen vertraut ist, selbst, wenn man die ersten beiden Bände ebenfalls verschlungen hat, dauert.
Wieder werden Ränke geschmiedet und die Verschwörungen der Gegenseite untersucht und die Öffentlichkeit informiert. Hierbei arbeitet der Journalist dieses Mal intensiv mit den staatlichen Stellen zusammen. Dabei fragt man sich, ob solche Organisationen innerhalb staatlicher Organisationen auch in anderen Sicherheitsapparaten üblich sind.
Wie schade, dass die offenen Handlungsstränge, die nicht nur im Epilog angedeutet werden, durch das viel zu frühe Ableben von S. Larsson nicht in einem 4. Band weiterverfolgt werden können. Gern hätte ich noch weitere Bücher mit Geschichten von Salander und Blomkvist gelesen, allein schon, um zu erfahren, wie sich Salander in ihrem neuen Leben zurechtfindet. Bücher, die über ca. 800 Seiten nicht einen einzigen Hänger haben, liest man viel zu selten und S. Larsson war ein Garant dafür.
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am 27. Juli 2009
Der letzte Band der Trilogie von Stieg Larsson fesselt, wie seine beiden Vorgänger, von der ersten bis zur letzten Seite. Lisbeth Salander, die schwerverletzte hackende Heldin erholt sich im Krankenhaus. Auf sie wartet die Untersuchungshaft und die Anklage für zahlreiche Vergehen bis zu Mord. Michael Bloomquist setzt seine ganze Energie ein, um Beweise für ihre Unschuld zu erbringen. Aber die Gegner der beiden, die diese staatserschütternde Angelegenheit unter den Teppich kehren wollen, schrecken vor keiner Gewalttat zurück, um Salander und diejenigen, die zu ihr stehen, für immer zum Schweigen zu bringen.
Es ist sehr bedauerlich, das Stieg Larsson so jung gestorben ist. Er hatte die Salander/Bloomquist-Story ursprünglich auf 10 Bände konzipiert, von denen Band 4,5 und 6 unvollendet vorliegen. Es wäre eine Bereicherung, wenn Erben und Verlag, was diese Manuskripte betrifft zu einer Einigung kommen könnten.
Die Art, wie Larsson unsere Gesellschaft und ihre Auswüchse beschreibt, sprengt das Genre Krimi. Höchst spannende, intelligente, große Literatur, absolut empfehlenswert!!
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am 20. März 2008
Mit Spannung und seit Monaten habe ich auf das Erscheinen des dritten und letzten Bandes der Millenium-Trilogie gewartet.
Dieses Buch toppt die beiden anderen -ohne hin schon genialen Bände- nocheinmal um Längen: in Spannung, Tempo, Einfallsreichtum und Action.
Mein Vorsatz, das Buch dosiert zu lesen, weil es das leider letzte von Stieg Larsson bleiben wird, blieb leider ein Vorsatz. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, habe es geradezu verschlungen, da die atemlose Spannung einfach mitreißend ist.
Tragisch dass es keine Fortsetzungen mehr geben wird.
Ich kann dieses Buch -nach dem Lesen der ersten beiden Bände- nur empfehlen und empfehle es auch im privaten Umkreis jedem. Man hätte etwas verpasst, wenn man nicht Stieg Larssons Millenium-Trilogie aufgesaugt hätte...
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am 13. März 2008
Es ist unglaublich wie intensiv und ausdrucksstark Stig Larsson es schafft über die 3 Bände hin das Interesse und die Spannung zu halten. Es gab keinen Abschnitt, keine Seite, die ich überblättern wollte. Einzig einige Seiten vor Abschluß des 2.Bandes musste ich ganz dringend auf die Umschlagseite des 3. gucken, ob Lisbeth noch vor kommt ;-)))
Der Aufbau der Bücher ist logisch und überfordert den Leser/die Leserin nicht, trotz der Unmengen an Details und mehrerer Handlungsstränge. Nahezu nebenbei erfährt der Leser/die Leserin interessante psychologische und wissenschaftliche Details und anderes Lehrreiches aus der Welt der Hacker (woher?) zB.
Es ist ausserordentlich zu bedauern, daß dieses große Schreibtalent nur diese Trilogie hinterlassen konnte.
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am 13. April 2009
850 Seiten können lang sein! Und im Gegensatz zu den vorangegangen 2 Bänden hat mich der dritte Teil nicht wirklich gefesselt. Die Handlung ist streckenweise sehr vorhersehbar und klischeehaft.
Wahrscheinlich wird das aber niemanden abhalten, der bereits die zwei vorhergehenden Teile gelesen hat. 'Neueinsteigern' möchte ich aber eher abraten im dritten (und letzten) Teil einzusteigen - ohne den zweiten (und besseren) Teil zu kennen wird man sich nur schwer zurecht finden.
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am 20. Juni 2014
Super gelesen, ausdifferenzierte Stimmen. Wer ein spannendes Hörbuch sucht und die beiden anderen Teile kennt, ist gut bedient.

Trotzdem nicht mehr Punkte, weil die Buchvorlage den Abwärtstrend seit dem 1. Teil nicht aufhält. Der 1. Teil ist geheimnisvoll, spannend; die beiden anderen beiden stellen die gedanklichen Hintergründe dar und das Ganze entlarvt sich als arg grünrotversiffte Story. Nur einige Beispiele: der Kapitalist lebt natürlich von Kinderarbeit, der böse Schurke konsumiert Kinderpornos (und nicht wie z. B. wie der SPD-Politiker E zum Kunstgenuss , das wäre was anderes, gelt?) und hat ewiggestrige Ansichten über sexuelle Freizügigkeit von Frauen und Tätowierungen. Es gibt einen Stalker, der natürlich armselig ist und natürlich von einer Frau zur Strecke gebracht wird und sogar die anarchische Salander ist brave Bürgerin, wenn es um die Verfolgung von Nazis geht, Heldenfrauen umarmen sich alle Nas lang und kämpfen vereint gegen Vergewaltiger, werden immer unterschätzt und haben doch tolle Diplome toller Unis und beweisen dies.

Bizarr zudem einige technische Dinge, etwa ein Palm, mit dem in Windeseile und effektiv herumgehackt wird (wer, wie ich, einen Palm hatte, kann da nur grinsen). Störend auch das Aufgeblase des Falles S. zum Jahrhundertfall, die typische Hysterie, die wir auch kennen (aktuell beim NSU-Prozess).

Und natürlich sind Journalisten wichtig, werden von höchstrangigen Politikern empfangen, agieren aber unabhängig und decken Verschwörungen auf, bei denen Frauen Opfer sind und die Bösen kranke Männer.

Insgesamt daher ein feuchter Traum linksgrünversiffter Journalisten und daher für Leser von Taz, Zeit oder Alpenprawda geeignet. Es gibt sogar bereichernde Migranten, die sich besonders gesetzestreu verhalten, supi.
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