Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle JustinTimberlake BundesligaLive wint17

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
13
Puccini, Giacomo - Tosca
Format: DVD|Ändern
Preis:13,21 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 19. Oktober 2011
Eine glänzende Robert Carsen Inszenierung, die mit auf Fragmente begrenzten, assoziativen Bühnenbildern arbeitet und wohl eher den auch moderneren Inszenierungen aufgeschlossenen Seher anspricht. Carsen porträtiert hier eine Tosca, die die Welt des Theaters als ausschließlichen Bezugsrahmen zur Welt hat, zwischen Bühnenexistenz und realem Leben nicht unterscheidet, aber stets aufrichtig ist. Der Schluß, der offenkundig in einer veröffentlichten Rezension nicht verstanden wurde, ergibt sich schlüssig aus dem Konzept. Mit dem Sprung von der Engelsburg zollt Tosca Tribut an das reale Leben, welches sie aber nur als Theater erlebt. Folglich erscheint sie nach dem Sprung wieder auf der Bühne des Theaters, nimmt Applaus und Blumen vom Publikum entgegen. Man sollte das Beiheft lesen, um das Interpretationskonzept zu verstehen.

Singschauspielerisch sind alle Schlüsselrollen glänzend besetzt. Jonas Kaufmann singt einen subtil und differenziert gezeichneten Cavaradossi mit elementar involvierender Singstrahlattacke. Emily Magee überzeugt als Tosca mit kristallklarem, blühendem Sopran und schauspielerischer Substanz. Thomas Hampson zeichnet einen aalglatten, sadistischen "Brutalo" in Nadelstreifen. Eine andere Facette im Vergleich zum brutal, feisten, instinktgetriebenen Scarpia Juuhu Uusitalos, der an die Ausstrahlung Mussolinis erinnert und dem dämonischen Scarpia Bryn Terfels, der mit jeder verhaltenen Geste wie ein entzündbarer "Brandsatz" wirkt. Thomas Hampson, wie immer in der Rollengestaltung, eine Mischung aus Intellekt und ausagierter Emotion, liefert eine Glanzleistung.

Paolo Carignani dirigiert substanzvoll, farbstark.

Insgesamt eine Aufführung, die wohl eher den anpricht,der moderneren Konzepten aufgeschlossen ist. Von der sängerischen Leistung eine zwingende Aufführung.

Anmerkungen:

Tosca ist ein Stoff, der in seiner Kernsubstanz zeitlos ist und infolgedessen breite Ansätze optischer Darstellung und charakteriologischer Akzentuierung aufweist. Carsen`s Konzept ist absolut schlüssig durchdacht. Der Inszenierende sieht sich nicht als reiner Vollzugs-Bürokrat der Tradition. Jede Oper hat ihre Rezeptionsgeschichte.
Fixierte Traditionalisten gehen fast immer von einer allgemein, einzig gültigen Form einer optischen Gestaltung aus, mit sehr wenig Interpretationspielraum. Angeblich aus Respekt vor dem Komponisten, der das angeblich so gewollt habe. Das ist reine Fiktion. Es gibt kein Dokument eines Komponisten, worin er eine Gestaltung in einzig gültiger,optischer Umsetzung quasi "auf Ewigkeit" verfügt. Eine im übrigen vollkommen lebensfremde Vorstellung, die auch dem lebendigen Wesen von Kunst widerprechen würde. In der Realität stellt sich oft heraus (Erfahrungswissen), daß es eher darum geht, die eigene, kleine Wahrnehmungswelt in Takt zu lassen. Oft, nicht immer, eine Mischung aus fundamtentaler Unkenntnis und begrenzt, tendenziell gefühlsüberladener Wahrnehmung. Wenn Künstler generell auf dieser Weltwahrnehmungsebene angesiedet gewesen wären, hätte es keine Werke gegebenen, denen jetzt gehuldigt wird. Alles war einmal Bruch mit der Tradition, wobei dies an sich noch kein Wert ist. Deshalb ist es auch legitim jedes Regie-Theater Konzept kritisch zu hinterfragen und in seriöser Form schlecht zu bewerten. Aber nur aus der Spannung gebirt sich Neues, schafft sich Kunst stetig neu.
Zu unterscheiden ist diesbezüglich zwischen "fixierten Traditionalisten" und solchen, die traditionelle Konzepte lieber sehen. Das erste ist Ideologie, das zweite Geschmacksache. Nur aus der rein ideolgischen Wahrnehmung wird auf alles "geschossen", was sich nicht sofort und möglichst simpel erschließt. Dabei könnte mit ein bißchen mehr Hintergrundwissen vieles leichter zu verstehen sein.
22 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 1. Dezember 2011
Wenn auch die Bühne gewöhnungsbedürftig ist, die Besetzung ist erstklassig und die Personenregie schlüssig. Die Aufführung ist es absolut wert, auf DVD festgehalten zu sein. Das Booklet könnte ausführlichere sein.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 10. April 2011
Der Einzige, der mich in dieser nicht immer schlüssigen Inszenierung des Theaters im Theater von Anfang an restlos überzeugt, ist Thomas Hampson als hervorragend singender und darstellerisch faszinierender Scarpia: Ein attraktiver, eleganter Machtmensch, der alle Facetten seiner Rolle von zynischer Freude bis zu hochfahrender Brutalität zeigt - er erinnert mich hier an Raimondi, bei dem sich damals auch Scharen von Frauen gefragt haben, warum sich Tosca bei diesem hinreißenden Mannsbild so anstellt ;-)
Der 2. Akt erfährt vor allem in der unglaublich packenden Schluss-Szene seine Dynamik vorwiegend durch Hampsons großartige Interpretation.
Jonas Kaufmann mag ich sehr ( sein Don José ist unübertroffen, sein Werther wunderbar und sein Münchner Cavaradossi 2010 hat mir besser gefallen als dieser ), aber er übertreibt m. E. besonders im 1. Akt den Einsatz seiner gehauchten "pianissimi", statt mit mehr der Situation und dem Operntext angepasster Leidenschaft zu singen und spielt einen ziemlich oberflächlichen Lover, dessen hektische, flüchtige Zärtlichkeiten nicht etwa die Liebe zu Tosca demonstrieren, sondern eher einen unverbindlichen Flirt mit dieser ach so lästigen Diva. Schon der räumliche Abstand zwischen den beiden, während sie die liebevollsten Worte singen, wirkt befremdlich ( Regie ?! ). Erst im 2. und 3. Akt berührt Kaufmann wirklich.
Emily Magee singt sehr gut ( die Rolle liegt ihrer Stimme viel besser als Wagners Elsa und Eva ) und spielt eine temperamentvolle Tosca von der koketten, zickigen, gefeierten Künstlerin bis zur hochdramatischen Leidenden.
Zu Bühnenbild und Regie möchte ich sagen, dass mir die selten gelingende "Modernisierung" gerade von Werken des Verismo nicht einleuchtet. Die Oper Tosca spielt am 14. Juni 1800 ( Schlacht von Marengo ) in Rom und bekommt politisch und gesellschaftlich ihren Hintergrund durch Napoleon. Auch die Schauplätze sind vorgegeben: Es macht einfach keinen Sinn, wenn Cavaradossi die ( heilige ! ) Maddalena an eine leere Theaterwand malt, Scarpia das "aqua benedetta" für Tosca mangels Weihwasserkessel aus dem Handschuh zaubert und Tosca in den Orchestergraben in den Tod springt. Aber auch mit Kirchen und Palazzi haben wir heutzutage kein Glück: Man sehe sich nur das extrem hässliche, für Italien vollkommen untypische Backstein-Gebäude und die Scheußlichkeit von Scarpias Bahnhofshalle hier in München an - "mitteleuropäisches Regietheater" gilt inzwischen als Schimpfwort !
Gegen diesen Frust empfehle ich die DVD von der Met 1985 ( das schönste mir bekannte Tosca-Bühnenbild und eine bis in die kleinste Handbewegung ausgefeilte Regie von Zeffirelli mit Behrens, Domingo, MacNeil und Sinopoli )... aber die haben Sie sicher schon längst !
77 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 7. Januar 2013
Da zu der Zeit gerade Tosca-süchtig, mußte es natürlich auch die Züricher Inszenierung sein. Das schlichtere Ambiente gefiel mir zwar besser, die Insz. war gewöhnungsbedürftig und der Cavaradossi natürlich immer, aber bei mir muss inzwischen halt Terfel der Scarpia sein (seit der Festspiele in München 12), auch wenn Hampson auch sehr stark war. Die Besetzung der Tosca war dann auch eher nicht so ganz mein Fall. Werde diese DVD wohl eher verschenken, denn wenn, schaue ich doch immer nur die Aufnahme aus London an.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 3. November 2013
Der Name Jonas Kaufmann bürgt für Qualität. Sängerisch und darstellerisch interpretiert er seine Rolle mit eindringlicher Überzeugungskraft. Das übrige Ensemble hält Gott-sei-Dank gut mit.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 14. Mai 2013
Von den Aufführungen, die ich in letzter Zeit gesehen habe, ist das die beste. Als Callas-Fan finde ich jedoch die Aufnahmen Callas - Di Stefano oder vom Ausdruck noch besser Callas - Bergonzi unerreicht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 9. Mai 2011
An interesting production of a much performed (and often ill-treated) title. One can argue as to certain choices of the director and the interpretation of certain roles, but the charismatic presence of Jonas Kaufmann is worth it all.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 9. Juni 2011
Un meraviglioso e indimenticabile Jonas Kaufmann interpreta con grande sentimento un'opera che ha sempre molto successo anche dopo più di un secolo di rappresentazioni.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 9. August 2015
This is, in my opinion, the choice Tosca on blu ray. Kaufmann is great, of course, a bad actor nonetheless but vocally unbeatible, master of the mezzo voce. This Tosca is much better than his version with Angela Georghiu, largely because Emily Magee,is all Georghiu has never and will never be: a great actress with a truly, natural voice of impressive range and nuance. Still, Olivero's Tosca will never be surpassed, needless to say, but Magee's is arguably the best Tosca nowadays. Hampson's voice is a bit too light for Scarpia, but even so he's fantastic, really disturbing. This is a production by Robert Carsen shot in Zurich, smart and beautiful as most of his, although not among his very best. Do not expect a traditional one, of course, and, if you are a fan of old-fashioned cardboard productions, you will probably think that "not even Robert Carsen can spoiil this Tosca". For me, his production is smart, an unexpected perspective on the stage,, beautiful in its simplicity, and has some surprising,, very intelligent little twists that really add to the story.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 6. April 2011
Nach den Kritiken, welche ich nach der Premiere gelesen habe, war ich dieser Tosca gegenüber sehr skeptisch. Ich habe sie mir trotzdem sofort bestellt, allein schon deswegen, weil ich mir Thomas Hampson nicht als Scarpia vorstellen konnte. Und ich habe es nicht bereut. Diese Inszenierung ist so spannend und dramatisch, dass sie einen völlig vergessen lässt, dass hier das Sujet vollständig verändert wurde. Emily Magee ist eine wunderbar singende und sehr gut schauspielernde Sängerin, welche die Leidenschaft der Tosca hervorragend darstellt. Jonas Kaufmann singt den Cavaradossi wunderbar, aber er überzeugt darstellerisch nicht und im 2. Akt wird er von Thomas Hampson an die Wand gespielt. Gegen dessen atemberaubende Bühnenpräsenz hat er keine Chance. Thomas Hampson beherrscht mit dem Augenblick seines Auftritts die Bühne. Er stellt einen sehr überzeugenden Scarpia dar, der seine Opfer verhöhnt, seinen Jähzorn brutal an den Untergebenen auslässt. Fies, zynisch und - wenn er es braucht - charmant, bei allem was er tut ein Gentleman, das ist ein Scarpia, wie ich ihn noch nicht gesehen habe. Und er setzt die Stimme auch mit Wucht ein, ohne zu brüllen, und auch mit weichen Tönen, so im 2. Akt in der Szene mit Tosca, als er sie umwirbt. Ein Scarpia, der sich lachend an der Eifersucht Toscas, ihrer Angst, den Schmerzen Cavaradossis weidet. Hampsons Spiel ist absolut natürlich und im 2. Akt in der Szene mit Tosca hat er in Emily Magee eine absolut gleichwertige Partnerin. Beide spielen ihre Rolle mit Leidenschaft und Temperament, zwei starke Persönlichkeiten, welche förmlich aufeinander prallen.
Beeindruckend auch Scarpias Sterbeszene. Hampsons Schreie sind erschütternd, völlig blutverschmiert versucht er, wieder aufzustehen und Emily Magee hält ihn mit Gewalt am Boden, indem sie über ihm kniet, so dass er sich nicht aufrichten kann. Eine Szene, welche unter die Haut geht, da hier mal nicht mit theatralischer Pose gestorben wird.
Irritiert hat mich der Schluss der Oper. Librettogemäß springt Tosca von der Engelsburg bzw. hier von der Rampe der Bühne auf der Bühne. Um gleich darauf wieder auf derselben zu erscheinen und sich vom imaginären Publikum feiern zu lassen. Hier wird der Anschein erweckt, dass es sich um Theater handelt, nur, die beiden Männer sind auch in dieser Inszenierung tot. Nur Tosca hat eine Auferstehung.
Aber, das ist der kleinste Mangel. Die Aufführung ist modern und sehenswert. Als Zeit wurden die 50iger Jahre gewählt und dargestellt wurde der Divenkult, wie er noch mit Maria Callas getrieben wurde.
Eine Tosca, die man genießen kann und eine sehr empfehlenswerte DVD!
11 Kommentar| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

Puccini, Giacomo - Tosca
14,82 €
Puccini, Giacomo - Tosca
14,28 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken