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am 14. Mai 2012
Risen 2

Hier mein Fazit:

Story:
Ich will nicht spoilern, aber insgesamt:
Die Story ist nicht der Hammer. Das ist sie aber oft bei Rollenspielen nicht. Auf die Umsetzung
und Inszenierung kommt es an. Die ist bei Risen 2 gelungen - mäßig, aber dennoch gelungen:

Das Kampfsystem
Dies wurde vielfach kritisiert. Meiner Meinung nach zu Recht. Auch sehr schwere Gegner bzw.
welche, die es eigentlich sein sollten, sind fast immer "totklickbar". Der Fernkampf
(Speere / Gewehre) halte ich für overpowerd. Hier stimmt einfach die Balance nicht.
Mit dem Patch ist nun eine Ausweichrolle möglich, die den Stuneffekt nicht verhindert, aber
dem Spieler die Möglichkeit gibt, wieder ins Kampfgeschehen zu kommen, statt sich seinerseits
"totklicken" lassen zu müssen. Eine gute Neuerung.
Das Kampfsystem in Risen fand ich besser, taktischer, dynamischer, variantenreicher - zumindest gegen
Menschen. Wenn der Gegner da auf den Block (Schild) einschlug, "erzitterte" man regelrecht dahinter und lauerte auf seine Gelegenheit.
Das fehlt mir in dieser Form.
Gute Punkte am Kampfsystem sind meiner Meinung nach:
Der Einbau der "schmutzigen Tricks" und: ich kenne kein (Rollen-)Spiel, dass eine
Mischung aus Nahkampf mit einem Schwert oder ähnlichem und einer Pistole so gut und
stimmig in einem solchen Setting zusammengebracht hat.
Die einfache Mechanik der damaligen Pistolen wurde sehr gut umgesetzt, es macht Spaß, mit
Säbel und Pistole gegen den Gegner vorzugehen - weil das irgendwie richtig "piratig" ist.

Atmosphäre / Glaubwürdigkeit:
Von PB ist man atmospährische Spiele gewohnt. Risen war meiner Meinung nach auch hier
besser als sein Nachfolger. Das hängt für mich vor allem mit den teilweise langweiligen
Quests zusammen, aber vor allen Dingen mit den stark vereinfachten bzw. eingeschränkten
Möglichkeiten in der Inszenierung der Welt zusammen. Die Grafik ist für mich nicht so wichtig
(auch wenn ich das Verhältnis zwischen hardwarebedarf und dem was man als Performance zu Gesicht bekommt
nicht stimmig finde) - aber Immersion, die Stimmigkeit der Welt ist es sehr.
PB hat hier für mich deutliche Rückschritte gemacht, z.B.
- kann man nur noch mit wenigen Objekten einfach so interagieren. In einer echten, stimmigen Welt muß das aber
bis zu einem gewissen Grad gewährleistet sein.
- das Schlimmste: das Verbrechensystem (Konsequenzen) existiert nicht wirklich. Zwar verjagen Bewohner den Helden
aus ihren Häusern und es kommt auch zum Kampf, wenn man nicht hinausgeht oder trotzdem klaut. Das
bleibt aber konsequenzenlos - nach kurzer Zeit ist alles vergessen. Da ist man von den PBs einfach
eine bessere, glaubwürdige Umsetzung gewohnt - deshalb auch die Enttäuschung.
- Charakterentwicklung der NPCs: bleibt Mau. Niemand wächst einem wirklich ans Herz, keine
Figur wird als superwichtig betrachtet; die Charaktere bleiben größtenteils einfach
irgendwie blas. Mehr Dramatik und mehr Hintergrundgeschichten wären gut gewesen. Scheinbar hängt
niemandes Herz wirklich irgendwo dran. Es fehlen die Elemente großer und größter Ungerechtigkeit, Fairness
und Unfairness etc. pp. , so dass man gerne etwas mitverteidigt, sich für oder gegen etwas entscheidet.
Trotz der storytechnisch erwarteten Katastrophe ist niemand so wirklich geschockt oder
verzweifelt oder wirklich in Angst, während die Konflikte der Parteien weiter schwelen. Irgend sowas
hätte ich mir gewünscht.
- ein Minuspunkt für die Atmosphäre ganz klar: man kann NPCs (questunabhängig) nicht mehr töten. Das
war früher auch nicht nötig - aber es gehörte halt zur Glaubwürdigkeit, dass ich jemandem
mit einem Schwert ernsthaft verletzten oder gar töten kann - und dann auch die Konsequenzen zu tragen habe
als namenloser Held. Es geht auch nicht darum, npckillend durch die Gegend zu rennen - nur um die
Möglichkeit, dies zu tun. Das wäre glaubhaft gewesen.
- Als amtospährischer Killer entpuppte sich für mich auch die Lächerlichkeit der Belohnungen teilweise.
"Strand gefunden" - 50 Ruhmpunkte (5 Schritte waren dafür nötig oder so). Da kommt man sich als
heldwerdenwollender Leichtmatrose ziemlich veräppelt vor und sowas passiert leider öfter.
- Die Dialoge gefallen mir im Großen und Ganzen ganz gut.
- die schön gestaltete Inselwelt vermag mit manchem Anblick zu begeistern; teilweise kommt richtig
Dschungel- und Karibikfeeling auf. Jedoch stört es die Atmosphäre, wenn so wenig los ist in einem dschungelartigen
Lebensraum. Im wesentlichen gibt es halt eine Affenart, ne Sauerei und ab und an ein Kätzchen zu treffen.
Ach ja, feurige Vögel noch - aber das war es dann auch. Am Strand und questbedingt oder in Höhlen gibt
es dann auch andere. Es geht mir nicht nur um mehr Gegner,
vielmehr hätte ich mir mehr "Ambienttiere" gewünscht. Ab und an ne Ratte oder nen Truthahn - das reicht nicht ganz.
Selbiges gilt für "AmbientNPCs". Auch die (sehr klein ausgefallenen) Siedlungen: sie sind zu
unbelebt. Es sind zu wenige NPCs vorhanden, die ihren Aufgaben und Tagesabläufen nachgehen. Fast alle
die da sind, haben auch irgendeine "Funktion", meist als Questgeber / Wächter. Wenn ich da an
Khorinis denke..... .
- Entdeckungstrieb: ja, bricht immer wieder durch. Man will noch wissen, was am Ende der Wiese liegt,
im Wald ist oder auf jener Anhöhe verbrogen sein könnte. PB enttäuscht hier nicht, es gibt viel zu finden.
Das Problem ist dann, was man findet. Hat man erstmal so weit geskillt, dass man die entsprechenden
Truhen aufbekommt - ist man enttäuscht. Meist ist der angebotene Loot die "Reise" nicht wert gewesen.
Erinnert sich noch jemand, wie man in G2 in dieser Pyramide bzw. auf deren Dach / Spitze dieses geile Schwert fand?
Was man dafür tun mußte und wie lange es dauerte? Wie man andauernd die Beine in die Hand nahm als Held, rannte und
rannte und es dann schließlich doch schaffte? Sowas fehlte mir bei Risen 2.

Skillung:
Auch das ist eher negativ gelöst: das "neue" Skillsystem ist anders aufgemacht, aber das wäre ja okay.
Nicht okay ist, wie wenig Auswirkungen man verspürt, wenn man seinen Helden weiter levelt und ausbaut.
Das war bei Gothic 1 & 2 unerreicht klasse gemacht, auch in Risen war das deutlich besser.

Schnellreisefunktion:
gefällt mir nicht. Man klickt auf einen Ort in der Karte und "schwupps" ist man da. Trägt ebenfalls
nicht zur Glaubwürdigkeit bei - warum die Sache nicht mit einem der herumliegenden Ruderboote erklären?
Das wäre ohne weiteres möglich gewesen, auch wenn man dann manche Orte eben NICHT per Schnellreisefunktion
erreicht hätte - das wäre besser gewesen, als das "schwuppsdaisserja".

Das waren mir so weit die wichtigsten Punkte.
Ich vergebe trotzdem drei Sterne, auch wenn die Rezi hier sehr negativ klingt. Risen 2 macht mir
trotzdem Spaß. Ich hatte trotz allem immer das Gefühl, die Geschichte zu Ende erleben zu wollen.

Und ganz klar, alte Gothicfanromantik schwang und schwingt da mit. Sowohl in der Erwartung
und auch der dadurch bedingten Enttäuschung, als auch in einem gewissen positiven Spielgefühl, dass für mich bisher kaum eine andere Spieleschmiede so gut umgesetzt hat und auch diesmal wieder oft genug
aufflackert, um es durchzuspielen und stellenweise auch sehr zu genießen.

Kaufempfehlung? Von mir ein: "Ja, aber....." .
Was ich dabei auch erwähnen will: Niemand ist wirklich neutral. Die Spiele von PB haben einen
großen Vorteil, der zugleich vielleicht auch ihr größter Nachteil ist oder zu werden droht:
Gothic 1 +2 sind alt, und "wir" GothicFans sind mitgealtert. Wir erinnern uns vielleicht
allzusehr an die großen Momente der (unserer) Spielgeschichte von damals (ähnlich z.B. wie bei
Baldurs Gate; Populous; die Anfänge der Planer-Reihe, Patrizier (2), etc. pp.), die uns die
PBs beschert haben. Umso kritischer, enttäuschter sind wir dann vielleicht. Geht mir mit Musik
ähnlich.
Das macht uns zu unfairen Fans in gewisser Weise - und man kann sich bei einer Bewertung
zwischendurch vielleicht fragen, ob wir manche Dinge als störend empfinden würden in einem
Spiel, wenn wir nicht diese tollen, guten, einmaligen verdammten Momente in Gothic 1 & 2 erlebt hätten.
Die Vergangenheit soll man ruhen lassen - ich kann es nicht wirklich ganz.... - jemand der Risen 2
als erstes und einziges Spiel von PBs spielen möchte, kann gerne noch eine Stern obenauf zählen.
66 Kommentare| 110 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Mai 2012
Ganz kurz zusammengefasst: Risen 2 ist ein schön gestaltetes Rollenspiel ganz im typischen Stile von Piranha Bytes. Das heißt, das vor allem Kenner der Gothic Reihe und natürlich auch Spieler des Vorgängers sich schnell in vertrauten Spielmechaniken wiederfinden.

Zugegeben, der Einstieg ist etwas holprig und unspektakulär gelungen... nach ca 1-2 Stunden Spielzeit nimmt die Geschichte jedoch allmählich Fahrt auf. Die Story an sich ist natürlich kein Überflieger, das ist jedoch für ein Rollenspiel völlig ok und auch normal so, von daher also alles im grünen Bereich.

Trotzdem hat das Spiel leider - und vor allem im Vergleich mit allen vorausgegangenen Gothic Teilen und auch Risen 1 - einige schwächen die ich als extrem unnötig erachte und die den Spielfluss sehr negativ beeinflussen. Besonders Gothic Veteranen sollten sich dies zu Herzen nehmen:

Das Kampfsystem
---------------
Vielfach bereits angesprochen: Das Kampfsystem ist eine herbe Enttäuschung! Der Spieler benötigt nicht mehr als die linke Maustaste um fast jeden Kampf im Spiel bestreiten zu können... eine Ausweichfunktion wie man sie bis dato eigentlich immer hatte existiert nicht mehr. Es ist zwar möglich mit der rechten Taste zu blocken, ich persönlich schneide in Kämpfen allerdings permanent schlechter ab wenn ich diese Funktion beanspruche. Alle menschlichen Gegner in dem Spiel lassen sich am besten mit einer permanenten Angriffscombo aus schweren Angriffen (Maustaste einfach geklickt halten) besiegen.

Gegen Gegner aus der Tierwelt, wo ein Block nichts ausrichtet, sieht das ganze wiederum anders aus: Hier entscheidet einzig und allein die Ausrüstung und eine gute Portion Glück über den Ausgang des Kampfes. Kämpfe ich beispielsweise gegen einen Feuervogel(das Equivalent zu Scavangern aus Gothic) kommt es regelmäßig vor, dass das Viech in eine Art Angriffsrausch verfällt aus dem es für den Spieler kein Entkommen gibt. Man wird zu schnell hintereinander getroffen um selbst einen Treffer landen zu können und da es wie schon gesagt keine Ausweichfunktion gibt kann man nur hoffen, dass der Gegner irgendwann eine kurze Pause einlegt oder man es schafft, sich mit ein paar holperigen Sprüngen aus dem Kampf zu befreien. In beiden Fällen ist einem allerdings ein enormer Verlust an Lebnesenergie garantiert.

Dies ist etwas was ich absolut nicht nachvollziehen kann. In den älteren Gothic Spielen haben die Entwickler ein eigenes und einzigartiges Kampfsystem geschaffen, welches verschiedene Schlag-Combos sowie gut getimetes Abblocken und Ausweichen ermöglichte. Jetzt sind wir 10 Jahre weiter und lassen das ganze auf das absolute Minimum reduzieren, was dann noch nicht einmal ordentlich funktioniert?
Das ist jetzt vielleicht eine ganze Menge zu einem einzigen Punkt aber ein vernünftiges Kampfsystem ist nun mal unerlässlich in einem Spiel in dem man mit Säbel und Schwert bewaffnet durch Dschungel und Höhlen streift und alle paar Meter von etwas anderem angegriffen wird.

*** Nachtrag ***
Es wurde ein offizieller Patch veröffentlicht, welcher mit diversen anderen Änderungen ebenfalls das Kampfsystem etwas 'entschärft'. Nun ist es dem Spieler möglich, durch eine Rolle in alle 4 Richtungen verschiedenen Angriffen auszuweichen.
*** -------- ***

Das Gildensystem
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Ebenfalls sehr schade: Ein Gildensystem ist in Risen 2 nicht vorhanden!
Hier hat schon Risen 1 für Enttäuschungen gesorgt da die Quest- und Storylinien der beiden vorhandenen Parteien bereits im 2. Kapitel 1:1 ineinander übergingen. Doch selbst so etwas gibt es nun auch nicht mehr.
Der Spieler verlässt gleich zu beginn des Spiels seine eigentliche Partei - weil das Spiel es so vorschreibt.
Daraufhin erledigt man kurze Zeit Später Aufgaben für eine andere Partei um dort aufgenommen zu werden... aber auch nur weil das Spiel es so will, nicht weil man hier eine Wahl hätte.

Es gibt - ohne hier jetzt etwas von der Story zu spoilern - im späteren Spielverlauf ein Event bei dem man sich für die Hilfe von Partei A oder B entscheiden kann. Je nachdem für welche Option man sich entscheidet hat man danach Zugang zu anderen Fähigkeiten. Das ist zwar nett, hat aber weiterhin keinen Einfluss auf Quests oder Story und ändert somit nichts an der Linearität des Spiels... und linear ist es im Endeffekt somit leider sehr!
Ohne das Zugehörigkeitsgefühl einer bestimmten Gilde fühlt man sich mehr wie in einem Action Adventure mit Rollenspiel Elementen.

Iteraktion mit der Umwelt
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Ebenfalls ein herber Rückschritt: Die Welt ist nicht mehr an allen Orten frei zugänglich und willkürliche Interaktionen mit anderen NPCs sind stark beschränkt!

Natürlich gibt es in dem Spiel wieder "verbotene" Orte, die man nicht als einfacher Pirat betreten darf wie beispielsweise das vor Anker liegende Schiff der Inquisition. Ein netter Herr der Schiffswache wird einen auch darauf ansprechen wenn man versucht, das Schiff zu betreten... somit hat man also die Optionen wieder zu verschwinden oder seine Neugierde zu befriedigen indem man sich gewaltsam Zutritt verschafft oder vielleicht auch versucht, sich an Bord zu schleichen..... oder?
Falsch!
Was auch in allen Vorgängerspielen möglich war ist hier abgeschafft worden. Wenn man von einem NPC eines Ortes verwiesen wird, teleportiert das Spiel den Helden ein paar Meter zurück, so dass man keine Chance hat, dem Ort überhaupt zu nahe zu kommen.

Es ist zwar noch möglich andere NPCs wie Stadtbewohner oder Wachen anzugreifen, man kann sie jedoch selbst nach gewonnenem Kampf wenn sie am Boden liegen nicht mehr ihres Goldes oder ihrer Waffen erleichtern oder gar zum finalen Stoß ausholen um sich ihrer permanent zu entledigen. Es gibt somit auch kein Verbrechens System mehr... das heißt also man muss nirgends mehr eine Strafe zahlen weil man etwas verbotenes gemacht hat. Nach einer Schlägerei ist ein anderer Charakter vielleicht kurzfristig schlecht auf den Helden zu sprechen, mehr aber auch nicht.

Dazu sei noch gesagt, dass Waffen jeglicher Art andere NPCs nur zu Boden schicken... selbst der Einsatz von Pistolen oder Gewehren. Fange ich also auf einem Marktplatz Streit mit jemandem an ziehen alle umstehenden Wachen einfach ihre Gewehre und schießen den Helden nieder... was jedoch kein Problem ist, da er ja nur "KO" geht von den Kugeln und nach ein paar Sekunden wieder steht. Wie war das noch in früheren Spielen und den unterschiedlichen Wirkungen von Schlagwaffen, Schusswaffen und Magie...? Dort habe ich es selten erlebt, dass jemand von einem Pfeilschuss nur KO ging.

Alles in allem ist also viel weniger möglich mit der Spielumwelt. Es ist natürlich nicht Sinn des Spieles, umherzulaufen und andere Leute zu verprügeln oder umzubrigen aber es machte früher zumindestens Spaß zu wissen, dass man es jederzeit könnte. Einfach mal sehen, wieviel Chaos man in der Stadt anrichten kann... einfach mal einen verhassten Charakter hinterhältig abservieren... einfach mal die Sau rauslassen - in Risen2 nicht mehr möglich.

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So, man mag an dieser Rezension merken, dass ich ebenfalls zu den "alten Gothic Veteranen" zähle aber auch ohne diese Spiele zu kennen wären mir die vielen Unschönheiten und fehlenden Möglichkeiten in dieser großen Rollenspielwelt sauer aufgestoßen. Das Kampfsystem ist unausgereift und frustrierend, der Spielverlauf selbst für ein Rollenspiel leider oft zu linear.
All dies lässt sich von den positiven Seiten des Spieles wie der doch recht hübschen Grafik (Grafikfehler zwar leider stellenweise vorhanden, ich hoffe dagegen wird noch etwas unternommen) und dem schön umgesetzten Karibik Setting leider nicht überdecken.

Risen 2 könnte viel, viel besser sein. So wird es aber - zumindest für mich - bei einmaligem Durchspielen der Story willen bleiben.
Schade!
2828 Kommentare| 159 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. April 2012
Risen 2 ist -- wie nicht anders zu erwarten war -- ein typisches Piranha-Bytes-Spiel geworden und erbt somit die Stärken und Schwächen der Vorgänger-Spiele. Einerseits eine atmosphärische, liebevoll gestaltete Spielwelt, kernige Charaktere und ruppige Dialoge, andererseits altmodische Spielmechaniken und fast schon antiquierte Animationen. Und genau das macht es so schwer, eine allgemeine Empfehlung für Risen 2 auszusprechen. Ich versuche es dennoch.

Persönlich bin ich mit dem ersten Gothic in die Serie eingestiegen, habe also auch das "Teil 3 Desaster" sowie den guten Neustart mit Risen erlebt. Man könnte mich also als "Piranha-Bytes-Veteran" bezeichnen. Da mit bereits die Vorgänger viel Spaß gemacht haben und ich mit den Schattenseiten der PB-Spiele sozusagen "aufgewachsen" bin, gefällt mir auch der zweite Risen-Ableger. Und ich glaube, genau darin liegt der springende Punkt, wenn es darum geht, dieses Spiel weiterzuempfehlen: Wer PB-Spiele kennt und mag, der macht auch mit Risen 2 nichts falsch. Neueinsteiger, die bisher noch keinen Teil der Gothic-Reihe oder den Vorgänger gespielt haben, sollten sich folgende Fragen stellen, um herauszufinden, ob Risen 2 etwas für sie ist:

Kann ich über technische Unzulänglichkeiten wie steife Animationen hinwegsehen?
Ist mir eine atmosphärische Spielwelt wichtiger als eine Hollywood-reife Story?
Kann ich über ein sperrige Charakterentwicklung verzeihen, wenn sie mich nach etwas Einarbeitung tatsächliche mit meinem "eigenen" Charakter belohnt?
Sind mir raue Dialoge lieber als pathetisches Heldengeschwurbel?
Bin ich grundsätzlich bereit, mich in ein Spiel einzuarbeiten ohne ständig an die Hand genommen zu werden?

Falls Sie alle Fragen mit "Ja" beantwortet können, könnte Risen 2 durchaus das richtige Spiel für Sie sein und hat eine Chance verdient. Ansonsten können Sie Risen 2 getrost ignorieren, es würde ihnen wohl wenig Spaß bereiten und Sie sind mit The Elder Scrolls V: Skyrim oder Mass Effect 3 wahrscheinlich besser bedient. Es ist schlicht ein herrlich altmodisches Spiel, das erst bei näherem Hinschauen seinen ganzen Charme entfaltet. Und da man meiner Meinung nach keine allgemein gültige Wertung für Risen 2 abgeben kann, sind meine 4 Sterne eine Mittelwert: PB-Fans addieren noch einen Stern, für Neueinsteiger könnten es aber auch 3 Sterne sein. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, die Erkundung einer neuen Insel bedarf meiner Aufmerksamkeit!
1313 Kommentare| 168 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Mai 2012
Zunächst möchte ich klarstellen, dass ich ein waschechter Gothic Fan bin. Ich habe jeden Teil der Gothic Reihe (außer dem verhunzten dritten) leicht 10 bis 15 Mal durchgespielt und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Als dann Gothic 3 rauskam war ich sehr sehr enttäuscht und das gar nicht mal so wegen der Bugs sondern einfach wegen der fehlenden Atmosphäre, die die Vorgänger mit sich brachten. Also setzte ich alle meine Hoffnungen auf das neue Projekt von Piranha Bytes: Risen. Risen war mit Sicherheit ein ganz nettes Spiel, bei Weitem besser als Gothic 3, jedoch meiner Meinung nach immer noch nicht perfekt. Also wieder auf das nächste Spiel warten. Dann kam Risen 2, was ein Mitgrund war mir einen neuen PC anzuschaffen...

Was Bugs angeht, kann ich mich eigentlich nicht beklagen, es kam bei mir nicht ein einziges Mal zu Abstürzen und auch sonst funktionierte alles einwandfrei. Ein einziger nerviger Bug war drin und zwar [ACHTUNG SPOILER] konnte ich Garcias Identität recht früh aufdecken und dann die Tempeleingangsmission nicht mehr abschließen. Ich musste das mittels eines Cheats reparieren, was aber Gott sei Dank gut funktioniert hat... [/SPOILER]

Jetzt zum Gameplay... Das Kampfsystem erschien mir zunächst als genial. Ich hab mich richtig gefreut, zu sehen, dass man einzelne Paraden bzw Attacken lernen kann. Meiner Meinung nach war das aber dann letztendlich zu wenig. Bei Risen 1 gab es 10 Stufen für jede Waffe und mit jeder Stufe lernte man etwas neues dazu, das fand ich genial. Schade, dass sich das in Teil 2 verschlechtert hat. Ich habe mich für die Eingeborenen entschieden und kann demnach nichts über Musketen erzählen, aber über Pistolen. Ich finde ein Rollenspiel braucht eine Schusswaffe mit der ich mit einer Art Fadenkreuz einen Gegner anvisieren kann (typischer Weise ein Bogen). Um meine Pistole zu benutzen, drücke ich lediglich eine Taste, dann schießt der Held einmal und dann muss ich ewig warten bis die Knarre nachgeladen ist. Gegner allein mit der Pistole zu erlegen ist also eher schwierig, was ich schade finde.

Die Welt ist sehr hübsch gestaltet, was ich super fand, ist dass sich der Großteil des Spiels im freien abspielt. Natürlich gab es auch bei Gothic I und II immer wieder längere Passagen in Tempeln (vor allem die letzten Kapitel), aber davon war ich nie ein großer Fan. In Risen spielte sich ja fast alles in Tempeln ab, was für mich ein großes Minus war, deshalb hier einen Daumen hoch für Risen 2. Was ich jedoch schade finde, ist, dass die Welt durch das Wasser begrenzt wird. Wenn ich schon ein Piratenspiel mache, dann sollte es doch möglich sein, dass mein Held ein bisschen um die Inseln herumschwimmen kann. Stattdessen fällt man ins tiefe Wasser, geht unter wie ein Stein und wird dann automatisch, fünf Meter weiter hinten auf dem Festland respawned.

Was ich auch ziemlich schade fand, waren die Diebesfertigkeiten. Möchte ich eine Truhe knacken, steht schon davor da, wieviel Diebeskunstpunkte ich dafür benötige. Falls ich zu wenig habe, probiert er es gar nicht. Man bekommt am Anfang des Spiels einen einzigen Dietrich und der bricht auch bis zum Schluss nicht ab. Das heißt, sobald ich "gut" genug für eine Truhe bin, werde ich sie nach ein bisschen herumprobieren immer aufbekommen. Genauso verhält es sich mit Taschendiebstahl, Silberzunge (überreden) und Einschüchtern. Das finde ich schade, denn genau das ist es doch, was es spannend macht. Ein Dietrich kann mal abbrechen, ein Taschendiebstahl schiefgehen (dann gibts eine Schlägerei) und wenn das Einschüchtern eben nicht klappt, sollte der Held belächelt werden und dann die Option für immer dahin sein. Denn ohne dieses Risiko ist das ganze doch ziemlich reizlos. In Gothic musste man tierisch aufpassen, dass man nicht aus Versehen etwas mitgehen lässt und dabei gesehen wird. Stecke ich in Risen 2 etwas ein, bekomme ich vielleicht mal einen bösen Kommentar aber das wars. Warum also noch bemühen ungesehen zu sein? Schwach...

Anders als in der Gothic Reihe und auch in Risen I funktioniert dieses Mal das Levelsystem. Für erledigte Quests, getötete Gegner und erfolgreiche Diebstähle bekommt man "Ruhm". Man hat 5 Grundfertigkeiten (Klingen, Schusswaffen, Härte, Gerissenheit, Vodoo), in die man diesen Ruhm investieren kann um die jeweilige Fertigkeit eine Stufe höher zu treiben. Erhöhe ich Beispielsweise Schusswaffen um 1 so steigern sich automatisch meine Fähigkeiten Pistole, Muskete und Schrotflinte. Möchte ich zum Beispiel lernen, wie ich eine Konterparade mit dem Säbel ausführe, erfordert das ein Klingenminimumlevel von (schlag mich tot sagen wir) 6. Sobald ich dieses Level habe, kann ich aber alle Fertigkeiten, für die Level 6 reicht einfach mit Gold erkaufen. Da muss ich sagen fand ich das Lernpunkte System aus den Vorgängern tausend Mal besser. Außerdem war es immer ein Erfolgserlebnis eine Stufe zu steigen und damit seine Lebensenergie etc zu erhöhen. Das gibt es hier in Risen 2 nicht. Die Lebensenergie (Blut) bleibt immer bei 100, man kann lediglich sein Hauptattribut Härte und damit "Klingenfest" oder "Kugelsicher" steigern, sodass man weniger Schaden erleidet wenn man angegriffen wird.

Wie schon in Risen oder Gothic 3, oder nahezu allen Spielen dieses Genres, gibt es unten eine Shortcutleiste, mit der ich meine Zahlen 1 bis 0 belegen kann z.B. mit Waffen oder aber auch mit Nahrung oder Tränken (hier Rum oder Grog :) ). Erinnern wir uns mal an eine Kampfszene aus Gothic II. Wir haben es mit einigen Zombies zu tun. Diese dreschen auf uns ein und wir bemerken Obacht, wenn ich nicht gleich etwas tue, sterbe ich. Also nichts wie umdrehen ab und davon. Sobald man einen guten Abstand gewonnen hat, kann man seine Waffe wegstecken, zwei Heiltränke trinken und dann zurück in den Kampf. Würde ich direkt im Kampf den Heiltrank trinken, würde mir das wenig nützen, da es eine Zeit dauert, bis die Waffe weggesteckt, der Heiltrank getrunken und die Waffe wieder gezogen ist und in dieser Zeit meine Gegner mich schon wieder geschwächt hätten. Das ist ja auch nur logisch und recht so. In Risen 2 jedoch, kann ich während dem Kämpfen immer wenn es gerade nötig ist meine Shortcuttaste für einen Heiltrank drücken, was einen quasi - solang man genug Heiltränke mit sich führt - unbesiegbar macht. Wieder eine Sache, die dem Spiel ein bisschen die Herausforderung und den Reiz nimmt...

Was mir in der Gothic Reihe auch sehr gut gefallen hat, dass es immer circa 8 Rüstungen im Spiel gab, die sich immer gesteigert haben, und die man aber nicht einfach beim Händler kaufen konnte, sondern sich verdienen musste. Hier gibt es auch ein paar verschiedene Rüstungen, allerdings kann man sie wenn man das entsprechende Gold hat einfach beim Händler kaufen. Ein großes Plus gibt es von mir, dass es nicht mehr "Ganzkörper" Rüstungen gibt, sondern man sich Stiefel, Hose, Hut etc. zulegen kann.

Gut jetzt habe ich sehr lange über das Spiel gelästert, aber ihr seht ja trotzdem, dass ich ihm 3,5 Sterne gegegben habe. Es ist mit Sicherheit kein schlechtes Spiel, die Dialoge sind super wie immer (Piranha Bytes halt) und es gibt auch so einige sehr schön gestaltete Extras. Zum Beispiel gibt es das ein oder andere Minigame (Wettsaufen, Zielschießen) und was mir auch sehr gut gefallen hat, dass man im Laufe des Spiels auf der Suche nach so genannten legendäre Gegenstände ist, die gewisse Fähigkeiten permanent erhöhen. Außerdem war das Flair schon ziemlich cool, mit den ganzen verschiedenen Inseln. Dennoch war es mir ein wenig zu mädchenhaft. In Gothic I gab es die Gardisten und die Banditen im Neuen Lager, mit denen man sich als Grünschnabel lieber nicht angelegt hat. In Gothic II waren es die Söldner auf Onars Hof, allen voran Sylvio und seine Schergen. Im Addon gab es dann das Banditenlager, in dem die rauen Sitten herrschten, und man aufpassen musste, was man sagte, wenn man keine Schlägerei anfangen will. Aber hier in Risen 2? Im Grunde kann einem kaum was passieren und der Großteil der Leute ist freundlich oder feige! ;) Sowas fehlt einfach, das gehört für mich zu einem guten Piranhabytes Spiel...

Ihr seht schon ich bin nicht der beste Rezensionsschreiber, ich komme mal wieder vom Hundertsten ins Tausende. Ich hoffe euch konnte euch damit trotzdem weiterhelfen. Für einen richtigen Gothic Fan, wie ich es bin, ist das Spiel schon zu empfehlen. Es sind auf jeden Fall 30 ganz nette Spielstunden und ich bereue es nicht, dass ich mir das Spiel gekauft habe. Mag sein, dass es anderen Spielern richtig gut gefällt. Ich komme halt nicht umhin es nonstop mit meinem Lieblingsspiel von Piranha Bytes zu vergleichen und da kann es meiner Meinung nach einfach nicht mithalten...
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am 26. September 2015
Hallo
Da ja mitlerweile sehr viele PC Spiele über Steam installiert werden, wundert es kaum das auch Risen 2
über diese Plattform registriert werden muß.Nun gut soll halt so sein,wenn ich Risen 2 Spielen möchte.
Zur Installation:Diese lief auf meinem PC ganz Easy und schnell, 7786 MB waren in knapp 18 Minuten
auf meinem System heruntergeladen.Hinzu kamen ein Update für Direct X,dies hat etwa drei Minuten in
Anspruch genommen.Als letzter Punkt kam noch ein Steamupdate hinzu,dieser dauerte auch nur knapp
2 1/2 Minuten.Die komplette installation brauchte also knapp 23 Minuten.Da kann man nicht meckern.
Übrigens,nach der Registrierung und Installation ist das Spiel vom Weiterverkauf ausgeschlossen.
Vielen dank dafür auch Deep Silver.Ein Paar Infos zu meinem verwendeten System,Intel 2 Quad Processor Q9550
(also 4 Kerne) 64-bit 12M Cache, 2.83 GHz,1333 MHz FSB und 8 GB DRR 2 Ram.Mit unter Win.7/64-bit einem
Leistungsindex von 7,1 Grafigkarte Nividia Geforce GTX 560 TI.Dieses Konfiguration (ein Eigenbau) verwende ich schon
bald 8 Jahre problemlos,nicht nur zum Spielen.Ich habe mir das Spiel Risen 2 zugelegt,um einen würdigen Gothic 2
Nachfolger Spielen zu können,daraus ist meiner Meinung nichts geworden.Die Athmosphäre und das gesamte Gameplay
von Gothic 2 wird leider nicht erreicht.Aber nichtsdestotrotz ist Risen 2 kein schlechtes Spiel geworden,ein Rollenspiel
mit Piraten Flair eben, warum nicht?.Es macht einfach Spaß mit der Piratenbraut Patty durch die Große Spielwelt
zu ziehen und Abenteuer zu Erleben.Küchenhilfe wollte sie ja nicht werden,die Gute.Aber die Begleiter geben auch wertvolle
Hilfestellungen, vor allem zu Anfang des Spiels nicht zu unterschätzen.Die Spielegrafik ist für mich in Ordnung,Diese läuft
übrigens auf meinem System mit der Einstellung Ultra und 16x Anistrope Filterung.Schöne Wettereffekte sowie eine tolle
Musikuntermalung runden das Spiel ab.Die Sprachausgabe ist stimmig und recht Glaubhaft.Mein Fazit:Kein Gothic 2 Nachfolger
aber ein doch gelungenes Rollenspiel mit schönem Piratenflair(wer es denn mag) ,welches mir einfach Spaß macht.
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am 9. Mai 2012
Soeben das Spiel durchgespielt. Ich hab mich während dessen immer gefragt, wieviele Punkte ich dem Spiel geben würde, wenn ich es durch hab... Es schwankte irgendwo zwischen 2 und 4.5.

Wie viele andere hier, hab ich auch immer den Drang Risen 2 mit (natürlich) Risen 1 sowie des Gothic Spielen zu vergleichen.

Erst befürchtete ich, dass sich dass Gothic 3 Desaster wiederholt. Zum einen, weil ich schon im Vorfeld gelesen hatte, dass die Welt nicht aus einem Gebiet besteht, sondern aus mehreren kleineren. Aber ich wurde eines besseren belehrt.

Gleich am Anfang fand sich nicht so richtig das Feeling, dass bei den anderen PB Spielen aufkam, doch legte es sich nach ein paar Stunden, und auf einmal brachte mir das Spiel viel mehr Spaß als vorher.

Das Piratensetting ist zugegebenerweise auch nicht mehr wirklich innovativ, war aber doch eine nette Abwechslung zum Fantasy, und ich muss sagen, dass es sehr gut umgesetzt war, und eine gute Stimmung vermittelte.

Mit einer etwas niedrigeren Auflösung spielte sich das Spiel auch auf meinem Notebook sehr flüssig, und grafisch konnte mich das Spiel immer noch sehr überzeugen. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nie in einem Spiel einen derart schönen Sonnenuntergang erlebt hab.

Das Spiel läuft größtenteils wie gehabt in dem typischem Gothic und Risen Schema ab. Die Dialoge sind schön derbe und brachten mich oft zum grinsen.

Gut gefallen haben mir auch die Schatzsuchen sowie die Hinweise auf "Legendäre Gegenstände" die einem, wenn man sie in seinen Besitz gebracht hat, einen permanenten Bonus auf Attribute oder Fähigkeiten gibt.

Das Skillsystem ist anders als bei den Vorgängerspielen.
Du sammelst zwar wie gehabt XP (Ruhm in diesem Fall) durch Gegnertöten, Quest erledigen und z.B. auch Schatzsuchen und das Finden der oben genannten Gegenstände.
Aber sobald man genug Ruhm hat, bekommt man nicht automatisch ein Level up, mehr Leben und 10 Lernpunkte, die du dann bei einem Lehrer für Attribute oder Talente ausgeben kanns. Du kannst dann, direkt im Inventar auswählen, welches der 5 Attribute (Klingen, Schusswaffen, Härte, Voodoo und Gerissenheit) du erhöhen möchtest. Dann kannst du, mithilfe von Gold bei Lehrern die dazugehörigen Fähigkeiten lernen. Die Wahl, ob du schnell auf ein Bestimmtest Attribut gehst, und z.B. der Ultimative Nahkämpfer sein möchtest, oder lieber ein Hans Dampf in alles Gassen ist komplett dir überlassen.
Nur hat das System den Nachteil(jedenfalls bei mir), dass ich nie Gold in der Tasche hatte, ansonsten gefiel mir diese Änderung aber nicht schlecht, auch wenn ich das alte System wohl doch noch leicht bevorzugen würde.

Die Story war in Ordnung, nichts weltbewegendes aber auch kein Schund. Ein paar kleine Überraschungen hatte ich, anderes war etwas vorhersehbar. Mehr kann ich ohne zu Spoilern nicht sagen.

Desweiteren bin ich nahezu komplett von Bugs und anderen fehlerhaften Scripts verschont geblieben.

Aber hey... Bisher klingt das jetzt alles recht positiv...Warum also nur 3 Sterne?

Viele haben es angesprochen... ich mach es auch nochmal. Das Kampfsystem. Bah. Ein ziemliches Armutszeugniss meiner Meinung nach. Es ist einfach nur ein Rumgeklicke ohne Sinn und Verstand. Selbst auf dem schwersten Schwierigkeitsgrad. Wenn du dann noch ein Crewmitglied dabei hast, dass dir hilft, kann man sogar die schwersten Biester ohne Probleme auf einem niedrigerem Ausrüstung- und Erfahrungsstand erledigen. Das liegt größtenteils an der mehr oder weniger schlechten K.I. Oh je... Das hätten sie wirklich ihrem Vorgängermodel aus Risen 1 die Treue halten sollen, auch wenn das auch nicht perfekt war. Aber ganz ehrlich, dass es solche Beschwerden über dieses Thema hageln wird, muss den Entwicklern im Vorfeld klar gewesen sein. Ganz dicker Minuspunkt

Ich hätte mir außderdem mehr Wiedersehen mit alten Bekannten gewünscht. Gerade mal zwei Charaktere aus Risen 1 waren in Risen 2, wobei einer nahezu das gesamte Spiel nutzlos ist, und der andere kaum wiederzuerkennen ist (äußerlich sowie von der Persönlichkeit), aber gut, es liegen ja auch ein paar Jahre zwischen den Ereignissen von Risen 1 und 2. Ein oder zwei mal, wurde Mendozas Tod erwähnt, und ohne zu Spoilern, ich denke, eine weitere Person aus Risen 1 wird im Dritten Teil der Reihe eine wichtige Rolle spielen, was aber auch irgendwie nur in einem Nebensatz erwähnt wurde. Das war's. Für mich perönlich sehr enttäuschend.

Dann ist das noch die Sache mit dem Gildensystem, dass gibt es leider nicht in Risen 2. Was für mich der wichtigste Punkt ist, warum ich Risen 1 sowie die ersten Gothic Spiele so häufig gespielt habe. Es gibt, recht früh im Spielverlauf einen Punkt, wo man sich entscheiden muss, ob man die Hilfe von Eingeborenen oder der Inquisition annimmt, was einem,je nach Wahl, entweder das Erlernen von Voodoomagie oder den Umgang mit Schusswaffen ermöglicht. Wenig später kann man aber auch die Sachen der Partei erlernen, für die man sich nicht entschieden hat.
Auch ein kleiner Wermutstropfen für mich als großen Fan. Aber ich konnte mich damit schnell abfinden... Es ist ja schließlich ein eigenständiges Spiel, und nicht jeder hat Gothic oder Risen 1 gespielt.

Wie gesagt, habe ich mir während des spiels immer mal wieder Gedanken gemacht, wie meine Rezension aussehen soll. Ungelogen... ungefähr 10 Minuten bevor ich hier das Schreiben angefangen habe, wollte ich dem Spiel eine Bewertung zwischen 4 und 5 geben. Warum also jetzt nur noch 3? Mich hat das Ende einfach nur überrascht. Nach dem letzten Kampf dachte ich einfach nur noch:"Moment... Das war es doch wohl jetzt nicht...das ist doch nur Kapitel 1"... aber leider war es das schon.
Weniger als 25 Stunden hat es gedauert. Ich weiss ja nicht, ob das im Moment irgendwie der Trend ist, aber ich vermisse die Zeiten wo ich weit über 50 Stunden an einem RPG saß. Es ist natürlich meine eigene Meinung, aber das ist viel zu wenig. Ich spiele wirklich nicht schnell...Ich bin der festen Überzeugung, dass ich mir sogar Zeit gelassen habe... Ich hab fast alle Sidequests sowie, bis auf zwei, alle legendären Items in meinem Besitz gebracht (die anderen 2 liegen noch bei Händlern) und bin gerne mal einfach nur ohne Ziel umhergewandert.

Das ist mit Anstand der größte Minuspunkt. Und wo wir grad schon bei dem dem Ende sind. Mit der Story war ich ja eigentlich zufrieden und ich vergleiche jetzt mal Äpfel mit genmanipulierten Riesenbirnen. Ich hab zwar Mass Effect 3 noch nicht gespielt sondern immer nur von dem Ende gehört... aber ganz ehrlich... enttäuschender als das von Risen 2 kann es nicht sein.

Fazit, oder TL:DR-Fassung
Trotz großer Kritikpunkte eigentlich ein solides Spiel, wenn auch kein würdiger Nachfolger...Wenn's noch ein paar Euro billiger ist, dann hat man sein Geld nicht verschwendet. Vielleicht wird ja auch noch die K.I. mal gepatcht, was das Kampfsystem grundlegend verändern würde und das Spiel in ein neues Licht rücken würde.
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am 20. September 2013
Der zweite Teil kann dem ersten nicht das Wasser reichen. Grundsätzlich finde ich die Idee der Entwickler gut, was die Geschichte angeht und auch das Talent-Baum-Modell ist akzeptabel. Aber dass das Gameplay so vergewaltigt wurde ist für mich unverständlich. Da wäre mir in jedem Falle die Kampfmechaniken aus dem ersten Gothic Teil lieber gewesen.. da hatte man es wenigstens noch in der Hand ob man den Kampf gewinnt oder verliert. Für meine Begriffe ist dieses neue Kampfsystem mehr mit Zufall und Glück verbunden als mit können. Piranha Bytes sollte wirklich mal überdenken, was sie Ihren treuen Anhängern anbietet oder gar vorwirft.. Somit wurde natürlich nach dem ersten Teil, der für meine Begriffe ein Erfolg war, der zweite Teil sehr enttäuschend.

Trotz aller negativer Worte ist natürlich das Spiel ein muss für alle die schon nach der Gothic Reihe verrückt waren und die auch gerne den ersten Teil dieses Spiels genossen haben.
Aber seit gewarnt! Das wird ein hartes Stück arbeit..
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am 15. März 2014
Grundsätzlich gefällt mir das Game gut.

Aber: Man legt die DVD zum installieren ein, wird mit Steam verbunden, gibt seinen Code ein und jetzt kommt die Überraschung, Sage und schreibe über 6GB download. Bei mir dauerte dies über 15 Stunden. Das empfinde ich als Frechheit. Nirgenwo auch nicht auf der Verpackung steht etwas davon. Was ist nun, wenn mein PC aus irgenwelchen Gründen abschmiert ? Nochmal 15 Stunden oder wie hat sich das Koch Media bzw. Amazaon das vorgestellt ?
Und dies ist der Grund für nur einen Punkt.

Grüße
Leonb
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am 24. September 2012
Vielleicht bin ich bereits ein wenig zu alt für die Spiele von PB. War ein glühender Fan von Gothic 1 und 2. Konnte auch Gothic 3 noch einige gute Seiten zusprechen und fand den Vorgänger Risen eigentlich ganz ok und unterhaltsam.
Das neue Werk finde ich kurz gesagt viel zu einfach (habe es auf schwer gepielt) und von der Geschichte her eher belanglos. Ein Spiel für Kinder, klar, ist ja auch für Kinder ab 12 empfohlen und daher hätte ich damit rechnen müssen/können (mein Fehler)! Aber habe auch schon andere Spiele ab 12 gespielt, die deutlich mehr vom Hocker gerissen haben. Wirkliche Spannung, die mich an den Rechner gefesselt hat, kam ehrlich gesagt überhaupt nicht auf. Jetzt mal meine pro und kontra-Argumente:

Kontra:
- Grafik in Städten und Höhlen sehr schlecht bis grauenhaft (und ich bin wirklich kein Grafikjunkee)

- Charaktere eher mäßig mit teils sehr grottigen Animationen (z.B. Degen ziehen, Sprachanimationen insbesondere der weiblichen Charaktere)

- Charakterbuilding eher müde und wenig motivierend, da kaum Auswirkungen spürbar

- Balancing extrem daneben, da wirklich viel zu leicht. Zwei Schüsse mit der Muskete und der monströse, furchteinflössende Klabautermann gibt den Löffel ab. Auch die Bosskämfe kann man nicht gerade als Herausforderung bezeichnen. So verbleibt eher das Gefühl "wie, das wars schon?", als "puh, endlich geschafft die harte Nuss, da kann ich stolz drauf sein"

- was man so bauen kann ist auch nicht wirklich von Nöten (Schmieden und Schusswaffen bauen ist wirklich entbehrlich), weil alles so leicht ist, dass man die "besonderen" Waffen nicht braucht

- die Story hat zwar einige mehr oder weniger überraschende Wendungen parat, die reißen einen aber nicht wirklich vom Hocker. Ansonsten würde ich die Story eher als krude bezeichnen. Es baut sich nicht wirklich ein Spannungsbogen auf! Was ist da nur aus PB geworden? Hier haben sie ihre frühere Stärke wirklich hergegeben. Das stimmt mich an diesem Spiel am traurigsten, weil ich fürchte, dass da von PB auch zukünftig nicht mehr viel kommt (ja ja, der Mainstream)!

- die verschiedenen Gegner (wenn man sie denn als verschieden bezeichnen kann: verschiedene Affen und Raubkatzen, die sich alle gleich verhalten und nur unterschiedliche Schadenwerte aufweisen) sind mir deutlich zu wenig und wiederholen sich wirklich ständig. Eine Steigerung bei den Schwierigkeiten ist so marginal, dass es im Grunde genommen egal ist, wem man gegenüber steht. Gleiches gilt eigentlich auch für die menschlichen Gegner, wie z.B. die Piratenkapitäne)

- die Kämpfe sind wesentlich schlechter als in Risen 1, kaum Taktik, kaum Anspruch, viel zu leicht!!! Das war schon in Gothic 1 besser ...

- die schöne raue Welt früherer Spiele ist dahin, die PB-Spiele werden immer kindertauglicher (was nicht schlimm sein muss, aber Erwachsene werden wohl nicht mehr angesprochen)

- so schön das Piratensetting auch ist, wirklich spannende oder sogar gruselige Atmosphäre kommt hier absolut nicht auf (liegt vielleicht auch an dem geringen Schwierigkeitsgrad). Man hat wirklich nie das Gefühl das es irgendwie brenzlig wird oder was Unerwartetes passiert.

Pro:
- schöne Spielewelt außerhalb der oben genannten Bereiche. Hier stimmt auch die Grafik. Über die Größe kann man nicht meckern, aber mehr ginge immer ...

- kaum Bugs, zumindest keine die den Spielspass nachhaltig stören.

- gutes Reisesystem

- auch einige gelungene Animationen die Freude bereiten

- Musik gut, aber leider zu wenig Spannung erzeugend

- die Spieldauer ist meiner Ansicht nach ok

Fazit: Für Kinder (die wohl auch die Zielgruppe sind) ein durchaus gelungenes Spiel, für Erwachsene (und als solcher bewerte ich das Spiel) deutlich zu leicht, zu brav, zu oberflächlich und .... ZU LANGWEILIG!!!
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am 21. Mai 2012
Vor fast 1 Monat war es soweit und Deutschlands bekannte Spieleschmiede "Piranha Bytes" veröffentlichte Teil 2 der neuen Serie namens "Risen".
Während letzteres ein klassisches Fantasyrollenspiel alter Schule war, versucht sich "Risen 2 : Dark Waters" nun an einer 180 Grad Wendung und macht aber leider auch Rückschritte.

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Schiffbruch mal anders
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"Risen 2" startet eigentlich wie gewohnt : nämlich mit einem Schiffbruch !
Doch diesmal ist es nicht unser Held, der fast das Zeitliche segnet, sondern unsere Flamme aus Teil 1, mit dem klangvollen Namen Patty.
Deren Schiff wurde von einem gigantischen Kraken angegriffen, weswegen sie sich an den Strand von Caldera rettet, an der wir sie aufgabeln und Ungeheuerliches erfahren.
Während auf Caldera zwei befreite Titanenlords um die Herrschaft kämpfen gilt es eine andere Bedrohung zu bekämpfen, gegen die uns nur Kapitän Stahlbart helfen kann, Pattys Vater.
Diese Bedrohung nennt sich Mara, die die Meere blockiert und mit Angst und Schrecken nach Macht ringt.
Darüberhinaus scheint die weibliche Davy Jones auch nicht gerade begeistert darüber, dass die 4 Piratenlords ihr Versteck geplündert haben, weswegen ihre Wut gleich doppelt so stark ist.
Die aus ihrem Tempel stammenden Artefakte sollen unserem Helden nun im Kampf gegen das Ungetüm helfen, weswegen unsere Aufgabe darin besteht, die Piratenlords zu finden und ihnen die Beute abzujagen.
Doch vorsicht, denn einige schwarze Schafe sind nicht die, die sie zu sein scheinen !

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Der Bruch mit den Gewohntem
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Vergleicht man also nun mit dem Vorgänger stellt man bereits hier fest, dass diesmal deutlich mehr Mühe in die Story und in das Storytelling geflossen ist. Selbst einige atmosphärische Zwischensequenzen haben es diesmal in das Spiel geschafft und lockern das ansonsten starre, piranha-bytes typische Storytelling mehr als auf. Doch im Vergleich zu aktuellen Rollenspielblockbustern, wie dem "Witcher", sieht "Risen 2" doch sehr hölzern aus, denn es fehlt etwas an Emotionen.

Doch nicht nur bei der Story hat sich einiges geändert. Auch die Spielmechaniken haben sich grundlegend verändert.
Während man früher Lernpunkte und Gold gegen Talente eintauschen musste, reicht heute nur noch Gold und eine gewisse Stufe in den 5 Grundattributen "Voodoo", "Härte", "Gerissenheit", "Klingen", "Feuerwaffen", die allesamt nochmal in 3 Unterarten unterteilt werden.
Dieses neue System ist sehr motivierend und auch für Anfänger leicht verständlich, weswegen man diese Veränderung als Verbesserung ansehen kann, doch leider ist das nicht überall so.

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Mit Ach und Krach in die Belanglosigkeit
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Nehmen wir z.B. das neue Kampfsystem. Im Grunde ein Reinfall aller erster Güte.
Zwar wurde per Patch mittlerweile das Blocken von Tierattacken erlaubt, aber das anspruchslose Grundprinzip blieb unverändert. Denn meistens reicht es stur auf den Feind zu hauen und schon wird das Gefecht zum Klacks.
Bei Gefechten gegen mehrere Gegner dreht sich der Spieß allerdings um.
Hier wird es nahezu unmöglich sich auf alle Gegner zu konzentrieren, was zum Einen am schlechten Anvisieren der Spielfigur liegt, als auch zum Anderen an der recht trägen Steuerung.
Nicht selten geht ein Schlag daneben und die Kontrahenten haben die Möglichkeit unserem Alter Ego in den Rücken zu fallen.

Auch bei den Quests gibt es leider mehr Negatives zu berichten, denn hier wurde eindeutig auf Klasse statt Masse geachtet.
Selten weichen die Entwickler von Schema F ab und sind sogar so dreist einige Quests gleich dreimal anzubieten (z.B. absolut ödes Strandgut sammeln).
Wenn dann aber doch mal etwas Kreativität übrig war, dann darf man auch durchaus einige nette Quests erleben, wie z.B. das Suchen nach Schätzen oder auch die Quests mit möglichem Voodooweg, der aber leider auch zu oft und platt wiederholt wird.

Dies führt uns auch gleich zum nächsten Thema : Inquisition oder Eingeborene ?

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Shaga....wer ?
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Im Verlauf der mit einigen Wendungen gespickten und nett inszenierten Hauptstory hat man nämlich die Möglichkeit sich einer Fraktion anzuschließen.
Entscheidet man sich für die Inquisition darf man sich fortan Waffen/Flinten bauen lassen, während man bei den Shaganumbi die Voodoomagie erlernt.
Beide Wege spielen sich durchaus etwas anders, wobei man aber sagen muss, dass es keine wirkliche Alternative zu den Voodoopuppen gibt, weswegen der Weg der Inquisition oftmals langweiliger ausfällt.

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Von Fuerteventura bis Gran Canaria
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Doch bevor dies alles geschieht, gilt es die Piraten aufzuspüren. Besser gesagt : Kapitän Stahlbart, Vater von Patty, der mehr über die geheimnisvollen Artefakte weiß.
Ab dann darf man mit jeweils unterschiedlichen Schiffen die Welt bereisen, mit der sich Piranha Bytes selber ein Denkmal erschaffen hat.
Selten sah man ein so unverbrauchtes Setting so herrlich umgesetzt, wie in diesem Spiel.
Denn nicht nur grafisch ist "Risen 2" gelungen, sondern auch im Weltendesign.
Zwar spielt sich der Nachfolger durchaus linearer, doch jede einzelne Insel und jede einzelne Küste versprühen ein eigenes Flair.
Sei es der düstere Tempel der Erde an der Schwertküste oder das geheime Tal in der Bucht von Maracai.

Auch zu entdecken gibt es wieder einiges, wobei auch hier leider wieder mehr auf Masse anstatt auf Klasse geachtet wurde, denn v.a. gegen Ende gibt es fast alle 2 Meter Felsformationen, an denen man klettern kann und auf denen sich irgendein Gegenstand oder Gold befindet. Diese Offensichtlichkeit und Unlogik lassen das Spiel stellenweise sehr unglaubwürdig wirken, tun dem Spielspaß aber keinen Abbruch, im Gegensatz zum schwachen und v.a. gehetzt wirkendem Finale und der relativ kurzen Spielzeit von rund 30h.

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DLC steht für "Drei Laster Cash!"
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Es ist eigentlich wirklich schade, dass mittlerweile auch deutsche Publisher auf DLC's setzen, denn ohne diese dazugekauften Mini-Addons wirkt "Risen 2" irgendwie kastriert und vor allem kurz.
Trotz Vorbesteller DLC habe ich nicht einmal 30h gebraucht, was für die eigentliche Größe der Spielwelt eigentlich ein Witz ist.
Gut, ich habe vor lauter Langweile ein paar wenige Quests liegen lassen, doch 35h sind auch nicht gerade ein Umfangswunder.
Die anderen beiden erhältlichen DLC's hätte das Hauptspiel durchaus noch vertragen können, dauert doch selbst "Stahlbarts Schatz" gerade einmal läppische 3 Stunden maximal.

Doch nicht nur die DLC-Politik ist negativ zu bewerten, sondern auch einige Bugs, von denen aber Gott sei Dank nur einer gravierend war. Denn meistens handelt es sich um einfache Grafikbugs, die aber die Atmosphäre durchaus stören, wie z.B. das zoomende Gras.

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Fazit
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Man merkt dem Spiel deutlich an, dass PB endlich mal neue Wege einschlagen wollte, doch leider ist das Ergebnis nicht immer überzeugend. Die Story und das Storytelling gehören zwar zum Besten, was die Gothic-Macher jemals fabriziert haben, doch das ist immer noch weit davon entfernt zu berühren oder gar zum mitfiebern anzuregen.
Dies liegt aber nicht nur an der schwachen Klischeebösewichtin, sondern auch an den viel zu spärlich eingesetzten Zwischensequenzen, die aber immerhin sehr gut umgesetzt wurden und die spannenden Storywendungen erfolgreich untermalen.
Auch bei den Quests ist man von den Piranhas deutlich besseres gewohnt und gerade beim Kampfsystem gibt es noch starkes Verbesserungspotenzial. Ebenso auch bei der KI !

Allerdings muss man zugute halten, dass das neue Skillsystem sehr gelungen ist und auch das Weltendesign an alte Größe heranreicht.

Somit ist "Risen 2" wohl mehr "Arcania" geworden, als ein "Risen 2".
Zwar kein Meisterwerk, aber ein spannendes Rollenspielhäppchen !

P.S.: Die besten Momente hatte ich persönlich mit meiner Crew. Um genauer zu sein mit Jaffar, dem kleinen süßen Gnom von der Insel der Diebe, die ich absolut genial fand.
Dieses Völkchen war unglaublich toll umgesetzt und der kleine Knirps rührt mich immer noch zu Tränen.
Schade dass solche Momente die Ausnahme bilden......
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