Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle JustinTimberlake BundesligaLive wint17



am 30. Dezember 2017
Ein wundervoller, zu Herzen gehender Film über den einfach gestrickten, 50-jährigen Germain, dem das Reden oft schwer fällt. Eines Tages lernt er die 95-jährige Margueritte (mit zwei "t"!) im Park kennen, die ihm die Welt der Bücher, Wörter und Gedichte eröffnet. Daraus entsteht eine lebensbereichernde, tiefe Bindung...

Bild (2,35:1) und Ton (DTS-HD 5.1, Deutsch und Französisch) sind prima. Vor allem die Szenen im Park sehen wunderschön aus.

Die Blu-ray bietet nebst deutschem und Original-Trailer auch ein kleines Literaturverzeichnis der Bücher, die in dem Film gelesen werden, sowie ein 20-minütiges Making-of. Untertitel sind nur in Deutsch vorhanden.

Ich liebe gute Filmepiloge – atmosphärische Schlussreden am Ende eines Films (z.B. von American Beauty, siehe "American Beauty Ende" bei YouTube!). Auch der Epilog des Labyrinths der Wörter ist wunderschön:

Es ist eine Begegnung besonderer Art
Zwischen Liebe und Zärtlichkeit
Anders kann man sie nicht bezeichnen

Sie hatte einen Blumennamen
Sie lebte inmitten von Worten
Umgeben von Adjektiven
Von Verben, die wachsen wie Gräser

Manche wachsen mit aller Gewalt
Sie sind sanft gewandert
Von meiner Rinde bis in mein Herz

In Liebesgeschichten gibt es nicht immer nur Liebe
Manchmal gibt es nicht mal ein "Ich liebe dich"
Und doch liebt man sich

Es ist eine Begegnung besonderer Art
Ich fand sie zufällig auf einer Bank in einem Park
Sie machte nicht allzu viel Schaum
Nicht dicker als eine Taube mit ihren kleinen Federn

Sie war umgeben von Worten
Von Namen so gewöhnlich wie meiner
Sie gab mir ein Buch, dann zwei
Seiten, die vor meinen Augen explodierten

Stirb jetzt nicht, du hast Zeit, warte
Es ist noch nicht soweit, meine kleine Blume
Schenk mir noch ein bisschen von dir
Schenk mir noch ein bisschen von deinem Leben
Warte!

In Liebesgeschichten gibt es nicht immer nur Liebe
Manchmal gibt's nicht mal ein "Ich liebe dich"
Und doch liebt man sich

Diesen Epilog kann man sich auch bei Youtube ansehen/anhören: "Das Labyrinth der Wörter - "Die Gründung einer neuen Familie""

MEIN FAZIT: Ein toller Film und eine tolle Blu-ray!

 
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 14. Juni 2014
(Kinoversion)

Es gibt Menschen, bei denen weiß man einfach, wenn man sie auf der Kinoleinwand sieht, dass das genau der Platz ist, wo sie hingehören und dass sie einem immer wieder in immer neuen Rollen eine andere Welt eröffnen. Man könnte ihnen einfach immer weiter zuschauen, weil ihr Talent und die Hingabe an ihren Beruf ihnen aus jeder Pore strömt und sie zu einzigartigen Ausnahmetalenten macht. Ihre Spielfreude, ihre Demut, ihre Leidenschaft für das, was sie tun, macht sie zu dem, was sie wahrscheinlich schon immer sein wollten und definitiv sein sollten: Schauspieler - mit Leib und Seele.

Nun hat Gérard Depardieu mittlerweile sehr viel Leib, aber auch mindestens genauso viel Seele. Depardieu, inzwischen 61, kann auf eine sehr lange Karriere zurückblicken, die bereits 1967 begann und nun seit über 40 Jahren andauert. Und er wird einfach immer besser. Depardieu besitzt die seltene Gabe, wirklich alles spielen zu können, und zwar glaubhaft. Zwar charakterisiert man ihn anhand seiner Physis und einiger Rollen gern und schnell als grobschlächtiges Raubein, aber Depardieu brilliert in allen Genres, in Komödien ebenso wie in Actionfilmen, in Dramen ebenso wie in Kinderfilmen. Vom sanftmütigen Riesen bis hin zum verschlagenen Gauner, vom Verliebten bis zum Depressiven, vom Dummen bis zum Hochintelligenten, vom Schwulen bis zum Hetero-Spießer, er hat alles schon gespielt und immer überzeugt. Natürlich gibt es unter den 170 Filmen Depardieus auch schlechte Werke, aber ich versteige mich mal zu der Äußerung, dass das dann nicht am Darsteller gelegen hat.

Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich ein großer Fan von Gérard Depardieu. Seit über 20 Jahren bin ich ihm ergeben und verfallen und es treibt mir manchmal immer noch die Freudentränen in die Augen, wenn ich sehe, was für ein Vollblutdarsteller Depardieu ist und wie exzellent er sein Handwerk beherrscht. In seinem aktuellen Film "Das Labyrinth der Wörter" ist erneut klar erkennbar, warum Depardieu ist, was er ist: großartig.

Germain Chazes (Gérard Depardieu) ist ein einfacher Mann, der seine Tage damit verbringt, in seinem Garten Gemüse anzubauen und zu verkaufen, sich mit seiner dementen Mutter rumzuschlagen, mit seinen Freunden in der Kneipe abzuhängen und ab und an im Park Tauben zu zählen. Der robuste, freundliche Kerl kann nur schlecht lesen und schreiben und schleppt darüber hinaus noch diverse Kindheitstraumata mit sich herum, als er eines sonnigen Nachmittags im Park auf Margueritte (die 96jährige (!) Gisèle Casadesus) trifft. Vom Plausch über die Tauben kommt man zu dem von Germain ungeliebten Thema Literatur. Doch als Margueritte beginnt, ihm aus Camus' "Die Pest" vorzulesen, öffnet sich dem ungebildeten, aber keineswegs dummen Kraftpaket eine neue Welt. Fortan trifft man sich regelmäßig zur Vorlesestunde im Park und schon bald beginnt Germain (forciert durch ein geschenktes Lexikon von Margueritte), mit seinem neu erworbenen Wissen bei seinen Kneipenfreunden zu prahlen. Die halten ihn meist für einen Idioten, einzig seine jüngere Freundin Annette liebt ihn so, wie er ist. Als Margueritte ihm eines Tages mitteilt, dass sie droht zu erblinden und sich Germain somit die Frage stellt, wer ihm dann in Zukunft vorlesen soll, gibt es darauf eigentlich nur eine Antwort…

Dem 77jährigen Regisseur Jean Becker (ja ja, ich weiß, hört sich an, als wären wir hier beim cineastischen Seniorentreff) ist ein wunderbar leichter Film mit ernsten Anklängen gelungen, der sowohl komödiantische als auch tieftraurige Elemente beinhaltet. Der Film ist ganz auf Depardieu und die zarte Gisèle Casadesus zugeschnitten, wird aber von ebenso grandiosen wie schrägen Nebendarstellern flankiert. Die Spielfreude der beiden Hauptdarsteller ist ihnen in jeder Szene deutlich anzumerken, sie transportieren die signifikanten Charaktermerkmale ihrer Figuren perfekt, so dass der Zuschauer sich von der ersten Minute an in der Geschichte wohlfühlt und emotional involviert ist. Langweilig wird es nie, obwohl man meinen könnte, inhaltlich gibt der Film nicht viel her. Ein Trugschluss, wahrlich. Es passiert nichts Weltbewegendes, aber davon eine ganze Menge. Anhand einiger Flashbacks erfährt man mehr über Germains Legasthenie und seine schwierige Kindheit, im Hier und Jetzt ist aus dem schüchternen Dickling ein korpulenter, aber lebensfroher, freundlicher und eigenwillig-charmanter Mann geworden, dem man erst auf den zweiten Blick ansieht, welch großes Päckchen er zu tragen hat. Zu Sätzen wie "Eine Freundin meiner Mutter hat im Altersheim immer an den Scrabble-Steinen gelutscht. Dann hat sie ein "Z" verschluckt und jetzt ist sie tot" kann man Drehbuchautor Jean-Loup Dabadie und ebenfalls-Autor Jean Becker nur beglückwünschen. Ferner tragen die überaus gelungene Dramaturgie des Films und dessen Symbiose aus rührenden, witzigen und ernsten Momenten dazu bei, dass "Das Labyrinth der Wörter" zu einem homogenen Gesamtpaket wird.

Wenn es einem Film gelingt, beim Zuschauer sowohl Nachdenklichkeit und Melancholie als auch Freude und Mitgefühl hervorzurufen, dann ist damit schon viel gewonnen. Gelingt es dem Regisseur darüber hinaus, aus scheinbar nichts eine bewegende Geschichte zu erzählen und dann noch einen Cast um sich zu scharen, der einfach nur als traumhaft bezeichnet werden kann, ja dann… kann zumindest ich mein Glück kaum fassen und kam tatsächlich mit Tränen in den Augen und einem Lächeln im Gesicht aus dem Kino. Diese magischen Momente machen jeden miesen Mumpffilm und jegliche Stumpfsinnigkeit, die ich auf Zelluloid schon ertragen musste, wieder wett. Und mit Gérard Depardieu als Darsteller ist meine Welt dann sowieso - zumindest für 82 Minuten - so rund wie Depardieus Bauch. Ansehen und sich an dieser zauberhaften kleinen Geschichte und den herausragenden Darstellern erfreuen. Fünf von fünf Büchern, aus deren Wörterlabyrinthen wundervolle Geschichten erwachsen.
33 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 18. März 2015
"Immer wieder komme ich heulend wie ein herrenloser Hund zurück an das Grab der Mutter."

Meiner Meinung ist dieses das zentrale Motiv des Films. Es nicht unbedingt die zweifellos schöne Geschichte zwischen einem Trampel und Margueritte, die den Kern des Fimes darstellt, sondern die Beziehung des Trampels (Gepardieu) zu seiner eigenen Mutter. Diese ist nämlich ihrem Sohn gegenüber alles andere als liebenswert: Sie behandelt ihn von Kindsbeinen an als die Ursache ihres nie gefundenen Glückes. Gezeugt in kurzfristiger Leidenschaft wächst Germain als unbedarfter grobklotziger Junge ohne Vater auf. Diese gibt ihm nicht zu verstehen, dass sie ihn liebt. Auch als Erwachsenen schikaniert sie ihn, wo es nur geht, er kümmert sich dennoch um seine Muttter, auch wenn sie seinen Garten unter Wasser setzt und ihm im Morgenmantel - ständig hustend die Zigarette im Mundwinkel - den Lauch aus den Beeten reißt. Er versteht die Kompliziertheit seiner scheinbar am Leben gescheiterten Mutter nicht, genauso wenig wie die Kompliziertheit von sozialen Gemeinschaften, erst Recht nicht Kompliziertheit der Wörter: Er liest ein Wort, versteht es, liest das nächste, versteht es, doch am Ende des Satzes wirbeln sie - so unbegreiflich wie das Leben - durcheinander.

Germain flüchtet sich in das Einfache, Direkte, Begreifbare und Konkrete. In seinen Mittagspausen beobachtet er Tauben, die er füttert und ordnet dieses Gewimmel, indem er den Tauben Namen gibt und so ihre wechselseitigen Beziehungen zuordnen kann. Hierbei lernt er Margueritte kennen, die das beobachtet und wertschätzt und ihn langsam an das von ihm nie verstandene Gewimmel der Wörter heranführt. Sie liest ihm vor und sie erklärt. Germain gelingt es, von ihr die Wertschätzung seiner selbst zu erhalten, die er zeitlebens vergeblich von seiner Mutter vermisst hat.

Und da fällte der Satz des frühen Versprechens (s.o.). Die Welt bietet nicht oder kann nicht bieten, was einem die Mutterliebe verspricht.

Da stirbt Germains verrückte Mutter und er erfährt, dass sie ihn, den tumben Tor, versorgt hatte. Sie hatte das Haus von jedem ersparten Pfennig erworben, in dem Germain glaubte, zur Miete zu wohnen: Eine bescheidene Existenz hat sie ihm gesichert und ein Heim gegeben, obwohl sie immer unglücklich erschien, ein Heim für seine Frau, das erwartete Kind und für sich.

Über die Literatur erkennt er die - ebenfalls komplizierte - Mutterliebe seiner Mutter, zumindest erfasst er diese. Margueritte öffnet ihm die stets verschlossen geglaubte Tür zur Liebe seiner Mutter.

Ein must have
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 1. Mai 2014
Ich habe zuerst das Buch gelesen und war ganz gespannt, ob der Film der Vorlage gerecht werden kann. Gérard Depardieu als Germain und Gisèle Casadesus als Margueritte geben das ungleiche, liebreizende Paar. Eine wirklich tolle Besetzung für dieses Thema. Er, der einfältige "Dummkopf", sie die alternde Gelehrte. Es ist hinreißend zu sehen, wie sich die Freundschaft zwischen den beiden entwickelt. Die Macht der Wörter wird hier verbildlicht. Schade, dass der Film keine zwei Stunden geht und sich mehr dem Thema des Analphabetismus widmen kann und somit einen Blick auf die Entwicklung Germains Horizonterweiterung verwehrt. Dafür einen Stern Abzug, sowie für das völlig veränderte Ende. Allerdings wird das mehr oder weniger nicht vorhandene Verhältnis zur Mutter gut dargestellt. Im Film kann man leider auch diese Entwicklung nicht sehr gut verfolgen. Dennoch ein sehenswerter Film, der überzeugt durch Humor und Einfühlsamkeit. Eine ruhige Verfilmung mit einem "Hollywoodknall" am Ende.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 22. Januar 2012
STORY

Germain (Gerard Depardieu) wurde Zeit Seines Lebens mit der ablehnenden und verletzenden Art seiner Mutter konfrontiert. Seiner Liebenswürdigkeit hat dies jedoch nicht geschadet. Er ist ein einfacher, guter Mensch geworden. Manche erachten ihn als unbedarft, andere sehen in ihm bereits den Trottel des Dorfes. Margueritte (Gisele Casadesus), eine 94jährige Bewohnerin des örtlichen Altersheimes, sieht das nicht in ihm. Sie erkennt das Gute, das Besondere, das zutiefst Liebenswürdige und auch Kluge in ihm.

MEINUNG

Dieser Film ist ein Schmuckstein im Meer der belanglosen oder marketingträchtigen Versuche, einen Film über besondere menschliche Beziehungen zu kreieren. Unaufdringlich, fern jeder Klischees, selbst dann, wenn man eine Form von Kitsch identifizieren könnte, wird man mitgenommen in eine Welt die behaglich ist.

Die Geschichte dauert nur knapp 80 Minuten, aber man könnte stundenlang weitersehen, wenn Germain und Margueritte auf der Bank im Park sitzen und sich unterhalten. Man kann sich vorstellen in einem Wohnwagen im Garten der Mutter zu hausen, mag sie noch so schrecklich sein, man träumt davon regelmäßig in der Ortskneipe mit Freunden und Bekannten ein Glas Wein zu trinken, nur weil es der Alltag so generiert.

FAZIT

Ein schöner, stiller, berührender, gelungener Film.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 15. Oktober 2013
Marie-Sabine Roger (*1957) , gelernte Erzieherin, begann ihre Karriere als Schriftstellerin im Jahre 1980 mit Kinderbüchern. In diesem Roman aus dem Jahre 2010 beschreibt sie die Entstehung einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Germain Chaze, einem Mann von Mitte 40 und Margueritte Escoffier, einer pensionierten promovierten Wissenschaftlerin, Mitte 80.

Germain Chaze, mit einem weichen "z", ist, wie sein Name schon nahelegt, ein sanftmütiger Bär von Mann, der in einem französischen Provinzstädtchen von seiner schrillen, alleinstehenden und demenzgefährdeten Mutter täglich schikaniert wird. Sie nennt ihn "Esel", "Idiot" oder "Großer Trottel". Er haust ohne Schulabschluss in einem Wohnwagen auf ihrem Grundstück und Gemüse an. Sein Geld verdient er als Gelegenheitsarbeiter auf dem Bau und trinkt, wie das so üblich ist in Frankreich, gerne einen Aperitif im Bistro "Chez Francine" mit seinen Freunden trinkt, die ihn wegen seiner geistigen Unbedarftheit gerne mal veralbern.

Als Germain und Margueritte eines Tages auf einer Parkbank beim Taubenfüttern ins Gespräch kommen, entwickelte sich eine Freundschaft zwischen dem unbeholfenen Germain und der kultivierten alten Dame, die zudem eine passionierte Leserin ist. Sie nennt ihn "junger Mann", das erheitert ihn, doch "Alles ist relativ - nur durch seine Beziehung auf etwas bestimmt." Margueritte fängt an, dem des Lesens und Schreibens nahezu unfähigen Germain aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen und öffnet ihm damit den Zugang in die für ihn neue Welt der Literatur.

Selbst vor anspruchsvollen Titeln der Weltliteratur schreckt Margueritte nicht zurück. Germain kann nur staunen: Zum ersten Mal in seinem Leben hat er das Gefühl, dass sich jemand für ihn interessiert. Als Margueritte ihm ein Wörterbuch ("Le petit Robert") schenkt, erschließt sich ihm eine neue Welt:"Ein Wörterbuch ist nicht einfach nur ein Buch, Germain. Es ist vielmehr als das. Es ist ein Labyrinth ... Ein großartiges Labyrinth, in dem man sich voller Glück verirrt."

Die Botschaft des Buches ist einfach: Von Ludwig Wittgenstein stammt die Erkenntnis: "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." Und wer sich durch das Labyrinth der Wörter einen Weg bahnt, den belohnt das Leben. "Wörter sind wie Schachteln, in die man seine Gedanken einsortiert". Germain verbringt nun Abend für Abend in seinem Wörterbuch und gerät darob immer wieder ins Staunen.

Ansonsten handelt der Film zu diesem charmanten Buch von Respekt, Toleranz, Liebe, Freundschaft und Literatur, ohne den Anspruch, selber "große" Literatur sein zu wollen. Die Verfilmung mit Gérard Depardieu und Gisèle Casadesus ist überaus textnah.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 13. Januar 2016
Ich bin kein Fan von Gérard Depardieu, aber in diesem Film brilliert er wirklich in jeder gespielten Sekunde. Seine Rolle ist so überzeugend, dass man eigentlich gar keinen Schauspieler sieht - nur die dargestellte Figur, die auf ruhige, aber warmherzige Art wahre Meisterleistungen vollbringt.
"Das Labyrinth der Wörter" ist eine Perle des erzählten Alltagslebens. Nicht überzogen. Nicht hektisch. Nicht überromantisiert. Diese Geschichte fühlt sich echt an. Man muss den Franzosen wirklich eingestehen, dass sie von diesen eher ruhigen Filmgenres sehr viel verstehen.
Ein poetischer Ausflug - ein gelungener Film.
Mehr als sehenswert!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 22. März 2016
Dieser Film ist ein absolutes MUSS;
er schildert in tollen Bildern eine
in unsrer Welt selten gewordene Herzensfreundschaft
zwischen einem vermeintlich nicht besonders intellektuellen und
einer sehr alten, betagten, zarten, humorvollen, klugen weisen Dame.
Dieser Film bleibt ein Highlight, wenn es darum geht,
Gefühle auf den Punkt zu bringen. Sensationell gespielt
von beiden Hauptdarstellern, regt der Film zum Nachdenken
an, wie großartig und tief, wie wegweisend eine Freundschaft
zu der älteren Generation sein kann. Ganz grosses Kino.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 13. Mai 2012
Story (4)
Obwohl dieser Film sehr unscheinbar und (vermeintlich) einfach gestrickt daherkommt, wird doch eine wunderbare und tief gehende Geschichte erzählt, die einen kaum unberührt lässt. Die Mischung aus Tragik und Komik ist gekonnt ausbalanciert. Depardieu spielt gewohnt souverän und holt das Optimum aus seiner Rolle heraus.
Alles in Allem grosses Kino, das alles bietet, was einen sehenswerten Film ausmacht.

Bild (3)
Das Bild weist keine Fehler und kaum Körnung auf, kommt aber leider was die Tiefenschärfe und Schwarzwerte anbelangt kaum über das Mittelmass hinaus. Close-Ups haben eine ansprechende Schärfe aber bei Totalen wird es dann schon merklich unschärfer. Die Farben sind natürlich und angenehm.

Ton (4)
Der Film ist ausgesprochen Dialoglastig und so spielt sich der ganze Streifen tontechnisch auf dem Center ab. Surround-Geräusche konnte ich keine ausmachen. Auch die Musik ist sehr unscheinbar. Die Dialoge sind aber jederzeit sehr gut zu verstehen.

Extras (3)
Interessieren mich nicht. Es gibt ein Wende-Cover!

Fazit: Ein sehenswerter Streifen für Leute, die gutes Erzählkino zu schätzen wissen und natürlich für alle Depardieu-Fans!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 28. Februar 2014
Selten heutezutage das man das Adjektiv "bezaubernd" verwenden, kann aber bei diesem tollen Film kann ich das auf jeden Fall tun.
Depardieu gibt hier den sympatischen Einfaltspinsel und seinen genialen und ebenfalls außerordentlich liebenswerten "Gegen"part spielt Gisèle Casadesus. Alleine schon wegen den Dialogen im Park der beiden kann man sich dieses Werk genüsslich gönnen. Je mehr man vor allem Depardieu's Charakter näher kennenlernt umso mehr liebt man ihn dafür auch.

Wirklich ein toller Film, abseits des Mainstreamkinos, aber auf jeden Fall sehenswert, wenn man sich nicht gerade etwas in der Richtung von American Pie erwartet.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

Zimt und Koriander
3,89 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken