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Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
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am 17. Juni 2011
...das Leben sei voller Lärm und Radau; aber letztendlich doch bedeutungslos". So führt uns der Erzähler in Woody Allens -Ich sehe den Mann deiner Träume- ein. Irgendwie geht es genau um dieses Leben. Woody Allen bleibt dabei seinem Blick fürs Detail treu und präsentiert sich wieder einmal als "Chronist der zwischenmenschlichen Katastrophen". Das Allens Film dabei komplett am Mainstream vorbeischießt und die Ansichten der Zuschauer spaltet, versteht sich von selbst.

Helena(Gemma Jones) wurde von ihrem Mann Alfie(Anthony Hopkins) geschieden. Wie sagte Alfie so schön: "Sie hat sich dem Alter ergeben." Alfie hingegen lässt es noch mal richtig krachen. Er heiratet die junge Schauspielerin Charmaine(Lucy Punch), die eigentlich doch eher dem horizontalen Gewerbe nachgegangen ist, damit sie ihm den ersehnten Sohn beschert. Das sorgt dafür, dass Helena satt dem Whisky zuspricht und Zuflucht bei der Wahrsagerin Crystal(Pauline Collins) sucht. Helena weiß jedoch nicht, dass ihre Tochter Sally(Naomi Watts), genau das geplant hat, damit die Mutter von ihrem Schmerz abgelenkt wird. Sally hat indes selbst genug Probleme. In ihrem Job, als Angestellte einer Galerie, verknallt sie sich in ihren Chef Greg(Antonio Banderas), dessen Ehe total im Eimer zu sein scheint. Für Sally passt das, denn: Auch ihr Mann Roy(Josh Brolin), ein Schriftsteller, der es nicht mehr schafft einen Roman an den Mann zu bringen, führt mit ihr eine eher schlechte als rechte Ehe. Zudem hat Roy sich in die junge Nachbarin Dia(Freida Pinto) verguckt, aber davon weiß Sally noch nichts. So geht Sallys Ehe in die Brüche, Alfie und Charmain driften aufs Chaos zu, Roy packt eine Chance beim Schopf, die ihn in den Abgrund reißen könnte und Helena lernt einen neuen Mann kennen und genehmigt sich einen Scotch. Alles halt so, wie im richtigen Leben...

-Ich sehe den Mann deiner Träume- ist ein "echter" Woody Allen. All die kleinen Gags eröffnen sich einem nicht sofort, die Situationskomik ist manchnmal versteckt, aber in jedem Fall brilliant. Es gbit kreative Dialoge und der Film wirkt im Ganzen, jedenfalls für einen Woody Allen-Streifen, heiter und versöhnlich.

Die Besetzung lässt keine Wünsche offen. Anthony Hopkins gibt den Greis auf Freiersfüßen, mit Viagraunterstützung, hervorragend. Naomi Watts und Josh Brolin sind ein herrlich kaputtes Paar. Gemma Jones lebt in der Rolle der geschiedenen Esoterikanhängerin im leichten Dauerdelirium auf. Lucy Punch ist als herrlich doofe Charmain ein garantierter Lacher in jeder Einstellung. Sämtliche Nebenrollen passen gut in den Plot.

Man muss schon auf Woody-Allen-Filme stehen, um -Ich sehe den Mann deiner Träume- zu genießen. Das ist, wie ich weiß, nicht jedermanns Sache. Sie müssen wieder mal selbst entscheiden, ob sie diese Art Humor mögen, oder doch lieber auf Komödien im US-Stil stehen. Zwischen Begeisterung und Langeweile ist da alles möglich. Allen zieht sein Ding gnadenlos durch, er braucht ohnehin nicht mehr auf die positive Resonanz des Zuschauers schielen. Für seine Filme stehen die Stars bei einem Rollenangebot Schlange. Auch im Soundtrack zeigt sich Allen da absolut authentisch. Wie er die Bilder mit alten Songs und Jazzmusik unterlegt, das hat in jedem Fall etwas. Also: Versuchen sie ihr Glück. Aber behaupten sie später bitte nicht, ich hätte sie nicht gewarnt.
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am 27. September 2012
4 gute Sterne für die Schauspieler, eher nur 3 Sterne für Woody Allen.
Ich will nicht behaupten, dass ich zur „Woody-Allen-Fangemeinde“ gehöre, aber „Ich sehe den Mann deiner Träume“ (ein deutscher Titel, für den man sich fast schon fremdschämen muss) hat es immerhin geschafft, mich über 90 Minuten hinweg angenehm zu berieseln. Meine Gehirnzellen wurden nicht überanstrengt, meine Empathie und mein Nervenkostüm auch nicht. Ob ich dafür 20 km gefahren und 2 Stunden angestanden hätte, würde ich jedoch bezweifeln. Obwohl der Film existenzielle Themen berührt, bleibt er in der Wirkung eher harmlos; durch Allens typisch distanzierte Erzählweise sind wir Zuschauer in erster Linie ohnehin nur Beobachter und somit „außen vor“.
Hinzu kam das Gefühl, das alles irgendwo schon mal gesehen zu haben; die Inhalte der Geschichten bis hin zur möglichen Botschaft sind nicht wirklich neu und somit überraschungsfrei: Der alternde Mann und das Flittchen (inklusive Viagra), der Schriftsteller in der Schaffenskrise, der sich ein fremdes Werk aneignet, fremdgehende Eheleute (real und in der Vorstellung), Hoffnung, Sehnsucht, Illusionen, bittere Enttäuschung usw. usf.
Woody Allen kennt die Themen des (Beziehungs-)Lebens und präsentiert sie uns immer wieder gerne in neuen Variationen.
Eine gute Beschäftigungstherapie für den bald 77-jährigen, möchte man denken, und es sei ihm gegönnt.
Entspannt unterhalten werden kann man durch diesen Film durchaus, mehr sollte man wohl besser nicht erwarten.
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Ein alter 'Gockel', der nach vielen Jahren Ehe seine Frau verlässt, um seinem Fitness- und Jugendwahn nachgehen zu können und sich in einer Prostituierte verliebt, diese mit Geschenken überschüttet und heiraten möchte; seine Frau, die sich anschließend in die Esoterik flüchtet, einer Wahrsagerin ihr Geld hinterher wirft und dadurch einem Buchladenbesitzer näher kommt, der in spirituellen Sitzungen mit seiner Frau in Kontakt treten möchte, um sie um Erlaubnis bezüglich der neuen Beziehung ersuchen zu können. Ihre Tochter, die mit einem gescheiterten Schriftsteller liiert, alles andere als glücklich ist, sich in ihren Chef verliebt, der scheinbar ihre Avancen erwidert, parallel aber mit ihrer Freundin anbandelt; ihr Mann wiederum, der sich in die gitarrespielende, wunderschöne Frau in rot von Gegenüber verguckt und das tragische Ableben eines Freundes nutzt, um sich mit fremden Federn zu schmücken...

Woody Allen zeigt in bekannt dialoglastiger Manier, wie man sich in Liebesdingen in Illusionen verlieren kann. Eine dramatische Komödie, die im Rahmen seiner Europa-Reihe in London spielt.
Im Gegensatz zu anderen seiner Filme wird aber weniger philosophiert, sondern vielmehr geschwärmt, gebaggert, umworben und heimlich geschmachtet.

Ein erlesenes Feld an namhaften Schauspielern, von denen mir persönlich Gemma Jones am besten in ihrer Rolle gefallen hat. Aber auch Anthony Hopkins agiert ganz vorzüglich. Antonio Banderas blieb hingegen ein wenig blass.

Extras: nur Trailer, Programmtipps

Fazit: Überdurchschnittlich gute Unterhaltung
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TOP 1000 REZENSENTam 22. April 2011
Und wieder ein neuer Woody Allen, nicht sein schlechtester, aber auch sicher nicht sein bester.

Die Darstellerriege ist 1a:

Anthony Hopkins, Josh Brolin, Naomi Watts, Gemma Jones, Antonio Banderas.

Worum geht es im Film?

Teilweise aus dem Off wird dem geneigten Betrachter die Geschichte einer Familie in London geschildert:

Alfie (A. Hopkins) trainiert auch im Alter noch seinen Körper fleißig und verlässt seine Frau Helena wegen eines blonden, jungen Dummchens.

Helena sucht ihr Heil bei einer Wahrsagerin und geht mit den dort gewonnenen Erkenntnissen ihrer Tochter Sally (N. Watts) und ihrem Schwiegersohn Roy (J. Brolin) bisweilen ganz schön auf die Nerven.

Auch in dieser Ehe kriselt es natürlich und während Roy sich für die Nachbarin am Fenster begeistert, entwickelt Sally Zuneigung zu Ihrem Chef...

Wir haben hier leichte Kost vor uns, mit einer Mischung aus Boshaftigkeit und Humor erzählt.

Für einen leichten Abend mit dazu passendem Wein durchaus gut geeignet, aber nichts, was lange hängenbleibt.

Der nächste Film ist bereits abgedreht und der übernächste in Produktion, Woody Allen scheint unter Hochdruck zu arbeiten, man könnte auch argwöhnen, am Fließband...
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am 14. Oktober 2012
STORY

Alfie (Anthony Hopkins) weigert sich älter zu werden. Und weil es schnell gehen muss, verläst er seine Frau (Gemma Jones) und tut sich mit der Ex-oder-doch-noch Prostituierten Charmaine zusammen (Lucy Punch). Seine Tochter (Naomi Watts) ist ähnlich unglücklich, aber wesentlich standhafter, trotz des aparten Gregs (Antonio Banderas). Sie bleibt erst noch bei ihrem Mann Roy (Josh Brolin), der entweder eine Schreibkrise hat oder nie ein guter Autor war. Eine Muse wie Dia (Freida Pinto) könnte die Frage vielleicht beantworten.

MEINUNG

Zunächst bemerkt man gar nicht, dass es ein Woody Allen-Film ist. Denn erst kommt alles recht unbedarft, teils lethargisch daher und dann plötzlich wie ein cooler Song mit voller Lautstärke am Meer. Es sind die Themen des Lebens, der Beziehungen, die hier verarbeitet werden. Leben ist ja auch nur Beziehung, wenn man genau hin sieht oder eben Woody-Allen-Filme sieht.

Auf jeden Fall wird man gut unterhalten, weil immer ein gewisser Anspruch da ist, der das Fehlen von sprudelnder Innovation schon mal vergessen lässt. Dafür beschäftigt man sich intim mit den Protagonisten und das macht Spaß und bringt Erkenntnisse, denn wir haben von allen alles oder nichts.

Von den Akteuren sei Naomi Watts genannt. Sie verkörpert so ziemlich alles, was man zur Anbetung einer Frau benötigt. Darüber hinaus oder daneben, je nachdem was politisch korrekt ist, ist sie eine richtig gute Schauspielerin. Sie arbeitet nicht mit gepuschten Affekten oder Effekten, sondern mit Handwerk, so als ob es auch richtig gelernt wurde und nicht nur zugeflogen. Und dann öffnet sich darunter eine unglaubliche Emotionalität.

FAZIT

Ein guter Film für die gerne Therapie spielen, ein Glas Wein trinken, übers Leben und die Liebe reden. Mein Englisch ist dürftig, aber das schlechteste am Film ist der deutsche Titel.
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am 7. Januar 2017
Einer meiner Lieblingsfilme von Woody Allen. Gemma Jones als esoterisch angehauchte ältere Dame in einer Lebenskrise ist einfach grandios. Es gibt außerdem ironischen, zeitweise bissigen Humor, trotz aller auch vorhandenen Tragik, diese Mischung bekommen nicht alle Regisseure gut hin. Die Handlung ist kurzweilig und wie oft bei Woody Allen weniger vorhersagbar, was es für mich immer besonders interessant macht.
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Der Altmeister der Regisseure Woody Allen wird im Jahre 2007 75 Jahre alt und mit schöner Regelmäßigkeit gibt es für die Filmfreunde alle Jahre wieder einen Woody-Allen-Film. Natürlich kann es nicht immer so ein starker Film sein wie beispielweise "Match Point", "Cassandras Traum" oder "Vicky Christian Barcelona". Wenn das Ergebnis wie in "Ich sehe den Mann deiner Träume" vom Handlungsstrang etwas flau ist, eben nur ein mittlerer Woody Allen, dann mischt der Altmeister die Geschichte durch den Einsatz von Star-Power auf. Das ist ihm in diesem Film mit Anthony Hopkins, Naomi Watts, Freida Pinto (Slumdog Millionär), Antonio Banderas und Josh Brolin überzeugend gelungen. Wenn Woody Allen ruft, dann verzichten sämtliche Stars auf ihre Forderungen, weil die Last dann nicht auf ihren Schultern liegt. Bei Woody-Allen-Filmen war bisher immer der Filmmacher der Star, ob er mitspielt oder wie in seinem neuesten Film nur für Drehbuch und Regie verantwortlich ist.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Es ist immer die Frau am Fenster gegenüber. Ich sehe den Mann deiner Träume" klingt weniger nach Wahrsagerei als das Original "You will Meet a Tall Dark Stranger". Es geht in der ernsthaft beleuchteten und doch immer wieder amüsanten Beziehungskomödie weniger um Prophezeiungen als um tragische Zäsuren wie jeder sich seinen Traum vom großen unbekannten Fremden erfüllt, auch wenn man sich eigentlich in festen Händen befindet.

Bei Woody Allen schafft stets ein Erzähler die Verflechtungen mit den Figuren und fügt die Handlungsstränge zusammen. In diesem neuen Film trägt der Erzähler allerdings die Maske der filmischen Hilflosigkeit der den Figuren den Wind aus den Segeln nimmt bevor sie ins gleiten kommen, der sie aber dann in einem bitterbösen Reigen von geschickt ausgelegten Fallstricken lebend in die Hölle schickt.

Zum Plot: Alfie (Anthony Hopkins) hält sich mit Fitnesstraining fit, ist mit einer neuen jungen und sehr blonden Gespielin ( Lucy Punch) - warum nicht Scarlett Johansson?- mit Sportwagen, Sonnenbank und Viagra in ein neues Leben geflüchtet, während seine Ex-Frau Helena( Gemma Jones) sich mit Alkohol und viel Geld Trost bei einer Wahrsagerin sucht und es nicht lassen kann ihrer Tochter Helena(Naomi Watts) und besonders ihrem Schwiegersohn Roy ständig auf den Geist zu gehen. Helena arbeitet in einer Galerie, hat sich gerade in ihren neuen Chef verguckt, während ihr Mann Roy, ein erfolgloser Romanschriftsteller, sich in die hübsche junge Frau vom Fenster gegenüber verliebt.

Jeder betrügt jeden in diesem Beziehungskarussell so gut er kann und alle träumen von einem Neuanfang während sie in die Fallgruben des Alltags tappen. Woody Allen bedient nicht nur gekonnt eingefahrene Vorstellungen, sondern er verwirbelt sie hinterlistig sarkastisch mit viel Liebe zum Detail.

Das dieser Woody Allen nach wie vor in bestechend
guter Form ist, lässt sich nicht bestreiten. Amüsante Betrachtungen über die Spielarten der Liebe, urkomische und bittere Monologe und düstere Antworten zeichnen den Film aus. Eine entzückende Filmkomödie die das Geld für das Kinoticket allemal wert ist. Danke Woody Allen.
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am 13. Oktober 2013
Schon die ersten Minuten lassen keinen Zweifel aufkommen, dass hier wieder Woody Allen am Werk war: Beziehungschaos und Sprechdurchfall gepaart mit eingenwilliger Musik.

Wie so oft in seinen Werken behandelt er verschmähte und unglückliche Liebe. Die Erzählung fängt irgendwo an und hört abrupt irgendwo auf. Herausgekommen ist dabei eine durchaus amüsante Komödie mit ernsten Untertönen. Die Besetzung ist erstklassig wie auch die Inszenierung. Die Synchronisation fand ich sehr gelungen.

Die Ausstattung der DVD ist mager: kein making-of oder sonstige Zugaben.

Die Bildqualität hat schon fast bluray-Niveau. Beim Ton wurde jedoch gespart: nur Dolby 3.0 und DTS 3.0.

Fazit: kurzweiliges Filmvergnügen.
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So leicht und traumhaft, wie es der Titel vermuten lassen könnte, ist diese Tragikkomödie keineswegs. Fast alle Beteiligten fallen recht unsanft auf dem Boden der Tatsachen, nachdem sie so eifrig den Unwirklichkeiten des Lebens gefolgt sind. Dieser kluge, kleine Film über zwei Paare, die eifrig Seifenblasen steigen lassen und dabei die Chancen auf ein gemeinsames Glück leichter Hand wegwerfen, beeindruckt durch die konsequente Erzählweise und die überzeugenden Darsteller, die perfekt in ihren Rollen aufgehen.

Ein unsichtbarer Erzähler begleitet die Beteiligten des amüsant-tragischen Stückes, welches vom Leben der Charaktere geprägt wird. Zuerst betritt die elegante, aber verzweifelte Dame Helena (Gemma Jones "Sinn und Sinnlichkeit") den Schauplatz. Sie sucht eben in den Straßen von London eine Wahrsagerin auf, die ihr von ihrer Masseurin empfohlen wurde. Der Zuschauer kann sich indes des Eindrucks nicht erwehren, dass Christal (Pauline Collins), die ihre Kundin mit einem Glas Schnaps empfängt, ein eher ungewöhnliches Exemplar ihres Berufsstandes ist. Helena jedoch vertraut diesem Scharlatan gerne ihre ganz persönliche Geschichte an und so werden die übrigen Hauptbeteiligten dieses Stückes vorgestellt. Da ist einmal der 73-jährige Alfie (Anthony Hopkins), der das Älterwerden nicht akzeptieren kann und der mit seinem Fitnesswahn seiner treuen Ehefrau Helena schrecklich auf die Nerven ging. Als sie ihm jedoch die Wahrheit sagte, verließ er sie und die arme Verlassene unternimmt einen ersten Selbstmordversuch. Kein Wunder, dass sich die Tochter Sally (Naomi Watts "Der bunte Schleier") Sorgen um die Mutter macht. Vor allem, da sie und ihr Mann, der wenig erfolgreiche Schriftsteller Roy (Josh Brolin), von ihr finanziell abhängig sind. Sally begrüßt es sehr, dass ihre Mutter nun zu Christel geht, die zwar eine Schwindlerin ist, aber einen neuen Halt in Helenas konfusem Dasein darstellt. Ihr Ehemann Roy ist eher genervt von seiner Schwiegermutter und spottet über die angeblich so zutreffenden Weissagungen, die Helena brühwarm ihrer Tochter weitererzählt. Um sich etwas Ablenkung zu verschaffen, beobachtet er die attraktive neue Nachbarin Dia (Freida Pinto "Slumdog Millionär"). Die Musikerin von Nebenan, die er wegen ihrer Kleidung nur die Dame in Rot nennt, beschäftigt seine Phantasie. Dazu hat er jede Menge Gelegenheit, denn Sally hat eine Arbeit bei dem berühmten Kunsthändler Greg Clementine (Antonio Banderas) angenommen, den sie bald schon sehr verehrt. Auch Alfie hat jemand Neues kennengelernt. Die ehemalige Prostituierte, halb so alte Charmaine (Lucy Punch), soll seine zweite Jugend versüßen. Dann platzt Helene überraschend noch mit der Weissagung ihrer wunderbaren Christal heraus, dass sie bald einer neuen Liebe, nämlich dem geheimnisvollen großen, dunklen Fremden, begegnen wird! Man mag über diese naive Vorstellung schmunzeln, aber sind die Träume der anderen -bei Licht betrachtet- realistischer?

"Jeder bekommt, was er verdient." So kann man die Aussage dieses Films zusammenfassen, der mit einer guten Portion Ironie und zartem Satireguss verziert, serviert wird. Woody Allan ("Scoop - Der Knüller") zieht routiniert und souverän die Register und hat für seine Geschichte die perfekte Kulisse der ehrwürdigen Stadt London gewählt. Der trockene Humor des New Yorkers leuchtet auch in diesem Film wieder hervor, wobei Antonio Banderas wohl den besten Spruch zum Besten geben darf:
"Meinen Sie, ich sollte nicht betrunken nach Hause fahren, nur weil ich meine Kontaktlinsen vergessen habe?"
Wer über diese Aussage lachen kann, dem wird dieser Film bestimmt gefallen.
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am 25. Januar 2012
Um den Mann deiner Träume scheint es in diesem Film nicht zu gehen, eher wohl um Beziehungschaos.
"YOU WILL MEET A TALL DARK STRANGER", so der Originaltitel, ist ein sympathischer Film über wenig sympathische Menschen. Die Mitglieder einer gewöhnlichen Familie des Londoner Mittelstands geraten aus der Bahn und müssen alle ihr Lebenskonzept durchdenken. Die Lösungen, die sie finden, machen den Zuschauer staunend. Der Vater Alfie ( Anthony Hopkins) trennt sich von seiner Frau und heiratet eine jungen Blondine, Charmaine (Lucy Punch), die zuvor schauspielernd im horizontalen Gewerbe tätig war. Alfi braucht sein Päckchen Viagra, um irgendwie mit seiner Ehefrau mitzuhalten. Im neuen Lebensrausch kommt ihm so nach und nach sein Vermögen abhanden.
Alfies Frau Helena (Gemma Jones) sucht Trost im hochprozentigen Alkohol und bei einer Wahrsagerin. Ihre Tochter Sally (Naomi Watts) träumt von einer eigenen Kunstgalerie, muss sich jedoch bei einem Galeristen ( Antonio Banderas) verdingen, um etwas Geld zu verdienen, da ihr Mann, der Amerikaner Roy (Josh Brolin), erfolglos an seinem vierten Roman arbeitet. Das Schicksal scheint ihm zur Hilfe zu kommen, als sein Freund einen Unfall hat und ein tolles Manuskript hinterlässt, das Roy als sein eigenes ausgeben wird.
Roy findet während des Schreibens Muße, die junge, schöne Dia (Freida Pinto), die im gegenüberliegenden Haus am Fenster klassische Gitarre spielt, zu begehren. Als Roy sich mit dem Mädchen trifft, beginnt tatsächlich eine kleine Love-Story.
Seine Frau begehrt inzwischen ihren smarten, dunklen Chef. Und für die Mutter findet sich mit einem Esoterik-Buchhändler ein passender Verehrer. So kann das Chaos seinen Lauf nehmen, drastisch und demütigend für die Figuren des Films. Doch irgendwie haben sie alle ihr Unglück verdient.
Als Zuschauer mag ich deshalb nicht so recht mit ihnen leiden.
98 Minuten gute Unterhaltung dank des weisen Woody, aber auch nicht viel mehr!
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