Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
2
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:19,39 €+ 3,00 € Versandkosten

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 19. März 2011
Giuseppe Verdi hatte seit dem Fiasko von "Un giorno di regno" im Unglücksjahr 1840 nie wieder eine Komödie vertont. Deshalb war das Aufsehen groß, als 1893 (!) mit dem Falstaff noch einmal eine komische Oper des inzwischen 80-jährigen angekündigt wurde, der sich eigentlich längst auf seinem Landsitz Sant'Agata zur Ruhe gesetzt hatte. Das Ergebnis war die charmanteste, stringenteste heitere Oper seit Mozarts Figaros Hochzeit, in deren Finalfuge (!) Verdi ein altersweises Fazit zog: "Alles ist Scherz im Leben!"

Im Sommer 1956 entstand in London - im Gefolge einer Aufführungsserie der Mailänder Scala - eine Aufnahme der Oper, die alle ihre Vorteile ins beste Licht rückte und bis heute m. E. die beste überhaupt geblieben ist:

Tito Gobbi ist nicht der Falstaff mit der ausgeglichensten Stimme, aber ein Singschauspieler von unübertroffener Ausdrucksfähigkeit - er girrt, schmeichelt, poltert, schimpft und jammert, dass es eine Freude ist. Sein Ritter ist durchaus nicht nur abgetakelt, sondern besitzt durchaus auch Format und vor allem Selbstironie.

Rolando Panerai singt seinen Gegenspieler Ford mit männlich-kerniger Stimme und großer Eleganz, aber auch den nötigen dramatischen Ausbrüchen - er hat die Rolle nicht umsonst noch in zwei weiteren Gesamtaufnahmen bis in die 80er Jahre hinein verkörpert.

Die von Falstaff umgarnten Damen sind mit der herrlich zickigen und doch damenhaften Elisabeth Schwarzkopf und der feinen Nan Merriman ebenfalls perfekt besetzt. Fedora Barbieri gibt die Mrs. Quickly als Vollweib, zwischen der und dem Ritter es heftig knistert. Die entzückende Anna Moffo und der hier in ausgezeichneter Form singende Luigi Alva überzeugen als jugendliches Liebespaar.

Auch das restliche Ensemble lässt keine Wünsche offen.

Herbert von Karajan dirigiert mit moderaten, aber nicht zu langsamen Tempi und viel Gefühl für die vielen Farben der Musik. Eine seiner besten Opernaufnahmen.

Kurz: Eine wunderschöne Aufnahme einer herrlichen Oper.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 23. Oktober 2015
Nicht zu Unrecht gilt Herbert von Karajans Londoner Studioaufnahme von Giuseppe Verdis "Falstaff" aus dem Jahr 1956 noch heute bei vielen Kennern und Liebhabern des Werkes als die Referenz schlechthin.
Das hat mehrere Gründe, denn obwohl es noch einige andere hochkarätige Produktionen, wie die von Toscanini (RCA), Bernstein und Solti (beide Decca), auf dem Markt gibt, hat Karajans Aufnahme das mit Abstand beste Sängerensemble aufzubieten, und zudem leitet er das erstklassige Philharmonia Orchestra London, das nicht nur über herausragende Musiker (vor allem Bläser!) verfügte, sondern vom Dirigenten zu einem so homogenen, differenzierten und farbigen Spiel angeleitet wurde, daß es eine wahre Freude ist. Karajan dirigierte das Werk nicht nur "mit Leidenschaft, Freude und einem gewissen deutschen Schwung, sondern mit wahrhaft südländischem Feuer", wie der englische Musikkritiker Richard Osborne anmerkte.
Nun zu den Sängern. Daß "Falstaff" eine Ensembleoper par excellence ist, ist eine Binsenweisheit. Und hier haben wir das schiere Wunder zu bestaunen, daß aus einer Handvoll internationaler Künstler ein so einmalig homogenes Ensemble entstand, wie es weder vorher noch später jemals in dieser Vollendung wieder geboten werden konnte. Man weiß absolut nicht, wen man, vielleicht von Tito Gobbi, der die Titelrolle singt, einmal abgesehen, besonders loben soll. Luigi Alva (Fenton), Rolando Panerai (Ford), Nicola Zaccaria (Pistol), Renato Ercolani (Bardolf), sie alle singen und spielen ganz einfach wundervoll. Und erst die Damen, angeführt von Elisabeth Schwarzkopf (Alice Ford), bezaubern mit ihren herrlichen Stimmen und ihrer Spiellaune den Hörer. Dazu gehören noch Anna Moffo (Nannetta), noch am Beginn ihrer leider viel zu kurzen Karriere, Nan Merriman (Meg Page) und Fedora Barbieri (Mrs. Quickly). Ich glaube, wer diese Aufnahme im Schrank hat, der muß nicht unbedingt eine andere kaufen, auch nicht Karajans zweite Annäherung an die Oper von 1980 (Philips), die zwar auch hervorragende Einzelleistungen zu bieten hat (u.a. Giuseppe Taddei als Falstaff und Christa Ludwig als Mrs. Quickly), aber in der Gesamtwirkung längst nicht einen so bleibenden Eindruck hinterläßt wie seine frühe Londoner Version.
Klangtechnisch ist sie natürlich neueren Produktionen klar unterlegen, obwohl sie bereits in Stereo aufgezeichnet wurde. Doch das spielt angesichts der künstlerischen Qualität nur eine ganz untergeordnete Rolle.
Es handelt sich hier um die originale EMI-Aufnahme von 1956, die Warner Classics nun in der Reihe "The Home of Opera" neu aufgelegt hat. Leider liegt statt eines ordentlichen Textbuchs eine CD-ROM mit dem Libretto und Werkinformationen bei, für meine Begriffe keine sehr glückliche Entscheidung.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,97 €
21,99 €
8,20 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken