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am 11. April 2008
Es gibt Filme zu denen schreibt man eine Rezension und alles sprudelt nur so aus einem heraus und dann gibt es Filme wie diesen und man sucht verzweifelt die richtigen Worte zu finden. Dead Man Walking ist großes Kino mit exzellenten Darstellern die unter der Regie von Tim Robbins Höchstleistungen abliefern.

Zusammen mit einem Freund hat Matthew Poncelet ein junges Paar ermordet und nun wartet er seit sechs Jahren auf seine Hinrichtung. Kurz vor dem baldigen Termin wendet er sich an die Nonne Helen Prejean um dadurch eine nochmalige Untersuchung seines Falles zu erreichen. Diese kontaktiert den Todeskandidaten und zusammen mit dem Anwalt Hilton Barber versuchen sie zu erreichen das die Todesstrafe in eine lebenslange Haft umgewandelt wird.
Nachdem dieses Vorhaben scheitert entscheidet sich Prejean dazu, den letzten Tag von Poncelet gemeinsam mit Ihm zu verbringen und Ihn beizustehen auf seinem letzten Weg.

Der Film überlässt es dem Zuschauer sich selbst eine Meinung zur Thematik Todesstrafe zu bilden und bezieht keine Stellung was wohl auch eine der großen Stärken von Dead Man Walking ist. Es ist wohl auch sinnlos darüber zu diskutieren da man trotzdem zu keiner Entscheidung kommt, den wer zieht wo die Grenze ? Wer hat es verdient" hingerichtet zu werden ? Nein die Gratwanderung diesbezüglich ist einfach zu extrem und lässt keinen endgültigen Schluss zu.

Basierend auf dem Buch Dead Man Walking der wahren Ordensschwester Helen Prejean entstand unter der Regie von Tim Robbins einer der besten Filme der neunziger Jahre. Mit Ehefrau Susan Sarandon fand Robbins die Idealbesetzung für die Hauptrolle welche auch mit einem Oscar belohnt wurde. Sean Penns Darstellung als zuerst noch arroganter und rassistischer und später reumütigerTäter steht dem aber in nichts nach.
Wie er Poncelets Wahrheitsfindung schauspielerisch umsetzt hätte auch eine der begehrten Trophäen gerechtfertigt.

Der Film ist wie Schlag in die Magengrube und obwohl man mit Poncelet leidet so bringt man trotzdem auch Verständnis für die Angehörigen auf. Die wahre Helen Prejean ist im Film übrigens auch in einer Minirolle zu sehen.

Nachdem der Film jahrelange vergriffen war gibt es Ihn nun endlich wieder in dieser Oscar Edition, welche zwar außer dem Film nichts zu bieten hat, aber besser ist als nichts. Für mich ein Film den man unbedingt gesehen haben muss !
44 Kommentare| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juli 2004
Schwester Helen Prejean (Susan Sarandon) die sich eigentlich den Armen von New Orleans widmet, erhält eines Tages einen Brief von einem Gefangenen, der auf die Todesstrafe wartet. Matthew Poncelet (Sean Penn), der wegen Mordes und Vergewaltigung vor sechs Jahren zum Tode verurteilt worden war und seine Unschuld beteuert, bittet Schwester Helen, für ihn ein Berufungsverfahren einzuleiten. Bald stellt Helen fest, dass sie in einer Zwickmühle sitzt: einerseits möchte sie Matt, dessen geistlicher Beistand sie wird, mit aller Kraft vor der unbarmherzigen Todesstrafe retten, aber andererseits kann sie auch die Eltern von Poncelet's Opfern verstehen, die auf Rache sinnen. Letztlich steht sie Matthew aller Anfeindungen zum Trotz bis zum Tag seiner Hinrichtung bei.
Ein heißes Eisen hat Regisseur Tim Robbins mit der Verfilmung von Schwester Helen Prejean's Tatsachenbericht angefasst. Besser und einfühlsamer hätte man das heikle Thema Todesstrafe nicht aufarbeiten können. Der Film zeigt - ohne Partei zu ergreifen und eine Meinung für oder gegen die Todesstrafe abzugeben - beide Seiten: den Todeskandidaten (der nicht als Monster, sondern als menschliches Wesen mit Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen gezeigt wird) und die Hinterbliebenen des Opfers, Befürworter und strikte Gegner der Hinrichtung, Politiker und Geistliche.
Nachdem man "Dead Man Walking" gesehen hat, wird man sicher keine eindeutige Meinung haben, ob man für oder gegen die Todesstrafe sein soll. Genau das will Robbins aber erreichen. Er will den Zuschauer dazu ermahnen, solch brisante Themen nicht nur einseitig zu sehen, sondern von allen Seiten her zu betrachten und erst dann ein Urteil zu fällen.
Besonders beeindruckend sind die Leistungen der Hauptdarsteller: Susan Sarandon (die den Oscar für ihre Rolle gewann) spielt Schwester Helen Prejan absolut überzeugend und Sean Penn glänzt als Todeskandidat zwischen blindem Hass und schierer Verzweiflung. Filmfans aufgepasst: Komiker Jack Black hat hier eine - ernste - Nebenrolle als einer von Poncelet's jüngeren Brüdern.
"Dead Man Walking" ist ein nicht ganz einfacher, aber sehr sehenswerter, fesselnder und berührender Film, über den man lange nachdenken wird.
Großartig!
11 Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. August 2011
ZUM FILM:
Wie gerecht ist die Todesstrafe? Ist sie angemessen für jemanden, der vergewaltigt und gemordet hat? Was, wenn der vermeintliche Täter tatsächlich, wie er hartnäckig behauptet, unschuldig ist? Ist es zudem für eine Nonne moralisch vertretbar, diesem Todeskandidaten einen seiner letzten Wünsche zu erfüllen und ihm in den letzten Tagen seines Lebens sein christlicher Beistand zu sein? Und darf die Nonne vor allem eine nicht zu leugnende Sympathie für den zum Tode verurteilten Morder empfinden?

Dies sind die zentralen Fragen, um die sich Tim Robbins' meisterhaft erzählter Film "Dead Man Walking" dreht. Über diese Fragen wird sich so mancher Zuschauer dabei ertappen, wie er seine Meinung zur Todesstrafe selbst während des Films oftmals fragt. Dies gelingt Tim Robbins vor allem dadurch, dass er die beiden zentralen Charaktere durch und durch authentisch darstellt. Sowohl Schwester Helen Prejean (Susan Sarandon) als auch Matthew Poncelet (Sean Penn) bieten dadurch den Zuschauern viele Gelegenheiten, grundsätzliche Fragen zu stellen
- Wie würden sich wohl die Zuschauer verhalten, müssten Sie dem ungeöwhnlichen Wunsch eines Todeskandidaten entsprechen?
- Kann man für einen zum Tode verurteilten Mörder tatsächlich Sympathie, ja sogar so etwas wie Liebe empfinden?
- Was geht wohl in einem Menschen vor, der genau weiß, wann sein Leben beendet werden wird?
- Hat dieser Mensch überhaupt ein Recht auf Fürsorge oder Zusprache?

***** SPOILERWARNUNG *****

Das eigentliche Kunststück des Films ist es jedoch, scheinbar zielsicher alle moralischen Hürden zu umschiffen, die mit dem Thema "Todesstrafe" verbunden sind. Er bezieht letztlich keine Pro- oder Contra-Position, sondern gibt jedem Zuschauer die Gelegenheit, sich vollkommen neutral ein eigenes Bild zu machen. Meine persönliche Meinung zur Todesstrafe ist daher auch nicht wichtig. Ich muss jedoch sagen, dass mir die letzte halbe Stunde des Films bei jeder Sichtung aufs Neue ziemlich mitnimmt.
Zu erschütternd wird die Wahrheit über die Tatnacht des Matthew Poncelet dargestellt, zu erbarmungslos verrinnen die letzten Stunden im Leben des zum Tode verurteilten Mörders und zu eindringlich sind die Bilder der finalen Hinrichtung mit der Todesspritze: Mechanisch, kalt und unaufhaltsam wird das Urteil vollstreckt. Man kann aufgrund dieser Bilder schhockiert sein. Man kann jedoch so etwas wie Gerechtigkeit empfinden, da Poncelet gegenüber Schwester Prejean kurz davor seine Schuld eingestanden hat.

***** SPOILERWARNUNG ENDE *****

Neben der erzählten Geschichte sind es die beiden begnadeten Darsteller, Susan Sarandon und Sean Penn, die den Film zu einem Meisterwerk machen. Bis heute zeigt Sean Penn in "Dead Man Walking" eine seiner besten Leistungen überhaupt. Seine Wandlungsfähigkeit im Vergleich zu anderen Rollen und seine große schauspielerische Bandbreite kommen auch "Dead Man Walking" zu Gute. Man nimmt ihm den kalten Mörder ebenso ab wie den zweifelnden, unsicheren, ja beinahe flehenden und sehr am Leben hängenden Todeskandidaten. Penns Leistung ist schlechtweg beeindruckend! Und Susan Sarandon: Sie lässt den Zuschauer mit jeder Geste und mit vielen Sätzen förmlich spüren, wie sehr sie hin- und hergerissen ist zwischen der Aufgabe, die sie zu erfüllen hat, der Sympathie, die sie für Matthew Poncelet empfindet, und der gleichzeitigen Abneigung, mit der sie Gewalt und Mord gegenübersteht. Ein wirklich eindrucksvoller Auftritt!

ZUR BLU-RAY:
Leider wirkt das Bild gerade in Totalaufnahmen wenig detailreich. Ich möchte sagen, dass die wichtigsten Bildwerte, wie Kontrast, Schärfe, Schwarzwert keine Begeisterungsstürme in mir ausgelöst haben. In den zahlreichen Nahaufnahmen von Sarandons oder Penns Gesichtern werden allerdings viele Details sichtbar und plötzlich wirkt das Bild sehr scharf. Insgesamt also ein sehr durchwachsenes (allenfalls phasenweise überdurchschnittliches) Ergebnis.
"Dead Man Walking" ist ein reiner Dialogfilm! Ob der Ton nun ausgesprochen gut oder schlecht ist, ist folglich beinahe nebensächlich und wird von mir hier nicht bewertet.

Die Extras enttäuschen leider. Bis auf einen Audiokommentar von Tim Robbins und einen Original Kinotrailer herrscht bei den Boni Fehlanzeige! Gerade bei einem solch heiklen Thema wie der Todesstrafe hätten mich z.B. thematisch passende Dokus interessiert.

FAZIT:
Ein einzigartiger Film auf einer leider nur durchschnittlichen Blu-Ray! Wer die DVD des Films bereits besitzen sollte, muss die Blu-Ray nicht haben. Wer den Film jedoch noch nicht kennt oder ihn bisher nicht auf DVD besitzt, der darf sich dieses meisterhaft erzählte Drama nicht entgehen lassen.
55 Kommentare| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. März 2007
Es gibt viele Filme über die Todesstrafe. Aber dieser ist anders. Hier geht es nicht um gut oder böse, schuldig oder unschuldig. "Dead Man Walking" zeigt einen Delinquenten, der gewalttätig, brutal und rücksichtslos ist - und: Er ist wirklich schuldig. Schuldig an der sinnlosen Ermordung zweier junger Menschen. Er ist also ein Vorzeigekandidat für alle Befürworter der Todesstrafe.

Dieser Film schafft nicht zuletzt durch eine überwältigende schauspielerische Leistung von Sean Penn und Susan Sarandon ein unglaublich intensives Bild eines Mörders, der selbst zum Todeskandidaten wird, zu zeigen. Er zeigt wie leichtfertig und unausgewogen der Rechtsapparat über Leben und Tod entscheidet, und er lässt in die Doppelmoral einer Gesellschaft schauen, die diese Strafe nach wie vor befürwortet. Spätestens seit der Hinrichtung Sadddam Husseins wieder ein hochaktueller Film. Denn er wirft die wohl wichtigste Frage zu diesem Thema auf: Welchem Zweck dient die Todesstrafe (in Wirklichkeit)?
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am 15. Mai 2007
Wer diesen Film gesehen hat, wird ihn nie mehr vergessen! Die schauspielerischen Leistungen von Susan Sarandon und Sean Penn sind mit Worten nicht zu beschreiben, einfach überwältigend.

Der Regisseur Tim Robbins zeigt die Schrecklichkeit des Todes gerade in der Gegenüberstellung des brutalen Geschehens von Vergewaltigung und Mord an den beiden Teenagern auf der einen Seite (die durch nichts zu entschuldigen ist); auf der anderen Seite in der staatlich verordneten, eiskalt geplanten und durchgeführten Tötung des Mörders im Gefängnis mit Zeugen, die vorher schon mal noch ein Sandwich gereicht bekommen.

Welche Form von Tötung letzten Endes perverser ist, bleibt dem Zuschauer überlassen.

Der Film ist auf jeden Fall ein sehr berührendes Plädoyer gegen jede Form von Auslöschung des Lebens, für die Liebe und die Vergebung und gegen Hass und Rache.

Ein legendärer Film, der auf einer wahren Begebenheit basiert und zum Besten gehört, was uns Hollywood im 20. Jahrhundert geschenkt hat.
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am 22. November 2015
Ein Fanal gegen die Todesstrafe ? - Das ist dieser Film eigentlich gar nicht so ganz. Ich bin mit Sicherheit kein Verfechter der Todesstrafe, aber dieser Film hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Obwohl die ausschlaggebende Tat nur in kurzen Szenenschnitten abgehandelt und der Schmerz der Hinterbliebenen recht gewollt in den Hintergrund gedrängt wurde, gelang es mir nicht, auch nur im Mindesten vorurteilsfrei zu sein, wie es der Film wohl beabsichtigt hatte. Sicher lag das auch an der selbstgefälligen, sich seiner Schuld nicht bewussten und Mitleid heischenden Charakterdarstellung des Todeskandidaten. Die Tatsache, dass ein guter Anwalt, mit ensprechenden finanziellen Mitteln honoriert, schon im Vorfeld ein milderes Urteil hätte erwirken können, belebte meinen Gerechtigkeitssinn aufs Neue. Ich glaube sogar, dass mich das Spielgeschehen für einige Momente auf die Seite der Befürworter gezogen hatte. Zum Glück nur für Momente.
Allerdings ist mir die aufkeimende Romanze eigentlich nur in Anbetracht der ultimativen Umstände einigermassen verständlich geworden.
Susan Sarandon und Sean Penn haben hier schauspielerische Meisterleistungen geboten - ausdrucksstark und sehr überzeugend.
Insgesamt gesehen ist der Film keine "Leichte Kost", sehr anspruchsvoll, aufwühlend, inspirierend, gibt viele Denkanstösse - und -
er ist wirklich unglaublich sehenswert.
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am 12. März 2007
Ein Film aus der Perspektive von Täter und Opfer,dazwischen die Nonne Helen Prejean,die dem Täter nahekommt und sich die Sicht der Opfer nicht erspart. So sehr man dem Täter näherkommt,so sehr einem die kalte Tötungsmaschinerie unter die Haut geht, keinesfalls wird das Elend ausgeblendet, das hier verursacht worden ist.Der Film ergreift Partei für die Menschlichkeit, aber nicht für eine Seite in diesem Konflikt. Der Täter bekommt den Blick auf ihn als Mensch, der ihm zusteht, aber die Opfer und den Preis, den die Überlebenden zahlen müssen,zerstörte Beziehung und anhaltender Hass, wird auch gezeigt.Das macht diesen Film so aussergewöhnlich, weil er nichts von der realen Spannung unterschlägt und wenn die Nonne sich dem Täter ausserordentlich annähert, hat sie nicht die Opfer vergessen. Hinter der grausamen Tat, die einem immer wieder vor Augen geführt wird, sehen wir einen schwachen Menschen, der in eine Situation hineingerät, aus der er nicht mehr herauskommt. Er ist Täter und Opfer zugleich. Für die Täter-Seite muss er büssen und er nimmt es nach vielen Kämpfen an- das archaische Ritual von Auge um Auge. Der Überlebenden dürsten nach einem Blutopfer und sie bekommen es. Eine billige Parteinahme gegen die Todesstrafe kann man diesem Film nicht entnehmen. Er zeigt das grausame Ritual, kein Mensch wird dadurch wieder lebendig, aber es wird eben auch der Schrei nach Ausgleich gezeigt und nachvollziehbar.Menschen, deren Leben zerstört ist, wollen, dass das Leben zerstört von dem Menschen,der ihnen das angetan hat,auch zerstört wird.

Ein Film, der einem nicht aus dem Gedächtnis geht und viel zum Nachdenken gibt.
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Ein bewegender Film! Haben Sie sich selbst schon einmal die Frage nach der Berechtigung der Todesstrafe gestellt? Ja? Welche Antwort haben Sie denn für sich gefunden?
Dieser Film stellt viele Fragen, viele bleiben offen - die Antworten auf die Fragen vermag sich der Betrachter nur selbst zu geben - eine Universalantwort, eine befreiende noch dazu, die gibt es nicht!
Sean Penn verkörpert den zum Tode verurteilten Gewaltverbrecher Matthew Poncelett, Susan Sarandon spielt die einfühlsame Ordensschwester Helen Prejan.
Der Film lebt von den beiden Charaktären Helen und Matthew - die eine versucht zu ergründen, der andere flüchtet vor sich selbst... - Abgründe öffnen sich, jedoch scheint keiner zu tief um nicht doch von Helen überwunden zu werden....
Der Leidensweg der Opferfamilien wird ebenso beleuchtet wie die Vorgeschichte des Täters, seiner Familie... - der Film regt wahrlich an über Todesstrafe nachzudenken - aber wie gesagt eine Antwort zu finden bleibt trotzdem schwierig!
Die Welt am Sonntag hat nicht ohne Grund geschrieben "....ein überzeugendes Meisterwerk!" - In der Tat das ist es!
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am 6. Mai 2006
Dieser Film geht unter die Haut. Ich habe ihn vor einiger Zeit mal im Fernsehen gesehen und als Fan von Sean Penn wollte ich diesen unbedingt auf DVD haben. Ich habe ihn somit in der englischen Fassung auf DVD gesehen und bin zutiefst berührt von den schauspielerischen Leistungen und der Geschichte des Films. Ich habe lange keinen Film gesehen, der so berührt, so ergreifend und so erschütternd ist und zum Nachdenken anregt.

Er setzt sich kritisch mit dem Thema "Todesstrafe" auseinander und zeigt schonungslos die Realität, die sich in einer solchen Todeszelle bis hin zur Hinrichtung abspielen. Der Film beleuchtet alle Seiten, die des Täters, der hier als Mensch dargestellt wird und nicht als kaltblütiges Monster und die Seite der Opfer, mit ihren Ängsten oft alleein gelassen werden und wie für sie, sich das Leben danach dramatisch verändert hat. Die Gefühlswankungen, die Hoffnung und die Verzweiflung von allen Parteien werden so realistisch rübergebracht, dass ich mich regelrecht in den Film "hineingesogen" fühlte. Susan Sarandon und Sean Penn zeigen hier eine überragende schauspielerische Leistung. Man fiebert, hofft und bangt mit ihnen mit und immer ist da die Uhr im Nacken, wo man sieht wie die Zeit verrinnt. Ergreifend wie Susan Sarandon (Sister Helen Prejean) spielt und trotz Widerstände auch innerhalb ihrer Gemeinde bis zum Schluß Matthew Poncelet beisteht und versucht ihm mit geistlichen Beistand bis zum Schluß beizustehen. Schonungslos wird gezeigt, wie Armut und Profitdenken in den verantwortlichen Personen, die Haupttriebfedern sind, dass die Todesstrafe durchgeführt wird. Bezeichnend sind auch die letzten Worte Poncelet's (Sean Penn) "Mord ist falsch, egal wer es macht, ob er es macht, die Regierung oder wer auch immer!" Ein aufwühlender und grandioser Film, über dann man noch lange nachdenken muss.
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am 27. November 2013
Der Film ist sehr bewegend. Die Auseinandersetzung mit der Todesstrafe ist super gemacht: es werden beide Seiten dargestellt, die der Opfer und die der Täter. Trotz relativ neutraler und sachlicher Darstellung ohne schwulstige Gefühlsduselei weckt er trotzdem Emotionen. Ohne große Action in der Handlung hält er einen trotzdem immer im Bann. Und obwohl der Täter alles andere als ein Sympathieträger ist, muss jeder am Ende zu dem Schluss kommen: die Todesstrafe kann einfach nicht der richtige Weg sein!
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