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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
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am 27. August 2012
Story (5)
Eine wunderbare kleine Filmperle. Ich mag Filme in denen einem nicht alles vorgekaut und auf dem Silbertablett serviert wird.
Der Streifen besticht aber nicht zur durch ein exzellentes Drehbuch sondern auch durch wirklich gute Dialoge - Wobei das nicht gesagte mindestens ebenso gewichtig ist, wie das Ausgesprochene.
Was einen dann endgültig umhaut, ist die schauspielerische Leistung, die ich schlicht als genial bezeichnen würde.
Wahrlich kein leichter Film für zwischendurch, sondern einer, der den Zuschauer fordert und der sich auch nach dem Ende im Kopf weiterdreht.

Bild (4)
Ein wirklich sehr gutes Bild wird hier geboten. Der Schärfewert bei Close-Ups bewegt sich auf Referenz-Niveau. Bei Totalen wird es dann etwas weicher. Da die meisten Szenen aber in Räumen spielen fällt das nicht so ins Gewicht. Der Schwarzwert ist gut und auch der Kontrast bewegt sich auf gutem Level.

Ton (4)
Da es sich hier um einen reinen Dialogfilm handelt, gibt es keine nennenswerte Surround-Akustik. Ausser einem vorbeifahrenden Zug wurden die Surround-Lautsprecher nicht in Aktion gebracht. Die Dialoge und das ist hier wichtig sind aber sehr gut verständlich.

Extras (3)
Interessieren mich nicht. Es gibt erfreulicherweise ein Wende-Cover.

Fazit: Ein genialer Streifen für Liebhaber des gepflegten Dialogfilmes - Für Hollywood-Junkies jedoch vollständig ungeeignet...
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am 2. Dezember 2014
Vor dem Hintergrund des älteren Ehepaars Tom und Gerri, die es verstanden haben, ihr Leben unter Einbeziehung ihrer warmen und reichen Herzen zu etablieren und es positiv und gelassen mit dem Ablauf der Natur zu genießen, gewährt Leigh einen Einblick in die Möglichkeiten, am Leben zu leiden und zu scheitern. Erlebt man Ronnies Sohn Carl anlässlich der Beerdigung seiner Mutter, kann man sich ausmalen, wie die Ehe seiner Eltern und das Klima in der Familie gewesen sein müssen. Davon legt auch Ronnies Verhalten noch ein deutliches Zeugnis ab. Da mag es trösten, dass es Joe gelungen ist, die quicklebendige und von guter Laune und Energie strotzende Katie gefunden zu haben, womit er sich als wahrer Sohn seiner liebevollen und fürsorglichen Eltern erweist. Doch dann sind da noch der fette, verfressene Ken und die flatternde, nervöse, zutiefst unsichere und vor lauter Frust zu Depressionen neigende Mary, die mit ihrem Leben gar nicht zurande kommen. Beim ersten Sehen des Films ist sie, die von der Manville bravourös und überzeugend gespielt wird, mir mit ihrem hektischen, jammernden und saugenden Geplapper ziemlich auf die Nerven gegangen. Doch beim zweiten hat mich ihre hilflose Verlorenheit und tiefe Einsamkeit stark ergriffen, umso mehr, als sie eigentlich hübsch und attraktiv ist. Die Schlusseinstellung, als sie am Esstisch plötzlich in sich versinkt und jeden Kontakt mit ihrer Umgebung verliert, unfähig, sich aus ihrer trostlosen inneren Isoierung zu befreien, greift geradezu schmerzhaft ans Herz. Es ist erstaunlich, wie authentisch das dargestellt wird. Ein erstklassiger Film.
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am 13. Juni 2017
ich hab mir den Film angeschaut, weil er eine gute Bewertung und ein ansprechendes Cover hat.
Mir gefiel vor allem der Anfang, auch wenn gerade die Arbeit von Gerry intensiv angerissen wird um dann im Sand zu verlaufen bzw. nur noch als Wohnzimmer Therapeutin für Freunde und Familie funktioniert. Ich finde es gut dass hier keine heile Welt vorgespielt wird und Familie und Freunde in schweren Zeiten Hilfe und Unterstützung brauchen.
Aber ab der Beerdigung ging es steil bergab... die Liebesbeziehung des Sohnes mit seiner Freundin ist von Anfang an komisch und es stellt sich bei dem quietischen Gebrabbel der Freundin absolut kein Gefühl der Familienzusammengehörigkeit ein. Die Freundin/ Arbeitskollegin Mary geht einem mit ihrer Trinkerei und dem permanenten Geheule tierisch auf die Nerven, Es ist schon klar dass es hier auch um gescheiterte Existenzen geht. Aber es gibt nun wirklich null Lichtblicke für Gerry und Tom, alle Freunde und Familienmitglieder haben irgendwas. Nur sie sind anscheinend glücklich und "normal". Und ich mag das Ende absolut nicht. Es beendet einen gut startenden Film ganz miserabel. Zudem täuscht das Cover. Es sieht viel freundlicher und spaßiger aus als der Film im Ansatz ist. Wer auf Depri Filme steht und mit einem sinnlosen Ende klarkommt, dem empfehle ich den Film. Wer auf eine Charakterentwicklung und andere Merkmale von gutem Film/ Theater wert legt, sollte lieber etwas anderes anschauen
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am 21. April 2011
Mit der Wahl eines weitgehend einheitlichen Schauplatzes sowie der Einbindung der Handlung in den Wandel der Jahreszeiten folgt der Film strengen formalen Strukturen. Diese Gewöhnung erlaubt es dem Zuschauer, sich ganz auf die wenigen handelnden Charaktere zu konzentrieren, die von der Kamera meist sehr nahe begleitet werden. Schnell wird auch klar, dass es im Leben Gewinner und Verlierer gibt und die Verlierer sich gerne um die Gewinner scharen wie Motten um das Licht. Obwohl diese Konstellation zunächst recht statisch wirkt, dürfen sich die Figuren im Laufe des Jahres entwickeln. Einerseits sind es die "Lichtgestalten" Tom und Gerri als älteres, perfekt harmonierendes Ehepaar, die im Lauf der Geschichte zumindest Zweifel daran aufkommen lassen, dass ihre fürsorgliche Haltung gegenüber ihren weniger glücklichen Freunden im Lauf der Geschichte dauerhaft durchgehalten werden kann, auch zulasten eigener Bedürfnisse. Besonderes Augenmerk scheint Mike Leigh aber Gerris anstrengender Freundin und Berufskollegin Mary (brilliant verkörpert von Lesley Manville) zu widmen - sie ist, neben der Kernfamilie, die einzige Figur, die in allen Jahreszeiten auftaucht. Immer wieder unternimmt sie verzweifelte Versuche, von ihrer Einsamkeit und ihren Selbstzweifeln abzulenken, der Erfolg, ob mit Männern oder Autos, bleibt desaströs, sie bleibt sich selber fremd und entfremdet sich damit zugleich von Gerri und der haltgebenden Verbindung zu ihr und Tom. In der wundervollen Schlusssequenz aber lässt der Film dem Betrachter alle Möglichkeiten offen, den Verlauf der Geschichte und der zwischenmenschlichen Entwicklungen nach eigenen Vorstellungen fortzuentwickeln. Diese Zurückhaltung macht "Another Year" für mich schon jetzt zu einem herausragenden Filmerlebnis in 2011.
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am 5. Juli 2016
wer mit dem Film einen unbeschwerten Abend erwartet ist hier fehl am Platz. Der Film stellt hauptsächlich Freunde und Verwandte eines glücklichen Ehepaares dar, die allesamt depressiv und am Leben gescheitert sind. Dadurch ist es ein trauriger und nerviger Film.
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am 6. Januar 2012
Ruhender Pol in der Geschichte sind Tom und Gerri, ein Paar, dass fest im Lebensteht, die sich gut verstehen und sehr sympatisch sind. Offen für den Sohn, die sie umkreisenden Freunde, Singles, um die sie sich kümmern, die mit dem Leben nicht so gut klar kommen. Ein kleiner Kreis, der regelmäßig gastfreundlich von den beiden eingeladen und bewirtet wird. Herausragend Mary - unglaublich rührend, überspannt, verzweifelt, tapfer und toll gespielt von Lesley Manville. Sie ist wie ich finde die Hauptperson.

Alle, die Freunde und das Paar, sind teilweise köstlich anzusehen, keine Schickies und das macht die Geschichte auch so berührend ' alles ganz normale Leute, für deren auch durchaus unfreiwillige Komik der Regisseur ein unglaubliches Gespür hat und das supergut übermittelt. So ist man berührt, das Herz geht einem schier über, das Gemüt wird heiter und Liebe macht sich breit für diese Menschen!

Wenn dann im letzten Teil Toms Bruder (dieser köstliche Gesichtsausdruck!) noch dazu kommt, der ebenfalls dringend des Trostes bedarf, denn seine Frau ist gerade gestorben, steuert die Geschichte auf den Höhepunkt zu: erschütternd, zärtlich, unglaublich rührend!

Mich lässt der Film gar nicht los! Es ist ein wertvoller, beispielhafter Film, der animiert, Mut macht, zu Recht ausgezeichnet wurde! Ich hatte ihn geliehen, werde ihn aber kaufen. Er gehört zu den wenigen, die ich einfach in meiner Nähe wissen muss, wie ein schönes Buch, in das ich immer wieder mal 'rein schauen möchte.
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am 3. Februar 2016
Die Hauptfiguren sind eine Familie die im wesentlichen aus 3 Figuren besteht (Ein Ehepaar und sein 30-jähriger Sohn). Dieser Familie selbst geht es gut aber allen Menschen um Sie herum werden trostlos, antriebslos und perspektivlos dargestellt. Wirklich erschreckend ist vor allem, dass viele schlimme ganz unterschiedliche Lebenslagen der Menschen die das ältere Ehepaar umgeben, dargestellt werden aber statt einen Ausweg oder eine Perspektive zu zeigen wird jedes der Einzelschicksale im Verlauf des Film schimmer und aussichtsloser.
Ich finde den Film einfach nur bedrückend. Man kann sagen, dass er zumidest negativbeispiele aufzeigt, wie ein Leben im schlechten Fall laufen kann, aber er zeigt keinerlei Hilfen oder ähnliches. Kurzum ich würde den Film niemandem mit einem frohem Gemüt empfehlen und schon garnicht für einen Filmabend!
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am 21. Oktober 2015
Es ist ja immer der persönliche Geschmack der entscheidet. Mir hat der Film nicht gefallen. Wie gesagt, muss nichts heißen.
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am 1. Dezember 2011
Das in die Jahre gekommene Paar Tom und Gerri lebt glücklich in beschaulichen Verhältnisse. Im Frühling lädt Gerri die Arbeitskollegin Mary zu sich nach hause ein. Mary beklagt sich über ihr chaotisches Liebesleben und betrinkt sich. Im Sommer besucht sie Tom's alter Freund Ken. Dieser hat ein Gewichtsproblem und steht vor der Pensionierung. Auch er mag den Alkohol. Der Sohn Joe kommt im Herbst zu Besuch und stellt seine neue Freundin Katie vor. Tom's Schwägerin stirbt im Winter und gibt Anlass Tom's Bruder für eine Zeit aufzunehmen.

Die Geschichte wird leise und einfühlsam erzählt. Das Ehepaar erscheint als eine Konstante, an der sich die Veränderungen der übrigen Figuren messen lassen. Besonders augenscheinlich wird dies an der Arbeitskollegin gezeigt, die Anfangs noch zurecht kommt und dann die Grenze zu einem Alkoholproblem überschreitet und auf fremde Hilfe angewiesen ist. Die bescheidenen Szenarien wirken authentisch und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist eine kleine Filmperle gelungen.
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am 11. August 2017
Einer der nervenaufreibenden Filme meines Lebens... und zwar nicht, weil er so spannend war.
Tom und Gerry sind sympathisch und leben in einer glücklichen Ehe. Daraus hätte man wirklich etwas machen können. Nette Geschichten um ihre Freunde und deren Probleme.
Bis die Freundin mary ins Spiel kommt, SO hektisch kreischend Dauer besoffen und den Sohn der beiden anbaggernden total peinliche Szenen. Ich musste den Film irgendwann ausmachen, ich wäre zu aggressiv geworden.

Ich frage mich, wer auf die Idee kommt so eine Person ins Drehbuch schreibt? Ich bin regelrecht entsetzt.

Jetzt ist der Fernseher aus und ich muss nach dem Gekeife erstmal zur Ruhe kommen. Danach schreibe ich all meinen Freunden, dass sie super sind und bin auf ewig dankbar, so etwas nicht im wirklichen Leben ertragen zu müssen.

Falls es da draußen Gerrys gibt: Hut ab! Ich hoffe, die Marys wissen Euch zu schätzen...
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