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am 17. Juni 2017
"Love Exposure" ist ein Genre, Punkt.
Jawohl, Sie haben mich richtig verstanden, ein Genre.
Nur weil er sich keinem bestimmten uns bekannten Genre zuordnen ließe?
Nun ja, auch, aber vor allen Dingen deswegen, weil er gewissermaßen sein eigenes kleines Filmuniversum bildet, sich in seinem zu 100 Prozent japanischen Kosmos in solch selbstverständlicher Art und Weise ausbreitet und austobt, dass es uns schwer fällt , nicht sofort maßlos überfordert zu sein, so viele Eindrücke sind es, die bereits binnen erster Minuten auf uns einwirken und den Charakter des Werkes ausmachen, mehr noch, zum Faszinosum erheben.

Im Grunde genommen haben wir es mit mehreren, jedoch nicht in sich geschlossenen Geschichten zu tun, in- und miteinander verwoben bis hin zu verworrenen Verbindungen...
Diese stehen anfangs noch nicht in Zusammenhang, werden aber später so perfekt ineinander verschmelzen und in Einklang gebracht, dass die Erzählungen derart fließend ineinandergleiten, als gäbe es kein Morgen, als sei DAS der Höhepunkt dessen, was uns das asiatische Kino zu bieten vermag.
Inhaltlich geht es um einen jungen Mann, Sohn eines Priesters und Nachfahre seiner Vorfahren, wenngleich in der "Moral" anders eingestellt als die personifizierte "Vorlage" - und hier lobe ich den Jungen eigentlich...
Der Priester verlangt vom Sohne regelmäßiges Beichten aller Vergehen und Untaten, so entwickelt er sich - absurd, aber genial umgesetzt - nur auf Wunsch des Vaters vom braven Jungen zum kleinkriminellen Lüstling, liefert der Beichte eine Legitimationsgrundlage...
Unser Lustmolch wird immer direkter, stets beichtfreudiger und des Vaters Leben wird obendrein durch eine gewisse beziehungsgewillte Dame komplexer, die sich ihm buchstäblich an den Hals wirft, gar in penetranter Aufdringlichkeit deren Ehe als Grundrecht erstrebenswerter Folgehandlungen einfordert, ihn unter allen Umständen heiraten muss, koste es was es wolle - so auch seinen Job, verlangt sie doch gar ewige Treue von ihm, diese gilt fortan eher ihr denn Gott, für ihn bedeutet dieser Schritt recht viel und nicht zuletzt den Berufsverlust.
Der junge "sündigende" Sohn, verliebt sich in ein bildhübsches Mädchen namens Yoko, sie trägt ein zauberhaftes Lächeln auf den Lippen und die Gedanken könnten nicht schöner sein.
ABER (Spoiler folgen in Bälde):
Ausgerechnet sie ist es, die a) dem Glauben verfällt , eher den weiblichen Reizen folgen zu wollen und b) durch die Hochzeit der penetranten Dame mit dem Priester eine Art Halbschwester des in sie verliebten Jungen wird, das Verhältnis wäre somit in seiner Anmut etwas bizarr.
Der dem Verliebtseinszustande unterliegende Junge wiederum, versucht sich gar in "anderer Gestalt" seiner Herzdame zuzuwenden, doch die Versuche führen weniger ins Paradies denn ins Abseits, da die Lügen als Beziehungsbasis ein eher brüchiges Fundament darstellen.
Besonders interessant ist bei alledem die Tatsache, dass trotz einer extrem ausgedehnten Laufzeit von vier Stunden nicht ein einziger Moment des Leerlaufes entsteht, ergründet sich der Film doch in derart brillanten Einfällen, dass er niemals an Faszination verlöre!

"Love Exposure" ist japanisches Kino wie es sakraler, offener, sektengleicher und zugleich ungenierter kaum im Bereich des Möglichen läge, ein ehrliches Konstrukt aus Verlogenheit, Unannehmlichkeiten und aufgezeigten Entwicklungsstufen zwischen Jugend und Erwachsenendasein.
Eine Art Coming-of-age-Drama einerseits, eine Art undefinierbar eigentümliches Etwas auf der anderen Seite, eine unbeschreibliche Farce in der einen Minute, eine bitterernste Tragödie in der anderen.
BEMERKENSWERT und poetisch!

Sion Sono schickt der Himmel wohl,
sein Werk uns tief nun innewohnt,
ein Film von Anmut und niemals hohl ,
vielmehr ein Kunstwerk das sich lohnt.
Fürwahr empfohlen er Ihnen sei,
gebet Japan die Chance oh bitte nun,
ein Wunder so heilig lieblich frei,
so lasset uns lächelnd Buße tun.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Oktober 2016
Einer der interessanten Filmemacher Japans ist sicherlich der 1961 in Toyokawa geborene Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent Sion Sono. Seine mit viel Poesie angereicherten Avantgardefilme sind mit viel surrealen Elementen gewürzt. Zu seinen bekantesten Werken zählen "Suicide Circle" (2002), "Strange Circus" (2005), "Love Exposure" (2008) und "Cold Fish" (2010). Dabei gehört "Love Exposure" (Entblößung der Liebe) schon alleine wegen der imposanten Laufzeit von 237 Minuten zu den ultimativen Leinwandepen und Monumentalfilmen. Aber interessanterweise vergeht die Zeit beim Anschauen wie im Flug, denn Sion Sono schafft es mit seinem Potpourri aus Comedy, Lovestory, Psychothriller und Sexklamotte gleich von Anfang an zu begeistern und kann diesen Level locker durchgehend halten. Die ständige Unvorhersehbarkeit dieses eigenartigen Coming of Age Films ist seine große Stärke.

Im Zentrum der Handlung steht der Teenager Yu (Takahiro Nishijima), der seine geliebte Mutter schon im Kindesalter verliert. Nach dem Tod der geliebten Frau wendet sich der Vater (Atsuro Watabe) der Religion zu und wird katholischer Priester. Und Yu hat seiner Mutter versprochen, dass er später, wenn er groß ist, sich in eine "Maria" verlieben wird und diese auch heiratet und mit ihr glücklich wird. Als die aufdringliche Kaori (Makiko Watanabe) in der Kirche auftaucht, ist es um den Vater geschehen. Die sexuell aggressive Frau steht auf ihn und obwohl er versucht der Sünde des Fleisches zu widerstehen, wird er eines Tages schwach. Doch wegen des Priestergelübdes kann er auch nicht heiraten, was Kaoris Wunsch ist. Sie verlässt ihn nach einigen Wochen des sexuellen Glücks und dies lässt den Vater merklich verändern. Er lässt ab diesem Tag seinen Sohn täglich mit seinen Sünden beichten. Doch Yu sündigt nicht und kann folglich auch nicht viel beichten - etwas was der Vater nicht glauben kann und in irgendwann der Lüge bezichtigt und ihn zu schlagen beginnt. Nun beginnt der Sohn absichtlich Sünden zu begehen, um seinem Vater zu gefallen und ihm wieder näherzukommen. Er sieht eines Nachts ein paar Jungs einen Automaten aufbrechen und hilft ihnen spontan bei der Straftat. Dies gefällt der Diebesgang, die ihn bei sich als Kumpel aufnimmt. Gemeinsam werden die vier Freunde und als "Perverse" werden sie zu heimlichen Unterhöschen-Fotografen. Mit ausgefeilten Techniken und enormer Akrobatik, wie man unter die Röcke fotografiert, werden sie zu echten Profis in ihrem Metier. Eines Tages trifft Yu auf das Schulmädchen Yoko (Hikari Mitsushima), die gegen eine Überzahl von schlägern kämpfen muss. Er hilft ihr - allerdings als Frau Sasori verkleidet, weil er eine Wette verloren hat. Yoko verliebt sich in ihre Helferin, weiß aber nicht, dass Saori ihr neuer Mitschüler Yu ist. Es kommt noch dicker. Der Vater versöhnt sich wieder mit ihm, nachdem dieser wieder kontakt zu seiner Exgeliebten hat. Diese sorgt aber inzwischen für Yoko, denn die war die Tochter eines ihrer Liebhaber. So ziehen nun die zwei Frauen wieder in das Kirchenhaus und fortan sollen Yu und Yoko Bruder und Schwester sein. Yoko hat einen Hass auf alle Männer und schwärmt von ihrer neuen Flamme Saori. Im Hintergrund spinnt die raffinierte Aya Koike (Sakura Ando), die Leiterin einer ominösen religiösen Sekte, die ihre Mitglieder einer Gehirnwäsche unterzieht, ebenfalls Fäden. Sie ist interessiert am "Perversen" Yu und versucht die gesamte Familie als neue Sektenmitglieder anzuwerben. Durch eine List gibt sie sich als Saori aus..

Eine recht obskure Handlung - und Religion spielt in dem coolen Drama eine zentrale Rolle. Im Grunde ist "Love Exposure" ein sehr religiöser Film, auch wenn gerade viele Szenen sehr lustig sind. Der "Perverse" Yu ist in Wirklichkeit so naiv und rein wie eine Jungfrau. Er erkennt in Yoko sofort seine Maria, nach der er lange gesucht hat. Und auch wenn er Höschen fotografiert, er bekommt keine Erektion bei diesen Handlungen. Einzig und allein wenn er Yoko sieht, dann gehts richtig ab. Im Grund spart er sich den Sex auf für seine wahre Liebe, die ihn aber leider hasst. Es gibt in Sion Sonos Film natürlich einige erotische Szenen und auch einige Blutfontänen. Aber es überwiegt die poetische Note mit viel philosophischen Gesichtspunkten. Am Ende der Suche nach der Wahrheit steht die Liebe, so die Botschaft dieses Films. Aber auch andere Themen werden angeschnitten: Disfunktionale Familienverhältnisse, ein verklemmtes Verhältnis zur eigenen Sexualität, Glauben und falsche Religion, abweichende Sexualität, Orientierungslosigkeit, Trauer, Gewalt, traumatische Erlebnisse und vieles mehr.

Im Mittelpunkt steht aber die erste Liebe, für die man kämpft ohne Wenn und Aber. Und mit Takahiro Nishijima hat Sion Sono eine total guten Darsteller für die Rolle des Yu gefunden.
Die Story ist voller Power, es ist tatsächlich ein Filmerlebnis, dass man nicht jeden Tag so genial serviert bekommt . dazu ein opulenter Soundtrack mit Beethoven und "Bolero" - wie es sich für solch eine Filmoper gehört. Ich bin begeistert.
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am 23. Januar 2017
Ich liebe diesen Film! Ich habe mir die special Edition gekauft und der FIlm geht über 4 Stunden!
Noch nie habe ich erlebt, dass in einem Film so Vieles, aber auch Unterschiedliches passiert! Man kann wirklich nicht vorhersehen in welche Richtung die Handlung sich dreht und wendet. Er ist für Leute mit Liebe zum Detail zu empfehlen. Er braucht wirklich viel Aufmerksamkeit und Offenheit für sexuelle Verdrehtheit.
Wer einen "nur" erotischen Film sucht ist hier falsch, und es ist definitiv kein Film zum "nebenbei" gucken".
Es klingt verrückt aber ich habe die letzten Jahre diesen 4Stunden-Film mindestens 5mal geguckt, jedes Mal erkenne ich ein neues Detail.
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am 16. Juni 2016
der Film bewegt sich über 4 Std, und wird auf 2 Disc veröffentlich, einzig der Schnitt zum Ende der Disc 1 hätte früher, da wo er auf der Strasse liegt und zum Mond hoch schaut, vorgenommen werden sollen !
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am 1. Juli 2016
Love Exposure ist der beste Film den ich je gesehen habe.
4 Std voller Romanze,Drama,Action & Komödie.
Alles richtig gemacht sehr guter Film.
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am 8. Januar 2016
Great movie!best film I've watched in a long time.Bizzare, funny,violent,erotic.Great acting.4hours fly in.Highly unusual movie which keeps you on the edge of your seat till the very end.Must watch.5 stars.
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am 5. November 2015
Love Exposure beschreibt ein breites Spektrum der Liebe, verworren, witzig, voll von Perversion und schönen Bildern.

Für Fans des japanischen Kinos und Cineasten in jedem Fall sehr sehenswert.
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am 11. März 2016
Der Film verwickelt einfach alles in einem. Man muss ihn unbedingt gesehen haben die 4 Stunden Filmlänge vergehen wie im Flug!

Kann ich nur empfehlen!
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am 21. Mai 2013
Ich bin grundsätzlich dankbar, dass sich die Asiaten nicht so sehr an Hollywood orientieren wie es die deutschen Filmemacher tun (und dabei meist kläglich versagen). Eine Warnung an all jene, die bereits hollywoodisiert sind :) Dieser Film wird eure bisherigen Erfahrungen über den Haufen werfen.

Zugegeben, der Film ist etwas gewöhnungsbedürftig. Er beginnt mehr als dramatisch mit dem Tod der Mutter des Hauptprotagonisten und wandert dann auf sehr komödiantischen Pfaden - das kann sowohl positiv als auch negativ gesehen werden; bei einer Filmdauer von 4 Stunden (!) ist ein bisschen Spaß dazwischen schon ganz erheiternd... oder man hätte den Film eben kürzer machen müssen :) - ich persönlich fand die akrobatischen Einlagen in jedem Fall ganz witzig und bei ansonsten 3 1/2 Stunden Drama... wie gesagt, ein bisschen Spaß muss sein :)

Der eine Stern Abzug deswegen, weil ich ab und an vom Verhalten der Charaktere verwirrt war. Klar, die meisten Protagonisten sind Psychopathen in dem Film... aber dennoch, manchmal ist deren Verhalten einfach nur bescheuert (Bsp: ACHTUNG SPOILER! Yu (Hauptprotagonist) versucht bei Yokos Entführung in keinster Weise irgendetwas über seine Vergangenheit zu erzählen... dabei gäbe es genug, dass er aufklären könnte (auch wenn sie ihm vllt. nicht glaubt).)

Was ein paar andere an dem Film kritisieren ist die übertriebene Brutalität... Nun, wer Filme von Sion Sono kennt, weiß, dass gerade das sein Markenzeichen ist :) Wobei die gewalttätigen Akte nichtmal so das Augenmerk fangen, sondern vielmehr bspw. das fontänenhafte Blut, das, zugegeben, ab und an ein bisschen albern ist, aber gerade das unterscheidet eben auch diesen Film von den immer wiederkehrenden Hollywood-Streifen. Dass er mehr Wert auf die Handlung und den Hintergrund legt.

Ansonsten muss man sagen gibt es wenig zu diskutieren. Hervorragende Schauspieler, tolle Musik, mitreißende Geschichte, bei der man zu keinem Zeitpunkt wirklich weiß, wie sie sich weiter entwickeln wird, überraschende Wendepunkte, erinnerungsträchtige Szenen (Penis abschneiden :D) und eine romantische Liebesgeschichte mit viel Herzblut (im wahrsten Sinne^^). Sehr emotional, wenn man nicht zu oberflächlich ist und sich vom Fontänenblut stören lässt :>
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am 20. April 2012
Der eigentlich sehr brave Junge Yu (Takahiro Nishijima) landet in einer Zwickmühle: Kurz vor ihrem Ableben äußert seine Mutter den Wunsch, dass Yu sich eine Frau suchen soll, die der heiligen Maria ähnlich ist. Nach ihrem Tod wird sein Vater schließlich Priester und zwingt, nach einem weiteren Schicksalsschlag, seinen eigentlich sündenfreien Sohn täglich bei ihm die Beichte abzulegen. Um seinen Vater zufrieden zu stellen, begibt sich der Junge in einen Pfuhl der Sünde, bis er schließlich Yoko (Hikari Mitsushima) trifft und meint, in ihr seine Maria gefunden zu haben. Was er jedoch nicht ahnt, ist, dass es Koike (Sakura Ando), eine Sektenführerin der örtlichen Zero-Kirche, auf seine Familie und insbesondere auf Yu selbst abgesehen hat. Im Hintergrund beginnt sie langsam die Fäden zu ziehen und stürzt das Leben des ehemals anständigen Jungen in pures Chaos ...

Love Exposure von Sion Sono ist sicher kein Film, der jedem gefallen wird. Allein die gigantische Spielzeit von fast 4 Stunden, komplett mit Untertiteln versehen, mag abschreckend erscheinen und wird die Geduld einiger Zuschauer sicher überspannen. Auch die surrealistische Erzählweise wird nicht alle Betrachter in ihren Bann ziehen; hinzu kommt der fernöstliche Stil, der sich von gängigen Hollywood-Produktionen stellenweise stark unterscheidet. Wer sich allerdings darauf einlässt, den erwartet eine 237 minütige, unfassbar kurzweilige Gefühlsachterbahn, die es in sich hat. So wechselt Love Exposure ständig das Genre und gibt dem Zuschauer mal als Komödie in grotesk anmutenden Szenen (Stichworte Skirt Photography & Sasori) zu lachen, mal kann in dramatischen Passagen mit den Protagonisten mitgefiebert werden, während wiederum an anderen Stellen im Marterial Arts Stil draufgekloppt wird. Im Zentrum der Handlung steht dabei eine recht simple Liebesgeschichte, die aber gerade aufgrund der zahlreichen Nebenhandlungsstränge deutlich an Tiefe gewinnt und so den Betrachter in ihren Bann zieht. Erwähnenswert ist auch die vortreffliche Musikauswahl, die das Geschehen immer passend untermalt.

Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, wobei besonders Sakura Ando als kompromissloses Zero-Kirchen Oberhaupt heraussticht. Es ist eine wahre Freude ihr dabei zuzusehen, wie sie bestimmte Personen manipuliert und den Kreis um Yu's Familie immer enger zieht. Ebenso liefert Hauptdarstellerin Hikari Mitsushima einen tollen Job ab, vorallem in einer atemberaubenden und hochemotionalen Szene am Strand.

Der Film wurde wegen seiner Überlänge auf zwei DVDs aufgeteilt, wobei der Trennpunkt gut gewählt wurde und man nach dem ersten Teil ohne Probleme eine Pause einlegen kann, bevor man fortfährt. Sprache und Ton kommen lediglich in Japanisch DD 5.1 und nur mit deutschen Untertiteln daher.

Das Bild ist leider nur DVD-Durchschnitt. Farben wirken teilweise sehr matt und der Film hätte durchaus etwas mehr Schärfe vertragen können. So sind Details, wie etwa in Gesichtern, kaum zu erkennen.

Das Bonusmaterial beinhaltet, neben dem Kinotrailer, eine Dokumentation, die ein parr interessante Blicke hinter die Kulissen gewährt. Hinzu kommen zwanzig Minuten an gelöschten, bzw. unbearbeiteten Szenen, die aber nur einen Bruchteil der entfernten Szenen des ehemaligen Rohcuts darstellen. (Dieser lag bei 6 Stunden Spielzeit) Neben einer fast vollständig herausgeschnittenen Predigt aus der Zero-Kirche, sind einige zusätzliche Szenen von Yoko und Koike dabei, wobei insbesondere der Charakter der Letztgenannten durch diese nochmals an Tiefe gewinnt.

Ich persönlich kann Love Exposure nicht nur Asia-Film Liebhabern, sondern allgemein allen Filmliebhabern empfehlen, die solche Produktionen zu schätzen wissen, welche nichts mit klassischen Hollywoodproduktionen gemein haben. Dieser abgefahrene Streifen demonstriert eindrucksvoll, wozu Kino heutzutage in der Lage ist, und den sich der interessierte Cineast nicht entgehen lassen sollte.
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