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am 21. April 2015
Der gute David Coverdale (DC) hätte mal lieber mit dem (damals) letzten Whitesnake-Album 1996 mit dem kongenialen Gitarrenpartner Adrian Vandenbergh und dem 2000 als definitiv letztes Album bezeichneten Soloalbum unter David Coverdale aufgehört. Dann hätte man ihn in guter Erinnerung behalten und ihm eine „musikalische Entwicklung“ attestiert. Diese hatte ihn von seiner Deep Purple-Zeit in den Mitziebzigern, über 2 Soloalben zur Gründung von Whitesnake geführt, die zunächst mit dem Gitarren-Duo Moody/Marsden und Jon Lord an der Orgel als Bluesrock-Projekt recht erfolgreich begannen. Nach zahlreichen Umbesetzungen wurde es Mitte der 80er dann amerikanischer Hair Metal, aber immerhin gelang mit der „1987“ ein Rock-Meilenstein mit dem genialen John Sykes an der Gitarre und ein paar schönen Keyboards vom jetzigen Deep Purple Tastenmann Don Airey. Dann kam die schon erwähnte American Hair Metal Brachial-Phase, gefolgt von einem aussergewöhnlichen Werk mit dem Led Zeppelin Gitarristen Jimmy Page und zum „Abschluss“ die beiden oben genannten Werke.
Was ihn dann geritten hat, in den 2000er-Jahren im fortgeschrittenen Alter nochmal die Brachialwelle mit den beiden amerikanischen Jung-Gitarristen Doug Aldrich und Reb Beach zu reiten, bleibt sein Geheimnis. Die 2011 erschienene „Forevermore“ ist das 2. Studioalbum mit den beiden und bislang letzte, aber da kommt ja jetzt nochmal etwas nach: eine Remineszenz an seine Deep Purple-Jahre und wohl auch an den verstorbenen Jon Lord, bei dessen „Celebrating“-Konzert er im April 2014 fehlte. Wenn man die Tracklist sieht, darf man gespannt sein, das Album kommt im Mai heraus.
Aber jetzt zum vorliegenden Werk, wo sich mir beim Durchhören (und ich hab die CD schon länger) abwechselnd die Fussnägel aufrollen oder ein Schauer über den Rücken fährt, so unterschiedlich ist die Performance oder eben der Eindruck, den sie auf mich macht. Das Album ist eindeutig zu lang und hat zu viele gleiche/ähnliche Stücke, nach dem Motto: so klingt das offene E, wenn ich richtig reinhaue und den Verstärker auf Anschlag einstelle! Hier und da gibt es richtig gute „Variationen“ der beiden Gitarren über dieses gerotzte offene E, aber das geht irgendwie unter. Im „Whipping Boy Blues“ gibt es eine fast 100%-Anleihe vom Coverdale & Page Album, auch an anderer Stelle sind zu viele Eigenzitate zu finden („Dogs in the Street“, „My Evil Ways“). Wenn ich das also zugrunde lege, käme ich maximal auf 3 Sterne. Dann gibt es aber die Midtempo-Shuffles und Balladen, die reissen es wirklich raus. Mit traurig-sentimentalen Texten, die man aber (zumindest ich) sehr gut nachvollziehen und verstehen kann. Ein Zitat von Coverdale lautet ja: „I make songs about love, either in horizontal position or down on my knees”…. Dem ist nichts hinzuzufügen! Jon Lord, immerhin in gegenüber Deep Purple verdrehter Hierarchie fast 6 Jahre bei Whitesnake an der Orgel, mochte DC‘s Texte nie besonders, Zitat „my understanding of lyrics is a different one“.
„Easier Said Than Done“ ist eines dieser Stücke, die mir gefallen, „I Need You (Shine A Light)“, das zweite, beide noch recht hart und in mittlerem Tempo. Mit “One Of These Days“ und „Fare Thee Well“ wird es dann akkustisch-melancholisch, aber mit schönen, teilweise parallel gespielten Sologitarren. Und dann natürlich der Titelsong „Forevermore“, ein Steigerungssong, zunächst akkustisch, zum Ende hin brachial, mit Anleihen bei „Sailing Ships“ von der „Slip of the Tongue“; Ist aber hier nicht schlimm. Für diese 5 Songs würde ich nun wiederum 5 Sterne vergeben.
Das Problem ist, dass die CD nicht ausgewogen ist, und eigentlich nur zwischen 2 Arten von Songs hin- und her wogt. Da fehlt ein Mittelbau, da fehlt Kreativität, die man durch Brachialsound von den beiden Gitarristen nicht ersetzen kann. Die haben das einfach nicht drauf, und Coverdale alleine kann’s nicht richten. Nicht zuletzt fehlt auch ein starker Keyboarder, so wie es in früheren Besetzungen Jon Lord, Don Airey auf der „1987“ und Lester Mendez auf der „Coverdale & Page“ waren. Also kann ich nur schwache 4 Sterne vergeben, wenn es halbe gäbe, wären es 3.5. Trotz allem bin ich aber gespannt, wie die Interpretationen der Songs aus den 70ern auf dem „Purple Album“ ausfallen, Joe.
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am 4. April 2017
Von "Whitesnake" gab es wahrlich schon bessere Alben als dieses. Doch... für die Sammler, die Freunde der Band um David Coverdale ist diese Scheibe trotzdem ein "must". Bietet die CD doch guten, soliden Hardrock, wie er heute leider nicht mehr oft produziert wird. Besonders sticht natürlich die Stimme von Hauptakteur Coverdale ins Ohr. Eine Stimme, die einzigartig ist.
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am 21. Dezember 2014
Nachdem mein man lange nichts mehr von Whitesnake gehoert hatte, stiess er auf "Forevermore". Gewohnter Sound dieser Band mit einem grandiosen Abschluss.
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am 24. Oktober 2012
da ich großer Fan von Whitesnake im allgemeinen und David Coverdale im besonderen bin, kann ich nur sagen: Whitesnake und David at its best!
nachdem ich von der letzten CD doch sehr enttäuscht war, bin ich jetzt an den Kauf der neuen CD etwas vorsichtiger heran gegangen! nach dem " anhören" aller Titel, habe ich sie sofort bestellt und bin begeistert! Da ist er wieder, der typische Whitesnakestil! schöne Balladen, bei denen die Hammerstimme von David immer noch Gänsehaut verursacht, wechseln sich mit fetzigen Nummern ab, bei denen man am liebsten sofort wieder auf einem Concert von Whitesnake sein will ,um abzurocken!!
einige Titel wieder leicht Blues angehaucht, bei David Coverdale ist die Stimme einfach nicht tot zu kriegen! ( Gott sei Dank!! )
Tolle CD! für jeden Fan was dabei, unbedingt kaufen!!!
Hoffentlich kommen sie bald wieder nach Deutschland!
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am 27. März 2011
Ich hatte in der Rezension zu Good to be Bad die Frage aufgeworfen, ob David Coverdale sich selbst widerlegt hatte, als er in einem Intwerview mal sagte, die besten Songs seien alle schon geschrieben. 2008 hatte er sich nicht widerlegt, und 2011 eigentlich auch nicht, wenn da nicht der Titeltrack wäre. Aber dazu später mehr.

Zuvor ein Wort zu Coverdales Stimme. Ich las in der ein oder anderen Rezension, dass sie sehr angeschlagen und krächzig sein soll. Dies habe ich eigentlich auf dem neuen Album nicht so wahrgenommen. 2008 kritisierte ich seine Stimme dafür, dass er auf die klare sonore Stimme bei ruhigen Passagen verzichtete. Insbesondere die drei Balladen auf Good to be bad hatten nur diese sehr rauhe Stimmlage. Auf Forevermore hat David Coverdale sich wieder seiner klaren Stimme besonnen. Gefühlt würde ich drei Songs als Ballade bezeichnen und jede davon ist schon für sich gesehen besser als die vergleichbaren Songs auf Good to be bad, vielleicht til the end of time mal ausgenommen. Aber die neuen ruhigen Stücke wie Easier said than done, one of these days und Fare the well wirken unverkrampft und haben ein schönes leichtes Flair. Hier singt Coverdale fast so wie früher, wenn man einfach mal berücksichtigt, dass er inzwischen fast 60 Jahre alt ist und man mit einer gewissen Altersfärbung leben muss. Da ich von drei balladesken Stücken sprach, werden viele denken, dass ich nicht richtig gezählt habe. Ich habe aber Forevermore aus diesem Reigen herausgenommen, da dieser etwas Besonderes ist.

Der Titelsong hat eine Laufzeit von etwas mehr als 7 Minuten. Dieser Umstand dürfte leider verhindern, dass er einer von Whitesnakes Superhits wird, obwohl das bei Guns'n'Roses mit November Rain ja mal funktioniert hatte. Der Song wird rein akustisch mit Gitarre und Gesang mit leichter Keyboarduntermalung eingeleitet. Der Gesang Coverdales ist klar wie z.B. bei Blindman. Die Melodielinie ist brilliant, so wie wir es von Whitesanke lange nicht haben hören dürfen. Nach dieser Einleitung setzt dann das geniale und sehr getragene Gitarrenspiel von Doug und Reb ein, jeder Ton passt und rundet den Song zu etwas ganz Besonderem ab. Die Rythmussektion tut ihr Übriges. Für mich und meinen bescheidenen Geschmack widerlegt sich David Coverdale, es wurde ein weiteres kleines Meisterwerk mit dem Titelsong geschaffen.

Gerockt wird auf dem neuen Album selbstverständlich auch. Dabei gibt es durchaus Highlights, die auf manch altem Album zu den guten Songs gehört hätten. Jeder mag sich dabei vorstellen, wie diese Lieder in der jeweils anderen Besetzung geklungen hätten. Als Anspieltipps mögen hier der grandiose Opener Steal your Heart away, All out of Luck, Tell me how und Love & traet me right dienen.

Es fällt im übrigen auf, dass das gesamte Album den Eindruck macht, als sei es mehr aus einem Guss. Es wirkt runder als Good to be bad. Es werden nicht alle Geschmäcker bedient, was mir jetzt im Vergleich den Vorgänger etwas verkrampfter erscheinen lässt. Es fehlt z.B. eine erneute Komposition, die das bekannte Black Dog-Thema hat. Auch eine direkte Entlehnung von Kashmir findet nicht statt. Auch wenn der Sound natürlich an Good to be bad anknüpft, macht das Album insgesamt doch den Eindruck, dass die Songs eine bluesigere Seele haben. Damit es dann auch mal deutlich der Blues ist, gibt es dafür mit Whipping Boy Blues einen wahren Bluesstampfer.

Das Ltd. Digipack bietet zu den 13 regulären Titeln 3 Bonustracks, es sind andere Mixes von Love will set you free und dem Hardrockkracher My Evil Ways sowie eine Akustikversion von Forevermore. Diese ist wegen der Melodie sehr schön anzuhören, aber kein Vergleich zum eigentlichen Titeltrack. Die DVD ist sehr nett, bietet aber nun nicht die bahnbrechenden Inhalte. Aber für den geringen Mehrpreis ist das aber ok.

Da ich Good to be bad 5 Sterne gegeben hatte, was ich jetzt im Vergleich zur neuen Scheibe nicht mehr tun würde, bleiben für Forevermore nur klare 5 Sterne und eine Kaufempfehlung auch für die, die nicht Fan von Whitesnake sind. Für einen 60jährigen singt Coverdale immer noch großartig. Es fallen mir nicht viele Sangesbrüder seines Alters ein, die ein derartiges Niveau haben halten können. Nur Dio ragt da heraus (R.I.P) ...
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am 14. Juli 2013
Einfach nur ein muss für jeden Fan von WS
. . . . . . . . . . .
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am 3. April 2011
Wie geil ist das denn..... habe ich nach dem dritten Hören gedacht.

Es stimmt, was manche sagen. Beim ersten Hören ist der Eindruck: Kenn ich schon. Gähn. War bei mir auch so.

Aber dann!

"Fare thee well". Ein genialer Track. Whitesnake meets The Faces. Warum ist mir das beim ersten Hören nicht aufgefallen ?
"Love will set you free". HellYeah! Tanz um Deinen Tipi, alter Indiander. Einfach Geilomat!
"Whipin`boy blues". Heavy Blues will get you ... up with a stiff ... upper lip. Wie geil ist das denn.....?

Nein Leute: Serpens Albus lebt! Man muß der Weissen Schlange nur Zeit lassen!
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am 18. April 2011
Whitesnake sind wieder da. Gegenüber dem Vorgänger Good to be bad wirkt diese Scheibe melidiöser eben mehr nach Whitesnake. Meine Favoriten sind I need you, Fare THee Well, Dogs in the Street, Steal your Heart Away . Ähnlich wie bei Nazareth und Uriah Heep gilt auch für Whitesnake Old Soldiers never Die Ich vergebe die Höchstnote wie bei Naz und Heep (deren neuen Werke)
Gruss Naz Rocks
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am 29. März 2011
. . das hier teilweise von Routinearbeit gesprochen wird. Für mich klingt das so als ob der eine oder andere den Backkatalog von Whitesnake nicht kennt. 'Forevermore' ist endlich wieder eine Whitesnake CD die den Namen Whitesnake verdient. Warum?? Ganz einfach: zum einen sind etliche der Riffs an den Stil der 70er und 80er angelehnt und zum anderen singt Coverdale wieder mehr wie früher. Am offensichtlichsten ist das bei 'one of these days'. Vom Gesangstil ist das 1:1 wie bei 'blindman' (natürlich anderes Tempo) vom ersten Soloalbum (mit Namen Whitesnake!!).
Die Ansage das die Stimme sehr kratzt und abgenutzt klingt kann ich nicht nachvollziehen. Wer sich mal das Coverdale/Page Album angehört hat, weiß, dass DC schon da diese merkwürdigen Kratzsounds (klingt wie Bronchitis) eingesetzt hat. Aber zu der Zeit hat er noch geraucht wie ein Schlot (100er Marlboro :-)). Und die ganz hohen Schreie sind eh Geschmackssache.
Was die Gewöhnung an die Songs auf 'Forevermore' im ersten Moment etwas erschwert ist der Sound. Bass und Drums sind klasse - keine Frage. Allerdings hätte ich mir den Bass etwas präsenter gewünscht, mehr wie Neil Murray zu ready 'n' willing Zeiten. Schwierig wird's bei den Gitarren. Der Sound ist megafett und wer weiß wie oft gedoppelt! Allerdings klingen die Songs dadurch extrem dicht und im ersten Moment alle "ähnlich". Aber . .
Ich habe mir die Stücke inzwischen mehrfach hintereinander angehört und so langsam begreife ich, warum DC nach dem Endmix wie ein kleines Kind durch's Studio gehüpft ist. Es geht hier nicht um die Charts oder 2 Millionen verkaufter CD's. DC hat für sich selbst etwas geschafft was er eigentlich garnicht mehr machen wollte - ein neues Album produzieren auf dem Whitesnake draufsteht und auch Whitesnake drin ist. Das der Song 'Forevermore' so klingt als ob Led Zeppelin mit im Studio waren ist dabei egal. Der Spannungsbogen ist klasse. Jetzt weiß ich auch an wen mich die Produktion samt Gesangsstil teilweise erinnert - eine Reminissenz an Steve Lee, zumindest bei 'my evil ways'. So hätte die neue Gotthard klingen können.
Im Vergleich zu 'good to be bad' ist das ein riesen Schritt. Das DC sich dabei auch selbst covert ist völlig ok.
Ob es der beat von ready 'n' willing ist ('love will set you free'), wie erwähnt der Stil von 'one of these days' oder Zitate aus der 'Slide it in' Phase ('I need you') - aus meiner Sicht ist das stimmig.
Kaufen und genießen. Wer's nicht mag soll weghören.

Zum Schluss ein kleiner Hinweis an Doug Aldrich: weniger ist manchmal mehr.
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am 19. Mai 2017
man kann es eigentlich kurz machen. Der Song Forevermore kommt an die Klasse der guten Alben wie Slip of the tongue ran.
Der Rest der Kompositionen ist leider merkmalslos. Kein Highlight.
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