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Für "Dylanologen" ist die Veröffentlichung solcher beinah fünfzig Jahre alten Aufnahmen wohl vergleichbar mit der Bergung eines verloren geglaubten Schatzes vom Meeresgrund. Eigentlich fast mehr noch, denn man wußte ja nicht einmal, daß dieser Schatz am Meeresboden lag. Ein Schatz insofern, weil es sich um den letzten Live-Mitschnitt von Dylan handelt, der unmittelbar vor Veröffentlichung des legendären zweiten Albums "The freewheelin' Bob Dylan" aufgenommen wurde, also wohl ziemlich das letzte Konzert eines dem breiten Publikum völlig unbekannten Bob Dylan. Ohne blasphemisch sein zu wollen, wenn man Dylan als Gott aller Songwriter betrachtet, dann wären solche Aufnahmen vergleichbar mit dem Fund von Bibel-Passagen aus der Zeit bevor Gott die Erde schuf. Etwas übertrieben, ich geb es zu. Aber nur so läßt sich ansatzweise einem normalen Menschen - also nicht Dylanologen - erklären, warum sich erwachsene Menschen über eine knapp 40 minütige, zwar gut restaurierte, aber doch hörbar angestaubte Live-Aufnahme, die abrupt mitten im ersten Lied anfängt (die erste Hälfte des ersten Liedes "Honey just allow me" fehlt), fast genauso freuen, wie über eine erhebliche Gehaltserhöhung. Ich kann es keinem normalen Menschen verübeln, wenn er sich nach Hören dieser Platte denkt, jedes aktuelle Demo einer Hobbyband aus Pinneberg klingt aufregender. Wie aus meinen umständlichen Rechtfertigungsversuchen, einer hier und da sicherlicher unrationalen Begeisterung für Bob Dylan und alles was er je ins Mikrofon gehustet hat, herauszulesen ist, diese Platte ist nichts für Gelegenheits-Dylan-Hörer. Für Fans ist sie ein Juwel. Und es hat mich wirklich Kraft gekostet, nur vier Sterne zu vergeben.
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am 10. April 2011
Diese Aufnahmen sind keine Erstveröffentlichung, denn es gab exakt diese CD bei ausgesuchten Online-Händlern bereits als Gratisbeilage zur "Bootleg Series Vol.9: The Witmark Demos". Nur die Liner Notes fehlten und die Hülle war ein einfaches Paper Sleeve. Im Gegensatz zu den Witmark-Aufnahmen, denen man oft anhört, dass es reine Probedurchläufe sind, bei denen der Künstler außer dem Aufnahmeleiter und dem Toningenieur kein Publikum mitdenkt, ist das hier natürlich eine Aufnahme vor enthusiastischem Studentenpublikum. Es handelt sich bis auf "Talkin' WW III Blues" und das Fragment von "Honey, Just Allow Me One More Chance" um Songs, die sich auch auf der "Bootleg Series Vol.9" finden. Das ist nicht der Bob Dylan, den heute die meisten Musikhörer im Kopf haben, denn es bedarf schon eines gewissen historischen Vorwissens, um den "Talkin John Birch Paranoid Blues" mit seiner ätzenden Zeitkritik zu verstehen. Zumeist spielt er hier "topical songs", die eine (den Tagesmedien entnommene) Geschichte erzählen oder sich an einem bestimmten Thema abarbeiten. So findet sich mit "Masters of War" auch nur ein wirklicher "Hit", der heute noch dem Massenpublikum geläufig ist. Das nostalgisch angehauchte "Bob Dylan's Dream" bietet einen netten Kontrapunkt. Dieses Album zeigt einen jungen Dylan, der ganz in den Folk- und Bluestraditionen verwurzelt ist. Am Ende jeden Sets gibt es noch kurze lustige Anweisungen eines Moderators, denn es handelte sich um ein mehrtägiges Festival, bei dem verschiedene Folkkünstler auftraten. Der Sound ist absolut in Ordnung, der Preis niedrig - alles in allem ist dies ein Tipp für alle, die den Folkie Dylan mit akkustischer Gitarre nicht auf "Blowin' In The Wind" und die oftmals mitgedachte Lagerfeuerromantik reduzieren wollen.
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TOP 500 REZENSENTam 15. Dezember 2016
Von Bob Dylan besitze ich wirklich fast alles. Dies schicke ich vorweg, nicht um zu strunzen, sondern mehr als Beleg dafür, welche Bedeutung ich diesem Ausnahmekünstler beimesse, ohne behaupten zu wollen, Fan zu sein. Nein, davon bin ich eigentlich weit entfernt. Und sein Herumgeeiere, um die Entgegennahme des Nobelpreises macht die Sache auch nicht einfacher. Dabei möchte ich es mir ersparen, ein Urteil zu fällen, Fakt ist allerdings, dass Dylan die fantastische Patti Smith in eine fast nicht zumutbare Ausnahmesituation brachte. Okay, eine andere Sache. Hier geht es um ein Livekonzert aus dem Jahre 1963.
Dieses Konzert wurde im Oktober in Waltham aufgenommen. Aus heutiger Sicht spannend, dass Dylan zu diesem Zeitpunkt noch nicht seinen großen Durchbruch hatte, somit mehr oder weniger nur einem Insiderkreis bekannt war. Dylan performt in dieser Konzertaufnahme mit „Honey Just Allow Me One More Chance (Incomplete)", "Talkin' John Birch Paranoid Blues", "Ballad of Hollis Brown", "Masters Of War", "Talkin' World War III Blues", "Bob Dylan's Dream" und "Talkin' Bear Mountain Picnic Massacre Blues" sieben Songs unverfälscht und authentisch. Dabei ist „Masters OF War“ intensiv und eindringlich. „Bob Dylans Dream“ war, blieb und ist immer noch eines meiner Dylan Dylan-Songs, die ich sehr schätze und somit den Stempel „Lieblingssong“ aufdrücken möchte.
In späteren Jahren habe ich einige Dylan-Konzert live miterleben dürfen (was ich später aufgegeben habe) und war fast immer enttäuscht. Bei dieser Aufnahme überzeugt mich der Singer und Songwriter als Folksänger ohne jegliches Wenn und Aber. Bei diesem Konzert ist deutlich hör- und erkennbar, warum Dylan Woody Guthrie als Vorbild hatte und dass es ihm gelingt diese großen Fußstapfen, die sein Vorbild hinterließ, zu finden.
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