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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
44
4,6 von 5 Sternen
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am 1. April 2017
Der Film ist wunderbar, aber der Untertitel im DVD ist ganz problematisch. Einerseits wird sehr häufig nur die Hälfte des Untertitels, also der Übersetzung gezeigt. Es stört den Zuschauer sehr, den Film zu verstehen. Andererseits ist die deutsche Übersetzung relativ schlecht. Was die Figuren sprechen, wird oft falsch übersetzt oder überhaupt nicht übersetzt.
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am 10. Februar 2017
Super Film, tolle und solide Regiearbeit. Die Biographie ist unterhaltsam und mitreißend, hervorragende Tänzer und Schauspieler die immer ihrer Rolle dienen.
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am 2. März 2013
Maos letzter Tänzer ist wahrscheinlich einer der schönsten Ballettspielfilme, die ich bisher gesehen habe. Jedes mal treibt er mir aufs neue Tränen in die Augen, wenn man diese faszinierende Biografie mitverfolgt.
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am 18. März 2011
Maos letzter Tänzer
(Capelight)

War der Tanz- oder Ballettfilm jahrelang als 'leichte Kost' verschrien, etablierte er sich, nicht zuletzt durch den gelungenen Black Swan zu einem Genre, welches auch geeignet scheint, dramatische Geschichten zu erzählen.
Der hier vorliegende Film Maos letzter Tänzer von Regisseur Bruce Beresford (Miss Daisy und ihr Chauffeur) basiert auf der Autobiografie des mittlerweile 50 jährigen Tän-zers Li Cunxin, welcher mittlerweile in Melbourne am australischen Ballett tanzt.
Seinen beschwerlichen Weg dorthin beschreibt dieser Film.

Mit 11 Jahren wird Li Cunxin die 'Ehre' zuteil, am Staatlichen Ballett in Bejing ausgebil-det zu werden. Dies bedeutet für ihn eine Trennung von seiner Familie, zudem ist das dor-tige Training in einer fremden Umgebung sehr hart und anstrengend. Seine Eltern jedoch sind sehr stolz auf ihren Sohn, da er neben der Ehre, dem Staat und der Partei dienen zu können auch die Chance hat, das Dorf zu verlassen und in die Großstadt zu ziehen. Der Junge jedoch hat das Gefühl, mit den Anforderungen überfordert zu sein, zumal ihm aus seiner Sicht das Talent und die Passion für den Tanz fehlen. Erst als er seine Inspiration durch Videos von russischen Ballett- Tänzern zieht, und seine eigene Form des Tanzes entwickelt, wächst seine Leidenschaft für diese Tätigkeit. Es dauert nicht lange, und er ist der beste Tänzer seiner Schule. Bald bekommt er die Chance, im Rahmen eines Kulturaus-tausches in die USA einreisen zu dürfen, wo er eine für ihn ungewohnte Freiheit erlebt, der er sich immer mehr hingibt. Als er sich dazu noch in eine amerikanische Tänzerin ver-liebt und diese heiratet, werden ihm die Einreise in sein Heimatland und der Kontakt zu seinen Eltern auf Lebzeiten verboten.

Maos letzter Tänzer ist ein vielseitiger Film. Neben dem klassischen Tanzfilm bietet er eine interessante und fesselnde Biografie des Hauptprotagonisten, ist aber letztendlich ein politisches Plädoyer für Menschlichkeit und Freiheit. Bildgewaltig und mit einer epischen Erzählweise zeigt uns der Regisseur ohne irgendwelche Klischees zu benutzen einen Blick auf zwei unterschiedliche Kulturen, welche sowohl gute als auch schlechte Seiten haben.
Zurückgreifen kann er dabei neben der gelungenen Kameraarbeit auf eine Crew unglaublich überzeugender Darsteller, welche ihren Rollen spürbar Leben einhauchen. Allen voran der Hauptdarsteller Chi Cao, professioneller Tänzer, allerdings in seiner ersten Filmrolle, weiß zu beeindrucken.

Die Blu Ray aus dem Hause Capelight weiß sowohl in Bild und Ton zu gefallen. Hier wird das Medium überzeugend genutzt.
Im Bonussektor findet der geneigte Zuschauer neben entfallenen Szenen noch ein informa-tives Making of, so wie einen im Arte - Journal ausgestrahlten Bericht zum 'echten' Li Cunxin. Abgerundet wird der Bonusbereich durch Interviews mit einigen Darstellern und dem Regisseur.

Maos letzter Tänzer weiß durch seine Erzählstruktur zu fesseln, und ist deshalb auch für Tanzfilmmuffel wie mich ein unterhaltsamer und anspruchsvoll spannender Film, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann

CFS
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Eines vorweg: MAOs LETZTER TÄNZER ist kein Ballettfilm und gehört auch nicht in die Tanzfilm-Schublade!

Die Ballett-Szenen sind wundervoll aber dürftig und kurz, die im wesentlichen nur zu Li's Werdegang beitragen.

Der Film basiert auf das im Jahr 2003/04 erschienene Buch MAOs LAST DANCER, eine Autobiografie des Balletttänzers Li Cunxin.

FILM-HANDLUNG:
1973, in einer chinesischen Provinz, wird der 11-jährige Li Cunxin seinen Eltern entrissen und in eine Ballettschule in Peking gesteckt. Er gehört nun mit zu der Riege, den Stolz Mao's Regime zu präsentieren - als Aushängeschild für die unzerstörbare Macht des Kommunismus.
Erst durch einen verständnisvollen Lehrer verliebt sich Li in die wundervolle Welt des Balletts und wird ein Prima Ballerino. Denn als Erwachsener erhält er die einmalige Chance, als Austauschstudent in die USA zu reisen. Der Kulturclash der freiheitsliebenden Amerikaner beeindrucken Li so sehr, sodaß er darüber nachdenkt, seiner Heimat China den Rücken zu kehren, bestärkt auch noch durch die Tänzerin Elizabeth - auch mit der Gewißheit lebend, daß der chinesische Staat sich an seinen Eltern für diesen Verrat rächen wird - und nie wieder in China einreisen darf!

DVD:
Die Bildqualität im Bildformat 1,85:1, 16:9, ist makellos, so wie auch die Tonformate in Deutsch und Englisch 5.1. Deutsche Untertitel sind einblendbar!

113 Minuten

Freigegeben ab 6 Jahren

Wendecover ist vorhanden!

Extras:
14 entfallende Szenen, Making-of, arte Journal: Li Cunxin, Interviews mit Cast und Crew, Teaser & Kinotrailer

BEWERTUNG:
5 freiheitsliebende Sterne für MAOs LETZTER TÄNZER aus dem Jahr 2009, der tief berührt, ohne Kitschig zu wirken; und auch für diejenigen geeignet, die mit Ballett überhaupt nichts anfangen können!

FAZIT:
MAOs LETZTER TÄNZER ist ein kleines stilles Meisterwerk, an dem man nicht vorbeigehen sollte!
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am 30. Januar 2011
Ich hatte mir unter dem Film so etwas ähnliches vorgestellt wie "Die Geisha", nur dass hier anstelle von Fächertanz Ballet im Mittelpunkt stehen und die Person, um die es sich dreht, männlich anstatt weiblich sein würde.
So einige Parallelen konnte man dann tatsächlich finden: es geht um die Entdeckung eines zunächst verhinderten Talentes und die Opfer, die man für den Erfolg bringen muss. Doch damit enden die Ähnlichkeiten auch schon. "Maos letzter Tänzer" (ich habe mir den Film übrigens im englischen Original angesehen, wie ich es immer tue, weil ich keine Synchronationen mag) ist kein auf dramaturgische Optik aufgebauter Bilderreigen, wie es einer Autobiografie wohl auch kaum angemessen gewesen wäre.
Stattdessen bekommt man eine äußerst einfühlsame Lebensgeschichte präsentiert, die auch jenen gefallen dürfte, die sich - wie ich - nicht für Ballet interessieren. Regisseur Bruce Beresford hat offensichtlich ein Händchen dafür, gefühlvolle Aussagen mit Tiefsinn auf die Leinwand zu bannen. Romantiker kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie Realisten.

Zugleich erschütternd und faszinierend ist es mitzuerleben, wie ein kleiner Junge aus einem einsamen Bergdorf ins große Beijing gebracht wird, um Tänzer zu werden. Freiwillig hat er sich diesen Weg nicht ausgesucht, so etwas gab es nicht im kommunistischen China, und dem ersten Stolz darüber, ausgewählt worden zu sein, folgen Jahre des Kummers: das Leben an der Tanzakademie ist hart, freudlos und einsam. Lis Leben nimmt erst eine entscheidende Wende, als er als junger Mann auserwählt wird, für drei Monate in die USA zu gehen, um dort seine Fähigkeiten auszuformen.
Sein Talent blüht auf, und er wird zum Senkrechtstarter, beflügelt auch durch die neu entdeckte Liebe zu einer süßen jungen Tanzkollegin. Als die Zeit bei seinem neuen Mentor, dem berühmten Choreographen Ben Stevensen, abläuft, möchte er nicht zurück nach China. Er kämpft darum, bleiben zu dürfen, und muss sich schließlich einer neuen Herausforderung stellen: der Erkenntnis, dass Freiheit ihren Preis hat, dass er im Westen zwar seine eigenen Entscheidungen treffen darf, aber auch für sein Handeln verantwortlich ist. Während er lernt, was es heißt, trotz ausgerissener Wurzeln seinen eigenen Weg zu finden, ist seine Karriere nicht mehr aufzuhalten, aber der höchste Lohn wartet erst mühselige Jahre später auf ihn ...

Die Darsteller überzeugten mich auf ganzer Linie. Bruce Greenwood, jüngst bekannt als Star Treks Captain Pike, besticht auf überraschend ungewohnte Weise als kapriziöser Tanzmeister, Joan Chen rührt einen als stolze Mutter im fernen China. Chi Cao (in Birmingham als der "Chinesische Balettprinz" bekannt) ist kein Schauspieler, das merkt man, aber gerade darum ist er die perfekte Besetzung für Li Cunxin, weil er gut die überwältigte, etwas verwirrte Verlorenheit verkörpert, die seine Figur empfunden haben muss. Auch die Schauplätze bieten viel fürs Auge.
Der Film rückt dabei nicht Musik und Tanz in den Mittelpunkt. Obwohl man einen fesselnden Einblick in den Trainingsalltag der Tänzer erhält und natürlich einige spektakuläre Bühnenauftritte geboten bekommt, dominieren diese Elemente nicht unbedingt die Handlung. Im Vordergrund stehen innere und zwischenmenschliche Konflikte und der Kontrast zwischen den Kulturen. Betroffen hinterließen sie mich, die irrwitzig traurigen Zustände im kommunistischen China im Vergleich zum feschen Amerika der 80er. Am Anfang ist es ein wenig gewöhnungsbedürtig, wie oft Rückblenden eingeschoben werden, fast, als wollte man dem Zuschauer den Unterschied mit etwas zu viel Nachdruck vor Augen halten - aber zugegeben, der Effekt bleibt nicht aus und hinterlässt nachhaltige Eindrücke. Melodramatische Tränendrüseneffekte und unsensible Klischees vermisst man dabei auf wohltuende Weise, stattdessen ist es trotz mancher Tragik gar erlaubt zu lachen.

Da fragt man sich nur eins: Warum ist dieser zugleich wunderschöne und zum Nachdenken anregende Film, der eigentlich jede Menge Preise verdient hätte, nicht in den deutschen Kinos gelaufen? Nun, traurigerweise hat diese australische Produktion in Amerika nicht viel Aufmerksamkeit erhalten, das jedoch nicht wegen mangelnder Qualität, sondern weil nicht genug Werbung für ihn gemacht wurde - eine wahre Schande. Müßig zu erwähnen, dass er in den PR-abhängigen USA auf wenig Interesse gestoßen ist und daher bei uns gar nicht erst ins Programm aufgenommen wurde. Die geringe Popularität des Films hat also nichts damit zu tun, dass er niemandem gefallen hätte, sondern damit, dass bei der internationalen Vermarktung geschlampt wurde.

Davon sollte man sich natürlich nicht hindern lassen.
"Maos letzer Tänzer" ist ein kleines Meisterwerk und gehobene beste Unterhaltung für die meisten Geschmäcker mit Inhalt und Tiefe. Er ist für mich zu einem absoluten Lieblingsmovie geworden.
Ich kann nur empfehlen: unbedingt ansehen, sonst verpasst man etwas!

(P.S.: Mittlerweile habe ich auch das Buch gelesen und finde, dass es phantastisch umgesetzt wurde - auch wenn der Film nicht ganz parallel dazu läuft, sondern mal stark gerafft ist, an anderen Stellen indessen wie eine Ergänzung wirkt. Autobiographische Verfilmungen sind immer eine schwierige Sache, und das Ziel, den Grundton zu treffen, die Aussage zu erhalten und zugleich einen mitreißenden Kinofilm zu schaffen, ist Beresford und seinen Darstellern ganz wundervoll gelungen.)
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am 21. September 2014
.....höre ich auf, dich zu beleidigen."
Ganz ehrlich- es gibt nicht viele chinesische oder auch klassische,
japanische Filme, die meine DVD- Regale bevölkern u. bereichern.
Ausnahmen sind da die Klassiker vom besten Kämpfer aller Zeiten,
der jemals auf unserem Planeten lebte.
Und natürlich die berühmteste und liebenswerteste Echse, die
überhaupt jemals über die Leinwände u. Wohnstuben stampfte.
Daß mich dieser Ballettfilm hier soo in den Bann ziehen würde,
hätte ich niemals für möglich gehalten.

Diese wundervolle Biografie über den harten und beschwerlichen
Weg des Ballett- Tänzers Li Cunxin ist ein Frauenfilm?? Schwachsinn!
Der Film ist gerade auch gut für die Art Männer, die nicht viel mit
Ballett anfangen können- ähnlich wie der Protagonist zu Beginn des Films.
Und diese mitreißende Geschichte hat bis heute Millionen von Herzen
begeistert. Und nun auch meins.

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Story:

Anfang der 70er Jahre wird der elfjährige Li Cunxin aus der
chinesischen Provinz von Talentsuchern entdeckt und nach Peking
auf die Ballett- Akademie geschickt.
Trotz der ihm fremden Umgebung und einem zähen Training lernt Li
schnell, seine Gefühle in einem ausdrucksstarken Tanz umzusetzen
und entdeckt innerhalb der siebenjährigen Ausbildung eine tiefe
Leidenschaft für das Ballett.
Er entwickelt sich zu einem herausragenden Tänzer und bekommt
schließlich die Chance, als einer der ersten aus seiner Heimat China,
an einem Kulturaustausch mit den USA teilzunehmen......

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FAZIT:

Vom chinesischen Bauernhof auf die Bühnen der Welt!!
Nach der gleichnamigen Autobiografie erzählt MAO`S LETZTER TÄNZER
anhand des berühmten Ballett- Tänzers Li Cunxin eine klassische
Aufsteigergeschichte und ist dabei mehr Melodram als Tanzfilm.
Die Konflikte, mit denen sich Cunxin auf den Weg zum großen Tänzer
konfrontiert sieht, thematisiert der Film zeitintensiv und lässt
erahnen, daß hier mehr als ein reiner Tanzfilm folgen wird.

Dieser Film erzählt weit mehr als nur den ungewöhnlichen Lebensweg
eines faszinierenden Mannes- der von Mut, Hoffnung und Menschlich-
keit geprägt ist.
Atemberaubende Ballett- Sequenzen tragen dazu bei, daß der Film auch
ein glanzvolles Spektakel zum Schwelgen und Genießen geworden ist.

Und- MAO`S LETZTER TÄNZER beruht auf den Aufzeichnungen Li Cunxin`s.
Als Darsteller Li`s in drei verschiedenen Altersstufen wurden ausnahmslos
ausgebildete Tänzer eingesetzt.

Toller, bewegender Film. Ehrlich.
Wenn mich auch die Sätze" Die Tänzer waren nicht schlecht- aber wo sind
die Waffen? Wo ist die Politik? Wo ist das Antlitz der Revolution"
wütend und bedrückt machten.

Fünf Sterne, ballettfüssig- leichte Sterne, für dieses emotionale Meisterwerk.
Über die einmalige Chance im Leben, über Freiheit, die erste Liebe und....
die Kraft des Tanzes!

_____

Extras:

- 20 Minuten Making of!

- 14 entfallene Szenen

- 11 Minuten Arte Journal: Li Cunxin

- ca.15 Minuten Interviews mit Chi Cao, Amanda Schull, Bruce Greenwood,
Kyle MacLachlan u. Bruce Beresford!

- Teaser

- Deutscher Kinotrailer

Totale Kaufempfehlung!!
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am 22. März 2011
... und konnte nur die Öffnung über ihm sehen. Als ein Kröte zu dieser Öffnung kam, den Frosch in der Tiefe sitzen sah, sprach sie zu ihm, dass er unbedingt die Welt hier oben sehen müsse. Von da an erfüllte ihn kein Wunsch mehr und er träumte von der Welt außerhalb des Brunnens.

Wie dieser Frosch sitzt der junge Li Cunxin, im China 70er Jahren gefangen in einem Brunnen aus proletarischer Revolution, Kommunismus und dem Aufzeigen der Klassenfeinde. Er wird von Anwerbern aus der Armut seines ländlichen Dorfes nach Peking an die Ballettschule geholt und im Tanz und kommunistischen Gedankengut gedrillt.
Doch seine Name Cunxin bedeutet "bewahre mein unschuldiges Herz" und er sieht immer wieder, wie politische Ideologien die Kunst und Emotionen verdrängen und beseitigen.
Erst mit Maos Tod 1980 nährt sich China dem Westen an und eine Ballettgruppe aus Housten kommt nach Peking zu Besuch. Da er in den Augen seiner chinesischen Lehrer den imperialistischen Einflüssen der USA widerstehen kann, darf er für drei Monate zur Ausbildung nach Texas und erlebt einen wahren Gegensatz zu seiner Kultur.
Li Cunxin lernt nun nach und nach die amerikanische Kultur besser kennen und verliebt sich sogar in eine amerikanische Balletttänzerin. Als er jedoch sein Aufenthalt nach drei Monaten verlängern will und China ablehnt, beginnen erst die Probleme...

Bruce Beresford (Miss Daisy und ihr Chauffeur) hat einen wunderbar ruhigen und emotionsvollen Film geschaffen, der es versteht Klischees zu umschiffen und vielmehr den Zeitkolorit einzufangen.
Leider kenne ich nicht die Autobiographie von Li Cunxin, die diesem Film zugrundeliegt (ich werde es aber nachholen), doch ist das Drehbuch sehr gut geschrieben, Einstieg und Ende des Films sind wunderbar gewählt und schlagen einen tollen Handlungsbogen.
Auch die Darsteller sind über jeden Zweifel erhaben, Huang Wen Bin wird in diesem Film zum erwachsenen Li Cunxin und auch die unbekannteren und bekannteren Nebendarsteller könnten nicht besser gewählt sein.

Auch wenn man (wie ich) bisher wenig Kontakt zum Ballett hatte, sollte man diesen Film gesehen haben, denn in diesem Genre, wie auch als Biographie oder einfach nur als wunderbare Geschichte in tollen Bildern funktioniert "Maos letzter Tänzer" grandios.
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am 24. Mai 2013
Li Cunxin(Chi Cao) hätte niemals gedacht, diesen Wunsch zu verspüren. Als Ballettänzer auf Pekings Akademie der Künste ist er eher Durchschnitt und fühlt sich dem Tanz wenig verbunden. Aber sein Mentor Lehrer Chen schafft es, den magischen Funken des Tanzes in Lis Herz zu pflanzen. Das Li schwer zu begeistern ist, verwundert nicht. Als sechsjähriger wurde er 1972 in seinem Dorf in der Provinz Shandong für einen Auswahltest als Tänzer ausgewählt. Das erfolgte ausschließlich auf Grund seiner körperlichen Fähigkeiten. Li wird von seiner Familie getrennt und geht nach Peking. Dort unterwirft er sich dem harten Diktat der Akademie. Sein Mentor Chen erkennt Lis Fähigkeiten, die anderen Lehrer bemerken sie nicht. Doch Li setzt sich durch. Er wird so gut, dass der Leiter des Houston Ballett, Ben Stevenson(Bruce Greenwood), 1981 auf ihn aufmerksam wird. Das Ballett hat ein dreimonatiges Stipendiat für Tänzer aus dem Ausland anzubieten. Tatsächlich willigt Chinas Regierung ein und Li darf für drei Monate in die USA. Dort wird sein sensationelles Talent erkannt und er schafft den Durchbruch. Das Houston Ballett, das chinesische Konsulat und auch Lis Freunde sind begeistert. Als Li jedoch nicht mehr nach China zurück will, wird die Situation dramatisch. Das Konsulat, Ben, und auch Lis Familie geraten in Schwierigkeiten. Li muss sich entscheiden, wie sein Leben weitergehen soll...

Nach den Memoiren des Tänzers Li Cunxin -Maos Last Dancer- die 2003 veröffentlicht wurden, drehte Bruce Beresford seinen gleichnamigen Film. Der besticht durch eine starke Geschichte, wunderbare Rückblicke und Tanzszenen, die dem Zuschauer wirklich den Eindruck vermittlen, als könnte ein Ballettänzer die Gesetze der Schwerkraft aushebeln. Mir hat vor allem gut gefallen, wie fair und versöhnlich Beresford mit der Geschichte Li Cunxins umgegangen ist. Beresford baut keine Gut-Böse-Kulisse im Ländervergleich China-USA auf und berichtet äußerst objektiv über Cunxins Geschichte. Er rückt den Li Cunxin und den Tanz komplett in den Focus der wunderbaren Story.

-Maos letzter Tänzer- ist kein bekannter Film. Das ist schade, denn Beresford hat Li Cunxins Geschichte wirklich gut umgesetzt. Neben dem Leben des Tänzers gewährt uns Beresford auch kurze Einblicke in die chinesische Zeit der Kulturrevolution und ihrer Auswirkung auf die Menschen im Land. Kritiker werfen Beresford vor, dass -Maos letzter Tänzer- zu unpolitisch geworden ist. Diesen Kritikpunkt würde ich gern ins Gegenteil umkehren, da ich genau diese unpolitische Vorgehensweise für den Film als sehr wichtig erachte. Aber sie wissen ja: Schauen sie sich das an und entscheiden sie selbst. Genießen sie grandiose Tanzszenen und Bilder aus dem Leben eines jungen Mannes, der sich von den Feldern Chinas auf die großen Bühnen der Ballettwelt getanzt hat.
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am 21. März 2011
Der Film:

Wahrscheinlich ist es im Moment in Anbetracht des Erfolges von Black Swan ein guter Zeitpunkt einen Tanzfilm auf Blu-Ray herauszubringen, der sich zudem mit dem Thema Ballett beschäftigt. Maos letzter Tänzer hat aber mit Black Swan ebenso wenig zu tun wie mit Tanzfilmen der Sorte Step Up oder Street Dance.

Maos letzter Tänzer ist die Autobiografie des Balletttänzers Li Cunxin. Das Buch habe ich nicht gelesen, deswegen habe ich den Film ohne entsprechende Erwartungen angesehen und kann auch keine Vergleiche ziehen.
Es wirkt etwas befremdlich wie er als kleiner Junge ausgewählt wird, um Balletttänzer zu werden. Dabei hat er selbst keine Entscheidungsmöglichkeiten. Er bewegt sich in einem sehr starren System. Umso überwältigender sind dann seine Erfahrungen in den USA. Dort lernt er was es heißt über sich selbst entscheiden zu dürfen. Damit ist aber natürlich auch viel Verantwortung verbunden und er muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben. Spätestens als er sich in eine Tänzerin verliebt gibt es für ihn kein Zurück mehr.

Besonders interessant finde ich bei diesem Zusammenprall der Kulturen, dass sich der Film auf mehreren Ebenen abspielt. Zum einen ist da natürlich der künstlerische Aspekt. Alle Tänzer im Film sind talentiert und die Tanzaufnahmen sehr schön anzusehen. Daneben spielen die politischen und geschichtlichen Hintergründe auch eine große Rolle im Film. Man fragt sich, ob sich hier überhaupt viel geändert hat bis heute. Nicht zuletzt ist die persönliche Entwicklung von Li Cunxin interessant zu verfolgen. Er wird immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und muss lernen diese zu meistern. Dabei findet eine große Entwicklung statt.
Mir hat der Film sehr gut gefallen und hoffe, dass ihn noch viele ansehen werden. Man bekommt einen niveauvollen Tanzfilm, der aber weitaus mehr ist, als nur ein Ballettfilm.

Blu-Ray:

Man erreicht das schön animierte Menü sehr schnell. Dort hat man Zugriff auf ein paar interessante Extras, die Deutsch untertitelt sind. Vor allem das arte Journal zu Li Cunxin ist sehr sehenswert. Aber auch das Making Of ist interessanter als diese im Durchschnitt sind. Dazu gibt es noch Interviews und Trailer zu weiteren Titeln von Capelight. Mit dynamic HD kann man auch Blu-Ray Live nutzen. Dort findet man aber nur weitere Trailer und eine Einstellungsmöglichkeit für HD Fernseher, wenn man sich anmeldet.
Die Bildqualität ist gut, erreicht aber kein Referenzniveau. Die Farben sind sehr natürlich und der Film wirkt so, wie er wohl auch im Kino zu sehen war.
Der Ton ist eher frontlastig, aber die Qualität ist sehr gut. Teilweise, z.B. in der Disco, bekommt auch der Subwoofer etwas zu tun. Weniger gut fand ich stellenweise die deutsche Synchronisation, aber es gibt auch den englischen Originalton und deutsche Untertitel lassen sich einblenden. Chinesisch gesprochene Passagen werden natürlich auch untertitelt.

Fazit:

Ein sehr sehenswerter Tanzfilm, der auf Blu-Ray liebevoll umgesetzt wurde. Würde zwischen 4 und 5 Sternen schwanken, aber da hier auch im Detail sehr sorgfältig gearbeitet wurde, so gibt es z.B. ein Wendecover ohne FSK-Logo für das schöne Motiv, runde ich auf 5 Sterne auf. Vielleicht hilft das auch noch andere auf das kleine Filmjuwel aufmerksam zu machen.
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