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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
31
4,8 von 5 Sternen


am 16. Mai 2010
Vorweg:
Diese Rezension bezieht sich auf die englischsprachige Ausgabe des Buches von Michael Lewis "The Big Short". Sprachlich ist das Buch nicht sonderlich kompliziert geschrieben, wenn man mal davon absieht, dass die Börsenbegriffe im englischen fürs erste nicht ohne sind. Aber mittels Übersetzungsprogrammen a la leo.org finden sich die entsprechenden Übersetzungen sehr gut erklärt und machen die Zusammenhänge im Buch leicht zu verstehen.

Zum Inhalt:
Michael Lewis erzählt die Geschichte von verschiedenster real existierende Personen, die an der Wall Street das Enstehen der Finanzkrise 2007/2008 miterlebten.

Da ist der recht rüde Broker Steve Eisman mit seinen Partnern Vincent Daniel und Danny Moses, die bemerken, wie an der Wall Street urplötzlich ein Geschäft mit Hypothekenkrediten amerikanischer Bürger entsteht. Ein Geschäft, welches für sie anfangs richtig Probleme bereitet dieses zu durchschauen, bis sie kapieren, was sich dort entwickelt.

Da ist der Hedge Fond Besitzer Michael Burry, der aufgrund eines speziellen Syndroms fähig ist, im Börsengeschäft bestimmte Muster zu erkennen und bemerkt auf welchen Sand Banken wie Goldman Sachs, Deutsche Bank, Morgan Stanley, Merrill Lynch, Citigroup, HSBC, Bear Stearns, Lehman Brothers und AIG ihre Kredittürme aufgebaut hatten. Auch er erkannte, welch eine Monstermaschinerie sich die Banken heranzüchteten, um Geld zu machen. Ein Maschinerie, welches Michael Lewis im Untertitel "Dooms Day Machine", also "Vernichtungsmaschine" nennt).

Da sind die Wall Street Glücksritter Charlie Ledley, Jamie Mai und der ehemalige Wall Street Angestellte Ben Hocket, welche mit Glück aus wenig Geld viel Geld gemacht hatten und nun versuchten, in den Geschäften mit den Hyptothekengeschäften Fuß zu fassen. Hierbei bemerken sie, dass die Banken und ihre Trader faule Papiere produzieren, um damit Geld zu erzeugen, welches ihren eigenen Erfolgsbilanzen dienen soll.

Oder der Mitarbeiter Howie Hubler von Morgan Stanley, der als einzelner Trader mit einem Rekord-Verlust von an die 2 Milliarden US-Dollar in die Liste der schlechtesten Wall-Street-Trader unangefochten anführt, aber mit 10 Millionen Dollar Abfindung in der Tasche aus seinem Job entlassen wurde.

Oder die Geschichte von Greg Lipman, der in Vertretung für die Deutsche Bank bei den Hypothekengeschäften den Vermittler zu anderen Kreditinstituten ist und sich kaum darum scherrt, dass jene Banken in Deutschland und anderswo nur Schrottpapiere kaufen.

Charakterisierend hierfür ist der Dialog zwischen Vincent Daniel und Greg Lipmann. Während der eine ungläubig nach den Käufern der Schrottpapiere (Papiere, die im günstigsten Fall kaum reichhaltigen Gewinn aber in schlechtesten Fall riesige Verluste bringen) fragt, reagiert der andere abgebrüht.
Vincent Daniel: "It's zero-zum. Who's on the other side? Who's the idiot?"
Greg Lippmann: "Düsseldorf. Stupid Germans. They take rating agencies serious. They believe in the rules."

Das Buch erklärt die Wurzeln der Finanzkrise, in deren Verlauf Lehman Brothers vom Markt verschwand und der amerikanische Rentenversicherer AIG nur mit Milliarden von der FED überleben konnte. Es erklärt die verwinkelten Ideen der Bänker und erklärt auch, warum es bis zum August 2007 nicht wirklich jemanden interessierte, mit welchem Wirtschaftsgift mit konstruktiver Unterstützung der Wall-Street-Rating-Agenturen "Moody's" and "Standard & Poor's" dort gehandelt wurde, welcher destruktiver Wirtschafts-Tsunami an der Wall Street aufgebaut wurde.

Das Buch liefert die Erkenntnis, dass das jetzige Wirtschaftssystem eher zum Schutz der oberen Mittelklasse und der vermögenden Oberklasse aufgebaut wurde, aber nicht um die ärmeren Gesellschaftsschichten zu beschützen. Es liefert aber auch die Erkenntnis, dass es schwierig sein wird, die echten Schuldigen der Krise habhaft zu werden, eben weil deren Wurzeln im demokratischen Wirtschaftssystem begründet sind. Nicht umsonst wird im Buch auch die Frage aufgeworfen, ob jene Wirtschaftskrise nicht das Ende des demokratischen Kapitalismus darstellt. Die im Buch angerissenen Reaktionen der Politiker zeigen ein Bild der Ohnmacht, gleich der Ohnmacht angesichts von Naturkatastrophen.

Das Buch liefert keine Erklärung für die Euro-Krise, auch wenn man nach der Lektüre des Buches ahnt, welche Mächte hinter der durch Griechenland ausgelösten Euro-Krise stehen können. Das Buch liefert auch keine Schuldigen oder Sündenböcke. Die finden sich dort eben so wenig wie die Geldgierigen a la Gordon Gekko (Film "Wall Street").

Fazit:
Das Buch liest sich leicht und spannend. Die Zusmammenhänge, die zu den Zusammenbrüchen der Banken wie Lehman Brothers, IKB, HRE und Merrill Lynch werden verständlich. Ein mehrfaches entsetztes Kopfschütteln ist dem Leser garantiert. Die Vorgänge an der Wall Street lassen erahnen, welchen Mächten die Menschen zukünftig ausgesetzt sein werden. Und dass was dort geschah, lassen die Aussagen von Politikern (u.a.a. von deutschen) in einem schlechtem Licht ausschauen.

Mein Urteil:
Lesenswert
(für Leute mit guten Englischkenntnisses; den anderen kann ich leider nur empfehlen, auf die Übersetzung zu warten)
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am 28. Februar 2016
Wenn man bereits einiges über die Sub-Prime-Krise gelesen hat gibt es in diesem Buch leider wenig Neues. Anfangs sind die Ausführungen durchaus interessant, jedoch wirkt das Buch mit der Zeit recht eintönig und langwierig. Für Finanzkrisen-Newbies ist das Buch hingegen sicherlich spannend.
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am 17. März 2017
Gives you an insight into the financial meltdown that occurred in 2008. Everything you need to know to understand what really happened is explained so even outsiders can grasp the true reasons of the almost-collapse of the banking industry. From rating industries to synthetic CDOs.
Even for people not interested in finance this book is worth a try.
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am 16. Mai 2017
Spannendes und lehrreiches Buch. Details der Finanzkrise in einfachen Wörtern beschrieben. Manchmal auch lustige Dialoge. Interessante Charaktere, welche von der Finanzkrise gross profitierten.
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am 7. März 2017
Im Original etwas schwer zu lesen, aber sehr schön geschrieben. Erklärt die Zusammenhänge ganz gut und informiert den Leser über das was war - und man kann sich gut ausmalen was noch sein wird...
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am 14. September 2010
Nachdem ich vor einigen Jahren Liars Poker gelesen hatte war ich nun gespannt auf das neue Buch und wurde nicht enttäuscht. In einfach verständlicher Weise wird die Geschichte der "3 Musketiere" erzählt, die einfach nicht glauben können, dass die ganze Welt nicht sieht was sie sehen. Als einer der Überlebenden der Finanzkrise habe ich sicherlich einen anderen Zugang zu diesem Buch, ich denke aber es ist hinreichend vereinfacht um von jedem verstanden zu werden. Auch wenn der Ausgang schon bekannt ist gelingt es Michael Lewis eine Spannung aufzubauen, die einen die letzten Kapitel des Buches nur so verschlingen läßt.
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am 3. Juli 2010
Ich lese im Jahr ca 30 - 50 Wirtschaftsbücher, meist Marketing, Sales, Money
und habe die meisten "warum sind wir in dieser Krise gelandet-Bücher" gelesen.
Unter anderen weil auch ich persönlich von dieser Krise betroffen war.
Und wissen wollte "wie kam's".

Jetzt weiß ich es im Detail.

Das Buch ist erschreckender als alle Zeitungsberichte.
Es ist die Insidersicht.
Aus verschiedenen Blickwinkeln.

Sie bekommen die volle Übersicht welche einzelnen Faktoren zum Crash geführt haben.

...und es liest sich spannender als der spannendste Roman.
Wer sich auch nur ein bißchen für das Thema interessiert wird das Buch nicht aus der Hand legen können.

Ich lese es grade das dritte Mal.
Normalerweise lese ich kein Buch zu Ende bzw. ganz durch.

Gäbe es 7 Sterne würde ich sieben geben.

Robert Puth
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am 28. August 2011
... that's a characterization of Wall Street bankers author Michael Lewis quotes. After the financial crisis of 2008, I guess many will agree.

More and more people have claimed to have forseen the subprime loans crisis, that led to the crash of 2008. For some reason, hardly any of them had voiced their concerns before the collapse happened. Fewer still had put their money where their mouth was, and bet against the subprime market.

In broker talk, such bets are call "short": You promise to deliver a financial instrument - stock, bond, whatever - in the future, for a price that is fixed now. If the price goes down in the meantime, the difference is your profit. If it goes up... well, your customer wins, since you pay the difference. (The other side "longs" the financial instrument.)

A subprime loan is a loan for somebody who is not really that likely to pay it back in full. But if you have a lot of them, it seems likely that at least somebody will not default. Betting that not all of them will default is thus somewhat like giving a very reliable loan taker credit.

That, at least, was the common view on Wall Street. It led to a trillion dollar craze.

Some people thought it was utter ... nonsense. And bet their money that, sooner or later, the whole house of cards would collapse. They proved to be right. And made billions.

Michael Lewis found them. And tells their story.

The result is an insider look into an almost surreal world. It is well-informed, insightful, and very well written. Apart from a few sprinkles of (profound) analysis, the book vividly recounts the events as they were experiences by a handful of eccentrics. They bet against the handful of cynic crooks who knew what they were doing (but didn't care) and a mass of morons who bought heaps of financial titles without a clue what they actually represented.

The tale is as chilling and tragic as it is hilarious, and enlightening. Plus, Lewis creates more suspense than most thriller writers I know.
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am 27. Juni 2012
Als studierter Wirtschaftswissenschaftler weiss ich nicht ob tatsächlich jeder diese unglaubliche Finance-Geschichte so spannendend findet wie ich, aber es ist auf jeden Fall allgemein verständlich. Michael Lewis hat ein unglaubliches Schreibtalent und kann ganz fantastisch die Charaktäre beschreiben und darstellen. Es wird einfach nicht langweilig. Ich hab gelesen und gelesen und gelesen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Super Geschichte, toll geschrieben, amn lernt viel über die Krise und es macht wahnsinnig viel Spass zu lesen. Eines meiner Lieblingsbücher!
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am 19. Februar 2014
In Amerika haben sich Leute Häuser gekauft, die sie sich nicht leisten konnten. Als 2007 und 2008 dann die Kredite platzten und eine Bank nach der anderen umfiel, war jedem klar, daß diese Rechnung nicht aufgehen konnte. Aber leider hat das ja niemand vorher sehen können. Oder doch?

Lewis erzählt hier eine aus der Insider-Perspektive von einigen Leuten, die das Desaster haben kommen sehen. Und die nicht glauben konnten, wie Dilletantismus und schöne Provisionen Hand in Hand verantwortliches Handeln verhindern.

Ich habe mich selbst immer wieder mit dem Thema beschäftigt, doch hier habe ich zum ersten Mal verstanden, wie man aus S...ubprime Gold machen kann, wenn man es nur schön in Credit Default Swaps und Collaterized Debt Obligations verpackt, damit Rating-Agenturen ihre Bestnote draufkleben können. Ja, ich mußte noch einiges nachgoogeln, aber Lewis fügt die einzelnen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen.

Ein an sich recht dröges Thema erklärt Lewis für den Interessierten wie einen spannenden Krimi. Und kriminell ist wohl vieles hier zu nennen...
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