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am 24. Juli 2016
Emerson, Lake und Palmer legten nach ihren ersten 5 Alben, die in den Jahren 1970 bis 1973 entstanden, eine recht lange Pause ein, um sich 1977 mit ihrem ambitioniertesten Projekt überhaupt zurückzumelden.
Ambitioniert u.a., weil ein großer Orchesterapparat zu den Aufnahmen des neuen Albums hinzugezogen wurde.
Das Orchester wurde (dezent größenwahnsinnig) dann auch gleich mit auf Tour genommen, was der Band finanziell fast das Genick brach.

Das Doppel-Album "Works", auf dem jedem der drei Bandmitglieder je eine Albumseite zur Verfügung steht, ist sehr kurzweilig, weil das Material recht verschiedenartig und interessant ist.
Emerson "gehört" die erste LP-Seite (bei der CD ist das die 1.Hälfte der CD 1) und er nutzt diese für sein Klavierkonzert.
Vor etlichen Jahren habe ich bei einem Konzert der Jenaer Philharmonie mitgewirkt und bei den Proben wurde da auch ein Klavierkonzert eingeübt, von dem ich seinerseits total überrascht war: wegen der Vielfalt und dem Reichtum der musikalischen Gedanken und dem Stil der Komposition selbst, die teils an Bartok oder an Jazz erinnerte, die eigenständig und oft "groovig" war.
Am meisten überraschte mich, dass Keith Emerson der Komponist war!
So bin ich das erste Mal auf ihn aufmerksam geworden und wusste viele Jahre gar nicht, dass eben dieses Klavierkonzert in das Konzept eines Emerson, Lake und Palmer-Albums eingebettet war.
(Leider kann man auf der CD die 3 Sätze des Klavierkonzerts nicht einzeln ansteuern, da sie unsinnigerweise nur einen einzigen Track darstellen.)
Allein für diese 18 Minuten E-Musik (ein überragender Keith Emerson als Solist) lohnt sich die Anschaffung des Albums.
Schön, wenn Orchester sich diesem Klavierkonzert öfter annehmen würden!

Es folgt die 2.LP-Seite (2.Hälfte der 1.CD) und somit der Sänger, Gitarrist und Bassist Greg Lake.
Das erste Stück "Lend Your Love To Me Tonight" empfinde ich als das gelungenste, das folgende "C'est la vie" ist der populärste Beitrag Lakes auf "Works".
Die weiteren 3 Stücke sind nicht schlecht, klingen jedoch deutlich nach einem typischen 70er-Jahre-Songwriter mit leichtem Hang zur Schnulze, wozu leider auch die Produktion mit ihrem oft unerträglichen Hall neigt (heute einfach nur altmodischen / weil viel zu viel davon).
Das Orchester kommt hier (wie bei fast allen weiteren CD-Tracks) zum Einsatz.
Größtenteils ist das ein Streichersatz, der leider oft die Songs in oben genanntem Sinn zukleistert.
Um nicht ungerecht zu sein: wirklich schlecht ist das nicht, aber eben nicht sehr aufregend und inspierend.

Carl Palmer ist dann die Seite 2 der LP (die 1. Hälfte der CD 2) gewidmet und diese Seite ist wieder vollkommen verschieden zu den Beiträgen Emersons und Lakes!
Die Bearbeitung des 2. Satzes der "Skythischen Suite" von Prokowjew ist ein toller Einstieg: die (selbst für heutige Verhältnisse) sehr knackig klingende und relativ hoch gestimmte Snare treibt das Orchester plus Rockband sehr schön nach vorn.
Die "Skythische Suite" ist ein Hauptwerk des sogenannten Bruitismus (neben Strawinskys "Frühlingsopfer" vielleicht das wichtigste) und verfügt durch seinen unbarmherzig nach vorn treibenden Charakter natürlich über d i e ideale Voraussetzung von einer Rockband gecovert zu werden.
(Zur Uraufführung 1915 sorgte der brutale "Barbarismus" der Suite übrigens für einen Skandal.)
Track 2 ("L.A. Nights") ist eine recht unaufregende, straighte Mainstream-Rock'n'Roll-Nummer, die mit beliebig austauschbarer Improvisation (u.a. eines nervtötenden Saxophons) gespickt ist.
"New Orleans" hat einen funkigen Grundcharakter, bei dem u.a. eine Talkbox zum Einsatz kommt und wieder ein Saxophon herumtrötet.
Die beiden Titel sind nicht sonderlich ausgeklügelt.
Der Kontrast (und dadurch die Vielfalt) könnte nicht größer sein: es folgt nämlich die Invention D-Moll von J.S. Bach, bei der Palmer Mallets spielt.
"Food For Your Soul" ist die sicher interessanteste Palmer-Komposition auf "Works".
Jazzrock, der sehr intensiv nach vorn treibt.
"Tank" (ein äußerst gelungenes Arrangement eines Stücks von der ersten ELP-Platte) ist eine rockige Bigbandnummer, ähnlich den frühen Chicago-Alben (obwohl auch Streichereinwürfe vorhanden sind), und Palmer hat wie in "Food For Your Soul" etliche längere Solo(-Fill-in)s.
Das Sopran-Sax-Solo bringt schöne Jazz-Farben in den gigantischen Klangreichtum der "Works"-Welt.
Palmers Drums-Sound ist zum Glück kaum mit Hall versehen, so dass er nahezu zeitlos und für heutige Ohren nicht veraltet klingt.
Mit (verzeihbaren kompositorischen) Schwächen sind Palmers Stücke ebenso ein Gewinn für die Platte und zeigen die musikalischen Vorlieben des Trommlers.

Das scheint mir einer der besonders großen Verdienste von "Works": das Aufzeigen dessen, wie die drei Musiker ticken.:
Emerson als nicht nur ambitionierter, sondern vollendeter und großartiger E-Musik-Komponist, Lake als Balladenschreiber und ausdrucksstarker Sänger, Palmer als aggressiver und virtuoser Trommler mit Hang zu Funk und Jazzrock.
Vielleicht eine verkürzte Sicht: so haben z.B. Emersons fantastische Analogsynthie-Sounds (jenseits der Klassik) natürlich immer wieder - besonders auf Palmers LP-Seite - einiges beizutragen.

Die Analogsynthesizer-Sounds sind auch ein Highlight auf der Seite 4 der LP (2.Hälfte der CD 2).
Diese 4.LP-Seite gehört der BAND.
"Fanfare For The Common Man" basiert auf dem gleichnamigen Werk Aaron Coplands, neben Prokowjew und J.S. Bach (und natürlich Emerson!) ein weiterer E-Musik-Komponist, dessen Werk von dem Trio adaptiert wurde, wobei die ausgiebigen originellen und bissigen Improvisationen Emersons den größeren Teil des langen Stücks beanspruchen.
Der Abschluss (und der Beginn) der CD ist dann jenseits jeglicher Konkurrenz und stellt D A S Highlight überhaupt dar!
Vielleicht der gesamten ELP-Diskografie
Kompositorisch: mit eingängigen und schönen Melodien, mit pathetischen und heroischen Momenten, voller Kraft und Virtuosität und einigen stilleren Momenten. Was für eine Bandbreite!
Instrumentatorisch: das Orchester schillernd bunt in vielfältigen Farben eingesetzt (vielleicht an gute Filmmusik erinnerend), Carl Palmer groovt virtuos, Emerson spielt vertrackte und clevere Keyboardlinien mit interessanten Sounds, Greg Lake singt sehr kraftvoll.
"Pirates" ist eine unvergleichliche Tour-de-Force und ein Meilenstein von allem, was unter dem Etikett "Progressive" firmiert!
Alle Zutaten sind dabei, die "Progressive" ausmachen: Komplexität, ein langer musikalischer Bogen (über 13 Minuten Musik) und Virtuosität.
Dabei entwickelt sich das Stück äußerst organisch und die Motive werden immer wieder neu aufgenommen, wodurch nie der Eindruck des Verkopften entsteht.
Es ist immer emotional wirkende Musik.

Ein extrem vielseitiges Doppelalbum mit ein paar weniger spannenden, vielen großartigen und zwei gigantischen Momenten (der Longtrack "Pirates", das einzigartige Klavierkonzert Emerson).

Übrigens, kleiner Tipp am Rande: "Works II" hat (trotz ähnlichem, allerdings invertiertem Cover) nahezu nichts mit "Works" (bzw. "Works I") zu tun!
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am 10. April 2016
Durch Keith Emersons Tod vor wenigen Wochen habe ich wieder angefangen mich intensiv mit seiner Musik auseinanderzusetzen und bin als erstes auf dieses Album gestoßen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Lakes und Palmers kompositorische Beiträge können bis auf die schöne Ballade "C'est la vie" von Greg Lake (mit Emerson's bezaubernd-romantischem Akkordeonsolo) getrost vernachlässigt werden. Dabei hat jeder der drei Musiker eine ganze Albumseite für seine eigenen Arbeiten zur Verfügung gehabt. Aber nur Keith Emersons Piano Concerto No.1 und die Gemeinschaftsarbeiten der Band ("Fanfare for the Common Man" und "Pirates") können voll und ganz überzeugen. Dem Piano Concerto wird seitens der Kritik stets mangelnde Eigenständigkeit vorgeworfen, da es zu sehr an die Werke seiner Vorbilder Mozart, Gershwin, Prokofjev und Bartok angelehnt sei, was ich aber aufgrund der komplexen und variantenreichen Gesamtstruktur der Komposition und der Vielfalt der Stilrichtungen, die hier miteinander verknüpft und zu einem stimmigen Werk verwoben werden, für verzeihlich halte. Eine beeindruckende Leistung für einen Tastenkünstler der Rockzunft ist neben der Kompositionsleistung auch Emersons eigenhändiges Meistern des äußerst anspruchsvollen Klavierparts. Eine weitere Emerson-Komposition (Pirates) halte ich für das Beste, was Emerson, Lake & Palmer je aufgenommen haben. Eine Glanzleistung, wie Band und Orchester hier zu musikalischer Einheit finden, wie sich die erlesenen Sounds von Emersons GX-1 perfekt wie in einem Uhrwerk mal mit den Bläsern, mal mit den Streichern des Orchesters verzahnen. Eine Ohrenweide, wie absolut grandios Greg Lake seine glanzvolle Stimme einsetzt und wie diese in perfekter Umsetzung des textlichen Ausdrucks immer wieder aus der Musik herausstrahlt, die den Hörer mit auf ihre Reise auf hoher See nimmt und ihn dabei die Verheißung von Triumph und Reichtum ebenso spüren lässt wie die Erwartung der Hölle durch die Schuld, die die Piraten mit ihren räuberischen und mörderischen Taten auf sich laden. Eine ganz großartige Arbeit von Komponist, Band, Orchester und dem Texterkollektiv Lake/Sinfield. Emersons allseits bekannte Rock-Adaption des Copland-Klassikers "Fanfare for the Common Man" ist die gebührende Ergänzung der Band-Rubrik auf dem Album. Einen Punkt Abzug gibt's aber für die schwachen Kompositionsbeiträge von Lake und Palmer, auch wenn deren instrumentale Leistungen ohne Fehl und Tadel sind. Alles in allem überwiegt also auf dem Album Works Vol. 1 die ganz große Musikkunst.
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am 28. November 2012
vielleicht nicht für fans die eher auf "lucky man" stehen, aber ich mochte "lucky man" und war, plötzlich mit diesem album konfrontiert, extrem positiv überrascht...
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am 19. August 2013
eigentlich nur durcu zufall gekauft,wollte eigentlich eine andere.aber,wie so oft im leben,ich bereuhe es nicht.kann man sehr gut hören,und kam genau so an,wie beschrieben
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am 26. November 2013
Na was soll man dazu schreiben. Eine meiner frühen LPs, jetzt auf CD. Gefällt mir sehr gut, Sound ist klasse.
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am 9. September 2013
Dieses Doppelalbum ist einfach gut, mehr kann man dazu nicht sagen.

Leider muß auch die letzten erforderlichen Wörter "aufbrauchen" - sinnlos...
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am 8. August 2013
Ich habe mir Works 1 und 2 gekauft. Bei works 2 ist die Tonqualität schlecht, bei works 1 etwas besser. es scheint sich um eine lizensierte Sonderproduktion zu handeln. Nicht empfehlenswert.
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