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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
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3,7 von 5 Sternen
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am 19. März 2011
Im Grunde genommen scheinen die Strokes es den Leuten ja nie recht machen zu können. Room on Fire" war angeblich zu sehr wie das Debüt, First Impressions..." wiederum zu anders....
Auch jetzt wiederholen die einschlägigen Medien wieder genau die gleichen Phrasen wie bei den letzten beiden Alben auch, hinterlassen dabei aber den Eindruck, als hätten sie die Platte nur kurz angespielt. Die Strokes zeichnet nun einmal aber aus, dass sie zwar zumeist ein paar Hördurchläufe brauchen, die Songs sich dann aber im Ohr festsetzen und auch für die nächsten siebzig Jahre auf dem MP3-Player bleiben können (auch wenn man dann sicherlich schon andere Technologien hat...). Bei anderen Bands mag es zwar sein, dass sich schneller offensichtliche "Hits" (herrjeh, besprechen wir hier etwa Mainstreamscheiße?!)herauskristallisieren, die einem dann aber nach vier Mal hören auch auf die Nerven gehen.

Ich kann jedem nur empfehlen, auch Angles" mehrere Anläufe zu geben. Mir ging es ähnlich wie einem anderen Rezensenten hier, beim ersten Durchhören war ich auch zunächst etwas enttäuscht. Nachdem ich die Platte nun aber ungefähr zehnmal gehört habe, gefällt sie mir genauso gut wie die drei Vorgänger. Irgendwo im Internet habe ich von jemandem den Kommentar gelesen, dass die Leute endlich mal über "Is this it" hinwegkommen sollten. Dem kann ich nur beipflichten. So erfrischend und ungestüm das Debüt auch war, mir persönlich haben die beiden Nachfolger immer besser gefallen.

So, nun zu den Songs auf Angles": "Machu Picchu" ist ähnlich grandios wie die Opener der letzten beiden Alben, "What ever happened" oder "You only live once", die meiner Meinung nach immer noch zu den besten Strokes-Songs gehören. Die erste Single-Auskopplung "Under cover of darkness" ist zwar sehr schön, aber eigentlich eher einer der schwächeren Songs auf "Angles".
"Games" und "Metabolism" waren für mich am schwersten zugänglich, doch mittlerweile spuken auch sie in meinem Kopf herum. Warum die meisten das düstere "YouŽre so right" nicht mögen, kann ich nicht so ganz nachvollziehen, ich finde den Song gerade zum Ende hin sehr kraftvoll. "Two kinds of happiness", "Taken for a fool" und "Gratisfaction" sind typisch Strokes und schaffen es automatisch, dass sich ein glückliches Grinsen auf dem Gesicht ausbreitet. "Call me back" erinnert auch etwas an Fab Morettis Projekt Little Joy, ist dabei aber etwas komplexer und hat dementsprechend eine längere Halbwertszeit. Der Abschluss "Life is simple in the moonlight" gehört für mich zu den bislang schönsten Strokes-Songs.

Es bleibt dabei, die Strokes vermögen es wie nur wenige andere Bands, immer noch eine derartige Euphorie auszulösen, dass man aufstehen und herumlaufen muss. Es wäre nur schön, wenn wir auf die nächste Platte nicht wieder über fünf Jahre warten müssen!

Gebt auch diesem Album eine Chance, es lohnt sich!
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am 24. März 2011
Es hat in den letzten Jahren fraglos einige großartige Sachen, spannende Debütalben gegeben, allerdings meist eher im Avantgarde oder Elektronikbereich. Die Rockmusik dümpelte jedoch eher so vor sich hin, denn das Garagenrockrevival, das die Strokes bekanntermaßen 2001 mit Is this it lostraten, wurde von den zahlreichen Epigonen eher langweilig und eben als lahmer Abklatsch fortgesetzt, ohne dem ganzen etwas wirklich neues hinzuzufügen. So sind auch einige dieser Bands entweder ganz in Vergessenheit geraten oder haben es geschafft durch eine Hinwendung zu Mainstream oder Stadionrock nun als Poster neben dem von Justin Bieber in den Zimmern kleiner Mädchen zu hängen. Selbst die Vogelwelt fand das zum Teil offenbar so unerträglich, dass eine Taube während eines Konzertes einer dieser einstmalig guten, mittlerweile peinlichen Bands beschloss, ihren Darm in den Mund eines der Bandmitglieder zu entleeren. Deutlicher kann man wohl kaum zum Ausdruck bringen, was man von einer derartigen musikalischen Entwicklung hält. Nicht so die Strokes; diese haben eine einerseits enervierende, andererseits womöglich aber nötige und kluge Pause von über fünf Jahren eingelegt, um Angles auf die Beine zu stellen. Natürlich bauen sich da immense Erwartungen auf, die eigentlich kaum erfüllbar sind. Im putting your patience to the test singt Julian Casablancas in der ersten Zeile des Openers Maccu Picchu und man denkt unwillkürlich: Ja, verdammt! Wenn man fragt, ob sich das Geduldigsein denn gelohnt hat, kann man das jedoch auch nur mit Ja beantworten. Weder ist Angles ein Aufguss der vorigen Platten noch ist es eine völlige Abkehr vom bekannten Strokes-Sound. Es finden sich Songs, die auch auf Room on Fire (Taken for a fool; Life is simple in the moonlight), Is this it (Under cover of darkness) oder FIOE (Metabolism) gepasst hätten. Manche Stücke wiederum hören sich an, wie Thin Lizzy und The Kinks in den 80ern, nur eben übertragen auf die Gegenwart und mit einem strokesken Anstrich. Das bereits erwähnte Maccu Picchu greift das reggeaeartige Intro von Automatic Stop auf, zieht dies aber konsequent den ganzen Song über durch und ist damit schon einmal ein perfekter Song für den kommenden Sommer. Das post-punkmäßige YouŽre so right hat durchaus Ähnlichkeit mit River of Brakelights von Phrazes of the Young, der Solo-Platte von Casablancas und das ist meiner Meinung nach absolut begrüßenswert. Games hat zwar Synthieflächen, aber entgegen einiger Behauptungen ist da trotzdem auch eindeutig eine Gitarre zu hören. Im Großen und Ganzen bietet das Album viel Abwechslung, sowohl gute Laune und Verve als auch Melancholie und ein bisschen Experimentierfreude. Bei Gratisfaction soll angeblich zum ersten Mal auf einer Strokes-Platte auch der ganze Rest der Truppe den Refrain im Chor mitschmettern und was Julian so mit seiner Stimme anstellen kann, ist ja ohnehin immer wieder erstaunlich. Somit ist das ganze eine ausgewogene Sache und man stellt erleichtert fest, dass die Strokes viele ihrer jüngeren Nachahmer nach wie vor locker in die Tasche stecken und ihren Stil und alles, was sie großartig macht, in die Gegenwart der Post-Nullerjahre überführt und erweitert haben.

Allerdings wäre es schön gewesen, wenn im Booklet auch wieder die Lyrics abgedruckt gewesen wären und, ganz ehrlich, ein bissel länger hätte das Album auch sein können. Wenn die Strokes sich wieder fünf Jahre Zeit lassen für ihr nächstes Album, sind 10 Songs etwas wenig, um nicht irgendwann Mangelerscheinungen zu bekommen. Gerüchten zufolge sollen sie ja aber bereits an der fünften Platte arbeiten, so dass wir vielleicht hoffen können, diesmal schon in einem oder auch zwei Jahren mit neuem Stoff" versorgt zu werden.
Klare Kaufempfehlung für Angles und wer die anderen Platten noch nicht kennt, sollte sich diese ganz schnell besorgen und erleben, wie RockŽn Roll einem wirklich das Leben retten kann, ganz wie in jenem Song der einstigen Strokes-Vorbilder von Velvet Underground.
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TOP 500 REZENSENTam 23. März 2011
Mit einem musikalischem Paukenschlag und dem dazugehörigen übertriebenen hype der Musikpresse eröffneten die Strokes - fast im Alleingang - die 00er Jahre. ,Is This It' war für einige Jahre in Augen der einschlägigen Medien das Maß aller Dinge im Alternative Rock. Kein Zweifel - das Album war sehr gut, glänzte mit einem frischen Sound, der sich zwar auf den Post-Punk der späten 70er frühen 80er bezog, klang aber trotzdem modern und eigenständig. Es wunderte dann auch niemanden daß die Band mit dem - immer noch guten - ,Room Of Fire' nicht mehr ganz an die Qualität des Debuts anschließen konnte; das dritte Album ,First Impressions of Earth' war dann aber doch eine herbe Enttäuschung.

5 Jahre und etliche Soloprojekte später versucht man nun den Neustart. Die 00er Jahre sind auch - hochoffiziell durch die Fachpresse wegen der Auflösung der White Stripes - für beendet erklärt worden und die Strokes tun mit ,Angles's das ihrige dazu, zu beweisen, daß man 2011 nicht mehr so klingen kann wie 2001.

Wer sich nun ein ähnlich herausstechendes Album wie ,This Is It' erwartet wird wahrscheinlich enttäuscht sein - runderneuert und frisch klingt die Band aber dennoch. Die songs sind wieder bedeutend besser als auf dem Vorgängeralbum, Julian Casablancas Stimme hat immer noch diesen besonderen, leicht verschlafen wirkenden Ausdruck, aber die Richtung ist nun eine andere. Zwar erkennt man die Band vom songwritiing her schon beim ersten song, aber Alternative Rock ist das nicht mehr. Das ist New-Wave Gitarren Pop der immer gerade so retro-modern hip gestrickt ist, daß er nie plagiatorisch wirkt und aufgemotzt wird der Sound der Band hier durch Synthies und elektronische drums. Bei `Games' oder ,Taken For A Fool' geht es bspw. gleich ab in die früh-80er Synthie-pop Disco. Und wenn Casablancas ab und zu das guturale Glucksen Rick Ocasek's als Stilmittel einsetzt, dann sind das nicht die einzigen Referenzen an die Cars die hier aufblitzen.

Auch handwerklich haben Sie dazugelernt, das hört man schon beim recht großartigen ,Two Kinds Of Happiness', sonwgriterisch allerdings ist der Unterschied zu vor 10 Jahren nicht so groß, nur daß Sie den songs heute das Gewand anziehen, das eigentlich auch damals schon super gepaßt hätte, den kompositorisch war ja auch ,This Is It' schon eine Popplatte.

,Angles' ist kein ,instant classic',aber es ist ein Album das interessante Strukturen, gute songs und ein doch wieder rescht eigenständiges Klangbild bietet und es ist eine Platte die als Gesamtheit gut funktioniert. Die Mischung aus Kanten und Eingängigkeit gelingt der Band hier sehr gut und was vielleicht das Wichtigste ist: sie schaffen es aus der Gitarrenband Alternative-Rock Ecke herauszukommen. In ,Metabolism' sind sogar Gitarrenläufe und Harmonien drinnen die den song fast prog-mäßig wirken lassen - so als ob Muse ihren unnötigen bombastischen Ballast über Bord werfen würden. Und bei ,Life Is Simple In The Moonlight' warten dann Joy Division gleich um die Ecke.

Stilmäßig breiter gefächert und wiedererstarkt wirken Sie auf dieser Scheibe und verbreiten den Eindruck, daß man auch in den 10er Jahren mit ihnen rechnen muß. Kein absolutes Meisterwerk, aber definitiv mehr und besser als man es erwarten durfte.
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am 18. März 2011
Dass die Strokes sich für dieses Album fünf Jahre lang Zeit gelassen haben war schon ein harter Brocken. Nachdem jetzt alle Wogen geglättet und etliche (auch empfehlenswerte) Soloalben veröffentlicht wurden, kommt also mit Angles das lang ersehnte Album. Hat sich das lange Warten gelohnt? Meiner Meinung nach ja!

Schon beim Opener Machu Picchu zeigt sich: die Strokes, wie wir sie bisher kannten, wagen sich in neue Territorien- bleiben dabei aber immer ihrem einzigartigen Sound treu. Wer sich also über den ein oder anderen Synthesizer oder Funk-Einfluss nicht ärgert, wird das Album sicher mögen!
Den Leuten, die dem Album nur zwei Sterne gegeben haben möchte ich raten, es sich noch ein paar Mal anzuhören. Manche der Songs stechen eben erste beim zweiten oder dritten Mal Hören heraus- bleiben aber dafür umso länger im Gedächtnis!

Anspieltips:
-Machu Picchu (meiner Meinung nach einer der besten Strokes-Song seit Whatever Happenned)
-Taken For A Fool (klingt einfach nach den Strokes- hätte auch schon auf Is This It sein können)
-Life Is Simple In The Moonlight (siehe da, die ruhigen Töne beherrschen sie auch- mit Bravour)

Fazit: Ein wunderbares, abwechslungsreiches Album für alle (offenen) Strokes-Fans und alle, die es werden wollen.
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am 18. März 2011
Eine Millionen Bands bringen neue Alben raus und eine Millionen "Fans" schreien: "früher waren Sie besser"

Die Welt entwickelt sich, Menschen entwickeln sich weiter, Bands verändern sich. DOCH ist das immer so schlimm?
Die Strokes gehen mit Ihrem neusten Album eine etwas andere, gewagtere Richtung und ich denke Sie fahren gut damit.
Nicht immer ganz gerade Songstrukturen, extrem gute Gitarren- und Bassriffs, ein Schlagzeuger der spieltechnisch dazu gelernt hat und einen Julian Casablancas in seiner extrem guten Art sind auf "Angles" zu hören.

Ich muss gestehen, beim ersten Höreindruck musste ich auch erst einmal schlucken. Aber je häufiger ich das Album höre, umso besser gefällt es mir und umso mehr Stellen entdecke ich, die mich umhauen!

Lasst euch doch einfach mal drauf ein, dass Bands nicht immer wie das Debütalbum klingen und genießt!

Einen Stern weniger gibt es trotzdem, weil ich das Artwork sehr einfallslos finde. Keine Texte, recht langweilige Fotos. Das geht besser!
11 Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. März 2015
ähm ja...irgendwie hatte ich die Strokes vom Radar verloren, so gut ich sie auch zu Zeiten von "Is this it" fand.
Dann irgendwann kamen sie mir wieder in den Sinn und ich wollte mal sehen obs die überhaupt noch gibt.
Ja...zwei CDs bestellt die ich noch nicht hatte- ua Angles. Zuerst war ich ungläubig bis "entsetzt".
DAS ja POP! Wie durch den Weichspüler gedreht. ABER: nach dem ich das zwei dreimal gehört habe ging die Saat auf!
Ja das ist irgendwie POP aber es ist eine Ansammlung von absoluten Ohrwürmern im Bereich des Gitarrenpop.
Sehr stark! Muß man auch erst mal hinbekommen. Ich find die Scheibe klasse, auch wenn ich Strokes anders kannte.
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am 6. April 2011
Lange überlegt, ob ich eine Rezension schreiben möchte - doch dann ein Schlüsselerlebnis vor ein paar Tagen, als ich, wider allen Erwartungen, plötzlich die Melodie vom anfangs verhassten You`re so right im Kopf hatte und mir dachte: Fantastisch!
Ähnlich gegangen ist es mir mit der gesamten CD.
Ich habe die Strokes seit meiner frühen Jugend verfolgt, und wenn ein Leben einen Soundtrack hätte, wäre es bei mir eine Compilation aus den 4 Werken der Strokes, die meiner Meinung nach allesamt ganz besondere Scheiben sind. Nun zu Angles:
Die Tracks sind abwechslungsreich, überraschend, innovativ, und reichen von trashigen Reggae (Machu Pichu)über 80er Jahre - Reminiszenzen im Sinne von Joy Division/ Depeche Mode(das grandiose Games)bishin zum alltbekannten Garagenrocksound (Under Cover of Darkness). Was den Strokes hier so nebenbei gelingt, ist es verschiedene Stilrichtungen in den strokestypischen Sound zu verpacken. Die Cd hat bis auf das etwas langweillige Call Me Back keine Hänger, lässt sich am Besten am Stück hören, wobei man sich über jede einzelne Nummer freut. Julian C. rotzt mit dem selben Charme wie auf Is this it, wobei ich den Eindruck habe, seine Stimmlage sei noch ein paar Oktaven tiefer gerutscht.
Angles ist eine Scheibe, die Zeit braucht und am Anfang Erwartungen enttäuscht und mich als Strokes- Hörer verstört hat. Nachdem ich da durch bin, ist sie besser als alles, was ich mir erwartet hätte.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Jungs sich vertragen, und weiterhin experimentierfreudig bleiben. Denn was wir hier haben, sind die Beatles unserer Generation. In diesem Sinne: Kaufen und genießen!
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am 25. Dezember 2011
Tatsächlich ist es bereits 10 Jahre her, als die New Yorker Band ihr starkes Debut "Is This It ?" veröffentlichte, genau so lang dauerte es meiner Meinung nach, bis sie wieder an dessen Qualität anknüpfen konnten, fand ich doch die Nachfolger "Room On Fire" und besonders "First Impressions Of Earth" deutlich schwächer, ja beinahe ärgerlich durchschnittlich. Nach 5 Jahren Pause und einigen uninteressanten Solowerken zündet die alte Magie wieder, die trockene Schnittmenge aus Velvet Underground und Television. Nachdem man das Gesicht wegen des scheußlichen Covers verzogen hat, überraschen die ersten Klänge von "Machu Piccu" mit komischen Reggaetakten, die darauf folgende Singleauskopplung "Undercover Of The Darkness" scheint wie vom Reißbrett gemacht, bleibt aber mit ihren ganzen Gitarrenhäkchen und Spielereien ewig lange im Ohr. Apropos Gitarren : "Two Kinds Of Happiness" ist so retro, das man sich echt an Tom Verlaine und Richard Lloyd von Television erinnert fühlt, nur das Schlagzeug kommt so grottig dumpf herüber, das man schon überlegt, ob das besonders cool ist, oder einfach nur Murks, ich tendiere zu ersteren. Man muß die Platte öfters hören um alle kleinen Häkchen zu finden, die das ganze interessant gestalten. Anderswo, z.B. in "Your So Right" und besonders "Games" dominieren betont billige Synthesiser den Sound der Gitarrenband, das ist nicht weiter schlimm, es lockert die Platte auf, am Schluß steht mit "Life Is Simple In The Moonlight" ein ruhiger Song, der mit 4:15 auch der längste der Platte ist, dann ist auch schon Feierabend. Kein Gramm zu viel. Fazit : hat mich wieder mal sehr gefreut. L.P.
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...so - finde ich zumindest - hört sich ANGLES, Nr. 4 der Strokes-Chronologie, im Großen und Ganzen vorerst einmal an!
Die neue Scheibe ist ein Kompromiss, ein nicht allzu gewagter, würde ich meinen...

ANGLES ist "kommerziell" genug, um die Käufer bei Laune zu halten und "neu" genug, um Fans und Kritiker nicht zu enttäuschen.
Insgesamt gefällt mir die Platte recht gut (ich bin allerdings vielleicht noch nicht wirklich "eingehört", manchmal kann es ja auch Jahre dauern, bis der gewisse Funke überspringt...). Besser als eines der drei Vorgängerwerke ist ANGLES allerdings nicht, wie ich finde. Auch Julian Casablancas Soloprojekt ("Phrases For The Young"), das uns die lange Wartezeit zwischen dem Neuling und FIRST IMPRESSIONS... versüßte, würde ich über ANGLES stellen.
Ich glaube, dass das, was J. Casablancas Soloprojekt bereits vorweggenommen hat, der nötige Stoff gewesen wäre, um wenigstens einen provokanten Kleinbruch mit sich selber wagen zu können und so größere Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Aufgrund der tatsächlichen Gegebenheiten ist es jetzt halt das neue, nette Strokes-Album, das man sich - mehr oder weniger - erwarten durfte (ACHTUNG: In diesen Worten ist auch viel Lob verpackt! Denn das, was man sich von den Strokes erwartet, ist doch eine ganze Menge...)

Vielleicht habe ich mir letztendlich aufgrund des langen Wartens - immerhin war bis jetzt schon 2 Jahre lang die Rede davon, dass die Strokes eine neue Platte aufnehmen würden - aber ganz einfach auch ein bisschen zu viel erwartet.
ANGLES ist harmonisch und "stimmig", ähnlich wie das geniale Zweitwerk ROOM ON FIRE, ohne jedoch mit Einzelkompositionen zu glänzen, wie man sie - vor allem in der Anfangsperiode - in Hülle und Fülle vorfinden durfte. Und das, was auf FIRST IMPRESSIONS... teilweise als "überkanditelt" rübergekommen ist, hat man - was die Üppigkeit des Sounds anbelangt - auf ANGLES weggelassen.
Ja, es ist immer noch schmutziger Gitarrenrock, den man geboten bekommt und ja, es sind immer noch THE STROKES, die hier am Werkeln sind... Und nein, früher war nicht alles besser, aber die Strokes schon!

Seit dem frech-abgebrühten Debüt namens IS THIS IT, haben sich viele andere Newcomer-Bands etwas von den Strokes abgeguckt. Mittlerweile haben einige dieser Bands sogar schon mehr Alben auf den Markt gebracht als ihre "Vorbilder". Und einige dieser Alben wiederum waren bestimmt nicht schlechter als ANGLES...

Kurzum: Der Strokes-Neuling ist insgesamt sicher keine Enttäuschung - weder für Fans, noch für "Frischlinge". Was einst aber ANTI-Mainstream und GEFÄLLIG war, ist heute eher nur noch Mainstream (vorläufig nur hoffentlich).
Gewiss, auch wenn man das jetzt von mir denken könnte, bin ich aber kein Schubladen-Denker und außerdem mag ich die Strokes schon seit IS THIS IT. Deshalb auch 4 STERNE für den Neuling!
Das nächste Mal aber muss für meinen Geschmack ein bisschen mehr kommen und es darf ruhig auch noch ein wenig gewagter sein - vor allem wenn's jetzt bis zum nächsten Album nochmal 5 Jahre dauern sollte...

Fazit: Ich bitte darum, meine Rezension nicht als plumpe Kritik misszuverstehen! Wie gesagt schätze und verehre ich die Strokes! Gleichzeitig jedoch ist ANGLES (es sei denn, da offenbart sich mir hierauf noch etwas Unerwartetes) keine Glanzleistung.

Anspieltipps meinerseits: "Under Cover Of Darkness" & "Two Kinds Of Happiness"

SCHÖN, dass The Strokes noch Platten machen! Aber bitte sich nicht alleine darauf reduzieren (lassen), sondern immer schön experimentierfreudig und frisch bleiben!!

Also: Bitte weitermachen!
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am 21. März 2011
Die Frage, die die Veröffentlichung des vierten Strokes-Werkes zuallererst aufgibt, ist die, was man von der Platte erwarten soll. Vermutlich haben viele der Fans mit einem zweiten, mit einem besseren "Is This It" gerechnet, mit dem alten schmuddelig-einfachen Garagensound. Aber schon "First Impressions of Earth" war das Album, dass eine erhebliche Schnittstelle in der Strokes-Diskographie darstellte. Ein Weg zurück, eine Besinnung auf die alte Spielart,(auf die, bei denen die Band ihrem Namen alle Ehre macht)hätte ich zu diesem Zeitpunkt, nach "First Impressions of Earth" und den Soloprojekten der Bandmitglieder (man denke da gerade an "Phrazes for the Young")als Rückschritt empfunden.
Nein, die Strokes orientieren sich keineswegs am 2001er-Sound. Vielmehr scheint die Platte beim ersten hören vorallem geprägt von dem New-Wave Sound, der einen direkt an Julians Soloplatte errinert. Synthesizersounds- ob nun von Gitarren imitiert ("Taken for a Fool"), oder tatsächlich vorhanden ("Games", "Metabolism") durchsetzen das gesamte Album genauso wie ein Haufen ungewohnter Backing-Vocals (von welchen ich sehr gespannt bin, wie, oder ob sie live umgesetzt werden können).
Beim ersten Hören, beim Zweiten, und auch noch beim Dritten mal wollen sich die Songs einem noch nicht so recht erschliessen, so ungewöhnlich kommen sie daher, und vorallem so unterschiedlich: die erste Single "Under Cover of Darkness", die den klassischen Strokes-Sound zu vertreten scheint, das metalisch-düster klingende "You're so Right" oder das abschliessende "Life is Simple in The Moonlight", welches mich mit seiner wunderschönen Refrain-Melodie sofort berührt hat.
Ich besitze die Platte jetzt 4 Tage, höre sie seitdem Rauf und Runter und ich bitte euch: gebt der Platte eine Chance. Hört sie euch wieder und wieder an, und ihre werdet merken, dass die Strokes ein wunderbar abwechslungsreiches, sich nicht so schnell erschließendes, aber dafür auch nicht mehr so schnell loslassendes Werk geschaffen haben, das für meine Begriffe eines der besten Indie-Rockplatten des Jahrzehnts geworden ist.
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