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Kundenrezensionen

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am 8. November 2006
Die fünf Sterne fügen sich zusammen nach Betrachtung von zwei Aspekten.

Zunächst der Film selbst: Allein schon zeichnerisch ist "Anastasia" ein kleines Meisterwerk: die flüssigen Bewegungen, der detailierte Hintergrund, dazu die hervorragend abgestimmte Musik - alles paßt. Natürlich wurden historische Fakten zugunsten eines kinderfreundlichen Filmes abgewandelt, dennoch läßt der Inhalt nichts zu wünschen übrig und bietet mit den liebenswerten Haupt- und Nebenfiguren einen Liebling für Zuschauer jeder Altersklasse.

Dann zur DVD-Ausgabe in der Steel-Box selbst: Auf den zwei Scheiben sind jede Menge Extras enthalten (Sing-a-Longs, Kommentar der Regisseure, der ca. 60minütige Film "Bartok der Große" u.v.m.). Allerdings wird man nach der -sogar auf der Box selbst genannten- Tonspur in Spanisch beim Hauptfilm vergeblich suchen. Nur der Bartok-Film kann außer in Deutsch auch in Englisch, Spanisch und Italienisch abgespielt werden. Bildwiedergabe und Farben sind auf der DVD erwartet gut und einwandfrei. Zeichentrick-Fans sollten sich den Film unbedingt ansehen, auf dieser DVD ist er umso sehenswerter.
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am 10. April 2015
BEGINN:
Meine Frage als Titel lässt schon vermuten, was ich von diesem Film halte. Es ist mein absoluter Lieblingszeichentrickfilm, und mit der deutschen Starbesetzung (Stimmen von: Joachim Kemmer als Rasputin und Patrick Winczewski als Dimitri) kann man eigentlich gar nichts falsch machen.

ZUR STORY:
Anastasia, die jüngste Zarentochter verliert während der vom rachsüchtigen Rasputin angezettelten Revolution das Gedächtnis, während ihre gesamte Familie (mit Ausnahme der Großmutter) ermordet wird. Die Flucht gelingt ihr nur durch einen Küchenjungen namens Dimitri (an den sie sich auch nicht mehr erinnern kann). Einen harten Kampf liefert sie sich auch mit Rasputin, der, bei dem Versuch sie umzubringen, in Eis einbricht. Zehn Jahre Später sucht dieser Dimitri zusammen mit seinem Freund Vladimir eine Anastasia-Doppelgängerin, da die nun in Paris lebende Zarenmutter 10.000 Rubel (Russische Wärung) an denjenigen zahlt, der ihr ihre Enkeltochter zurückbringt. Anastasia, die nun zehn Jahre lang im Waisenhaus gewohnt hat, möchte nun nach Paris, da sie ihre Erinnerungen wieder finden möchte. Als "Hinweis" hat sie eine Halskette von ihrer Großmutter, auf der "Zusammen in Paris" steht. Am Bahnhof wird sie abgewiesen, da sie nicht an eine Fahrkarte nach Paris kommen kann. Eine alte Frau gibt ihr den Tipp, sich an Dimitri zu wenden, da der ja zusammen mit Vladimir ein Mädchen sucht, das er als Anastasia ausgeben kann. Sie sucht ihn auf, und er nimmt sie mit nach Paris, unwissend, das er die ECHTE Anastasia und keine Doppelgängerin mitnimmt. Derweil verraten die Mächte des Bösen dem fiesen Rasputin, der nun in der "Vorhölle" lebt, das Anastasia nicht,wie er dachte, tot ist, und er versucht sie mit allen mitteln loszuwerden. Wird es Anastasia, Dimitri und Vlad gelingen, heil bei der Zarenmutter anzukommen?

MEINE KRITIK:
Ein, wie ich finde, rundum gelungener Zeichentrichfilm von Don Bluth und Gary Goldman, mit einer guten Story, viel Witz, wofür Rasputin und sein Gehilfe Bartok, eine Fledermaus, sorgen (zu letzterer gibt es übrigens auch einen Film, eine Direct-to-Video Produktion, die auf der Blu-Ray Disc enthalten ist, oder einzeln: http://www.amazon.de/gp/product/B00EQLUIBU/ref=dp_rt_cl_dp_0) Ebenfalls enthält der Film fantastische musikalischen Einlagen (mein persönliches Lieblingslied ist: Tief im Dunkel der Nacht).

KRITIK ZUR KRITIK:
Was mich stört sind die negativen Kritiken, nur weil die Story nicht der Wahrheit entspricht (was "Pocahontas" von Disney ebenfalls nicht tut)
In echt war es nämlich so, dss Anastasia zusammen mit ihrer ganzen Familie ermordet wurde und Rasputin keinen teuflischen Pakt eingegangen und die russische Revolution angezettelt hat.
Aber wenn man den Stoff so verfilmt hätte, wäre das sichrlich nicht sehr schön und/oder kindgerecht geworden. Jetzt bin ich schon bei meinem nächsten Kritikpunkt angelangt. Der betrifft nämlich die Meinung der Leute die meinen, der Film sei zu brutal für Kinder, weil Rasputin hin-und wieder mal eines seiner Gliedmßes abfällt. Aber wären dann nicht auch Filme wie "Der König der Löwen"(Mufasas und Scars Tod), oder "Pocahontas" (Cocoums Tod) und viele weitere zu brutal für Kinder? Ich vertrete die Einstellung das man Kinder mit dem Medienstoff nicht so verweichlichen lassen sollte.

Fazit: Der fantastischste Zeichentrickfilm, den ich kenne! Schöne Musikeinlagen passend zu den detaillreichen Hintergründen und der unvergleichlichen Story vereint dieser Film lustige und spannende Elemente. Und für Schwärmerinnen gibt es (nach meiner Umfrage) den schönsten Zeichentrickmann, den es gibt, und den (wie ich finde) besten Bösewicht. Ich kann nur sagen: KAUFEN!!!
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am 10. Mai 2007
Mal ganz abgesehen davon, dass die Doppel-DVD allein schon hervorragend ist was Bild, Ton und Extras (Don Bluth zeigt vor wie man Zeichentrickfiguren zeichnet!!!) angeht, so ist die Handlung des Filmes ebenfalls außergewöhnlich.

Ich weiß nicht ob der Verbleib der Zarentochter Anastasia heute bereits durch DNA-Tests ö.ä geklärt ist, aber dieser Film zeigt eine märchenhafte "Was-wäre-wenn"-Version, in der das Mädchen ihr Gedächtnis verlor und schließlich ihre Familie wiederfindet. Historisch korrekt ist der Film sicherlich nicht, aber das muss ein Zeichentrickfilm auch gar nicht sein. Die Musical-Sequenzen sind besonders gut gelungen, sowohl in musikalischer als auch in choreographischer Hinsicht, was wohl auch daran liegt, dass die Szenen von Schauspielern vorgespielt und nachgezeichnet wurden. Don Bluth's Filme zeichnen sich meiner Meinung nach besonders durch die sehr realistische Darstellung und Bewegungen von Menschen aus - was z.B. bei Disney-Filmen selten der Fall ist (Don Bluth hat dies mit dem Film Titan A.E. noch weiter perfektioniert). Bis auf wenige Ausnahmen sind die Charaktere im Film nicht so comic-ähnlich wie man es gewohnt ist von anderen Produktionen. Aus diesem Grund hat der Film auf mich einen sehr kantigen Eindruck gemacht, als ich ihn als Kind gesehen habe, aber jetzt gefällt er mir viel besser als die meisten anderen Zeichentrickfilme.

Auch zeigt der Film die perfekte Verschmelzung von CGI und Zeichentrick, was sehr viele neue Möglichkeiten für das Medium eröffnet hat. Dass ein zuviel an CGI einen Zeichentrickfilm allerdings auch negativ beeinflussen kann zeigt Anastasias Nachfolger Titan A.E. sehr deutlich. In Anastasia ist allerdings das Verhältnis gerade richtig und ermöglicht uns einen wunderschönen und durchgehend ästhetischen Film zu erleben, der - zumindest zum damaligen Zeitpunkt - vom technischen Standpunkt her absolut state of the art war.

Ich kann diese DVD-Fassung nur empfehlen!!
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am 4. April 2011
Was musste der Ex-Disney Veteran nicht für eine Berg- und Talfahrt mitmachen. Nachdem er mit "Mrs Brisby und das Geheimnis von NIHM" einen beeindruckenen Erstling vorlegte, den einige seiner Fans immer noch für sein bestes Werk halten, legte er mit "Feivel der Mauswanderer" und "In einem Land vor unserer Zeit" zwei All Time Classics hin, die ihn zu einem ernsthaften Konkurrenten für den damals reichlich abgebauten Disney Konzern machte. Doch 1989 als Disney mit der kleinen Meerjungfrau Arielle seine legendäre Renaissance einläutete, läutete Bluth mit dem exakt zeitgleich erscheinenden "Charlie Alle Hunde kommen in den Himmel" seinen Niedergang ein. Konnte sich dieser nachträglich durch gute VHS Verkäufe noch zum Hit mausern, folgten anschließend nur noch Flops. Qualitativ sowie finanziel. "Rock-A-Doodle" weist einige Storyschwächen auf, "Däumeline" ist ein kitschiger Einheitsbrei und zu seinem absoluten Tiefpunkt "Der Zaubertroll" hat der gute Nostalgia Critic bereits alles gesagt was es zu sagen gibt.
Erst 1997 gelang ihm "Anastasia" ein fantastisches Comeback, welches leider bereits mit dem Nachfolger/Megaflopp "Titan A.E." wieder endete. Dieser Film begeistert mit einer starken weiblichen Hauptfigur, einer emotionsreichen, spannenden und aufwendigen Inszenierung und hinreissender Musik und Songs, die locker mit den Werken von Alan Menken mithalten können. Dieses Meisterwerk liegt nun erstmals auf Blu-ray Disc vor.

Bild:
Das Bild ist natürlich der wichtigste Kritikpunkt bei einer Blu-ray. Ich kann nur sagen es ist fantastisch. Die Linien der Figuren sind gestochen scharf genau wie die detailreichen Hintergründe. Das Bild ist sauber und frei von irgendwelchen Unreinheiten, die Farben strahlend und der Film liegt wie bei der letzten DVD Veröffentlichung in Cinemascope vor.

Ton:
Wie üblich liegt nur die englische Tonspur in 5.1 DTS HD Master Audio vor während sich hier die deutsche Tonspur mit 5.1 DTS begnügen muss. Dem Filmvergnügen tut das jedoch keinen Abruch. Der Ton ist klar und stimmig in ruhigen sowie in spannenden Szenen.

Extras:
Neben einem Audiokommentar mit Bluth und Goldman gibt es noch 2 interaktive Spiele, zeichenen mit Don Bluth, ein Making of, ein Musikvideo "Journey to the Past", ein Making of des Musikvideos, Trailer und TV Spots, Anastasia: Eine magische Reise und den Film "Bartok der Grossartige". Dieser liegt nur im 4:3 Format vor und hat zwar eine gute DVD Qualität aber kein HD.

Fazit:
Der Film: Ohne Zweifel einer von Don Bluth's Besten.
Blu-ray Umsetzung: Lässt kaum Wünsche offen. Wirklich sehr gut!!!
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am 25. November 2013
Früher lief der Film oft Weihnachten auf Kinderkanälen oder privaten Sendern und ich habe extra den Wecker gestellt, um selbst zu unmöglichen Zeiten den Film schauen zu können. Seit ein paar Jahren habe ich nun die DVD und selbst nach 20 mal Schauen ist die DVD noch einwandfrei und der Film ist wunderschön!

Inhalt:
Russland zur Zarenzeit. Die Königsfamilie wird gestürzt und ein Brand tötet fast alle Familienmitglieder. Nur die Oma von Anastasia und Anastasia überleben. Leider hat Anastasia, nun Anja genannt, ihr Gedächtnis verloren und niemand weiß, dass sie noch lebt. Die Oma möchte die Hoffnung aber nicht aufgeben und sucht verzweifelt nach ihrer geliebten Nichte.
Mit Hilfe von Dimitri und Vladimir reist Anja nach Paris um dort auf die Großfürstin zu treffen. Dabei versuchen Vladimir und Dimitri durch das Finden der Nichte oder einer Person, die wie die Nichte aussieht und wirkt, die Großfürstin zu beglücken und so Finderlohn einzusacken. Doch wird Anja von ihrer wahren Herkunft erfahren und die Oma überzeugen können?
Und was ist mit Rasputin, der damals für den Sturz verantwortlich war und als Untoter Rache nehmen möchte?

Musik:
Ich kenne fast alle Disney Filme und finde, dass diese Musik sogar sehr viele Disney Filme übertrifft. Jedes Lied ist wunderschön, bezaubert und besonders die Lieder von Rasputin sind genial. Höre die Musik auch privat sehr gerne! Mir fällt auch kein Lied ein, welches ich nicht mag und welches nicht in die Situation passt!

Zeichnungen:
Damals waren die Zeichnungen schon sehr schön und neumodisch und jetzt haben sie auch noch ihren Charme. Natürlich kann die Grafik für Neueinsteiger nicht mit modernen Filmen wie Hüter des Lichts oder Rapunzel konkurrieren, doch ansehnlich sind sie immer noch.

Meine Meinung:
Hat ja schon vorher angeklungen, dass ich den Film genial finde. Es ist einer meiner Lieblingsfilme und gehört zur Weihnachtszeit so dazu, wie Hüter des Lichts seit Neuestem, Kevin allein Zuhause und Co. Doch auch ohne Weihnachtsstimmung kann man den Film immer wegen der schönen Lieder und der genialen Story schauen. Für mich gehört der Film auf gleicher Stelle wie König der Löwen und Pocahontas.

Fazit:
Kaufen! Wer den Film von früher kennt, sollte eh zuschlagen. Wer den Film nicht kennt, aber Disney Filme liebt und besonders Geschichten zur Winterzeit, sollte den Film probieren und positiv überrascht werden!
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am 29. November 2004
Ein ausgefallener und stimmiger Zeichentrickfilm, der das eigentlich abgegriffene Prinzessinnenthema sehr romantisch umsetzt. Basierend auf der Geschichte des Untergangs des russischen Herrscherhauses Romanov spinnen Bluth und Goldman ein Märchen, das zwar historsich unkorrekt ist, jedoch ihren vorhandenen Realismus gekonnt einsetzt, um die fantastischen Elemente umso eindrucksvoller zu machen.
Das russische Waisenmädchen Anya wird von den charmanten Betrügern Dimitri und Vladimir nach Paris gelockt, wo sie als Großfürstin Anastasia Anspruch auf ihr Erbe erheben soll. Keiner der drei ahnt zuerst, dass es sich bei Anya tatsächlich um Anastasia handelt, die in den Wirren der russischen Revolution verloren ging. Als sich jedoch der unheilige Scharlatan Rasputin aus dem Grab erhebt, um das Zarengeschlecht endgültig auszulöschen, dämmert es dem Trio langsam, dass sich ein jeder für seinen Weg im Leben entscheiden muß.
Der als Muscial konzipierte Film spielt gekonnt mit historischen Fakten, märchenhaften Settings im Europa der zwanziger Jahre und einer Prise humorigen Grusels. Die guten Dialoge und eingängigen Songs tragen den Plot beschwingt voran.
Zwar ist die Geschichte in Sachen Anspruch und aufgrund einiger milder Horroreffekte nicht unbedingt für die Jüngsten geeignet, erfreut jedoch ältere Semester, welche die schmissigen Bühnenproduktionen der 90-Jahre Musicals mögen.
Künstlerisch wurden angenehm warme und auch atmosphärisch düstere Szenarien kreiert. Leider verliert die Animation durch das rigorose 'Live Action Referencing' an Leichtigkeit: der Großteil der Szenen wurde mit echten Schauspielern gefilmt, welche den Zeichnern als Modelle dienten. Die daraus resultierenden, sehr real anmutenden Bewegungen beißen sich etwas mit dem deutlich überzogeneren Spiel einiger anderer Charaktere. Auch wurden die Computereffekte für meinen Geschmack etwas zu großzügig eingesetzt.
Dennoch ist Anastasia ein stilistisch und inhaltlich überzeugender Zeichentrickfilm, dessen Behandlung eines Kernthemas Schule machen sollte.
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. November 2013
Die Legende um "Anastasia", die letzte Zarentochter. Spekulationen, ob sie 1928 noch gelebt hat. Sie hat! Stimmt nicht, aber behauptet der vorliegende Film. Dass er mit den Fakten frei umgeht, um ein schönes Märchen zu erzählen - geschenkt. Vielleicht verrät er sein Geheimnis aber ein bisschen früh (weswegen ich es nicht als schlimmen Spoiler empfinde, es ihm gleichzutun). Macht dennoch Laune und ist in den romantischsten Liedern für alle, die auf so etwas stehen, zum Dahinschmelzen. Die Geschichte ist trotz aller Faktenverdrehung letztlich zeitlos: Ein Mensch möchte wissen, wer er ist und wo er hingehört. Das Waisenmädchen Anja weiß dies nicht, kann sich nicht an etwas vor seinem achten Geburtstag erinnern. Ist sie Anastasia? Boris und Vlad (typisch: der schöne junge Mann und der dicke, ältere Sidekick) möchten sie eigentlich nur als Fake vorführen, um an der Großmutter Geld zu kommen, aber bald selbst herausfinden, ob Anja Anastasia sein könnte. Eine Reise von Russland nach Paris und zum eigenen Ich beginnt...

Unter Einsatz mannigfaltiger Lieder wirkt dies alles wie ein Disney-Filmmusical, zeichnerisch gibt es aber doch gewisse Unterschiede. Der Ire Don Bluth hatte sein Handwerk bei Disney gelernt, macht aber seit den 1980er Jahren selbst Filme, diesmal für 20th Century Fox. Und ein Kraftakt wieder die Quasimonopolstellung der Mäusefirma ist schon einmal lobenswert.

Bluth wagt den Spagat, eigene Akzente zu setzen und Disney eine gewisse Ehrfurcht zu zollen. Liebenswerte Charaktere, ein exzentrischer Schurke, schrullige Nebenfiguren, Spaß, Romantik, Abenteuer, die Suche nach sich selbst, verkleidet in eine märchenhafte Legende - das könnte auch von Disney sein. Bluth leistet sich aber in diesem Rahmen Eigenwilliges. Die magische Größe und Schönheit der zaristischen Paläste und Bauten kombiniert er gleich so brutal mit kommunistischen Fabrikschloten und Elendsbedingungen, dass das irgendwie etwas Abgeschmacktes hat, eine ziemlich naive Sehnsucht nach Glanz und Gloria aus alten Zeiten, als ob es da keine Unterdrückung und extreme Ungleichheit gegeben hätte. So wird in der Anfangssequenz die Revolution gar als ein eher beiläufig und durch ein bisschen Magie befördertes Ereignis gezeigt anstatt als Protest von einer verarmten, notleidenden Bevölkerung. Ist vielleicht nicht so wichtig, fällt aber auf, zumindest mir. Wir erleben dann eine etwas uneinheitliche Reise, bei der eine Actionszene auf einem fahrenden Zug unglaubwürdig brachial geraten ist. Wenn hingegen Unsinn auch Unsinn sein SOLL, passt es wieder - beispielsweise bei einer schmissigen, schreiend bunten Paris-Musikeinlage, die dem Spruch "Love is in the air" eine völlig neue zeichnerische Bedeutung verleiht. Und in vielen Szenen gehen Geschichte und Musik wirklich zu Herzen. Großartig ist z.B. die Montage-/Musiksequenz "Ich kann alles lernen", in der Anja nicht nur ihren Widerwillen gegen ein Komplott überwindet, sondern auch Boris und Vlad merken, dass an Anja mehr dran sein könnte als eine Komplottistin.

Zeichnerisch ist Bluth in den Pracht- und Fantasieszenen großartig, wie ein guter zweidimensionaler Disneyfilm. Wenn er statt ehrfurchtsvoll einmal eigenständig wird, geht das nicht immer ganz glatt über die Bühne. Anastasia / Anja ist als Sprechrolle herrlich zwischen tough girl aus der Gosse und russischer Adeliger. My Fair Lady kann noch als Prinzessin dem bösen Rasputin gewaltig "Pfeffer in den Ar*** streuen", im übertragenen Sinne. Doch wenn sie singt, sieht das gelegentlich - vor allem im Anfangslied - ein wenig verzerrt statt verzückt aus; das scheint schwer zu zeichnen zu sein, und wenn man einmal reale Sänger aus großer Nähe sieht, ahnt man, warum. Disney bekam und bekommt so etwas besser hin. Bluths Figuren haben im zeichnerischen wie übertragenen Sinn etwas mehr Kanten, was ihnen nicht immer guttut. Was für Anja / Anastasia gilt, gilt auch für Boris: Mutig, den "Märchenprinzen" mit einer Hakennase auszustatten, aber gerade bei seinen Bewegungen fällt oft eine nervöse zeichnerische Unruhe auf. Gesicht und Körper wirken ruhelos statt sich geschmeidig bewegend oder auch einmal innehaltend. Das kann ein wenig auf die Nerven gehen. Klasse dagegen der herrlich schräge, für die ganz Kleinen vielleicht zu gruselige, zweihundertprozentig überzeichnete Rasputin. Aschfahle Gesichtsfarbe, einzelne, gelbe Zähle in übergroß grinsendem Mund, und da er ein Untoter ist, droht sein Körper andauernd auseinanderzufallen, was zu dem einen oder anderen herrlich schaurig-schrägen Gag führt. Hier zahlt sich Bluths weniger glatter Stil endlich einmal voll und ganz aus. Insgesamt kann er jedoch Disney nicht vom Thron stoßen, auch wenn ein ziemlich guter Film vorliegt.

Als bekannte Sprecher sind u.a. Meg Ryan als Anja / Anastasia und Angela Lansbury als Zarenmutter dabei; letztere weckt Erinnerungen an ihre Mitwirkung als Teekanne in Disneys "Die Schöne und das Biest". Die Zarenmutter hat demgegenüber eine noch interessantere Rolle; kann sie doch zwischen Warmherzigkeit, Würde und einer zu Recht aus Kränkungen hervorgegangenen Mischung zwischen Misstrauen und Traurigkeit wunderbar changieren (nicht chargieren!). So verkörpert sie eine große, gleichsam liebenswerte wie starke, vielschichtige Persönlichkeit. Da schafft eine Kombination von Stimme und gezeichneter Figur mehr als so mancher Realfilmcharakter!
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am 14. Juli 2016
Als ich klein war, hatten wir ihn auf Video, aber jetzt musste mal eine DVD her... bin sehr zufrieden mit der Film- und Tonqualität. Dass der Film selbst und der Soundtrack ein wahres Meisterwerk sind, wissen die meisten wahrscheinlich bereits. Wenn nicht, dann unbedingt bestellen und ansehen! Einige Stellen sind für kleine Kinder evtl. aber zu gruselig.
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am 19. Mai 2016
Eine schöne Geschichte wo Prinzessin Anastasia nicht getötet wird wie der Rest des Romanov-Clans. Die junge Frau verliert ihr Gedächnis und wird angeheuert um die Prinzessin zu sein. Bis man erkennt das sie es wirklich ist. Romantik wird garantiert.
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am 2. Dezember 2011
Anastasia - einer der schönsten Zeichentrickfilme aller Zeiten. Die Musik ist sehr gut und der böse Rasputin, der versucht Anasatsia zu töten, bringt mit seinen Methoden und Sprüchen viel Witz in die Geschichte. Die beiden besten Songs sind "Es war einmal im Dezember..." und "Tief im Dunkel der Nacht...". Ein schöner Zeichentrickfilm, der am Besten zur Weihnachtszeit passt und angesehen werden sollte, aber auch im Laufe des Jahres toll ist.
Ein Film, den man unbedingt mal gesehen haben muss.
5 / 5 Sterne.

Kaufempfehlung

Etwas am Rande: Dieser Film ist auch für die männliche Rasse geeignet, den Diese finden vorallem den lustig - bösen Rasputin gut.
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