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am 23. Juli 2003
holla! wer schon immer mal mit der bleiweste auf tauchstation gehen wollte, hat jetzt eine grandiose chance, die er nicht verpassen sollte. isis bieten mit ihrem zweiten longplayer „oceanic" die passende begleitung für eine hardcore-tour de force in und durch das blaue element. bei freunden der speed-metal-fraktion wird hier jedoch keine rechte freude aufkommen, denn die neurosis-inspirierten mannen um aaron turner bewegen ihr gitarrenlastiges instrumentarium mit der gezirkelten kraft, eleganz und schnelligkeit eines bulldozers durch die tiefebenen der menschlichen seele.
„oceanic" wurde komponiert: als metapher für die (uralte) sehnsucht des menschen nach auflösung seiner begrenzten und deshalb quälenden existenz in etwas größeres, elementares. die hier vorgestellte suche nach grenzüberschreitenden erfahrungen endet nicht im disaster, sondern in der erlösung: ein mensch stürzt in freiem fall richtung wasseroberfläche und findet durch den harten aufschlag und die damit verbundene vernichtung seines körperlichen gefängnisses zur absoluten freiheit des seins zurück. isis liefern damit weder eine düstere weltuntergangs-vision, noch die beschreibung eines suizids ab, sondern interpretieren - genau genommen - einen antiken mythos neu, der in seinen metaphysischen dimensionen verstanden sein will: a promise of something greater just beyond (or below) the water's final horizon ...
die musikalische umsetzung dieser vorgabe macht das album in der tat zu einem außergewöhnlichen erlebnis. hier schlagen donnernd-mächtige gitarrenwände wie tosende brecher mit erbarmungsloser wucht an die küsten unbekannter eilande; dort streifen ruhigere passagen wie einsame leuchtfeuer über die dunklen abgründe des wassers. atempausen werden dem hörer wenige vergönnt: wenn der eisenhammer wieder und wieder über dem schwingenden nervenkostüm einschwebt und sorgsam und punktgenau zuschlägt („false light"), wird klar, daß ein entrinnen nicht möglich ist. die musik gleicht dem element, dem sie gewidmet ist und arbeitet mit gleicher zerstörerischer kraft: kaskaden und strudel von hypnotisch wiederholten riffs und melodiegefügen halten den hörer im bann und treiben unaufhaltsam strömend vorwärts. harte tempi-wechsel werden vermieden, alles ist und bleibt im fluss und entwickelt sich nach einer zähen inneren dynamik, die durch ihre gewalt jeglichen eigenwillen aushöhlt. über dem brodelnden chaos schwebt die unheimliche stimme turners wie gottvater selbst, um dem ganzen ein beängstigendes leben einzuhauchen.
während die ersten vier titel dem geschehen über der wasseroberfläche und den menschlich-elementaren ängsten und bedrohungen der schöpfung gewidmet sind, wird mit dem zentralen unbetitelten track no. 5 (einem walgesang-tonspuren-etc.-sample) der übergang ins wasser, bzw. unter die oberfläche des wassers vollzogen. folgerichtig kommen „maritime" und „weight" aus der gedämpften ferne enigmatischer versunkenheit gleichsam in new-age-manier daher, bevor der sturm im rausch der tiefe erneut losbricht und in einer grandiosen hymne endet.
dieses konzept-album ist mit sicherheit nicht jedermanns sache. es gibt angesichts des hier gebotenen nur zwei möglichkeiten: sich dem zugriff konsequent entziehen oder sich vom sog der instrumente in die tiefe reißen lassen. die grandiose musik ist von kaum zu überbietender eindringlichkeit und beansprucht jede nervenfaser des hörers: in einer anderen musikkategorie würde man von einem symphonischen werk sprechen. wer lust hat, höre deshalb ralph vaughan williams „symphony no. 7" (sinfonia antartica) und staune!
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am 19. Mai 2003
Kaum ein Album vermag es, bereits durch den Titel so brillant eine Vorstellung des zu erwartenden Klanggebildes zu vermitteln wie "Oceanic". Denn hier wurde ein Sound in seiner Dynamik, Tiefe und Kraft konserviert, der beinahe einer musikalischen Metapher der schier endlosen Weiten des Meeres gleichkommt. Bereits mit dem Opener "The Beginning And The End" taucht der geneigte Hörer in die mitreißenden Wogen aus sphärischen Klängen, schleppenden Drums und atemberaubenden Riffkaskaden fast vollständig ein. Sanftes Einlullen wird vermischt mit subtiler Folter; Melodien - scheinbar unabhängig von Zeit und Raum - entfalten sich und umarmen den Hörer bis dieser merkt, dass er in Wirklichkeit gewürgt wird. Die Gitarren sind so tief gestimmt, dass man den Ton bei entsprechender Lautstärke mehr spürt als hört, was zusammen mit ausgefeilten elektronischen Elementen eine faszinierenden Klangteppich ergibt, aus dessen Tiefen sich die Stimme des Sängers mit dem gesammelten Schmerz dieser Welt erhebt. Dabei ist es gar nicht notwendig (bzw. möglich) den textlichen Inhalt zu verstehen, da allein durch den Gesang an sich, mehr Emotionen transportiert werden als durch Worte jemals gesagt werden könnte. Dies macht auch einen großen Teil der unglaublichen Kraft und Komplexität dieses Werkes aus.
Ist es notwendig dies nun in eine Genreschublade einzupferchen? Wenn ja, was wäre Isis dann eigentlich? Slowcore? Doomnoise? Irrelevant, denn die Musik spricht in diesem Falle für sich - fernab irgendwelcher Konventionen. Nie wurden grausame Schmerzen, verstörende Leere und verträumte Melancholie so perfekt zu einer homogenen Einheit verschmolzen, dass die Bezeichnung "Konzeptwerk" eigentlich schon eine Untertreibung ist. Die Vielschichtigkeit und der freie Kreativitätsfluss fordern ihren Preis: Sie machen Oceanic zu einer sperrigen und relativ schwer zugänglichen Konstruktion, deren Facetten sich erst nach zahlreichen Durchläufen erschließen.
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am 5. November 2002
Nachdem bereits das Debütalbum "Celestial" auf eindrucksvolle Weise bewies, welch Potenzial diese Band, um Mastermind Aaron Turner, besitzt, legen Isis mit "Oceanic" ihr bisheriges Meisterwerk ab.
Bereits mit den ersten Takten des Openers "The Beginning and the End" setzen Isis die Marschrichtung fest; brachialste Riffs fliessen über in minutenlange ambientartige Melodiepassagen.
Doch man spürt förmlich das wiederkehrende Unheil kommen, urplötzlich wandelt sich die noch eben genossene Ruhe in einen tobenden Sturm, welcher mit ungemeiner Kraft über die mit Spannung lauschenden Gehörgänge hinwegfegt. Dazu der angsteinflössende, markerschütterne Gesang, der scheinbar jedwedig zuvor aufgekommene Hoffnung im Keim zu ersticken vermag. Und unverzüglich wird dem Hörer bewusst, Teilhaber an etwas Einzigartigem gewesen zu sein.
Spätestens bei "Carry", dem vielleicht schönstem Song des Albums, wird den Emotionen freier Lauf gelassen. Ein todtrauriger, aber trotz alledem, oder gerade deswegen, hoffnungsspendender Song, der zeigt, wie intensiv Musik sein kann.
Gut eine Stunde später findet man sich als ausgebranntes Wrack wieder, aber wie von selbst greift die Hand unverzüglich zur Plattennadel über, um das Horrorszenario von vorne beginnen (The Beginning and the End) zu lassen.
Isis zeigen mit diesem Album, wie harte, emotional aufwühlende Musik im Jahre 2002 zu klingen hat.
Am besten Nachts, allein im Dunkeln hören !!!
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am 17. Juli 2003
Und niemand hat das je besser hingekriegt als Isis. Wer kann ein Album schreiben, das in jeder Sekunde, in jedem Takt, in jeder Pause, selbst noch nach minutenlangen Riffschleifen emotional einen derartigen Spannungsbogen aufrechterhält?
In welchem es dir irgendwann völlig egal ist, ob du die gebrüllten Lyrics verstehst oder nicht und warum sie so rar angesiedelt sind?
Ein Album, das die Grenzen von Albumskompositionen wieder in Frage stellt. Eine Vertonung der Natur mit herkömmlichen Mitteln, eine Vermittlung eines Gefühls, das kaum zu beschreiben ist.... eine Entführung in eine Welt der Mystik, der Eigenheit, der aufkochenden Emotionen. Die hier natürlich selten die positive Seite streifen, sondern eher einer zutiefst sanften und einfühlsamen Katharsis gleichen und einen nach dem Hören ausgepumpt und glücklich zurücklassen.
Schlagzeug, Bass, Gitarren, Gesang. Mischen, kräftig umrühren, die Verstärker auf volle Leistung. Etikett, wers braucht: Doom/Noise/Hardcore, dieser Stil eben, bei dem vom Hörer Fantasie und Hingabe gefordert werden. In der Langsamkeit liegt die Erlösung! Wer nach einem Lied wie "Weight" (zusätzlich mit einer göttlichen Frauenstimme versehen) noch normal atmet, hat was falsch gemacht.
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am 11. Januar 2016
Kann mich nur Wikipedia anschließen:
"Oceanic ist das zweite Studioalbum der amerikanischen Band Isis. Das Konzeptalbum aus dem Jahr 2002 gilt als eine der wichtigsten Veröffentlichungen für die Entwicklung und Popularität des Genres Post-Metal."
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!
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am 7. Januar 2013
Jeder Mensch, der sich wirklich für Musik interessiert, sollte ein Album der Post-Metaller von Isis zu Hause haben. Für Einsteiger sind das Meilenstein-Album Oceanic von 2001 oder auch sein ebenbürtiger Nachfolger Panopticon eine gute Wahl. Kaum andere Bands schaffen es in ihren Liedern, dich in ihren langsam mäandernden, grazilen Passagen derart behutsam zu umschließen und gegenüber der Außenwelt abzuschotten. Aber irgendwann, manchmal erst nach einer Viertelstunde, beginnen diese Shoegaze-Passagen zu blubbern, zu brodeln. Irgendetwas stört das sanfte Dahinfließen. Die Crescendi sind ellenlang und bauen eine immense Spannung in dir auf. Und dann zermalmen dich die einsetzenden verzerrten Gitarrenwände wie eine Lawine. Und durch diese ohrenbetäubenden Riffwände brüllt Aaron Turner dich an, tontechnisch in den Hintergrund gemischt, als ob sein Schreien wirklich unter den anderen Instrumenten untergehen zu droht ... Aber man hört ihn, auch wenn man nichts versteht. Viele Sänger im Metalbereich growlen, keifen oder grunzen, aber Aaron Turner BRÜLLT sich die Seele aus dem Leib. Und wenn man nachliest, wovon er da "singt" - von einer verzweifelten Liebesgeschichte, vom Selbstmord durch Ertrinken und Erlösung durch den Tod, dann geht einem das Brüllen noch viel mehr an die Nieren.
Und dennoch sind es die leisen, langen Passagen, die Isis erst zu einer Ausnahmeband machen. Wie sich die Melodien entwickeln, wie Themata plötzlich wieder aufgegriffen werden ... Das ist großes musikalisches Können, nicht nur stumpfes Laut-Leise-Geknüppel. Das Album ist konzipiert als ein großes Ganzes, die Lieder gehen nahtlos ineinander über (weswegen Vinyl hier etwas blöd ist, mit vier Schallplattenseiten für sieben Lieder ...) und bergen immer wieder Fragmente voneinander. Und sie erzählen eben diese gemeinsame Geschichte.
Und falls du denkst, das sei aber ziemlich schwere Kost: Ja, Isis ist nichts, was man nebenher hört. Deswegen eingangs: Für Musikliebhaber. Für die, die sich auch mal eine Stunde hinsetzen können und einfach nur zuhören wollen. Denn die werden belohnt. Das hier ist Musikgeschichte. Oceanic ist auch in keinster Weise deprimierend. Nach den letzten Tönen des Albums fühlt man sich ... glücklicher als zuvor. Befreiter. Und merkt, dass das hier zwar irgendwie noch Metal ist. Stellenweise infernalisch lauter Metal. Aber eben auch schlicht wunderschöne Musik.
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am 24. Januar 2004
Wenn es um depressive, melancholische Musik ging waren Neurosis für mich immer das Maß aller Dinge. Und es gab lange keine Band die auch nur ansatzweise in deren Nähe kam.
Durch Zufall (is ne Schande ich weiß) stieß ich dann bei amazon auf ISIS. Gott sei Dank!!
Die Musik ist selten gut. Unheimlich fette Gitarren, göttliches Drumming, punktgenaues und eher hintergründiges Sampling und Top-Gesang.
Die Band erzeugt, ähnlich wie Neurosis, eine sehr düster-melancholische Grundstimmung, ohne aber wie ein billiger Neurosisabklatsch zu klingen. Im Gegenteil: Sehr originelle eigenständige Musik auf allerhöchstem Niveau.
Mein Favorit ist "The beginning and the end".
P.S.: Entschuldigung dafür daß ich so oft Neurosis erwähnt habe!!!
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am 25. Juli 2010
ISIS. 2010. Die Band gibt es nicht mehr. Zeitpunkt für einen Rückblick. Was ist zu sagen, wenn man nun das Gesamtwerk von ISIS vor sich hat? Nun, dieses zweite Album mutet nun weniger als Album an, eher wie die logische zweite Stufe innerhalb eines Gesamtwerkes, eines Masterplans. Sieht man das Zweitwerk einzeln, bleibt kaum etwas zu sagen, was nicht schon gesagt wurde - ISIS graben weiter innerhalb ihrer eigenen Welt, als Konzept umwerfend, Stück für Stück mitreißend und verschlingend. Und die Notenfolge der Frauenstimme von CARRY ist definitiv eine der göttlichen Melodien aus Helmut Krausser's Roman MELODIEN.
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am 1. Mai 2009
Dieses Konzept-Album ist ein Meisterwerk - hässlich und dabei doch so wunderschön.
Musik und Text ziehen einen wie ein Sog mit, passend zum Thema des Albums.

Und so schwer verdaulich die Materie auch sein mag, die hier behandelt wird - ich könnte mir dieses Album 1000 mal anhören und es würde mich jedesmal mitreissen!

Top Album einer Top Band.
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am 16. April 2009
Über diese CD wurde in den anderen Rezensionen achon viel geschrieben , deshalb halte ich mich kurz : Die Musik auf Oceanic ist wirklich großartig und wahrlich innovativ , sodaß man süchtig werden könnte , aber warum muss dieses Album durch den unterirdisch schlechten Gesang so verhunzt werden . Ich muss dabei klarstellen , dass Extremgesang mir keine Probleme bereitet , egal ob Growls , Screams oder Gekeife , aber es muss gut gemacht sein . Hier ist aber der "Gesang" einfach nur grottenschlecht und monoton . Für die Musik hätte ich locker 5 Sterne verteilt , aber wegen des Gesangs gibt es einen Stern Abzug . Nun aber die gute Nachricht : Der überwiegende Teil der CD ist instrumental , sonst hätte ich mehr Sterne abgezogen !! Wie gut könnte diese Band sein , hätten sie nur einen guten Sänger !
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