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am 21. Februar 2011
Zwar gibt es für den "Film noir" keinen festgelegten Konsens wie bei Komödien, Musicals, Horror- und Science-Fiction-Filmen. Die Filme, die als "Film noir" bezeichnet werden, haben eher weniger Gemeinsamkeiten als man im Allgemein annimmt; femme fatals und Privatdetektive sind eher selten zu finden.
In den 40er Jahren entstanden einige Filme, die zu den "klassischen Film noirs" gezählt werden. Zu diesen Filmen gehört zweifelsohne "Gefährliche Begegnung" ("The Woman In The Window", USA 1944, Regie: Fritz Lang), da er einer der ersten Filme war, die in französischen Film-Magazinen nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Begriff "Film noir" in Verbindung gebracht wurden.

Handlung:
Der Psychologie-Professor Richard Wanley (Edward G. Robinson) betrachtet desöfteren das Gemälde einer schönen Frau (Joan Bennett) in einem Schaufenster, bis diese eines Tages leibhaftig vor ihm steht. Sie nimmt ihn mit zu sich in ihre Wohnung. Beide werden von ihrem Ehemann in flagranti erwischt. Es kommt zu einem Kampf und Wanley tötet den Ehemann in Notwehr. Daraufhin beginnt ein Drama, das aus Lügen, Erpressung und Eifersucht besteht.

Edward G. Robinson, Joan Bennett, Dan Duryea und Raymond Massey spielen brilliant. Nicht zuletzt ihre schauspielerischen Leistungen machen den Film (immer wieder) sehenswert.

Das überraschende Ende (das hier nicht verraten wird) geriet berechtigt oder unberechtigt in Kritik. Ich finde, dass es nicht das schlechteste ist, was ich in amerikanischen Filmen gesehen habe.

Überraschend finde ich, dass dieser Film erst ab 16 Jahren von der FSK freigegeben wurde. Wenn ich dies mit anderen "ab 16"-Filmen vergleiche, kann ich nur mit der Stirn runzeln.

Nun zur DVD-Umsetzung: leider lässt die Ton-Qualität der deutschen Synchro sehr zu Wünschen übrig. Es gibt ein durchgängiges Rauschen im gesamten Film. Die Sprach-Verständlichkeit habe ich auf meinem LCD-Fernseher nicht verbessern können. Vielleicht schaffen das Leute, die über eine bessere Sound-Anlage verfügen. Zum Glück verwendet der Film vergleichsweise viel Musik (Hugo Friedhofer und Arthur Lange wurden hierfür 1946 für einen Oscar nominiert), wodurch stille Rausch-Passagen reduziert werden. Ich denke, dass EuroVideo über genügend technischen Möglichkeiten verfügt, und eine akzeptablere deutsche Tonspur auf DVD hätte pressen und veröffentlichen können. An der Qualität der englischen Original-Tonspur ist jedenfalls nichts dran auszusetzen, wenn man bedenkt, das diese über 66 Jahre alt ist.
In einige Szenen (ich meine, ich habe drei gezählt) fehlt die deutsche Synchronisation. Für Leute, die der englischen Sprache mächtig sind, sollte das aber kein Problem sein. Jedenfalls werden keine Untertitel eingeblendet, weil die DVD keine einzige Untertitelspur besitzt.

Bild: 4:3 (1,33:1)
Ton: Deutsch, Englisch (beide Dolby Digital 2.0 Mono)
Länge: 95 Min.
Untertitel: keine (!)
Specials:
- Weitere Programmtips: In der Stille der Nacht, Die Spur des Fremden, Fünf Revolver gehen nach Westen (alle Trailer im Original)

Der Film an sich hat volle 5 Punkte verdient. Aber durch die miserable Qualität der deutschen Tonspur gebe ich einen Punkt Abzug. Schade.
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am 26. November 2011
....mit Edward G. Robinson und Joan Bennett, die einen Mord vertuschen wollen.

Richard Wanley(Edward G. Robinson) ist Professor für Kriminalpsychologie. Er gerät in den Bann einer schönen Frau(Joan Bennett), deren Porträt er in einem Schaufenster einer New Yorker Galerie fast täglich bewundert. Als der Professor die attraktive Frau dann eines Tages tatsächlich kennen lernt und sie nach Hause begleitet, trifft er auf deren rasend eifersüchtigen Freund. Es entbrennt ein Kampf, bei dem Wanley den Konkurrenten in Notwehr tötet. Wanley versteckt die Leiche, verfolgt aber immer verzweifelter die Ermittlungen der Polizei...

Dieser Klassiker des film noir von Fritz Lang ist einer der elegantesten und spannendsten Filme des Genres. Lang treibt hier ein intelligentes Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit. Das ironische Ende setzt dem ganzen eine Krone auf.

Als Extras gibt es 3 Kinotrailer !!!
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am 27. Dezember 2011
Dieser Film hat mich schon beim ersten Sehen noch als Jugendlicher ungemein fasziniert, und diese Faszination hält beim wiederholten Sehen immer noch an. Ein allseits respektierter Professor (der Psychologie) tötet in Notwehr einen Mann, lässt jedoch die Leiche verschwinden, da er befürchtet, dass man ihm seine Version des Vorgangs nicht glauben wird. Pech für ihn, dass der Getöte ein wichtiger Manager mit zwielichtigem Leibwächter war, der seine Kenntnisse zur Erpressung nutzt, und sein bester Freund als Staatsanwalt mit der Aufklärung des Falls betraut wird. Die Hauptperson verstrickt sich immer mehr in Schuld, begeht Handlungen, die für ihn wenige Stunden zuvor noch vollkommen undenkbar waren, die Schlinge zieht sich immer weiter zu, so dass er am Ende als einzige Möglichkeit nur noch den Selsbtmord sieht. Wie das alles erzählt wird, das ist Spannung pur, ohne einen einzigen Schockmoment, ohne einen Tropfen Blut - wirklich meisterlich, mit einem leichten Schuss Ironie. Eigentlich hat der Film mehr als fünf Sterne verdient - leider gibt es wegen der auch in anderen Kritiken bemängelten verrauschten Tonspur einen Stern Abzug.
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am 14. Juni 2011
Der Meister des deutschen Expressionismus wird leider in Bezug auf seine amerikanischen Filme von deutschen DVD- Labeln sträflich vernachlässigt. Dass "Woman in the Window"/ "Gefährliche Begegnung" nun auf Deutsch erscheint, ist zunächst einmal begrüßenswert, wenngleich eine etwas liebevollere Edition wünschenswert gewesen wäre.
Zum Inhalt: Der Kriminalpsychologe Richard Wanley (Edward G.Robinson) verabschiedet Frau und Kinder in den Urlaub. Seine Freunde machen sich etwas über ihn lustig, da er die Zeit nicht nutzen will, um etwas über die Stränge zu schlagen. Allerdings begegnet er bei der Betrachtung eines Frauenportraits in einem Schaufenster dem realen Vorbild, als sich Alice Reed (Joan Bennett) im Fenster spiegelt. Man kommt ins Gespräch und die beiden finden nichts dabei, das Gespräch zu nächtlicher Stunde in ihrer Wohnung fortzusetzen. Alice` plötzlich auftauchender Freund (Arthur Loft) missversteht die unverfängliche Situation und versucht Wanley zu erwürgen. In Notwehr ersticht Wanley, assistiert von Alice, seinen Angreifer mit einer Schere. Da anscheinend niemand sein Erscheinen bemerkt hat, beschließen sie, die Leiche noch in der Nacht ohne Papiere irgendwo abzulegen. Da es sich bei Alice` Freund um den reichen Unternehmer Claude Mazard handelt und der unbedarfte Wanley Fehler macht und zudem Täterwissen preisgibt, tritt ein Erpresser auf den Plan (Dan Duryea). Alice und Wanley planen, ihn umzubringen. Alles deutet darauf hin, dass Wanley an seiner Schuld zu zerbrechen droht.
Der Vergleich mit Wilders gleichzeitig entstandenem "Double Idemnity" (Frau ohne Gewissen) ist genauso nahe liegend wie abwegig. Robinson ist nicht der leidenschaftlich Liebende, der durch eine skrupellose Frau ins Verderben gestürzt wird, sondern eher der zur Identifikation einladende Durchschnittsamerikaner, der durch einen unachtsamen Moment seine bürgerliche Existenz zu verlieren droht. Die tödlichen Konsequenzen einer Unachtsamkeit werden noch eindringlicher in Max Ophüls` The Reckless Moment [UK Import], ebenfalls mit Joan Bennett in der weiblichen Hauptrolle, gezeigt. Es spricht nicht unbedingt für Wanleys Skrupellosigkeit, seine Tat zu vertuschen, sondern eher für Pragmatismus. Es könnte ja sein, dass man aufgehängt wird, bevor man die Tötungsumstände geklärt hat. In der ersten Szene erklärt Wanley, dass es ein Zeichen von Zivilisation sei, einen Mord nicht mit jedem anderen Tötungsdelikt, etwa Totschlag oder Notwehr, gleichzusetzen, um quasi im nächsten Schritt den Beweis für seine These anzutreten. Indirekt könnte man da auch eine leise Kritik an der (amerikanischen) Justiz herauslesen, der es um Verurteilung und nicht um die differenzierte Auseinandersetzung mit dem Tötungsdelikt geht.

Ein besonderer Nervenkitzel ist es, dass sein Freund (Raymond Massey) der ermittelnde Staatsanwalt ist. In manchem ist die Begegnung Wanleys mit Alice eine böse Pygmalion-Variation. Die insgeheim begehrte Frau steht plötzlich in Fleisch und Blut vor ihm. Wilder machte im "Verflixten siebten Jahr" die Strohwitwerzeit zu einer -überwiegend- vergnüglichen Farce, hier traut der Protagonist sich selbst nicht ganz. Ein typisches Noir-Element ist auch die Beziehung des Erpressers zu seinem Opfer. Und Joan Bennett tritt hier besonders tough auf, wenngleich sie auf den ersten Blick nicht der typischen Femme fatale entspricht. Einiges an ihrem Charakter erscheint zumindest fragwürdig. Sie lässt sich von einem reichen Kerl aushalten, dessen wahren Namen sie nicht kennt, andererseits entwickelt sie durchaus freundschaftliche Gefühle für ihren Bewunderer Wanley, obgleich die Einladung in ihre Wohnung durchaus den Charakter einer schwülen Altherrenphantasie hat. Dieses durchaus Doppeldeutige in ihrem Wesen wird hervorragend von der Kameraarbeit Milton Krasners hervorgehoben, der sie häufiger doppelt zeigt, real und als Spiegelbild, manchmal nur im Spiegel. Dazu wurde Miss Bennett in einige enge Kleider genäht, die sie unglaublich sexy aussehen lassen und man fragt sich als Geschlechtsgenossin, wie die Kostümbildnerin Muriel King mit den Regeln der Schwerkraft umgegangen ist.
Die Schere als Waffe ist zudem ein sehr archaisches Motiv, das auch Hitchcock in Bei Anruf Mord eindrucksvoll einsetzte. Virtuos wird an der Spannungsschraube gedreht. Die etwas gierige Alice behält die goldene Uhr ihres Liebhabers, was sie und Wanley belasten könnte. Ironischerweise wird ihr die Uhr von einem noch gierigeren Zeitgenossen abgenommen, der damit den Verdacht auf sich lenken wird. Geschickt wird durch den Schnitt suggeriert, ein Mann, der Wanleys Wagen anhält, habe die Leiche gesehen, während er in Wirklichkeit in diesem Moment in eine ganz andere Richtung gesehen hat. Der subtile Einsatz der Filmmusik von Arthur Lange ist hier auch hervorzuheben.
In einem Punkt zeigt der Film eine ungewohnte Ambivalenz. Wanley plant einen Mord, der allerdings nicht gelingt. Kurz darauf stirbt allerdings das potentielle Opfer und erfüllt damit Wanleys Wünsche. Juristisch ist er unschuldig, aber die moralische Schuld wiegt schwer.

Die Auflösung der Geschichte zu einem versöhnlichen Ende, das ich persönlich auch nicht für hundertprozentig gelungen halte (auch eine Frage der Erzählperspektive), wenngleich durchaus einige Indizien dies plausibel machen, verteidigte Lang: "In diesem Fall war meine Entscheidung bewusst. Wenn ich die Geschichte in ihrer logischen Konklusion festgesetzt hätte, wäre ein Mensch gefangen und exekutiert worden wegen eines Mordes, den er beging, weil er einen Moment lang `off guard` war. Selbst wenn er nicht wegen des Verbrechens verurteilt worden wäre, wäre sein Leben verpfuscht gewesen. Ich wies dieses logische Ende zurück, weil es mir defätistisch erschien; eine Tragödie um nichts, von einem unversöhnlichen Schicksal herbeigeführt." (zitiert nach Ludwig Maibohm, Fritz Lang, München 1981). Die meiner Meinung nach allzu drollige Schlusspointe verwässert etwas die Aussage des Films.
Never change a winning team: Für seinen nächsten Film Scarlet Street (da fehlt auch noch eine deutsche Veröffentlichung!) verpflichtete Lang Kameramann und drei Darsteller von "Window" (Robinson, Bennett, Duryea).

Zur Ausstattung. Das Bild geht dem Alter des Films entsprechend in Ordnung, der Originalton ist gut verständlich, die deutsche Synchro ist allerdings sehr blechern, zwei kurze, nicht synchronisierte Szenen verbleiben im nicht untertitelten Original. Untertitel fehlen vollkommen. Als Extras gibt es lediglich drei Trailer zu anderen Filmen.

Film: Trotz kleiner Einschränkungen ein faszinierender Film Noir, aufgrund der sparsamen Ausstattung bleiben wir mal bei vier Sternen.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. März 2016
Ein Film Noir von Fritz Lang (1890-1976). Die RKO-Produktion »The Woman in the Window« (1944) wurde in Deutschland bereits mit unterschiedlichen Titeln vermarktet. Hier heißt der Film »Gefährliche Begegnung«.

Es beginnt im Grunde wie in Billy Wilders »Das verflixte 7. Jahr« (1955): Zu Beginn schickt der Familienvater Frau und Kinder aus der sommerheißen Großstadt in die Ferien und bleibt selbst zurück. Kaum ist die Familie fort, bricht sich die bis dahin familiär gezügelte Leidenschaft Bahn und die männliche Hauptfigur lässt sich auf ein Liebesabenteuer ein.

Den biederen Professor Richard Wanley (Edward G. Robinson) ereilt allerdings umgehend seine ›Strafe‹. Ein anderer, höchst eifersüchtiger Liebhaber betritt die Szene. In einem Handgemenge tötet Wanley ihn in Notwehr. In der Gewissheit, dass niemand die wahre Geschichte glauben wird, beseitigen Wanley und die Frau (Joan Bennett) die Leiche und versuchen, sämtliche Spuren zu verwischen. Doch bald zieht sich das Netz der polizeilichen Ermittlungen enger. Die Lage wird immer auswegloser.

Ausweglosigkeit ist ein Thema, dem Lang sich in immer neuen Anläufen gewidmet hat. Dabei sind es nicht nur schicksalhafte Verwicklungen auf der Ebene der Erzählungen, denen die Figuren ausgesetzt sind. Langs äußerst durchdachte und präzise Bildgestaltungen lassen immer wieder den Eindruck entstehen, die Figuren seien in in den Räumen, in denen sie agieren, oder sogar in den Einstellungen gefangen.

Der Schluss des Films ist umstritten. Lang hat später geäußert, er habe sich, um eine Schlusspointe zu setzen, eines Tricks bedient, »der so alt und abgeschmackt war, daß er schon fast wieder neu erschien«. Lang war sehr zufrieden damit. Mir kam es eher so vor, als würde dem Film am Ende etwas von seiner Ernsthaftigkeit geraubt.

Die DVD von EuroVideo ist eher unterer Standard. Bild und Ton sind durchaus okay. Aber es fehlen Untertitel. Zudem sind zwei kurze Passagen, die einst für die deutsche Synchronfassung herausgeschnitten wurden, wieder eingesetzt und im englischen Original ohne Untertitel (!) belassen. Auch der Umstand, dass Joan Bennetts Name auf dem Frontcover falsch geschrieben ist, zeugt nicht gerade von großer Sorgfalt bei der DVD-Produktion.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Juni 2011
Richard Wanley (Edward G. Robinson) ist ein knapp 50 Jahre alter Psychologie-Professor mit Spezialgebiet Kriminologie. Er ist wie man so schön sagt glücklich verheiratet.
Da seine Frau Molly (Dorothy Peterson) mit den beiden Kindern für einige Tage verreist wird Richard während eines New Yorker Sommers zum Strohwitwer.
Gemeinsam mit seinen beiden Freunden, dem Bezirksstaatsanwalt Frank Lalor (Raymond Massey) und dem Mediziner Dr. Michael Barkstane (Edmund Breon), die beide im ähnlichen Alter sind, trifft er sich im Club und gemeinsam schwärmen die Männer von der Illusion mal eine Lana Turner oder Rita Hayworth zu treffen.
Beim anschliessenden Abendspaziergang bleibt Richard vor dem Schaufenster einer Galerie stehen. Dort ist das Bild einer schönen Frau ausgestellt, die ihn schon seit ein paar Tagen irgendwie fasziniert und heimlich schwärmen lässt.
Er traut dann einige Sekunden später seinen Augen kaum, als beim Betrachten des Bilds plötzlich das gleiche Gesicht im Schaufenster erkennbar wird. Das Modell des Bildes steht leibhaftig vor ihm. Sie stellt sich als Alice Reed (Joan Bennett) vor und ist sichtlich geschmeichelt von der Schwärmerei des etwas gesetzten Mannes.
Sie schlägt ihm vor in einem Club einen Drink zu nehmen, anschliessend lädt die geheimnisvolle Unbekannte den Professor zu sich in ihr Appartment ein, wo sie ihm weitere Skizzen zeigen möchte.
Es verspricht alles in allem ein sehr schöner Abend zu werden, bei dem sich Richard Wanley noch einmal richtig jung fühlen könnte, doch es kommt alles ganz anders.
Denn plötzlich stürmt ein aufgebrachter Liebhaber von Alice, bei dem sich später herausstellen wird, dass es der einflussreiche Politiker Claude Mazard (Arthur Loft) handelt, das nette und eigentlich doch recht harmlose Date und wird sofort handgreiflich. Wanley muss sogar um sein Leben fürchten, denn der aufgebrachte Nebenbuhler drückt ihm den Hals zu. Aus Notwehr tötet er ihn mit einer Schere.
Dann beginnt der eigentliche Schock, denn auf einmal wird klar, dass er in einer fremden Wohnung gerade einen Mensch getötet hat. Er will die Polizei rufen, doch dann entscheiden sich er und die Frau um, denn man könnte die Leiche ja verschwinden lassen. Eine Entscheidung, die die Situation immer brenzliger werden lässt.
"Gefährliche Begegnung" ist ein Film Noir von Fritz Lang, den er im Jahr 1944 realisierte.
Der Film heisst im Original "The Woman in the window" und es war ursprünglich angedacht, den Film viel düsterer enden zu lassen. Doch dies hätte Schwierigkeiten mit der Hays-Zensurbehörde bedeutet, die man durch diesen ungewöhnlichen Plot am Ende umgehen konnte.
Dabei realisiert Fritz Lang die verhängnisvolle Story eines unbescholtenen Bürgers, der durch ein unvorhergesehenes Ereignis unaufhaltsam in Richtung Abgrund zuschlittert. Natürlich funktioniert dies prächtig vor allem, weil er in dieser Ausnahmesituation Fehler macht und weil jede Entscheidung neue Dynamiken freisetzt...meistens in eine noch auswegslosere Position.
Denn einerseits ist sein bester Freund der Bezirksstaatsanwalt eifrig mit der Aufklärung beschäftigt, andererseits kommt noch eine zwielichte Erpresserfigur (Dan Duryea) zu allem Übel hinzu.
Die deutschsprachige DVD liess lange auf sich warten und hat ein gutes Bild. Allerdings gibt es nur den englischen und dem deutschen Ton, aber keinerlei Untertitel, was ich sehr schade finde.
Das würde eigentlich einen Stern Abzug bedeuten.
Aber immerhin erschien mit "Gefährliche Begegnung" endlich mal wieder einer dieser raren anerkannten Klassiker, auf viele andere müssen die Fans leider weiterhin warten.
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am 20. Februar 2011
Wie kann man sich heutzutage erlauben, eine DVD ohne Untertitel zu veröffentlichen -
besonders wenn die deutsche Tonspur, wie in diesem Fall, stark verrauscht, leise und
an mehreren Stellen kaum verständlich ist? Abgesehen von der Tatsache, dass einige
Szenen gar nicht synchronisiert wurden und einfach auf Englisch inmitten der deutschen
Spur laufen. Und wie sollen eine solche DVD Leute mit Hörschwächen anschauen?
Ich finde, solche Ignoranz gegenüber dem interessierten Zuschauer ist einfach beleidigend
und nicht hinnehmbar.
Kurz zum Film: sehr gute Romanadaption, spannend und klug inszeniert, überzeugend gespielt
und mit einer interessanten und "befriedigender" Pointe versehen.
Leider verdient das ganze Produkt m.E. nicht mehr als 2 Sterne. SEHR SCHADE!
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Februar 2013
Richard Wanley (Edward G. Robinson) ist ein außerordentlicher Professor der Kriminalpsychologie, der in gutbesetzten Hörsälen seine Vorlesungen hält, und zudem ein Ehemann und der Vater zweier Kinder. Allerdings ist er auch, wenngleich bereits im Spätsommer seines Lebens angekommen, ein Mann – und dies wird ihm deutlich, als er seine Frau und seinen Nachwuchs am Bahnhof zu einer längeren Reise verabschiedet. Auf dem Weg in seinen Club bleibt er nämlich am Konterfei einer jungen Damen hängen, das in einem Schaufenster ausgestellt ist und das auch seinen beiden Freunden, dem Bezirksstaatsanwalt Lalor (Raymond Massey) und dem Arzt Dr. Barkstane (Edmund Breon) den Kopf verdreht hat. Als Professor Wanley nach einem gepflegten Clubabend gegen 22.30 Uhr noch einen letzten Blick auf das faszinierende Frauenporträt werfen will, sieht er plötzlich im Glas des Schaufensters die Konturen einer weiteren Frau und muß feststellen, daß diese niemand anderes ist als die auf dem Bild dargestellte Schönheit selbst. Hiermit beginnt in Fritz Langs „The Woman in the Window“ aus dem Jahre 1944 Professor Wanleys persönlicher Alptraum, denn die junge Frau, Alice Reed (Joan Bennett) mit Namen, lädt ihn ein, „mehr von ihr“ – gemeint sind natürlich weitere Skizzen – in ihrer Wohnung zu sehen. Der Professor weiß, daß er die Einladung nicht annehmen sollte, doch er tut’s, und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Denn kaum hat er es sich richtig gemütlich gemacht, taucht ein unerwarteter Gast auf, nämlich der Mann, dem Alice Reed ihren angenehmen Lebensstil zu einem gewissen Teil verdankt, und der nicht sehr erfreut ist, einen zweiten Mann sehr mittleren Alters im Liebesnest zu finden. Als der Neuankömmling den Professor angreift, bleibt diesem bald keine andere Wahl, als sich mit einer Schere, die ihm Alice reicht, zur Wehr zu setzen.

Die nun auf dem Boden liegende Leiche vereint den Professor und das Modell – müssen sie doch beide zusammenarbeiten, um den Toten loszuwerden und langjährige Haftstrafen sowie den Verlust der bürgerlichen Existenz abzuwenden –, doch sie trennt sie auch, denn es ist offensichtlich, daß sich beide angesichts dieser Umstände wohl am besten nicht mehr wiedersehen sollten. Wanley beseitigt die Leiche in einem Waldstück, doch unterlaufen ihm – immerhin ist dies sein erstes Mal – einige Fehler, die der Polizei später Anhaltspunkte liefern werden. Von Lalor erfährt er kurz darauf, daß der Sugar Daddy, der seine wahre Identität auch Alice nicht preisgegeben hat, ein Unternehmer namens Claude Mazard war. Über den Staatsanwalt ist Wanley denn auch bezüglich der Ermittlungsfortschritte immer bestens unterrichtet und wird dank seiner Beziehungen zudem mit zum Fundort der Leiche genommen. Immer wieder unterlaufen dem wider Willen zum Mörder gewordenen Biedermann kleine Fehler, die ihn in den Augen Lalors und des mit dem Fall betrauten Inspektors Jackson (Thomas E. Jackson) verdächtig erscheinen lassen müssen. Hinzu kommt noch, daß der Leibwächter Mazards, ein Ex-Cop namens Heidt (Dan Duryea) mit einer zweifelhaften Vergangenheit, seinen Boss in der Nacht seines Todes beschattet hat und nun aus seinem Wissen bei Alice Kapital schlagen möchte. Als Wanley davon erfährt, ist für ihn klar, daß ein Erpresser auf jeden Fall zum Schweigen gebracht werden muß, was nicht durch Geld am effektivsten geschieht …

Wie so manch anderer Film noir delektiert sich „The Woman in the Window“ am Untergang eines respektablen Vertreters des Bürgertums, hervorgerufen durch die Verlockung des Geldes oder aber, wie hier, des weiblichen Geschlechtes. Anders als in Langs „Scarlet Street“ (1945) oder Billy Wilders „Double Indemnity“ (1944) ist das Objekt der lange aufgestauten, vielleicht schon erloschen geglaubten männlichen Begierde allerdings keinesfalls eine durch und durch gewissenlose femme fatale. Wenn Alice Reed auch durchaus ihre weiblichen Reize gekonnt einzusetzen vermag, um sich einen recht komfortablen Platz in der Welt zu verschaffen, wenn sie aus Gier auch die mit einem Monogramm verzierte Uhr ihres toten Liebhabers behält und aus den gleichen Impulsen wohl einen Moment lang erwägt, auf die Avancen Heidts einzugehen, so ist sie doch keinesfalls so berechnend und kalt, daß sie die Sympathien des Zuschauers verlöre. Ähnliches gilt für den in seiner geordneten, spießigen Welt lebenden Professor, dem bei jedem Telefonat mit Alice die Porträtphotos seiner Frau und seiner Kinder ahnungslos anblicken. Und doch wären wir hier nicht im Noir-Universum, wenn nicht auch in einer solchen biederen Figur tiefe Abgründe lauerten: Der Tod Mazards mag zwar ein klassischer Fall von Notwehr gewesen sein, und der Professor mochte bei der Beseitigung der Leiche eine Reihe dummer Fehler begangen haben, aber diese schicksalhafte Nacht hat ihn so verändert, daß er von nun an wie ein Täter denkt, der die Folgen seiner Tat zu verheimlichen trachtet und dabei auch vor einem weiteren Mord nicht zurückschreckt. So visualisiert der Film das Gefangensein durch die üble Tat, das den Professor und Alice vereinigt, auf verschiedene Weisen – beispielsweise, wenn das Gespräch zwischen den unfreiwilligen Komplicen über die beste Strategie gegen Heidt durch einen Gitterzaun gefilmt wird oder wenn sowohl Wanley als auch Alice mit Vorliebe in noir-typischen frame-within-the-frame-shots (Autos, Türrahmen, Spiegel) [1] gezeigt werden. Vor diesem Hintergrund ist Alices Mißtrauen, ob ihr der Professor auch wirklich helfen werde oder sie mit der Leiche allein lasse, nicht nur Ausdruck ihres eigenen Egoismus, sondern der gesunden Menschenkenntnis.

Die Geschichte vom Ruin eines achtbaren Mannes, herbeigeführt durch weibliche Reize, ist in „The Woman in the Window“ allerdings noch moralinsaurer dargeboten, als wir es von anderen Films noirs gewohnt sind. Besonders zu Beginn des Filmes sinnieren Lalor und Barkstane über die ungeahnten Gefahren, die den Mann jenseits der 40 erwarten, der den ausgetretenen Pfad der Mäßigung und Tugend verläßt und nochmal ein Abenteuer sucht. Auch wenn den drei Herren ihre lüsterne Faszination von der unbekannten Schönheit auf dem Bild deutlich anzumerken ist, [2] so scheinen die im Duett dargebrachte Moralpredigt und des Professors Beteuerung, sein Geist sei zwar willig, aber sein Fleisch doch schwach, sehr ernst gemeint zu sein und die Prämisse des Filmes abzugeben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang das Ende, das an dieser Stelle natürlich nicht preisgegeben werden soll – doch wer es nicht kennt, sollte diesen Absatz besser überspringen, um ganz sicher zu gehen, nicht zu viel verraten zu bekommen. Ich gebe zu, daß mich das Ende zuerst einmal verärgert hat, denn mit dieser bemühten, wahrscheinlich durch den Production Code erzwungenen Pointe wird im Grunde genommen die zuvor aufgebaute Tragik ad absurdum geführt, und es kommt dem Zuschauer nachgerade so vor, als habe er in den vorausgegangenen 90 Minuten seine Zeit vergeudet. [3] Auf der anderen Seite sorgt die komödiantisch übertrieben anmutende Wendung der Geschichte dafür, daß letztlich auch die biedere Haltung des Protagonisten, hinter der – wie man ja gesehen hat – ganz andere Bedürfnisse harren, einschließlich der Moralpredigt seiner Freunde auf spöttische Weise in Frage gestellt werden. Denn die übertriebene Abwehrhaltung des Professors am Ende läßt die Angst vor der Anfechtung und die Mahnung des Filmes zur Tugend in einem etwas lächerlichen Licht darstehen. Somit dürfte Lang – ob wissentlich oder unbewußt – paradoxerweise gerade durch seine Berücksichtigung der Empfindlichkeiten des Production Codes einen viel subversiveren Film gedreht haben, als die Tugendwächter sich haben träumen lassen.

Trivium: Auch Joan Bennett in „The Woman in the Window“ ist eines jener unheimlichen Beispiele für die Parallelen, die sich zwischen dem Leben eines Schauspielers und einer von ihm verkörperten Rolle mitunter ergeben können, denn im Jahre 1951 schoß Bennetts damaliger Ehemann aus Eifersucht auf ihren Agenten und verletzte ihn schwer, was auch dazu führte, daß sie in der Folgezeit keine Rollenangebote mehr bekam.

Die vorliegende DVD von EuroVideo bringt den Film in der deutschen und der englischen Fassung, allerdings ohne Untertitel. Die deutsche Tonspur enthält an zwei Stellen englische Einschübe – ursprünglich herausgekürzte Stellen können bei alten Filmen eben schlecht nachsynchronisiert werden –, doch ist sie von der Qualität her leider sehr verwaschen. Es gibt noch drei Filmtrailer (alle im englischen Original), doch ansonsten keine Extras. Zudem ist Joan Bennetts Nachname auf dem Cover falsch geschrieben. Diesem Film wäre eine sorgfältigere Veröffentlichung zu wünschen gewesen.

[1] Besonders eindringlich ist die von Klaustrophobie geprägte Szene, in der Wanley im Auto seines Freundes am Fundort der Leiche sitzt und nicht weiß, ob die zum Ortstermin geführte Frau nun Alice ist oder nicht.
[2] Ich, der ich in einer ganz anderen Zeit des verbiesterten Tugendterrors und der spießbürgerlichen Bevormundung leben muß, finde die Vorstellung von einem Club, in dem man bei Whiskey und Zigarre oder Pfeife beisammensitzen und plaudern oder einfach auch nur ein Buch lesen konnte, um vieles verlockender, und wäre ich der Professor gewesen, hätte ich die Zeit nicht vor dem Schaufenster, sondern, umgeben von dicken Tabaksrauchwolken, in einem bequemen Sessel verbracht.
[3] Eine weitere dramaturgische Schwäche sehe ich zudem darin, daß die Erpresser-Episode und ihre Auflösung dem Plot um Wanleys verzweifelte Bemühungen, nicht dem mißtrauischen Inspektor auf den Leim zu gehen, den Wind aus den Segeln nimmt und eigentlich einen Bruch herbeiführt.
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am 8. Februar 2011
New York City: Nachdem er seine Familie am Bahnhof verabschiedet hat, trifft Richard Wanley (Edward G. Robinson) - Professor für Psychologie am Gotham College - seine Freunde Dr. Michael Barkstane (Edmund Breon) und Staatsanwalt Frank Lalor (Raymond Massey) in ihrem Club. Noch auf der Treppe hatten die beiden erspäht, wie der Strohwitwer Wanley vor dem Schaufenster einer benachbarten Galerie in das Portrait einer jungen Schönheit versunken war. Im Club diskutieren sie den Reiz und die Gefahr der stets in ihnen schlummernden Abenteuerlust für Männer in mittleren Jahren. Als der Professor an diesem Abend den Club als letzter verlässt, geht er zurück zu dem Fenster und betrachtet das Portrait der Frau. Plötzlich sieht er deren Ebenbild sich im Fenster spiegeln und lernt so Alice Reed (Joan Bennett) kennen, die für das Gemälde Modell stand. In einer Bar trinken sie noch etwas, bevor Wanley trotz der vorgerückten Stunde die Schöne in ihr Apartment begleitet, um sich einige Skizzen des Künstlers anzusehen. Da kommt deren Liebhaber Frank Howard (Arthur Loft) zur Tür herein, verkennt die Situation und attackiert Richard Wanley, der sich zur Wehr setzt...

Der Regisseur Fritz Lang, ob in Deutschland oder nach 1933 im Exil in Frankreich und dann in den USA, war ein Meister des Schwarzweißkinos. 1944 blickte er auf 25 Jahre aktive Schaffenszeit in der Filmindustrie zurück und hatte bei "Gefährliche Begegnung / Der Erpresser", seinem (ersten) Meisterstück des klassischen Film Noirs obendrein den grandiosen Kameramann Milton R. Krasner mit an Bord. Für Fritz Lang ist eine geradlinige Geschichte oft eine gute Option, um als Studiofilmer deren Sets als Bühnen herzurichten. Genau das tut er in "Gefährliche Begegnung / Der Erpresser", der großteils nachts spielt, mit Meisterhand. Was er im Verbund mit Krasner für Licht-und-Schattenarchitekturen entwirft, um für jede Szene den gewünschten Effekt zu erzielen, ist ein Genuss. Passgenau zugeschnitten erscheint auch die Dramaturgie, die den Film in ruhigem Fluss in seine Spannungskurve treibt.

Der zweite Ausweis höchster Qualität ist das Schauspiel des in Rumänien gebürtigen Hollywoodstars Edward G. Robinson ("Der kleine Cäsar", 1931). Mit "Gefährliche Begegnung / Der Erpresser", der im gleichen Jahr wie Robert Siodmaks "Frau ohne Gewissen" (ebenfalls mit Robinson) erschien, glückte ihm der Sprung in die Welten des Film Noirs, denen er bis 1957 treu blieb. Er füllt die Figur Professor Wanleys mit soviel Leben und Charakter, das er den Film nahezu allein voran zu bringen scheint. Tatsächlich aber sind Joan Bennett ("Schweigegeld für Liebesbriefe", 1949) und Raymond Massey ("Hemmungslose Liebe", 1947) für ihre Rollen perfekt gewählt und an keiner Stelle prätentiös oder klischeehaft. Zu guter Letzt zeigt Dan Duryea ("Schwarzer Engel / Vergessene Stunde", 1946) - einer der interessantesten ambivalenten Darsteller des Film Noirs - in seiner 1944 zweiten Rolle unter Fritz Lang (zuvor in "Ministerium der Angst"), was von ihm noch zu erwarten sei. "Gefährliche Begegnung / Der Erpresser" ist einer der definitiven Klassiker der ersten Phase klassischen Film Noirs, zumal Fritz Lang auch nicht (wie sonst leider oft) am Ende scheitert, sondern einen triftigen Schlusspunkt setzt. Ein Jahr später drehte Fritz Lang mit dem gleichen Trio von Hauptdarstellern - Bennett, Robinson, Duryea - den artverwandten Film Noir "Straße der Versuchung", der bis dato nicht als deutsche DVD vorliegt.

Die aktuelle DVD von EuroVideo präsentiert den Film in ansprechender Verpackung und bildtechnisch topp restauriert. Die Fassung entspricht der US-Edition von MGM, die seit 2007 auf dem Markt ist. Leider wurde auf die dort enthaltenen Tonspuren in Französisch und Spanisch sowie auf die englischen bzw. spanischen Untertitel verzichtet. Die deutsche Altsynchronisation (aus dem Jahr 1950) ist im Vergleich mit der englischen Fassung technisch und stimmlich eine Zumutung. Man sollte diesen Film folglich auf Englisch sehen, und dazu wären englische Untertitel für manchen eine Hilfe. Der englische Ton ist technisch exzellent bearbeitet und akustisch einwandfrei verstehbar.

(P) by Matthias Merkelbach, [...]
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am 6. März 2011
5 Sterne - definitiv und ohne Einschränkung. Ein Meisterwerk des Film Noir von Fritz Lang mit einem großartigen Edward G. Robinson. Atmosphärisch dicht, spannend und faszinierend bis zur letzten Minute. Wer "Double Indemnity" liebt, wird von "Woman in the Window" begeistert sein.

Sehr gute Bildqualität durch offensichtlich neueres US-Master von MGM. Lediglich der deutsche Ton ist nicht optimal, genauso wie bei der TV Ausstrahlung in der ARD vor Jahren. Es scheint einfach keine besser erhaltene Synchronisation vorhanden zu sein.

Absolute Empfehlung!
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