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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
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am 4. November 2015
Martin Ostermanns Rezension hat schon alles über diesen wunderbaren Film gesagt. Leise, poetisch und subtil, erzählt er von familiären Konflikten, aber auch von der gesehnten Nähe, die überall auf der Welt und in jeder Kultur zu finden sind. Ein Film, den man unbedingt sehen muss, allerdings nichts für Blockbuster Fans. Die sollen die Finger (Augen) fern von diesem Meisterwerk lassen, die werden sowieso nicht verstehen, worum es geht...
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am 17. März 2017
Toller Film, wenn man ihn in der Originalsprache schauen könnte...
Scheint ein gängiges Problem mit der deutschen Ausgabe zu sein.
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am 31. Juli 2013
Auch wenn die Zeit zerrinnt, reiben die Mühlsteine der menschlichen Beziehungen
weiter aneinander, besonders dann wenn nichts vergessen und lang nichts vergeben ist.

Ein heiteres Familientreffen mit den üblichen Freuden,
Seitenhieben und wie-lange-müssen wir-noch-bleiben"-Blicken.
Und dahinter die Abgründe, von denen manch einer nicht weiß,
dass der andere darüber Kenntnis hat.
Zwischen den köstlichen Speisen und den Abendbad findet der eine Ruhe,
der andere Schrecken und mancher seine Familie.
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Wie jedes Jahr versammelt sich im Hochsommer die Familie Yokojama im Haus der mittlerweile ergrauten Eltern: Sowohl die Tochter ist mit Mann und zwei Kindern gekommen als auch der jüngere Sohn, Ryota, seine neue Frau (eine Witwe) und deren Sohn mitbringt. Anlass ist seit 15 Jahren das Gedenken an den ältesten Sohn Junpei, der auf tragische Weise ums Leben kam, als er versuchte einem Jungen das Leben zu retten. Auch diesen Jungen lernt der Zuschauer später als alljährlichen Gast - allerdings nur kurz - kennen. Die Geschichte setzt zur Mittagszeit ein und endet ebenfalls mittags am nächsten Tag, wenn Ryota und seine Familie die Eltern wieder allein zurücklassen. Dazwischen wird gekocht, viel gegessen, gesprochen, das Grab besucht oder einfach zusammen Zeit verbracht.
Dies klingt unspektakulär und das ist es äußerlich auch, aber unter der Oberfläche des ruhigen und sonnendurchfluteten Familientreffens gären Konflikte, offenbaren sich Verletzungen und treten Lebensversäumnisse, aber auch Träume, Wünsche und Hoffnungen zu Tage: Der Vater hat seinem zweiten Sohn nie verziehen, dass dieser nicht in seine Fußstapfen als Arzt getreten ist. Die Mutter gibt bei aller Fürsorge und Freundlichkeit in kleinen Gesten zu erkennen, dass die neue Frau kein vollwertiges Familienmitglied ist. Der Sohn Ryota sieht sich im Schatten seines toten Bruders und fühlt sich missverstanden, während die Tochter mit schlichtem Gemüt Harmonie verbreitet, letztlich aber darauf sinnt, mit Familie ins elterliche Haus einzuziehen, um einige Alltags- und Geldsorgen weniger zu haben. Gleichzeitig zeichnet alle Beteiligten eine große Nähe, ein aufeinander Angewiesensein aus, so dass es bei einem steten Gefühl von Geborgenheit nie zu offenem Streit kommt.
Der Regisseur Hirokazu Kore-eda (Nobody Knows (2 DVD-Set) [Collector's Edition]) stellt erneut seine Meisterschaft unter Beweis, wie er durch einen poetischen Bilderfluss mit hervorragenden Darstellern faszinierend vom ganz normalen Alltag erzählen kann. So entwickelt der sehr ruhige Film von Beginn an einen eigentümlichen Sog, der den Zuschauer an dieser Familiegeschichte teilhaben lässt. Sicher ist durch den Unfalltod des Ältesten eine besondere Konstellation entstanden, alles in allem könnte aber diese (Mittelstands-)Familie überall auf der Welt zu finden sein. Japanisch ist an ihr wohl das Verschweigen und das Unausgesprochene stehen zu lassen. So gibt es keine hollywoodgemäße Auflösung der Konflikte, vielmehr kann der Betrachter die Geschichte selbständig weiterführen. Dazu verhelfen ihm Metaphern wie die des Schmetterlings, der sowohl abends im Haus als auch tagsüber auf dem Spaziergang die Mutter über Werden und Vergehen und über das Bleiben der Toten sprechen lässt. Denn auch die Verstorbenen sind solange gegenwärtig, wie sie die Lebenden in ihren Gefühlen und Erinnerungen bei sich tragen. Sehr sehenswert!
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am 26. Mai 2015
Still Walking is a slow-paced gem of a film with universal human dimensions. We can all probably remember such a weekend at our homes independent of our origins in this world. It is this universality of emotions that appealed to me; it made me see again how each member of a family harbors his or her own take on things, his or her own dreams, his or her own ways of being in the world, all playing on often small stage of life of a Family. I gave it 5 stars because it is a complete single unit holding many pieces of very simple puzzles sorrounding each of us. It is worth seeing not necessarily to be entertained, but to sit back and look into a mirror and to reflect on what it is that we see.
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am 8. September 2011
... um zu begreifen, dass die Japaner auch nur Menschen sind. Mit allem, was dazu gehört. Der obligatorische Generationen-Konflikt in japanischer Version, die nicht anders wie irgendwo auf der ganzen Welt zu beobachten ist .

Der Zweitgeborene, der eine schwere Bürde nach dem Tod des älteren Bruder zu tragen hat. Der ewig Zweite, der zudem nicht mal standesgemäß geheiratet hat ('eine Geschiedene ist besser, die trauert ihrem Ersten nicht nach. Eine Witwe wird immer vergleichen' , sagt die Mutter) .

Der Film lässt offen, ob die Tochter doch noch ins elternliche Haus eingezogen ist - eher nicht - und Ryota hat doch noch eine Tochter mit seiner Frau und er ist es, der nach Jahren das Grab seiner Eltern pflegt, was den Japanern so wichtig ist.

Man erfährt so Vieles über die Art von Japanern! Die Töchter, die zwar studieren dürfen, die aber aus dem Berufsleben ausscheiden, sobald sie 'nur' Ehefrau und Mutter sein wollen/müssen.

Der Familienvater, der zu stolz ist, selbst kleine Einkäufe zu erledigen. Die Mutter, jahrelang nicht in einem beruflichen Leben aktiv, die aber mit dem Kind auf dem Rücken (typisch Japanisch), dem untreuen Ehemann nachfolgt und erst Jahrzente danach diese Aktion beichtet ...

Erst hier fängt man den Titel zu begreifen - ein ganzes Leben in Bewegung, nie aufgeben, immer laufen, laufen, das Leben meistern !

Ein Film über den Schmerz, den verwaiste Eltern nie wirklich überwinden, egal wie lange der Tod ihres Kindes zurückliegt. Und wie schön, wenn man daran glauben kann, dass dieses Kind als gelber Schmetterling ins Leben der Familie für kurze Zeit für Aufregung sorgt.

Der Film ist so detailgenau gemacht wie es nur ein Japaner versteht - fast könnte man seine Schuhe ausziehen, um hineinzutreten ! Und man wird gewiss auch Tempura aus Mais zubereiten und vielleicht noch mehr über die Japaner und ihre Lebenseinstellung wissen wollen.

Die deutsche Synchronisation ist ziemlich genau, auf Japanisch mit deutschen Untertitel eingestellt hat man allerdings die Möglichkeit, sich noch näher der Familie zu fühlen ...

Sicher wird man auch Ishida Ayumi ( 'Blue Light Yokohama' - Der Lieblingssong von Ryotas Mutter) nach diesem Film lieben...

Ja, ein Film, den man immer wieder anschauen kann, ohne eine Spur von Langeweile zu fühlen ! aruite mo, aruite mo, das ist das Leben!
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am 2. Juni 2013
Ein wunderschöner Film, der auf unspektakuläre aber liebevolle Weise den familiären Alltag einer japanischen Familie zeigt - mit all ihren Höhen und Tiefen.
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am 5. August 2015
Ich konnte Leider nicht nachvollziehen was an diesem Film Interessant oder spannend sein sollte.
Habe den Film Trotzdem Komplett angesehen.
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am 15. August 2015
Ein leiser, vielschichtiger, wunderbarer Film. Der zum Verweilen einlädt und viel erzählt. Auch über die uns so fremde Kultur dieses Landes.
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am 22. August 2012
Ryota(Hiroshi Abe) platzt fast der Kragen, aber gegen seinen grimmigen, sturen Vater Kyohei(Yoshio Harada) kommt er nicht an. Der pensionierte Arzt hat dem Sohn noch immer nicht verziehen, dass er die Praxis des Vaters nicht übernommen hat. Zudem hat Ryota die Witwe und Mutter Yukari(Yui Natsukawa) geheiratet; in den Augen von Kyohei eine "gebrauchte Frau". Jetzt sitzen Kyohei und seine Frau Toshiko(Kirin Kiki) allein in ihrem kleinen Haus. Ihr ältester Sohn Junbei starb, als er einen Jungen aus dem Meer rettete, die Tochter Chinami(You) lebt mir ihrem Mann Nobuo(Kazuya Takahashi) und zwei Kindern zusammen und Ryota ist in der Stadt. Einmal im Jahr trifft sich die Familie, um an den Toten Junbei zu Gedenken. Die Spannungen sind vorgezeichnet.
Nobuo möchte gern in das Haus der Schwiegereltern einziehen, vor allem aus finanziellen Gründen. Ryota würde am liebsten gar nicht zu den Eltern fahren. Auf keinen Fall wird er ihnen erzählen, dass er seinen Job verloren hat. Yukari hat Angst vor dem Treffen mit den "Schwiegereltern". Die überfürsorgliche Toshiko nervt Tochter und Schwiegertochter mit ihren Eigenheiten und Kyohei ist und bleibt ein alter Griesgram, der scheinbar nicht verzeihen kann. Dazu wird in jedem Jahr noch der Junge eingeladen, dem Junbei das Leben rettete. Das ist für Toshiko ein unverzichtbarer Bestandteil des Gedenktages. So reiben und knirschen die Platten des Familiengebäudes hart und hörbar aneinander, bis der Tag ein Ende nimmt...

Hirokazu Kora-Eda hat mit -Still Walking- einen ruhigen, besinnlichen Film geschaffen, in dem er zeigt, wie sehr man mit dem Rühren in der Vergangenheit schmerzvolle Erinnerungen zurückbringen kann. Es geht um Vorwürfe, Anspielungen, Unzufriedenheit und Wunschdenken. Mir hat vor allem imponiert, wie detailgenau Kora-Eda die Konstellationen der einzelnen Familienmitglieder dargestellt hat. Jeder, der selbst in einer Familie lebt, erkennt sich da irgendwo wieder. Egal ob in Japan, Amerika, Russland oder Deutschland, die Geschehnisse innerhalb des Kosmos von Schwiegermutter und Tochter, Vater und Sohn oder Bruder und Schwester scheinen auf der ganzen Welt gleich zu funktionieren. Das hat Kora-Eda brillant in Szene gesetzt.

Zum Film gibt es einen schmalen Soundtrack mit schöner Gitarrenmusik und eine Kameraführung, die wirklich stark ist. -Still Walking- bordet dabei nicht gerade von handlungsintensiven Momenten über. Es sind eher die leisen Momente, die den Reiz der Produktion ausmachen. Wer auf zwischenmenschliche Beziehungen mit all ihren Sorgen, Ängsten und Problemen eingehen kann, der wird -Still Walking- lieben. Wer mehr auf eine Story mit einem starken Handlungsfaden steht, dem könnte der Film ein wenig zu ruhig ablaufen.

Mir persönlich hat -Still Walking- gut gefallen. Die herausragenden Kritiken und Auszeichnungen kann ich dabei nicht voll und ganz nachvollziehen. Wer sich auf dem japanischen oder koreanischen Filmmarkt umsieht, der weiß, dass -Still Walking- gut ist, aber der weiß auch, dass es auf diesem Markt, jedenfalls meiner Meinung nach, noch stärkere Filme gibt. In jedem Fall ist -Still Walking- sehenswertes Kino aus Japan.
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