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am 24. Februar 2011
Nach dem sehr guten ersten Teil gibt es nun endlich die lange erwartete Fortsetzung des Grusel-Shooters Dead Space. Wieder schlüpft man in die Rolle von Isaac Clarke und beginnt sein Abenteuer auf der Raumstation "Sprawl". 3 Jahre sind vergangen seit den Ereignissen auf der "USG Ishimura" und Isaac hat dem Anschein nach psychische Schäden durch den "Marker" davon getragen, denn als die Sprawl von Nekromorphs, den gleichen zombieartigen Monstern, gegen die sich Isaac schon damals wehren musste, überrannt wird, muss man nicht nur unbewaffnet sondern auch noch in einer Zwangsjacke gefangen durch die Reihen der ekeligen Mutanten flüchten. Das ist der Anfang von Isaacs zweitem Abenteuer und wie schon im Vorgänger ist die wichtigste Mission: Überleben!

Wie schon der erste Teil ist auch Dead Space 2 ein streng linearer 3rd-Person-Shooter, am ehesten vergleichbar mit Resident Evil 5. Die grundlegende Spielmechanik wurde im Wesentlichen vom Vorgänger übernommen, einige Dinge hinzugefügt, andere etwas verbessert, aber man findet sich sofort wieder zurecht und erfreut sich an den vorgenommenen Optimierungen. So ist zum Beispiel die Wegfindungshilfe erweitert worden. Man kann sich nun nicht nur den Weg zur aktuellen Aufgabe, sondern auf Wunsch auch zum nächsten Speicherpunkt, Shop und Werkbank auf den Boden projizieren lassen. Dafür gibt es keine Karte mehr, braucht man aber auch nicht mehr. Neu ist auch ein Minispiel zum Überbrücken von bestimmten elektronischen Konsolen - recht einfach, aber eine nette Abwechslung zwischendurch. Eine weitere Verbesserung gibt es im Zero-G Bereich, sprich in Schwerelosigkeit. Konnte man im ersten Teil nur in eine Richtung "springen", ermöglicht der neue düsengesteuerte Anzug, dass man völlig frei durch den Raum fliegen kann - einfach toll! Die größte Neuerung betrifft Isaac selbst: Er spricht! Im Vorgänger hörte man vom unfreiwilligen
Helden höchsten ein gequältes Stöhnen des Schmerzes oder der Anstrengung.

Hier noch weitere Veränderungen zum ersten Teil:
# Im Shop sieht man die Items selbst anstatt einer Liste (sieht viel besser aus)
# Stase-Packs können im Inventar zu drei Stück gestapelt werden
# Es gibt keine Luftkanister für zusätzlichen Sauerstoff mehr - hab ich ohnehin nie gebraucht!
# Getötete Gegner hinterlassen erst ein Item, wenn man sie noch zertritt bzw. beschießt
# Die Wechsel der Kapitel geschieht nun übergangslos ohne Ladezeit.

---WAFFEN---

Um sich gegen die vielen Nekromorphs wehren zu können, stehen natürlich wieder einige "unkonventionelle" Waffen zur Verfügung, die jeweils über einen primären und sekundären Feuermodus verfügen. Aus dem ersten Teil bereits bekannt sind:

-> Plasmacutter - Die Primärwaffe zum Abtrennen von Gliedmassen
-> Strahlenkanone - stärkere Waffe, ähnlich dem Plasmacutter mit breiterem Strahl. Sekundär: Zeitgesteuerte Minen
-> Energiekanone - Kinesebooster für kurze Distanzen. Sekundär: Konzentrierter Energiestrahl
-> Laserkanone - Wie der Name sagt. Sekundär: Freisetzen einer Ladung, die den Bereich um Isaac freiräumt.
-> Impulsgewehr - Feuert Projektile in schneller Folge. Sekundär: Granaten
-> Flammenwerfer - Selbsterklärend. Sekundär: Ein brennender Benzinkanister wird verschossen.
-> Ripper - rotierendes Kreissägeblatt. Sekundär: Sägeblätter werden verschossen.

Neu dazugekommen sind:

-> Suchergewehr - Ein langsames Gewehr mit hoher Feuerkraft. Sekundär: Snipermodus
-> Detonator-Minen - Bewegungsausgelöste Haftminen. Sekundär: Minen können entschärft und wieder eingesammelt werden.
-> Harpunengewehr - penetrative Speere werden verschossen und nageln den Gegner an die Wand. Sekundär: Speer wird nachträglich unter Strom gesetzt. Eine sehr nützliche neue Waffe.

Von den neuen Waffen ist das Harpunengewehr am hilfreichsten, es erledigt einfache Gegner mit einem einzigen Schuss und voll aufgewertet kann man den zuletzt verschossenen Bolzen nicht nur unter Strom setzen, sondern auch noch sprengen. Es hat mittlerweile die Strahlenkanone aus meinem Standardinventar verdrängt, zu dem auch noch der Plasmacutter, das Impulsgewehr und der Kinesebooster gehören. Der Plasmacutter und das Impulsgewehr verwende ich als "Universalwerkzeug", der Kinesebooster ist hervorragend gegen die Horden der kleinen flinken Nekromorphs geeignet und das Harpunengewehr für jede Art von "Zweibeinigem Ungeziefer".

Die Waffen lassen sich ebenso wie der Anzug und das Stasemodul an Werkbänken aufrüsten, und zwar wie gehabt mit Energieknoten, die entweder gefunden oder im Shop gekauft werden können. Hier hat sich nichts verändert, außer dass die Aufrüstungen wieder rückgängig gemacht werden können um eine andere Waffe aufzurüsten.

---ATMOSPHÄRE---

Die große Stärke von Dead Space war die düstere, beklemmende Atmosphäre. Zusätzlich dazu konnte der erste Teil vom Vorteil des unverbrauchten Settings profitieren. Eine Fortsetzung würde es schwer haben, diese Intensität zu toppen, habe ich mir gedacht, bevor ich Dead Space 2 zum ersten Mal anspielte. Zum Glück wurde nicht der Fehler gemacht das Spiel für diese Fortsetzung neu erfinden zu wollen um den Vorgänger zu überbieten. Vielmehr wurde das hervorragende Grundgerüst von Dead Space beibehalten und das Vorhandene in einigen Bereichen spielerisch und kosmetisch verbessert. Die fehlenden HUD-Anzeigen, die wieder in die Spielgrafik integriert wurden und der dezente, aber sehr stimmige Soundtrack tragen ihren Teil zur düsteren Grusel-Stimmung bei. Zusätzlich sorgen spektakuläre interaktive Zwischensequenzen, die sich übergangslos ins Gameplay integrieren und immer wieder auftretende Visionen Isaac's für eine fast kinoreife Inszenierung, die ihresgleichen sucht.

---TECHNISCHES---

Grafisch hat Dead Space 2 einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Die Licht- und Schatteneffekte sind besser als im Vorgänger und die unterschiedlichen Gebiete sehr stimmungsvoll und mit vielen Details ausgestattet. Erstaunlich gering hingegen, wie schon im Vorgänger der Anspruch an die Hardware. Auf meinem System (i5-750, 4 GB RAM, GTX 470, Win 7 - 64 bit) läuft das Spiel in 1920x1200 und maximalen Einstellungen natürlich flüssig, dabei wird nur ein CPU-Kern genutzt, die Grafikkarte hatte eine MAXIMALE Auslastung von 80% und der VRAM war mit maximal 373 MB belegt. Das ist bei so einer Grafik fast unschlagbar und ermöglicht auch das problemlose Spielen auf weniger leistungsstarken Rechnern. Bei meinem fast 8 Stunden dauernden ersten Durchgang gab es keinen Absturz und kaum Bugs, nur dreimal wollte Isaac nicht mehr aufhören zu laufen, ein doppeltes Drücken der entsprechenden Richtungstaste half aber.
Die typische Shooter-Steuerung, im Vorgänger von vielen kritisiert, reagiert in Dead Space 2 wesentlich schneller und präziser, die Tastaturbelegung kann komplett frei gewählt werden. Ich bevorzuge, wie bei allen Shootern zu empfehlen die Steuerung per Maus und Tastatur, aber auch ein Gamepad kann benutzt werden. Nun sollte die Steuerung wirklich keinen Anlass mehr zur Kritik geben.
Hinweis zum Kopierschutz, der sicherlich bei manchen sauer aufstoßen wird: Das Spiel muss nach der etwa 20 min dauernden Installation einmalig online aktiviert werden, danach kann man ohne DVD im Laufwerk spielen. Das Spiel kann auf 5 verschiedenen Rechnern installiert werden.

Den Online / Multiplayermodus habe ich noch nicht genutzt!

---FAZIT---

"Mehr Action, dafür weniger Horror". So lautete eine offizielle Aussage zum Nachfolger des genialen Weltraum-Grusel-Shooter Dead Space aus dem Jahr 2008.
Mehr Action? - Stimmt auf jeden Fall!
Weniger Horror? - Pustekuchen!
Durch die filmreife Inszenierung und die erneut zum Haare raufen spannende Atmosphäre macht Dead Space 2 genau da weiter wo der erste Teil aufgehört hat und legt sogar noch einen drauf, und zwar in jeder Hinsicht. Eine geniale Fortsetzung und damit volle Punktezahl und Kaufempfehlung!
ACHTUNG: Aufgrund des hohen Grades an Brutalität gehört Dead Space 2 ebenso wie sein Vorgänger nur in die Hände von Erwachsenen!
55 Kommentare| 50 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juni 2011
Nachdem mir der Vorgänger "Dead Space" trotz einiger Kinderkrankheiten wie z.B. hakeliger Steuerung sehr gut gefallen hat, musste ich natürlich wissen, wie die Geschichte um den tapferen Mechaniker Isaac Clarke und den mysteriösen Marker weitergeht. Und vorab: Dead Space 2 erfüllt meine Erwartungen an eine gute Fortsetzung voll.

Die Geschichte knüpft an die Ereignisse des ersten Teils an: Nachdem Isaac Clarke dem Horror auf der USG Ishimura entkommen ist, findet er sich 3 Jahre später als Patient in einer psychiatrischen Abteilung auf der "Sprawl" wieder, einer gigantischen Raumstadt in der Nähe des Jupitermondes Titan. Scheinbar haben die Ereignisse des ersten Teils Isaacs Geist ordentlich durcheinander gewirbelt. Und als man sich noch fragt, was eigentlich genau los ist, bricht auch schon Sodom und Ghomorrha auf der Station los. Ehe man sich versieht ist Isaac wieder mittendrin im Alptraum um die Necromorphs...

Im folgenden werde ich mich an einzelnen Unterpunkten entlanghangeln:

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STORY/ATMOSPHÄRE:

Wie schon der Vorgänger ist Dead Space 2 kein Run&Gun-Actionshooter, sondern ein typischer Vertreter des Survival-Horror-Genres. Wieder steuern wir keine Kampfmaschine in der Superrüstung, sondern einen Mechaniker, der sich auf seine "Werkzeuge" (z.B. Plasmabrenner) verlässt. Die Munition ist tendenziell knapp, die Umgebung düster und das ganze ist ordentlich auf Horror gebürstet. Das ist den Entwicklern Visceral Games vorzüglich gelungen. Die Schockmomente sind zwar etwas berechenbarer als im Vorgänger, dafür sorgen Grafik, Soundkulisse und vor allem Inszenierung für ordentlich Gänsehaut. Besonders letzteres ist in Dead Space 2 wirklich herausragend gut gelungen: Die gescripteten Action-Sequenzen und Quick-Time-Events (QTEs) sind abwechslungsreich und mitreißend. In kreativer Weise vermitteln diese Einschübe eine flüßig-mitreißende Verbindung zwischen den Spielabschnitten.
Die Story um die Unitologen, den außerirdischen Marker und die grausigen Necromorphs ist zwar nicht taufrisch, aber in meinen Augen durchaus geeignet, den Spieler zu motivieren und das "horrormäßige" Spielgefühl zu transportieren. In bester System Shock 2-Manier macht man sich auf, das Schicksal der Bewohner und die Geheimnisse hinter den Ereignissen per Text-, Audio- und Videolog zu entschlüsseln. Das macht ordentlich Spaß, einziger Wermutstropfen: Die Storyelemente sind vielleciht ein bißchen rar gesät, ein wenig mehr Background hätte zur Generierung einer guten Stimmung ordentlich beitragen können.

Positiv fällt hingegen auf, dass isaac Clarke nun nicht mehr nur ein gesichtsloser Avatar des Spielers ist, sondern diesmal wesentlich lebendiger mit seiner Umwelt agiert. Wir hören Isaac reden und dürfen auch recht oft mal sein Gesicht sehen ;). Das macht unseren Protagonisten gleich ein Stück sympathischer. Überhaupt ist Dead Space 2 auch dank der guten Inszenierung (s.o.) lebendiger als der Vorgänger: Es gibt Charaktere die wirklich "agieren", und nicht nur ausschließlich per Videobotschaften Isaac von A nach B dirigieren. Dies macht das Szenario glaubwürdiger, insgesamt kriegt man aber auch in diesem Teil leider recht wenig vom "Drumherum" mit. Auf einer Raumstadtion mit mehreren Millionen Seelen sollte eigentlich etwas mehr los sein.

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GRAFIK:

Die Grafik ist in meinen Augen zwar kein Meilenstein des Genres, aber erfüllt alle Vorraussetzungen, das Spielgefühl zu transportieren. Die Lichteffekte und Texturen sind liebevoll gestaltet, die Gesichter der Protagonisten gefühlvoll animiert. Hier gibt es nicht viel zu meckern. Daumen hoch... wenn man die entsprechende Hardware vorweisen kann. Also dringend die Hardware-Anforderungen in der Produktbeschreibung checken!

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SOUND:

Auch hier: Nichts zu meckern. Orchestrale Klänge, die üblichen "Spannungsfördernden" Geräuschspitzen a là "Oha, gleich passiert was!"... unterstützt die düstere Horroratmosphäre ausgezeichnet!

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STEUERUNG:

Hier hat Dead Space 2 glücklicherweise vom Vorgänger gelernt. Die Besitzer der PC-Version dürfen sich nun über eine ordentlich von der Konsole konvertierte Steuerung freuen. Und diesmal sind endlich auch die Tasten frei konfigurierbar! Zwar sind sowohl die Bewegungen des Protagonisten als auch das Zielen mit den Waffen nach wie vor etwas träge, daran gewöhnt man sich aber sehr schnell, und letztendlich ist dies auch geeignet, das "Survival"-Spielgefühl zu unterstützen: Die Trögheit treibt einen schon den Schweiß auf die Stirn, wenn eine Horde Necormorphs auf den Spieler zustürmt.
Hervorragend gelungen ist den Entwicklern dieses mal auch die Steuerung in den schwerelosen Spielsequenzen. Mit Schubdüsen und einer "am Boden ausrichten"-Funktion bekommt man das Gefühl der Schwere- und Orientierungslosigkeit schön vermittelt, ohne sich dabei aber zu verirren. Prima!
Zu guter Letzt sei auch noch das für die Konsole designte Inventar und HUD erwähnt. Alle wichtigen Anzeigen wie Lebenspunkte und Stase-Energie können wir von den Anzeigen auf Isaacs Rücken ablesen. Das Inventar, die Textlogs etc. werden in den Raum projeziert. Das sieht hübsch aus und fügt sich sehr gut in das Szenario ein, ist aber in der Handhabung manchmal etwas umständlich. Selbiges gilt für die Waffenauswahl. Ebenfalls betroffen von der Konsolenkonvertierung sind die QTEs, die in der PC-Version zum plumpen Tastenhämmern ("E") verkommen. Schade. Dies ist allerdings nur ein kleiner Kritikpunkt. Insgesamt ist die Steuerung gut gelungen und im Vergleich zum Vorgänger eine klare Verbesserung.

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LEVELDESIGN:

Die Programmierer haben sich bei der Gestaltung der Räume Mühe gegeben. Viele Details wie Botschaften, Gegenstände etc. erzeugen ein stimmiges Horrorszenario. Die Schwerelosigkeits-Szenarien, die imposante Kathedrale der Unitologen, die düsteren Gänge der Raumstation: Das sieht alles sehr hübsch aus. Leider aber mit der Zeit aber auch etwas redundant und geklont.
Das Leveldesign an sich ist aber gut auf die Handlung zugeschnitten: Lange Wege oder sinnloses Herumgelaufe bleiben eigentlich vollständig aus, wie an der Schnur wird man durch die Geschichte getrieben. Wo wir auch schon beim vielleicht größten Kritikpunkt von Dead Space 2 angelangt wären: Für dieses Spiel ist der Begriff "linear" erfunden worden. Es gibt einen Weg, und nur diesen einen. Linearer könnte nur ein Railshooter sein. Hinzu kommt die praktische, aber irgendwie auch folgerichtige "Wegweiser"-Funktion, in der uns ein Lichtsignal den ohnehin offensichtlichen Weg anzeigt. Levelkarten gibt es nicht mehr, braucht es ja auch nicht mehr, die Levels sind allesamt Röhrenartig aufgebaut und geleiten den Protagonisten schnurstracks durch die Story. Der einzige Hauch an Entscheidungsfreiheit liegt in der ganz netten Upgradefunktion der Waffen. Schade, aber man kann ja auch nicht alles haben.

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UMFANG UND DRUMHERUM

Man sagt EA ja oft nach, vergleichsweise lieblose und kurze Merchandise-Klone auf den Markt zu werfen. So ist Dead Space 2 glücklicherweise nicht. Das Spiel ist gut zuende entwickelt und bietet mit etwa 10-15 Stunden einen für heutige Verhältnisse ordentlichen Spielumfang. Nach dem ersten Durchspielen gibt's im Singleplayer zusätzliche Gegenstände und andere Gimmicks, der Wiederspielwert ist aber eigentlich mäßig. Der Multiplayer ist nett, aber in meinen Augen nicht der Rede wert, weil das Spielkonzept für Spieler-gegen-Spieler Schlachten nicht dynmisch genug ist. Dead Space 2 ist auf den Singleplayer-Modus zugeschnitten.
Eher negativ zu erwähnen ist sicherlich der Registrierungszwang (Vorsicht: Dead Space 2 lässt sich nur einige Male installieren, danach ist die Lizenz weg und man muss zum Kundensupport!). Wer mit diesen Dingen nicht klar kommt, sollte die Finger von Dead Space 2 lassen. Und auch über die Unsitte, mit herunterladbaren Inhalten (DLC) noch zusätzlich Kasse zu machen, kann man geteilter Meinung sein. Glücklicherweise merkt man Dead Space 2 aber keine DLC-Lücken an.

Schlussendlich muss ich hier noch auf die enorme Brutalität des Spiels zu sprechen kommen. Dead Space 2 trägt das Label "ab 18" völlig zu recht und gehört nicht in die Hände von Kindern! Und auch zartbesaitete Erwachsene sollten die Finger von diesem Produkt lassen. Das Blut fließt hektoliterweise, das Spielprinzip ist darauf ausgelegt, seine Gegner sorgfältig zu zerteilen, und die ganze Kulisse ist ordentlich blutig. Es werden Augen ausgestochen, Kehlen aufgeschlitzt, Köpfe durchbort etc. etc.. Die Sterbeanimationen sind (unnötig) fein ausgearbeitet. Und für meine Geschmack ist Dead Space an einigen stellen ein bißchen über die noch durch die Horroratmosphäre rechtfertigbare Geschmacksgrenze hinausgeschossen. Ich sehe jedenfalls keinen gesteigerten Spielwert darin, mutierte kleinwüchsige (=Kinder) mit Speerkanonen niederzustrecken oder aufgedunsene Babys (!) mit Schneidbrennern den Kopf abzutrennen oder explodieren zu lassen. Unnötig. Und daher nochmal insgesamt die Wahrnehmung: Dead Space 2 ist nichts für Kinder oder Menschen mit schwachen Nerven!

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FAZIT:

"Dead Space 2" führt die Reihe würdig weiter und glänzt mit einer brillianten Inszenierung, einer ordentlichen Geschichte und einer akzeptablen Spielzeit. Das Spiel packt einen, reißt einen mit und jagt wohlige Schauer über den Rücken. Am ehesten könnte man Dead Space 2 mit System Shock 2 minus RPG-Elementen und Story dafür mit plus Blut, Gore und Inszenierung beschreiben. Insgesamt finde ich dieses Spiel äußerst gelungen und nur die erwähnte Linearität, die unnötige Brutalität und einige kleine Problemchen verhindern meine persönliche Höchstwertung.

Wer irgendwas mit dem Genre anfangen kann und kein Problem mit Registrierungszwang und ordentlich Brutalität hat, erhält wie auch schon beim Vorgänger eine klare Kaufempfehlung! Ich freue mich auf einen eventuellen 3. Teil.
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am 27. Juli 2015
Wer den ersten Teil gespielt hat weiß worauf er sich einlässt aber auch für einsteiger geeignet. Die Geschichte baut nur leicht auf dem Vorgänger auf und sollte somit nicht viele Probleme darstellen, um der Geschichte zu folgen. Im Gegensatz zum ersten Teil ist die Steuerung und das Kampfsystem um einiges besser und es macht diesmal wirklich Spaß die Necromorphs in ihre Einzelteile zu zerlegen und an Horror mangelt es natürlich auch nicht. Wer also einen guten Horroshooter haben möchte macht mit dem Kauf von Dead Space 2 keinen Fehler.
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am 16. Januar 2012
Nach der Ankündigung war ich zunächst besorgt: Der Protagonist zeigt nun sein Gesicht, spricht und das ganze spielt auf einer Raumstation. Sollte die klaustrophobische Atmosphäre, die vor allem davon lebt, dass man gottverlassen alleine auf einem riesigen Raumschiff unterwegs ist, verloren gehen? Ich muss dazu sagen, dass ich Dead Space 1 für eines der bedeutensten und intelligensten Spiele aller Zeiten halte: Diese Mischung aus "Event Horizon", "Alien" und einiger weiterer Scifi/Horror-Klassiker war ein Kunstwerk (ebenso wie die genannten Filme). Meine Sorgen haben sich aber als unbegründet erwiesen: Teil 2 ist auf der Höhe des ersten Teils, genauso grueslig und klaustrophobisch. Insgesamt hat sich abgesehen von dem anderen Setting auch nicht so viel getan - ein paar Nekromorphs mehr dort, ein paar (wenige) neue Waffen hier. Wie die Entwickler die "Sprawl" gestaltet haben, ist allerdings visuell und stilistisch beeindruckend. Auch das Sounddesign stimmt wieder - ein Großteil der beklemmenden Atmosphäre kommt durch die Soundeffekte und vor allem den "Ambient Sound" zustande.
Insgesamt also wieder ein Meisterwerk. Eine ernstgemeinte Warnung allerdings: Selbst wenn man sich - wie ich - im Genre des Horrorfilms insgesamt zu Hause fühlt, ist Dead Space 2 stellenweise schon fast über der Schmerzgrenze. Ich muss beim Spielen immer mal wieder Pausen einlegen, weil ich das ganze unerträglich gruselig finde. Das Gesplatter ist dabei erfreulicherweise wie schon im Erstling kein Selbstzweck, kein voyeuristischer Genuss, sondern spielt eine Rolle in der mehr als ekligen Atmosphäre des Spiels. Wer also mit Alpträumen leben kann, muss dieses Spiel spielen: 5/5
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am 28. März 2016
Dead Space 2

Jetzt also zum 2 Teil dieser großartigen Third-Person-Shooter-Gruseltrilogie. Eines gleich vorweg: Man sollte vorher den ersten Teil gespielt haben. Oft wurde gesagt und geschrieben, dass der erste Teil zu gruselig für sehr viele Spieler sei und sie ihn deshalb nicht durchgespielt haben. Ich halte das für werbetechnischen Blödsinn, den kein Teil der Trilogie nötigt hat: Wer ein Gruselspiel spielt, sollte sich nicht wundern, wenn es tatsächlich GRUSELIG WIRD!!! Genauso ist der zweite Teil nicht minder gruselig, er verlagert aber den Gruselaspekt. Während im ersten Teil der Fokus in erster Linie in der beklemmenden, Einsamkeit lag, so liegt er (meiner Meinung nach) im Zweiten zusätzlich in Isaac's Psyche. Ab diesem Teil hat man Isaak auch eine Stimme verpasst was logischer Weise seine psychologischen Auseinandersetzungen mit sich und der Umgebung super unterstreicht. Die beklemmende Einsamkeit gibt es zwar auch hier aber doch etwas weniger als im vorangegangenen Teil. Die Story setzt 2 Jahre nach der des ersten Teils an und wird toll fortgesetzt!

Die Steuerung wurde entscheidend verbessert. So kann man jetzt alle Tasten frei belegen. Das habe ich aber nicht weiter genutzt, da ich (eigentlich Pfeiltasten-geher) mich mittlerweile an die W-A-S-D ' geh-Weise des ersten Teils gewöhnt habe.

Das Speichersystem wurde aus dem 1. Teil eins-zu-eins übernommen. Sehr schön: hat man das Spiel einmal durchgespielt kann man mit den gefundenen und gewonnenen Ausrüstungsgegenständen von vorne beginne und jetzt auch endlich den Schwierigkeitsgrad ändern.

Die Grafik macht nochmal einen Satz nach vorne. Alles wirkt etwas runder: Die Animationen, die Schatten und Lichteffekte (mal drauf achten: In bestimmten Räumen reflektiert die Umgebung Isaak's leuchtendes Sichtfeld) sind alle samt etwas schöner. Der erste Teil sah (und sieht) aber auch noch genial aus. Außerdem ist der zweite Teil wesentlich Farbiger geworden. Die Grafik wirkt für mich dadurch wesentlich lebendiger, von den Szenarien finde ich es aber auch langweiliger - wenn auch abwechslungsreicher. Die Raumstation hat halt mehr Möglichkeiten als ein Abbauschiff (wenn es auch das größte war/ist).

Der Sound ist auch gewohnt super aber man sollte in der deutschen Version die Untertitel an lassen. Manche Funksprüche (in nenne es/sie mal so ) sind dermaßen verzerrt, dass man die Dialoge oft gar nicht oder nur sehr schwer verstehen kann. Damit wird es dann auch nahezu unmöglich der Haupthandlung zu folgen. Sonst ist die Synchronisation wieder super. Die Stimmen sind klasse gewählt und die Hintergrundgeräusche sind für viele Schockmomente gut.

Es wurde oft das sogenannte 'Backtracking' im ersten Teil kritisiert. Im zweiten Teil kommt dieses so gut wie gar nicht mehr vor - sollte man meinen. Dafür sind viele Abschnitte eines (oder mehreren) Levels sehr ähnlich bis gleich gehalten. Für mich ist das schlimmer als -wie im ersten Teil- öfters in alte Szenarien zurück zu gehen: Man soll sich zwar in einer neuen Umgebung befinden aber es ist doch die gleiche Umgebung, egal ob es sich dabei um die Wohn- oder die anderen Bereiche handelt. Alles in allem tut das der Atmosphäre aber keinen Abbruch. Es ist eben Geschmacksache.

Ohne zu viel zu Spoilern, sei doch gesagt, dass es keine von den gewaltigen Zwischenmonstern gibt. Waren Manche im ersten Teil noch so groß, dass sie ganze Räume oder Teile des Schiffes bedeckten, sind die aus Teil 2 höchstens drei bis viermal so groß wie Isaak. Das finde ich etwas Schade. Neu sind kleine Minispielchen, die ab und zu auftauchen und auch gelungen sind (nicht wie die nervigen Memory-Spielchen in Mass-Effect-2).
Dead Space 2 wurde auch oft für die Raumaufteilung kritisiert. Das hat mich wiederum überhaupt nicht gestört: Eine gigantische Raumstation würde eben weniger Möglichkeiten als ein Planet bieten und diese wäre somit ehr zweckmäßig aufgebaut und das gilt meiner Meinung nach auch für Kindergärten auf dieser Station. Schade ist auf der einen Seite aber, dass die Schwerkraftspielereien des ersten Teils gegen Antriebe am Anzug ausgetauscht wurden, auf der anderen Seite macht das rumfliegen aber auch Laune.

Stichwort Kinder: In Kinderhände gehört auch Dead Space 2 nicht!!! Das brutale Niveau des ersten Teils wird im zweiten Teil durch die bessere Grafik noch intensiviert. Auch hier gilt: Für Zartbesaitete oder Kinder ist Dead Space 2 nicht zu empfehlen!!!

Wie auch beim ersten Teil: Alle ANDEREN können zugreifen '
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Adrenalinschübe von Anfang an

Nach dem verdienten Erfolg des Survial-Horror-Shooters "Dead Space" lässt EA nun, gut zwei Jahre nach Erscheinen des ersten Teils, den zweiten Streich folgen. Wieder schlüpft der Spieler in die Rolle des Mechanikers Isaac Clarke und begibt sich auf eine Weltraummission, die sich erneut als beklemmend-brutaler Horrortrip entpuppt.
Mit hohen Erwartungen geht man an diesen 3rd-Person-Shooter heran und wird, nach der wie üblich zeitaufwändigen, aber problemlosen Installation, von den ersten Szenen an nicht enttäuscht: Nach einer so kurzen wie spektakulären Videosequenz wird man mitten ins blutige Geschehen hineingeworfen, Puls und Adrenalinspiegel schnellen sofort in die Höhe, und da man am Anfang seine Hände noch nicht einsetzen geschweige denn eine Waffe benutzen kann, heißt es erst mal laufen, laufen, laufen, bis der erste rettende Speicherpunkt erreicht ist und man verschnaufen kann, wenn auch nur kurz.

Mehr Story, mehr Action, mehr Tempo - aber auch mehr Linearität

Ein guter Einstieg, der sofort Lust auf mehr macht - und Dead Space 2 bietet im Vergleich zum Vorgänger tatsächlich ein Mehr an grafischen Highlights, ein Mehr an intensiven Schreckmomenten und ein Mehr an flüssiger Action an allen Ecken und Enden. Dennoch kommt auch die Hintergrundstory nicht zu kurz, sie geht sogar mehr in die Tiefe als bei Teil 1, was sich vor allem in Isaacs psychischer Verfassung ausdrückt, zudem trifft man im Spielverlauf auf mehrere menschliche Mit- und Gegenspieler, die der Handlung Tiefe verleihen.

Insgesamt haben die Entwickler sich auf das bewährte Prinzip von Dead Space verlassen; man findet sofort ins Spiel und fühlt sich in Isaacs Raumanzug quasi wie Zuhause, denn vieles ist gleich geblieben, so sind etwa die beiden bewährten Kräfte "Stase" (Verlangsamung) und "Telekinese" erhalten geblieben. Ersteres eignet sich vorzüglich, um die wirklich schnellen Gegner zu verlangsamen und dann zum Beispiel gezielt den Laser-Cutter zum Einsatz zu bringen, mit letzteren lassen sich allerlei Gegenstände - gerne auch abgetrennte Gliedmaßen - schweben, die man dann als Waffe verwenden kann.

Cooler Survival-Horror-Trip

Monstertechnisch hat das insgesamt 15 Kapitel umfassende Spiel viel zu bieten; tatsächlich sind die Gegner so cool und schaurig-schön designt, dass man sie gerne mal näher betrachten würde - zu dumm nur, dass dafür wirklich keine Zeit ist, denn auch bei nur kurzem Zögern ist man sonst schneller tot, als man "Stase" sagen kann. Stichwort Verlangsamung: Eins ist Dead Space 2 im Vergleich zum ersten Teil definitiv, nämlich schneller geworden - sowohl vom Ablauf der Story her als auch von den Bewegungen der Figuren; man hat weniger Zeit zum Überlegen oder Taktieren und muss permanent um sein Leben fürchten, während man um sein Leben rennend und (hoffentlich akkurat) schießend die Raumstation durchforstet.
Die daraus resultierende Dauer-Anspannung, die sich oft in fiesen Schock- und Schreckmomenten entlädt, macht diesen brutalen Survival-Horror-Trip zum Erlebnis auch für erfahrene Zocker. Auch die Geräuschkulisse und die atmosphärischen Sounds sind nicht von schlechten Eltern und lassen auch Nervenstarke immer wieder panisch zusammenschrecken! Im Vergleich zu Dead Space 1 ist der Spielablauf übrigens wesentlich linearer gestaltet, es gibt innerhalb der etwa zehn Stunden, die man für das Spiel benötigt, weniger Herumstreifen und Ausprobieren. Weil das Spiel aber so viel Abwechslung und Spannungsmomente bietet, stört diese Linearität aber eigentlich nicht.
Die Grafik ist im zweiten Teil auf jeden Fall ein Hingucker, sowohl was die Qualität der Darstellung als auch was das Design der Umgebungen und Charakter, besonders der Nekromorphs, betrifft!

Fans von Teamplay wird es außerdem freuen, dass Dead Space 2 einen Multiplayer-Modus bereit hält, mit dem man online nicht nur in die Rolle der Sprawl-Besatzung schlüpfen, sondern auch die todbringenden Nekromorphs spielen kann.

Bugs und Dead-Space-Speicherchaos

Ein Wermutstropfen, der allerdings nicht jeden treffen muss: Dead Space 2 birgt in der PC-Version einige Bugs, die es in sich haben können. In der vorliegenden Version war es trotz mehr als passender Systemvoraussetzungen und trotz aller Tricks, Kniffe und EA-Support-Hinweise nicht möglich, das Spiel nach der Installation auf einem PC mit Vista abspeichern zu lassen, es kamen immer wieder Fehlermeldungen - Abspeichern und damit Spielen: Fehlanzeige. Mit Windows 7 klappte es dann. Ein Blick ins Web zeigt, dass viele Dead-Space-2-Zocker mit Save- und sonstigen gravierenden Problemen kämpfen. EA hatte kurzzeitig bereits einen Patch veröffentlicht, der einige dieser Bugs beheben sollte, diesen Patch gibt es aber derzeit nicht mehr.

Fazit: Die Dead-Space-Reihe ist auf dem besten Weg, zum absoluten Klassiker unter den Survival-Horror-Games zu werden. Eine intensive, beklemmende Atmosphäre, überaus fiese Schockmomente, noch fiesere Gegner und eine mechanisch-durchdesignte Sci-Fi-Umgebung, auf die H.R. Giger stolz wäre: Mit Dead Space 2 wartet ein wirklich cooles, actionreiches Horrorgame auf unerschrockene Spieler, jedenfalls solange man von Bugs verschont bleibt.
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am 9. November 2012
"Dead Space" war ein wirklich gutes Spiel. Vor allem das Gefühl des klaustrophobischen Horrors wurde auf selten dagewesene, perfekte Art umgesetzt; auch die Schockeffekte waren wahrlich nicht von schlechten Eltern und sollen gerüchteweise sogar dafür gesorgt haben, dass einzelne Spieler gar nicht bis zur Schlusssequenz durchgehalten haben. Das zu toppen ist naturgemäß sehr schwer - und so ganz schafft es "Dead Space 2" nicht, seinen Vorgänger zu übertreffen. Dabei gibt es durchaus einige Verbesserungen. Größtes Plus ist die vereinfachte, besser zu bedienende und wesentlich flüssigere Steuerung. Zusätzlich gibt es neue Waffen, neue Möglichkeiten, die eigene Ausrüstung zu verbessern und eine nochmals verdichtete, extrem unheimliche Soundkulisse. Auch dass der aus Teil 1 bekannte Held Isaac Clarke nun endlich sprechen kann, trägt positiv zur Spielerfahrung bei. Die Grafik wurde hingegen nur marginal verbessert, erfüllt aber nach wie vor sehr gut ihren Zweck.

Technisch wurden gegenüber Teil 1 also einige sinnvolle Verbesserungen eingeführt. Die Aufgaben, die der Spieler erfüllen muss, haben sich hingegen nicht geändert. Man schnetzelt sich weiterhin durch Horden von Necromorphen, diesmal allerdings nicht (nur) auf einem Raumschiff, sondern an Bord einer großen Weltraumstadt, der so genannten "Sprawl". Zwischendurch gibt es die üblichen Hacker-Spielchen und man wird auch diesmal wieder per Funk auf einem streng linearen Weg durch den Ort des Geschehens geführt. Die Zwischensequenzen, bei denen man durch Tastendruck einem grausigen Tod entkommen muss, haben weiter zugenommen - kein Fehler, denn diese Events wurden sehr schön programmiert und fügen sich fast nahtlos ins Spielgeschehen ein. Auch Szenen, in denen der Protagonist von Visionen heimgesucht wird und dem Wahnsinn zu verfallen droht, wurden sehr gut und stimmig eingebaut, lediglich die "Stimme aus dem Jenseits" ist leider so stark verzerrt, dass man so gut wie kein Wort versteht.

So weit, so gut - man sieht schon, auch "Dead Space 2" ist wieder ein sehr gutes Spiel geworden. Dennoch möchte ich etwas ausführlicher auf die Problemzonen des Weltall-Survival-Horrors eingehen. Zunächst wurde einer der größten Kritikpunkte an Teil 1 beibehalten: Freies Speichern ist nach wie vor nicht möglich. Zwar haben sich die Programmierer erbarmt und die Speicherpunkte etwas dichter verteilt, dennoch fühlt man sich gegängelt, wenn man nicht speichern kann, wann man will. Dass das für die Atmosphäre unbedingt notwendig war, wage ich zu bezweifeln.

Ein anderes Manko betrifft die Länge des Spiels (wobei die "Länge" in diesem Fall auf Schwierigkeitsstufe "Normal" und eher gemächlichem Spielstil ungefähr 15 Stunden bedeutet). Grundsätzlich sind lange Spielzeiten ja durchaus positiv zu bewerten - in "Dead Space 2" hat das aber merkwürdige Folgen. So passiert es jedes Mal ganz knapp vor Erreichen des Ziels, das irgendetwas dazwischen kommt und man wieder auf einen Umweg geführt wird. Solche Wendungen sind prinzipiell eine gute Sache, in "Dead Space 2" werden sie aber inflationär und immer auf exakt dieselbe Art und Weise eingesetzt. Hier hätte entweder eine Straffung oder etwas mehr Abwechslung in der Gestaltung der "Cliffhanger" Not getan. Dazu passt irgendwo auch der Wiederspielwert - der ist nämlich nur vorhanden, wenn man gerne mal auf einer höheren Schwierigkeitsstufe spielt. Alternative Lösungswege gibt es für kein Kapitel. Die Übergänge zwischen den Abschnitten sind im Gegensatz zum Vorgänger fließend und werden nur kurz per "Kapitel X"-Einblendung angezeigt. Irgendwie merkwürdig, weil man oft erst am nächsten Speicherpunkt merkt, dass man überhaupt in einem neuen Kapitel ist.

Und noch ein Punkt, der Grund zu Kritik gibt, muss erwähnt werden. Wer kurz vor seinem Ausflug auf die "Sprawl" in "Rapture" war, wird bemerken, dass die - nennen wir es mal - "Ähnlichkeiten" zu "BioShock" nicht gerade weniger geworden sind. Um es deutlich zu sagen: Ob man sich nun durch die Weltraum- oder die Unterwasserstadt bewegt macht quasi keinen Unterschied. Dem gelernten "BioShock"-Spieler werden unter anderem die immer wieder auftauchenden Audio- und Textlogs, die die Handlung vorantreiben, bekannt vorkommen. Auch dass man per Funk ans Ziel geführt wird, ist beiden Titeln gemeinsam, ebenso das Upgraden der Waffen, das Hacken von Systemen und die beengte, unheimliche Atmosphäre. Ob die ehemaligen Bewohner der Siedlung durch "Adam" oder einen "Marker" verwandelt wurden, macht kaum einen Unterschied, ob man "Splicer" oder "Nekromorphen" tötet, ist fast das Gleiche, ob man einem Wassereinbruch oder dem Entweichen der Atmosphäre ins All zum Opfer fällt, ist nur ein marginaler Unterschied. Auch Werbeplakate, Shops und die generelle Ausstattung der Orte wirken mehr als ähnlich und die Harpune als Waffe hat man auch schon anderswo gesehen. Lediglich der sarkastische Humor von "BioShock" fehlt dem wesentlich ernsthafteren "Dead Space 2" fast völlig. Diese Übereinstimmungen müsste man eigentlich stark kritisieren - wenn denn nicht beide Spiele so viel Spaß machen würden. Dennoch, etwas mehr Eigenständigkeit wäre wünschenswert gewesen.

Noch ein Wort zur Brutalität in "Dead Space 2": Auch wenn die Schockmomente etwas abgenommen haben, man also nicht ständig knapp vor dem Herzkasper steht, wurde das ganze Vergnügen wieder ähnlich brutal gestaltet wie im Vorgänger. Das Abtrennen von Körperteilen bleibt ein essenzieller Faktor beim Beseitigen der Monsterhorden. Und ja, wie schon in anderen Rezensionen erwähnt: Insbesondere die Kinder-Station hat es in sich. Und das ist durchaus als Kaufwarnung für Zartbesaitete zu verstehen! Der "Ab 18"-Aufkleber ist hier absolut angebracht...

Nimmt man all diese Kritikpunkte zusammen und stellt sie den vorhandenen Verbesserungen gegenüber, erreicht "Dead Space 2" für mein Dafürhalten die gleiche Gesamtwertung wie der Vorgänger. Für die vollen fünf Sterne fehlt allerdings noch ein bisschen - die gibt es dafür beim Spielspaß, der sich im Vergleich zu Teil 1 aufgrund diverser Verbesserungen nochmals gesteigert hat. Übrigens wird die in "Dead Space" insbesondere gegen Ende leicht verwirrende Story durch den Genuss von Teil 2 wesentlich klarer. Damit steigt auch die Vorfreude auf die Fortsetzung.
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am 7. September 2013
Sehr gutes Spiel in deutlich verbesserter Optik und genialer Geräuschkulisse im Vergleich zum Vorgänger. Flüssiges Spiel mit herausforderndem Ende und angemessenem Storyanteil. Insgesamt massive Steigerung zum Vörgänger, der auch schon gut war!
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am 3. Juni 2012
Meine Dead Space 3 Vorfreude steigt ins Unermessliche!

Dead Space 2 hat alles, wonach ein Action Fan lechzt:

1.) Durchgehend packende Handlung, die ihre gesamte Pracht entfaltet, wenn man die beiden Filme, den Comic sowie beide Spiele konsumiert.

2.) Gewährleisteter Wiederspielwert durch freigeschaltetem Schwierigkeitsgrad nach einmaligem Durchspielen und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten (Maximieren der Waffen- sowie Rüstungsupgrades,Munitionskontingent muss perfekt abgestimmt werden aufgrund des notorischen Munitionsmangels und der zählebigen Necromorphs auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad)

3.) Eine ausgewogene Necromorph-Vielfalt mit teils absurden, teils absonderlichen Kreaturen.

4.) Die BESTE Soundkulisse die ich JE in einem Horrorgame über mich ergehen lassen durfte. Besonders die Areale ohne Gravitation und Vakuum bauen eine erdrückend glaubwürdige Soundkulisse auf!

5.) Überdies einer der besten Konsolenportierungen, Maus- und Tastaturkompatibilität perfekt programmiert, man ist immer Herr über seine Manöver (Vsync AUSGESCHALTET wohlgemerkt!) Hinzu kommt noch der moderate Hardwarehunger und die verhältnismäßig überdurchschnittlich gute Grafik, die sich insbesondere bei den detailliert "ausgeschmückten" Necromorph-Modellen bemerkbar macht"

6.) Physikalisch korrekt herumfliegende Einzelteile, die auch auf dem Boden und sonstigen Hindernissen LIEGEN BLEIBEN und nicht nach einer Zeit verschwinden, um das kleine bisschen Rechenaufwand zu sparen, diesen kleinen Aufwand nehme ich für die daraus resultierende Atmosphäre gerne in Kauf =)

7.) Gut sortiertes Waffenarsenal mit jeweils individuellen Wirkungen, jeder Necromorph ist anfällig gegenüber eine bestimmte Waffengattung,man sollte stets die richtigen Waffen mit sich herumschleppen, anderenfalls muss man sich auf eine negative Überraschung gefasst machen.

8.) Und die Lichtspielereien erst, du meine Güte, Gänsehautfeeling garantiert, zu guter Letzt noch die teils Oscarreif inszenierten (wenn auch gescripteten) Sequenzen, bei denen man den ein oder anderen Herzinfarkt erleidet, kommt zudem auch oft genug bei diversen Schockmomenten vor, wenn ein Necromorph dich unerwartet aus einer verdunkelten Ecke anspringt.

Leider Gottes müssen wir (achtung Wortwitz) noch eine Menge Zeit totschlagen, bis Dead Space 3 seine Necromorphs auf uns loslässt.
Wir haben schon einen ausufernden Ishimura Aufenthalt überlebt, die Wartezeit wird uns von daher auch nicht umbringen. ;-)
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am 26. November 2012
Mir ist bewusst, dass man nicht leichtfertig mit der Bezeichnung "bestes Spiel, das ich je gespielt habe" umgehen soll. Wenn ich mich im Büro mit Kollegen über PC Spiele unterhalte, dann kommt hin und wieder das Thema Lieblingsspiel auf. Unter Berücksichtigung von Spielen wie Half Life 2, Skyrim, Diablo 3, Portal 2 usw. sage ich dennoch, dass Dead Space 2 das beste PC Spiel ist, das ich je gespielt habe.

Vielleicht liegt es daran, dass ich als Kind heimlich Alien 2 geschaut habe und ich deswegen entsprechend "vorbelastet" bin. Jedenfalls ist die Atmosphäre von Dead Space 2 unschlagbar: Isolation, Weltall und Horror; Licht und Schatten; Soundkulisse -> alles perfekt! Was braucht man mehr?
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