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Kundenrezensionen

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am 10. Oktober 2004
Beim Sweden Rock Festival im Juni 2004 raubten die seit 2003 wiedervereinten und wieder in frühester Originalbesetzung angetretenen Europe dem (beneidenswerten) anwesenden Publikum den Atem - und auch das neue Studioalbum ist ein ganz großes Lebenszeichen einer der großartigsten Rock-Bands aller Zeiten. 13 Jahre nach dem "Prisoners in Paradise"- Album von 1991 geht "Start from the Dark" andere Wege als man es von der Band gewohnt war. Statt satter Keyboardmelodien sind die neuen Europe- Songs sehr riffbetont und rücken die gar nicht mehr nach den 80er Jahre- Europe klingenden Gitarren von John Norum, der einst 1987 die Band schon nach dem "Final Countdown"- Album verließ, deutlich in die vorderste Position. Keyboarder Mic Michaeli hat nur noch einen Statistenpart und darf vordergründig kaum mehr als ein Klavierintro zu SPIRIT OF THE UNDERDOG und ein paar stützende Harmonien beitragen. Die Marschrichtung des heavy ausgefallenen Albums wird beim Opener GOT TO HAVE FAITH klar: ein straighter Rocker mit großartigem Groove. Gefühlvoller geht es beim Titeltrack START FROM THE DARK zu, der mit seinem eingängigen Refrain dem Ruf der Band für grandiose Melodien alle Ehre macht und direkt ins Ohr geht. FLAMES überzeugt als einer der stärksten Songs des Albums mit einem eindringlichen Refrain, dessen grandiose Harmonien einen großen Suchtfaktor darstellen und beweisen, dass Europe auch heute noch packende Songs schreiben, die unter die Haut gehen und nicht klingen, als hätte man sie irgendwo schon einmal gehört.
Mit SUCKER ist noch eine waschechte und ultracoole Pose-Rock- Nummer mit am Start. Der Knaller der CD dürfte SPIRIT OF THE UNDERDOG sein. Der geniale Drive der von Breaks durchsetzten Riff im herrlich fesselnden Chorus erzeugt eine neue Pflicht- Nummer für Live- Auftritte. Kleinere Schwachstellen auf "Start from the Dark" sind WAKE UP CALL und REASON, die auch von hundert anderen Band stammen könnten. SONG NO.12 geht Europe- untypischerweise stark in Richtung Grunge, rockt aber enorm mit einem ekstatischen Chorus und den besten und höchsten Stellen für Joey Tempests Wunderstimme.
Auf dem Gebiet der Balladen klingen Europe wohl noch am meisten nach Europe. Außer der Slow Rock- Nummer SETTLE FOR LOVE zum Abschluss gibt es mit HERO eine super melodische Powerballade und mit ROLL WITH YOU einen wunderbaren Lovesong zwischen Melancholie und Mut. Beide Refrains glänzen mit dem gewissen "Etwas", dem richtigen Akkord zur richtigen Stelle, der den unverwechselbaren Flair von Europes 80er Jahre-Balladen aufleben lässt.
Alles in allem ist "Start from the Dark" ein klasse Album geworden. Stimmwunder Joey Tempest und Gitarrenzauberer John Norum halten im Team das, was ihre großen Namen versprechen: Gelungenes Songwriting und grandiose Umsetzung. Tempests Stimme hat rein gar nichts an Überzeugungskraft verloren - auch, wenn die ganz hohen Passagen seltener geworden sind. Norums Gitarrenarbeit ist bestechend in treibenden Riffs und knappen, songdienlichen Soli wie bei AMERICA. Wenn man sich ein bisschen an den neuen, moderneren Sound gewöhnt hat und ganz wenige schwächere Songs verzeiht, dann findet man schnell Gefallen an der Mischung aus solidem unerwartet straightem, erfrischendenem Hard Rock und der nötigen Portion Authentizität aus den Ursprüngen der Band.
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am 22. Oktober 2004
Die Jungs aus Schweden sind zurück. Vorbei ist die Zeit, in der Songs wie "The Final Countdown" geschrieben wurde. Man gibt sich weniger kommerziell, sondern geht eher "back to the roots" und die Songs sind von eher härteren Riffs geprägt. Die Songs gehen gut ins Ohr.
Im Einzelnen:
Got to have faith: Erste Singleauskopplung (dafür zu hart), etwas monoton aber ok
Start from the dark: Sehr melodisch, Mid-tempo, Ohrwurmqualität, etwas düster klingend
Flames: Ebenfalls sehr melodisch, mein Favourit, auch mid-tempo, abwechslungsreich, klingt etwas nach "The Rasmus"
Hero: Sehr schöne Ballade, Bon Jovi-like
Wake up call: düsterer Track, harte Riffs, Tempiwechsel, melodisch
Reason: Klingt etwas alternativ, aber warum nicht etwas abwechslung, eher ruhiger Track.
Song #12: Teilweise wie früher Black Sabbath, klingt recht nichtssagend und sehr Europe-untypisch. Für mich das schlechteste auf der CD.
Run With You - Schöne Ballade - nicht mehr nicht weniger
Sucker: kann man sich anhören, aber recht langweilige monotone Melodie
Spirit of the underdog: geht gut ins Ohr, nette Melodie und geprägt von gutem Gittarensound
America: Schnelle typische Hardrocknummer, vielleicht auch nen Tick zu monoton....Rammsteins America ist da abwechslungsreicher ;-)
Settle for love: Nochmal ne schöne Ballade.
Insgesamt also ein gutes Album mit unterschiedlichen Rhythmen, bis auf 2-3 Songs schön melodisch, sehr gittarenlastig, alle aber eher mit einem depressiven Hauch... Mir gefällts
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am 26. Oktober 2004
Ich hab es nicht mehr für möglich gehalten, dass diese Band nochmal eine CD aufnimmt und dann noch eine so starke. Ich bin begeistert! Am Anfang war ich skeptisch, aber das hat sich sehr schnell gelegt. Zu den Liedern
1. Got to have Faith
Ein würdiger Opener mit viel Drive, einem Hammersolo und diese Stimme :-) 5/5
2. Start from the Dark
Fängt etwas verhaltener an, steigert sich, dann aber, sehr melancholisch. 5/5
3. Flames
Ein wirklich starker Song, geile Zwischenpartien und super Refrain 5/5
4. Hero
Endlich ein Song der an alte Europe-Lieder erinnert, sehr schöner Refrain und soofter als die Anfangslieder. 5/5
5. Wake up call
Noch geiler als Hero, toller Refrain und schönes Solo, sehr heavy der Song! 5/5
6. Reason
Nicht schlecht, aber ein schlechter Song dieser CD und zu langweillig, aber trotzdem anhörbar. 4/5
7. Song No.12
Komischer Songtitel, geht leicht in den Grunge. Anhörbar aber auch kein Highlight. 4/5
8. Roll with you
Die erste richtige Ballade. Schön melancholisch und schön emotional. 5/5
9. Sucker
Toller Poser-Metal Song. Der Refrain ist nicht so toll, sonst sehr gut. 4,5/5
10. Spirit of the Underdog
Der geilste Song auf der CD. Schöner Anfang, toller Rfrain, geile Gitarrenarbeit und ein geiles Solo. Besser gehts nicht 5/5
11. America
Kurz und gut. Tolles langes Solo. 5/5
12. Settle for Love
Tolle Ballade zum Abschluß. Schöne Akkustikgitarre und toller Text. Mein Lieblingslied :-) 5/5
Was will man dazu noch sagen, außer bis auf die kleinen Schwächen eine tolle CD, die die neuen Bon Jovi Sachen locker übertrifft, von der Gitarrenarbeit könnten sich Mr Bon Jovi und Mr Sambora noch was abgucken.
Stay savage
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am 24. Dezember 2012
John Leven äußerte sich in einem Interview 2004 in etwa so, dass man die damals neue Europe-Platte schon ein paar Mal hören muss, um jeden Song wirklich wertschätzen zu können. Das sagt für gewöhnlich jemand, der weiß, dass etwas Neues entstanden ist, was manche Hörgewohnheiten enttäuschen kann. So war es zuerst auch bei mir, ich habe die CD einmal gehört und weggelegt. Dann habe ich mir die zugehörige Live-DVD gekauft, eher wegen der alten Europe-Songs, und ich war schwer beeindruckt. Nicht nur von der Performance, sondern auch plötzlich von den neuen Songs. Alles hat bei genauerem Hinhören Hand und Fuß, strotzt vor Überraschungen, klassische Akkordfolgen werden bewusst in die Irre geführt, die Arrangements sind kunstvoll arrangiert und jeder (!) Song hat eine ganz eigene Aura. Europe hat sich auf Start from the dark elfmal neu erfunden, und inzwischen ist dieses Neuanfangsalbum bereits als legendär zu bezeichnen, weil es die Band auf eine andere Songwriting-Ebene hebt, eine Qualität, die nur noch ganz wenige Bands und Musiker haben, nämlich Rockmusik als Kunst zu kreieren. Selbst ein Song wie Hero, von der Ohrwurm-Qualität keinen Deut schlechter als die großen Europe-Balladen, verzichtet auf Streicher-Pathos und drückt gitarrenlastig arrangiert vielleicht mehr aus, weil man sich vieles dazudenken muss. Das ist vielleicht auch das Geheimnis dieses grandiosen Albums.
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am 2. März 2015
Hat mit den Bombast-Radio-Hit-Lieferanten der 80er nichts mehr zu tun. Heruntergestimmte Gitarren, moderne Arrangements, immer eine melancholische düstere Traurigkeit in den Songs. An Sänger Joey Tempest kann man noch heraushören dass es sich um Europe handelt. Vieles ist balladesk, das meiste im Midtempo, richtig hart oder schmissig wirds nie, obwohl John Norums Gitarre mal das ein oder andere härtere Riff raus haut. Die meisten Songs sind auch recht gut gelungen mit schönen modernen Melodien, das ganze könnte auch ein aktuelles Bon Jovi-Werk sein. Aber erwartet hatt ich mir meine alten fröhlichen Bombast-80er-Europe mit anständigen Mitsinghymnen und nicht so eine völlig andere wehmütige nachdenliche Musik. Die Band hätte sich umbenennen sollen, auf diese Weise komme ich mir verarscht vor. Ich kann mich noch gut an 2004 erinnern als ich nach mehrmaligem Hören des Albums fast verzweifelt da sass und die Welt nicht mehr verstand.
Trotzdem bis heute ab dem Comeback das für mich beste Europe-Album.
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am 27. September 2004
Nun, da ist sie also, die neue Scheibe von Europe, auf die sicherlich nicht nur ich seit Jahren gewartet habe. Als ich die ersten Soundschnipsel im Internet hörte, war ich, so wie viele Andere, ziemlich überrascht und vielleicht auch ein bischen enttäuscht über die moderne, härtere Gangart von Europe, die so gar nicht mehr nach den "alten" Zeiten a la "Prisoners in Paradise"... klingen. Wer sich also ein Comeback mit einer zweiten "The Final Countdown" CD gewünscht hat, wo doch auch der Produzent von "Start from the dark" schon der selbe ist, der wird an dieser CD keinen Gefallen finden. Es sei den man ist aufgeschlossen gegenüber den neuen Europe, die sich nicht, wie so viele anderen, einfach mal selbst zitieren und nichts Neues mehr zu Stande bringen. Die Stärke der Songs auf "Start..." erschließt sich sicherlich erst nach mehrmaligem Hören. Bis auf "Song no. 12" sind aber alle Stücke bärenstark, toll gesungen, gespielt und produziert und rocken was das Zeug hält. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Textzeilen von der ersten Single "Got to have faith" wahr werden: "I get the feeling Things will never be the same I get the feeling That I can win again". Gebt der CD eine faire Chance...
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am 14. April 2005
Den Synthiepopfreaks, die Europe in erster Linie mit "Final Countdown" und dem 88er Album "Out of this World" verbinden, empfehle ich dringend, die Finger von diesem Werk zu lassen. Joey Tempest und der zurückgekehrte John Norum haben auf diesem Werk die Gitarren mal wieder schön krachen lassen. Aber wie gewohnt in bester melodischer Manier. Keyboarder Mic Michaeli, der sich in den 13 Jahren seit dem letzten Europe-Studioalbum mit Basser John Leven und Schlagzeuger Ian Haugland bei Brazen Abbot vergnügt hat, kann einem fast ein wenig leid tun: Bis auf das virtuose Vorspiel bei "Spirit of the underdog" kommt er praktisch nicht zum Tragen. Den Headbanger stört das wohl wenig. Anspieltipps: Das hitverdächtige "Spirit of the underdog", das schnulzig-schöne "Hero" und der Starttrack "Got to have faith".
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am 2. September 2005
Ein neues Europe-Album - hatte ich darauf wirklich gehofft?
Seit 1995 habe ich das Internet nach Europe-Seiten durchforscht, dabei alle Anfänge von diversen, teils großartigen Fan-Pages erlebt, und die Wege meiner Helden verfolgt - eine Reunion schien in weiter Ferne: John ging seine eigenen Wege (seinen starken Anfangsalben folgten unausgegorene, die natürlich trotzdem mit phantastischer Gitarrenarbeit aufwarteten; Mic, John L. und Ian spielten mal hier, mal dort ((unbedingt Glenn Huhges "Burning Japan Live" anhören)) und Joey folgte einem recht eigenwilligen Weg ((dem meiner Ansicht nach großartigen ersten Album folgte ein zweites Starkes und ein drittes Unvollkommenes) - doch würden die Jungs es erneut zusammen probieren?
Tja, sie haben es und legen nun dieses Album vor, das Fragen aufwirft...
Warum haben die Jungs die eigene Vergangenheit konsequent ignoriert? Warum singt Joey heute tiefer; spielt Mic keine Hauptrolle mehr, John songdienlich und nicht mehr virtuos und show-off-mässig wie in den 80ern?
Ganz einfach - weil wir mittlerweile eben in 2004/2005 leben und die Jungs sich der Sache klar waren: Ein "Final Countown Part 2" würde keinem irgend etwas bringen.
Und mal ehrlich, kann man ein solches Album, das zudem ja am Anfang auch von vielen Produzenten verkannt und abgelehnt worden ist, toppen?
Kann man einen solchen Alltime-Heuler wie "TFC" noch einmal schreiben?
Nein, denn daran krankte schon "Out Of This World", ein sehr starkes Album, das aber leider den Erwartungen nicht Stand halten konnte, obschon die Jungs schon damals nicht einen "TFC"-Nachfolger einspielen wollten...
"Prisoners In Paradise" war nicht nur für mich (der ich ja nun seit 1986 Fan bin) eine mittlere Katastrophe - hier verhob man sich am Versuch, den amerikanischen Markt a la Bon Jovi zu knacken, dabei allerdings grundlegend verkennend, daß sich der Musikgeschmack in Amiland grundauf geändert hatte. Grunge regierte und klassischer Hair-Hardrock ätzte fortan - Bon Jovi hatten mit "Keep The Faith" ein weitaus besseres Näschen, obgleich ich dieses Album immer als Anbiederei empfunden habe.
Nein, Europe haben diesmal fast alles richtig gemacht.
Sie haben sich auf ihre Wurzeln (britischer und deutscher Hardrock ((Deep Purple, UFO, Thin Lizzy, MSG, Scoprions)) besonnen und den Bogen zur Gegenwart gespannt - „Start From The Dark" ist einfach eine zeitgemäße und ehrliche Standortbestimmung einer immer noch überirdisch gut spielenden Band, die sich nunmehr aber voll in den Dienst ihrer Songs zu stellen vermag. Da wird kein Gitarren-Gepose, keine unnötige Vokal-Akrobatik, kein überflüssiges Keyboard-Breitwandgewitter heraufbeschworen - nein, hier sollen einfach gute Rocksongs im Vordergrund stehen und für sich sprechen.
Und warum gibt keine 5 Sterne?
Einfach aus dem Grund, da ich zu viele Mitschnitte aus dem Proberaum oder aus vorangegangenen Studio-Sessions gehört habe , die noch besser waren. Jungs, packt diese Sachen in ein zeitgemäßes Gewand und ab dafür!!!
Live sind die Jung zudem tight, heavy und mit einer Spielfreude ausgestattet, daß es dem geneigten Fan (und nicht nur dem) die Tränen der Rührung in die Augen treibt!
So muß ein Comeback klingen - ob es gelingt ist fraglich...
Die Tour im Herbst 2004 hat mich elektrisiert - dennoch fand sie im Schatten der Öffentlichkeit statt. Schade, aber der Post-Bravo-Faktor hängt ihnen noch heute an. Viele meiner Kumpel wollten sich die einstig pinkfarbenen Adidas-Trainingsanzugträger nicht mehr antun.
Ich wünsche den Jungs Mut und Kraft - die Nord-Amerika-Tour diesen Jahres war wohl auch in kommerzieller Hinsicht eher ein Flop, so daß abzuwarten bleibt, ob die Jungs dranbleiben oder aufstecken...
Egal, "Start From The Dark" bleibt ein Werk, das für sich spricht - Danke Europe!
Und wer weiß, vielleicht kriegen die Jungs es ja doch wieder hin...
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am 3. Oktober 2004
Zugegeben, ursprünglich hatte auch ich ein neues, typisches Europe-Album erwartet: Eben jenen 80ties-Melodic Metal mit breiten Keyboard-Sounds, Flitzefinger-Riffs, usw. Kein (teils überproduziertes) Album im Stil von "Prisoners in paradise", eher eine Fortsetzung von "The Final Countdown", zumal ja auch John Norum wieder dabei ist. Da mit Bands wie "The Darkness" oder Edguy der 80ties-typische Metal scheinbar wieder salonfähiger wird, hätte ein Anknüpfen an alte Zeiten gepasst...
Das erste komplette Durchhören der CD irritierte mich dann aber doch, weil diese Vermutung überhaupt nicht aufging: Joey Tempests Stimme brilliant wie eh und je, aber es gibt nur wenige Stücke (u.a. "Hero"), von denen man sagen könnte "DAS ist typisch Europe", das meiste andere Songmaterial ist einerseits tiefer, andererseits aber auch härter und direkter auf den Punkt gespielt. Mich hat dieses Album eher an die späteren Solo-Alben von John Norum erinnert, der auf Einzelpfaden ja doch deutlich härter war als Europe. Sein Einfluß bei der Komposition der neuen Songs ist unverkennbar.
Man sollte sich daher vom klassischen Europe-Bild lösen, die Band hat sich musikalisch ziemlich gewandelt. Der Breitwand-Sound wird heut nicht mehr über Keyboards produziert, sondern über die fetten und druckvoll gespielten Riffs von Gitarrist John Norum, der im Gesamtmix recht weit im Vordergrund liegt. Generell ist die Band heute puristischer, kommt eher auf den Punkt und selbst die Gitarrensoli orientieren sich nicht mehr am 80er-"Höher,schneller,weiter"-Syndrom, sondern am Song selbst, mit sehr hohem Wah-Wah-Anteil.
Alles in allem eine positive Weiterentwicklung, nur kann ich jeden alten Europe-Fan vor dem ersten Hören warnen: Europe sind nicht mehr gleich Europe - super, aber anders!
Man kann der Band nur wünschen, daß der Stilwandel bei den Fans ankommt und die Band einen zweiten Frühling erlebt. Verdient hätten sie es...
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am 20. Januar 2012
Was soll man sagen, mit neuem/alten Gitarristen rockiger als in den 80gern, weniger Gitarhymnen dafür mehr bodenständiger leicht Metal.

Tolles Album um die Gruppe neu kennen zu lernen. Wenns gefällt empfehle ich das aktuelle Album aus 2009 Last look at eden.
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