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am 18. Mai 2017
Vor Jahren habe ich die Millenium-Trilogie verschlungen, habe aber damals schon empfunden, dass der erste Teil mit Abstand am besten ist, die beiden Fortsetzungen sind zum Teil doch arg konventionell, ohne große Überraschungen.

VERBLENDUNG

Der investigative Journalist Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist), mit seiner verheirateten Geliebten Erika Mitherausgeber der Zeitschtift Millenium, verliert den gegen ihn vom Industriellen Wennerström geführten Prozess wegen Verleumdung , muss Strafe zahlen und nach einem halben Jahr eine mehrmonatige Haftstrafe absitzen.
Er zieht sich erst mal von der Arbeit zurück und erhält vom Großindustriellen Henrik Vanger einen Auftrag. Er soll herausfinden, was mit seiner vor Jahrzehnten verschwundenen Nichte Harriett, Tochter eines seiner Brüder, geworden ist, die an einem besonderen Tag verschwunden ist. Jedes Jahr erhält Vanger ein Bild, das er als makabren Gruß des Mörders deutet, er ist sicher, dass die Nichte einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.
Mikael begibt sich auf die Insel, deren einzige Verbindung zum Festland eien Brücke ist. Am Tag vor dem Verschwinden ist Harriett noch auf der Straße auf dem Festland in einer Menschenmenge bei einer Veranstaltung zu sehen, einen Tag später auf einem Foto am Fenster eines Gebäudes auf der Insel, die wegen eines Tankzugunfalls auf der Brücke wie von der übrigen Welt abgeschnitten ist.
Der 30köpfige Vanger-Clan ist eine Familie, die eigentlich nur durch die gemeinsame Firma zusammengehalten ist, eine traurige Zwangsgemeinschaftt, mit den unterschiedlichsten Charakteren, Haß , Nazivergangenheit von Henriks Brüdern, die Firma wird aktuell von Martin, einen Neffen von Henrik, geleitet. Wem war Harriett im Wege, die dem alten Henrik fast wie eine Tochter war?
Ohne dass es mir langweilig wurde tauchen vor uns und Mikaels Augen immer wieder 3 Bilder auf. Ein Foto der 16jährigen Harriett, auf dem sie einen fast an die MONA LISA erinnernden etwas unergründlichen Gesichtsausdruck hat, das Foto am Fenster auf der Insel am Tag des Verschwindens und ein Foto auf der Veranstaltung in der Stadt einen Tag vorher. In einer langwierigen und mühsamen Kleinarbeit sucht Mikael Fotografen und Zeitschriften auf, um an weitere Fotos von Harriett zu kommen. er hat den Eindruck, dass ein Bild zeigt, dass sie offensichtlichg große Angst hat, hat sie ihren Mörder gesehen?
Der Fall wird gelöst, und dabei hat Mikael, der in Lebensgefahr geraten ist, große Hilfe von Lisbeth Salander (Noomi Rapace), der zweiten "Heldin" der Trilogie. Die junge Frau arbeitet als Ermittlerin (meine beste!) bei der Detektei Milton-Security. ist eine geniale Hackerin, sieht aus wie ein metallgespickter und tätowierter Punk oder Gruftie und ist eine ausgeprägt antisoziale Persönlichkeit.

Soziopath, Psychopath? Leider werdden die Begriffe auch in der Psychologie und Kriminologie nicht immer korrekt angewandt. Auf der Seite >NEUROPOOL.com< werden Gemeinsamkeiten sehr prägnant dargestellt. In Kürze :beiden fehlt die Empathie, die fähigkeit, echte Beziehungen aufzubauen.
Der Psychopath hat eine angeborene Störung, kann sein Wesen aber gut verbergen, ist manipulativ, gesellschaftlich oft gut integriert, hat seine Emotionen im Griff bzw. kann sie verbergen, Verbrechen werden geplant.
Der Soziopath wird oft durch ein Kindheitstrauma zu einer impulsiven, im Umgang mit Mitmenschen auffälliger Persänlichkeit, erreicht selten eine gehobene Position, handelt impulsiv und oft planlos, stößt vor den Kopf. Ein schönes Beispiel lieferte Oliver Sacks in seiner Beschreibung eines Arbeiters, der nach einer schweren Frontalhirnverletzung zum Soziopathen wurde.

Nun, jetzt ordne man Lisbeth zu. Sie hat offensichtlich ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit gehabt, bei dem sie einen Mann mit Benzin übergossen und angezündet hat und dann viele Jahre in einer veschlossenen Jugendpsychiatrie verbracht.. Unglücklicherweise erleidet ihr gesetzlicher Vormund, den sie mit Mitte 20 noch hat, eine Hirnschlag, sodass ein neuer eingesetzt wird, der ihr das Geld kürzt, sie gängelt, zu sexuellen Handlungen zwingt und brutal missbraucht. Lisbeth lässt ihn leben, aber sie hat nach einem "Treffen" bei dem Sadisten und Vergewaltiger etwas gegen ihn in der Hand, dass ihn zwingen soll, ihr ihr Geld zu überlassen, regelmäßig positive Berichte über sie zu verfassen und in einem Jahr die Entmündigung aufheben zu lassen.
Mikael kann Lisbeth, die überzeugt ist, dass er von Wennerström in eine Falle gelockt wurde, als Helferin bei den Ermittlungen bekommen, und Lisbeth hat Hilfe durch einen ewig in seiner Höhle hängenden noch genialeren Hackerfreund, vor dem fast kein Computer seine Geheinmnisse wahren kann, wir sehen erst in VERGEBUNG, dass er nicht auf seinem Stuhl festgewachsen ist..

VERDAMMNIS UND VERGEBUNG

In den beiden Folgen der Trilogie, die mehr ineinander übergehen als Teil 1 zu Ihnen, steht mehr Lisbeth Salander im Vordergrund. Es beginnt wieder bei Millenium, die Zeitschrift gewinnt für 2 Monate einen neuen Mitarbeiter, einen jungen Journalisten, der über Mädchenhandel und Zwangsprostitution von osteuropäischen Mädchen und jungen Frauen recherchiert hat, er hat brisante Infos und kann renomierte Kunden nennen.. Seine Freundin hat ein Buch verfasst, in dem sie sich mehr um die Opfer kümmert, während er die Täter in Fokus hat.
Beide werden ermordet, sie haben wohl in ein Wespennest gestochen. Und fast zeitgleich wird Lisbeth, die ein Jahr in der Welt unterwegs war, (Teil 1 zeigte kurz, wie sie sich das leisten kann), wegen mehrfachen Mordes steckbrieflich gesucht. Natürlich ist Mikael von ihrer Unschuld überzeugt, die Spuren führen zu einem Verbrecher namens ZALA, der ehemalige GRU-Agent (russischer Militärgeheimdienst) ist mit brisanten Informationen nach Schweden übergelaufen, seine kriminellen Machenschaften werden gedeckt von einer sich verselbstständigt habenden Sektion der schwedischen Geheimpolizei, die zur Vertuschung ihrer Taten bereit ist, auch über Leichen in den eigenen Reihen zu gehen und mit daran Schuld ist, dass Lisbeth ihre Jugend in der Psychiatrie verbringen musste, ausgeliefert dem teuflischen Psychiater Teborian, wir wundern uns nicht, was dort aus der jungen Frau geworden ist, zumal wir jetzt auch ihre Familie kennenlernen. Die "gute Seite" ist vom Verfassungsschutz, und letztlich geht es den Verbrechern und der "Sektion" an den Kragen, große Überraschungen außer der Beziehung ZALA/Zalander passieren aber nicht mehr. Und beim Ende, als eine totgeglaubte Lisbeth wieder zum Leben erwacht, verlässt der Film (und in meiner Erinnerung auch das Buch) doch ein wenig die Glaubwürdigkeit.

In VERGEBUNG wird Lisbeth der Prozess gemacht wegen versuchten Mordes, während Blomkvist und seine Getreuen versuchen , nachzuweisen, welch Unrecht Lisbeth von Seiten der SEKKTION, der Psychiatrie mit Teborian und anderen Stellen angetan wurde. Auch hier wieder erhebliche Hindernisse, der leitende Staatsanwalt wird unter Druck gesetzt, Geheimdokumente gestohlen, fähige Ermittler ausgetauscht, ausgerechnet Teborian darf ein neues psychiatrisches Gutachten erstellen, in dem Lisbeth paranoide Schizophrenie attestiert wird und sie für immer hinter Anstaltsmauern und/oder im Gefängnis schmoren soll. Glück hat sie, dass der leitende Arzt der Klinik (zu jung!?), in der sie und ihr Beinahe-Opfer auf der gleichen Station liegen (geht es noch?), sie lange gegen Befragungen der Polizei oder des Psychiaters abschirmen kann.
Aber schließlich kommt es zum Prozess, bei dem Lisbeth, die zwischendurch ganz passabel herumlief, provokativ wieder mit Iro, schwarzen nietenübersähten Lederklamotten und gruftig geschminkt auftritt.
Die Öffentlichkeit wird wegen des brisanten und zum Teil auch delikaten Themas ausgeschlossen, und die Verteidigerin kann trotz aller Behinderungen bei den Vorermittlungen Beweise vorlegen, was der Staat illegal, die Sektion, der pädophile Teborian und weitere Beteiligte Lisbeth angetan haben, wunderbar spektakulär, wie das Kartenhaus zum Einsturz gebracht wird. Ob die Einsturz-Opfer nicht auch vorher schon entlastende Fakten hätten mitgeteilt bekommen müssen, muss ich mangels Kenntnis der Rechtslage, besonders natürlich in Schweden, offenlassen, so wie es läuft ist es natürlich "befriedigend spektakulär"

Ich nehme an, einen großen, wenn nicht den größten Teil der Faszination von Stieg Larsson's Trilogie macht die Persönlichkeit von Lisbeth Salander aus.
Der von Anthony Hopkins genial verkörperte Psychopath Hannibal Lecter fasziniert trotz der Abscheu vor seinen Taten, und die von Noomi Rapace, die mit der Rolle ihren Durchbruch hatte und später in weiteren Erfolgen wie "Prometheus" mitwirkte, beeindruckend gespielte Hackerin mit traumatischer Kindheit, Missbrauch und genialen Computerfähigkeiten sowie auch ihrem zum Teil provokativen Auftreten ist insbesondere in Teil 2 und 3 die Sympathieträgerin, natürlich auch aufgrund des Mitleidsbonus und Bewunderung, was dieses fast knabenhafte Persönchen ertragen muss, aber wie sie auch austeilen kann.

Wegen des wirklich hervorragenden ersten Teils der Trilogie kann ich diese Box mit 3 Director's Cut Versionen auch wegen des günstigen Preises nur enpfehlen. Die Lösung des Falles Harriiett Vanger ist trivial, der Weg dahin jedoch ungeheuer faszinierend, denn es finden sich komplexe Beziehungen im Kreis des Vanger-Clans, und es tuen sich bei einigen Protagonisten im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Abgründe auf.
Tei 2 überrascht (nicht einmal zwingend) durch die Verknüpfung ZALA/SALANDER, wir sehen hier zwar auch Abgründe und fürchterliches Unrecht eines Vebrechers und seine Deckung durch eine geheime Sektion der Staatspolizei, viele Wendungen, aber keine richtigen Überraschungen mehr.
Sicher enthalten Verdammnis und Vergebung starke Szenen und sind wunderbar gespielt, aber ein zweites Mal brauche ich sie mir nicht anzusehen, während Verblendung sicher nicht im Regal verstauben wird.

Doc Halliday
33 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2017
Ich finde die Filme immer noch besser als die Verfilmung mit Daniel Craig. Total spannend.
Ich finde gut, dass auf jeder DVD zwei Teile sind, weil diese ziemlich lang gehen.
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am 16. September 2017
Wie gut es tun kann, sich Filme nach einiger Zeit ein zweites Mal anzusehen und die gezeigte Leistung aus einigen Jahren Distanz zu betrachten, konnte ich bei den drei Romanverfilmungen des verstorbenen Autors Larsson erleben. Unmittelbar nach der Veröffentlichung hatte ich am Stück alle drei Teile in der Kinofassung (trotzdem pro Folge immer noch mit einer Laufzeit von über zwei Stunden, also insgesamt rund sechs Stunden!) schon als Original mit engl. UT gesehen, war aber angesichts des Hypes, der im Vorfeld um diese Reihe gemacht wurde, seinerzeit bitter enttäuscht. Ich kenne unzählige skandinavische Krimis, darunter einige wirklich brillante Meilensteine des Kinos (Nightwatch, Insomnia, Naboer, Kandidaten, Villmark, Snarveien, ID:A, So finster die Nacht usw.). Das was mir damals geboten wurde, konnte aber sowohl von der Aufmachung (Toneffekte, Kameraführung, Bildqualität, Nebenfiguren) als auch inhaltsmäßig nicht überzeugen und wirkte zum Teil billig gefilmt, stark gerafft und wie lieblos aneinandergeklatscht, an anderer Stelle wieder äußerst zäh und behäbig inszeniert - kurz: eine Literaturverfilmung wie gewollt, aber nicht gekonnt. Man wurde in die Handlung geworfen und nach dem ersten und zweiten Teil immer mit dem Gefühl zurückgelassen, dass hier etwas fehlt und der dünne Faden zum Nachfolgewerk nur gezogen wurde, um mit einer Trilogie Kasse zu machen. Das Repertoire von Stieg Larsson umfasst nämlich ursprünglich noch viel mehr Bücher rund um die Figuren des Redakteurs Blomqkvist und der zerbrechlichen Researcherin Salander, diese wurden aber wegen seines frühen Todes nicht mehr fertiggestellt. Ich weiß jetzt auch, warum mir das nicht so recht schmecken wollte! Rund zehn Jahre später habe ich nun zur Box der ursprünglich als TV-Miniserie konzipierten Langfassung gegriffen, die aus 3 DVDs mit jeweils 2 Teilen eines Films plus einer Bonusscheibe besteht (gibt es identisch auch als Blueray). Bei 15 Euro kann man nicht viel falsch machen. Hier wird (bei einer Laufzeit von fast 3 Stunden pro Film!!!) wesentlich mehr erklärt und auch die in der Kinofassung abreißenden oder komplett fehlenden Story-Stränge bzw. Einstellungen, Inserts und Close-ups sind hier vorhanden. Insgesamt entsteht also ein vollständiges, rundes und detailliertes Bild von der Handlung vom Anfang 1993 bis zum Prozessausgang. In Deutschland wurde diese ursprüngliche, für das Abendprogramm erstellte, alternative Schnittfassung, die auch im originalen Bildformat vorliegt, als "Directors Cut" vertrieben, was falsch ist. Ich bleibe dabei, dass es sich "nur" um eine ordentliche, durchschnittliche Krimiserie auf Niveau des (dennoch guten) Kommissar Beck oder der Wallander-Serie handelt, denn gerade die Fernsehoptik schimmert in vielen Bereichen durch und manche Wendung scheint arg konstruiert und es tauchen immer neue Personen auf. So ein Sumpf aus Korruption, Intrigen und Lügen traut man den netten Schweden gar nicht zu. Immerhin ist es eine Koproduktion der TV-Anstalten einiger nordischer Länder mit dem ZDF. Da muss man natürlich andere Maßstäbe anlegen und große US-Messlatten im Kopf haben. Die ähnlich gelagerten Fälle rund um die Journalistin Annika Bengtson mit Malin Crepin in der Hauptrolle oder die Reihe um den Privatermittler Varg Veum sprechen mich in Bezug auf die Charakterausarbeitung, auf Tempo, Spannung, Optik und Kamerarbeit deutlich mehr an! Das ist aber sicherlich Ansichtssache. Dennoch konnten mich diese Langfassungen der Millennium-Reihe insgesamt von der Story her überzeugen, die (stark gekürzten) Kinofassungen mit beschnittenem Bild konnten das nicht und ließen mich oftmals etwas ratlos zurück, denn teilweise wurden interessante Ermittlungsansätze in der Kinoadaption scheinbar "verworfen" oder nicht mehr weiter verfolgt, was nur dem Schnitt bzw. der Kürzung um fast eine Stunde pro Film zu verdanken ist und nicht etwa dem Drehbuch oder den Regieanweisungen. Genau genommen handelt es sich (trotz der verwirrenden und falschen dt. Namen Vergebung, Verblendung, Verdammnis - die kurioserweise für den unwissenden Kunden noch mit den Olsen(!)-Verfilmungen und deren falschen dt. Übersetzung Erlösung, Schändung und Erbarmen nur scheinbar fortgeführt werden um Kohle zu scheffeln!) um drei eigenständige Kriminalfilme mit einigen Parallelen bestehend aus jeweils zwei Teilen, von denen der erste (Männer, die Frauen hassen) inhaltlich und von der Figurenzeichnung her der Stärkste ist, während das Niveau zum zweiten Ableger hin (Die Frau die mit Feuer spielte) bereits deutlich abfällt. Dabei weiß dieser aber mit guter Action, tollen Box-Szenen und schönen Sets zu überzeugen. Der dritte Teil (Das gesprengte Luftschloss oder die Frau die ins Hornissennest hineinstach) besteht dann überwiegend aus der Aufarbeitung des Skandals, den Vertuschungsversuchen und der Gerichtsverhandlung, ist also sehr dialoglastig und man muss ganz schön am Ball bleiben um bei der Liga der korrupten Gentlemen (Altherren-Kartell aus 10 ehemaligen Verfassungsschutzleuten, die alle irgendwo Dreck am Stecken haben) noch durchzusehen. Dabei hilft auch nicht, dass einige im Verlauf eliminiert werden. Am Ende steht der Showdown und das Fragezeichen nach einer Fortsetzung, die aber wohl durch das Ableben des Buchautors, der die Vorlagen lieferte, kaum noch realistisch erscheint. Der Satz von beiden Hauptfiguren "Wir sehen uns" lässt aber diesen Schluss zumindest offen, falls die Witwe von Larsson seine Aufzeichnungen doch einmal herausgeben sollte. Insgesamt variieren Ablauf und Spannungsbogen der drei Teile stark und auch die grafische und atmosphärische Gestaltung könnte unterschiedlicher kaum sein. Von einer Trilogie zu sprechen, ist daher nur bedingt sinnvoll. Die Regisseure wechseln auch (das hat diese Reihe mit Varg Veum gemeinsam). In Teil 1 (Männer die Frauen hassen) führte der serienerfahrene Niels Arden Oplev (u.a. Adler, Under the dome, Unforgettable) Regie und lässt es noch am ehesten nach Hochglanz ausschauen, für Teil 2 (Die Frau die mit dem Feuer spielte) und 3 (Das zerstörte Luftschloss oder das Hornissennest) zeichnete der im Genre noch neue Daniel Alfredson verantwortlich (vor allem von Beck-Folgen bekannt), dem die Umsetzung der komplexen Romane sichtlich mehr Schwierigkeiten bereitete und der es nicht in jeder Szene schafft, den Zuschauer bei der Stange zu halten oder das Buch visuell ansprechend und authentisch auf der Leinwand darzustellen. Hier machen auch einige Schwächen bei der Inszenierung und beim Plot bemerkbar, die im ersten Teil nicht vorhanden sind, ebenso wie die teilweise zu langen Erklärungen durch Worte. Dennoch liefert diese TV-Miniserie gute Unterhaltung, so ist es ja nun auch nicht. Die Filme sind aber nur in der hier besprochenen Langfassung wirklich thematisch stimmig und spannend, für das Kino mussten sie ordentlich Federn lassen was unweigerlich zu Löchern im Script führt). Also für alle, die die Reihe noch nicht kennen, kann man eine klare Empfehlung für diese englische Box aussprechen. Hier stimmen Preis und Leistung wirklich und fast ist man geneigt zu sagen, das Produkt ist besser als es den Filmen gerecht werden würde. Da braucht es auch keine US-Neuverfilmung mit einem 007-Craig, von der es bisher nur der erste Teil in die Läden geschafft hat, ob es weitere Remakes gibt ist nach sovielen Jahren fraglich. Die schwedischen Filme kann man in der Trilogie von Momentum Pictures (nicht E1 Entertainment!) in der Originalfassung oder gedubbt auf Englisch sehen und wahlweise englische Untertitel oder Untertitel für Hörgeschädigte zuschalten oder auch weglassen (ist ja bei Schwedisch auch nicht immer selbstverständlich, weil der Lizenzgeber das Abschalten oftmals untersagt). Im Gegensatz zur lieblosen deutschen Veröffentlichung der Langfassungen ist hier also der schwedische O-Ton enthalten, im Gegensatz zu den dt. DVDs der Kinofassungen lassen sich beim O-Ton auch die UT abschalten. Und: Hier gibt es eine Bonus DVD sowie vor auch den kompletten, animierten Vorspann vor jedem Teil, auch dieser fehlt bei der deutschen Veröffentlichung (d.h. die Box ist in D unvollständig oder hart gesagt die Filme sind faktisch geschnitten worden), weshalb alle 6 Teile auf der britischen DVD etwa 2 Minuten länger laufen als in Deutschland. Das muss man sich einmal vor Augen halten, dass die 3er-Box mit den Langfassungen in Deutschland mit dem Vermerk ("Erstmals in voller Länge!") nur eine gekürzte, deutsche Synchronfassung und keinerlei Untertitel enthält und dann noch der Vorspann abgeschnitten wurde! Da kann man sich die Filme ja gleich von ZDF HD aufnehmen. Auch fehlt in Deutschland sowohl bei DVD als auch bei Blueray der Langspielfassungen die Bonus-DVD mit den Extras. Also alles in allem ist diese UK Version eine hochwertige Kollektion zum selben Preis wie die schlechtere, deutsche Box dieser für mich nur im oberen Mittelfeld nordischer Krimikost schwimmenden Verfilmungen. Das gilt natürlich analog auch für die Bluerays der Langspielfassungen (nicht der Kinofassungen!). Dort war in Deutschland zuweilen zu lesen, dass die Bildqualität vor allem in Teil 2 und 3 deutlich schlechter wäre, als dem Medium entsprechend. Das gilt für die britische Version der Box nicht. Hier kann man also bedenkenlos zugreifen, falls man der Meinung ist, als Sammler skandinavischer Krimis diese Serie unbedingt im Schrank stehen zu müssen. Für eine spannende Filmnacht reicht es allemal. Wer auf deutsche Untertitel angewiesen ist, schaut jedoch in die Röhre. Dem sei die Schweizer Variante von Frenetic Films ans Herz gelegt.

Technische Daten

Verleih: Momentum Pictures, Großbritannien und Irland

Männer die Frauen hassen, Teil 1 - Länge: 89 Min. 13 Sek. (mit Vorspann und Credits)
Männer die Frauen hassen, Teil 2 - Länge: 89 Min. 11 Sek. (mit Vorspann, Zus.-Fas. und Credits)

Frau die mit dem Feuer spielt, Teil 1 - Länge: 89 Min. 25 Sek. (mit Vorspann, Zus.-Fas. und Credits)
Frau die mit dem Feuer spielt, Teil 2 - Länge: 89 Min. 27 Sek. (mit Vorspann, Zus.-Fas. und Credits)

Das zerstörte Luftschloss, Teil 1 - Länge: 88 Min. 33 Sek. (mit Vorspann, Zus.-Fas. und Credits)
Das zerstörte Luftschloss, Teil 2 - Länge: 89 Min. 23 Sek. (mit Vorspann, Zus.-Fas. und Credits)

Bildformat 1,78 / 1 - 16:9 Widescreen
Tonformat: DD 5.1 OT Schwedisch, DD 5.1 Dub Englisch
Untertitel: Wahlweise als OmU - UT Englisch oder Englisch für Hörgeschädigte

+ Bonus DVD im aufklappbaren Pappschuber
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am 9. Januar 2017
Nach dieser Filmreihe möchte man noch mehr Episoden sehen. Nicht die Verfilmung mit Daniel Craig sondern mit Michael Nyqvist. Jeder Film verspricht Spannung, die Darsteller entwickeln sich weiter. Sehenswert!
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am 27. Juli 2017
ich werde diese DVD's nie wieder hergeben. Nur verleihen mit "strengenAuflagen" ;-)
Inhalt DVD Film: Klasse Handlung, tolle Schauspieler, spannende Unterhaltung mit Witz, Charme und Professionalität.
DVD's sind leicht im Menü zu handhaben.
Film Qualtität der DVD SUPER

Gehört jetzt zu meinen Lieblings Filmen und DVD's Lisbeth Salander und Mikael Blomquist sind der Hammer. Danke Stieg Larsson, nun sind Deine Bücher dran :-) <3
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am 27. September 2017
Ich hatte diese Triologie als DVD ausgeliehen bekommen und musste mir darauf die Bluray Extended Version bei Amazon bestellen.
Qualität der Box ist toll, alles aus Papier/Pappe. Als die Box eingetroffen ist, habe ich tatsächlich die Extended Version noch einmal geschaut und es ist immer wieder der selbe Effekt. Man guckt sie und bemerkt gar nicht, wie die Zeit vergeht, da sie so unendlich spannend ist.
Ich kann nur empfehlen sich diese Box zu bestellen, anstatt die USA Version.
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am 31. März 2017
Stieg Larsson- Millennium Trilogie, eine super Trilogie zum Top - Preis in Windeseile geliefert.... Weltklasse Video -Vergnügen. Auf jeden Fall eine Empfehlung.
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am 1. April 2016
Spannend, düster, authentisch. Die spätere Hollywood-Version kann da nicht mithalten, mir gefallen die Darsteller und die Handlung hier bei weitem besser.
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am 8. Juni 2017
Die Qualität der Filme wird durch mehrere Ruckler etwas beeinträchtigt.
Habe erst die Bücher gelesen und hab mich dann doch manchmal über die Umsetzung der Filme gewundert.
Trotzdem sehenswert. Vor allem Noomi Rapace spielt die Rolle der Lisbeth Salander hervorragend
Alles in allem 3 unterhaltsame Fernsehabende
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am 20. September 2017
Ein Drama Thriller das den Zuschauer fazieniert, fesselt!
Die Bücher sind schon gut, in Bildern und Sprache wird man an das gelesene erinnert.
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