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TOP 500 REZENSENTam 2. Oktober 2006
Von dem großen ungarischen Dirigenten Ferenc Fricsay (1914-1963) gibt es eine Fülle von herrlichen Aufnahmen. Auf der vorliegenden CD sind einige seiner besten versammelt: Zunächst Dvoraks 9. Symphonie "Aus der Neuen Welt", die seit ihrem ersten Erscheinen 1960 bis heute neben den Aufnahmen von Szell, Klemperer, Dorati und Kubelik zu den Spitzeneinspielungen zählt. Sie ist klar in allen Einzelheiten, mit spürbarem Engagement und einem Einsatz gespielt, der in jedem Takt Fricsays innere Verbundenheit zu diesem Werk erkennen läßt.
Die "Füller" der CD sind eigentlich alles andere als das, sie werden durch Fricsays Musikalität zu schieren Hauptwerken. Das gilt in besonderer Weise für Smetanas "Moldau", die für mich hier noch überzeugender und feuriger dargeboten wird als in der berühmten Einspielung beim Süddeutschen Rundfunk (mit Probeauszügen). Das "Les Préludes" von Franz Liszt wird ohne jeden Bombast dargeboten und wird darum auch für Hörer, die mit dem Werk (wegen seines Mißbrauchs für Rundfunk-Sondermeldungen während der Nazizeit) ihre Schwierigkeiten haben, wieder genießbar. Die Aufnahmen wurden 1959 ("Die Moldau" im Februar 1960) gemacht, und sie wurden von der DGG digital so behutsam und sorgfältig aufbereitet, daß das Anhören auch heute noch ein Genuß ist. Nur ein leises Hintergrundrauschen verrät ein wenig das Alter der Einspielungen. Alle drei zählen zum unverzichtbaren Vermächtnis des leider viel zu früh verstorbenen Dirigenten.
Das beiliegende Textheft ist, wie bei allen "Originals", überdurchschnittlich gut. Auf dem Titelblatt zeigt es das originale Cover der LP-Erstausgabe. Für Sammler und Nostalgiker eine wertvolle Zugabe.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Oktober 2014
Dvoraks neunte Symphonie wird vielfach als "wunderschöne" Musik gespielt, ihr Melodienreichtum wird dabei gerne in den Vordergrund gestellt - eine absolut gültige Möglichkeit. Die herausragenden Interpretationen ergänzen dies durch einen melancholischen Schleier, den man in der Musik wiederfinden kann (u.a. Maazel, auch dank der Wiener Philharmoniker eine immer noch gültige Aufnahme, die sehr der Schönheit der Musik verpflichtet ist).
Fricsay geht jetzt einen Schritt weiter: er findet in der Musik Existenzielles, deckt das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen auf. Wenn die tiefen Streicher im ersten Satz ihr Thema spielen, ist man erschüttert über den Schmerz, der in diesen Takten liegt. Gleichzeitig kennt Fricsay auch das Sich-aufbäumen, was sich u.a. in den Belchbläserattacken wiederfinden lässt. Von der schieren, tänzerischen Freude bis hin zu den Abgründen von Schmerz und Verzweiflung wird die gesamte Palette der Emotionen abgebildet. Das ist schon große Kunst. Die Berliner Philharmoniker sind hier weit entfernt vom reinen Wohlklang, wie man es dann unter Karajan vorfand. In der Summe also eine herausragende Interpretation, die die Extreme auslotet, ohne die Schönheit der Musik zu verleugnen.
Auch die Moldau hier in einer mustergültigen Interpretation, angemessen melancholisch, mit dramatischen Akzenten.
Gute Tonqualität.
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am 11. April 2003
Niemals erklang die Moldau in derartig wunderbarer Weise, absolute Referenzqualität - durch Smetanas Werk allein ist diese Platte anschaffenswert!
Dvoraks neunte Sinfonie und Liszts Preludes stehen zwar hinter der verzaubernden Moldau etwas zurück, aber auch hier gelang Friscay eine großartig Interpretation.
Die Klangqualität ist von außerordentlich klarer Reinheit, Rausch- oder gar Störgeräusche finden sich nicht.
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am 1. Juni 2005
Neben einer absoluten Referenzaufnahme der Moldau (man erinnere sich auch an die berühmte TV-Sendung über die Probe) bekommt man noch eine der besten Einspielungen der 'Neuen Welt' und mein persönliches Highlight "Les Preludes" von Liszt. Was Fricsay da aus seinem eigenen Orchester, dem RSO Berlin, herausholt, ist wirklich unglaublich. Mir bleibt regelmäßig die Luft weg, wenn ich mir das anhöre. Klanglich ist ebenfalls alles erste Sahne.
Eine dieser seltenen CD- Zusammenstellungen, bei der man sich nicht entscheiden kann, was einem nun am besten gefällt: Das Hauptwerk oder die Zugaben. Ich hoffe, es wird in Zukunft noch mehr von Fricsay ausgegraben und in dieser Form auf CD gepresst. Gerechterweise am besten alles!
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am 19. Januar 2012
Die Sinfonie Nr. 9 oben unter Fricsay ist zwar durch das Original-Image Bit-Processing tontechnisch überarbeitet worden, doch diese Sinfonie-Aufnahme aus dem Jahr 1959 mit den Berliner Symphonikern überzeugt mich nicht ganz so wie jene Sinfonie-Aufnahme aus dem Jahr 1953 (Mono) mit dem RIAS Sinfonie-Orchester Berlin hier (ASIN: B0000AXM2T) Sinfonie 9/Ungarische Rhapsodie 1,2

Eine modernere heißblütige Aufnahme der Sinfonie Nr. 9 von Dvorak, die klangtechnisch wuchtig und exquisit ist (DENON), entstand unter Vaclav Neumann 1993 live im Prager Rudolphinum, angeboten hier (ASIN: B0006B9YUK) Dvorak:Symphony No.9.
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am 22. Januar 2013
die Moldau sollte sich jeder anhören, der lernen will, dass Musik auch einen (imaginären) visuellen Effekt haben kann; man kann sich richtig vorstellen, wie die Moldau sich langsam durch ihr Flussbett schlängelt, um immer schneller zu werden, und doch das Grundthema niemals aus den Augen verliert - ein tolles Werk
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am 25. August 2005
5 Sterne für die wundervolle Umsetzung der drei Themen, Symphonie No.9, Moldau und les Preludes. 5 Sterne für einen aussergewöhnlich klare und qualitativ hochstehende Klang und Brillanz dieser Aufnahme. 5 Sterne für einen Ferenc Fricsay der diese drei Stücke in einer einzigartigne Weise dirigiert, ja lebt. Ein wunderschönes Dokument des leider viel zu früh verstorbenen Ferenc Fricsay, dass ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
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am 3. August 2011
Ich lernte diese Einspielung in den frühen 70-er Jahren kennen, und als ich später bei Kubelik das Non-Rit. vor dem Hauptthema des 4. Satzes hörte, hätte ich beinahe aufgeschrien vor Schreck. Dann habe ich feststellen müssen, dass alle andern Dirigenten das so machen, also ins Thema hineinstürmen... - Für mich ist nach wie vor die Fricsaysche (eigenmächtige) Version die liebste.
J.F.
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am 15. Februar 2008
Fricsay l'incomparable dans une de ses oeuvres fétiches. Couleurs, vivacité, profondeur : tout y est. Y manque simplement un soupçon d'âpreté que je retrouve davantage encore dans sa 1ère version (DG, avec le RIAS, mono) qui reste, au plus haut niveau, ma préférée.
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am 23. Juli 2015
Dies ist, wenn ich mich recht entsinne, meine erste Klassik-Rezension, doch nach dem Erwerb dieser Scheibe habe ich das Bedürfnis, aufgrund einer gewissen Enttäuschung, hier meinen (leider) eher negativen bzw. zwiespältigen Eindruck zu teilen, und im Gegenzug auf eine, wie ich finde, schönere Version, insbesondere der Moldau, zu verweisen. Spoiler vorab: dies wird ggf. etwas länger vom Text.

Ich habe mir diese CD gerade wegen der hochgelobten und hier so überschwenglich positiv bewerteten Moldau gekauft, da dies eines meiner Lieblingsstücke ist, und mir die Moldau ohnehin sehr gut im Gedächtnis ist. Ich habe vor ca. 20 Jahren, vielleicht ist es auch länger her, ohne besonderen Hintergrund zur klassischen Musik, einen riesigen Haufen, d.h. stapelweise Klassik CDs sehr preiswert erwerben können, noch unter dem PILZ Label. Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag, wie ich fast mit einem vollen Einkaufswagen mit den Eltern an die Kasse ging. :) Jetzt, gut zwei Jahrzehnte später, gehören diese CDs immer noch zu meiner Musiksammlung. Musikmässig bin ich sehr offen und höre eigentlich fast alle Musikrichtungen, ich lege aber insbesondere Wert auf einen hohen bzw. angenehmen Dynamikumfang, ein, nunja, zumeist großes Drama bei aktuelleren Musikproduktionen, glücklicherweise etwas weniger ein Thema bei der Klassik.(**)

Unter den - mehr zufällig als mit System - ausgewählten Klassik CDs von damals befand sich auch "Mein Vaterland" von Friedrich Smetana.
Diese CD habe ich beim ersten Hören sogleich ins Herz geschlossen, einfach wunderschöne Musik, wundervoll eingespielt, ich bekam Tränen in die Augen. Vergleiche habe ich erst viel später anstellen können, als ich mir bspw. von Rafael Kubelik die Aufnahme von 1971 (DGG) mit dem Boston Symphony Orchestra gekauft habe. Doch nun zu Ferenc Fricsay:

Die Dvorak Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 gefällt/gefiel mir in der 1954er Version, die ein Rezensent hier erwähnt hatte (danke für diesen Tipp), obwohl in Mono und klanglich nicht so sehr hochwertig, tatsächlich besser, weil sie vom Tempo her etwas angenehmer ist. Fricsay schien 1954 mehr "drive" und vielleicht auch Vitalität zu haben. Die Klangqualität dieser 1960er Version ist zwar bedeutend besser, und liegt auch in Stereo vor, doch leider scheint mir Ferenc Fricsay hier immer wieder etwas Geschwindigkeit aus der Sinfonie herausnehmen zu wollen - mit Erfolg. Die Präzision, die Musikalität und das Tempo sowie deren Balance insgesamt in der 1954er Aufnahme gefallen mir auf jeden Fall besser. (ASIN: B0000AXM2T, Nachtrag: siehe ganz unten).

Bei der Moldau ist es kurioserweise gerade umgekehrt. Mir kam es beim Hören der CD fast so vor, als ob man die Zeit, die man auf das in-die-Länge-ziehen bei der Sinfonie 9 verwendet hatte, nun irgendwie bei der Moldau wieder reinholen müsste, damit alles noch auf die CD passt. Aber im Ernst, für mein Dafürhalten ist es etwas zu schnell oder zu hastig gespielt. Doch gravierender noch, ich vermisse gerade hier die Präzision der Instrumente untereinander, man achte auf die begleitenden Streicher während des Hauptmotivs, es klingt leider irgendwie nur wenig emotional und nicht synchron genug musiziert. Vielleicht liegts am Orchester ? Keine Ahnung, aber Emotionen entstehen (für mich) nunmal, wenn man mit welchen spielt + dirigiert, aber bitte mit Präzision. Die Moldau bietet dabei so unglaublich viele Facetten; wenn alleine schon das Timing und das Zusammenspiel der einzelnen Instrumentenstimmen exakt abgestimmt ist, verstärkt es den Effekt immens.

Falls also hier jemand Interesse an einer - nach dem subjektiven Empfinden eines nicht unbedingten Klassik-Fachmanns, dafür umso mehr Musikliebhabers - weitaus besseren, für mich bislang die beste Interpretation der Moldau hat, empfehle ich die Version vom Dirigenten Libor Pesek, aber nicht die vom Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, sondern die Aufnahme, als Libor Pesek die Teschechische Philharmonie Prag dirigierte. Meine eigene Aufnahme ist augenscheinlich von 1990, die CD wurde 1992 produziert, aber PILZ CDs scheinen vom Markt genommen zu sein; es gibt aber durchaus noch gebrauchte oder vergleichbare Ausgaben, auch auf anderen Labels, auf denen die frühere Prager Version zu finden ist. Die Dynamik: DR16. Ein wahrer Geheimtip.

Fazit: bin ich nun nicht ganz fair, weil die von mir bevorzugte Variante die erste Version der Moldau war, die ich gehört habe, und viel später aufgenommen wurde ? Ganz ehrlich: aus rein nüchternen Gesichtspunkten betrachtet, und die Performance der beiden Stücke vergleichend: es gibt einen eindeutig klaren Sieger. Ich freue mich aber schon auf die Lieferung der Beethoven Sinfonien mit Ferenc Fricsay zum Vergleichen. Und bin noch weiterhin auf der Suche nach "DER" Einspielung der 9. Sinfonie von Dvorak, doch habe ich schon einige Intepretationen in die engere Auswahl genommen.

Nachtrag vom 23.07.2015 für alle Interessierten: ich meine, ich habe die Ausgabe der Moldau, die ich so sehr schätze, auf einer zum Zeitpunkt dieser Rezension noch hier erhältlichen Doppel-CD wiedergefunden: ASIN: B00AE87UHE. Alle Angaben auf der zweiten CD sind identisch mit meiner PILZ Version.

2. Nachtrag: diese hier könnte es wahrscheinlich ebenso sein: ASIN: B0001YYNVC. Meine Ausgabe hat ein anderes Bild als Cover.

3. Nachtrag mit Update am 30.08.2015: mittlerweile zähle ich über 65 (tatsächlich... oops :-) ) Interpretationen der 9. Sinfonie von Antonin Dvorak zu meiner Sammlung, von einer 1928er Aufnahme bis hin zu aktuelleren, und es hat sich bei mir mittlerweile ein wesentlich differenzierteres Bild ergeben. Es ist schon spannend, unterschiedliche Interpretationen, sowie Ansätze von Dirigent + Orchester im Detail, ganz zu schweigen von der gebotenen Aufnahme- und Klangqualität dieses tollen Werkes näher zu vergleichen. Da Geschmäcker sehr subjektiv sind, ist es natürlich etwas schwierig, hier nachvollziehbare Empfehlungen abzugeben. Grundsätzlich bevorzuge ich für meinen Teil eher Interpretationen, bei denen die Tempi eben nicht(!) (nur) nach eigenem Ermessen des Dirigenten, teilweise fast schon willkürlich, und stark variierend sind, wie das bspw. bei Leonard Bernstein oft der Fall scheint, sondern bevorzuge eher musikalisch-technisch präzise Interpretationen, die einen mitreissen, und die man immer gerne komplett durchhört, auch, wenn man gerade keine Zeit dafür hat. :) Da es zum Glück einige gute Interpretationen gibt, und diese Rezension schon viel zu lang geworden ist, empfehle ich jedem, sich einfach selbst ein Bild zu machen und auf diese musikalische Reise zu gehen - dank des großartigen Angebots von z.B. gebrauchten Tonträgern ist dies auch relativ preiswert möglich, und bei mir scheint es auch etwas von der Tagesform abhängig zu sein, welche Interpretation von meinen Favoriten mir gerade am schönsten gefällt. Als neuesten Zugang höre ich übrigens gerade diese Interpretation: James Loughran - The London Philharmonic (ASIN: B000027PNR). Gefällt mir sehr gut, hier hört man schön einige Melodielinien heraus. Und die Dynamik ist toll.

**Apropos Dynamik: die in einer Rezension gelobte Version von Fritz Reiner und dem Chicago Symphony Orchestra (ASIN: B00076OMW4) hat sich beim ersten Anhören während einer Autofahrt via CD-Layer bei mir sogleich als musikproduktionstechnischer Reinfall erwiesen; denn wenn man im Auto schon alle Passagen, auch die leisesten, trotz Fahrgeräusch gut heraushören kann, dann stimmt mit der Dynamik etwas nicht; und dies trotz Hybrid-SACD und angeblich sehr hochwertigem (Re-)mastering, laut Booklet, aber schreiben kann man ja aus Marketingsicht viel. Ein DR von 10 bestätigt dies leider auch messtechnisch. Daher leider eine klangliche Katastrophe. Zumindest dann, wenn man klassische Aufnahmen ohne Dynamikeingrenzung zu schätzen gelernt hat, und die feinsten Lautstärkeunterschiede kennt, die Orchesterinstrumente bieten können, und welche bei solch unfachmännischem Remastering einfach verschwinden.
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