find Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 20. April 2017
Der Vergleich taucht selbstverständlich auf. Ebeneso würde er es bei der Maze Runner Trilogie tun und bei den restlichen, dystopischen Young Adult Novels die das Trittbrett des Millionenerfolgs fahren.
Die Serie selbst ist trotzdem gut. Die Idee ist kreativ und die Twists nicht immer vorhersehbar. Für Fans des Genres empfehlenswert, allen anderen empfehle ich eher "das Original".
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
***Inhalt in eigenen Worten (keine Spoiler!)***
"Divergent" spielt im dystopischen Chicago, wo die Gesellschaft in fünf Fraktionen (Gruppen) eingeteilt ist. Jeder der fünf Gruppen wird eine bestimmte Tugend zugeordnet.
Abnegation (dt.: Altruan): Selbstlosigkeit
Dauntless (dt.: Ferox): Furchtlosigkeit, Mut
Erudite (dt.: Ken): Gelehrtheit, Intelligenz
Candor (dt. Candor): Ehrlichkeit
Amity (dt. Amite): Freundlichkeit
Neben den Tugenden werden den Fraktionen außerdem bestimmte Aufgabenbereiche zugeteilt. Aufgrund Ihrer Selbstlosigkeit stellt Abnegation die Regierung und aufgrund Ihrer Ehrlichkeit stellt Candor Richter und Anwälte. Damit sind jedoch nicht alle zufrieden, weshalb es zu Spannungen zwischen den Fraktionen kommt …
Alle Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, müssen sich einem Eignungstest unterziehen und anschließend entscheiden, ob sie in der Fraktion, in der sie aufgewachsen sind, weiterleben möchten, oder ob sie die Fraktion wechseln möchten. Hier beginnt die Geschichte: der Leser begleitet die 16-jährige Beatrice „Tris“ Prior durch den Eignungstest, ihre Entscheidung und das anschließende Aufnahmeritual.

***Meine Meinung (kann wenige Spoiler enthalten)***
Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, dachte ich mir sofort: The Hunger Games (dt. Die Tribute von Panem) lässt grüßen, denn oberflächlich gibt es unheimlich viele Ähnlichkeiten: es handelt sich um eine Dystopie; die jeweiligen politischen/gesellschaftlichen System sind instabil, d.h. der Eklat ist vorprogrammiert; die Hauptfigur ist die Heldin, hin- und hergerissen zwischen Überlebenstrieb und Moral; die obligatorische Teenagerromanze darf natürlich auch nicht fehlen.
Man merkt an vielen Stellen, dass es sich um einen Jugendroman handelt: die Gesellschaftskritik tritt an vielen Stellen vor alltäglichen Teenagerproblemchen wie Selbstfindung, Emanzipation von der Familie, Freundschaft und Liebe zurück. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich während des Lesens nicht mehrmals ob der Stereotyphaftigkeit der Geschichte die Augen gerollt habe. Dennoch hat das Buch es geschafft, mich zu fesseln: die erste Hälfte des Buches empfand ich als extrem spannend und wenig vorhersehbar, ich war schon nach wenigen Seiten voll in der Geschichte drin und konnte es da an kaum mehr aus der Hand legen. Danach nimmt die Spannungskurve etwas ab, ab der zweiten Hälfte empfand ich die Story als immer vorhersehbarer. Unterhaltsam war der Roman aber trotzdem bis zum Schluss, sodass ich ihn für meine Verhältnisse relativ zügig ausgelesen habe.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, da das Buch flüssig zu lesen ist und nicht, wie es oft bei Jugendromanen der Fall ist, vor Plattitüden strotzt.
Ich denke, dass der Roman vor allem für ältere Jugendliche, aber auch Erwachsene lesenswert ist. Kinder oder Teenager sollten den Roman vielleicht nicht unbedingt lesen, einige Szenen fand ich schon etwas heftig, z.B. wird an mehreren Stellen detailliert beschrieben, wie Jugendliche sich gegenseitig so lange Verprügeln, bis einer bewusstlos ist. Auch extreme Formen von Mobbing werden beschrieben.

***Fazit***
Der Roman Divergent von Veronica Roth hat mir recht gut gefallen.
Er liest sich durch den angenehmen Sprachstil flüssig, außerdem ist der Roman sehr spannend und unterhaltsam, sodass man ihn kaum aus der Hand legen möchte.
Ein paar Kritikpunkte habe ich jedoch: der Roman enthält viele typische Elemente des Genres Jugendroman (Young Adult Fiction), was bei erwachsenen Lesern sicherlich das ein oder andere Mal zu Augenrollen, Gähnen oder gar Fremdschämen führen wird. Außerdem ist die zweite Hälfte des Romans etwas vorhersehbar und daher nicht ganz so spannend wie die erste Hälfte des Romans.
Übrigens: trotz der oberflächlich Parallelen zwischen The Hunger Games (dt. Die Tribute von Panem) und Divergent habe ich beide Bücher mit großer Begeisterung lesen. Mich stört es daher nicht, dass sich die Bücher oberflächlich ähnlich sind, immerhin sind beide gut und Divergent ist meiner Meinung nach definitiv mehr als nur ein billiger Abklatsch.
Ich vergebe daher 4 von 5 Sternen und empfehle diesen Roman weiter.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2013
A popular plot device in the Dystopian genre is having humanity divided up into factions where the protagonist is someone who doesn’t neatly fit into the system or is rebelling against it. In this respect Divergent is no different. Humanity has been divided up into the factions Abnegation, Dauntless, Amity and Erudite and Tris does not fit neatly into any of these categories and therefore is labelled Divergent. Along with the popular plot device of factions also comes the overused sequence of plot points: rebel doesn’t neatly fit into faction, rebel unwittingly causes a conflict between the factions and/or tries to stop the conflict, rebel becomes an outcast of society. I was really hoping that Divergent would suddenly depart from this plot structure and carve out some new terriority, but disappointingly, it never did. This isn’t to say that Divergent isn’t an interesting read, but I was hoping the book would be something that it was not, which was my own fault entirely and therefore, I was left unsatisfied by it for this reason alone.

Also, those of you who are romantics are going to dislike me immensely for my next statement, but I really didn’t like the romance between Tris and Four. It felt forced. It is understandable that Tris would have a massive crush on her instructor almost to the point of developing Stockholm Syndrome, but I really didn’t understand Four’s interest in her. The novel makes out that Four is impressed by her bravery, but given they are in Dauntless, this character trait should be something that is expected. Yes, Tris, being the protagonist, is better than everyone else, but to the point that Four would fall for her so quickly? No sorry, just not buying it. The romance would be much more believable if it occurred later on in the series, rather than forcing it to occur in the first book just to please readers who now expect the two main characters to fall in love.

Still, there was much in the Divergent world that I did enjoy. The Dauntless initiation process is brutal and disturbing enough to please The Hunger Games fans (myself included) and it is interesting to see how the different characters undergoing it react and develop. Also, I loved the Dauntless tradition of getting a tattoo to mark a special occassion or overcoming a personal challenge – a part of the culture which those undergoing initiation immediately embrace. The choice of tattoos are an important key to understanding the characters and I am sure in times to come, many English essays will be written about the characters tattoo design choices. The world of Divergent itself appears really well thought out and I’m hoping in the next two books of the series, the world as a whole will be explored more as the first book was quite limited as we are only seeing the world through the eyes of Tris, who is a rather naive and unknowledgable 16 year old girl. Hopefully, as her character gains more knowledge about the world she is now living in, the reader will as well.

My overall impression of this book is mixed. It was interesting and enjoyable enough that I will keep reading the rest of the series admittedly because I want to know how this all plays out, but there were many elements that just didn’t feel right or have been overused in previous Dystopian books.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2015
Eine sehr tolle und empfehlenswerte Dystopie , die nicht nur unterhaltsam ist , sondern auch viele interessante und gesellschaftkritische Aspekte miteinbringt und näher beleuchtet . Die Geschichte beginnt super spannend , rasant und man befindet sich als Leser sofort in der Geschichte , auch die einzelnen Charaktere wachsen einem sehr schnell ans Herz . Die Autorin schafft es trotz der rasanten Szenen , auch die zwischenmenschlichen Töne erklingen zu lassen , stets stehen auch die Charaktere und deren persönliche Entwicklung innerhalb der Gesellschaft im Vordergrund .
Und gerade dieser Umstand konnte mich sehr begeistern !Nicht nur , dass das Buch spannende und actiongeladene Szenen beinhaltet , nein es setzt auch auf ernste Töne .
Für mich eine fast perfekte Dystopie , die mich wirklich sehr begeistern konnte . !
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2017
I had rather high expectations upon starting Divergent. After all, I had already heard a lot about it, and there’s quite a hype around the book, frequently comparing it to Hunger Games which I absolutely love. So, upon first starting, Divergent seemed to live up to those expectations. The world was nicely built up and promised some interesting story to follow. After all, a world in which everyone is allowed to only live out his one dominant personality trait - that truly sounded creepy to me. I also liked Tris as the heroine. Her character works well to show how she diverges from the rule, and her struggle with that. So at this point I assumed I’d be in for a very good read.
However, the longer I read the more dissatisfied I felt. Roth builds up this really interesting society and introduces it beautifully, but just when you really want to get deeper into its intricate workings, she starts to destroy it. I would have preferred to have more time exploring this society before everything crashes down. I generally felt the closer the novel got to the ending, the more rushed the plot became. While in the beginning Roth spends a lot of time creating her world and the characters that inhibit it, she suddenly chases the reader through a series of events leading to the big showdown, without worrying anymore about sufficiently explaining people’s motives. Additionally, the plot turns in the latter part of the novel become rather predictable. None of them really took me by surprise. As a consequence, I failed to truly connect to the characters, even those that I had liked before, and it left me feeling unmoved to read about their trials and losses.
On top of that there were a few logical errors in the story. For example Tris’ mother warns her not to be too exceptional in her training, but then this conversation is never mentioned again. If Tris had consciously decided not to heed to her mother’s words, that would be another thing. But it seems like she, or rather Roth, has completely forgotten that it was ever uttered. There are some other examples similar to this, but I won’t list them all here to avoid spoilers. The point is that I didn’t mind so much when I came upon the first error, or the second. In the beginning I also still assumed they would be explained later. But when these flaws started to accumulate without being explained, I couldn’t ignore them anymore.
Divergent is certainly not a bad novel. I enjoyed it for the most part, as the basic idea is very good and Roth manages to come up with some interesting characters. However, towards the end the story loses some of its originality, and it gets increasingly difficult to overlook its flaws.
The second book was better in a lot of ways than the first. The story developed more naturally, not feeling as rushed, and therefore was much more powerful. I liked how despite the fact that Tris' world is shattered, we still learn so much about it. I finally started to truly care about the characters' fate, the way it should be in a good book.
Unfortunately, all these positive tendencies are lost in Allegiant. The third book is certainly the weakest, with an unbelievable plot line and an unsatisfying ending.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. April 2014
„Divergent“ ist der erste Band einer Dystopie – Trilogie, in deren Mittelpunkt die Jugendliche Beatrice / Tris steht. An ihrem 16. Geburtstag muss sie sich entscheiden, welche Werte ihr Leben in Zukunft bestimmen sollen. Dafür absolviert sie einen Test, der festlegen soll, mit welcher der fünf Fraktionen, in die die Gesellschaft unterteilt ist, sie am ehesten konform geht: Dauntless, Abnegation, Candor, Erudite oder Amity. Doch Tris‘ Testergebnis ist nicht eindeutig; es stellt sich heraus, dass sie „divergent“ ist. Sie wird davor gewarnt, dieses Resultat jemals jemandem mitzuteilen und entscheidet sich für einen Fraktionswechsel. Sie wird eine Initiantin der Dauntless und verlässt ihre Abnegation – Familie. In ihrer neuen Fraktion muss Tris nun drei Phasen der Initiation durchlaufen, an deren Ende sie entweder zu einem vollwertigen Mitglied wird oder fraktionslos ist. Während sie mit der Überwindung ihrer Ängste kämpft, findet sie heraus, dass hinter der Tatsache, dass sie „divergent“ ist, mehr steckt, als sie dachte. Ein gefährliches Geheimnis umringt diese Eigenschaft, das scheinbar mit den politischen Beziehungen zwischen den Fraktionen zusammenhängt. Tris versucht das Rätsel zu lösen und deckt dabei eine haarsträubende Intrige auf.

Was mir als Erstes in „Divergent“ auffiel, war, dass die Geschichte dieser Trilogie wohl von Anfang an auf mehrere Bände ausgelegt war. Veronica Roth lässt sich dementsprechend im ersten Band viel Zeit, bevor die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt. In einem angenehm ruhigen Erzählstil vermittelt sie ihren LeserInnen erst einmal einen Eindruck von Tris‘ Charakter und den Umständen in den Fraktionen, wobei die Dauntless natürlich im Fokus stehen. Mir gefiel das sehr gut, obwohl es ein wenig Geduld und Vertrauen erfordert, für die ich meiner Meinung nach aber belohnt wurde, denn in der zweiten Hälfte des Buches steigt der Spannungsbogen rasant an.
Die Idee der Fraktionen an sich fand ich sehr interessant; ich habe jedoch eine Weile gebraucht, um eine Theorie zu entwickeln, die den Gedanken hinter diesem System möglicherweise erklären kann. Ich glaube, Veronica Roth wollte durch die Fraktionen verdeutlichen, wie sehr Menschen dazu neigen, zu kategorisieren und wie unsinnig diese Tendenz im Grunde ist, da Menschen oft viel facettenreicher und vielschichtiger sind, als dass ein System wie das des „Divergent“ – Universums es erfassen könnte. Dafür spricht unter anderem auch Tris‘ Entwicklung, denn sie erkennt im Laufe ihrer Erfahrungen bei den Dauntless, dass Mut, Intelligenz, Ehrlichkeit, Freundschaft und Selbstlosigkeit viel dichter bei einander liegen, als es ihr beigebracht wurde und dass keiner dieser Werte einen anderen ausschließt. Ihr eigener Status als „divergent“ ist in diesem Sinne eine Kritik am gesamten herrschenden Gesellschaftssystem in der Trilogie, denn sie führt den Anspruch der Kategorisierung ad absurdum. So sehr mir die Idee der Fraktionen gefällt, kritisieren muss ich trotzdem die Erklärung, warum diese sich überhaupt gebildet haben. Laut dieser ging es den Fraktionen darum, die eine Eigenschaft zu bekämpfen, die sie jeweils als Geißel der Menschheit ansehen. Bei Dauntless ist das beispielsweise Feigheit, bei Abnegation Egoismus. Das ist in meinen Augen unlogisch. Eine zwangsmäßige Arbeitsaufteilung, aus der sich fraktionstypische Werte entwickelt hätten, wäre wesentlich überzeugender. Insgesamt bin ich noch nicht zufrieden mit den Hintergründen von Roth‘ Dystopie. Bisher fehlt jegliche Erläuterung, wie es zu den aktuellen Umständen kam; ich bin jedoch zuversichtlich, dass diese noch folgt.
Bei „Divergent“ handelt es sich im Untergenre um einen Vertreter der Young Adult Literatur, es ist daher nicht verwunderlich, dass die Charaktere leicht stereotype Eigenschaften und Verhaltensweisen aufweisen. Ich finde jedoch, dass Roth sich erfolgreich bemüht hat, diese nicht zu klischeehaft werden zu lassen, indem sie sie mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert. Unvermeidlich war sicher auch die Liebesgeschichte zwischen Tris‘ und Four; ich muss hier aber gestehen, dass ich diese Form jugendlicher Romantik wirklich mag, weil sie so unschuldig und rein ist.

„Divergent“ ist meines Erachtens nach ein starker Start in eine spannende Dystopie – Trilogie, die neben bereits bekannten Elementen einige neue Ideen aufweist. Ich hoffe darauf, dass im Laufe der nächsten beiden Bände offene Fragen geklärt werden; vor allem, was es mit der Eigenschaft „divergent“ wirklich auf sich hat, denn bis jetzt erscheint mir Roth‘ Auslegung unvollständig.
Ich denke, „Divergent“ ist eine Lektüre für LeserInnen, die sowohl Dystopien als auch Young Adult Literatur mögen und ein wenig Geduld aufbringen können, da nicht alle losen Fäden sofort zusammen geführt werden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. April 2013
Nach dem überraschenden Angriff der Ken, bei dem sie ferngesteuerte Ferox - ohne dass diese sich dagegen wehren konnten - dazu benutzt haben unzählige Altruan zu ermorden, haben sich Tris, Tobias und einige Altruan zu den Amite geflüchtet um sich in Ruhe ihre nächsten Schritte zu überlegen. Lange können sie dort jedoch nicht bleiben, denn bei den friedfertigen Amite, die sich aus allem völlig heraus halten und den Konflikt lieber tot schweigen wollen, weil sie befürchten sonst ihre Freundschaft mit den Ken zu gefährden, sind sie nicht sicher.

Außerdem bleibt immer noch die Frage offen, aus welchem Grund die Ken zu so drastischen Mitteln gegriffen haben. Und warum gerade jetzt? Marcus, der als einziger Anführer der Altruan noch am Leben ist, scheint die Antwort genau zu kennen. Er will sie Tris natürlich nicht einfach verraten, aber sie ist fest entschlossen die Wahrheit herauszufinden, ob nun mit oder ohne seine Hilfe ...

Insurgent ist eine großartige Fortsetzung, die noch mitreißender als ihr Vorgänger ist und daher auf keinen Fall nur als Lückenbüßer dient. Veronica Roth ist es gelungen ihr ohnehin schon sehr hohes Niveau auch beim zweiten Band zu halten, wenn sie sich nicht sogar noch einmal gesteigert hat. Den Titel ,Pageturner' hat das Buch jedenfalls verdient, denn schon gleich zu Beginn ist man wieder vollkommen von der Geschichte gefesselt und liest sie in einem Rutsch durch, weil sie durchgehend spannend bleibt.

Nach dem plötzlichen Angriff der Ken weiß niemand so genau, wie es nun weiter gehen soll und was das alles zu bedeuten hatte. Die Gesellschaft ist zusammen gebrochen und die nicht direkt involvierten Fraktionen, also Candor und Amite, müssen sich - mehr oder weniger - für eine Seite entscheiden bzw. festlegen, wie sie sich verhalten wollen. Dadurch erfährt man etwas mehr über die Fraktionen, die man im ersten Band noch nicht so gut kennen gelernt hat. Sowohl die Amite als auch die Candor kann man für ihre extreme Feigheit allerdings nur verachten. Sie halten sich heraus anstatt Stellung zu beziehen, obwohl die Ken scheinbar grundlos unzählige Menschen umgebracht haben, und lassen sich lieber freiwillig zu Marionetten machen.
Das gleiche gilt für die Ferox, die nach dem Ende der Simulation bei den Ken geblieben bzw. zu ihnen gegangen sind und nun für sie arbeiten. Sowohl für die Protagonisten als auch für den Leser ist dieses Verhalten völlig unverständlich und man kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was gerade Mitglieder der Ferox dazu gebracht hat bei der Fraktion zu bleiben, die willenlose Sklaven aus ihnen gemacht hat, während einige Ken ihre eigene Fraktion wegen des gnadenlosen Angriffs auf die Altruan sogar verlassen.

In der Fortsetzung rücken die Unbestimmten weiter in den Mittelpunkt und es gibt weitaus mehr von ihnen, selbst unter den schon bekannten Figuren, als man bisher angenommen hat. Viele ,normale' Fraktionsmitglieder haben aus unerfindlichen Gründen sogar Angst vor ihnen oder werfen ihnen Illoyalität vor, weil sie für mehrere Fraktionen geeignet sind und vertrauen ihnen deshalb nicht. Dabei scheinen sie vollkommen zu verkennen, wie viel besser ein unabhängiger Geist ist und dass die Unbestimmten die einzigen sind, die Jeanine Matthews, die gewissenlose Anführerin der Ken, nicht zu ihren Marionetten machen kann, solange sie noch kein neues, umfassenderes Serum entwickelt hat.

Neben den Unbestimmten werden aber vor allem die Fraktionslosen besonders wichtig für den Krieg zwischen den Fraktionen. Es gibt mehr von ihnen als ursprünglich gedacht und sie sind auch wesentlich stärker. Es stellt sich also die Frage, auf wessen Seite sie sich stellen werden und ob man ihnen trauen kann. Zusammen mit den Fraktionslosen rückt zudem eine bisher tot geglaubte Figur in den Vordergrund, bei der man sich aber nicht sicher ist, wie vertrauenswürdig sie wirklich ist.

Ein weiterer Teil der Handlung dreht sich um ein Geheimnis bzw. eine Wahrheit, die viele Altruan versuchten mit ihrem Leben zu schützen und die wohl der wahre Grund für den heftigen Angriff der Ken war. Marcus scheint sie zu kennen, gibt sie aber nicht Preis, weshalb man fast bis zur letzten Seite auf ihre Enthüllung warten muss. Was sich tatsächlich dahinter verbirgt, trifft einen dann völlig unerwartet. Das Ende ist somit ein wenig verwirrend und wirft unzählige neue Fragen auf, die es im dritten Band zu beantworten gilt.

Ferner tun sich noch einige Abgründe auf und manche Charaktere zeigen ganz neue Seiten von sich, die leider nicht immer positiv sind. Verrat ist dabei schon fast an der Tagesordnung, doch während der Verrat mancher Figuren nicht besonders überraschend kommt oder einen nicht sonderlich kümmert, ist der Verrat einer bestimmten Person unheimlich erschütternd. Er kommt völlig unerwartet und schockiert einen zutiefst. Lange Zeit kann man es gar nicht wirklich fassen und hofft inständig sich zu irren; dass sich alles noch einmal wendet, denn ertragen kann man ihn noch weniger. Der Verrat wiegt umso schwerer, weil der Tod einer geliebten Figur, die eigentlich auch dem Verräter sehr nahe steht, untrennbar damit verbunden ist und man den Überläufer bis dahin sehr mochte, während dieser sein Handeln, inklusive aller Konsequenzen, nicht einmal zu bereuen scheint.

Tris und Tobias sind dagegen - zum Glück! - nach wie vor zwei sehr interessante und sympathische Charaktere. Man fiebert mit ihnen mit, vor allem natürlich mit Tris als Erzählerin, und wünscht ihnen nur das Beste.
Im Verlauf der Handlung stellt Veronica Roth ihre gemeinsame Beziehung vor einige Höhen und Tiefen, was ihre Gefühle füreinander sehr glaubwürdig macht. Es gibt Probleme, die sie nur gemeinsam lösen können und indem sie zusammen halten, was sie erst einmal erkennen müssen.
Tobias ist manchmal noch sehr schwer zu durchschauen und ziemlich geheimnisvoll, weshalb man - genau wie Tris - manchmal Schwierigkeiten hat ihm zu vertrauen. Er hat genauso viele Geheimnisse vor Tris wie sie vor ihm und er muss lernen, dass er Ehrlichkeit nur von ihr fordern kann, wenn er im Gegenzug genauso offen zu ihr ist.
Tris macht ihm zweiten Teil erneut eine große Entwicklung durch, die zumindest was den Ausgang betrifft schön zu beobachten ist. Am Anfang des Buches wird sie von Schuldgefühlen zerfressen, sowohl wegen Will als auch wegen ihrer Eltern, und ist regelrecht lebensmüde - im wahrsten Sinne des Wortes. Sie begibt sich unnötig in Gefahr, weil ihr ihr eigenes Leben nicht mehr wichtig ist, was nichts mehr mit Mut oder Tapferkeit zu tun hat, sondern einfach nur unverantwortlich und dumm ist. Später findet sie jedoch zu ihrer inneren Stärke zurück, unter anderem Dank der Unterstützung ihrer Freunde, und begreift, dass sie noch nicht bereit ist zu sterben und ihre Eltern oder Will garantiert nicht wollen würden, dass sie sich schon zu ihnen gesellt.

*FAZIT*
Insurgent ist eine überaus gelungene Fortsetzung, die ihren Vorgänger vielleicht sogar übertrifft und definitiv wieder genauso zu fesseln vermag wie der erste Teil. Vieles kommt ganz anders als gedacht und überraschende Wendungen werfen einen immer wieder aus der Bahn. Man fiebert mit Tris sowie Tobias mit und möchte das Buch am liebsten ohne Pause verschlingen.

Nach dem Aufhänger am Ende kann der letzte Teil gar nicht schnell genug erscheinen und die Warterei darauf wird garantiert nahezu unerträglich sein.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Mai 2012
Buchinhalt:

Nachdem die Erudite die Fraktion Dauntless unter Einfluss eines simultiven Serums setzte, somit aus ihnen Killer formierte und den Großteil der Abnegation auslöschte, ist Chicago unter Beschuss. Es war Tris' ursprüngliche Fraktion, bevor sie sich selbst für Dauntless entschied. Sie selbst blieb von den Folgen des Serums unberührt, denn sie ist resistent. Kaum jemand hat die Kraft und Kontrolle über sich selbst, dieser teufeligen Erfindung der Erudite zu entkommen. Kaum jemand, außer der Divergent. Divergents zeichnen sich dadurch aus, das Verhalten und den Charakter der anderen Fraktionen zu verstehen. Und daher sind sie, für die anderen gefährlich. Nun mehr denn je. Denn Tris musste den größten Verlust eines Kindes und einer guten Freundin erleiden. Untröstlich und in tiefer Trauer befindet sie sich mit Four - ihrem ehem. Ausbilder und Freund, ihrem Bruder - einem Erudite, Fours Vater Marcus und Erzfeind Peter auf ungewissem Terrain. Während die einen zu Verrätern werden, suchen die anderen Schutz bei ihnen bisher unbekannten Fraktionen. Pflichtallianzen werden geschlossen. Doch kann die Gruppe um Tris den skrupellosen und gefährlichen Erudite tatsächlich das Handwerk legen? Es herrscht Uneinigkeit, Misstrauen über den Gegenschlag. Zu viele Geheimnisse werden gehütet und gefährden auch die junge Liebe zwischen Tris und Four.

"...inside me is a beast that snarls, and growls, and strains toward freedom, toward Tobias, and, above all, toward life.
And as hard as I try, I cannot kill it. So I snob into my hands instead..."
~ Tris, P. 341 of Insurgent

Persönliche Meinung:

Nachdem ich den ersten Band Divergent" gelesen habe, schraubte ich meine Erwartungen an die Fortsetzung Insurgent" hoch. ZIEMLICH hoch. Denn die Autorin Veronica Roth hat die Messlatte durch ein simples, aber in sich ausgeklügeltes Konzept von Beginn an sehr hoch angelegt. Die Angst derartiger Erwartungen kann beim Autor so groß sein, dass er/sie am Druck scheitert. Es wäre nicht das erste Mal. Im Falle von Veronica Roth scheint es eher, als ob sie jegliche Erwartungen von außen UND an sich selbst einfach hat von sich abprallen lassen.

Ab Seite 1 des Folgebandes Insurgent" erkannte ich die Veronica Roth wieder, die "Divergent" schrieb. Ich fühlte mich unmittelbar ins dystopische Chicago zurückversetzt und im Geschehen integriert. Die Zeitspanne beträgt in der Handlung nämlich nur wenige Augenblicke. Bereits mit dem Ende des Trilogie-Auftaktes kristallisierte sich heraus, dass Protagonistin Beatrice Prior aka Tris durch ganz harte Zeiten gehen könnte. Denn ihre alte Faction Abnegation ist unwiderruflich zerschlagen. Die Mehrheit dieses Gesellschaftsteils wurde getötet. Die Erudite hat sich, Dank der Manipulation vieler Dauntless - ihrer neu gewählten Fraktion - eine gefährliche Stellung gesichert. Doch die 16-jährige Tris ist trotz ihrer folglich selbstlosen, ja wahrlich lebensmüden Handlungen, nicht zu einer übermenschlich selbstbewussten Kampfmaschine mutiert. Tris ist traumatisiert, fühlt sich leer und emotional überfordert. Sie hat die ihr zwei wichtigsten Menschen verloren und einen liebgewonnenen Menschen erschießen müssen. Und obwohl ihr Bruder Caleb - ein Erudite - bei ihr ist, sind sie durch den Kampf ihrer Fraktionen einander nicht mehr so nahe. Tris' Leiden begleitet sie wie ein dunkler Schatten, und beeinflusst ihr Denken und Handeln stark. Veronica Roth macht dem Leser durch ihre Protagonistin klar, wie tief verwurzelt der Verlust sitzt und wie sehr dieser Entscheidungen beeinflussen kann. Das sich Tris dadurch permanent zum Märtyrer macht, bringt wiederum Komplikationen mit sich. Plötzlich sieht sie sich Konflikten mit ihrem einzigen, bisherigen Vertrauten ,Four` ausgesetzt. Denn ,Four` - ihr ehemaliger Ausbilder aus der Dauntless Fraktion und auch Freund - sieht Tris nach wie vor (trotz seines Wissens) als eine Dauntless. Und in diesem Zuge hat sie auch so zu agieren. Das Tris als Divergent sich aber auch in Mitglieder der anderen Fraktionen hereinversetzen kann, interessiert ihn nicht. In der Fortsetzung wird dies sehr deutlich.

Während ich Tris` Zerrissenheit, die Trauer und dem daraus resultierendem Verhalten wirklich gut nachvollziehen konnte, hat mich Four oftmals frustriert. Von Feingefühl hat der Herr offensichtlich noch nichts gehört. Er setzte voraus, dass Tris sich anpasste und natürlich die schwierige Situation, auch zu seinem Vater Marcus, versteht. Wenn es aber aufs Ganze ging, verschloß er sich ihr gegenüber.

Nachdem Tris, ihr Bruder Caleb, Four, sein Vater Marcus und Peter zunächst bei Amity Unterschlupf gefunden haben, muss entschieden werden wie es weitergeht. Denn sicher fühlen sie sich auch bei Amity, aufgrund derer Aufenthaltsauflagen, nicht lang. Und so bekommen sie und der Leser nicht nur einen Einblick in das Amity Quartier. Wir machen uns mit Tris & Co. auf den Weg in das Versteck der Fraktionslosen und erleben dort eine Überraschung. Mir gefielen diese Einblicke, die Veronica Roth ihren Lesern in die einzelnen Fraktionen gewährte.

In vielen Sequels einer Trilogie greift der Autor viel zu oft zur sicheren Methode: der Dreiecksklamauck (nenne ich einfach mal so). Aus Konflikt entsteht eine Trennung des Paares, einer der beiden tröstet sich ohne loslassen zu können mit jemanden anderen, es entwickelt sich eine komplizierte Dreiecksbeziehung. Doch hier sei erwähnt, dass wir uns damit nicht runschlagen müssen. Veronica beweist: es geht auch anders. Was für ein Segen! Probleme, Geheimnisse gibt es zwischen Tris und Four nämlich zur Genüge. Da noch eine Dreiecksbeziehung zu platzieren, hätte den Rahmen gesprengt.

Dennoch habe ich hier noch einen Kritikpunkt. In komplizierten Handlungssträngen schlichen sich bei mir kleine Sinn- und Zeitfehler rein. Nichts weltbewegendes, aber dennoch führte es dazu, dass ich einige Male wieder zurückblättern musste, nochmals las und feststellte, dass da etwas nicht ganz `Koscher' war. Solche Fehler können zu Verwirrungen führen. Es störte leider meinen Leserhythmus. Wenn die Autorin deartige Fehler übersieht, was selbst nach mehrfacher Durchsicht durchaus vorkommen kann, sollte doch der Lektor `Schadensbegrenzung' betreiben. Es ist ein bisschen schade, denn es hat sich auf meine Bewertung ausgewirkt. Nichts desto trotz ist diese Fortsetzung stark. Während anderen Autoren nach einem starken Auftakt beim zweiten Teil schon die Puste ausgeht, lässt Veronica Roth den Leser hier wieder kaum Luft holen. Für mich persönlich war das Ende eine absolute Überraschung, was mir den generellen Punktabzug auch schwer gemacht hat.

Das Cover ist eine Augenweide. Ja, an diesem kann man sich vorstellen wie der Amity Baum ausschaut. Absolut phänomale Arbeit und steht dem Cover zum Erstling in nichts nach. Auf das finale Buchcover bin ich umso mehr gespannt. Genau wie auf den Titel, natürlich.

"...We both have war inside of us. Sometimes it keeps us alive. Sometimes it threatens to destroy us."
~ Tris, P. 242 of Insurgent

Fazit: Insurgent" hat den Fluch der mittelmäßigen (bis gar schlechten) Fortsetzungen gebrochen. Veronica Roth beweist dem Leser wirklich, dass es möglich ist das Level beizubehalten. Verlust, Trauer, Geheimnisse und Misstrauen dominieren in der Geschichte. Es werden Blut und Tränen vergossen. Protagonistin Tris hat keinerlei Symphatiepunkte bei mir einbüßen müssen. Einen minimalen Punktabzug gibt es von meinerseits leider aufgrund kleiner Fehler. Das gesamte Stimmungsgefühl hat darunter aber sonst nicht gelitten. Der finale Band kann also nicht schnell genug fertiggestellt werden, Missüs Roth!
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Dezember 2011
Inhalt:
Altruan. Die Fraktion der Selbstlosen, die Entsagung geschworen haben.
Candor. Die Fraktion der Freimütigen und Aufrichtigen, die die Ehrlichkeit über alles schätzen.
Ferox. Die Fraktion der Mutigen, die sich der Bewachung und des Schutzes verschrieben haben.
Ken. Die Fraktion der Wissenschaft und der Gelehrten.
Amite. Die Fraktion der Freundschaft und Friedfertigkeit.
Chicago in einer fernen Zukunft. Jeder 16jährige Jugendliche muss die Zeremonie der Bestimmung vollziehen ' so auch Beatrice Prior und ihr Bruder Caleb. Beide müssen sich während der Zeremonie für eine der fünf Fraktionen entscheiden, der sie zukünftig angehören wollen. Durch die Zeremonie sollen die demokratischen Grundsätze ihrer Vorfahren geehrt werden, die ihnen gelehrt haben, dass jeder Mensch das Recht hat, für sich selbst den Weg zu wählen, den er beschreiten will.
In einem Test, der vor der einen Tag vor der Zeremonie stattfindet, soll den Jugendlichen ein Anhaltspunkt gegeben werden, welche Fraktion wohl am besten zur ihnen passt.
Bei Beatrice läuft jedoch etwas schief, denn bei ihr scheint es kein eindeutiges Ergebnis zu geben.
So steht sie nun vor der Auswahl ihres Leben, denn es kommen sowohl die Altruan, in deren Fraktion sie hereingeboren wurde, als auf die Ferox und die Ken in Frage. Was sie dabei jedoch nicht ahnen kann, ist, dass sie dabei droht, zwischen die Fronten zweier verfeindeter Fraktionen zu geraten'

Fazit:
'Die Bestimmung' ist der erste Band einer neuen dystopischen Reihe von der Newcomerin Veronica Roth, due diesen Roman mit gerade mal 20 Jahren schrieb und der sofort den Sprung in die amerikanischen Bestsellerlisten gelang.
Dass dies bestimmt auch in Deutschland der Fall sein wird ' daran habe ich nicht die geringsten Zweifel.
Beatrice Prior ist 16 Jahre alt und recht unscheinbar. Sie ist der normale Durchschnittstyp und relativ klein, wodurch sie fast immer unterschätzt wird. Dies wird nach ihrer Wahl der Fraktion besonders deutlich, da ihr niemand etwas zutraut. Doch zusätzlich zu ihrer Selbstlosigkeit, ihrem Mut und ihrer unglaublichen inneren Stärke ist sie zugleich sehr clever, was so manchem ein Dorn im Auge ist.
Nach der Auswahl der Fraktion muss jeder Neuling sich bei der sogenannten 'Initiation' bewähren, denn nur 10 Neulinge schaffen es am Ende in die Fraktion ' der Rest wird franktionslos und muss in Armut und unter unzumutbaren Umständen leben.
Die Neulinge werden einem knallharten Training unterzogen und Beatrice' Ehrgeiz steigt von Tag zu Tag an, denn sie möchte unter gar keinen Umständen als eine Fraktionslose enden. Doch die Konkurrenz schläft nicht.
Nach dem großen Krieg haben sich die Menschen in die fünf Fraktionen aufgeteilt, um in Harmonie und Frieden miteinander zu leben. Jede Fraktion hat seine eigenen Grundsätze und Aufgaben in der Gesellschaft, doch die Feindschaft zwischen den selbstlosen Altruan und den wissbegierigen Ken ist schon lange kein Geheimnis mehr und droht zu ekalieren.
'Die Bestimmung' von Veronica Roth ist ein Roman, der mich sehr berührt hat. Diese Aufteilung in fünf Fraktionen umschreiben ein Szenario, wie es eigentlich gar nicht perfekter sein kann. Jeder darf wählen, wem er angehören möchte und alle leben glücklich und zufrieden miteinander ' oder auch nicht.
Es gibt immer Menschen, die mit der Gesamtsituation unzufrieden sind und daran etwas ändern wollen. In diesem Fall sind es die Ken, die die Regierung, angeführt von den Altruan, stürzen wollen.
Dies führt natürlich dazu, dass sich Bündnisse zwischen der einen oder anderen Fraktion bilden und das Gleichgewicht gestört wird.
Beatrice' Geschichte beweist, dass auch die Kleinen und Unscheinbaren häufig unterschätzt werden und es durchaus zu etwas bringen können.
Ich habe mich so einige Gedanken darüber gemacht, zu welcher Fraktion ich wohl am besten passen würde.
Wahrscheinlich wäre ich eine Unbestimmte, da ich sowohl zu den Altruan, als auch zu den Ferox passen würde.
Ich reagiere oft selbstlos, wenn es um meine Familie oder Freunde geht. Aber ein voller Altruan, welcher sich selbst überhaupt nicht wertschätzt könnte ich wohl nicht sein.
Die Ferox sind die mutigsten unter den fünf Fraktionen. Sie springen auf fahrende Züge auf und ab und stürzen sich ' nur durch Drahtseile befestigt ' von Häusern. Bei dieser Szene musste ich an einen Kletterpark denken, in dem ich einige der wenigen war, die sich getraut haben, von einer 65m hohen Plattform zu springen ' ebenfalls nur durch ein Drahtseil gehalten.
Allerdings sind mir die Initiationstechniken der Ferox doch etwas zu speziell, weshalb ich lieber im Hier und Jetzt leben möchte ;)
Ich glaube, dieses Buch wirkt eine ähnliche Faszination auf uns Leser aus, wie es auch 'Die Tribute von Panem' von Suzanne Collins tun.
Ein recht grausames Szenario einer Gesellschaft, die nach außen hin perfekt erscheint und innerlich immer mehr auseinander bricht.
Das Schicksal von Jugendlichen, welche durch die kranken Ansichten von Führungskräften misshandelt und getötet werden.
Eine Protagonistin, die durchaus Schwächen hat und die Leser trotzdem mit ihrem Charme verzaubert, sodass man mit ihr durch dick und dünn gehen muss.
Ein zauberhafter männlicher Hauptcharakter, den man einfach lieben muss.
Während der Hype um 'Die Tribute von Panem' gerade erst beginnt, bin ich mir schon jetzt sicher, dass 'Die Bestimmung' von Veronica Roth der 'Panem'-Reihe durchaus das Wasser reichen kann.
Dieses Buch ist ein absoluter Pageturner mit vielem emotionalen Momenten, die mir so manche Träne entlockt haben.
Absolut empfehlenswert und für Fans von Dystopien ein absolutes Must Have!
33 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juli 2012
Achtung Spoilergefahr! Das ist bereits Teil 2 der Trilogie!

Ihre Eltern haben das größtmögliche Opfer gebracht, Tris selbst ist heimatlos und es scheint als würde die Zahl der Verbündeten immer schneller schwinden - wo die Anzahl der Feinde doch drastisch steigt.

Nach dem Angriff der Eridute ist nichts mehr wie es war, Verbündete wenden sich plötzlich gegen einen und niemand will die verbleibenden Dauntless oder Abnegation aufnehmen, da ihnen sonst der Krieg mit den Erudite und den Abtrünnigen Dauntless bevorsteht.
Doch das heißt noch lange nicht, dass Tris und ihre Kumpanen aufgeben, sie können das Böse nicht siegen lassen, nicht die Dauntless.
Ein Kampf beginnt. Ein Kampf um die Wahrheit, ein Kampf um die Freiheit und auch ein Kampf gegen einen selbst, denn seit dem tragischen Vorfall mit ihren Eltern und Will ist für Tris nichts mehr wie es wahr. Doch sie darf nicht aufgeben. Sie muss die Ausgestoßenen führen. Sie muss Insurgent werden und die Verräter brennen lassen.

***Meine Meinung***
Nachdem ich bereits Teil 1 "Divergent" (dt. "Die Bestimmung") auf Deutsch und Englisch gelesen habe, war ich gespannt, wie es in der Welt von Veronica Roth weitergehen mag. Doch leider konnte ich die langersehnte Fortsetzung nicht mit den erwarteten Freundenschreien begrüßen. "Insurgent" ist zwar nicht übel, aber leider ist der Lesegenuss nicht der gleiche wie beim Auftakt der Trilogie.
Warum? Hier erfahrt ihr mehr.

Das Cover ist, schon wie im Vorgänger, unheimlich schön. In Teil 1 war es mit dem Zeichen der kämpferischen Dauntless versehen, diesmal schmückt aber der Baum der Amity die Vorderseite. Das passt auch gut zu dem Inhalt, da wir diesmal etwas mehr Zeit in der "Welt" der friedlichen Amity verbringen.

Zwar hat die Autorin schon in Teil 1 bewiesen, dass sie eine gewaltige Geschichte stricken kann, in der man als Leser wie in einem Spinnennetz gefangen gehalten wird, leider ruht sie sich aber in Teil 2 scheinbar auf ihren Lorbeeren aus. Das würde nicht allzu schlimm sein, wenn der Inhalt nur etwas an Würze verliere würde, leider muss man aber sagen, dass beinah die Hälfte des Buches mit Verhandlungen, langweiligen Versteckspielen und viel Blabla gepflastert ist. Urteilt nicht zu schnell über meine Meinung, vielleicht ging es nur mir so und das Buch packt euch genauso wie Teil 1. Ich jedoch kann nur auf einen atemberaubenden Teil 3 als Aufmunterung hoffen, der übrigens im Herbst 2013 auf englisch erscheinen soll.

Der Schreibstil hat allerdings nichts von seiner lockeren Art eingebüßt, trotzdem fesselt es einen nun mal einfach nicht wie man es gewohnt ist, auch wenn die Kämpfe weiterhin spannend und lebensnah bleiben.
Tris bleibt auch weiterhin unsere Prota und wir erleben alles aus ihrem Blickwinkel, der, durch die Reise in die verschiedenen Winkel von Veronica Roths Welt, immer mehr umfasst, bis bloß noch die Welt der Selbstlosen zu ergründen ist. ;D (was in Teil 3 sicher noch der Fall sein wird)
Auch die Beziehung von Tris und Four bekommt etwas mehr an Tiefe, aber leider gibt es einige holprige Stellen auf ihrem Weg und nicht nur einmal musste ich sehnsüchtig daran denken wie zart in "Divergent" (dt. "Die Bestimmung") ihre Beziehung begann.

***Fazit***
Etwas schwache Fortsetzung eines unglaublichen Auftakts. Veronica Roth entführt erneut in die Welt der Kasten und Klassen, leider konnte sie diesmal mit dem Inhalt nicht so sehr überzeugen wie bisher. Da bleiben nur zwei Möglichkeiten: in Kauf nehmen und Lesen (bzw auf einen fulminanten Teil 3 warten) oder lieber lassen. Von mir gibt es auf jeden Fall schwache 3 von 5 Wölkchen.

***Reihe***

1. "Divergent" (dt. "Die Bestimmung")
2. "Insurgent" (dt. Titel unbekannt)
3. Titel unbekannt HERBST2012
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden