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am 17. Juni 2015
Mads Mikkelsen und Jessica Schwarz ! Ein skandinavischer Thriller oder Hollywoodfilm mit deutscher Beteiligung! Und Anna Maria Lara hat ja auch schon mit Gérard Depardieu gespielt.Und in den USA kennt man natürlich Akif Pirincci! ?
Pusteblume ! Ein deutscher Film aus dem Jahre2009 und ein weiterer Beweis dafür, daß gute deutsche und europäische Filme sich nicht hinter Hollywood verstecken müssen und zum Teil besser sind als US-Blockbuster mit Oscars, womit diese aber nicht in Bausch und Bogen abgewertet seien (Oscars und Filme).

Der Maler David Andermach (Mikkelsen) will erneut einen Selbstmordversuch unternehmen.Seine Frau Maja (Jessica Schwarz) hat ihn bald nach dem Tode der Tochter Leonie (Valeria Eisenbart) vor 5 Jahren verlassen, Diese war im Swimming-Pool ertrunken, während David sich mit der Nachbarin Gia Konrads (Heike Makatsch) verlustierte.
Ein unscheinbar auf dem Boden liegender Schmetterling, die Flügel aneinandergelegt weiß-grau gemiustert, flattert davon, die Oberseite ist schön, blau, er folgt ihm und landet durch eine Lücke im Gebüsch in einen dunklen felsigen Gang , an dessen Ende in gleißend hellem Licht, als die Augen sich adaptiert haben - auf seiner Straße nahe des Hauses, wieder brüllt der cholerische Nachbar Siggi Butschma (überzeugend Thomas Thieme) über Rasenmäherlärm. Nichts wie hin zum Pool, um die Tochter zu retten, sich diesmal und in Zukunft besser zu verhalten.

Wer sich völlig überraschen lassen und nicht den geringsten Hinweis haben will, MAG JETZT SPOILER SEHEN UND AUFHÖREN ODER DAS ENDE LESEN! Kenner des Films lesen gefälligst weiter!

Was präsentiert uns der Regisseur Arno Saul mit diesem Film? Wie so oft bietet ein solcher Film mehrere Deutungsmöglichkeiten, von denen ich einige aufzähle, andere mögen weitere finden und im Film andere Schwerpunkte und eine abweichende "Moral von der Geschicht'" sehen.

- Durch den Tunnel in die Vergangenheit, das legt einen Mysterie-Thriller nahe, und genug Mysterien bieten die folgenden Ereignisse, die David nach der Rettung seiner Tochter erleben muß."Wie fühlt man sich, wenn man sich selbst tötet?" lautet die Überschrift einer geschätzten Vor- und Mitrezensentin, das ist nicht zu viel gespoilert. Was passiert, wenn 5 Jahre zurück der Verlauf der Geschichte anders beginnt? Hat das auch Einfluß auf die Menschen außer Maja. die ja die Reise nicht angetreten sein müssen, sondern paralel im Abstand von 5 Jahren leben. Ist diese neue 5 Jahre alte Welt eine eigene Welt, die paralel zur anfänglichen mit einem Versatz nach hinten in der Zeit anders verläuft und wie können zwei Zeiten gleichzeitig existieren? Kann David nach vollbrachter "Mission Impossible" mit der Tochter durch die Tür zurück und was passiert mit den Menschen, die er zurückläßt.? Nichts, weil es zwei Zeiten und in diesen "Identische" Menschen gibt? Kann er sich seine Welt aussuchen.? Die Gedankengänge werden immer schwieriger, es treten Paradoxien auf, die bei Mysterie dieser Art unvermeidbar sind.

Ohne den Faden zu verlieren, schossen mir auch andere Fragen und Gedanken durch den Kopf :Können 2 Universen gleichzeitig im selben Raum existieren ? Gibt es dann darin die berühmten Wurmlöcher, durch die man schneller als das Licht enorme Strecken zurüchlegen kann, da man es ja gar nicht weit von einer in die andere Welt hat, und entsteht dann ein Zeitsprung? Ist unser "Universum in der Nußschale" eines von vielen in einer Kokosnußschale etc. , nein, so kann man dem Film nicht mehr folgen.

Ist die Reise in die Vergangenheit nur ein Gleichnis für eine Reise ins eigene Innere, sind die Probleme dort Sinnbilder für die Widerstände, die es zu überwinden gilt, wenn man sich und sein Verhalten ändern will? Die Probleme sind ja erheblich : sich selber töten (schon erwähnt) als Symbol für das alte schlechtere Ich? Müssen auch andere sich ändern und wollen sie das auch? Bei seiner Reise in die Vergangenheit (in sich ?)) bemerkt David, daß er nicht der einzige Zeitgereiste ist, warum auch nicht , aber warum will man ihn an der Rückreise hindern? Will der Film uns damit noch mehr Rätsel aufgeben, uns verwirren, aufzeigen, daß die menschliche Seele, die Arbeitsweise unseres Gehirns noch viel komplexer ist, als wir es uns vorstellen können? Oder wie oder was?

SPOILER-ENDE SPOILER-ENDE SPOILER-ENDE

Die Auflösung bringt uns erst sicher das Ende des Films:
-Das Mädchen schafft den Weg zurück, der Vater opfert sich!
-Vater und Tochter schaffen es, aber mit der Zeit klappt was nicht.Sie sind nicht gealtert, aber die Mutter ist jetzt 5 Jahre älter!
-Die Mutter hat die Reise auch gemacht, alle bleiben in der neuen älteren Welt vor 5 Jahren.
Der Film endet, wie er begonnen hat, Vater und Mutter bleiben getrennt und finden ein neues Glück.
Die Zeitreise führt die Eltern wieder zusammen, beide haben sich geändert.

Wir sehen in "Die Tür" einen hervorragenden Mads Mikkelsen, der zudem sicher ein Frauentyp ist. Jessica Schwarz` Rolle ist deutlich kürzer im Film und nicht geeignet, sich so zu profilieren, wie sie es in anderen Filmen schon konnte. Aber sie hat (wenn ich nur das Cover sehe), ein Lächeln, dem ein wenig Geheimnisvolles anhaftet, oder? Souverän auch der "Choleriker" Thomas Thieme, schön, aber eben nur in kleinen Rollen, Heike Makatsch und Suzan Anbeh.

Der Film gehört nicht zu den 10 Exemplaren, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, aber sehr sehenswert, auch mehrmals, ist er.

Doc Halliday
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am 12. Juli 2013
David (Mads Mikkelsen) ist ein gefeierter Maler, der mit seiner attraktiven Frau Maja (Jessica Schwarz) und seiner süßen Tochter Leonie in einer schnieken Jugendstilvilla mit Swimmingpool lebt. Nebenbei hat er nichts besseres zu tun, als die hippe Nachbarin (Heike Makatsch) flachzulegen. Die Ehe ist fast am Ende. David malt seine Frau in unvorteilhaften Posen, die viel über seine innere Einstellung ihr gegenüber verraten. Man könnte es auch so sagen: Er verhält sich wie ein riesiges Arschloch! Eines Tages fällt seine Tochter beim Schmetterlingefangen in den Pool und ertrinkt. David hätte eigentlich auf sie aufpassen sollen. Er hat es vorgezogen, sich mit der Nachbarin zu vergnügen. David und Maja zerbrechen an den gegenseitigen Vorwürfen und an der Trauer über den Verlust ihrer gemeinsamen Tochter. Es vergehen fünf Jahre in denen David nie wieder richtig auf die Füße gekommen ist. Er ist jetzt an einem Punkt, wo er seinem unerträglichen Dasein ein Ende machen will. Dazu will er sich im Pool ertränken, um seiner Tochter wieder nahe zu sein. Sein Freund Max rettet ihn in letzter Sekunde. Dann findet David einen geheimen Tunnel, mit dessen Hilfe er fünf Jahre zurück in die Vergangenheit reisen kann. Er nutzt die Chance, um seine Fehler wieder gut zu machen, doch es wird sich bald zeigen, dass in der Vergangenheit nicht jeder derjenige ist, der er zu sein vorgibt...

Als ich die DVD in den Player legte waren meine Erwartungen ehrlich gesagt minimal. Es handelt sich um eine deutsche Produktion und unsere Filme sind im Großen und Ganzen nicht gerade für qualitativ hochwertiges Kino bekannt. "Die Tür" war in dieser Hinsicht eine echte Überraschung. Vieles, was den Film gut macht, ist jedoch der schauspielerischen Leistung von Mads Mikkelsen zuzuschreiben, der (wie zu erwarten) eine charakterlich beeindruckend dichte Vorstellung bietet. Die anderen Figuren, allen voran Jessica Schwarz und Heike Makatsch bleiben dagegen blass und oberflächlich. Es werden viele Nachbarn, Freunde un Verwandte in den Film eingeführt, die jedoch nicht mehr als Beiwerk bzw Statisten sind. Die Geschichte selbst ist nichts wirklich neues. Trotzdem ist die Kombination aus Drama und Mystery hier einigermaßen gut gelungen. Gute Filme über die Bewältigung von Trauer über den Verlust eines gelibeten Menschen gibt es viele (allen voran der geniale "21 Grams" von Alejandro Gonzales Innaritu). Dieser Film hingegen verbindet den Schmerz und die Trauer mit einer Fantasiegeschichte, welche, "Alice im Wunderland" und "Pan's Labyrinth" nicht unähnlich, als Parabel für die inneren Abgründe und somit insgesamt als psychologischer Ausweg aus einem menschenunwürdigen Dasein voller Angst und Verzweiflung gelesen werden kann. Der Tunnel in die Vergangenheit ist in Wirklichkeit ein Tunnel in die eigene Seele und eine Form der Vergangenheitsbewältigung, die in der Lage ist, den unaufhörlichen Schmerz etwas zu lindern. Am Ende ist es das, was aus "Die Tür" trotz all seiner Fehler und Schwächen einen durchaus komplexen Film macht, der allemal sehenswert ist.
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am 17. März 2013
Der Maler David (großartig: Mads Mikkelsen) führt eigentlich ein angenehmes Leben. Nettes Grundstück im Grünen, hübsche Frau und niedliche Tochter. Allerdings scheint die Verbundenheit zu seiner Partnerin (Jessica Schwarz) eher suboptimal zu sein, da er ein Verhältnis zu seiner Nachbarin (Heike Makatsch) pflegt. Während einer seiner Seitensprünge passiert eine alles verändernde Katastrophe, seine kleine Tochter ertrinkt im Swimming Pool.
Fünf Jahre später hat David die furchtbare Tragödie immer noch nicht verarbeitet, im Gegenteil, von Schuldgefühlen geplagt ist sein psychischer Zustand schlimmer als je zuvor. Als er auf dem abendlichen Nachhauseweg im Winter plötzlich einen Schmetterling sieht, folgt er diesem zu einer geheimnisvollen Tür, die ihn geradewegs fünf Jahre zurück in die Vergangenheit zum Zeitpunkt des Unfalls seiner Tochter führt und ihm die Möglichkeit gibt, in das damalige Geschehen einzugreifen und seine Tochter zu retten. Doch sind damit alle Probleme gelöst?
Ein deutscher Film, der die Themen Zeitreise, Parallelwelt und „Bodysnatching“ aufgreift macht erst einmal skeptisch. Viel zu oft ist man von deutschen Produktionen, die sich an internationalem Genre-Kino versucht haben, enttäuscht worden. Deutsche Filmemacher tun sich schwer, mit europäischen Regiearbeiten aus z.B. Frankreich, Dänemark oder Schweden mitzuhalten.
„Die Tür“ von Anno Saul ist eine höchst erfreuliche Ausnahme. Der Film ist souverän, niveauvoll, spannend und toll besetzt und somit ein Beispiel dafür, wie deutsches Kino aussehen kann ohne peinlich und aufgesetzt zu wirken. Ein interessantes Drehbuch, ein ausdrucksstarkes Schauspielensemble, ein perfekter und ungewöhnlicher Soundtrack sowie ein Ende, welches einen noch über den Abspann hinaus beschäftigt, stellen ein fast perfektes Filmerlebnis dar. Lediglich einige Ungereimtheiten in der Story selbst könnte man dem Film ankreiden, doch das wäre kleinlich.
Fazit: Beindruckendes, rundum gelungenes Genrekino aus deutschen Landen, basierend auf der Romanvorlage „Die Damalstür“ von Akif Pirinçci. Schön, dass es so etwas hochklassiges auch bei uns immer mal wieder (leider viel zu selten) gibt.
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am 12. Februar 2013
Rezension enthält keine Angaben zum Medium! Spoilerfrei!

DIE TÜR ist ein deutscher Spielfilm des Regisseurs Anno Saul aus dem Jahr 2009. Die Vorlage für den Stoff - der Roman "Die Damalstür" von Akif Pirincci - ist mir nicht bekannt. Lt. Wikipedia ist das Drehbuch zu DIE TÜR nur lose an die Romanvorlage angelehnt. Doch ich möchte unbedingt behaupten, dass Anno Saul mit DIE TÜR ein tolles Werk gelungen ist, das mich auf’s Höchste überrascht und gefesselt und rettungslos in seinen Bann gezogen hat.

Der Zuschauer ist gut beraten, wenn er sich im Vorfeld so wenig wie möglich über den Inhalt des Films informiert. Es sollten einige Eckpunkte genügen: Der Maler David Andernach (Mads Mikkelsen) verliert durch seine eigene Unachtsamkeit seine kleine Tochter Leonie, die im Swimmingpool ertrinkt. Seine Frau Maja (Jessica Schwarz) beendet daraufhin die ohnehin bereits zerrüttete Beziehung zu David. Geplagt von Schuldgefühlen und dem Verlust von Tochter, Frau und auch Profession ist David fünf Jahre nach dem Unglück psychisch und physisch am Ende. Durch die magische Begegnung mit einem Schmetterling mitten im Winter entdeckt David eine verborgene Tür, die ihn in seine Vergangenheit zurückführt und ihm damit die Chance zu einem Neubeginn bietet. Von dem Preis, den er dafür zu zahlen hat, kann David zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnen.

Durch die dichte Atmosphäre und die unvorhersehbaren Wendungen nimmt die Handlung einen ungewöhnlich spannungsgeladenen Verlauf. Die Fiktion bezieht sich nur auf die verborgene Tür, ist eng mit dem gegenwärtigen Handlungsablauf im Film verwoben und wirkt nicht übertrieben, sondern viel eher magisch und erscheint fast schon für jedermann wünschenswert.
Der Zuschauer wird in das Geschehen hinein gezogen und aus dem Spannungsfeld nicht mehr entlassen. Die musikalische Begleitung ist unaufdringlich; die meist sanften und wiederum mystisch anmutenden Klangfarben unterstreichen stimmungsvoll die immerwährende und knisternde Spannung.
Erst ganz zum Schluss ist zu erkennen, wohin der Schmetterling David letztendlich geführt hat.

Warum FSK-16? Der Film enthält sehr wenige, sehr kurze, für manche vielleicht schon zu heftige gewaltsame Szenen, die völlig unvermittelt kommen, und sehr wenige absolut eindeutige, aber durchweg ansprechende erotische Aufnahmen.
Dies sei den Eltern zuliebe erwähnt, die beim nächsten gemeinsamen DVD-Abend mit Jugendlichen (evtl. jünger als 16) nicht überrascht werden möchten.

DIE TÜR ist einer der inzwischen rar gewordenen Filme, die den Zuschauer tief bewegt und nachdenklich zurücklassen. Insgesamt komme ich bezüglich dieser qualitativ hochwertigen und fesselnden Verfilmung nur zu einem Ergebnis:
10 von 10 möglichen Punkten.
22 Kommentare| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2015
Leonie ist weg. Leonie ist tot.
Ertrunken, als ihr Vater David ein nachbarliches
Schäferstündchen absolviert.
FÜNF JAHRE SPÄTER-
Maja, Davids Ehefrau, verzeiht im das natürlich nicht.
In seiner Verzweiflung stürzt David sich darauf in den Pool,
wo damals seine Tochter zu Tode kam. Für Minuten bewusstlos,
oder im Jenseits, sieht er seine Tochter an einem Strand und
schliesst sie in die Arme. Dann wird er zurückgeholt.......
in seine reale Welt. In die harte Realität.
In einer kalten Winternacht wird er von einem blauen Schmetterling
zu einer geheimnisumwitternden Tür geführt........

DIE TÜR ist verzaubernd, mystisch- und verwirrend.
Gibt es so etwas wie die zweite Chance im Leben? Für bestimmte
oder alle Menschen? Und schon erobern Gedanken an Gott und Wieder-
gutmachung meine Überlegungen. Und als die nächste Szene kommt,
verfalle ich erneut ins Grübeln.
Wer DIE TÜR schauen möchte, wird verstehen, was ich damit meine.
Bedeutet aber lange nicht, daß er den Film auch verstehen muß/ wird.
Tatsache ist, daß ich eine Geschichte so noch nie erlebt habe.....
einen Film, der auf eine Art glaubhaft erscheint, andererseits auch
ängstigt, weil es ein Wunschdenken bei uns auslösen könnte.......
was wäre, wenn das tatsächlich möglich ist......?
DIE TÜR wurde vor mir geöffnet und hat mich regelrecht umgehauen.
Und Logiklöcher sind da, aber tragen zur zerrenden Spannung bei.
" Was hast du mit Papa gemacht? Ich habe Blut gesehen..."

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Geschichte:

Der Maler David Andernach( Mads Mikkelsen, eh mein Star) wird
von Schuldgefühlen gepeinigt und kriegt sein Leben nicht mehr
auf die Reihe. Als er seinem Dasein ein Ende setzen will, entdeckt
er eine verborgene Tür, durch die er zum entscheidensten Augenblick
zurückkehren kann, um seine Tochter zu retten. Doch dieser Neuanfang
entwickelt sich zum Horrortrip.............................

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Fazit:

Es stellt sich hier die Frage, was der Film bei jedem einzelnen
Zuschauer auslöst. Was er ihm wertvolles versucht zu vermitteln.
Ich für meinen Teil kann behaupten, daß DIE TÜR mich keine einzige
Sekunde langweilte oder daß ich DIE TÜR als an den Haaren herbeigezogen
empfunden hätte. Niemals.
Die Geschichte ist faszinierend, niveauvoll- das Spannungsbarometer
steigt mit jeder Minute. Und genau so wahnsinnig, wie der Film es schaffte,
mich zu fesseln, ja, genau so wahnsinnig ist Mads Mikkelsen(wieder) in
(s)einer Rolle, die- wie meistens- voll auf ihn zugeschnitten und auf
den Leib geschneidert ist. Alles passt. Meine Meinung.
" Du bist der beste Lügner, den ich kenne."
" Ich lüge nicht...schau` mich an- ich bin fünf Jahre älter! "
Verwirrend? Ja. Aber einsame Spitze.

Jessica Schwarz+++Mads Mikkelsen+++Heike Makatsch= in einem Thriller
mit "doppeltem" Boden.
Fast Einhundert Minuten Nervenkitzel vom Feinsten.
Ist es ein böser Traum? Ist es die Seelenqual?

Extras:

- Interviews= 23 Min.!

- Entfernte Szenen= 11.20 Min.!

- Hinter den Kulissen= 11.15 Min.!

- Making of= 14.55 Min.!

- Kinotrailer

FÜNF von ZEHN Sternen. Leider geht hier nicht mehr.
Mein vorläufig heissester Tipp im Monat Juni 2015!
1717 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2011
"Die Tür" von Anno Saul, welcher im letzten Jahr auch so einige auf dem Filmfest überraschte, gehört für mich zu einem eindeutigen Highlight bei der Releaseflut Anfang des neuen Jahres. Und das aufgrund der erzählten Geschichte, bei der viel Fantasie und Mut zu unkonventionellen Gedankengängen von Nöten waren, der filmischen Umsetzung des Scripts und des Drehbuches und der schauspielerischen Klasse nahezu aller Beteiligten. Das Mads Mikkelsen ein begnadeter Schauspieler ist und nachwievor zur obersten Garde der skandinavischen (Charakter-) Darsteller gehört, hat er in den letzten Jahren mehrfach eindrucksvoll bewiesen. Jessica Schwarz überraschte mich jedoch gewaltig. Ich konnte mich nicht wirklich an auch nur einen Film erinnern, in dem sie zuvor mitwirkte, mit "Die Tür" hat sie es allerdings geschafft, dass mir ihr Name im Gedächtnis bleibt, denn die Rolle der mißtrauischen, hoffenden und verzweifelten Ehefrau spielt sie unglaublich realistisch und ausdrucksstark.

David - Maler und Lebemann - betrügt seine Ehefrau, während ein Unfall und der daraus resultierende Tod seiner Tochter seinen Anfang nimmt. Seine bereits erkaltete und rein funktional zu nennende Ehe zerbricht aufgrund von Schuldzuweisungen schlußendlich vollkommen und David verliert sich 5 Jahre lang in Selbstmitleid und Selbstmordabsichten. Doch eines Tages weist ihm ein Schmetterling den Weg zu einer verborgenen Tür, auf deren anderen Seite die gespiegelte Welt existiert und zwar 5 Jahren in der Vergangenheit. David betritt die andere Seite, die Kopie seines eigenen Lebens exakt zu dem Zeitpunkt, als er den Weg zu seiner Liason beschreitet, kurz vor dem tödlichen Unfall der Tochter. Dieses geschieht in der beobachteten Rolle, denn in der neuen Realität gibt es David zweimal. Einmal als den "alten David" vor 5 Jahren und als den "neuen David", der die "Parallelwelt", quasi zurück in die Vergangenheit betritt......und genau hier liegt dann das Problem!

Anno Saul, der mir vorher eher durch "Popcorn-Filme" auffiel, gelang mit "Die Tür" ein ganz großer Wurf, der international zu überzeugen wusste. Die Wahl, Mads Mikkelsen für eine der Hauptrollen einzusetzen, erweist sich als kalkulierter Glücksgriff. Denn Mikkelsen verkörpert nicht nur die Rolle des skandinavischen Ausnahmetalents, sondern auch die, des europäischen Kinos, beeinflusst durch den Versuch Situation authentisch und realistisch darzustellen, beeinflusst durch Dogma und den Verzicht auf schnelle Schnitte und lieblos inszenierte Belanglosigkeiten. "Die Tür" erzählt eine vielleicht nicht ganz neue, in ihrer Aufarbeitung und Betrachtungsweise jedoch einmalige Geschichte, die ich irgendwo zwischen Drama, Mystery und Thriller einordnen würde. Die Grundüberlegung erweist sich in Bezug auf das Vorhandensein einer naheliegenden philosophische Idee zudem, dem Fim auch dann eine Chance zu geben, wenn einem der Genre-Cocktail prinzipiell missfällt. Denn was würde es bedeuten, wenn es die individuelle Existenz plastisch und psychologisch zweimal geben würde, wenn es einen Weg geben könnte, falsche Entscheidungen und Handlungsweisen nachträglich zu verändern und somit eine neue Realität zu schaffen.

Spannender und gesitreicher Film. Aufmachung der DVD ist schlicht, aber ausreichend. Neben dem Film gibt es eine Menge aufschlussreicher Interviews und geschnittene und nicht verwendete Szenen.
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am 1. Juli 2011
Jeder von uns sollte sich die Frage stellen, wie weit er gehen würde, wenn er die Möglichkeit hätte, Dinge die passiert sind, zu ändern. Im Film ist dieses Szenario überzeugend dargestellt. Man stellt sich dann tatsächlich die Frage: Gibt es zwei Welten? Und in welcher Welt würde man lieber leben wollen. Herausragend! Spannend, emotional und fesselnd! Fünf Sterne!
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am 6. April 2011
Achtung, Spoilerrezi!

Mein Empfinden auf diesen -mit äußerster Spannung erwartenden- Film ist ambivalent.
Klar, muss man sich auf den Fantasieplot von vornherein einlassen, denn ein Realitätsfanatiker vergibt wohl nach den ersten fünf Minuten den Amazon-Todesstern, wenn Bondbösewicht Mikkelsen die Parallelwelt erklimmt, seinem "Double" gegenübersteht.
Ergo: Der Zuschauer sollte schon gefallen, oder zumindest faires Verständnis, an dieser Art Geschichte finden (ähnlich wie bei Bullocks "Das Haus am See" oder "Die Vorahnung"), bevor er die Playtaste drückt.
Die allesamt deutschen Darsteller sind durch die Bank gut gecastet, glänzen aber nicht wirklich. Ausnahme, und allen voran mit seiner Internationalität und geschlagen Professionalität, natürlich dieser (synchronisierte) Däne, der mit seinem Schauspielstil (spielt ähnlich bravourös den zurückhaltenden Charakter wie in "Nach der Hochzeit") die ganze Story mehr als stützt.
Das "Kammerspiel" funktionierte daher bei mir auch bestens, bis zum zweiten "Mord", an meinem Liebling Tim Seyfi (Kadir in "Zeit der Wünsche"). Ab da herrschte der ein oder andere Logikbruch, was dem erzähltem Drama -bei mir- Abbruch tat. Z.B. der Nachbar: lebt er in der Paralellwelt von Sportwetten, ist aber auch in der "realen" Welt, als meckernder Nachbar, zu sehen. Pendelt er in den Welten? Wenn ja, warum? Auch verrät David Max, dass er -in der Parallelwelt- erfolgreich und Vater wird, doch würde dann die Zukunft durch den Eingriff nicht anders laufen? Leben allesamt die "doppelten Personen" ja in zwei nebenherlaufenden Welten und nicht in einer Zeitreise, wie beispielsweise in "Zurück in die Zukunft". Also, würden in diesen Parallelwelten zwar die Doppelgänger existieren, aber doch vollkommen andere Karrieren/Paarbildungen usw. mit sich bringen.
Das dies so ist, zeigt der Film ja am Mord des eigenen Doubles. In einer Zeitreise könnte man den "halbes Jahr vorherlebenden" Zwilling nicht töten, man würde sich ja selbst töten (ähnlich wie in "Zurück in die Zukunft", wenn die abgebildeten Personen auf den Bildern verschwinden).
Ergo: zeigt der Film eine Parallelwelt mit Doppelgänger, die aber mit Bestimmtheit andere Lebensläufe hätten.

Würde die Story einem also nicht diese gezeigte Welt real verkaufen wollen, wäre es z.B. schlussendlich nur ein Traum von Hauptprotagonisten gewesen, wäre die ernst gemeinte (Film)Geschichte -für mich jedenfalls- logisch erklärbar und täte so der eigentliche Aussage des Films, die über Schuld und Sühne handelt, keinen Abbruch; würde mich dramaturgisch mehr fesseln. Das hätte mir weitaus besser gefallen! Aber ..., hätte, wäre, wenn, .... die Geschichte ist nun mal so verfilmt worden und den Roman kenne ich nicht.
Wie gesagt, der ganze Film zeigt Unlogisches, was ich aber wiederum bei der Art Unterhaltung nicht abwegig finde. Sollte aber wenigsten in diesem "abwegigen Filmuniversum" immer eine gewisse Logik, oder wie es George Lucas bezeichnet: eine "physikalische Gesetzmäßigkeit" herrschen, die die Menschen auch in der erzählten Geschichte nicht umgehen können und so, bei aller Abwegigkeit einen realen Bezugspunkt bieten.
Die zuspitzende, konfuse Story verhedderte sich daher zum Ende hin zusehends in ihrer eigenen Dramaturgie, die sie auf unsere reale Welt als Gleichnis werfen will. Dieser Abgleich, zum realen Leben, konnte die Regie -oder der Schreiber- eben nicht perfekt umsetzen und "Die Tür" glitt daher zusehends aus den Angeln.

Alles in allem aber trotzdem ein sehenswertes Stück Kino aus der deutschen Filmküche, mit einem glänzendem -aber diesmal nicht einäugigspielenden- Mads Mikkelsen, der sich durch sein internationales (Bond)Image bisher nicht festnageln lässt und so immer wieder in künstlerisch lohnenswerten Rollen, und "Kleinproduktionen" wie "Adams Äpfel", sein Bestes gibt. Bravo!, denn dies sind die eigentlichen Superstars der Kunstform Kino!

3,5 Sterne
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am 28. Januar 2011
Der Maler David Andernach(Mads Mikkelsen) wäre froh, wenn er das wüßte. Aber sein fieser Nachbar Siggi(Thomas Thieme) spricht für ihn in Rätseln. Das David verwirrt ist, dürfte kein Wunder sein. David sollte, während der Abwesenheit seiner Frau Maja(Jessica Schwarz), zu Hause auf seine Tochter Leonie(Valeria Eisenbart) aufpassen. Aber das Kind ertrinkt im Pool, während David zum Schäferstündchen bei der Nachbarin Gia(Heike Makatsch) ist. Das zerstört Majas und Davids Ehe und ihr Leben dazu.

Fünf Jahre später marschiert der desillusionierte David sturzbetrunken von der Kneipe nach Hause. Er stürzt, und wird dann auf einen Schmetterling aufmerksam. Mitten im Winter! David folgt dem Schmetterling und gelangt an eine Tür, hinter der ein Tunnel liegt. Als David den passiert hat, befindet er sich wieder in seinem alten Zuhause; allerdings 5 Jahre in der Vergangenheit, also kurz vor Leonies Tod. David erkennt die unglaubliche Chance und nimmt sie wahr. Er rettet Leonie aus dem Pool. Aber dann taucht sein eigenes, fünf Jahr jüngeres Ego, plötzlich auf. Es kommt zum Kampf und David tötet sich selbst. Dann nimmt er die Rolle seiner eigenen Vergangenheit ein. Er versucht die Ehe mit Maja zu retten und Leonie ein guter Vater zu sein. Doch das Mädchen merkt, dass etwas nicht stimmt. Und dann ist da auch noch die Leiche des früheren David. Nach und nach bemerkt auch David, dass er sein "altes Leben" nicht so einfach kitten kann. Irgendetwas mit seiner Nachbarschaft und der Tür in die Vergangenheit erscheint ihm plötzlich merkwürdig. Als er erkennt, was da abläuft, ist es fast zu spät...

Ich habe Akif Pirinccis Roman -Die Damalstür- vor etlichen Jahren mit Begeisterung gelesen. Ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass der Stoff verfilmt würde. Zu vielschichtig, vor allem aber mit jeder Menge Zeitparadoxen(um die sich Pirincci in keinster Weise gekümmert hat) versehen, ist -Die Damalstür- nicht gerade einfache Kost im Bereich Literatur.
Arno Saul hat das einzig Richtige gemacht. Er hat sich, mehr oder weniger, lediglich die Basislinie aus Pirniccis Roman gegriffen und um sie herum seinen Film aufgebaut. All die kleinen Nebenschauplätze, die Figuren, die im Kampf um den Platz in der Vergangenheit zu allem bereit sind, hat Saul lediglich beiläufig erwähnt oder komplett weggelassen. Er manifestierte "die Nachbarschaft" in der Person Siggis, und der wird von Thomas Thieme grandios dargestellt.

Mads Mikkelsen, Valeria Eisenbart und Jessica Schwarz überzeugen in den Hauptrollen. Die Nebenrollen der Story sind ebenfalls gut besetzt. In authentisch wirkenden Bildern, gefilmt mit einer gut geführten Kamera, fängt Saul die Zeitreise des David Andernach ein. Dabei bedient er sich letztendlich dem genialsten Kniff aller Geschichtenerzähler: Der hat mit dem Anfang und dem Ende einer Story zu tun; aber mehr wird jetzt nicht verraten.

-Die Tür- ist ambitioniertes Kino für einen spannenden Abend vor der Glotze. Wie gesagt, über die Ungereimtheiten im Spiel mit der Zeit sollten sie lieber nicht nachdenken. Das könnte den Genuss der Geschichte ein wenig trüben. Vor allem sind es die guten Schauspielleistungen und das Ende der Story, die -Die Tür- zu einem interessanten Film, ein wenig Abseits des Mainstreams machen.
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am 1. September 2012
Das Thema ist spannend. Seither beobachte ich die Nachbarn auch etwas kritischer, und ja, einer schaute an einem Morgen 5 Jahre älter aus. Echt!
..und deshalb halte ich ausschau nach der Tür.
Nicht das ich sie benutzen könnte, ich wüsste nicht was zu korrigieren sei, aber nur schon das Wissen darum - würde Hühnerhaut geben.
Gute Story, ausgezeichnete Schauspieler, überraschende Wendungen.
Kauf- und Sehempfehlung.
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