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am 23. August 2017
Vorangestellt sei, dass die Erfahrung mit "David Copperfield" meine erste Lesebekanntschaft mit Charles Dickens darstellt, wodurch ich es schwer in Relation zu seinen restlichen Werken stellen, beziehungsweise darin einordnen kann.

Ich wurde von Anfang an voll in den Bann des Buches gezogen. Besonders der blumige, gewissermaßen schwulstige und leicht veraltete Sprachstil der Gustav Meyrink Übersetzung fand großen Anklang bei mir. Diese Stilistik gipfelt in den besseren Momenten in Poesie, in den schlechteren in Kitsch, bleibt aber fortwährend sehr fluffig, was den Lesefluss anbelangt.

Auf inhaltlicher Ebene verfolgt der Leser den Lebensweg des David Copperfield vom Kindheitsalter hin zum gereiften Erwachsenen. Dabei wird er Zeuge seiner Sozialisation, durchlebt gewissermaßen gemeinsam mit dem Protagonisten die Tücken puritanischer Erziehung, den Hoffnungsschimmer der Bildung, den Abstieg in die Kinderarbeit und alles, was an dieser Stelle noch offen bleiben soll, im England des 19. Jahrhunderts.

Was auf mich persönlich hingegen den stärksten Eindruck hinterließ, war die zutiefst von Empathie geprägte Art und Weise, in der Charles Dickens den Lebensweg David Copperfields im Wechselspiel mit all seinen Gefährten und Widersachern skizziert. Hier war definitiv ein großartiger Beobachter und Menschenkenner am Werk. Die Charakerisierung kleinerer und auch größerer Schwächen der wundervoll ausgearbeiteten Figuren werden immer auch von einem (gedachten) ironischen Schmunzeln begleitet. Ganz allgemein trumpft Dickens immer wieder mit zeitloser situativer Komik auf, auch, oder vielmehr gerade, wenn der Kontext im Kontrast dazu recht düster aussieht.

Um noch einen kleinen Anschein von Objektivität zu waren, komme ich noch auf zwei kleine Negativpunkte zu sprechen, deren Auswirkungen auf das Vergnügen des geneigten Lesers sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein dürften. Ich komme allerdings nicht umhin zu denken, dass gerade diese noch folgenden Punkte wesentlicher Bestandteil des eigentlichen Appeals von Charles Dickens im Allgemeinen sind, die ihn auch für eine breite Leserschaft populär werden ließen.

Zum einen wäre da das nicht nur sprachlich gelegentliche Abdriften in den Kitsch. Das kann entweder als störend, oder auch einfach nur als schön, gelegentlich auch in seiner Übersteigerung als Ausdruck von Wahrhaftigkeit empfunden werden. Zum anderen muss an dieser Stelle der Vorwurf der Überkonstruktion erfolgen. Der Leser sollte sich jede noch so kleine Figur so gut wie möglich einprägen, da er gewiss sein kann, dass er sie später auf (zumindest anfangs noch) völlig unerwartete Weise wiedertreffen wird. Dabei erscheint kein Zufall groß und unwahrscheinlich genug, als dass er nicht doch eintreffen könnte. Nun gut, dafür haben wir hier wiederum einen Roman vorliegen, der auch ein Stück weit von eben diesen unwahrscheinlichen Begegnungen lebt.

Unter dem Strich kann ich nur noch sagen, dass mich Charles Dickens mit "David Copperfield" vollends für sich gewonnen hat, so dass ich mich nun genötigt sehe, direkt im Anschluss an dieses Werk mit "Große Erwartungen" fortzufahren.
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am 20. Februar 2018
Selbst nach so vielen Jahren hat dieses Buch nichts von seiner Kraft verloren, zu fesseln. Auch der Leser des 21. Jahrhunderts erlebt und erleidet das Schicksal des David Copperfields mit. Auch der expressionistische Stil Dickens, der mit Emphase gerne das Gute hervorheben will, macht die gerade die Tiefen im Leben seines Protagonisten besonders eindrücklich. Die Szenen, die von seiner Jugend handeln, in denen er absolute Machtlosigkeit, große körperliche Gewalt und psychische Demütigung erlebt, sind kaum zu ertragen. Daher nicht jeden Satz lesen, sondern großzügig darüber quer lesen, sonst hält man es einfach nicht aus. Denn man weiß, daß diese biographisch nahen Beschreibungen des Autors in dieser Zeit kein außergewöhnliches Schicksal waren sondern in der victorianischen Gesellschaft gang und gäbe waren. Hinter der zur Schau gestellten Welt des "Gesellschaftssalons" spielte sich eine raue und brutale Welt ab.
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am 4. August 2014
Charles Dickens hat viele hervorragende Werke geschrieben; darunter viele, die uns ans Herz gewachsen sind, sei es in der Originalfassung, sei es als Film oder als Musical… Manche sind so tief ins allgemeine Kulturgut gegangen, dass wir nicht einmal bewusst sind, dass sie aus Dickens Füllfederhalter geflossen sind, so wie die Weihnachtgeschichte mit Onkel Scrooge und den drei Weinachtgeistern...
Es muss also etwas bedeuten, wenn Dickens selbst schreibt, dass von allen seinen Werken, sei ihm David Copperfield das liebste.
Das bedeutet nich unbedingt, dass dieser sein bester Roman sei - letztendlich ist das eine Geschmackfrage. Auch eine Verständnisfrage. Dickens mag einen ganz anderen Geschmack als wir gehabt haben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er sein Werk ziemlich gut verstanden hat.
Ich habe den Roman jetzt zum zweiten Mal gelesen. Zum ersten Mal habe ich ihn als junger Mann gelesen, also vor etlichen Jahren schon. Ich muss sagen, diesmal hat er mir sogar besser gefallen als damals.
Dickens schreibt ein unkompliziertes Englisch, jedoch mit einem erlesenen Wortschatz, so dass die in den Lesegeräten eingebauten Wörterbücher oft versagen. Sollte jemandem dann die Mühe scheuen…, es gibt auch ausgezeichnete Übersetzungen ins Deutsche. Weil David Copperfield zu lesen lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall.
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am 13. September 2013
Charles Dickens 1849 veröffentlichter Bildungsroman "David Copperfield" erzählt den nicht unproblematischen Werdegang des Protagonisten sowie einer Reihe von ihm umgebenden, nicht immer freundlichen Nebencharakteren von Copperfields Geburt bis weit ins Erwachsenenalter. Copperfield vertritt dabei die vom Autor Dickens stets hoch gehaltenen Werte einer mitfühlenden, grundanständigen und -ehrlichen Philanthropie wobei er sich allerdings einer etwas übertriebenen Schwarz-Weißmalerei zwischen grundguten und grundbösen Charakteren bedient und daher eher als Relikt aus der Romantik zu betrachten ist. Deutlich wird auch die starke autobiographische Rückbezugnahme auf Dickens eigenes Leben, vor allem auch in der teilweise nicht zu glücklichen Kindheit Davids die sich jedoch wieder durch glückliche Umstände, emsige Eigenarbeit und viel Optimismus zugunsten Davids wenden lassen und ihm eine Laufbahn als erfolgreichen Schriftsteller ermöglichen. Um die Haupthandlung winden sich zugleich eine Reihe von Nebensträngen der Nebencharakteren zu deren Entwirrung und Aufklärung Copperfield seinen Beitrag leisten kann.

Obwohl im Grunde sehr flüssig zu lesen, ist die Handlung doch für heutige Lesegewohnheiten doch etwas zu stark ausgewalzt was den Lesedurst etwas hemmt, dem viktorianischen Leser, dem um 1850 natürlich nicht soviel Zerstreuungsmöglichkeiten zur Verfügung standen, dürfte es jedoch eher positiv erschienen sein wenn das bescheidene Lesevergnügen etwas länger andauerte und detailiert ausgestaltet war.

Damit ein alter Klassiker der auch in heutiger Zeit noch sehr schön zu lesen ist, sehr viel von Dickens philantrophischen Ansichten in sich birgt und ein Gemälde des viktorianischen Englands der gehobenen Mittelschicht enthält.

Enthalten in der alten Ausgabe von Insel-Taschenbuch sind eine Reihe recht treffender Kupferstiche von Phiz sonstige Extras sucht man jedoch vergeblich.

Das Druckbild ist hinreichend klar wenn auch immer wieder einige Druckfehler ins Auge fallen.
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am 23. September 2016
... vor allem, wenn es das Hörbuch dazu noch umsonst gab und dieses tolle Stück dann auch nur 99 cent kostete!!!
wie vom Director der G-School.de empfohlen. Super Tipp.
An der tollen Story ändert sich sowieso nichts, aber nun zwischen eBook und audibleBook zu switchen ist ein tolles neues Leseerlebnis. Und auch ohne das audible kann man jetzt seine Lieblingstellen im Buch auch ohne Textmarker markieren und seine Bemerkungen ohne Radiergummi wieder löschen. Das macht nicht nur für Schüler Sinn. Daher ist die Bewertung nur logisch.David Copperfield
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am 12. Februar 2014
mit den meisten autobiografischen
Überschneidungen aus dem Leben des Autors
ist eindrucksvoll und nimmt ab der ersten Seite
gefangen.

Das Leben, die Ängste, die Stimmungen und die Entwicklung
des Protagonisten David Copperfield werden so eindringlich und
bildhaft beschrieben, dass das Gefühl entsteht, während des Lesens
neben der Hauptfigur zu stehen und alles selbst zu erleben.

Dabei werden Lebensgeschichten anderer Personen nebenbei eingewoben
und ein Bild vom Leben im England im 19. Jahrhundert plastisch gezeichnet.

Zum Schluß lösen sich alle Knoten und Verwirrungen auf und jeder bekommt das,
was er verdient.

Wem dieser Klassiker gefällt, sollte auch "Jane Eyre" von Emily Bronte lesen, um
eine weibliche Sicht dieser Zeit zu bekommen.

Sehr empfehlenswert!
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am 17. Dezember 2013
Ich liebe Klassiker wie diesen! Man vergisst relativ schnell, dass man nicht einen vergilbten Schmöker in der Hand hält, da die Textfassung weitestgehend vom Original übernommen zu sein scheint. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sich der Verfasser so oft im Namen einer seiner Hauptfiguren vertan haben soll, wie es in dieser Übersetzung passiert. Ein Beispiel: David Copperfield ist in Dora, Nora .... oder doch vielleicht Dora verliebt? Meistens heißt sie Dora, also wird das wohl der richtige Name gewesen sein .... hi hi :-))

Fazit: für unter 1 € nicht schlecht, aber der Lektor wollte wohl schnell fertig werden, na ja ........
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am 6. Oktober 2011
Charles Dickens wurde 1812 geboren - und wie in dieser Zeit die Welt ausschaute, wie ihre Sitten und Gebräuche waren, erfährt man in diesem Roman.
David Copperfields Vater stirbt vor dessen Geburt, seine Mutter ist eine willensschwache Person, die einen Mann ehelicht, der den Sohn nur durch Härte und Prügel zu erziehen versucht. Letztendlich kommt er schon als kleiner Junge in ein - für seine Strenge berüchtigtes - Internat.
Als dann auch noch seine Mutter stirbt - David ist erst 10 Jahre alt - muß er sich seinen Lebensunterhalt, durch das Waschen von Weinflaschen 12 Stunden am Tag, selbst verdienen.
Aber es geht für den tapferen Jungen dann doch noch alles gut aus.
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am 3. Mai 2014
Format: Kindle Edition

Spannend geschrieben, sowohl mit dramatischen als auch mit humorvollen Absätzen, lese ich diesen Roman sehr gerne.
Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Schreibweise an manchen Stellen, die auf einen Dialekt hinweisen soll, aber man gewöhnt sich daran und versteht auch bald, was man da liest. *grins*.
Charles Dickens ist halt ein Meister seines Faches gewesen und absolut zu empfehlen.
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am 25. April 2012
Es gibt manche Bücher, die lassen sich nur schwer fassen und erst recht nicht beschreiben. Bücher, die man mehr verschlingt als dass man sie liest, und sobald mein fertig ist, kann man eigentlich gar nicht genau sagen, was genau dieses Buch so besonders macht. Aber man fühlt einfach, dass es wunderschön ist; David Copperfield gehört zu diesen Büchern.
Auf den ersten Blick mag die Lebensgeschichte eines Jungen im England des 19. Jahrhunderts altmodisch erscheinen, ist diese Epoche dem heutigen Lebensgefühl etwa so nah wie ein Zweispänner einem Formel 1-Boliden.
Doch schon nach wenigen Sätzen tauchte man völlig in die Geschichte ein, die allen dunklen Elementen zum Trotz im Grunde wie ein Märchen wirkt. Da gibt es die guten und freundlichen Figuren: die patente Peggotty, die etwas ruppige, aber herzliche Tante, die süße Em'ly und Mr. Peggotty, der ebenso optimistische wie arme Mr. Micawber usw.
Auf der anderen Seite stehen Betrüger wie Uriah Heep, die Geschwister Murdstone, der zumindest mir persönlich ausgesprochen unsympathische Steerforth, der grausame Schuldirektor Creakle...
Es ist ein ganzes Sammelsurium von Charaktern, die David auf seinem Weg zum Erwachsenwerden begleiten. Letzten Endes schließt man jeden einzelnen ins Herz und freut sich am Ende darüber, wie das Schicksal (beziehungsweise der Autor) gen Ende jedem von ihnen so mitspielt, wie er es verdient hat.

Der Roman war erfreulich leicht zu lesen. Ich hatte keinerlei Probeme mit dem Englisch und musste nur sehr selten ein Wort nachschlagen. Was beweist, dass man auch vor großen ausländischen Namen keine Angst haben muss; ich kann das "Original" nur jedem empfehlen.
Insgesamt ein wundervolles, unterhaltsames Buch - wobei man für 0,00 Euro sowieso nichts falsch machen kann.
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