Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen Unlimited Fußball longss17

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
13
4,8 von 5 Sternen
Vier im roten Kreis - Arthaus Collection Französisches Kino
Format: DVD|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 31. August 2017
Die Handlung des Films ist hier schon mehrfach dargestellt worden. Mir hat dieser Film auch gefallen. Er ist empfehlenswert. Weitere spannende Filme aus " alter Zeit " als Stream wären wünschenswert. Daran krankt es in Deutschland, im Gegensatz zu den USA leider noch gewaltig.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. September 2014
Phantastischer Krimi aus Frankreich, den ich persönlich nicht kannte trotz meines Alters. Die Bildqualität ist doch noch richtig gut. Vom Ton kann man nichts negatives vermelden. Lange Doku über den Regisseur - sehenswert.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juni 2011
Wie alle Ausgaben der "StudioCanal-Collection" wurde auch Melvilles Meisterwerk in ein äußerst edles & sehr elegantes Mediabook mit Originaltitel ("Le Cercle rouge") auf dem Cover verpackt. Das Mediabook steckt in einem dünnen Pappschuber, auf dem der deutsche Filmtitel ersichtlich ist. Auf diesem ist auch ein nicht ablösbares FSK-Logo angebracht (wen dies stört, der kann den Schuber auch weglassen - fällt rein optisch überhaupt nicht auf).
Bild- & Ton-Qualität sind - wie nicht anders zu erwarten - tadellos & interessantes Bonusmaterial ist für einen Film dieses Alters zu Genüge vorhanden: Einführung von Filmwissenschafterin & Melville-Biographin Ginette Vincendeau, Trailer sowie Interviews mit dem damaligen Regie-Assistenten Bernard Stora, dem Filmemacher Jose Giovanni & dem Autor Rui Nogueira.
Weiters enthält die Edition ein recht informatives 20seitiges Booklet mit einem Text des Autors Francois Guérif.
Fans des Films sollten bei dieser tollen Blu-ray unbedingt zugreifen!
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 18. Oktober 2014
"Wenn es vorbestimmt ist, dass Menschen einander wiedersehen sollen, was auch immer ihnen geschieht, auf welchen Wegen sie auch wandeln, am gegebenen Tag werden sie einander unvermeidlich im roten Kreis begegnen." Rama Krishna
Mit diesem fatalistischen Spruch beginnt der Film und reflektiert schon auf das düstere, von der verhängnisvollen Macht des Schicksal vorbestimmte Ende, dass durch zahlreiche Zufälle eintreten wird.

Der Einbrecher Corey (Alain Delon) wird nach 5 Jahren in Marseille aus dem Gefängnis entlassen und bekommt vom Gefängniswärter noch einen vermeintlich sicheren Tipp für einen Einbruch bei einem Pariser Juwelier am Place Vendome. Bei seinem früheren Komplizen verschafft er sich Geld und eine Pistole. Zur gleichen Zeit kann der Ganove Vogel (Gian Maria Volonté) im Zug dem Kommissar Mattei (Bourvil) entkommen. Trotz sofort gestarteter Großfahndung gelingt es ihm, an einer Raststätte in den Kofferraum von Coreys Wagen zu gelangen, der durch eine vorherige Straßensperre über den Flüchtigen informiert war. Gemeinsam können beide Coreys Verfolger erschießen und planen nun gemeinsam den perfekten Überfall. Dafür gewinnen sie einen Vogel bekannten alkohol-abhängigen Ex-Polizisten (Yves Montand), der den Job als Chance begreift, dem Alkohol zu entkommen. Alles scheint wie ein Uhrwerk abzulaufen, doch der Bulle Mattei kennt kein Erbarmen ...

Jean-Pierre Melville (1917-1973) inszenierte seinen vorletztes Werk als episches Drama um die Themen Verrat, Schuld und Tod. Programmatisch ist der Ausspruch des Polizeichefs: "Es gibt keine Unschuldigen. Die Menschen sind Verbrecher. Sie kommen unschuldig auf die Welt - aber sie bleiben es nicht." Es entstand ein Film mit großartigen Schauspielerleistungen, der zu den größten Klassikern des Gangsterfilm-Genres zählt und sehr deutlich den Einfluss des von ihm verehrten klassischen Hollywood-Kinos auf das Schaffen Melvilles zeigt.

Die Blu-ray von STUDIOCANAL (identisch mit der bereits 2010 in der STUDIOCANAL COLLECTION und 2012 in der BLU CINEMATHEK veröffentlichten Disc) präsentiert den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität. Die Extras umfassen eine Einführung von Ginette Vincendeau in das Werk Jean-Pierre Melvilles (englisch, optionale Untertitel) und die Dokumentation "Codename: Melville" (Frankreich 2008, 72 min, optionale Untertitel), in der zahlreiche Interviewausschnitte mit Melville sowie Erinnerungen anderer Filmschaffender an den Regisseur und den Einfluss seiner Filme zu sehen sind. Ferner sind 2003 geführte Interviews mit Bernard Stora, José Giovanni und Rui Nogueira (alle französisch mit optionalen Untertiteln) über LE CERCLE ROUGE sowie der Original-Kinotrailer enthalten. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Für Sammler von Klassikern ist die Blu-ray ein Pflichtkauf. Schade, dass STUDIOCANAL nach der Veröffentlichung von Melvilles letztem Film UN FLIC (Der Chef, 1972) auf DVD nicht endlich auch LE SAMURAI (Der eiskalte Engel, 1967) zu einer Heimkino-Veröffentlichung verholfen hat - zumal eine solche 2012 einmal angekündigt war.
33 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. September 2017
BILD & TON
In Anbetracht des Alters (fast 50 Jahre), allgemein sehr gute Bildqualität mit zufriedenstellender Detailzeichnung, satter Schwarzwert, bewusst monochrome, aber trotzdem natürliche Farbgebung. Übermässig viel HD Feeling bzw. Plastizität und Tiefenwirkung kommt zwar nicht auf, aber dafür ist die Filmkorn-Struktur meist nur leicht ausgeprägt und fällt so gut wie nie störend auf.

Der Ton ist quellbedingt eine begrenzte Mono-Abmischung, allerdings auf zwei Kanäle aufgeteilt. Auf wirkliche Räumlichkeit muss dementsprechend (wie nicht anders zu erwarten) verzichtet werden und sogar eine optionale Dolby Pro Logic II-Decodierung kann aus diesen Vorgaben kein Surround-Feeling hervorbringen. Allzu tragisch ist das aber nicht, denn die originalen Soundelemente und die Synchron-Dialoge befinden sich in einem erstaunlich guten Zustand. Der solide Gesamteindruck ergibt problemlos eine 4 Sterne-Wertung.

Extras: Schuber / Digipack, 20-seitiges Booklet mit zusätzlichen Fotos und Infos zum Film, interessante Einführung von Ginette Vincendeau (ca. 21 min.), Dokumentation 'Codename: Melville' (ca. 77 min.) beleuchtet auf ausführliche Art und Weise Melville's Vergangenheit während des Kriegs und welchen Einfluss diese Zeit auf sein späteres Schaffen hatte. Ausserdem drei Segmente in denen der Regie-Assistent Bernard Stora, Drehbuchautor José Giovanni, sowie der Biograf Rui Moguiera über Melville seine Filme sprechen (ca. 30 min.).

INHALT
Jean-Pierre Melville legte bereits bei den Dreharbeiten seines ersten Films 'Le silence de la mer' (1947) grössten Wert auf Unabhängigkeit, er galt dadurch als Pionier des auteur cinéaste und wurde der 'Vater der Nouvelle Vague'. Als er befragt wurde, wie viele Leute er denn mindestens brauche, um einen Film zu drehen, erklärte er, ihm genügten zwei: der Kameramann und er selbst. Damit machte er sich vor allem bei der französischen Filmgewerkschaft wenig beliebt, die ihn sogar vor Gericht zerrte, da nach deren Vorstellungen ein Filmteam aus mindestens 21 akkreditierten Mitarbeitern zu bestehen hatte. Es waren aber auch technische Weiterentwicklungen die Melville als Pionier einsetzte, wie die tragbare 35mm-Kamera die er mit dem kleinen Tonbandgerät Nagra des Schweizer Ingenieurs Kudelski verband. Erst damit konnte Melville ohne Studio (er besass auch ein eigenes Studio) auf der Strasse drehen oder in Autos die nicht vor Rückprojektionen standen sondern Strassen befuhren. Es waren diese technischen Errungenschaften die eine neue Filmsprache ermöglichten, die dann von der Nouvelle Vague aufgenommen wurde.

Seine Faszination mit dem amerikanischen Film Noir der 1930er drückte Melville in spielerischer aber auch subversiver Weise mit 'Bob le flambeur' (1955) aus, indem er einen Subtext von existentieller Wut formulierte. Das war und ist verflixt cool, und damit hatte Melville seinen Stil gefunden. 1967 schuf er 'Le samuraï', ein Film der im cinephilen Gedächtnis als einer seiner besten Gangsterfilmen haften bleibt, zumal er einen ganzen Schwarm von Regisseuren inspirierte, von Martin Scorsese und Quentin Tarantino bis John Woo und Jim Jarmusch. 1969 folgte 'L'armée des ombres', ein Film über die französische Résistance im 2.WK, aber 1970, als 'Le samuraï bereits zum Kultfilm avanciert war, schuf er mit ähnlichen stilistischen Mitteln 'Le cercle rouge' (dt. Vier im roten Kreis).

'Le samuraï' eröffnet mit einem Zitat, das auf den japanischen Kriegeradel hinweist. Auch dieser Film, hat ein fernöstliches Motto, es bezieht sich aber nicht auf Bushido, sondern Rama Krischna: 'Siddhartha Gautama, der Buddha, zeichnete mit roter Kreide einen Kreis und sagte: Wenn es vorherbestimmt ist, dass Menschen einander wiedersehen sollen, was auch immer mit ihnen geschieht, auf welchen Wegen sie auch wandeln, am gegebenen Tag werden sie einander, unvermeidlich im roten Kreis begegnen.'

Buddha sagte natürlich nichts derartiges, aber der Satz beschreibt geradezu virtuos die Philosophie und den Inhalt des Films und etabliert gleichzeitig den Gedanken, dass das Schicksal im Zentrum des Films steht, was auch wir während der ganzen Handlung empfinden. Es spielt keine Rolle, wie hart die vier Männer im Zentrum arbeiten, wie clever sie planen oder ob sie charakterlich gut oder böse sind ' sie werden ihrer Bestimmung nicht entkommen. Dank des Eingangszitats sehen wir den Film weniger als Abenteuer wie etwa den im Vorjahr erschienenen ''Butch Cassidy and the Sundance Kid'' von George Roy Hill, sondern sind überwältigt von der existentialistischen Kraft und der Eleganz, mit der Melville das Schicksal dieser Männer herausarbeitet.

Ausserdem verlässt sich Melville diesmal nicht ausschliesslich auf Alain Delon, sondern stellt ihm drei weitere Ikonen des damaligen französischen Films in Hauptrollen zur Seite: Yves Montand, Gian-Maria Volonté und André Bourvil. Dies bedeutet nicht, dass Melvilles 'Helden' notwendigerweise bewundernswert sind, im Gegenteil lebt jeder ein ziemlich miserables Dasein. Während 'Le samuraï' eine nahezu perfekte Studie in Minimalismus ist, erhält ''Le cercle rouge'' einen bedeutend komplexeren Plot, der sich geradezu klassisch in drei Akten entwickelt deren Spannung sich bis zum Ende steigert. In der Exposition verlaufen die Wege der vier zwar zeitlich synchron aber geographisch getrennt - sie sind sich nie zuvor begegnet.

Im nächtlichen Marseille bringt Commissaire Mattei (André Bourvil) seinen Häftling Vogel (Gian Maria Volontè) zum Schnellzug nach Paris. Nach einigen Stunden gelingt es Vogel trotz Handschellen aus dem Zug zu springen und zu fliehen. Gleichzeitig sitzt Corey (Alain Delon) im Marseiller Knast, soll aber wegen guter Führung bald entlassen werden, weshalb ihm ein Aufseher einen geradezu todsicheren Plan zusteckt, wie man einen hochklassigen Juwelier in Paris ausrauben kann. Nach seiner Entlassung gerät Corey prompt in Gewalttätigkeiten und kauft eine amerikanische Limousine mit der er auf der Route Nationale Richtung Paris braust. Die szenische Parallele zu ''À bout de souffle'' von Jean-Luc Godard kann als Hommage bezeichnet werden, doch hier treffen zwei Mitglieder des Roten Kreises aufeinander. Corey jongliert Vogel durch die Polizeisperren, weshalb sich schnell ein gleichgesinntes Duo bildet. Die beiden werden sich ebenso schnell einig, den Juwelen Coup gemeinsam durchzuziehen, allerdings fehlt ihnen noch ein dritter Mann, ein Scharfschütze. Hier kommt der Ex-Polizist Jansen (Yves Montand) ins Spiel. Bis hier kommt Melville fast ohne Dialog aus.

Die insgesamt kargen Dialoge sind von reiner Funktionalität bestimmt und reflektieren gleichzeitig etwas Essentielles im Werk von Melville. Keinen seiner Charaktere könnte man als beredsam bezeichnen, ihre Dialoge bestehen aus einem Austausch von Informationen. Niemals drücken sie Gefühle oder Emotionen aus, Leidenschaften werden verdrängt, die äussere Erscheinung ist alles. Und damit erinnert Melville wieder an den Samuraï. Die Juwelendiebe an der Place Vendôme, stehlen nicht unbedingt aus Gier sondern aufgrund ihrer professionellen Kompetenz.

Die Charaktere haben keinen Hintergrund, keine Familie oder Ähnliches, sie existieren in der Gegenwart. Lediglich der Yves Montand Charakter hat eine Vergangenheit um seinen Alkoholismus zu erklären. Vogel ist möglicherweise kein Krimineller, er könnte auch ein politischer Häftling gewesen sein. Frauen haben ebenfalls keinen Platz im Leben der Akteure. Jedoch sind sie einsam, denn die Männerfreundschaft ist nur ein Zweckbündnis. Melville gelingt es meisterhaft, mit einem minimalistischen Narrativ und der Zurückhaltung der Darsteller die Einsamkeit des Menschen auszudrücken. Während der Samuraï in einer selbstgewählten Solitude lebte, sind die Menschen im Roten Kreis schicksalhaft gefangen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Januar 2011
Ein echtes Highlight des Französischen Films! Typisch Melville: Die Akteure agieren recht Workkarg, dafür lässt Melville die Bilder sprechen. Toll gespielt u.a. von den viel zu früh verstorben Bourvil (den die meisten als Komiker u.a. an der Seite von Louis de Funès kennen werden) als Polizist. Zur Blu-Ray Qualität: Naja, das Bild haut mich nicht vom Hocker. Es ist scharf aber zu dunkel. Der Ton ist gut. Die volle Punktzahl gibt es für den Film.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 23. Juni 2012
Zwei Ganoven (Delon und Volonte) begegnen sich durch Zufall, inszenieren unter Beteiligung eines Expolizisten (Montand) einen raffinierten Überfall und werden in einer Falle der Polizei - namentlich des Kollegen (Bourvil) des Expolizisten enden - die Macht des Schicksals führt alle zur vorbestimmten Zeit in den ROTEN KREIS. Der entsprechende Bushido-Spruch ist dem genialen Film voran gestellt.
Der fatalistische Kriminalfilm (Melvilles vorletztes Werk) erinnert häufig an seinen bekanntesten Film LE SAMOURAI (Der eiskalte Engel), der leider bis heute nicht auf DVD vorliegt.
Die vorliegende Blu-ray ist identisch mit der Studio-Canal-Collection (nur das 20seitige Booklet fehlt) und bietet den Film in hervorragender Bild-Qualität und mit der Originalsynchronisation von 1971.
Kaufenswert!
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Oktober 2010
wirkt. Ich hatte kurioserweise diesen Film nie zuvor gesehen und bin sehr angetan; ein sehr interessanter Film. Angenehm dieses völlige Fehlen von hektischen Handkameraeinstellungen, ein ruhiger Film mit einigen faszinierenden Strassenszenen von 1970 . Nun, die meisten, die sich zu diesem Film verirren, werden ihn vermutlich kennen, daher nur noch kurz zur Bluray : überwiegend gutes Bild in 1:1,85 , einige wenige Szenen unscharf, ansonsten absolut HD auf der Leinwand . Der dt. Ton ist zwar Mono und sehr leicht verrauscht, aber die alte Synchro mit den seinerzeit sehr populären deutschen Sprechern ist toll . Insgesamt empfehlenswert.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. August 2013
Jean-Pierre Melvilles Film "Vier im roten Kreis" liegt im Rahmen der "Arthaus Collection" in guter Qualität vor. Aus technischer Sicht kann ich nichts bemängeln; meine Ansprüche sind aber in dieser Hinsicht auch nicht so hoch. Das schmale Textheft enthält interessante Informationen; so z. B. die, dass zwar nicht für die Rolle des Corey (Alain Delon), wohl aber für die anderen drei Hauptrollen ursprünglich andere Schauspieler von Melville vorgesehen waren.

Herausragend ist die inhaltliche und formale Qualität des Films. Es ist vor allem die Konsequenz einerseits in der Darstellung und andererseits in der Aussage, die "Vier im roten Kreis" so außergewöhnlich macht.

Die Ruhe und Gelassenheit, mit der die Szenen ausgespielt sind, dieses Unaufgeregte und Verhaltene in jeder Hinsicht, unterstützt durch die blau-graue, unterkühlte Farbgebung des Films, ist auffallend. Wer würde es heute noch den Zuschauern "zumuten", den Einbruch bei einem Juwelier in einer über 25-minütigen, nahezu sprach- und geräuschlosen Sequenz - auch ohne Musik - darzustellen und dabei trotzdem (oder gerade dadurch) Spannung erzeugen?
Es gibt viele weitere Szenen des Films, die bemerkenswert sind, aber eine, die sich glaube ich im Gedächtnis jedes Zuschauers festsetzen wird: Die Einführungsszene des alkoholkranken Ex-Polizisten Jansen, absolut überwältigend gespielt von Yves Montand, die gegen Ende akustisch einen Gegenpol zur eben erwähnten Einbruchsszene bildet - durch ein die Ruhe des Films absolut konterkarierendes Telefonklingeln, das einem schon fast körperliches Unwohlsein bereitet. So viel Wirkung mit so wenig Mitteln.

Was die inhaltliche Konsequenz anbelangt, vermittelt uns bereits die erste Szene, wo`s langgeht. Ein ziviler Polizeiwagen fährt mit überhöhter Geschwindigkeit bei Rot über eine Kreuzung. "Ich fahr durch", sagt der Fahrer und stellt damit beiläufig in Aussicht, was auch den Rest des Films entscheidend prägen wird: Die Polizei wird sich nicht an Regeln halten; ihr sind alle Mittel Recht. Sie wird erpressen, Informanten unter Druck setzen, den Selbstmordversuch eines jungen Mannes zu verantworten haben und natürlich die Verbrecher im wahrsten Sinne des Wortes zu Strecke bringen. Freundschaft, Integrität, Loyalität finden wir nur auf der anderen Seite, auf der der drei Straftäter.

Es ist Melville hoch anzurechnen, dass er den "vierten Mann im roten Kreis", Kommissar Mattei, nicht völlig unsympathisch zeichnet oder vielmehr durch André Bourvil zeichnen lässt, der ihn als ganz normalen, eher spießigen Menschen darstellt, der vor allem in seinem Äußeren harmlos wirkt und offenbar auch Ideale, ja sogar ein positives Menschenbild hat. Es kann bezweifelt werden, dass Lino Ventura, der ursprünglich für die Rolle vorgesehen war, das so hätte leisten können.

Wie groß die vor allem ethische Kluft zwischen "Gut" (den Straftätern) und "Böse" (den Polizisten) ist, wird in den letzten Szenen deutlich, als Vogel (Gian Maria Volonté) Mattei davor bewahrt, von Corey getötet zu werden. "Warum hast Du ihm nicht gesagt, wer ich bin?", wird Mattei fragen. "Weil er dann nicht gegangen wäre", antwortet Vogel ganz selbstverständlich.
Es ist nur konsequent, dass auch dieser gnadenhafte Akt natürlich nicht belohnt wird. Und so sterben die drei Helden durch die Hand der Polizei, und ausgerechnet der harmlos wirkende kleine Kommissar Mattei erschießt in erstaunlicher Hektik und fast möchte man sagen eher zufällig den Scharfschützen Jansen - welche Ironie. Das "Gute" hat nicht gesiegt und wir müssen erkennen, dass es wohl in diesem lakonisch-melancholischem Universum von Melville auch niemals eine Chance hatte.

Der letzte Satz des Films, "Alle Menschen, Monsieur Mattei", gesprochen vom vorgesetzten Polizeipräsidenten, ist für mich ein Schwachpunkt des Films. Zu vordergründig wird dem Zuschauer hier mit dem Holzhammer vermittelt, was eigentlich eine subtile Botschaft des Films hätte sein können: Dass nämlich die pessimistische Aussage des gleichen Polizeipräsidenten früher im Film "Es gibt keine Unschuldigen. Die Menschen sind Verbrecher" unbedingt auch für die Polizisten gilt.

Gleichwohl ein großartiger, ruhiger Film, der einen berührt und (hoffentlich) nachdenklich stimmt.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 25. Januar 2015
Nachdem Einbrecher Corey nach 5 Jahren Haft entlassen werden soll spricht ihn ein Vollzugsbeamter an.
Er berichtet Corey von einem "Todsicheren" Ding das er nicht abschlagen kann.
In der Tat ist die Beute so verlockend das Corey nach einigen Zögern einwilligt.
Nach seiner Entlassung überschlagen sich allerdings die Ereignisse....
Zeitgleich ist der Schwerkriminelle Vogel seinem Begleiter Kommissar Mattei entkommen was selbiger persönlich nimmt und eine Großfahndung anordnet.
Wie der Zufall so will versteckt sich Vogel im Kofferraum von Corey's Wagen.
Beide freunden sich an und Corey beschließt Vogel einzuweihen.
Als noch ein Scharfschütze für den Coup gebraucht wird fällt die Wahl auf den Ex-Polizisten Jansen und die Planungen nähern sich ihrem Höhepunkt.
Unterdessen ist aber auch Mattei nicht Tatenlos und beginnt in der Unterwelt Unruhe zu stiften....und da wären ja auch noch Corey's ehemalige "Kollegen" die es auf ihn abgesehen haben......

Und wieder das Duo Melville-Delon.
Dieser brillante Nouvelle-Vague Thriller aus dem Jahr 1970, inszeniert von Jean-Pierre Melville, ist schlicht Perfekt.
Beim besten Willen kann ich nichts Negatives schreiben.
Ob Dialoge, Plot, Settings, Cast, Atmosphäre, Soundtrack oder Optik......hier passt alles.
Enorm wie dieses Meisterwerk des französischen Film seine Wirkung entfacht und einen förmlich vor dem Bildschirm festnagelt.
Hier merkt man die Hand/das Auge Melvilles der seine Filme stets mit akribischer Perfektion in Szene setzte.
Jedes Detail hat seinen Sinn, jede Mimik ihre Berechtigung und selbst die Farbgebung erfüllt einen Zweck.
Wie ein Sog zieht sie einen in den Plot wie auch schon bei Der eiskalte Engel, Der Chef, Der zweite Atem oder Armee im Schatten.
Es klingt vielleicht etwas übertrieben aber ich sehe Vier im Roten Kreis als Gesamtkunstwerk und als Höhepunkt von Melville's Schaffen.
Dabei sind u.a.: Alain Delon, Gian Maria Volontè, Yves Montand, Andre Bourvil, Francois Perier, Paul Crouchet und Paul Amiot.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Haben sich auch diese Artikel angesehen

Außer Atem
8,79 €
Elf Uhr nachts
8,49 €
Das Irrlicht
14,49 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken