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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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4,2 von 5 Sternen
Gainsbourg - Popstar, Poet, Provokateur
Format: DVD|Ändern
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am 28. Juli 2014
An dem kleinen Lucien Ginsburg ist ein künstlerisches Universalgenie verloren gegangen. Dem strengen Drill seines Vaters, das Klavierspiel zu erlernen, widersetzt sich der eigensinnige Junge trotzig. Lieber gibt er sich der Malerei hin. Schon als Zwölfjähriger zeichnet er mit besonderer Leidenschaft nackte Weiblichkeiten. Dabei ist der talentierte Junge, wenn er will, sehr wohl auch am Piano ebenso virtuos wie in der Dichtung lyrischer Worte.
Frankreich ist von den Nazis besetzt. Eifrig holt sich der vorlaute Bengel im Büro seinen gelben Judenstern ab. Seine geistige Brillanz erlaubt es ihm, eine gefährlich große Klappe zu haben. Ob Gestapo-Offiziere oder Aktmodelle der Kunstakademie, der gewitzte Lucien wickelt mit seinen treffsicheren Worten alle ein. In seinen Comic-Zeichnungen wird "La Gueule" - die Fresse - als monströses Geschöpf lebendig.
Als Erwachsener pendelt Lucien zwischen den Künsten. Er lernt zu malen wie Salvador Dali, Gitarre zu spielen wie Django Reinhardt und Lieder zu schreiben wie Boris Vian. Er spielt Piano in einer Bar, beherrscht Klassik, Jazz, jüdische Folklore und französische Chansons. Auf der Suche nach einer Kunst, die ihm ein einträgliches Auskommen bringt, steigt der Mann, der die Frauen liebt, durch die Betten der reizendsten Stars seiner Zeit. Er nennt sich jetzt Serge Gainsbourg und wendet sich der Popmusik zu. Der Lebemann hat Affären mit Brigitte Bardot, Juliette Gréco und anderen Prominenten. Aus der Liaison mit der Engländerin Jane Birkin geht der skandalerregende Stöhn-Song "Je t'aime" hervor, der Popgeschichte schreibt, sowie Tochter Charlotte, die Schauspielerin wurde.
Es folgt dem Höhenflug eine Phase der Exzesse und des Niedergangs. Serge Gainsbourg demontiert sich selbst. Ein Comeback scheitert.

Die Fresse, das Alter Ego, verfolgt Gainsbourg permanent. Die Karikatur seiner selbst hängt wie ein Schatten an ihm, sucht ihn immer auf, wenn er mit sich hadert, vor Entscheidungen zurückschreckt. Die spöttische Fresse repräsentiert die ungenierte, hemmungslose, lustgetriebene Seite von Gainsbourgs Persönlichkeit, die sich hinter einer bemüht braven Fassade versteckt. Comic-Zeichner Joann Sfar kreierte in seiner ersten Regiearbeit die Fresse als menschliche Figur mit einer Maske, die ein hämisch überzogenes Spiegelbild der äußeren Merkmale Gainsbourgs, der Hakennase und der Segelohren, darstellt. Die Figur interagiert mit Gainsbourg, und sie taucht zwischen den anderen Schauspielern auf, ohne daß diese sie sehen können. Die Fresse ist als eigener Charakter immer wieder genial in die Szenen integriert.
Kacey Mottet Klein spielt sehr genial den schon als Kind rebellischen Lucien, der in den 1940er Jahren eingezwängt ist in das konservative jüdisch-bürgerliche Milieu seiner Eltern und den inhumanen Totalitarismus der Nazis. Aus der Absurdität dieser Situation entwickelt der Junge einen unerhörten Zynismus, der ihn über die Freiheit der Kunst zu einer ganz unkonventionellen Lebenshaltung bringt.
Tagträume, Nachtträume, Alpträume. Kettenraucher Gainsbourg führte ein Leben in einer Zwischenwelt. Er trug seine Sexbesessenheit offen zur Schau. Er liebte es zu provozieren. Er besaß die Schamlosigkeit, in seiner Existenz nichts als das Anrecht auf eine endlose Party zu sehen. Mit der Verweigerungshaltung gegenüber dem bürgerlichen Establishment wurde der Bohemien zur Ikone der bewegten 1960er Jahre, zum Feindbild der Moralwächter und durch sein verschwenderisches Treiben gleichsam zu einer zweifelhaften Person aus Sicht des Proletariats. Ein Tänzer auf allen Bühnen, verehrt und verachtet. Eine differenzierte Analyse von Gainsbourgs Rezeption in der Öffentlichkeit liefert der biografische Film allerdings nicht.
Den erwachsenen Gainsbourg verkörpert der französische Schauspieler Éric Elmosnino in vollkommener Perfektion. In schillernden Farben zelebriert das Kino das glamouröse wie kontroverse Leben des Künstlers und setzt ihm und seiner Fresse damit ein humorvolles Denkmal ganz nach seiner Facon.

Blu-ray mit Wendecover
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am 17. November 2017
Der Film ist mindestens so verrückt wie der Protagonist. Dadurch bekommt mal als Zuschauer das richtige Gefühl für die damalige Zeit und den Exzentriker Gainsbourg.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Februar 2011
Längst überfällig war sie, die filmische Biographie und Hommage an einen der genialsten, schillerndsten, exzentrischsten, kontroversesten und ungewöhnlichsten Künstler, die Frankreich je hervorgebracht hat.
Allein schon die Suche nach einem geeigneten Hauptdarsteller dürfte etwaige vorherige Projekte bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt haben.
Nun ist sie aber da, die filmische Biographie der Ikone Serge Gainsbourg.
Das bemerkenswerteste daran ist, daß sie -ein kongenialer Meisterstreich- ebenso ungewöhnlich, sperrig, innovativ und einzigartig daherkommt wie Serge Gainsbourg selber es zeitlebens tat.
Bereits der Regisseur Joann Sfar ist eine Überraschung.
Er ist einer der ganz großen Comiczeichner Frankreichs, hat aber vor "Gainsbourg" noch nie einen Film gedreht.
Comicartig dann auch sein Herangehen an seinen ersten Film:
Ungemein fantasievoll werden die einzelnen Bruchstücke aus dem Leben Gainsbourgs bebildert und wird ihm als alter ego ein imaginärer Begleiter mit riesenhafter Pappmachénase als "seine Fresse" an die Seite gestellt.
Ein Glücksgriff ist der Hauptdarsteller Eric Elmosnino, der Gainsbourg nicht nur mit frappierender äußerlicher Ähnlichkeit, sondern auch mit seinen Gesten, seiner Mimik und nicht zuletzt den von ihm selbst gesungenen Liedern Gainsbourgs überzeugend darzustellen vermag.
Auch Gainsbourgs Musen und Geliebte Juliette Gréco, Brigitte Bardot und Jane Birkin sind hervorragend besetzt, allen voran Laetitia Casta, die eine absolut atemberaubende Brigitte Bardot abgibt.

Warum ich dennoch "nur" vier Sterne gebe?
Ganz einfach und wie bereits gesagt:
Der Film ist wie Gainsbourg: genial, exzentrisch, außergewöhnlich, etwas sperrig und derart kontrovers, daß wohl kein einzelner Mensch jeden einzelnen der vielen Aspekte, aus denen er sich zusammensetzt, gleichermaßen lieben kann.
Letztlich macht aber gerade das die Faszination aus.
Für alle Gainsbourg-Fans ein absolutes Muss!
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am 2. April 2014
Immer schick gefilmt die Kneipen und Künstler-Gemächer, tief bunt ausgeleuchtet, permanent Zigarettenrauch im Gegenlicht, insgesamt alles etwas boutique und stilisiert. Seltsame Pappfiguren erscheinen zu oft als Gainsburgs sprechendes Gewissen.

Einige Episoden - etwa Jane Birkin - erklärt der Film sehr deutlich, andere versteht man nur mit Gainsbourg-Vorkenntnissen, Wikipedia hilft. Gegen Ende rattert der Film noch schnell pflichtbewusst durch ein paar spätere Lebensstationen (Reggae, Bambou). Viele schöne Frauenbeine, viel lässiges savoir-vivre, verblüffende Szenenübergänge.
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am 14. Oktober 2013
Dieser Film brachte mir Zeit und Leben Gainsbourgs in absolut kongenialer Weise nah. Von der Kindheit bis zum erwartbaren Ende. Seine Werke, seine harte Arbeit bleiben hoffentlich viel mehr in Erinnerung, als die so gierig aufgegriffenen Eskapaden. Wahrscheinlich werden nach diesem Film einige mit mehr Respekt das Schaffen Gainsbourgs in den Vordergrund stellen. Zu hoffen ist es.
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am 16. Juli 2012
die etwas ganz andere Biographie von Serge Gainsbourg zeigt uns der Comiczeichner hier, genial und kultig, seine 'Fresse' als 'Zweites Ich' darzustellen. Ein Film ganz nach dem Motto 'mich interessieren nicht die Wahrheiten sondern die Lügen von Gainsbourg'. Bardot und Birkin sind ganz wunderbar besetzt, aber der eigentliche Clou ist der Hauptdarsteller, man glaubt Gainsbourg selbst spielen zu sehen. Ein wahrhaft meisterlicher Film, der das Zeug zum Kultfilm hat. Die Blu-Ray Qualität ist hervorragend, und bietet noch ein schönes Making-of und zusätzliche Szenen, leider sind die Musik-Extras keine Originalaufnahmen, sondern 'nur' eine Tonspur und ein Konzerttrailer, (wahrscheinlich mal wieder die leidigen 'Urheberrechte'), aber immerhin. Sehr zu empfehlen.
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am 2. März 2012
Wer bei diesem Streifen ein klassisches Biopic wie "Walk The Line" (Johnny Cash) oder "Ray" (Ray Charles) erwartet, wird enttäuscht. Wer dagegen "I`m Not There" (Bob Dylan) liebte, wird auch von "Gainsbourg" begeistert sein.

Der französische Regisseur und Comic-Zeichner Joann Sfar sagt über seinen ersten Spielfilm in einem Interview, er "wollte einen Kultfilm machen und keinen journalistischen Bericht". Dieses Bemühen ist dem Film anzumerken!

Es gibt keinen Erzählfluss. In diesem biografischen Streiflicht über den großartigen Chansonnier, Kettenraucher und Alkoholiker Serge Gainsbourg (1928 bis 1991) fließt die Zeit schnell: In einer einzigen Szene schon mal über Tage, Wochen, sogar Monate oder Jahre. Die Skandale, mit denen der "Popstar, Poet, Provokateur" (so der Film-Untertitel) Gainsbourg bis zu seinem Lebensende für Schlagzeilen sorgte, finden - wenn überhaupt - nur sehr verklärt erzählt statt. Ganz im Sinne Joann Sfars entstand mehr ein Märchen als ein Porträt.

Die Umsetzung auf Blu-ray ist rundum gelungen. Das Bild (2,35:1 - 1080/24p) und der Ton (DTS-HD Master Audio 5.1) sind dem Herstellungsjahr des Films von 2010 entsprechend auf hohem Niveau. Als Extras gibt es ein "Making Of", Original-Trailer und zusätzlich auf der Blu-ray 15 entfallene Szenen sowie zwei Musikvideos.

Fazit: Für mich als Liebhaber eher konventioneller Biopics ist diese Streiflicht-artige Herangehensweise an Frankreichs eigenwillige und exzentrische Künstler-Ikone sehr gewöhnungsbedürftig. Für denjenigen, der zusätzlich noch mehr über Serge Gainsbourg, einen der faszinierendsten und skandalträchtigsten Musiker des 20. Jahrhunderts, erfahren möchte, sei dessen Biografie "Für eine Hand voll Gitanes" (Seeling Verlag) empfohlen.
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am 17. Mai 2011
Filmische Biographien, sogenannte Biopics (scheußliches Wort) sind seit einiger Zeit ziemlich angesagt. In Deutschland kamen z.B. nacheinander die der großen Diven Marlene Dietrich, Romy Schneider und Hildegard Knef heraus. Ganz aktuell ist der deutsche Dichterfürst wieder dran. Auch Klimt und Mahler durften ihren Lebenslauf zur Verfügung stellen. Dass Musiker ebenfalls sehr gefragt sind, beweisen z.B. "Walk the line" (Johnny Cash), "IŽm not there" (Bob Dylan) oder "Control" (Ian Curtis).

Nach Edith Piaf ist nun eine weitere französische Musiker-Legende an der Reihe: Serge Gainsbourg, der kettenrauchende Sänger, Autor, Komponist und Provokateur, dessen Markenzeichen seine Glubschaugen und die riesigen abstehenden Ohren waren - und der trotz seines Aussehens die schönsten und begehrtesten Frauen des Landes betörte. Juliette Greco, Brigitte Bardot und Jane Birkin waren die berühmtesten seiner Geliebten bzw. Frauen.

Der Film beginnt ganz sympathisch mit der Kindheit des Sohnes russisch-jüdischer Einwanderer im Nazi-besetzten Frankreich. Der freche, schlagfertige und frühreife Knabe, erwählt eine lebendig gewordene Juden-Karikatur als Freund, die ihm immer ähnlicher und durch den gesamten Film begleiten wird. Ein kluges Mittel um zu verdeutlichen, dass nicht alles eins zu eins der echten Biographie Gainsbourgs entspricht. Auch wenn Gainsbourg und Boris Vian einander bewunderten, hat sich ihre im Film gezeigte Begegnung in der Realität wohl ganz anders abgespielt. Auch die fantastische Begegnung mit den vier Frères Jacques dürfte ein bisschen anders ausgefallen sein. Leider behält der Film seinen schwungvollen und fantasiefreudigen Ton des ersten Drittels nicht bis zum Ende bei. Der Mittelteil des Filmes ist hauptsächlich in seine Frauengeschichten eingeteilt, das letzte Drittel dann in die verschieden Musikphasen: Nazirock ("Rock around the Bunker"), Kohlkopfrock ("L'homme à la Tête de Chou") und Reggae ("Aux armes etc."). Der Film verlangt im letzten Drittel immer detailierte Vertrautheit mit dem musikalischen uvre Gainsbourgs. Zwar ist es verständlich sich der Verführung hinzugeben zu Gainsbourgs Songs Videoclips aus Versatzstücken seines Lebens herzustellen, doch 127 min sind dafür definitiv zu lang. Regisseur und Comicautor Joann Sfar begeht den mittlerweile üblichen Fehler kein Ende zu finden und in die eigenen Bilder verliebt zu sein. Auch wenn der Film mehr sein will als ein normaler "Biopic", ist er es letztlich doch nicht.

Übrigens: Der kürzlich verstorbene Regisseur Claude Chabrol tritt in einer kleinen, witzigen Rolle als Musikproduzent auf, der Sänger Katerine gibt einen viel zu korpulenten Boris Vian, die Hände des Kanadiers Gonzales spielen Klavier und Regisseur Sfar besetzte sich selbst als Georges Brassens.
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am 7. Juli 2014
Vorher war mir der Sänger nur durch sein Lied "J t'aime" bekannt.
Nun aber zeigt es die genialität hinter dem verrückten Genie.

Der Film hat eine angenehm bedrückende Stimmung und nimmt einen mit auf ein Leben zwischen Bühne und 1000 Schachteln Zigaretten! (Ist aber auch für Nichtraucher geeignet)

Im Zwiespalt mit sich selbst sucht er seine Identität und eckt dabei gerne bei so ziemlich jedem an.

Ein absolut sehenswerter Film den ich mir genau aus diesem Grund noch einmal auf Blu-Ray zugelegt habe.
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am 20. Juni 2011
Der französische Film aus dem Jahre 2009 ist eine wunderbare Biografie des musikalischen Poeten Serge Gainsbourg. Das Filmportrait beginnt mit seiner Kindheit,schildert wichtige Momente in seinem Leben und endet mit seinem viel zu frühen Tod.
Die Qualität der Blu Ray ist hervorragend,es gibt kein Bildrauschen,es ist ein brillantes,scharfes Bild. Der Ton ist in DTS HD Master5.1. Auch an den Extras wurde nicht gespart,es gibt sogar mehr als auf der DVD.
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