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Kundenrezensionen

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Es ist allein schon ein Geniestreich, so viele gute und verschiedene Diven des französischen Kinos für einen Film vor die Kamera zu bekommen. Diese Kriminalkomödie ist von 2002.

Teilweise schon im Rentenalter ( wie Danielle Darrieux, wird dieses Jahr 97 Jahre alt !!! ), waren diese acht Frauen unterschiedlich gut im Geschäft.
Es ist interessant zu beobachten, wie sie aufeinander reagieren und miteinander arbeiten. Wer schon immer mal eine
Isabelle Huppert neben Catherine Deneuve sehen wollte oder neben Urgestein Danielle Darrieux, möge bitte zuschlagen.
Unschätzbares Plus in dieser eigentlich sehr bühnenhaften Inszenierung: die Lieder.
Ja, ich weiß. Viele hassen an dem Film vor allem die Gesangseinlagen.
Aber wer Chansons mag ( und jede Darstellerin kommt hier wenigstens einmal zum Zuge ), wird belohnt. Außerdem sind sie teilweise für die Handlung sehr nützlich ( die Chansontexte lassen sich zuschalten ! ).
Die Gesangsleistungen sind sehr unterschiedlich:
Isabelle Huppert liefert höchstens Sprechgesang ab, ist aber durch ihr Timbre und ihre Präsentation sehr wirkungsvoll. Ich habe geheult !
Catherine Deneuve ist bei der Nummer mit ihren Filmtöchtern zu Anfang nicht übel, hat aber später bei einer Rumba
( die sie vor Fanny Ardant inszeniert ) ihr persönliches Highlight ( "Toi jamais" ).

Danielle Darrieux setzt mit der finalen Nummer "Il n'y pas d'amour heureux" ein weiteres musikalisches Highlight, als sich alles aufklärt. Und man erstarrt vor Ehrfurcht: Diese Frau ist seit 1931 im Geschäft.und war eine der schönsten Frauen des französischen Films, setzt hier auch komische Highlights.

Das Finale dieser Kriminalkomödie ist großartig choreographiert. Ich habe staunend da gesessen und die Schönheit dieser acht Frauen bewundert.
Allein drei der schönsten Schauspielerinnen Frankreichs ( Darrieux, Deneuve, Huppert ) in einem Film ist den Kaufpreis schon wert. Dazu das tolle Bild.
Sicher gibt es logische Durchhänger, man sieht aber darüber hinweg. Slapstick und Dialogwitz, frostige Bicke und Gefühlsduselei halten sich hier die Waage. Viele prominente deutsche Sprecherinnen konnten gewonnen werden
( unter anderem Ruth Maria Kubitschek für die Darrieux und Hannelore Elsner für Fanny Ardant ).

Beim umfangreichen Bonusmaterial möchte ich den Videoclip zur Gesangsnummer von C.D. hervorheben: in s/w gehalten, sehr ästhetisch, sieht die Deneuve hier umwerfend aus, nicht so gesetzt wie im Film.
11 Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juni 2013
Ein Frauenfilm der besonderen Art. Dieses Abenteuer a la "Eine Leiche zum Dessert" ist sehr anspruchsvoll und sicher nicht jedermanns Sache. Der Film hat eine besondere Klasse Fans. Schon das Drehbuch muss besonders gewesen sein, wie sonst sollte man all diese Filmgrößen dazu gebracht haben mitzuspielen? Ein Film für kalte Winterabende und ein Glas Wein.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Dezember 2009
Frankreich im Winter in den 50er Jahren: Ein malerisches, tief verschneites Landhaus irgendwo etwas abseits gelegen, es schneit fortwährend. Ein Reh ist ziemlich nah ans Haus gekommen und wagt fast einen Blick ins Fenster. Das Haus gehört einem reichen Unternehmer, der im Laufe des Films lediglich ein paar Mal kurz von hinten zu sehen sein wird.
Denn er wird frühzeitig ableben. Er wohnt dort mit seiner extravaganten Frau Gaby (Cathérine Deneuve), der jüngsten Tochter Cathérine (Ludivine Sagnier), einer im Rollstuhl sitzenden gebrechlichen, über 80 Jahre alten Schwiegermutter (Danielle Darrieux) und der Schwester von Gaby, der alten Jungfer Augustine (Isabelle Huppert.
Wie es sich für ein Herrenhaus gehört ist auch Dienstpersonal beschäftigt: Die langjährige treue Seele Madame Chanel (Firmine Richard) und die erst kürzlich eingestellte lasziv wirkende Louise (Emmanuelle Beart).
Gaby hat soeben mit dem Wagen die älteste Tochter Suzon (Virginie Leoyen) extra für die Festtage vom Bahnhof abgeholt. Suzon ist Studentin und wohnt in der Stadt.
Nun könnte eigentlich das gesegnete Weihnachtsfest im Kreis der Familie starten, aber der Hausherr fehlt. Er schläft wohl noch in seinem Zimmer in der ersten Etage. Eigentlich viel zu lange, als Louise fast schon zur Mittagszeit dann doch das Frühstück aufs Zimmer bringt, macht sie eine grausige Entdeckung: ER liegt auf seinem Bett mit einem Messer im Rücken.
Bis die Polizei benachrichtigt ist, soll das Zimmer abgeschlossen werden, damit keine Spuren mehr beseitigt werden können. Doch die Telefonschnur ist bereits von Unbekannt durchtrennt worden. Gaby lässt sich ihren Pelzmantel bringen und will mit dem Wagen zur Polizei, aber auch hier hat der Täter ganze Arbeit geleistet: Das Zündkabel ist herausgerissen. Im Garten läuft jemand, es ist Pierrette (Fanny Ardant), die Schwester des Verstorbenen. Somit sind die "8 Frauen" komplett und es gibt keinen Zweifel: Die Mörderin muss unter Ihnen sein...
Francois Ozon auf den Spuren von Jaques Derays "Regenschirme von Cherbourg" oder Alain Resanis "Das Leben ist ein Chanson", denn er belebt die seltene, aber beliebte Variante vom französischen Musicalfilm von Neuem und zwar so gut, dass die Idee einige Jahre später mit "Chanson der Liebe" eine erneute, schöne Fortsetzung fand.
Jede der 8 Frauen darf ein Chanson singen.
Was optisch an die Krimis von Agatha Christie erinnert, entstammt einem Boulevardstück von Robert Thomas.
Man merkt dem gesamten Film auch an, dass es Ozon wichtig war, an das Frauenkino eines George Cukor zu erinnern, der mit Filmen wie "Die Frauen" einen unvergesslichen Klassiker schuf. Ein Film, bei dem kein einziger Mann mitspielt.
Nicht zuletzt setzt Ozon allen Filmdiven mit seiner spielfreudigen und augenzwinkernden Geschichte ein Denkmal.
Die neunte Frau im Film ist übrigens Romy Schneider...grins.
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am 3. April 2003
8 Frauen - 8 Stars - 8 Geniale Schauspielerinnen
so könnte man es auf den Punkt bringen, denn in diesem Film spielt alles mit was Rang und Namen hat in Frankreich.
Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Emmanuelle Beart usw.
Natürlich darf auch Isabelle Hupert nicht fehlen, die eine überragende Leistung bringt, einfach toll.
Die Story ist schnell erzählt: In einem verschneiten Landhaus treffen sich 8 Frauen, der Hausherr liegt mit einem Messer erstochen tot im Bett. Unter den 8 Frauen befindet sich die Ehefrau des Toten, deren Schwester, Mutter und zwei Töchter, dazu noch zwei Haushälterinnen und schliesslich auch die Schwester des Toten.
Eine von den Frauen muss es gewesen sein, denn das Haus ist von der Außenwelt abgeschnitten, jede hatte ein Motiv, nun beschuldigen sie sich gegenseitig, jede versucht der anderen was anzuhängen...
Das ganze ist mit Gags und spitzfindigem Humor gewürzt, natürlich teilweise überspitzt dargestellt, aber nicht negativ, eher lustig. Jede der 8 Frauen hat auch eine eigene Musicaleinlage, die Schauspielerinnen müssen selbst singen, bei einigen hört man das sie keine Sängerinnen sind ;) aber z.B. Catheine Deneuve hat eine schöne Stimme und ihr Lied ist klasse.
Zur Dvd: es wird der Deutsche und der Französische Originalton geboten, beides in Dolby Digital 5.1. Untertitel Deutsch für Hörgeschädigte und Französisch sind optional zuzuschalten.
Bild und Ton sind sehr gut. Die Dvd bietet auch einige Specials:
ein 1-Stündiges Making of, leider ist dies nicht so informativ, weil eigentlich nur Mitschnitte von der Vorbereitung und vom Drehen gezeigt werden, aber nichts wirklich erklärt wird.
Dann ist noch der Kinotrailer und weitere Trailer zu anderen Filmen auf der Dvd, ein Audiokommentar des Regisseurs und der Schauspielerinnen, besonders schön fand ich noch einen Videoclip zum Lied von Catherine Deneuve, es wurde extra gedreht, also es ist nicht die Szene aus dem Film.
Fazit: Toller Film, Tolle Dvd, meine Empfehlung!
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am 14. Juni 2003
War es 2001 die fabelhafte Amélie, die aus Frankreich kam, um uns zu bezaubern, so waren es im vergangenen Jahr 8 Frauen, welche dieses Jahr nun auch auf DVD erschienen.
Frankreich in den 50ern: Die elegante Gaby hat ihre im Internat studierende Tochter Suzon vom Zug abgeholt, um sie auf den verschneiten Familienlandsitz zu bringen, wo man in großer Runde das Weihnachtsfest begehen will. Doch kaum sind die Frauen angekommen, bricht in der Villa das Chaos aus, und statt einer schönen gibt es eine mörderische Bescherung: Familienoberhaupt Marcel, der einzige Mann, liegt mit einem Messer im Rücken mausetot in seinem Bett. Da die Telefonleitung gekappt wurde und draußen ein Schneesturm tobt, kann die Gesellschaft nicht mit Hilfe von außen rechnen. Acht Frauen, und alle unheimlich starke Charaktere, sind in dem Landhaus eingesperrt: die mondäne Gaby, ihre Töchter Suzon und Catherine, die etwas altersschwache, aber süße Großmutter, Gabys verklemmte und zickige Schwester Augustine, das durchtriebene Hausmädchen Louise, die undurchsichtige Haushälterin Madame Chanel sowie Marcels verstoßene Schwester Pierrette. Jede von ihnen birgt ein Geheimnis und im Laufe der Zeit wird klar, dass jede ein Motiv gehabt hätte, den guten Marcel ins Jenseits zu befördern. Eine von ihnen muss schuldig sein. Doch welche ist es?
François Ozons preisgekrönte, augenzwinkernde Musical-Komödie "8 Frauen" glänzt nicht nur mit der exzellenten Darstellung französischer Diven, sondern auch mit der einfallsreichen Story, bei der selbst Agatha Christie neidisch werden könnte, und wunderschönen Chansons, gesungen von den Schauspielerinnen selbst, deren Melodien einfach zum träumen sind.
Außerdem bietet die DVD neben einem schönem Menü ein einstündiges Making Of, Kommentare von Regisseur Francois Ozon, Dominique Besnehard, Fanny Ardant, Ludivine Sagnier und Agathe Grau, zwei Musikvideos, den Kinotrailer und Filmografien. Technisch gesehen ist die DVD ansprechend. Bild und Ton sind nämlich vollkommen in Ordnung.
Also eine wirklich tolle Krimikomödie mit einer Topbestzung, deren DVD Umsetzung auch gelungen ist. 5 Sterne für "8 femmes".
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am 15. Februar 2008
Regisseur Francois Ozon hat sich mit "8 Femmes" an ein künstlerisch anspruchsvolles Sujet gewagt, das in Frankreich ebenso viel Anklang gefunden hat, wie in Deutschland, wo diese Produktion 2001 sogar den Silbernen Bären bei der Berlinale gewinnen konnte. Die Hauptdarstellerinnen, insbesondere die vier Superstars des französischen Kinos Deneuve, Ardant, Huppert und Béart präsentieren sich als wundervolle Persiflagen ihrer ansonsten angestammten Rollenklischees. Um das beurteilen zu können, muss man natürlich ihr sonstiges Rollenfach kennen, denn nur dann wird der Mut dieser vier großen Grazien, der Mut zur Selbstironie hier durchaus deutlich.

Auch die Besetzung der Synchronstimmen scheint mir hier sehr passend gewählt, wenn Senta Berger der Deneuve ein wenig Münchner Schickimicki-Arroganz verpasst, Hannelore Elsner Fanny Ardants alterndem Flittchen die Stimme leiht, Katja Riemann als zickiger Klangkörper für die hysterischen Auftritte Isabelle Hupperts dienen darf und schließlich Emanuelle Béart, deren luderndes Hausmädchen Louise von Nina Hoss ins Deutsche transportiert wird.

Die Handlung gleicht einem Agatha Christie-Krimi, wenn die acht anwesenden Frauen unter sich die Mörderin des Hausherrn herauszufinden trachten. Durch widrige Umstände auf sich selbst zurück geworfen, treten bald die Abgründe jeder einzelnen der anwesenden Frauen zu Tage, so dass ein munteres Rätselraten mit abschließender Pointe entsteht, das allerdings nur den äußeren Rahmen für ein Feuerwerk szenischer Groteske und musikalischer Hommage bietet. Jede der acht Darstellerinnen gibt im Laufe des Films ein berühmtes französisches Chanson zum besten, jeweils auch ansprechend und zum Teil voller Anspielungen (wie bei Ardants Gesangseinlage, deren Choreographie eng an Rita Hayworths entsprechender Szene in "Gilda" angelehnt ist), was dem Film zusätzlich eine besonders eigentümlich artifizielle Stimmung verleiht, die auch sehr gut zur gewählten Zeit der Geschichte Anfang der 50er Jahre passt.

Die Extras sind eher mager, das "Making Of" zwar eine Stunde lang, gleicht aber eher einem etwas aufgemotzten "Behind the Scenes", bietet also sehr wenig Interviews und Hintergründe, was bei der illustren Besetzung etwas schade ist.

Fazit: Große Besetzung, große Intrigen, große Szenen. Gute Unterhaltung auf hohem Niveau von Könnerinnen ihres Fachs mit Mut zur Selbstironie dargeboten. Allein für die etwas auf der Strecke bleibende Lebendigkeit ziehe ich einen Stern ab. Bleiben vier Sterne für acht großartige Frauen in einer Geschichte, wie das Leben sie geschrieben haben könnte, wenn das nicht Robert Thomas in Form der Theatervorlage für diesen Film erledigt hätte.
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am 16. Januar 2015
Männer, die vor haben zu heiraten sollten den Film unbedingt vor dem "ja" sehen.
man(n) muss seine Gegner kennen um sie besiegen zu können.

8 Frauen .. für jeden Geschmack etwas dabei ... sogar ein Toter Mann
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am 20. Dezember 2006
Leise rieselt der Schnee. Eine Schneelandschaft wie gemalt. Ein einsames Landhaus. Ein Reh sucht auf der Terrasse nach Nahrung. Eine scheinbar gemütliche, friedliche Idylle. Aber nur scheinbar, denn der Herr des Hauses liegt mit einem Messer ermordet in seinem Bett. Schnell wird klar, dass nur eine der sich im Haus aufhaltenden Frauen als Täterin in Frage kommt.

Acht Frauen, die zu der Verwandtschaft und Dienerschaft des Ermordeten gehören. Jede von ihnen hätte ein Motiv für den Mord. Wer war es? Vielleicht die kühle, fremdgehende Ehefrau? (Catherine Deneuve)? Oder die verstoßende, laszive Schwester (Fanny Ardannt)? Welches Spiel treiben die altjüngferliche, schrullige Schwägerin (Isabelle Huppert) und ihre angebliche gehbehinderte Mutter (Danielle Darrieux)? Sind die jungendlichen Töchter (Ludivine Sagnier und Virgine Ledoyen tatsächlich so harmlos wie sie aussehnen? Und dann gibt die Dienstboten, die charmante Haushälterin (Firmine Richard) und das hübsche wie freche Dienstmädchen (Emamanelle Béart). Beide nicht gerade ein Beispiel für ehrlche Dienerschaft.

Pikanterweise befinden sich die acht Tatverdächtigen in einem Agatha Christie-Szenario. Abgeschnitten von der Außenwelt können sie weder Hilfe von Außen holen, noch den Ort der Tat verlassen. Es folgen gegenseitige Verdächtigungen, nach und nach werden die seelischen Abgründe eines jeden der Anwesenden offengelegt und dunkle Geheimnisse kommen ans Tageslicht, den jede von ihnen hat etwas zu verbergen. So weit so gut.

Der Regisseur Francois Ozon denkt aber gar nicht daran einen gradlinigen Kriminalfilm zu inszenieren, sondern lockert das kammerspielartige Kriminalstück zum Amüsement der Zuschauer mit Komik und Gesang – und Tanzeinlagen auf. Der Krimi wird zur Komödie, die Komödie zum Musical und das Musical wieder zum Krimi. Ein äußerst gelungener Genremix. Alles ist möglich. Und so ist nicht einmal die Frage am spannendsten, was nun hinter dieser Mordtat steckt, als vielmehr was Ozon als nächstes seinen acht exzellenten Darstellerinnen abverlangt. Hinreißend Isabell Huppert, die als weiblicher Louis de Funès einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit beweist. Der Film ist reich an göttlichen Dialogen. Es ist ein Mordsspaß, die acht Frauen beim Hassen und Singen zuzusehen. Jede der Schauspielerinnen erhält ihre eigene Gesangseinlage, allesamt wunderschön, kitschige Chansons, die die unterschiedlichen Frauen noch einmal zusätzlich charakterisieren.

Neben den Gesangseinlagen und den überdrehten Charakteren, tragen auch die satten Farben zu einer irrealen Atmosphäre bei. Der Film wirkt äußerlich im besten Sinne wie ein Film aus den fünfziger Jahren. Auch bei dem Agieren der Schauspielerinnen glaubt man dauernd Déjà vus mit Szenen aus Filmen aus Hollywoodfilmen vergangener Epochen zu haben.

"8 Frauen" ist bestes Unterhaltungskino. Es ist eine Freunde den acht Darstellerinnen zuzusehen und man bedauert am Ende, dass der Film schon vorüber ist. Ein Film, der zu wiederholten Sichtungen einlädt.
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am 11. Oktober 2004
Da legt man einen Film ein, erwartet Unterhaltung auf einem hohen Niveau, intellektuell durchdacht, elegant, mit feinen Dialogen gewürzt und dann das: alles luftig, leicht, liebevoll inszeniert, jedes Detail passend, wunderbar in Szene gesetzte Chansons-genial! Meine Erwartung wurde klar übertroffen! Dieser Film hat feinen Humor, Liebe zur Inszenierung, ist intelligent konzipiert, wobei die Story eigentlich nur ein witziger Aufhänger ist, nichts weiter, ansonsten ein Film über verschiedene Arten des Frauseins, des Denkens, alles ein wenig überzogen, bewusst natürlich, und mit einer wundervoll anzuschauenden Leichtigkeit und mit Können von den Akteurinnen interpretiert, die Bewegungen sind perfekt, die Kostüme natürlich mitsamt den Kulissen zum Immer-wieder-Hinschauen. Ein absoluter Tipp für alle, die Theater und Film gleichermaßen lieben, sofern es von Könnern in Szene gesetzt wird. Und das ist hier durchweg der Fall! Gucken! Ganz klar: Fünf Sterne!!!
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am 25. September 2004
Kultregisseur Francois Ozon ist mit 8 Frauen wieder ein Stückchen europäischer Filmgeschichte gelungen.
Erstmal zur Vorwarnung, wer konventionelle Filme, die frei von jeglichen experimentellen Elementen sind, bevorzugt, könnte Schwierigkeiten haben sich mit diesem Film anzufreunden. Wer dagegen eine Vorliebe für cineastische Leckerbissen hat, ist hier bestens beraten.
8 Frauen erzählt im Grunde, in bester Agatha Christie Manier, die Geschichte eines Mordes auf einem abgelegenen eingeschneiten Landgut. Man könnte den Film auch 8 Frauen und eine Leiche nennen und hätte damit im Wesentlichen den Inhalt zusammengefasst.
Da das Landgut abgelegen liegt und niemand, durch den Schnee, rein oder raus kann, wird schnell klar, dass der Mörder unter den Beteiligten ist. Somit fängt ein Detektivspiel an, an dem Sherlock-Holmes seine helle Freude gehabt hätte, in welchem sich die Frauen anfangen gegenseitig zu verdächtigen. Dies führt zu einem wahren Zickenterror, durch den uns Francois Ozon auf bitterböse, groteske aber auch amüsante Weise die Konsequenzen eines Matriarchats demonstriert. Ozon serviert uns weibliche Heimtücke, Verstellungskunst und Raffinesse auf einem silber Tablett.
Gewagt, aber auch gelungen, ist die Einflechtung der Chanson-Szenen, die dem Film einen wohldosierten theatralischen Touch verleihen, der auch durch das grandiose Dekor untermalt wird. Desweiteren rundet die glänzende schauspielerische Leistung, der großen Diven des französischen Kinos, den Film zu einem Meisterwerk ab.
Fazit: Eine cineastische Delikatesse....kosten Sie.
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