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Erster Eindruck: Freiwillig hinter Gittern

Was tut man nicht alles für eine exzellente Kiste Champagner? Professor von Dusen lässt sich beispielsweise in ein Gefängnis einsperren, in einer Wette behauptet er, allein durch seinen Intellekt ausbrechen zu können. So sitzt er in der Todeszelle und wird scharf bewacht, nur eine Woche hat er Zeit, zu entkommen...

Professor van Dusen erfreut sich auch über 30 Jahre nach der Erstsendung im Deutschlandradio größter Beliebtheit, nun endlich sind die Folgen auch auf CD erhältlich. Und gleich die zweite Folge stellt eine Besonderheit dar: Die Denkmaschine - so der Spitzname - muss keinen Kriminalfall lösen, sondern selbst aus dem Gefängnis ausbrechen. Das ist frisch und unverbraucht, eine wunderbare Abwechslung und zeigt, was in der Konstellation der Figuren alles stecken kann. Im Vordergrund der überlegene Professor van Dusen, ein wenig angeberisch und arrogant, sein Freund und Gehilfe Hutchinson Hatch bildet einen wärmeren Gegenpol. Van Dusens Fähigkeiten werden hier auf die Spitze getrieben, mit allerlei Tricks schafft er es am Ende natürlich, dem Gefängnis zu entfliehen - auch die Einleitung der Folge lässt keinen Zweifel daran. Trotzdem entwickelt sich Spannung, da man van Dusens Plan kaum durchschauen kann. Es ist interessant und unterhaltsam, aber auch humorvoll zu hören, wie er es anstellt. Das macht die Folge sehr rund, hier ist alles stimmig, und so hat sie mich durch ihre Andersartigkeit völlig überzeugt.

Natürlich ist wieder Friedrich W. Bauschulte als Professor van Dusen zu hören, seine Interpretation trägt einen großen Teil zum Gelingen des Hörspiel bei. Wunderbar arbeitet er den Intellekt und den Scharfsinn des Ermittlers heraus. Sein Begleiter Hutchinson Hatch wird von Klaus Herm gesprochen, der auch einige Erzählparts übernimmt. Diese Doppelrolle meistert er jedoch sehr gut und stellt eine gute Ergänzung zu Bauschulte dar. In dieser Folge hat mir Eva Manhardt als Vivian Ransome, die Frau des Gefängnisdirektors, sehr gut gefallen, ihre einprägsame Stimme setzt Akzente. Weitere Sprecher sind Georg Corten, Dieter Ranspach und Otwin Speer.

Auch hier wurde auf jegliche musikalische Begleitung der Handlung komplett verzichtet, die Sprecher stehen allein im Vordergrund, Szenenübergänge werden häufig von Klaus Herm in Erzählparts eingeleitet. Das ist außergewöhnlich und erfordert etwas Zeit zum Hereinfinden, passt aber letztlich gut zu den Geschichten, zumal die Sprecher sehr gutes leisten.

Auch hier ist das eigentliche Titelbild sehr schlicht gehalten, die Mauer mit dem vergitterten Fenster und der Pflanzenranke ist in den gleichen Grau- und Beigetönen gehalten wie der Rahmen. Im Booklet sind wieder einige Infos zu finden, und auch auf der CD sind sie als Bonustrack angehangen.

Fazit: Kein Kriminalfall, sondern eine abgeschlossene Wette halten die grauen Zellen von van Dusen dieses mal auf Trab, und das ist ebenso außergewöhnlich wie unterhaltsam. Wunderbar!
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am 26. Oktober 2010
Meinung:

Michael Koser (Der letzte Detektiv) hat die erdachten Figuren des Schriftsellers Jacques Futrelle, der mit der Titanic im Alter von 37 Jahren unterging, aufgegriffen und weitergeschrieben. Zwischen 1978 und 1999 wurden 77 Hörspiele aufgenommen. Das sicherste Gefängnis der Welt ist eins dieser Hörspiele und beginnt mit einer Wette in heiterer Runde. Professor van Dusen ist darauf eingegangen, aus dem sichersten Gefängnis der Welt und in Einzelverwahrung aus der Todeszelle Nummer 13 innerhalb einer Woche auszubrechen.

Zugegeben, die Geschichte klingt schon etwas seltsam. Aber Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen, auch die Denkmaschine genannt, sorgt als genialer Wissenschaftler und Amateur Kriminologe für 49 Minuten kurzweiliger Unterhaltung und einen verblüffenden Ausgang der Geschichte. Aus einer Wette wird eine schier unlösbare Aufgabe für den Professor, der sich in dieser Geschichte auch wieder einmal erstaunliche Dinge hat einfallen lassen, um seine Wette tatsächlich zu gewinnen.

Van Dusen wird von Friedrich W.Baumschulte gesprochen, der die Überheblichkeit des Professors gut gespielt ans Ohr bringt, jedoch ohne dabei verletzend zu wirken und mit einer Portion Charme versehen, die verbalen Einschläge abdämpft. An seiner Seite finden wir seinen Assistenten und Chronisten Hutchinson Hatch, der von Klaus Herm gesprochen wird.

In weiteren Rollen sind Eva Manhardt als Vivian Ransome und Gattin des Gefängnisdirektors Thomas Ransome, geprochen von Georg Corten, den Gefängniswärter O'Brian, gesprochen von Dieter Ranspach und Ortwin Speer als Oberkellner zu hören.

Eine Musikuntermalung sucht man vergeblich, was aber gerade den besonderen Reiz dieser Hörspiele ausmacht. Das sicherste Gefängnis der Welt dringt nur mit Geräuscheinspielungen und gelungenen Dialogen ans Ohr des Hörers. Die 45 Minuten Laufzeit sind absolut angemessen und mich hat das Hörspiel sehr gut unterhalten.

Im Anhang der CD ist ein Bonustrack zu finden und das Booklet enthält weitere Infos zum Hörspiel. Das Cover zeigt einen Teil der Gefängnismauern und vermutlich die Todeszelle Nr. 13 mit einem vergitterten Fenster und einer Ranke.

Fazit:

Eine Folge, die mit ihrer ungewöhnlichen Story und einem verblüffenden Ausgang für 49 Minuten kurzweiliger Unterhaltung sorgt und einfach Spaß macht. Also das Richtige, um die Kassettenkinder aus ihrem Dornröschenschaf holen. Ich freue mich schon auf weitere Folgen.
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am 23. Juli 2013
Die Detektivgeschichten von Van Dusen sind herrlich spannend, und hintersinnig, hervorragend erzählt und durch ihren technischen Bezug sehr interessant. Früher haben wir alle regelmäßig im Radio gehört. Schade dass so selten ein neues Hörspiel als CD angeboten werden.
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Bei einem gemeinsamen Abendessen mit dem Gefängnisdirektor Thomas Ransome und dessen Gattin Vivian wettet Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen, dass es ihm gelänge aus dem Gefängnis, dem sein Freund vorsteht und das in dem Ruf steht, das sicherste Gefängnis der Welt zu sein, zu entkommen. Lediglich mit der Kraft seines Geistes und 25 Dollar in den Taschen. Kaum inhaftiert beginnt die Denkmaschine mit ihrer Arbeit und analysiert die Zelle. Doch bis auf eine Pritsche und ein paar Ratten gibt es nichts Erwähnenswertes in den vier massiven Steinwänden. Dennoch startet van Dusen wenig später seinen ersten Ausbruchsversuch. Ohne Erfolg. Stößt die legendäre Denkmaschine erstmals an ihre Grenzen?

VAN DUSEN ist eine legendäre Radio-Hörspielserie, die nicht nur liebevoll inszeniert, sondern darüber hinaus auch glänzend besetzt wurde. Folgenreich hat die Gelegenheit genutzt, um die ambitionierte Krimiserie aus der Feder von Michael Koser erstmals auf CD herauszubringen. Eine geniale Idee, denn die Geschichten erfreuen sich auch heute noch größter Beliebtheit und die Inszenierung braucht sich vor aktuellen und modernen Produktionen nicht zu verstecken. Der Erfinder und Autor der Originalerzählungen, Jacques Futrelle, hat sich mit Sicherheit an Sherlock Holmes und C. Auguste Dupin orientiert, als er seine Figuren erschuf, und doch besitzen Van Dusen und sein Kompagnon Hutchinson Hatch genügend Eigenständigkeit, um neben den beiden Meisterdetektiven bestehen zu können. Das beginnt bereits mit der Tatsache, dass Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen kein Privatdetektiv ist, und sich selbst auch nicht als solcher versteht. Er ist vielmehr Wissenschaftler, Denker und Philosoph. Was er seinen beiden literarischen Vorbildern gemein hat sind hingegen wesentliche Charakterzüge, denn auch Van Dusen ist leidenschaftlich arrogant und ein kleiner Narzisst, was die Figur auf eine eigenwillige Art sehr sympathisch macht. Sein steter Begleiter und Chronist (Dr. Watson lässt grüßen) ist Journalist, und dadurch natürlich sehr viel geeigneter und versierter um die Abenteuer seines Gefährten zu protokollieren. Auch in der Art und Weise der unterschiedlichen Fälle gibt es eklatante Unterschiede, so liegt einem von Van Dusens Problemen nicht zwangsläufig ein Verbrechen zugrunde. Das vorliegende Hörspiel ist der beste Beweis dafür. Und obwohl es sich lediglich um eine Wette handelt, ist die Geschichte unheimlich spannend und extrem unterhaltsam. Dafür sorgen natürlich auch die wunderbaren Sprecher, wie Friedrich W. Bauschulte (Van Dusen), Klaus Herm (Hutchinson Hatch), Georg Corten (Thomas Ransom), Dieter Ranspach (O'Brien, Gefängniswärter), Ortwin Speer (Kellner, Gefangener) und Eva Manhardt (Vivian Ransome). Da fällt es auch überhaupt nicht ins Gewicht, dass Speer eine Doppelrolle innehat. Die authentische Geräuschkulisse, sowie die stilvolle musikalische Untermalung lassen keine Wünsche offen und sind einfach zeitlos genial. Als Extras gibt es einen ausführlichen Kommentar zu Jacques Futrelle.
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. November 2010
War 'Eine Unze Radium' noch ein 'echter' Krimi, so gilt das für diesen Teil nicht unbedingt. Der Professor ist überzeugt davon, das nichts unmöglich ist'nicht mal die Flucht aus dem sicherten Gefängnis der Welt. Den Beweis tritt er dafür nur zu gerne von einer Minute auf die andere an und als Hörer darf man erleben, wie er diese Unmöglichkeit tatsächlich schafft. Das ist ganz interessant und meist auch ganz unterhaltsam, aber eben kein Krimi mit einem Opfer und einem Mörder, der entlarvt werden muss. Mitknobeln kann man aber trotzdem ein wenig, immerhin erfährt man ja, was dem Professor an 'Hilfsmitteln' zur Verfügung steht. Genau zu dem richtigen Schluss kann man aber nicht kommen. Trotzdem hat mir die Geschichte Spass gemacht und die knapp 50 Minuten Spielzeit sind wie im Fluge vergangen.

Eine vergleichsweise kleine Gruppe an Sprechern ist in dieser Folge zu hören. Da man aber die meiste Zeit der Geschichte ohenhin mit van Dusen alleine in dessen Zelle ist, gibt es auch gar keinen Raum für Scharen von Personen. Friedrich W. Bauschulte hat folglich auch den größten Part inne, den er aber absolut überzeugend und souverän meistert. Klaus Herm als van Dusens Adlatus Hutchinson Hatch ist natürlich ebenfalls wieder mit von der Partie und in weiteren Rollen sind u.a. Georg Corten, Evan Manhardt und Dieter Ranspach zu hören, die durch die Bank ein Hörvergnügen sind.

Musikalisch geht es ebenso dürftig zu wie schon in der ersten Folge, dafür bekommt man eine ganz ordentliche Geräuschkulisse zu hören, die die einzelnen Szenen anschaulich machen. Die wenigen Stücke, die zum Einsatz kommen, präsentieren sich sehr leise und düster, was zur Gefängniszelle ganz gut passt. Aber eins sei noch angemerkt: Ratten quietschen nicht dauernd, sondern nur wenn sie Schmerzen haben.

Ach, waren das noch Zeiten als Gefängnisse so aussahen wie zu van Dusens Zeit. Somit passt der Mauerausschnitt aus mit dem schmalen Gitterfenster ganz gut zur Geschichte. Trotzdem ist mir auch dieses Cover zu sehr Cartoon. Der detailreiche Hintergrund rettet da ein wenig raus.

Fazit: Kein Krimi im eigentlichen Sinne, aber ebenso spannend und unterhaltsam. Das hätte ich der Handlung dem Klappentext nach gar nicht zugetraut, aber das Hörspiel hat mich vom Gegenteil überzeugt.
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Der fortschrittliche Professor mit dem schrecklich langen Namen und dem Superhirn ist zurück. Nachdem die Serie über 20 Jahre lang von Radio RIAS produziert wurde und beim Publikum eine riesige Fangemeinde hatte, wurde es lange still um die Hörspielserie. Bis Sebastian Pobot kam und die Hörspielreihe aus dem Radioarchiv befreite. Nachdem auch die rechtliche Seite endlich geklärt war, stand einer CD-Veröffentlichung nichts mehr im Wege. Folge zwei trägt den Titel "Das sicherste Gefängnis der Welt" und war die erste Van-Dusen-Kurzgeschichte, die der amerikanische Schriftsteller Jacques Futrelle seinerzeit in der Zeitung veröffentlichte.

Die Geschichte beginnt mit einer Wette. Beim geselligen Beisammensein in einem gemütlichen Lokal beginnt eine hitzige Debatte zwischen Professor van Dusen und dem Gefängnisdirektor des New Yorker Gefängnisses, Mr. Ransome. Van Dusen behauptet, nur mit seinem Superhirn einen Ausbruch aus dem Gefängnis schaffen zu können. Ransome wettet dagegen. Und so verbringt der Professor eine Woche in der Todeszelle Nr. 13. Doch van Dusen wäre nicht van Dusen, wenn er das Unmögliche nicht möglich machen würde. Und so kommt es, eine Woche später zu einem erneuten Zusammentreffen der geselligen Runde, wo die Denkmaschine seinen genialen Fluchtplan in allen Einzelheiten enthüllt.

Der Hörer begibt sich gemeinsam mit van Dusen in die Todeszelle Nr. 13 und kommt dennoch nicht in den Genuss seines genialen Ausbruchsplans. Und das ist auch gut so, denn so kann man selbst bis zum Ende Mitraten und kommt doch nicht auf die Lösung. Diese gibt es erst ganz am Ende und klingt recht plausibel und einfach - muss man aber erst einmal drauf kommen und natürlich gehört auch eine Portion Glück dazu! Nichtsdestotrotz ist "Das sicherste Gefängnis der Welt" ein wunderbarer Ratespaß mit tollen Charakteren und erfrischenden Ideen. Und gerade die spürbar wachsende Verzweiflung des Gefängnisdirektors ist dabei höchst amüsant. Obwohl die Folge bereits 1978 produziert wurde, hat sie nichts von ihrem speziellen Charme verloren. Das Gespann van Dusen und seine rechte Hand Hutchinson Hatch sind ein gutes Team, welches in den weiteren Folgen jedoch noch näher zusammenwachsen wird.

Die Stimmen der beiden Hauptfiguren Professor van Dusen und Chronist Hutchinson Hatch sind in allen 77 Hörspielfolgen, die zwischen 1978 und 1999 aufgenommen wurden, die von Friedrich W. Bauschulte und Klaus Herm. Natürlich klingen die beiden in "Das sicherste Gefängnis der Welt" weitaus jünger als in jüngeren Folgen, doch das macht überhaupt nichts. Die beiden bilden ein tolles Team. Georg Corten, Eva Manhardt, Dieter Ranspach und Ortwin Speer machen die Liste komplett. Besonders Dieter Ranspach als Gefängniswärter O'Brain gefällt mir dabei sehr gut.

Was die Umsetzung angeht, so kann man ganz klar sagen, dass hier ohne viel Tamtam ein gutes Hörspiel gezaubert wurde. Die Musik beschränkt sich nur auf das Intro. Dafür sind eine Vielzahl an unterschiedlichsten Geräuschen zu hören, die das Hörspiel mehr als lebendig klingen lassen. Auch die Laufzeit mit (nur) 45 Minuten geht in Ordnung. So wird die Handlung nicht unnötig in die Länge gezogen, sondern beschränkt sich allein auf die wichtigsten Fakten. Und dieses Konzept geht auf!

Zwar taucht in diesem Hörspiel keine einzige Leiche auf, doch kurzweilige Unhaltung wird hier trotzdem geboten. Die Hörspielreihe schafft es, mit minimalistischen Mitteln ein großartiges Hörspiel zu zaubern. Als Bonustrack findet sich am Schluss der CD noch ein Audiokommentar von Hörspielautor Michael Koser, der munter drauflos plaudert, wie diese Hörspielserie eigentlich entstanden ist. Im Anschluss folgt ein Bericht über die technische Umsetzung. Unter anderem erfahren wir, wie es zur Besetzung der beiden Hauptdarsteller kam. Diese Audiokommentare sind eine schöne Zugabe, welche das Hörspiel nahezu perfekt macht.
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Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen alias "die Denkmaschine" ist nun endlich als CD erhältlich, jedenfalls die ersten 4 von 77 Folgen. Herausragende Sprecher (Friedrich W. Bauschulte als van Dusen und Klaus Herm als Journalist und Assistent Hutchinson Hatch), eine Krimi-Klassiker Wohlfühlatmosphäre und interessante Fälle bilden zusammen einen wahren Hörgenuss. Ich kann nur hoffen, dass bald weitere Fälle hinzukommen.
"Das sicherste Gefängnis der Welt" hat mir besonders gut gefallen. Die Idee ist wunderbar, die Handlung ist weniger minimalistisch als bei der Folge "Eine Unze Radium" und die Methode, mit der van Dusen aus dem sichersten Gefängnis der Welt ausbricht, ist einfach unvorhersehbar und genial. Georg Corten als immer mehr der Verzweiflung anheim fallender Gefängnisdirektor steht den Hauptsprechern in nichts nach. Auch interessant sind die Informationen über den Autor der van Dusen-Geschichten Jacques Futrelle nach der Folge sowie der Kommentar zur Besetzung des Hörspiels.
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am 28. Dezember 2011
Zelle 13 ist ein Klassiker der Kriminalliteratur. Hier gibt es die Umsetzung als Hörspiel von Rainer Clute und Michael Koser. Und auch die ist ein Klassiker. Ein tolles Hörspiel mit dem genialen Friedel Bauschulte als Professor van Dusen. Natürlich etwas angestaubt, aber gerade deshalb so toll. Solche klassischen Radiohörspiele gibt es ja heutzutage gar nicht mehr. Liebevoll, langsam - atmosphärisch. nach einer Kurzgeschichte von Futrelle mit einem herrlich eingebildeten, arroganten Professor, der ein schier unmögliches Unterfangen wahr macht: Er denkt sich aus Todeszelle 13. Klasse und eine absolute Empfehlung.
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am 4. Dezember 2010
Mit "Das sicherste Gefängnis der Welt" hält man das zweite Hörbuch der "Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen"-Reihe in Händen. Durch die Initiative von Sebastian Pobot kann nun auch jeder die Reihe über den Hobbykriminologen in neuer Auflage mit den Ohren genießen. Chronologisch gesehen handelt es sich bei "Das sicherste Gefängnis der Welt" um den dritten Teil nach "Van Dusens erster Fall" und "Prof. van Dusen und der Leichenräuber".

Da es sich um die Originalversion der Hörspielreihe handelt, ausgestrahlt am 25.10.1978, sind es auch die Sprecher von damals, die man nun in neuer Qualität genießen kann ' es sind Friedrich W. Bauschulte als Professor van Dusen, Klaus Herm als Hutchinson Hatch sowie in den Nebenrollen Georg Corton, Eva Manhardt, Dieter Ranspach und Ortwin Speer. Gemeinsam handelt es sich um eine Besetzung, die seit den Anfängen im Jahr 1978 die Hörer begeistert.

Jüngere Fans von Kriminalgeschichten dürften sich schnell an Inspektor Columbo erinnert fühlen, auch wenn die Hauptfigur dieser Reihe die Kriminologie nur als Hobby betreibt und eigentlich Wissenschaftler ist. Doch ebenso wie bei der wesentlich jüngeren Serie "Columbo" erlebt man van Dusen auf dem Weg zu seiner Lösung, wobei man selten die genialen Schlussfolgerungen nachvollziehen kann und ebenso wie die Figur Hutchinson Hatch, van Dusen ewiger Begleiter, erst auf die Erläuterungen van Dusens angewiesen ist, um hinter die Lösung zu kommen. Anmerken sollte man hierbei, dass "Das sicherste Gefängnis der Welt" ein Teil ist, der nichts mit einem wirklichen Verbrechen zu tun hat, immerhin begibt sich die Hauptfigur freiwillig ins Gefängnis, doch durch seine einmalige Kombinationsgabe will er diesem entrinnen.

Als kleines Extra beherbergt der letzte Track dieser CD einige Kommentare über Jacques Futrelle, den eigentlichen Erfinder von Professor van Dusen, sowie die spätere Besetzung der Figuren dieser Reihe.

Damit ist die Neuauflage von "Das sicherste Gefängnis der Welt" ganz klar als voller Erfolg zu kategorisieren, der zusätzlich einem spannenden Hörspiel noch mit kleinen Extras aufwartet.
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. November 2010
Eine kleine Runde sitzt gemütlich beim Abenddinner zusammen. Professor Van Dusen behauptet dort, dass einem wahrhaft intelligenten Menschen absolut nichts unmöglich ist. In diesem Zusammenhang kommt die Idee einer kleinen Wette auf, in der es darum geht, dass Van Dusen sich sicher ist, dass es ihm gelingen wird, aus der Todeszelle des sichersten Gefängnisses der Welt zu entkommen. Und so lässt sich der Professor noch am gleichen Abend von seinem Freund, dem Gefängnisdirektor einliefern. In sieben Tagen wollen sie sich erneut zum Abendessen treffen. Doch anfangs sieht gar nichts nach einem Erfolg des Professors aus...

Eine reizvolle Idee, die Michael Koser für dieses Van Dusen-Abenteuer ersonnen hat. Im Prinzip äußerst simpel und trotzdem so spannend. Denn, dass es dem Professor gelingen wird, daran hegt man eigentlich keinen Zweifel. Die Frage ist nur: wie genau wird er es anstellen?
Dabei gibt man dem Hörer allerlei Hinweise an die Hand, die zusammenzusetzen manch geübten Krimi-Hörer durchaus gelingen mag. Doch letztlich bleibt bis zum Schluss vieles offen, auch wenn ich gestehe, manches bereits so oder so ähnlich erahnt zu haben.

Anfangs sind wir als Hörer noch direkte Zeugen von Van Dusens Gedankengängen. Dies wird mithilfe eines Selbstgespräches bei der Erkundung der Zelle bewerkstelligt. Ein Stilmittel, das mir persönlich in Hörspielen nicht ganz so zusagt, weil einem hier deutlich die Schwäche des Mediums vor Augen geführt wird. Später aber schwenkt man in die neutralere Perspektive des Gefängniswächters und -direktors sowie kurz auch zu Erzähler Hatchinson Hatch. Und da man dort ausschließlich mit Dialogen arbeitet, funktioniert dies auch gleich deutlich besser.
Nebendem kommt erwähnter Hatch als Erzähler zum Einsatz, der oftmals die Zusammenfassung der Ereignisse in Zelle 13 übernimmt, die seitens neutraler Seite beobachtet werden. In die Pläne Van Dusens erhält man nach der ersten Erkundung der Zelle keinen direkten Einblick mehr.

Der Sprechercast ist sehr überschaubar. Doch das tut dem Hörspaß keinerlei Abbruch. Zumal man schon mit dem Sprecherduo von Prof. van Dusen und Hutchinson Hatch einen qualitiativen Grundstein legt. Gerade Hatch ist als Erzähler sehr angenehm und Van Dusens ruhiges, aber selbstsicheres Auftreten macht ihn zu einer sehr interessanten Figur.

Bei der Geräuschuntermalung hält man sich nicht gar so zurück wie "Eine Unze Radium". Den heutigen Standards wird man allerdings nicht gerecht. Doch das ist nicht allzu schlimm, da der Fokus dieser Produktion woanders zu suchen ist. Mit dem Einbinden von Geräuschen für Torklopfen, das Schlagen von Uhren oder auch der Darstellung der Todeszelle mit einem leichten Hall und dem sanften Tropfen von Wasser sorgt man jedenfalls für das nötigste.
Daneben gibt es in der ersten Gesprächsszene sogar etwas Musik im Hintergrund.
In diesem Bereich merkt man der Produktion ihr Alter jedenfalls am deutlichsten an, was aber am positiven Gesamteindruck nichts ändert.

Fazit: Eine reizvolle Geschichte, die man uns hier präsentiert und die absolut zum miträtseln einlädt. Mit 40 Minuten ist das ganze entsprechend kurzweilig ausgefallen. Die Inszenierung vermag bis auf Kleinigkeiten ebenfalls zu überzeugen, so dass dem Hörspaß nichts im Wege stehen dürfte.
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