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Kundenrezensionen

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am 11. Oktober 2010
Das Problem bei Supertramp ist natürlich, dass sie bereits in der Originalversion einen absoluten Spitzenklang haben. Schon "Crime of the Century" (1974!) hat einen wohl ziemlich perfekten Sound (unglaublich welchen Klang und zeitlose Popkunstwerke Supertramp (und die Tontechniker) damals schon ins Leben geholt haben). Es ist wahrscheinlich nie wieder ein solcher Aufwand betrieben worden, um ein so perfektes Stereobild zu erzeugen, wie in den 70er-Jahren.
Viele Remaster-Versionen sind meist nicht unbedingt besser als das Original. Oft einfach nur lauter und druckvoller (bis an die clipping-Grenze), wobei aber woanders z.T. Abstriche gemacht werden. Für viele Audiophile ist diese Remasterei ein Greuel. Es gibt aber auch Remasters bei denen die Aufnahmen wirklich deutlich gewonnen haben.
Keine Ahnung wie Mister Calby das gemacht hat, aber ich finde dieses vorliegende Remaster wirklich gelungen.

Die Aufnahmen haben deutliche mehr Räumlichkeit. Der Eindruck "auf eine Buhne zu blicken" ist zeitweise so stark, dass sogar Live-Feeling aufkommt. Die Instrumente sind feiner herausgearbeitet und haben mehr Luft dazwischen, die Stimmen feiner und plastischer, die Drums druckvoll und räumlich.

Dennoch kann auch das beste Remaster nicht darüber hinwegtäuschen, dass es so etwas leider nie wieder geben wird.
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am 30. November 2015
Da Amazon offensichtlich nach wie vor in den meisten Fällen nicht in der Lage zu sein scheint, die Rezis produktspezifisch und für den Endkonsumenten verwertbar zu trennen, hoffe ich mal, dass Interessenten für die Blu-ray über meinen Beitrag stolpern. Allem Anschein nach gibt es da nämlich noch keine.
Meine bisherige Klangreferenz dieser Aufnahme (über deren musikalischen Wert ich mich hier bewusst nicht auslassen will, darüber haben bereits unzählige andere genug geschrieben; die Tatsache, dass ich nunmehr zwei Kopien derselbigen besitze, sagt genug aus - für die Musik selbst vergebe ich nach wie vor 6 Punkte... nuff said) war/ist die MFSL-Gold-CD mit der Bestellnummer UDCD 534 - also aus der ersten UDCD-Reihe von MoFi aus den 80'ern, seinerzeit noch Made in Japan mit 24kt Gold-Beschichtung.

Zum Klangvergleich zw. MoFi & Blu-ray (hier die beste Spur, nämlich DTS-HD-Master-Audio - Achtung, es handelt sich "nur" um eine Stereo-only-Blu-ray, leider kein 5.1) kam folgende Hardware zum Einsatz:
- Cambridge Audio azur 650BD Blu-ray Disc Player
- Yamaha CD-S 1000 Super Audio CD-Player
- Audiolab 8000Q Vorverstärker
- Philips Fidelio X2 HiFi-Kopfhörer
- Sennheiser HD598 SE HiFi-Kopfhörer
... Komponenten der gehobenen Oberklasse also - nicht unbedingt High-End, aber auch kein Presspappekisten-HiFi ;-)

Nachdem ich also beide Tonträger teilweise im Direktvergleich per Quellenwechsel insg. viermal über die beiden verschiedenen Kopfhörer konzentriert abgehört habe, komme ich zu folgendem (wie das immer so ist bei Klangvergleichen, durchaus subjektivem) Fazit:
Sowohl bei den beiden Kopfhörern als auch bei den beiden Tonträgern vermochte (zumindest) ich hinsichtlich des Klangerlebnisses keine Unterschiede herauszuhören - beide Aufnahmen bedienen sich ohrenscheinlich des selben Masterbandes, sogar die Lautstärke ist identisch, wie der Parallelvergleich zw. Blu-ray & MoFi ergab.
Alles gut also? Leider nein, denn es gibt eine kleine Einschränkung: Beim Abhören der Blu-ray (übrigens bei allen drei zur Verfügung gestellten Soundformaten DTS-HD-Master Audio/PCM/Dolby Tru Hd) fiel mir prompt während des ca. 20-Sekunden-Intros zum Hit "Take the long way home" (Track 6) ein merkwürdiges Digitalknistern auf - das kannte ich bisher nicht! Und tatsächlich: Auf dem MoFi-Goldschätzchen hört mensch an gleicher Stelle nur das, was die Künstler auf Band verewigt wissen wollten, nämlich das langsame Anschwellen des verwendeten Synthesizers bis zum ersten Klavierakkord - die Blu-ray schwächelt hier also und mischt ein auf dem Ursprungsmaster definitiv nicht vorhandenes Knistern an dieser einzigen Stelle hinzu.

Als Fazit kann ich schreiben:
Entgegen der ebenfalls vor kurzem neu erschienenen Blu-ray, bzw. Deluxe-CD-Edition des anderen Supertramp-Klassikers "Crime of the century" vermag es die "Breakfast"-Blu-ray NICHT, die MoFi-Referenz vom Thron zu stoßen - sie schwächelt sogar über einen Zeitraum von 20 Sekunden hörbar. Wer mit diesem Malus leben kann, ist freilich mit der Blu-ray gut bedient, bietet diese doch für <50% des momentan z.B. auf amazon aufgerufenen Preises für ein gebrauchtes Exemplar einen mit dem MoFi-Goldpressling vergleichbar hervorragenden Klang.
Wer das nicht kann und will, muss nach wie vor etwas tiefer in die Tasche greifen.
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Das Album ist natürlich ein Klassiker - Aber darum geht's hier nicht.

Hier geht es um das Medium Pure Audio BluRay.
Es handelt sich also um eine BluRay ohne Videoinhalte, bei der die hohe Speicherkapazität des Mediums für eine maximal authentische Reproduktion der ursprünglichen Aufnahme - also der Mastertapes - genutzt wird.

Wenn man die BR einlegt, erscheint ein Menü auf dem Bildschirm. In diesem Menü kann man die Titel anwählen und den gewünschten Ton einstellen. In diesem Fall ist das LPCM, DTS HD Master oder Dolby TrueHD. Alles in Stereo, also 2.0.

Der Klang ist für meine Ohren super. Aber das war bei diesem Album noch nie ein Problem. Ob die Scheibe bei "normalen" Anlagen besser als die gerade erschienene Remaster-Version ist, möchte ich nicht beurteilen. Theoretisch ist sie das aber in jedem Fall.

Und darauf kommt es ja vielen Audiophilen an: Die beste verfügbare Version zu besitzen.

Bei dieser Bluray gibt's aber scheinbar ein Qualitätsproblem. Meine hat sehr starke Laufgeräusche im Player erzeugt (Pioneer BDP-440). Mit fortschreitender Titelnummer, also abnehmender Drehzahl wurde es besser. Daraufhin habe ich sie zurückgehen lassen. Die (superschnelle) Ersatzlieferung war aber auch nicht besser. Da die Geräusche offensichtlich durch eine Unwucht verursacht werden, habe ich die Scheibe jetzt mit einem kleinen Aufkleber ausgewuchtet. Das brachte tatsächlich Besserung. Für die genaue Platzierung des Stickers habe ich mir mit einer Lärmpegel Mess-App geholfen. (Nachahmen auf eigene Gefahr)

Obwohl ich das Problem erstmal lösen konnte ziehe ich 2 Sterne ab.
Der High-End Anspruch und die Qualität passen hier nicht zusammen.
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am 11. Oktober 2010
Dem zeitlosen Klassiker aus dem Jahre 1979 konnten die letzten 31 Jahre nichts anhaben. Nicht das geringste. Seit 1979 hat sich die Popmusik durch verschiedene Phasen entwickelt. Eine Band wie Supertramp hat es nie wieder gegeben. Und ein Album wie BREAKFAST auch nicht mehr. Für mich ist BREAKFAST eines der Top 10 Alben aller Zeiten.

1979 wurde Popmusik im Studio noch auf andere Art und Weise produziert als heute. Es gab richtige Instrumente, und es wurde deutlich mehr auf Details geachtet, die einem oft erst nach mehrmaligem Hören auffallen. Eine CD war damals eine LP, hatte zwei Seiten und weitaus mehr Aufmerksamkeit als die heutigen MP3 Dateien, die man sich schnell auf dem Player ablegt. 1979 musste man für eine LP in den Plattenladen - also in die nächst grössere Stadt. Mit dem erworbenen Album (damals immer so zwischen 12 und 15 Mark) ist man dann nach Hause, hat das schwarze Vinyl vorsichtig aus der Hülle gezogen, und während des ersten Hörens konnte man das 30 x 30 cm grosse Cover bewundern und die Texte mitlesen. Ein wunderschönes Ritual.
D.h.: Leute die BREAKFAST damals auf diese Weise konsumieren durften, werden heute noch einen etwas verklärten Blick auf die Musik haben. Dazu gehöre ich auch. Trotzdem: BREAKFAST ist neben vielen anderen Produktionen aus dieser Zeit (z.B. das Debut von Christopher Cross) ein Dokument dafür, welche Qualität vor 30 Jahren im Studio erreicht werden konnte.

Zu dieser BREAKFAST Ausgabe:

Deluxe Editionen von Pop-Klassikern sind eine feine Sache für den geneigten Hörer, der seine LP Schätze von damals nochmal neu erleben mag. Es gibt sehr gute Editionen (STARS von Simply Red, THE ALBUM von Abba), an denen sich andere Interpreten orientieren können. Klang, Bonusmaterial und Verpackung sind die Eckpunkte:

Klang:
BREAKFAST war schon 1979 auf Vinyl eine Sensation, die bisher nur von der vergriffenen MFSL Edition getoppt wurde. Laut Cover wurde diese 2010 nun nochmals neu Remastert. Gut: Hintergrundrauschen (wie auf der MFSL Version) ist so gut wie verschwunden und es klingt nach einer hervorragenden Arbeit, dafür klingt der Remaster jedoch fast ein wenig steril. Ist allerdings nur meine eigene Sicht, freue mich über Kommentare hierzu. Jedenfalls: der Remaster klingt auf keinen Fall schlechter als das Original.

Bonus:
Die zweite CD beinhaltet bisher nicht veröffentlichte Liveaufnahmen: zum einen sind die Titel drauf, welche es aus Platzgründen nicht auf PARIS geschafft haben ("Give A Litte Bit"), zum anderen sind weitere Titel der damaligen Tour enthalten. Leider finde ich die Liveversion von "Child of Vision" nicht gut gelungen. Die Tramps spielen einen Hauch zu schnell, und Rogers alleiniger Gesang kommt nicht gut rüber - und klingt einfach nicht. Insgesamt hätte hier mehr Platz sein sollen für Demo-Versionen oder Songs, die es vielleicht nicht aufs Album geschafft haben. Auf der Bühne bieten Supertramp wenig Überraschendes - daher sind die Liveversion nicht unbedingt eine Bereicherung, es hätte noch ein wenig mehr sein können.

Verpackung:
Die zusätzlichen Bilder der Fotosessions aus der BREAKFAST Produktion sind originell. Das Booklet bietet viele Informationen zur Entstehungsgeschichte des Albums. Leider nicht aus der Hand der Tramps. Wäre es nicht ein einfaches gewesen, wenn sich die Herren (meinentwegen auch getrennt voneinander) ein paar Zeilen dazu schreiben? So ist es ein Text, der im wesentlichen aus Puzzleteilen von Interwiews und Zeitungsartikeln der letzten Jahre zusammenrecherchiert wurde. Die Songtexte und Credits sind alle vorhanden.

Fazit:
Musik: *****
Klang: *****
Bonus: ***
Verpackung: ****

Kauftipp für Fans, die BREAKFAST nochmal neu erleben wollen.
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am 15. März 2005
1979 - "Sprachferien" in England. Der hämmernde Sound eines elektrischen Pianos dringt aus dem Kassettenrecorder eines Jungen und der Sänger mit dieser faszinierenden Stimme erzählt seinen Traum vom "Breakfast in America". Supertramp? Kannte ich damals noch nicht. Doch eins war klar - diese LP muss ich haben. Zurück in Deutschland bin ich dann in den nächsten Plattenladen gestürmt und habe sie gekauft. Und was soll ich sagen - die Platte war und ist der Hammer.
Auch nachdem ich den Kinderschuhen längst entwachsen bin, übt "Breakfast in America" eine unvergleichbare Fazination aus. Sicher liegt dies zum Teil auch an der Assoziation mit einem schönen Urlaub. Wenn ich aber trotzt hundertfachem Hören, Nachspielen und Mitsingen auf dem Klavier immer noch Gänsehaut beim Hören bekomme, muss wohl etwas mehr dahinter stecken.
Hier sind zum einem die wundervollen und abwechselungsreichen Kompositionen der beiden Songwriter Rick Davies (Gründer der Gruppe) und Roger Hodgson zu nennen. Das Album beinhaltet keinen schwachen Song. Die Mega-Hits "The Logical Song" (Hodgson) und "Breakfast in America" (Hodgson) kennt sicherlich jeder, da sie auch heute noch täglich von guten Radiosendern gespielt werden. Die anderen Songs decken ein breites Spektrum ab: von der eher nachdenklichen Auseindersetzung mit den Schwierigkeiten eines Künstlers in Hollywood Fuß zu fassen (Gone Hollywood - Davies), über das fröhliche "Goodbye Stranger" (Davies), das religiös geprägte "Lord is it Mine" (Hodgson) bis hin zum grandiosen Schlußstück, dem Monumentalrock "Child of Vision" (Hodgson/Davies). Durch die unterschiedlichen Stimmen von Hodgson (höher) und Davies (tiefer), unterstützt durch das gottvolle Saxophon von John Helliwell, einem der besten Saxophonisten, kommt nie Langeweile auf. Man entdeckt vielmehr immer neuen Nuancen.
Aber was rede ich lange.... Hier hilft nur kaufen, reinhören und ein zeitloses Meisterwerk genießen!
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am 20. Januar 2006
Typisch Supertramp ! Auf dieser CD taucht kaum ein Ton auf, der zufällig dorthin geraten ist. Bewundernswerte Arrangements, durchgefeilt bis ins letzte Detail, exzellent produziert (auch heute noch), kristallklar und trotz der Vielschichtigkeit der Partitur vollkommen transparent im Sound.
Supertramp hatten sich für die Produktion von "Breakfast in America" in einem kalifornischen Studio vorbereitet, in einem zweiten aufgenommen und in einem dritten abgemischt. Voll guten Glaubens begann der Fernsehsender CBS schon Monate vor Erscheinen des Albums mit einer großen Werbekampagne. Doch Supertramp waren noch lange nicht fertig, überzogen den Abliefertermin um Monate. Ein immenser Aufwand an Zeit, Geld und Material. Und dennoch: Die CD wirkt nicht überproduziert. Perfekt ist sie, ja. Aber nicht superperfekt. Will sagen: Die Technik hat die Ideen der Gruppe nicht getötet, der Mensch die Oberhand behalten.
Was die Szene beherrscht, ist daher die vielseitige Klanglandschaft, gemalt in vielfach abgestuften Pastelltönen und durchzogen von elegischen Schleiern. Das Saxofon von John Helliwell setzt zudem sehr warme Akzente, die Supertramp endgültig aus der Ecke kalten Techno-Rocks herausholen.
Merkwürdig: Im Vergleich etwa zu Genesis wirkt "Breakfast in America" geradezu spritzig. Hohle Künstlichkeit Fehlanzeige.
Einprägsame Songs wirft das Album dabei zuhauf ab. "The Logical Song", "Breakfast in America", "Take the long way home" und "Casual Conversations". Es bringt zudem auch viele Anklänge an die unvermeidlichen Beatles. Einige Passagen und Melodieführungen entsprechen dem Stil, den Lennon / McCartney in der zweiten Hälfte der 60er Jahre pflegten.
Als Resümee bleibt festzuhalten, dass "Breakfast in America" neben "Crime of the Century" das beste Album der Band ist, zudem in eines der besten und witzigsten Cover der gesamten Rockgeschichte verpackt.
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am 18. Mai 2009
1979 bekam ich meinen ersten eigenen Cassettenrecorder geschenkt. Damals nahm man die Musik einfach aus dem Radio auf - immerhin gab's einmal die Woche Mal Sondocks Hitparade, es gab SWF 3 (und noch nicht SWR 3) und es gab BFBS. Auf der allerersten Cassette (die ich heute noch habe) befindet sich (neben Pop Muzik von M, Does your mother know von ABBA oder My Shirona von The Knack...) der "Logical Song". Damals für mich eine der besten Musikstücke überhaupt. Die dazugehörige LP hatte mein grosser Bruder. Ich verbrachte Stunden im Partykeller, um diese Platte immer wieder zu hören. Ich war 12.

Heute - 30 Jahre später - habe ich Massen an Pop- und anderer Musik verkonsumiert, gekauft und wieder verschenkt, aufgenommen und wieder gelöscht und schliesslich als MP3 auf einer Festplatte abgelegt. Diese 30 Jahre konnten BREAKFAST IN AMERICA nicht anhaben. Nicht das Geringste.

Die fünf jungen Herren hatten den Stil, den sie auf CRIME OF THE CENTURY erfanden und die nächsten Produktionen einfach weiterführten, bis ins Feinste perfektioniert. Hier waren 5 echte leidenschaftliche Musiker am Werk, und das hört man an jedem einzelnen Ton. In Deutschland hatten Supertramp bis dahin nicht dan ganz grossen Wurf geschafft. Mit BREAKFAST IN AMERICA schafften sie ihn - weltweit. Ob der kommerzielle Erfolg die Qualität der Aufnahme schmälert? Ich sehe das nicht so. Songs wie "Child Of Vision" sind einfach zum wegfliegen, "Just another nervous wreck" - einfach Klasse. Die Details in den Arrangements und die Art und Weise, wie Supertramp den Songaufbau zelebrieren, waren damals einzigartig und sind bis heute unerreicht. "Take The Long Way Home" ist - laut gehört - immer noch ein Wahnsinn.

Die Besonderheit lag in der 70ern immer in dem Zusammenspiel der Gegensätze von Roger Hodgon und Rick Davies. Genau diese Reibung ergab diese perfekte Mischung aus bodenständigen, blues-angehauchten Nummern von Davies und diesen abgehobenen deliriumartigen Arrangements von Hodgson. Ein bisschen wie ein braver Drogenrausch.

BREAKFAST IN AMERICA feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. In Zeiten, wo es Deluxe Editionen von den blödsinnigsten Platten gibt, vermisse ich eine Sonderausgabe von BREAKFAST und den anderen Hodgson / Davies Platten ganz besonders. Wo bleibt die Sammleredition mit Rohfassungen, Demos, Alternate Takes, Liner Notes etc. Wenn ein Album eine Sonder-Edition verdient hat, dann dieses. Da schlafen die A&M Strategen ein wenig. Na ja, solange tröste ich mich mit der Goldversion der MFSL-Schmiede.

Wer dieses Album noch nicht sein eigen nennt - vor allem die jüngeren Leser dieser Rezension: tut Euch einen Gefallen und bestellt Euch diese CD. Nehmt Euch mal eine Stunde Auszeit und hört einfach mal hin. Dann denkt daran, wie sich die Popmusik in den letzten 30 Jahren entwickelt hat. Wenn Ihr dann am Schluss denkt, hey dass soll schon so alt sein? - dann wisst Ihr: dies ist ein absolut zeitloser Klassiker und eines der besten Pop-Alben in der Geschichte.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Oktober 2014
Das 1978 erschienene 6.Supertramp-Album "Breakfast In America" ist nicht nur das erfolgreichste der Band,sondern auch eines der meistverkauften und mit Preisen überhäuften der Musikgeschichte.
Auch sonst ist es ein Album der Superlative;super- erfolgreich,ein Super-Artwork,,super-eingängige,super-kommerziell ausgerichtete Musik,eine Super-Produktion,folglich ein Super-Klang und eine Super-Auswahl an Tonträgern.
Supertramp vollzogen mit "Breakfast In America" in der bewährten Crew (Davies/Hodgson/Helliwell/Siebenberg/Thomson) einen musikalischen Richtungswechsel.Die Band war mittlerweile in die USA umgesiedelt,spielte das Album dort ein und richtete die Musik auf den US-Geschmack aus;progressive Elemente wurden weiter zurückgefahren und ein konsequent auf kommerziellen Erfolg ausgerichteter Mainstream-Pop/Rock gefahren.
Die Kompositionen sind wieder von Davies und Hodgson,die "ihre" Songs auch jeweils selber sangen.
Die nochmals gesteigerte Eingängigkeit der Songs zog auch heftige Kritik auf sich.
Leute,die Supertramp schon immer für überbewertet,für ein geschicktes Kunstprodukt hielten,in dem einfachste Pop-Songs mit ein wenig progressivem Anstrich anspruchsvolle Musik vorgaukeln sollten,sahen sich nun bestätigt.
Die oftmals geradezu bösartige, mit viel Häme und Spott durchsetzte Kritik an der Band ging jedoch in einem Meer der Begeisterung unter,was letztendlich aber natürlich nichts über die Qualität der Musik aussagt.
Ich meine:
Das Album macht erster Linie Spaß!Die Melodien und Arrangements sitzen perfekt,das Gesamtprodukt hat eine hohe Qualität.
Obwohl ich jemand bin,der den Studioteil von "Ummagumma",abgefahrene Sequencerparts der alten Tangerine Dream genießen kann (und das auch exzessiv macht!),der lange Gitarrensoli von Porcupine Tree innerlich aufsaugt,der auf Archive-Konzerten geradezu in leidenschaftliche Trance verfällt usw usw,kann ich auch mit "Breakfast..." etwas anfangen.
Den "Logical Song" skippe ich zwar,aber der Rest hat,bei aller Eingängigkeit,einen hohen Unterhaltungswert,macht bei mir einfach gute Laune,kippt für mich niemals ins Langweilige.
Für viele Hörer progressiverer,komplexer Musik ist "Breakfast..." allerdings ein Rotes Tuch,ähnlich beliebt,wie Phil Collins.
Geschmäcker sind halt verschieden,bei mir löst "Child Of Vision" auch heute noch einen Riesen-Spaß aus.
Das Cover empfinde ich als äußerst witzig und kreativ;die Breakfast-Shop-Bedienung als Freiheitsstatur,der Big Apple im Hintergrund aus Frühstücksutensilien...Klasse.Und zu Recht preisgekrönt.
Auch die Produktion mit Peter Henderson überzeugt außerordentlich.Die Aufnahmequalität ist phantastisch,Geoff Emerick wurde für sein Mixing ausgezeichnet.
Dementsprechend überzeugte bereits der Klang der ersten Vinyl-Pressungen durch A&M Records.
Was,bedingt durch den Erfolg des Albums,folgte,entwickelte sich bis heute zur Qual der Wahl für Audiophile,die immer auf der Suche nach dem besten Sound sind.
Zu Japan -Vinyl-Pressungen gesellte sich eine legendäre,im Half-Speed-Mastering hergestellte LP von MFSL,die unter Klangenthusiasten einen unbeschreiblich guten Ruf genießt.
Neuere Pressungen (zB die Back To Black) werden dagegen zumeist böse verrissen.
Schon die erste CD-Serie ("A&M Master+") klang sehr ansprechend.
Das amerikanische Edel-Label MFSL brachte eine klanglich überarbeitete Gold-CD heraus,die atemberaubend gut klingt.
Das Remastering von 2002 durch Greg Calbi und Jay Messina enttäuschte dagegen.
2010 machte sich für eine Jubiläumsausgabe Greg Calbi noch mal an den Masterbändern zu schaffen,reduzierte dabei die Dynamik und schaffte auch sonst keine Verbesserungen.
Dann gab es noch auf dem Remastering von 2002 basierende Japan-CDs,die mit dem teuren Trägermaterial SHM angefertigt wurden,was den Klang noch mal verbessern soll.
2013 dann kam auch noch eine hochauflösende SACD auf den Markt,in Japan als SHM-Ausgabe,logisch.
Ebenfalls 2013 gab es dann auch noch eine Neuauflage als BluRay Audio in der Auflösung 24 Bit/96 KHz,das Remastering übernahm hier Stan Recker.
Daß es zu all dem auch noch Papersleeve-Ausgaben (der LP nachempfunden),Editions mit Bonusmaterial ohne Ende (Liveaufnahmen usw) gibt,dürfte wohl klar sein....
Als Audiophiler hat man also wirklich die Qual der Wahl zwischen vielen sehr gelungenen VÖ für diverse Formate und als Fan und Sammler schier unbegrenzte Möglichkeiten,Geld loszuwerden.
Die alte Schallplatte,die MFSL-LP und die MFSL-Gold-CD kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen,die erste CD (Master+) ist auch OK.Die SACD,BluRay und SHM-Versionen genießen alle einen vorzüglichen Ruf in den entsprechenden Foren.
Es entscheide jeder selbst,hauptsache für irgendwas davon,denn die Musik ist Teil der Musikgeschichte und trotz aller Eingängigkeit nicht zu unterschätzen.
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am 19. August 2013
Per Zufall bin ich auf die Blu-ray Version meines absoluten Lieblingsalbums gestoßen. Voller Vorfreude habe ich dann bei Amazon nachgeschaut und war sehr enttäuscht, da die bisherigen Rezensionen ein fehlerhaftes Produkt andeuteten.

Nach einigem Zögern habe ich die Blu-ray dennoch gekauft (nicht bei Amazon) und nach Lieferung sofort mit dem Durchhören aller Tonspuren begonnen. Zuerst PCM, dann Dolby True HD und zuletzt DTS Master Audio, welche jeweils in 2.0 Stereo in 24bit/96 kHZ vorhanden sind.

Und - welch positive Überraschung !!! - ich konnte auf keiner Tonspur irgendwelche Mängel hören.

Alle Spuren klangen absolut einwandfrei (Blu-ray player Oppo 95, Receiver Onkyo TX-NR 5009 über HDMI verbunden, sowohl im "direct"-Modus als auch mit Sound Prozessor). Ob dies an einer ggf. neuen Auflage (ich habe die Blu-ray Anfang August 2013 gekauft, die vorherigen Rezensionen lagen früher), an der "Hardware" oder (hoffentlich nicht) an meinen Ohren liegt, kann ich natürlich nicht sagen.

Ich besitze u.a. auch die MFSL Version und meine, dass die Blu-ray Variante noch eine Nuance klarer und detaillreicher klingt. Das ist aber ein Vergleich, der natürlich sehr subjektiv geprägt ist. Rein technisch müsste die Blu-ray die zur Zeit bestmögliche Variante sein. Mein Oppo zeigt bei PCM eine konstante Datenrate von 7,2 Mbs und bei den anderen Spuren 5,x an.

Ich bin froh, dass ich trotz der befürchteten Probleme, die Blu-ray gekauft habe!
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am 27. Juni 2013
Als alter Supertramp Fan freut man sich natürlich auf solch eine Veröffentlichung . Ich habe für den Direktvergleich auch noch die MFSL-Master CD mit einbezogen.
Nun hörte ich alle Spuren durch. Und es gab bei mir auf meinem Oppo BDP 105 ein Verzerrungsproblem bei der zweiten Tonspur Dts Master Audio 2.0. Bei Track 4 Verzehrungsprobleme in der Mitte des Liedes. Bei Track 6 und 7 am Anfang.

Ich habe mich bereits mit Universal Music Deutschland in Verbindung gesetzt und erwarte eine Reaktion !
Werde darüber berichten sobald ich was gehört habe !

Einen Tausch der Blu Ray habe ich auch vorgenommen. Die zweite Scheibe von Amazon zeigte aber die gleichen Fehler.

Update: 13 .03.2014

Eine Info von Universal kam und dies wurde mir so mitgeteilt. Es definitiv ein Hardwareproblem. Absolut korrekt die Aussage. Nach dem letzten Update meinerseits Marantz AV 8801 sowie beim Oppo BDP 105 laufen alle Tonspuren perfekt ! Und wie gut die jetzt klingen. Absolut Perfekt. Warm und rund und eine Durchzeichnung , traumhaft !
Ich habe zuerst fälschlicherweise nur 1 Stern vergeben, jetzt aber 5 Sterne, da der Fehler ja ein Hardware Problem war. Die Disc war von Anfang an Perfekt !
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