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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 28. Mai 2017
"Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau" ist 2008 nach der gesellschaftssatirischen Komödie von Noel Coward (1899-1973) unter der Regie von Stephan Elliott entstanden.

1930: Der junge Playboy John Whittacker (Ben Barnes) stammt aus "gutem Hause". Seine Familie besitzt viel Land und ein stattliches Anwesen in England. Sie legt großen Wert auf Traditionen, widmet sich mit Hingabe dem Reitsport, insbesondere der Fuchsjagd, oder dem Tennis spielen, darüber hinaus richtet sie Festmahle mit gepflegter Konversation aus. Als er nach der Blitzhochzeit mit Larita Huntington (Jessica Biel) gemeinsam mit ihr zu seiner Familie zurückkehrt, fallen die Reaktionen auf die um einiges ältere Amerikanerin und Autorennfahrerin aus Detroit geteilt aus. Vor allem die hochnäsige und dünkelhafte Mutter lehnt Larita rigoros ab, denn sie wünschte sich, dass ihr Sohn das Gut verwaltet und auf Vordermann bringt und deswegen die Tochter der Nachbarn heiratet. Johns Schwestern, Hilda Whittaker (Kimberley Nixon) und Marion Whittaker (Katherine Parkinson), lästern und sekundieren ihrer Mutter dabei, die noch frische Ehe zu sabotieren. Der vom Krieg seelisch gezeichnete Vater Major Jim Whittacker dagegen findet an der kessen Amerikanerin und ihrem lebhaften, offenen, schlagfertigen Wesen Gefallen und spürt erstaunt seine Lebensgeister zurückkommen. Und der neu vermählte John sitzt schnell zwischen allen Stühlen, vor allem als auch noch Schatten aus Laritas Vergangenheit heraufbeschworen werden.

Es bereitet großen Spaß, zu erleben, wie zwischen den Protagonisten die verbalen Fetzen fliegen und Gift und Erotik sprühen.

Kristin Scott Thomas ist stark als versnobte Gutsherrin und missgünstige, über Gebühr anspruchsvolle Mutter mit Giftschlangenpotenzial.
Und Colin Firth dabei zuzusehen, wie er seiner Rolle als Jim einen ruhigen Sarkasmus verleiht, ist wunderbar.
Jessica Biel legt Larita passend mit viel charismatischer sowie divenhafter Ausstrahlung, aber auch provokanter Schärfe im Ton an.

Das Spiel mit den Begriffen des Titels "easy virtue" = leichte Tugend und auch "a lady of easy virtue" = ein leichtes Mädchen ist, meine ich, gelungen.
Hinzu kommen stimmungsvolle Bilder und die schwungvolle Orchestermusik (Marius de Vries).

Zugegeben, manches ist vorhersehbar, kitschig (aber dezent) und die Figuren sind eher skizziert als ausgearbeitet. Aber diese beschwingte, spritzige Familienkomödie ist so spitz und mit typisch britischem Humor angerichtet, dazu liebevoll gemacht, ein bisschen albern, ein wenig melancholisch, sehr gut besetzt und gespielt, dass sie gute Laune zaubert und herrlich amüsiert.
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am 21. Mai 2011
Per Zufall bin ich über diesen Film gestolpert und war wirklich begeistert. Es handelt sich um eine Mischung aus Drama und Komödie über die 20iger. Die Schauspieler liefern eine hervorragende Leistung ab, die Wortgefechte sind spritzig, witzig und auch sarkastisch. Auch die Kostüme, Musik, Ausstattung enttäsuchen nicht. Mir hat der Film sehr gut gefallen und ich werde ihn mir sicher mal wieder ansehen - top!
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am 15. März 2017
Dieser Film ist grandios gespielt. Mit unerwarteten Wendungen, schwarzem Humor wird die piefige adlige Gesellschaft der Zwanziger aufs Korn genommen. Der Film ist genial besetzt und darf für Liebhaber englischer Filme nicht fehlen.
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am 26. November 2010
Ein toller Film. Zu Unrecht ziemlich unbekannt. Lief zumeist nicht in den großen Kinoketten und ging daher an der Kinomasse leider vorbei. Schade, denn das ist ein toller, unterhaltsamer Film. Ich glaube man nennt das Dramödie, wobei der überwiegende Teil doch eher Komödie denn Drama ist. 80:20 würd ich mal sagen.

In der Geschichte prallen, höchst amüsant 2 Kulturen ungebremst aufeinander.
Auf der einen Seite der britische, verstaubte, versnobte Landadel, auf der anderen Seite die moderne, unkonventionelle Amerikanerin, wunderbar dargestellt von Jessica Biel. Sie vermittelt diese us-amerikanische, unbedarfte Offenheit sehr gut.
Ihre Gegenspielerin die -Herrin- des Hauses, gespielt von Kirstin Scott Thomas. Distanzierter, unterkühlter und -verschnupfter- kann man diese Person gar nicht darstellen. Irgendwie ein bißchen mittendrin ist Colin Firth, der den zynischen Landlord gibt, dessen Herz aber noch nicht völlig tiefgekühlt ist.

Im Laufe des Filmes versucht also zusammenzuwachsen was nicht zusammenpasst, und dabei sprühen ordentlich die Funken.
Boshaftigkeiten aller Art, direkte und indirekte Angriffe, ein paar Kolateralschäden und das ganze noch mit unterhaltsamen, scharfkantigen Dialogen.

Das klassische Happy End gibt es zwar nicht, aber beim 2. Blick ist sogar das Ende doch eher Komödie denn Drama.

Auch die ganze Rundherum des Filmes: Set, Kostüme und Musik werten den Film zusätzlich auf. Die 20er-Jahre geben eben optisch was her.

Fazit: Ansehen und/oder kaufen!
11 Kommentar| 71 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Gesellschaftssatire mit dem bissigen Humor wartet mit einer beeindruckenden Liga von namhaften Schauspielern auf, welche die scharfzüngigen Dialoge mit Genuss zum Glänzen bringen. Der Film ist als Hommage an ein Theaterstück von Noel Coward und tatsächlich wirkt er auch größtenteils wie ein Bühnenstück.
Der Fokus des Betrachters ist auf den alt-ehrwürdigen Herrensitz im ländlichen England gerichtet, welches in den 1930er-Jahren bereits in der 7. Generation im Besitz der Familie Wittacker ist, die der Gentry angehören. Völlig unpassend und zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt erreicht ein Telegramm das Elternhaus von John Wittaker, der seinen Eltern die freudige Mitteilung macht, dass er im Ausland die Amerikanerin Larita Huntington geehelicht hat. Dementsprechend erwartet die neue Mrs. Wittaker in England ein eher frostiger Empfang der Familie. Vor allem Johns Mutter aber auch seine Schwestern sind entschlossen, keinen Zweifel darüber entstehen zu lassen, wie sie über die leichtsinnig geschlossene Verbindung des frischgebackenen Ehepaares denken. Doch auch Larita ist entschlossen, für ihr Glück und ein selbstständiges Leben mit ihrem Ehemann zu kämpfen. Die Spiele sind eröffnet und der Ausgang seltsam ungewiss...

Mit Glamour in Esprit der 1930er-Jahre wird die Geschichte eingeleitet. Die verwegene Larita (wunderbar blondiert: Jessica Biel) hat eben mit ihrem Rennwagen die Ziellinie beim Großen Preis von Monaco überschritten. Auf den Zuschauerrängen wirft ihr der blutjunge John Wittacker (etwas blass: Ben Barnes) einen glutvollen Blick aus dunklen Augen zu. Später liegen sie sich vor glitzernder Kulisse in Abendkleidung in den Armen. Stilvoll wird nach einem überaus angebrachten Kuss des bezaubernden Paares nach entsprechender Musikuntermalung ausgeblendet.

Auch in England verfolgt die Presse die Auftritte von Larita Huntigton. Hilda Wittaker (Kimberley Nixon "Cranford") schneidet die Meldung der skandalösen Teilnahme der Amerikanerin beim Autorennen in Monaco aus der Zeitung aus. Wenig später erfährt die Familie, dass der geliebte Sohn eben diese Skandalnudel geheiratet ist und sie nun bald zu Hause vorstellen möchte.

Larita selbst ist entschlossen, das Eis zu brechen und die steinharte Mutter (furchteinflößend: Kristin Scott Thomas) ihres Ehemannes zu erweichen. Doch hier beißt sie erst einmal auf Granit. Außerdem muss sie feststellen, dass ihr verliebter Ehemann auf einmal zu Mutters Lieblingssohn mutiert und in dieser Rolle völlig fremde Gewohnheiten wieder aufleben lässt. Larita fühlt sich jedoch eher auf einem Autositz als auf einem Pferdesattel zu Hause und auch die Leidenschaft für Tennis geht ihr völlig ab. Das englische Klima und die ständigen Sticheleien ihrer Schwiegermutter machen es ihr außerdem unmöglich, sich wohlzufühlen. Was ist aus dem Plan geworden, nur einige Tage bei Johns Familie zu bleiben und dann ein unabhängiges Leben in London zu beginnen?
Ihre Bemühungen die völlig überdrehten Schwestern von John mit Stylings- und Flirttipps zu beglücken, schlagen ebenfalls fehl. Lediglich Major Jim Wittaker (einfach hinreißend: Colin Firth), Johns Vater, scheint eine Entdeckung wert zu sein. Der Major ist bei der Familie in Ungnade gefallen, seit er das Verbrechen beging, nach dem 1. Weltkrieg nicht gleich nach Hause zurück zu kehren, sondern zunächst in einem Pariser Bordell sein Quartier zu beziehen. Seinem kalten Zuhause in England begegnet er mit wachsender Gleichgültigkeit und Alkoholkonsum. Die Ehefrau seines Sohnes jedoch weckt ihn zunehmend aus der Lethargie. Aufmerksam beobachtet er den Kampf der Frauen seiner Familie mit der wehrhaften Amerikanerin, die ihm immer sympathischer wird. Diese neue Anteilnahme am Leben bleibt dem Zuschauer nicht verborgen, der die Entwicklung der Ereignisse auf dem Familiensitz der Wittaker interessiert und amüsiert beobachtet.

Die Musik spielt eine große Rolle, um die Nuancen des dargestellten lustvollen Dramas deutlich herauszustellen. Außerdem gibt es der Geschichte eine ganz eigene Dynamik, die durch die geschickte Kameraführung noch betont wird. Der leicht frivole Charakter, der den 1930er-Jahren entspricht, wird äußerst geschmackvoll präsentiert. Da der Rahmen stimmt, können die Darsteller sich ganz natürlich in ihre Rollen fallen lassen, was auch fast allen perfekt gelingt. Jessica Biel liefert eine passable Leistung ab, auch wenn es ihr nicht ganz gelingen wird, den tragischen Aspekt ihrer Figur zu betonen, wodurch etwas Tiefe verloren geht. Colin Firth gelingt es indes ganz grandios, sich auf den weiblichen Gegenpart einzustellen und seine Partnerin -nicht nur beim Tanz- zu unterstützen.

Die DVD gönnt dem Zuschauer auch noch ein paar sehenswerte Extras. Die "nichtverwendeten Szenen" fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein und hätten rein gefühlsmäßig sehr gut zum Film gepasst. Außerdem hätte man etwas früher erfahren, wer der rätselhafte Edgar ist! Auch die "Outtakes" sind sehenswert und vor allem amüsant. Bei der "Premiere in New York" plaudern die Schauspieler gutgelaunt aus, welche Szenen und Momente sie bei "Easy Virtue" besonders gerne dargestellt haben und damit der Zuschauer eine bessere Vorstellung bekommt, werden diese dann auch kurz eingeblendet.

Fazit: Diese Satire ist nicht die leichtfüßige Komödie, die man vielleicht erwarten würde. Die spitzfindigen Dialoge und die gelungenen Charaktere machen diesen Film jedoch zu einem Seh- und Hörgenuss!
55 Kommentare| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Januar 2011
Alteingesessener snobistischer englischer Landadel trifft auf amerikanische selbstbewusste Frau.....
Ein herrlicher Film, ruhig und ohne Action. Er lebt von den Wortspielen, Wortgefechten, Anspielungen und dem
nicht gesagten. Absolut klasse sind Kristin Scott Thomas sowie Colin Firth als grummeliger,unrasierter, desillusinierter Lord.
Man sollte den Film in der Originalsprache anschauen.
22 Kommentare| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. November 2014
Diesen Film anzuschauen (und anzuhören!) ist von der ersten bis zur letzten Minute eine wahre Freude. Herrlich, dieses Zusammentreffen zweier Welten: Hier die der britischen Aristokratenfamilie, die vorm wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch steht - aber munter auf dem Vulkan tanzt, dort die freiheitsliebende und –gewohnte, unkonventionelle einer jungen Amerikanerin. Fast alle Personen in diesem Film haben eine oder mehrere Leichen im Keller, und manche werden im Verlaufe der Story exhumiert …. Großartige Schauspieler, eine ebensolche Ausstattung (und Ausleuchtung!) und vor allem die von feinstem und bösestem Humor geschliffenen Dialoge sorgten dafür, dass „Easy Virtue“ einer meiner Lieblingsfilme ist.
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am 2. September 2013
At first I was a little skeptic. This is the standard formula movie period piece with all the standard actors and all the standard clichés and the entire standard, standards. Yes you know the end before it starts. I didn't expect to be so overwhelmingly caught up in the story and forget that they were actors and never noticed the clichés and almost sad that it had ended. Very seldom do I see a movie where I feel for the lost souls escaping captivity.

Veronica Whittaker (Kristin Scott Thomas) runs the English family estate. She is shocked to find her young son John (Ben Barnes) heir had purchased a French floozy Larita (Jessica Biel) for a wife. She is even more shocked to find out that the floozy is not French but American.

“Smile Marian”
“I don’t feel like smiling”
“You’re English darling fake it"

First we find that the cultures clash in a comic sort of way then we find that not only are cultures clashing but people and situations. The stories and people are too real to be an objective observer.

The basic story under the movie was adapted from a Noel Coward play written by Noel when he was 25. They saved about 30%. Also Larita was made a race car driver.

For those technically inclined I have only seen the Blu-Ray version so I cannot comment on the other versions. However the beginning of the DVD touts how great Blu-Ray is. And it looks like it has all the Blu-Ray menus and extras. Be sure to listen to the voiceover commentary.
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am 21. März 2011
Es ist die Zeit als Al Capone dem Valentines Tag eine neue Bedeutung verleiht. Im alten England versucht das Adelsgeschlecht der Whittakers dem Zeitgeist zu widerstehen und die finanziellen Engpässe zu meistern. Der heimkehrende Sohn, einst Hoffnungsträger auf eine vermögende Partie, bringt stattdessen eine us-Amerikanerin als Ehefrau mit nach hause und begräbt damit die Ambitionen seiner Mutter.

Zwar will das junge Paar nicht lange bleiben, aber die Bestrebungen der Mutter verlängern den Aufenthalt immer wieder. Diese Zeit wird genutzt, um das neue Familienmitglied auszuloten, dass seinerseits die Familie genauer unter die Lupe nimmt.

Die Komödie lebt von ihren spritzigen Dialogen. Fein herausgearbeitete Figuren begegnen einander um sich zu duellieren oder zu kooperieren. Das pittoreske Anwesen eignet sich ausgezeichnet als Schauplatz dieser menschlichen Interaktionen. Regie und Schauspielern ist ein unterhaltsames Werk gelungen.
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am 30. März 2016
Ich hab mir bereits ein paar reviews durchgelesen und ich muss den Kritikern zustimmen, das Ende ist recht vorhersehbar nach höchstens 20 Minuten, aber obwohl es recht vorhersehbar ist, erzählt der Film eine nette Geschichte mit herrlichem, gelegentlichen trockenen Humor.
Es ist keine Komödie und kein Thriller, man bricht weder weg vor lachen noch sitzt man am Sesselsprißl vor Aufregung, aber ist eine sehr nette und unterhaltsame Geschichte, nachdem ich ihn gesehen habe wollt ich ihn mir gleich noch einmal ansehen, weil er mir einfach gefallen hat.
Jessica Biel und Colin Firth sind eine gute Kombi und Jessica Biel verkörpert meiner Meinung nach den damaligen modernen Stil sehr gut.
Also ich für meinen Teil kann den Film nur weiter empfehlen, hoffe ich konnte wenigstens ein paar Leuten weiterhelfen
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