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am 9. Dezember 2010
Die Alpha 55 ist meine dritte Sony nach der betagten APS-Kamera DSC-R1 und der Bridgekamera DSC-HX1. Weil die A55 einen festen Spiegel hat, erwartete ich wie bei den beiden anderen Apparaten ein flüsterleises Auslösen. Doch in der Kamera klackt es recht vernehmlich, bei Serien wie eine Nähmaschine. Für Konzert und Theater ist der Apparat also ungeeignet, in meinen Augen das einzige Manko.

Inzwischen 72 Lenze alt und kein bisschen weiser, griff ich dennoch ins Portemonnaie, um die technisch überholte, aber optisch vorzügliche R1 abzulösen. Ich erstand zur Kamera wieder ein Zeiss-Vario-Sonnar 16-80 (f 3,5-4,5). Sowohl das Sonnar als auch das Kit-Objektiv 18-55 (als erstes ausprobiert) liefern gute Bilder. Das teure Sonnar vignettiert bei offener Blende um 1 1/2 Stufen im Weitwinkelbereich (lt. [...] ist aber lt. photozone die höher auflösende Optik. Was bei dem 18-55-er wirklich stört, ist die sich drehende Frontlinse. Sein Plus ist der niedrige Preis. Messdaten beider Objektive findet man bei photozone, einen Kameratest unter [...] (auch den zur A33 ansehen!) und [...]

Obwohl ich große Hände habe, kam ich mit dem kleinen Gehäuse sofort zurecht. Das Histogramm kann schon vor der Aufnahme betrachtet werden, was Fehlbelichtungen vermeiden hilft. Dasselbe gilt für den Weißabgleich. Das Objekt wird so angezeigt, wie es wirklich auf den Sensor kommt. Knipst man den Universalschalter nach oben, erscheinen die Daten, das Histogramm oder eine elektronische Waage für die Ausrichtung der Kamera. Das alles ist überzeugend ausgedacht und realisiert. Die sonstigen Einstellungen sieht man nur auf dem Monitorrand. Sie verschwinden, wenn die Waage oder das Histogramm eingestellt werden.

Der APS-Chip hat 16 Mio. Pixel, ein "Hammer". Als weiterer Vorzug ist die hohe Rauscharmut zu nennen. Es spricht nichts dagegen, immer die ISO-Automatik (100 bis 1600 ISO, ein fester Wert) zu verwenden. Die hohe Auflösung reicht auch für Drucke von A3+.

Sucher (groß!) und Monitor sind hochauflösend und hell. Brillenträger wie ich haben mit dem tiefliegenden Durchsichtssucherokular leichte Probleme. Der Monitor ist klapp- und drehbar. Weil mir das Beugen oder Hinlegen nicht mehr so gut gelingt, ist er für mich eine echte Hilfe. Ja, ich meine, es ist auf dem Display viel leichter, ein Bild zu gestalten. Man muss übrigens zwischen Sucher und Monitor nicht hin und her schalten, das besorgt ein Sensor am Okular. Die R1 hatte diesen Schalter auch, doch sprach er zu früh an. Die Motiverfassung beträgt lt. Sony 100%. Die Tiefenschärfe lässt sich auf Knopfdruck (unter dem Objektiv, ein wenig fummelig) beurteilen, ohne dass es im Sucher dunkler wird, eine innovative Lösung. Bei Dunkelheit wird das Bild automatisch aufgehellt.

Der durchlässige Spiegel soll 30 % Licht schlucken. Staub auf dem Tiefpassfilter lässt sich abrütteln; für manuelle Reinigungen wird der Spiegel hochgeklappt. Der automatische Weißabgleich liefert natürliche Farben.

Eine nützliche Einrichtung ist die die Multi-Frame Rauschunterdrückung ("Handgehalten bei Dämmerung"). Sechs Aufnahmen werden blitzschnell nacheinander geschossen und rauscharm zusammengerechnet. Das Ergebnis ist ein sauberes, knackscharfes JPEG-Bild. Ich habe solche Aufnahmen im Altenberger Dom aus der Hand gemacht und konnte später gar nicht glauben, in dunkleren Bereichen mit 1250 und 1600 ISO so rauschfrei fotografiert zu haben. Weder ein Blitz noch ein Stativ stört andere Besucher, nur das Klacken. Die Kamera richtet die Bilder an den Kanten aus (wie bei HDR, s.u.). Natürlich darf sich bei der Geschichte nichts schnell bewegen. Was weiter hilft, ist die heute übliche Vibrationsunterdrückung. Sie befindet sich in der Kamera und arbeitet nach meiner Erfahrung gut. Sony gibt einen Gewinn von 2,5 bis 5 Lichtwerten an. Nachmessen konnte ich das natürlich nicht. Es kommt immer auch auf die Bewegung des Motivs an.
Um hohe Helligkeitsunterschiede zu komprimieren, wendete ich schon bisher das HDR-Verfahren (High Dynamic-Reduction) an. Allerdings selten, denn dazu bedurfte es eines Stativs mit Fernauslöser. Die A55 macht das bei ausreichendem Licht aus der Hand (leider nicht im RAW-Format). Es werden blitzschnell drei Aufnahmen hintereinander geschossen, wobei die Differenz +/- eine bis sechs Belichtungsstufen beträgt. HDR aus der Hand ist wirklich eine feine Sache und bannt u. a. Überstrahlungen des Himmels. Sogar die aufgehende Sonne ordnete sich dieser Technik unter (eingestellt waren drei Stufen). Darauf möchte ich nicht mehr verzichten.

Sony wirbt mit der raschen Bildfolge und Schnelligkeit beim Fokussieren. Das geht auch im RAW-Format, und zwar mit 10 B/S. Vermutlich wird das für manchen ein Grund sein, die Kamera zu kaufen. Man denke an Kinder- oder Sportaufnahmen. Es geht auch langsamer mit sechs oder drei Bildern pro Sekunde. Ein kleiner Tipp: Serienaufnahme immer auf "low" stellen und den Auslöser entweder kurz für eine Aufnahme oder länger für eine Serie drücken - sei allzeit bereit!

Fast hätte ich sie vergessen, die Panoramafunktion. Sie funktioniert, ohne dass man hinterher in einem Programm nachbessern muss. Ein Pfeil und eine "Laufbahn" geben die Richtung vor; bei der Breite kann man zwischen zwei Formaten wählen. Ich erhielt horizontal Bilder mit 8.192 x 1.856 Px. (ca. 15 Mio. Px.) und 12416 x 1856 Px. (ca. 23 Mio. Px). Wenn ich für den üblichen Bilderprint eine Auflösung von 200 dpi annehme, ergibt letzteres Format ein Bild von 23 x 158 cm. Es gibt auch ein 3-D-Panorama (nicht erprobt). Die Geschwindigkeit beim gleichmäßigen Schwenken muss man ausprobieren. Als ich zu langsam schwenkte, schimpfte die Kamrera mit mir ...

Für die Fokusnachführung gibt es drei Einstellung: Statisch, immer nachführen oder nur bei Bewegung des Objekts nachführen.

Anders als bei meiner Nikon lassen sich die Buchstaben der Dateien nicht ändern. Sie lauten immer "DSC". Es kann zu doppelten Namen kommen, wenn weitere Kameras benutzt werden. Deshalb benenne ich die Bilder beim Import in Adobe Lightroom um und stelle die Kamerabezeichnung voran, z.B. "A55-0170".

Was die Kamera sonst noch alles kann (z.B. Aufnahmeautomatiken, Szeneneinstellung - u.a. für Sportaufnahmen, Filmen, GPS), kann man im Internet lesen oder - wie ich - sich vor dem Kauf die Bedienungsanleitung bei [...] herunterladen und studieren. Automatiken brauche ich außer der Multi-Frame-Geschichte nicht.

Aus meiner Sicht kann ich keine gravierenden Nachteile feststellen, außer vielleicht, dass ich mir HDR-, Panorama- und Multi-Frame-Aufnahmen im RAW-Format und ein leises Auslösegeräusch gewünscht hätte. Die Namen der Bilddateien sollten schon in der Kamera geändert können. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau.

Für ambitionierte Fotografen liegen die Stärken der Kamera in der hohen Auflösung, außerdem im ständigen "Live View", dem Histogramm und der sichtbaren Weißabgleichfärbung vor der Aufnahme, der schnellen Serienbildfolge mit Schärfenachführung, der Multi-Frame Rauschunterdrückung, der HDR-Funktion, der leicht zu handhabenden Panoramaeinrichtung und, last not least, dem klapp- und drehbaren Display. Zu bedenken ist der Lichtverlust von einer halben Blende wegen des durchlässigen Spiegels. Allerdings erreicht die Eingangsdynamik mit knapp 9 Blendenstufen sehr gute Werte. Erst bei ISO 6.400 sinkt sie auf 8 Blendenstufen ([...] Wer Bilder für den professionellen Druck liefert, wird sich über die hohe Auflösung freuen. Unbeschnitten kommt man bei 300 dpi ohne zu mogeln auf 276 x 415 mm.

Mir fiel noch auf, dass der Zubehörschuh für Blitzgeräte etc. anders als üblich konstruiert ist.

Man sollte vor dem Kauf nachsehen, ob es die benötigten Wechselobjektive zur Alpha gibt und was diese taugen. Eine Testliste fand ich in dem Color-Foto Heft 12/2010. Ausführliche Tests sind auch bei photozone veröffentlicht. Im Sony-Forum wurde darüber geklagt, dass die Kamera bei Filmaufnahmen zu warm wird und pausieren muss. Dazu kann ich nichts sagen, denn ich filme nicht. Ich weiß aber eines: Die Alpha wird meine neue leichte Kamera für unterwegs. Damit aufgenommene Fotos sind selbst bei Ausschnitten auch für Druckerzeugnisse wie Bücher oder Kalender geeignet.
review image
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am 7. Januar 2011
Hallo,

nachdem ich hier soviel Kritik an dieser doch außergewöhnlichen Kamera gelesen habe, möchte ich mal eine sachliche und ausgewogene Rezension einstellen.
Da das Positive für mich bei Weitem überwiegt, will ich dem evtl. unerfahrenen und unentschlossenem Leser die achso schlimmen Kritikpunkte erläutern, die hier von den vorigen Rezendenten angebracht wurden.

Ich habe die A55 auch, weiß also worüber ich rede und bin aufgestiegen von einer hochwertigen Kompaktkamera. Trotzdem fotografiere ich schon ein Jahrzehnt digital und überlegte mir diesen Kauf reiflich. Doch nun zu den Hauptkritikpunkten:

1. Videomodus: Was wird nicht alles gelästert, von Ruckeln über nutzlos und Überhitzung (alles hier gelesen!).

Zum Ruckeln: richtig ist, das unter bestimmten Situationen ein Bildruckeln auftritt. Hab das definitiv getestet. Doch nur dann, wenn schnelle Schwenks gemacht werden oder das Kunstlicht eine bestimmte Frequenz aufweist, die sich mit der Bildrate überlagert. Nun, schnelle Schwenks sind sowieso nicht zu empfehlen, da das dem Betrachter der Videos als unangenehm auffällt und dieses Kunstlichtflackern tritt naturgemäß nur bei von Kunstlicht beleuchteten Räumen und somit sehr begrenzt auf.

Zum Überhitzen: richtig ist, das bei Verwendung des Bildstabilisators die Kamera nach ca. 9 Minuten autom. abschaltet, weil der Stabi zuviel Wärme produziert. Nun, wer macht denn Clips länger als 9 Minuten ohne Schnitt? Diese Kritik kann ich absolut nicht nachvollziehen. Doch selbst längere Clips sind möglich. Erstens sollte man bei guten Videos die Kamera mit einem Stativ stabilisieren (dann muß man den Kamera-Stabi abschalten). Wer dennoch Familienclips aus der Hüfte schießen möchte, kann das halt 9 Minuten stabilisiert tun. Oder man macht Videos mit ausgeschaltetem Stabi. Man kann auch in ein stabilisiertes Objektiv (z.B. von Sigma) investieren. Dadurch ergeben sich dann Aufnahmezeiten von ununterbrochen fast einer halben Stunde (!).

Zur nachgeführten Schärfe: Außer Panasonic (mit der GH1 und GH2, jedoch durch kleinere Sensorgröße schlechtere Standbilder und sauteure, videooptimierte Objektive) bietet kein anderer Hersteller einen so schnellen AF im Videomodus. Wem das nicht reicht, kann doch auch manuell fokussieren, einfach Schalter auf MF und los gehts! Wer hier die Videos an 2 Meter Leinwand projektiert und sich über die Schärfe aufregt, dem sei gesagt, das wir hier über eine gehobene Einsteigerkamera reden!!! Leute, was erwartet Ihr denn alle?

Fazit Videomodus: für Otto-normal-Knipser das Beste, was im DSLR Einsteigerbereich geboten wird. Das bestätigen alle von mir über diese Kamera gelesenen Tests, lesen Sie ruhig im Internet nach. Natürlich bekommt man bessere Qualität woanders (Canon 5D Mk2), aber die kostet aktuell eben auch 1900 (!) Euronen, und das noch ohne Objektiv.

2.EVF, auf Deutsch Sucher. Wie hieß es hier? "Röhrenfernseher" oder "Hauptproblem"?

Fakt ist, das dieser "Monitor" doch das Beste im Moment am Markt ist. Das heißt, es werden 100 Prozent des Bildes gezeigt (bietet keine DSLR zu dem Preis), er ist hell (für mich, Internettests bestätigen das) und zeigt das Bild, welches der Sensor gerade "sieht". Für mich (und Andere) das Wichtigste überhaupt! Schärfentiefe, Änderung der Helligkeit durch Blende od. Verschlußzeit sehen Sie sofort im Sucher. Das ist der Vorteil gegenüber anderen DSLR's, wo man das Bild erst nach dem Aufzeichnen beurteilen kann. Klar es gibt eine Verzögerung der Anzeige des zuletzt aufgenommenen Bildes, aber seien doch alle mal ehrlich, diese beträgt doch nur einen Bruchteil einer Sekunde. Wer mag, kann das doch auch abstellen!

Ich lasse mir das Bild im Sucher direkt nach der Aufnahme anzeigen, kann es sofort vergrößern und beurteilen, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen (evtl sogar löschen). Für mich ein Vorteil, wers nicht mag nimmt die Kamera vom Auge, das Display schaltet automatisch ein und man beurteilt es halt dort. Dann schaut man wieder in den Sucher, das Display schaltet automatisch ab und der Sucher ein und fotografiert weiter. Das soll kompliziert sein?
Bei schnell benötigten Bildern kann man diese Anzeige abschalten und hat sofort, also wirklich sofort wieder das Sucherbild.

Fazit: Für Otto-normal-Knipser empfehlenswert, da er normalerweise keine Ahnung von Blende und Verschlußzeit hat, mögliche Fehler aber sofort sehen kann.
Wem das nicht zusagt, nun dann gibts ja andere Kameras (mit optisch schlechteren Suchern in dieser Preisklasse, welche auch keine Aufnahmerückschau bieten).

3. Blitzen. Bemängelt wird eine Auslöseverzögerung.

Getestet an meiner Cam und einer im Saturn. Hab mit Kamerablitz eine Verzögerung von einem Bruchteil einer Sekunde, Serienbilder mit externem Blitz sind mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde ohne Verzögerung möglich (von mir mit Metz 44 getestet). Mit internem Blitz werden die Meisten das gar nicht bemerken, definitiv geht dadurch kein Bild verloren. Ist das nicht schnell genug?

Längere Belichtung in beiden grünen Automodis bei Dunkelheit. Stimmt definitiv. Die Cam denkt sich hier den falschen Modus. Auf Deutsch: es ist dunkel, Sie wollen blitzen und die Verschlusszeit reicht nicht für ein unverwackeltes Bild. Eindeutig Softwarefehler. Aber, wer das Moduswahlrad eine (!) Position weiter dreht (P), befindet sich immer noch im Automodus und kann korrekt blitzen mit scharfen Bildern. Also Leute, zuviel verlangt?

Fazit Blitzen: Otto-normal-Knipser muß bei Dunkelheit das Moduswahlrad eine Umdrehung weiter drehen. Auslöseverzögerung ist für Ihn kein Problem.

Das wichtigste Kriterium einer Kamera ist die Bildqualität, da gibt es nichts dran zu rütteln. Die ist eindeutig die Beste für diese Preisklasse. Alle vorherigen Schreiber bestätigen das. Ausstattung ist auch top, mit Schwenkpanoramamodus und Multiframe bei wenig Licht kann man Fotos machen, die bei anderen, viel teureren Kameras nur mit Stativ möglich sind. Und mit ein paar Kniffen sind die o.g. Probleme einfach zu beseitigen.

Wie immer empfehle ich einen Besuch im Fachmarkt. Dort kann man alles vor dem Kauf probieren. Doch für den normalen Nutzer, besonders dem Aufsteiger aus dem Kompaktkamerabereich, ist die Kamera wärmstens zu empfehlen!
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am 4. Dezember 2010
Nachdem ich jetzt 4 Jahre mit der Alpha 100 fotographiert habe, bin ich insgesamt und mit der Bildqualität sehr zufrieden, habe jedoch einige Anmerkungen

- EVF gewöhnungsbedürftig, aber gut (hell!), überraschenderweise ertappe ich mich jedoch sowiese immer öfter über den Monitor zu fotographieren,
- das System mit dem teildurchlässigen Spiegel (und die damit verbundenen Vorteile), sprich den Verlust von 30% des Lichtes für den Autofokussensor, erkauft man sich mit höheren automatisch gewählten ISO-Werten (die man leider auch nicht begrenzen kann) und längeren Belichtrungszeiten, das sollte einem bewusst sein,
- nach dem Fotographieren wird das Bild (wunschgemäß) für eine zu definierende Zeit zur Kontrolle angezeigt, leider jedoch auch im Sucher und das kann man nicht abstellen, das stört, wenn man kontinuierlich weiterfotographieren will,
- Blitz im Automatikmodus ist verbunden mit unüblich langen Belichtungszeiten (1/60), da verwischt schnell das eine oder andere Foto,
- die letzte bekannte GPS-Position wird gespeichert und so lange für jedes neue Foto verwendet bis eine neue gefunden wird, das ist oft unsinnig (zB fotographieren am nächsten Tage zuhause in der Wohnung heisst kein Signal und das Foto hat dann den Tag vom Vortag 200km entfernt...), lässt sich leider nicht abschalten,
- Die Kamera ist vielleicht für "normale" Objektive - also nicht die Kitlinse, etwas zu klein, da passt das Handlinggefühl nicht ganz,
- die 10 Bilder pro Sekunde brauche ich nie, funktioniert aber, interessanterweise schafft meine gute und teure Sandisk 30MB/s Karte die 6 Bilder pro Sekunde nicht, sodass ich erst recht wieder uf die 3 Bilder pro Sekunde schalte. Das konnte schon meine Alpha 100...

Trotz allem bin ich zufrieden, das oftmals erwähnte knarren des Monitors bzw Kritik am billigen Plastikbody kann ich nicht bestätigen.

Ich hoffe jedoch, dass das ein oder andere wird noch mittels Firmwareupdate verbessert.
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am 2. Januar 2011
Mittlerweile konnte ich tausende Bilder mit der A55 schießen und möchte meine Erfahrungen gerne teilen (Objektive, z. T. ausgeliehen: Sony 18-55 Setobjektiv, Sony Zeiss 16-80, Sigma 17-70, Sony 70-300 G; keine Wertung der Videofunktion, da von mir nicht genutzt).

(1) Akkulaufzeit - Die A55 erinnert mich an einen rassigen Sportwagen, mit dem das Fahren zwar Spaß macht, der aber ständig an die Zapfsäule muss. Der Zweit- und ggf. Drittakku wird Pflicht. Taugt der Akku nichts, oder ist die Kamera ein ganz besonderer Stromfresser? Oder beides? Die Ladezeit des Akkus beträgt enttäuschende 4 Stunden. Bin sprachlos im Jahre 2011!

(2) Akku Design - Man kann den Akku auch verkehrt herum (um die Längsachse gedreht) einführen. Dass man falsch ist, merkt man erst, wenn es nicht klickt. Ungünstig in dunkler Umgebung und ein beklagenswertes Beispiel für wenig durchdachtes Design (Design = Form UND Funktion). Wie viele Kameras muss ein Hersteller auf den Markt bringen, um aus alten Fehlern zu lernen?

(3) Blitzproblem, Teil 1 - Der eingebaute Blitz klappt nicht weit genug nach oben (z. B. im direkten Vergleich zu meiner alten EOS 350D), das Ergebnis sind deutlich mehr rote Augen. Somit leider das nächste Beispiel für schlechtes Design an der A55 (oder war wegen des zierlichen Gehäuses keine andere Lösung möglich?). Leider ein Problem, das kein Firmware-Update dieser Welt beheben wird.

(4) Blitzproblem, Teil 2 - Die A55 ist prinzipiell eine schnelle, schnappschusstaugliche Kamera. Bei Tageslicht zumindest. Blitzt man aber (eingebaut oder aufgesteckt), wird die Kamera auf das Level einer (guten) Kompaktkamera heruntergebremst. Die Diskussionen über dieses Problem (tritt wohl an A33, A55 und A580 auf) füllt mittlerweile zig Seiten in den entspechenden User-Foren des Internets, z. B. bei dslr-forum. Diese Kamera ist mit Blitz nicht mehr schnappschusstauglich, was ich aus Dutzenden Bildern mit z. B. Kindern leider bestätigen muss. Man kann nur hoffen, dass Sony dieses Manko per Firmware-Update beseitigen kann.

(5) "Grüne" Automatik - Der Modus "Automatik" bzw. "Automatik +" ist in der jetzigen Version weitgehend unbrauchbar. Durch einen Softwarefehler stimmen Blitzsynchronzeit und Verschlussöffnungszeit in vielen Fällen, vorrangig in dunkler Umgebung, nicht überein, da die Kamerasoftware oft fälschlich auf Langszeitsynchronisation umschaltet. Das Ergebnis sind verwackelte Bilder. Ausschuss bei meiner Silvesterparty (ausschließlich mit "grüner" Automatik geblitzt) etwa 30%. Das Problem ist bei Sony bekannt, somit die nächste Baustelle fürs Firmware-Update... Wer ausschließlich mit "grüner" Automatik fotografieren will (oder es nicht anders kann) sollte von der A55 bis zur Behebung dieses Problems die Finger lassen. Im Modus "P" gibt es das Problem zwar nicht, leider haben wir hier aber immer noch mit Manko Nr. (4) zu kämpfen.

(6) Gehäusequalität - Die Kamera knarrt, wenn man den Schwenkmonitor schwenkt, sie knarrt, wenn man den Handgriff mal etwas fester zusammendrückt (z. B., wenn ein schwereres Objektiv als das Setobjektiv dran ist). Es stellt sich die berechtigte Frage nach Wertigkeit und Lebensdauer des Gehäuses (kann wohl nur im weiteren Zeitverlauf beurteilt werden).

(7) Gehäusegröße - Das Gehäuse ist unnötig klein. Bereits mit dem etwas schwereren 17-70 von Sigma, allgemein ja noch als "Standardobjektiv" bezeichnet, entstehen deutliche Unwuchten in der Gewichtstarierung. Bleibt man beim federleichten Setobjektiv, hat man eine schmucke, leichte Kamera-Objektiv-Kombination in der Hand, wählt man ein schwereres Objektiv, muss man den (knarrenden...) Handgriff zuweilen ganz schön packen. Geschmackssache, vorher bitte beim Händler ausprobieren. Das hervorragende, aber teure 16-80 von Sony/Zeiss passt vom Gewicht aber noch recht gut zur leichten A55. Das schwerere 17-70 von Sigma wirkt dagegen bereits wie ein Fremdkörper.

(8) Jetzt aber genug gemosert, es gibt ja auch viele positive Dinge an der Kamera zu erwähnen: Geschwindigkeit (ohne Blitz), insbesondere auch Verfolgungs-AF bei bewegten Objekten aller Art, Bildqualität, Bedienbarkeit, der elektronische Sucher (der mir letztlich mehr Informationen liefert, als ein optischer Sucher), die alltagstaugliche HDR-Funktion (für die man kein Stativ benötigt) sowie die Kreativfilter (insbesondere B/W mit tollem Bildeffekt). Auch das viel gescholtene Setobjektiv 18-55 möchte ich an dieser Stelle loben. Es ist besser als sein Ruf. Der visuelle Bildeindruck ist nicht schlecht, für Schnappschüsse im Familienkreis ist dieses Objektiv völlig ausreichend! Auch GPS ist toll, wenn man es denn braucht.

--- Vorläufiges Fazit---

Prinzipiell ist die A55 eine Kamera, die schnell ist, eine sehr gute Bildqualität bietet und allgemein sehr viel Spaß machen kann. Das SLT-Prinzip (kein zu bewegender Spiegel) überzeugt und bietet viele Vorteile. Das Fotografieren durchs Display statt durch den Sucher hat meine Art des Fotografierens verändert.

Aufgrund der Hauptkritikpunkte
1 - Kurze Akkulaufzeit, lange Ladezeiten
4 - Auslöseverzögerung beim Blitzen (keine Schnappschüsse möglich)
5 - Unbrauchbare "grüne" Automatik (hohe Ausschussquote bei Blitzbildern)
kann ich die A55 derzeit allerdings nicht uneingeschränkt empfehlen. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Punkte 4 und 5 durch ein Firmware-Update bald behoben werden können.

Mission Statement: Die "perfekte" Kamera gibt es nicht. Ich habe die A55 gegenüber der Konkurrenz bevorzugt, weil ich hier über LiveView/LCD-Display mit schnellem Phasen-AF fotografieren kann, was ein Alleinstellungsmerkmal der A33 bzw. A55 darstellt (die Modelle anderer Firmen müssen hierzu auf den langsamen Kontrast-AF zurückgreifen oder mit dem Spiegel klappern). Jeder muss die Pros und Contras nach eigenem Bedürfnis abwägen, und diese Fähigkeit der A55 war für mich eben ausschlaggebend.
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am 3. April 2011
Da ich aus meiner Minolta-7D/Alpa550-Zeit noch ein umfangreiches Objektivsortiment besitze, habe ich mir die Alpha 55 zusätzlich zu meiner PEN für hochwertige Aufnahmen zugelegt. Der Body ist zwar Sonyplastik, liegt aber gut in der Hand. Die Bedienelemente sind sehr gut zu erreichen, die Menuführung ist durchdacht und gut nachvollziehbar. Der Sucher reißt einem nicht vom Hocker, das Display hingegen ist ausgezeichnet und sehr variabel da schwenk-und drehbar einsetzbar. Bei permanent LiveView brauche ich den Sucher sowieso kaum. Das Kit-Objektiv kann die Kamera zwar nicht ausreizen, liefert aber dennoch zufriedenstellende Ergebnisse. Hier ist das Tamron 17-50 mit 2.8 eine sehr empfehlenswerte Alternative. Der AF ist SENSATIONELL, ebenso die Bildqualität- *****plus! Das beste, was mir im DX-Format bisher untergekommen ist. Das Menu lässt so viele verschiedene Einstellungen und Filter zu- es macht einfach nur großen Spaß mit ihr Fotos zu machen. Panorama, Serienbilder ( 10 ), Makro und HDR auf Knopfdruck- was will man mehr. Das GPS funktioniert problemlos und sicher. Der Akku hat zwar nicht die längste Laufzeit, kann aber durch Fremdhersteller ( mit Chip ) ergänzt werden. Der eingebaute Blitz fährt hoch genug aus und liefert mit einem kurzen Objektiv gute bis sehr gute Leistungen. Bei einem längeren Objektiv brauche ich einen externen Blitz, da sonst Schatten auf dem Foto entstehen. Wer Sony wegen des Preises meidet, kann beruhigt zu Metz greifen. Full-HD-Movies haben eine ausgezeichnete Qualität. Das Wärmeproblem greift bei mir nicht, da meine Clips selten länger als 1 Minute sind. Außerdem benutze ich ein Tele mit OS für Naturaufnahmen, da kann ich den internen OS ausschalten und kann dann problemlos über 20 Minuten filmen. Bei der Nachbearbeitung und Verwaltung liefert die Software sehr gute Möglichkeiten. Mit NX, Photoshop und Lightroom kann man natürlich die Ergebnisse noch steigern. Als Speichermedium setze ich einen 16GB-Sonystick mit einer Transferrate von größer 30MB ein- SDHC ist auch möglich ( aber nur ein Einschub ). Meine ersten Ausdrucke im DIN-A4-Fotopapier mit meinem PIXMA 4700 lösen einfach nur Begeisterung aus! Momentan gibt es wegen der Ereignisse in Japan zunehmend Lieferengpässe bei Hersteller und Zulieferer, daher nicht noch länger warten. Uneingeschränkt empfehlenswert bei diesem Preis !

Nachtrag: Da Akkus von Fremdherstellern scheinbar Probleme bereiten- ein Tipp:
Es liegt an der Bauweise, der Länge! Hier scheint es eine minimale Abweichung zu geben. Nehmt eine alte SIM-Karte und legt diese lose vor dem Schließen des Akkufachdeckels auf den Akkuboden des Fremdakkus und das Problem ist gelöst! Oder kauft euch für 60 Euro das Original- spart die SIM-Karte. Das kann jeder selbst entscheiden. Zum Schluss: Die Kamera bereitet immer noch großes Vergnügen und macht hervorragende Bilder und Videoclips. Wenn man ein Objektiv mit Stabilisator bzw. Stativ verwendet, kann man den internen Stabi abschalten. Das Hitzeproblem hat sich dann erledigt.
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am 13. April 2011
Sehr gute und schnelle Kamera mit vielen innovativen Features !

SLT-Prinzip
Besonderheit der a55 ist der feststehende, halbdurchlässige Spiegel (SLT). Dadurch kann auch im LiveView (also wenn Display als Sucher verwendet wird) und beim Filmen das (DSLR übliche) schnelle Phase-Detect-Autofokus-System eingesetzt werden. Dadurch das der Spiegel zum Auslösen aber nicht weggeklappt werden muss (wie sonst bei DSLRs), können extrem schnelle Serienbildfolgen erzielt werden was Sony für ein paar weitere Gimmicks nutzt.

Sucher
Da der halbdurchlässige Spiegel nicht genug Helligkeit für einen optischen Sucher hergibt, kommt ein elektr. Sucher zum Einsatz.
Nachteil: Beim schnellen Schwenk Schlieren auf.
Vorteil: groß, hell, zeigt Informationen die ein klassischer optischer Sucher nicht zeigen kann. So kann man auch Bilder gleich im Sucher prüfen und weitere Infos können eingeblendet werden (wie im Liveview auch.)

Display
Klapp/Schwenkbar. Displays die man nach links rausklappt find ich zwar besser, aber das Display ist groß, sehr gute Auflösung, Helligkeit regelt sich autom. je nach Umgebungslicht.

Bildqualität
Top, auch Rauschen bei hoher ISO. Details und Bilder
*Links wurden gelöscht*, einfach googlen nach "dpreview.com", "dcresource.com", imaging-resource.com"
Lt. einschlägiger Testberichter locker auf dem Niveau von Nikon oder Canon. Dynamikumfang sogar besser. Glaub ich einfach mal. Allerdings liegt die Belichtungsmessung manchmal nicht ganz optimal, das war bei meiner Canon irgendwie Idiotensicherer.

Besonderheiten:

Schwenkpanorama
Einfach Auslöser gedrückt halten und Kamera dabei schwenken. Die Einzelbilder werden autom. in der Kamera zu einem Panorama zusammengefügt. Geht auch hochkant, z.B. um große Gebäude aufzunehmen. Funzt erstaunlich gut und sehr einfach.

HDR-Funktion
Neben der üblichen Dynamikbereichsoptimierung kann die a55 auch echte HDR Aufnahmen Kamera-intern erstellen. Dazu werden 3 unterschiedlich belichtete Bilder übereinandergelegt und verrechnet. Ich hab aber noch keinen Anwendungsfall gehabt wo mir das geholfen hätte.

MultiNR-Noise Reduction
Auch hier werden 3 Bilder schnell hintereinander aufgenommen und zu einem verrechnet, diesmal aber um das Rauschen bei hohen ISO-Werten zu mindern. Das Ergebnis ist sehr gut. Wichtig ist allerdings das sich das Motiv nicht bewegt. Die ISO-Empfinlichkeit kann so auf ISO12800 gesteigert werden (bei voller Auflösungm, also 16MP)!

Serienbilder
Der Superschnelle Modus liefert 10 Bilder/sec, AF-Nachführung ist dank SLT möglich, ISO, Blende und Verschluszeit werden aber stets autom. gewählt. Mir ist daher der normale Serienbildmodus lieber. Hier man man zwischen 3 und 6 Bildern/Sekunde wählen. Das ist immer noch sehr schnell und man hat vollen Einfluss auf ISO, Blende und Verschlusszeit !

Autofocus
Prinzipbedingt kann die a55 den schnellen Phasendetekt-Autofocus auch für LiveView nutzen. Super! Hat übrigens 15 AF-Felder, davon 3 Kreuzsensoren, die Gesichtserkennung hilft (angeblich) bei der Belichtung, fokussieren kann die nicht. Da ist sie halt doch eher klassische DSLR.

Bedienung
Ich vermisse eine Programm-Shift-Funktion und in den Auto- und Scene-Modi kann man wenig selbst eingestellen, daher nehme ich eigentlich immer P oder A - Modus. Blöd ist auch das der gewählte ISO-Wert nicht im Display angezeigt wird (erst nach der Aufnahme).
Außerdem wählt der Auto-Modus (wenn er den Blitz zuschaltet) manchmal eine ungewöhnlich geringe Verschlusszeit. Das ist zwar sicher gut gemeint um die gemütliche Stimmung nicht wegzublitzen", nur wenn sich das Motiv bewegt nicht sonderlich hilfreich. Ein Grund mehr immer mit P-Modus zu knipsen.
Die wichtigsten Funktionen sind per Fn-Taste aufzurufen und werden übersichtlich seitlich vom Bild angezeigt. Das ist absolut perfekt. Umso dummer nur, das man diese Ansicht nicht auch für den Sucher zur Verfügung hat, technisch wär`s ja kein Problem.. Hier kann man die Fn-Taste drücken, dann sieht man es auch bzw. kann ja auch gleich einstellen.

GPS
Hielt ich das vorher für total überflüssig finde ich es inzwischen doch schon faszinierend. Vor allem die Genauigkeit. Erstaunlich. Absolut dämlich ist allerdings, dass bei nicht-vorhandenen GPS-Empfang einfach die letzten GPS-Koordinaten übernommen werden. In diesem Fall sollte besser nichts eingetragen werden! Lieber keine GPS-Daten im Bild als falsche! Das ist mein dringendster Wunsch für ein Firmware-Update!

Software
Ich benutze nach wie vor meine alten Programme und Sortiermethoden, super Tool ist übrigens Picture Information Extractor (Freeware). Der RAW-Konverter von Sony ist nützlich, hier kann man aus mancher schlechten Aufnahme noch was rausholen. Um die EXIF-Daten und GPS-Referenzen auszuwerten ist mir der PIE lieber als das Sony-Tool.

Bedienungsanleitung
Anfängern sei ein gutes Buch (z.B. DigitalPro-Line-Serie von Databecker) angeraten. Die Anleitung reicht da nicht!

Akku
Der Akku ist nach einem Tag intensiver Nutzung erschöpft. Das ist sehr wenig. Ersatzakku sinnvoll.

Objektiv
Das Kit-Objektiv 18-55 ist natürlich nur ein Überganszustand. Ich hab das 16-105 von Sony, wobei ich inzwischen vielleicht eher das Sony 18-250mm nehmen würde. Beide knapp 600, als preiswerte Alternative ist das Sigma 18-200 für 200 interessant. Billig da ohne Bildstabilisator und AF-Motor, aber das hat die a55 ja beides im Body!

Alternativen
Am ehesten die Lumix GH2: AF-System noch etwas ausgefeilter, noch besser für Film, aber deutlich schlechter bezügl. Serienbildfolge, Bildqualität, und so Features wie Schenkpanorama, Multi-Frame-NR, GPS gibt's auch alles nicht.
Canon EOS600 und Nikon 5100: Bildqualität etwa gleich, aber Autofokus im LiveView deutlich langsamer als bei der a55 und o.g. Besonderheiten entfallen natürlich auch alle...
Also von daher ist die a55 eine sehr gute und echt innovative Kamera zum fairen Preis!

Update 11.07.2012:
Alternative ist ganz klar die neue a57 oder a37.
Die Bilder sind nochmal spürbar besser (rauschärmer bei hoher ISO, irgendwie schärfer), der Sucher etwas besser, durch den neuen schnellen Prozessor der auch in der a65/a77 zum Einsatz kommt ist die Bildnachbearbeitung besser und schneller.
Das GPS ist alleridings bei a57/a37 weggefallen. Da muss man nun zur a65 greifen...
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am 18. November 2011
Das hier ist eine Kurzzeitrezension und mehr ein erster Eindruck, da ich die a55 erst wenige Tage mein Eigentum nennen darf.
Fangen wir Schritt für Schritt an.

Ergonomie und Haptik:
Die Kamera ist klein, meine Hände sind groß. Klavierspieler-, nicht Fleischhackergroß. Ein wenig Skepsis war also vorhanden, hat sich aber schnell in Luft aufgelöst. Während die a55 relativ kleine Dimensionen aufweist, ist der Griff wunderbar bullig ausgefallen und liegt selbst in meinen Händen gut.
Das Gewicht ist angenehm - sehr leicht, trotzdem schwer genug um sich immer daran zu erinnern, eine richtige Kamera in der Hand zu halten.

Das Plastik ist hochwertig und fühlt sich erstaunlich gut an.

Die Bedienelemente sind großteils gut angebracht. Abstriche muss man hier meines Erachtens beim Stellrad machen, das im 90°-Winkel vom Gehäuse absteht. Das war bei meiner Canon besser gelöst, da dort das Rad nach oben steht und somit besser erreichbar ist. Mir wäre hier alternativ lieber gewesen, wenn Sony das Rad weiter unterhalb des Auslösers angebracht hätte. In der jetzigen Position ist es für mich weder mit dem Zeige- noch dem Mittelfinger ideal erreichbar. Aber mit der Zeit werde ich mich dran gewöhnen.

Die Menüführung ist durchdacht und dürfte ab einem IQ von 70 (Richtwert) keine Probleme machen.
Leider kann man keine Favoriten definieren wie das bei Canon der Fall ist.
Andererseits sind die Funktionen auf dem Fn-Knopf so gut gewählt, dass einem das rein gar nicht fehlt.

Mitgelieferte Software:
Angeblich umfangreich. Keine Ahnung. Fotos gemacht, in Lightroom importiert, fertig. Mehr brauche ich nicht.

Displays:
Das rückseitige Display ist wunderbar. Hell, kontrastreich, sehr nah an den wirklichen Farben dran. Informationen lassen sich nach Belieben ein- und ausblenden, allerdings nicht frei definierbar.
Ich muss aber sagen, dass Sony hier eine sehr gute Vorauswahl an Optionen getroffen hat.

Der eigentlich Witz an der Sache ist aber der elektronische Sucher (EVF), und an dem scheiden sich die Geister.
Ich persönlich liebe ihn!
Die Auflösung ist so gut, dass man nie das Gefühl hat, nicht durch einen optischen Sucher (OVF) zu schauen.
Dazu kommen dann halt Zusatzinformationen, die kein OVF bieten kann.
Die elektronische Wasserwaage im Display ist schlicht und ergreifend genial und außerdem schneller als ich dachte und die Abweichungen von der Realität so verschwindend klein, dass ein manuelles Nachdrehen später im digitalen Workflow überflüssig wird.
Es lassen sich nach Belieben Drittel- und Querlinien im EVF einblenden, eine Funktion, die logischerweise kein OVF bieten kann.
Außerdem bietet der EVF gegenüber einem OVF den Vorteil, wirklich WYSIWYG zu sein - man sieht, was der Chip aufnimmt und muss sich nicht auf spekulative Histogramme verlassen.

Negativ stößt mir lediglich auf, dass Sony der Meinung ist, dass dem Fotografen die automatisch gewählte ISO-Einstellung egal sein muss. Die wird nämlich leider vor dem Auslösen nirgends angezeigt!
Ich hoffe, dass das per Firmwareupdate nachgeholt wird.
Ein weiterer Kritikpunkt wäre hier für mich auch, dass bei Langzeitbelichtungen die verstrichene Zeit nirgends eingeblendet wird, man also zwangsläufig eine Stoppuhr in welcher Form auch immer dabei haben muss. Das kann Canon sogar bei der nicht mal halb so teuren 1000D besser.
Aber: Auch das ließe sich per Firmware korrigieren.

Bildqualität und Bedienung:
Hier punktet die a55 ohne Einschränkung.
Der Sensor holt aus jedem Glas das heraus, was das Glas liefern kann, die Schärfe ist gigantisch, die Farbtreue großartig.
Rauschen ist bis ISO 800 kaum wahrnehmbar, bei 1600 setzt es dann langsam ein, ist aber sehr gutmütig und problemlos per Lightroom (o.ä.) herauszufiltern.
Auch ISO 3200 stellt noch kein Problem dar.
Ab 6400 kippt die Sache langsam - dabei muss man aber immer im Auge behalten, von welcher Preisklasse wir hier reden. Ja, eine 7D rauscht weniger. Kostet dafür aber eben auch ein Vielfaches.
Für vergleichbares Geld ist mir keine Kamera bekannt, die bei hohen ISO ähnlich rauschfrei wäre.

Für mich einer der Gründe, die a55 zu kaufen, war neben meiner Verspieltheit, die Sony voll bedient, und der exzellenten Bildqualität, die schnelle Serienbildfunktion.
Bis zu 10 Bilder pro Sekunde. In dieser Preisklasse. Das muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen.
Bei der vollen Burstgeschwindigkeit nimmt die a55 einem leider einige Einstellungen aus der Hand - es gibt aber auch noch die Option, auf 6 respektive 3 FPS runterzuschrauben, wobei man dann die volle Kontrolle über alle Einstellungen behält.
Es ist ganz ehrlich beeindruckend, mit 10 FPS aufs Motiv zu halten. Die Sony klingt konstruktionsbedingt (kein Maschinengewehrspiegel) zurückhaltender als vergleichbare "echte" SLRs, was ich persönlich aber eher als vorteilhaft empfinde.

Ich muss auch der Einschätzung von dpreview widersprechen bezüglich der Verwendbarkeit des Modus mit 10 FPS.
Ja, die Darstellung im EVF wird zur Diashow. Aber zu einer verdammt schnellen Diashow, eben mit 10 Bildern pro Sekunde.
Die Sony stellt nämlich nicht das Livebild dar, sondern das jeweils letzte geschossene Bild.
Klingt übel. Ist es aber nicht, denn wir reden hier von einer Verzögerung von 1/10 Sekunde! Das ist kaum wahrnehmbar.
Selbst mit einer Canon 1D ist es nicht wirklich leichter, bei voller Burstgeschwindigkeit dem Objekt zu folgen, da bei jeder Bewegung des Spiegels die Sichtlinie unterbrochen wird.
Das hat Sony in meinen Augen wirklich gut gelöst.

Der Zwischenspeicher ist übrigens nach minimal über 20 Bildern (RAW, ich fotografiere nicht in JPEG) voll und wenn man nicht aufpasst und die komplett ausnützt, dann ist die Kamera für ca. 45 Sekunden nicht ansprechbar, weil sie den Puffer auf die Karte schreibt.
Das klingt jetzt auch wieder ganz furchtbar, ist aber verständlich - hier wird fast ein halbes Gigabyte an Daten transferiert.
Wenn man aber kurz vor Erreichen des Limits mit der Serie aufhört, lässt die a55 sich während des Transfers vom Puffer auf die Karte ganz normal weiterverwenden.

Features und Spielkram:
Das GPS funktioniert erstaunlich gut und stellt sich recht schnell ein. Kein Vergleich zu meiner kompakten Samsung.

Der Zusatzmodus "Auto HDR" funktioniert leider nicht in RAW, liefert allerdings auch keine Ergebnisse, die ihn mich vermissen lassen. Das Ergebnis dieses Modus ist einfach sehr verwaschen.

Gut hingegen ist die Funktion, bei hohem ISO sechs Bilder in Folge zu machen und die Kamera dann viel vom Rauschen rausrechnen zu lassen. Die Ergebnisse sind beeindruckend, leider aber auch nur in JPEG erhältlich.

Sweep-Panorama brauche ich nicht, das ist meiner Ansicht nach Spielkram. Hab's aber kurz getestet und die Ergebnisse waren ansprechend.

Der Autofokus ist extrem schnell und präzise. Eine positive Überraschung, ganz so gut hätte ich mir das nicht erwartet.

Die Belichtungsmessung arbeitet außergewöhnlich gut. Blown Highlights kommen nur mehr unter extremsten Bedingungen vor, aber dann muss sowieso die manuelle Korrektur ran. Mir ist aber ebenfalls keine Kamera bekannt, die in solchen Situationen nicht ebenfalls Belichtungsfehler machen würde.

Video:
Fällt bei mir unter "Nice to have", die Bildqualität ist aber im Kontext des verlangten Preises außergewöhnlich gut. Der Fokus wird relativ weich und sehr präzise automatisch nachgeführt - die Konkurrenz wird staunen.

Fazit:
Meine Rezension ist schon lang, hätte aber noch wesentlich länger ausfallen müssen um der a55 gerecht zu werden.
Die Sony a55 liefert sowohl in der Pflicht (essenzielle Funktionen wie Bildqualität, Autofokus etc.) als auch der Kür (Spielkram wie GPS) extrem viel für das was an Geld verlangt wird.

Sony hat mit der a55 etwas in den Ring geworfen, und das ist definitiv kein Handtuch.
Canikon müssen sich warm anziehen und jetzt ordentlich nachlegen bzw die Preise massiv senken um nicht das Nachsehen zu haben.

Für jeden Nichtprofi (der sowieso Vollformat braucht) ist die a55 eine absolut uneingeschränkte Kaufempfehlung.
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am 13. April 2011
Da schon ausreichend zur Kamera geschrieben wurde, hier nur ein kurzes Statement:

1. innovative Kamera:
Ich habe eine Weile gesucht; die Kamera sollte schnell sein, zeitgemäße Features haben, sich universell einsetzen lassen und auch urlaubstauglich sein. Mit der geringen Bodygröße und dem geringen Gewicht, der umfassenden Ausstattung (auch Full HD Video) und dem GPS erfüllt sie meine Erwartungen voll.

2. mit einem Bug:
TTL / ADI Blitzen gibt es nur mit einer Auslöseverzögerung - lt. Sony bislang ein nicht behebbarer Umstand - sehr schade (betrifft alle A33/A55 Modelle). Blitzaufnahmen mit internem oder externen Blitz können also nicht für Schnappschüsse oder sportliche Bedingungen eingeplant werden. Einzige Möglichkeit wäre mit manueller Einstellung zu blitzen, allerdings ergibt sich dabei:

3. ein Nachteil:
da die Kamera nur über elektronische Sucher verfügt, sind z.B. Blitzaufnahmen mit manuellen Einstellungen nur sehr schlecht möglich; bei schwachen Lichtverhältnissen und für die Blitzaufnahmen manuell eingestellten Belichtungsparametern bleiben Sucher und Display dunkel - oder besser bemerkt, man sieht nichts mehr. Auch sonst führen lichtschwache Bedingungen zu schlechteren Darstellungen in Sucher und Display.

Wenn man damit leben kann, im Falle der Blitzlichtfotografie generell nur einen TTL oder ADI kompatiblen Blitz verwendet, dann kann man sich jedoch über eine gute bis sehr gute Bildqualität erfreuen.
Grundsätzlich gilt auch bei dieser Kamera: höhere Sensorauflösungen erfordern auch bessere Objektive. Mit Universalzoom- oder Standardzoom-Objektiven muss man sich auf mehr oder weniger Kompromisse einstellen - insbesondere den mitgelieferten Kitoptiken. Um das Potentiel der Kamera auszuschöpfen, lohnt es sich, sich Gedanken über Sony-Zeiss oder G-Objektive zu machen.
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am 20. Januar 2011
also, auch wenn meine rezension unter all den guten rezensionen unterzugehen droht, fühle ich mich aufgrund mancher (bescheuerten) rezension genötigt meinen senf auch dazu zu geben.
diese kamera ist mit sicherheit eine der besten slr (slt) kameras die es zur zeit zu kaufen gibt. nicht nur die fotos werden hervorragend, aufgrund der vielen verschiedenen einstellungsmöglichkeiten gibt es wochenlangen "spielspass" für technik und fotografiebegeisterte. also fotos sind super, die vorteile von in-camera HDR und panorama und GPS in verbindung mit iphoto....... lässt keine wünsche offen. wer GPS in verbindung mit iphoto schonmal verwendet hat (und sich zudem ein bisschen vom heimischen dorf entfernt hat...) der lernt den gps empfänger zu schätzen und der kann auch nicht begreifen wie manche canon und nikon fanatiker immernoch 200 euros extra für einen klobigen aufsteck-gps empfänger bezahlen.....(bescheuert)

zu genanntem problem mit zu langer verschlusszeit bei nachtportraits kann ich nur sagen: ja es existiert, aber wer das weiss, der wird einfach in p oder a modus wechselnd und die sache hat sich... ghosting ist bei mir bisher nicht aufgetreten und ja - ich habe schon sternenhimmel fotografiert - alles kein problem...

auch wenn sich jetzt leute aufregen werden-- ja, ich habe dies kamera auch und vor allem wegen der videofunktion gekauft. in diesem bereich kann die kleine sony a55 mit einem lichtstarken objektiv locker die hochgelobte canon 5D mkII vom schemel stossen - wenn die kamera selbst fokussieren kann, bleibt dem kameramann viel mehr kreativer gestaltungsraum. schwenks werden dann auch beim ersten mal gut.... sony hatte echt mut diese kamera mit halbdurchlässigem spiegel zu bauen (das canon und nikon lager spottet ja auch in den höchsten tönen) aber früher oder später wird sich herausstellen wie kleinlich diese argumente sind. jeder der jetzt noch zweifel hat soll sich folgendes video anschauen welches ich and einem kalten mittwochmorgen für einen freund gedreht habe.... [...]

ich muss jedoch auch anmerken: ja die kamera wird warm wenn supersteadyshot angeschaltet ist und ja, der stromverbrauch ist enorm. da ich jedoch nicht eine halbe stunde den gleichen sch**ss filmen will, (bei 17MB pro sekunde!!!) ist das für mich absolut kein problem..
das die bildqualität des codecs nicht gut sein soll hab ich auch irgendwo gelesen, das is natürlich völliger blödsinn, im gegenteil, ich bin froh das sony nicht wie canon den vollen motion jpeg datenschwulst anwendet wie canon! dass ist enorme speicherverschwendung!!. desweiteren hab ich gelesen das die videoqualität so schlecht sein soll (stichwort: stroboskop) -- das is natürlich auch völliger schwachsinn, wenn man etwas schlechtmachen will dann ist das ja immer ganz einfach, einfach mal die sau raus lassen....

Fazit: kann diese kamera nur wärmstens empfehlen (allerdings nicht mit kitobjektiv sondern mit etwas lichtstärkeremobjektiv: mindestens F2.8 um spiegelreflexartige tiefenschärfe trotz crop faktor zu erhalten! meine empfehlung: tamron 17-50 2.8 zur zeit bei amazon für 299 euronen erhältlich; kann man auch im video einschätzen: [...] )

MFG humblgumbl
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am 24. Februar 2011
Preis/Leistung stimmten wieder einmal bei Amazon.
Ich stand einige Zeit vor der Wahl: Sony Alpha 55 - Canon 60D - Nikon D7000. Für mich waren nicht nur die Kompaktheit der Sony, die Bildqualität der Sony, die phantastische Panorama-Funktion der Sony, die Nacht/Dunkel-Aufnahme Möglichkeiten der Sony, die Geschwindigkeit der Sony, die GPS Möglichkeit der Sony; sondern auch der schnelle LiveView ausschlaggebend für den Kauf dieser Kamera. Zugegeben - Profis werden über das "ach so leichte Modell" lächeln, Profis brauchen wohl auch was in die Hand, Profis sieht man auch wie Sand am Meer mit ihren riesigen DSLRs herumlaufen.
Ich habe ein Modell gefunden, was viel kann, das mir Freude und gute Ergebnisse liefert und meiner Kreativität freien Lauf lässt.
Ich habe mein Top-Modell 2011 gefunden und freue mich auf eine tolle Foto-Saison.
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