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am 3. Oktober 2010
Alle Achtung !!! Wenn sich fünf monotone, schwer verdauliche Longtracks über die gesamte Spielzeit von knapp 65 Minuten erstrecken, ohne dass dabei das geringste Fünkchen Langeweile aufkommt, dann muss eine Band wie OPHIS schon verdammt viel richtig gemacht haben. Mehr noch: Die Hamburger Death/Doom-Formation legt mit seinem offiziellen Zweitling "Withered shades" eine der beeindruckensten Metal-Scheibletten des Jahres 2010 vor, welche in Punkto Intensität (!) selbst das brilliante TRIPTYKON-Debüt "Eparistera daimones" in die Schranken weist.
OPHIS sind dabei mit einer gehörigen Portion Eigenständigkeit gesegnet, bei der musikalische Vergleiche zu Acts wie MOURNING BELOVETH , ASPHYX , ISOLE, SOLITUDE AETERNUS oder OMEGA MASSIF nur als grobe Marschrichtung genannt werden müssen. Die fünf Klangkolosse von "Withered shades" klingen nämlich vor allem zu 100% nach OPHIS.
Im zähen Zeitlupentempo walzt sich das Waterkant-Quartett durch großartige Songs wie "Earth expired" , "Halo of worms" oder "Suffering is a virtue" (mit keifenden Gast-Vocals), und bietet dabei alles andere als "easy listening". Mit minimalem Einsatz das Maximale erreichen - durch Musik tieftraurige Gefühle erfahrbar machen. Das ist der große Pluspunkt dieser Scheibe. Packend, depressiv, bitterböse, alle positiven Gefühle der Welt mit einem Faustschlag vernichtend...diese Königsdisziplin beherrschen die Doom/Deather von OPHIS bis ins kleinste Detail. Das Fundament bilden dabei die tonnenschweren Lava-Riffs, die Doom-typisch auch mal minutenlang in Endlosschleife gespielt werden dürfen. Trotz aller Monotonie werden dabei immer wieder gezielte Breaks (Harmonien, majestätische Leads) "gesetzt", mit denen OPHIS ihre kompositorische Klasse voll ausspielen können. Atmosphärische Stimmungswechselbäder wie die beiden genialen Moll-Epen "Necrotic reflection" oder "The halls of sorrow" (für jede Beerdigung ein Muss!) werden dabei sooo ergreifend umgesetzt, dass der Hörer vor Begeisterung eigentlich nur noch erstarren kann, ehe ihm vor Wucht die Eingeweide zusammengeknautscht werden. Tristesse en masse - der erlösende Tunnel am Ende des Lichts.
Hin und wieder packen OPHIS dabei immer wieder rabiate Blast-Parts aus, deren ungehobelter Charme mich irgendwie an alte MORGOTH-Scheiben wie "The eternal fall" oder "Cursed" erinnert. Die aggressiven Höllen-Growls des Sängers werden dermaßen böse rausgekotzt, als wolle der gute Mann gleich eine ganze Armee blutgieriger Zombies zum Leben erwecken, um Punkt Mitternacht gemeinsam in den mächtigen Doom-Reigen einzustimmen.
Fazit: Langläufig setzt sich gern mal das Klischee durch, Doom Metal könne ja sowieso jeder spielen. Berechenbar und langweilig. Schließlich müsse man nur traurige Moll-Passagen in langsamer Geschwindigkeit immer wieder und wieder runterdudeln. OPHIS setzen auf ihrem zweiten Langeisen jedoch den beeindruckenden Gegenbeweis. Doom Metal ist was für wahre Könner - und "Withered shades" ist große Kunst. Ein pechschwarzes Meisterwerk, das gefangen nimmt. Ich bin begeistert und stelle für dieses fantastische Album gleich mal fünf handgemeißelte Grabsteine auf. Kaufen !!!
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am 12. September 2010
Es gibt gewisse Baustellen, die man sich aus guten Gründen nicht oder nicht gerne antut. Bei mir ist das der Doom Metal, der für einige Enttäuschungen in der Vergangenheit gesorgt hat. Insoweit traf Withered Shades" auf den ersten Vorbehalt, als ich mir das Promoblättchen zu Gemüte führte. Der nächste Gedanke, der mir kam, war, dass es sich wohl um schwere Kost handeln wird, da sich die Spielzeit von über einer Stunde auf ganze fünf Tracks verteilt. Zähe Doom-Monster sind für mich der personifizierte Albtraum und Withered Shades"...ein Album, dass meine Erwartungen deutlich übertroffen hat. Obwohl die Band aus Hamburg bereits seit neun Jahren besteht und mit dem neuen Album erst ihr zweites Langeisen auf den Markt geworfen haben, kann man deutlich die Qualität der Musiker und das richtige Gespür für eine feine Doom/Death-Mischung heraushören. Wie es sich für eine derartige Scheibe gehört, brodeln die Songs mit unterschwelliger Eruptionsattitüde im schleppenden Midtempo und verzücken mit leichten Temposteigerungen bis hin zu einer Art Vollgasfahrt ('Earth Empired'). Man hat nicht den Eindruck, dass Ophis das Genre revolutionieren wollen, vielmehr liegt der Grund, dass Withered Shades" eine enorme Wirkung entfaltet und das Gefühl auslöst, als würde es einen förmlich umblasen, in seiner Stringenz, die mit einfachsten Mitteln erreicht wird. Orientiert am Doom der frühen 90er erzeugt man perfekte Stimmungen, die durch schwere Gitarrenriffs und hasserfüllten Grunts wie eine tonnenschwere Wand wirken und ihre bedrohliche Wirkung entfalten. Dass man bei der endzeitlichen Stimmungslage nicht hektisch agiert und urplötzlich das Gaspedal durchdrückt, versteht sich für Ophis quasi von selbst. Ein kleiner melodischer Einschub als Vorbereiter für den Aufgalopp der Gitarren kommt wie gerufen und zur richtigen Zeit, doch der Gedanke, dass sich 'Necrotic Reflection' zu einem mitreißenden Groover entwickelt, wird schnell wieder eingeholt. Alles in allem kann ich konstatieren, dass auch im Doom Metal Bereich Perlen vorhanden sind, die gehört werden müssen und den manchmal doch recht eintönigen Alltag eines Rezensenten zu beleben wissen. Wer an dieser Monsterscheibe vorbeigeht, dem ist nicht mehr zu helfen. Unbedingt reinhören, denn Withered Shades" wird euch umblasen und seine Wirkung auch beim zweiunddrölfsigsten Umlauf entfalten!
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