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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
15
4,6 von 5 Sternen
Great Expectation
Format: Audio CD|Ändern
Preis:15,06 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 17. September 2010
Was für ne angenehme Überraschung! Aber der Reihe nach: Eine Pirsch durch den Secondhand-Laden meines Vertrauens, und da erspäh ich eine CD, auf deren Cover fünf alte Herren mit ihren Instrumenten auf einer Südstaaten-Veranda versammelt scheinen, die aussehen wie die Patenonkel von Mance Lipscomb und Compay Segundo, irgendwo direkt aus den Cajuns oder dem Weichbild von New Orleans eingetroffen. So scheint es.
"The Jolly Boys" -- noch nie gehört, den Bandnamen. Erster Gedanke: So wie die aussehen, m ü s s e n sie gut sein. Eine Rasselbande, die längst das Rentenalter erreicht hat. Dann ein Blick auf die Rückseite: Soeben erst erschienen, und schon im Secondhand gelandet? War da jemand enttäuscht, weil er dasselbe dachte wie ich? Egal; das Teil wird mitgenommen. Das Booklet verheißt Gutes: Die Instrumente sind steckdosenunabhänig: Percussions, Gitarren, Congas, Banjos... und außerdem bin ich inzwischen einfach furchtbar neugierig, was diese fidelen Herren mit den musikalischen Visitenkarten von Johnny Cash, den Rolling Stones, den Doors, den Stranglers, Amy Winehouse und noch einigen anderen vorhaben.
Daheim merke ich nach den ersten drei Takten, dass ich mich mit meiner musikalischen Einordnung saftig geirrt habe. Das jedoch begeistert mich wie nix Gutes, denn sowas wie das hier habe ich noch nie gehört. Man könnte glauben, alte Blues-, Zydeco- und Bluegrass-Haudegen hätten den Reggae entdeckt und probierten diese Neuentdeckung mit dem vereinigten musikalischen Können eines halben Jahrhunderts an Gassenhauern aus, die man normalerweise in ganz anderen musikalischen Schubladen suchen würde, als da beispielsweise wären: "Golden Brown", "Do It Again", "Riders on the Storm", "Ring of Fire", "Rehab", "You can't Always Get What You Want" oder "Nightclubbing" -- um nur einige zu nennen. Die Jolly Boys spielen altgediente Klassiker ein, als wären die gerade eben extra für sie geschrieben worden. Keine falsche Ehrfurcht, kein biederes Nachspielen, und erstrecht keine krampfhafte Pseudokreativität auf Teufel-komm-raus. Und nicht nur dem Chef und Sänger Albert Minott hört man das Rentenalter an, und zwar aufs Angenehmste: Er macht sich's gemütlich, ohne je trottelig zu werden... "trottelig"?! -- Von wegen! Minott ist ebenso quietschfidel und musikalisch auf dem Quivive wie seine Mitstreiter. Die können alle miteinander nicht nur unglaublich viel, sind nicht nur jahrzehntelang aufeinander eingespielt, nein -- denen macht's ganz einfach einen Heidenspaß, das hört sogar ein Tauber.

Inzwischen bin ich natürlich schlauer als vorgestern; die englische Wikipedia und die Homepage der Jolly Boys teilen Wissenswertes mit und wissen noch viel mehr als nur, dass Errol Flynn ihr ergebener Fan war. Seit Neustem weiß ich sogar, dass es seit den 30er Jahren einen jamaikanischen Musikstil namens Mento gibt, eine Vorform des Reggae, der die afrikanischen Wurzeln noch deutlich anzumerken sind. Steht jedenfalls so da. Ich finde meine Beschreibung aber auch nicht schlecht, in aller gebotenen Bescheidenheit. Mit Reggae kann ich nämlich nicht so recht warm werden, da scheint mir das nötige Gehör abzugehen, um Nuancen unterscheiden zu können. Aber mit Blues in all seinen Varianten und Spielarten kann ich was anfangen.
Und genau deswegen hab ich mich in diese CD auf Anhieb verliebt: Blues-Harmonien im Reggae- und Ska-Rhythmus, während die Besetzung der Band samt ihren Gastmusikern schonmal an Bluegrass, Zydeco oder Ragtime erinnert -- je nachdem, welche Instrumente gerade das Sagen haben.
Für Abwechslung ist gesorgt, und doch hört sich das Album vom ersten bis zum letzten Takt wie aus einem Guss an.
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am 5. Januar 2011
Die Jolly Boys haben mit "Great Expectations" ein wunderbares Album vorgelegt. Nicht nur ihre großartige Version von "Rehab" (Amy Winehouse) sondern auch Titel wie "Perfect Day" (Lou Reed) zeugen vom Können und der Spielfreude der Mento-Musiker.

Umso größer die Enttäuschung über die saumäßig schlechte Tonqualität der CD: Das Album ist auf Teufel komm' raus auf maximale Lautheit komprimiert, die Bässe bei manchen Nummern masslos überzogen. Teilweise pumpt und verzerrt der Ton, daß einem übel wird. Das Interessante dabei: Das auf YouTube verfügbare Original-Video von "Rehab", das offenbar vom Label reingestellt wurde und mit ein Grund für meinen Kauf war, ist tontechnisch einwandfrei.

Vielleicht sollte man den verantwortlichen Toningeneur/Mastering-Engineer/Producer mal einige Wochen auf akustische "Rehab" schicken?
11 Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 18. November 2010
ohne witz: diese jamaikanische band wurde bereits 1955 gegründet, die typen sind alle um die 80 jahre alt und das bemerkt man an der lässigkeit und an der abgeklärtheit mit dem hier altbekannte nummern präsentiert werden.

bezüglich originalität und spielfreude ist davon allerdings nicht das geringste zu bemerken, die fahren ab und legen los, sind hungrig und gierig, leben im jamaikanischen rhytmus.

ich war etwas skeptisch, sind doch hier nummern wie "rehab" (von der ziegenimitatorin amy winehouse - halt ich im original überhaupt nicht aus) oder "riders on the storm" (ja, das von den doors - wie soll das in die karibik passen?) vertreten.

also: die alten herren haben überaus originelles zu bieten. mit gezogenem gesang und unorthodoxer spielweise drängen sie diese nummern in ihren schlapfenden kalypso-sound, setzen sie völlig neu auf und das ergebnis bleibt erkennbar aber unpackbar eigenständig.

bei steely dan's "do it again" fehlt zb. der flow, der diese nummer im original auszeichnet, aber wie selbstverständlich schleicht sich die ruppige spielweise und der gebellte und geknurrte gesang ins kopfgekröse und setzt sich angenehm fest.

die scheibe hat keine schwächen, jede nummer da drauf hat es gefühlt ja immer schon gegeben, man hat sie aber noch nie so gehört und das vorher unvorstellbare mutiert zur unangestrengten realität.

ein cover-album wie es sein soll, eine vollkommene neuinterpretation von bekannten songs, die sogar mich, der cover-alben bereits dem grunde nach ablehnt, im ansatz vom hocker gehauen hat.

einzig die tonqualität hält leider nicht das niveau, die aufnahmen klingen wie mit angehobenen bässen aufgefettete MP3-dateien. andererseits wird der sound niemals lästig und die sprühende spielfreude der jolly boys ist gnadenlos eingefangen. ich kann daher gut damit leben, sehr, sehr, sehr gut sogar!
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am 14. Dezember 2010
so, die jolly boys sind also der buena vista social club aus jamaica?! das kann ich so nicht bestätigen. den die jolly boys fahren dir in mark und bein und sind nicht nur der knüller auf jeder piraten-fete. klar, die jungs sind so um die 80 jahre alt. sie schaffen es allerdings durchgängig gute laune zu verbreiten. great expectations klingt irgendwie alt und roh, ist eber zeitlos. die instrumentierung erinnert eher an eine südstaatenband, wird hier aber eher in richtung reggae, rocksteady eingesetzt. das ganze nennt sich dann "mento" und das banjo scheppert eben im reggae-rhythmus.
für die aktuelle produktion wurde vermutlich das bassgerüst tüchtig aufgemöbelt, denn ältere aufnahmen klingen nicht so satt und groovy. tut aber keinen abbruch, es wirkt trotzdem authentisch und unverbraucht. ich beschäftige mich viel mit musik, habe stilmäßig kaum grenzen...so etwas habe ich aber noch nie gehört. die entdeckung des jahres!! erdig, ehrlich, groovy, abgedreht und wunderschön.
bei den stücken handelt es sich um gassenhauer der letzten jahrzehnte. auch wenn "rehab" als totgespielt einzustufen ist, kommt es auf dieser scheibe in einem völlig neuen (alten?) outfit daher und weiß erneut zu überzeugen. es ist übrigens eigenartig. bei jedem durchlauf der scheibe ist ein anderer song mein favorit. zuerst war es das schmissige "passenger", danach "blue monday" und jetzt bin ich auch von "perfect day" begeistert. einzig "nightclubbing" will nicht so zu mir durchdringen. vielleicht sollte ich mir das lied mal unter einnahme von rum anhören :o)
was bleibt also zu sagen? wer auf roots-music steht, wer eingeschlafene parties zu neuem leben erwecken möchte, wer bei der nächsten grillfete auch musikalisch glänzen will und wer noch weiß, wer errol flynn ist...der sollte sich die cd zulegen!....mr. lova lova
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am 24. Februar 2013
Eines vorab: diese CD ist ein Juwel neben all diesen Casting Elaboraten und Polka- Titeln, die aktuell so in den internationalen Charts herum sinnlosen. Für ein Softporno Video, das bei diesen "Hits" verkaufsfördernd unter die Leute gebracht wird - dem Motto folgend "mit allen Sinnen genießen" - eignen sich die Jolly Boys ja auch nicht gerade zwingend. Ach ja - und sie spielen ihre Instrumente tatsächlich selbst! Bei uns würde man "solche Gestalten" in ein Seniorenheim stecken und sedieren, wobei ich schon so ein komisches Gefühl habe, dass man die Burschen irgendwie als zoologische Sensation zu vermarkten versucht. Aber egal: ich gehe davon aus, dass den "Stars" selbst das ziemlich wurscht sein dürfte. Es gibt auf dieser CD keinen "richtigen" Anspiel- Tipp, da jedes Stück für sich ein weiterer musikalischer Höhepunkt ist. Egal, ob Stranglers, Doors, Ami Winehouse, Iggy Pop - niemand genießt bei den Jolly Boys "Artenschutz", diese Nummern werden zu "ihren" Nummern und in ihre Welt implantiert.
Dass die Abmischung miserabel ist, wurde an dieser Stelle richtiger Weise schon mehrfach angesprochen, auch wenn ein Rezensent fachmännisch erklärt, dass das nicht an der Produktion läge, sondern dass man einfach zu blöd wäre, die CD richtig auszusteuern.
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am 31. Juli 2013
Vieles ist ja schon geschrieben worden - eine richtig schön schräge Platte, was den Gesang und das Grundkonzept (Mento-/Reggae-Versionen - altbekannter Titel, die nichts, aber auch gar nichts mit Reggae zu schaffen haben) anbetrifft. Dafür würde ich fünf Sterne geben. Was mir nicht so gut gefällt, ist das meist lieblose, poppige und aufgesetzt wirkende Schlagzeug (oder sind es gar Drum-Computer?). Hier dürfte es ruhig rumpelnder und nicht so gleichförmig zugehen - Weglassen in manchen Stücken wäre auch eine Lösung gewesen. Klanglich sicher nichts für HiFi-verwöhnte Schmankerl-Sucher, aber so schlecht nun auch wieder nicht (wie in einer Rezension beschrieben). Für das letzte Stück auf diesem Album gibt es wieder 5 Sterne. Insgesamt hörenswert und gute Laune verbreitend. Hochachtung aber vor dem Alter! Diese "Alten" hätte ich gern als Nachbarn...
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am 30. Dezember 2014
Hier wird tolle handgemachte Musik angeboten. Man merkt, dass die Freude an der Musik. Ich bin begeistert.

In einigen Rezensionen klingt die schlechte Qualität der CD durch. Hier bin ich anderer Meinung. Klar klingt es durch den Einsatz der Rumbabox als Bassinstrument anders als ein E- oder Kontrabass, eben etwas dumpfer. Aber alles in allem geht die Qualität durchaus in Ordnung. Mehr kann man hier wohl kaum erwarten. Es wäre sicherlich mal eine Herausforderung, wenn sich ein Top-Tonstudio dieser Band annehmen würde ... aber kommerziell wird es hier dann wohl schwierig!

Ein schönes Stück Musik!
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am 1. März 2011
Eine tolle Cover-CD mit bekannten Songs von so unterschiedlichen Interpreten wie Amy Winehouse über The Doors bis hin zu den Stones, die man so sicherlich noch nicht gehört hat. So schön und locker habe ich "You can't always get what you want" schon lange nicht gehört. Die älteste Band Jamaikas bringt einen Sound von ansteckender Leichtigkeit und Beschwingtheit im Vorläufer-Stil des Reggea. Ein Genuss für sich ist auch die herrliche Aussprache der engl. Texte. Die Jungs sind schon über 75 und wollen jetzt noch Europa begeistern. Ich denke, mann wird noch hören von ihnen.
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am 1. Januar 2011
... der garnichtmehr so klein ist :D

Eher zufällig bin ich beim "YouTuben" auf die Jolly Boys gestossen. Auf das Video von "Rehab".
Ich finde das absolut klasse, wie hier die älteren Herren aus Jamaika Rock-Klassiker, teilweise sogar PUNK-Rock-Klassiker, auf ihre Art interpretieren.
Rhytmisch wird hier Reggea und Ska in einer ursprünglichen Art geboten. Mento und Calypso.

Würde draussen nicht so viel Schnee liegen, könnte ich mich glatt mit den Jolly Boys und ner Flasche Rum draussen in den Liegestuhl rammeln. Aber der nächte Sommer kommt bestimmt....
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am 10. Mai 2013
...vor diesen Jungs! Da steckt Lebensfreude drin! Ein "Schöngeist auf dem Ledersofa" mit High-End-Stereoanlage kann da nur staunen, mit welch einfachsten Mitteln diese Boys eine derart lebendige Musik hervor- und herüberbringen. Das muss auch dem coolsten Snob unter die Haut gehen!
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