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am 9. September 2005
Macca hat mich mit "Chaos and creation in the backyard" doch noch positiv überrascht. Die beiden zusätzlichen Lieder auf der Maxi von "Fine line" haben nicht allzu gutes versprochen. Aber das neue Album kann sich hören lassen. Einige typische (etwas langweiligere) Macca-Balladen wechseln mit schönen Liedern ab. Experimentelles wird man leider vergebens auf dem Album suchen.
Highlights und Anspieltipps (wenn man denn bald bei Amazon in das Album reinhören kann) sind: HOW KIND OF YOU (vielleicht das experimentellste Stück, wenn man von experimentell sprechen kann), AT THE MERCY (sehr rhythmisch), ENGLISH TEA (ich liebe solche old-fashioned-styled Liedchen...), TOO MUCH RAIN (nicht oft schaffen Songs es, einen aus einem "Loch" rauszuholen. Aber dieser hat das Zeug dazu!!!) und RIDING TO VANITY FAIR (der düsterste Song auf dem Album, sehr hörenswert!). Sehr interessant ist auch das 3-teilige Instrumentalstück nach 30 Sekunden nach dem letzten Lied.
Nette Pop-Songs, die sicher mit jedem weiteren Hören noch "wachsen" sind: FINE LINE (rhythmischer Pianotrack), JENNY WREN (akkustisch gehalten, erinnert an Calico Skies oder Blackbird), FRIENDS TO GO (hat Paul mit Gedanken an George Harrison gespielt), FOLLOW ME und PROMISE TO ME GIRL.
Folgende drei Songs sind mir zu seicht und lieblich und zu macca-typisch: A CERTAIN SOFTNESS, THIS NEVER HAPPENED und ANYWAY.
Insgesamt ist das Album sehr pianolastig. Ich persönlich mag es lieber, wenn Macca mit Gitarren rockt. Interessant zu wissen ist noch, dass er fast alle Instrumente selbst gespielt hat. Als Gastmusiker sind Jason Falkner, James Gadson und Pedro Eustache dabei; Nigel Godrich hat es bestens produziert.
Alles in allem ein sehr gutes Album von Macca, der meist zu unrecht unterschätzt und von Kritikern klein gehalten wird. Es ist wesentlich besser als der ganze Pop-Mist, den man leider viel zu oft in Charts findet. Mein Tipp: KAUFEN!
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am 14. September 2005
Das ist das 21.Solo-Album von Paul McCartney.Er ist mittlerweile 63 Jahre alt, weshalb seine Stimme auch nicht mehr so kraftvoll klingt, wie vor 30 Jahren.Doch auch wenn Paul sich bei einigen seiner Klassiker die Seele aus dem Leib geschrien hat (Helter Skelter,Oh Darling,Live And Let Die), so steht er doch in erster Linie für wunderschöne Balladen.Auch auf seinem 21.Album bietet er exzellente Melodien an.Was ich an "Chaos And Creation" nicht so toll finde : es ist praktisch ein reines Balladen-Album.Immer wieder ein neues, schönes, Piano-Stück, aber kein Lied ist mal richtig rockig.Also, seine neuen Lieder sind alle gut bis sehr gut, aber er hätte es abwechslungsreicher machen sollen.Vielleicht wird sein nächstes Album ja dann nur laute Rocker enthalten ? Die herausragenden Stücke dieses Albums sind sicher "Fine Line", ein flotter Pop-Song, sowie "Promise To You Girl" , dessen Harmnoniegesang verdammt wie die Beatles klingt, aber auch "Too Much Rain", der beste Song der ganzen Platte.Dann gibt es noch "Jenny Wren", ein akustisches Stück, das wie das alte "Blackbird" klingt.Fazit : als Beatles- oder McCartney-Fan oder jemand, der sein Allgemeinwissen vergrössern will, sollte man diese Platte gehört haben.Sie ist aufgrund der Unausgewogenheit nicht perfekt, aber viel besser, als das, was uns die Grünschnäbel anbieten.
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am 25. März 2006
Macca ist wohl der einzige Künstler seines Alters (Jahrg. '42), von dem alle Welt unablässig fordert, etwas "beweisen" zu müssen! Warum mußte sein genialer Partner aus den 60ern auch nur so früh zum Musiker-Olymp verduften! Lennons Oeuvre an erstklassigen Soloplatten kann man an einer Hand abzählen, für McCartney müßte man schon die Füße zu Hilfe nehmen - und nicht, weil er "dummerweise" noch lebt, sondern weil es für mich außer Frage steht, welcher Beatle der innovativste, avantgardistischste, agilste, mutigste, musisch begabteste (nur leider am wenigsten lockere) war. Auch CHAOS AND CREATION IN THE BACKYARD (welch genialer Titel!) wird zwiespältig aufgenommen, obwohl Sir Paul hier endlich LOCKER und sich von seinen üppigen Melodien TREIBEN läßt. Ein exquisites, souveränes, atmosphärisch dichtes (Achtung: Unwort!) Alterswerk, das mich zugegebenermaßen erst ganz allmählich gepackt hat. Ein Album wie aus einem Guß - sein bestes seit FLOWERS IN THE DIRT (1989) - behutsam instrumentiert (Macca spielt fast alles im Alleingang), transparent produziert (Nigel Godrich). Ich höre Anklänge an die ABBEY ROAD-Suite, die Balladen vom WEISSEN ALBUM, BAND ON THE RUN, REVOLVER, RED ROSE SPEEDWAY ... alles ist plötzlich wieder da und es fällt schwer, einzelne Stücke aus dem Kontext zu reißen. Außer natürlich JENNY WREN, eine so selbst- und stilsichere Fortführung von BLACKBIRD und MOTHER NATURE'S SON, daß man jedesmal für 3:45 min feststellen kann, wie die Zeit stehenbleibt.
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TOP 500 REZENSENTam 15. März 2009
Chaos and Creation in the Backyard ist das 21. Studio-Album von Paul McCartney und eines seiner besten überhaupt. Aufgenommen zwischen Herbst 2003 und Frühling 2005 spielte Paul auch fast alle Instrumente allein ein, darunter Bass, Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Keyboards, Blockflöte, Harmonium und Flügelhorn. Das hört man dem Album auch an, es hat eine starke Harmonie.

Es ist das erstes Studioalbum seit "Give My Regards to Broad Street", bei dem er nicht an der Produktion direkt beteiligt war. Allerdings spielt es in einer anderen Klasse als dieses.

Herausragend alleine schon die Singles "Fine Line" und "Jenny Wren", die so erfolgreich waren wie seit dem Jahre 1997 nicht mehr, aber auch qualitativ hervorragend sind.

Nach den schwächeren Alben hat Paul Mc Cartney wieder einen Meilenstein seiner Karriere losgelassen und das ganze wirkt von einer unglaublichen Spielfreude und Lässigkeit.

Nomiert für drei Grammys, darunter 'Album des Jahres'
Klasse auch das Cover. Es zeigt Paul McCartney beim Stimmen einer Gitarre und wurde 1962 im Hinterhof des Hauses in Liverpool

Vom Cover über die Musik ist einfach alles stimmig, es ist ein kleines Gesamtkunstwerk gelungen, das mich wieder einmal voll überzeugen konnte.
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am 4. Juni 2017
Eines der besten Macca Alben der Post Beatles Ära. Ein Lied wie Jenny Wrenn kann nur ein McCartney schreiben. Das gilt für den rest des Album genauso. Wenn Paul sich musikalisch nicht sich selbst überschlägt kommen grandiose Songs heraus.
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am 14. September 2005
Ich bin wirklich beeindruckt von Paul's neuestem Werk. Endlich hat er es (wieder) geschafft ein Album aus einem Guss einzuspielen. Eine nachdenkliche Grundstimmung zieht sich durch das gesamte Werk, und es stehen Klavier und verschiedene Orgeln im Vordergrund, den zuletzt eher noch die Gitarren für sich in Anspruch nahmen.
Gut, dass Paul nicht mehr zwanghaft versucht, jung zu wirken, wie auf "Driving Rain" von 2001, sondern eher an "Flaming Pie" von 1997 anschließt. "Chaos And Creation in the backyard" ist trotz seiner überwiegend melancholischen und dennoch hoffnungsvollen Stimmung nicht so poppig wie "Flaming Pie", d.h. die Lieder gehen nicht so schnell ins Ohr. Gerade deshalb gibt es aber immer wieder neues zu entdecken und wenn man sich auf die Musik einlässt kann sie umso intensiver auf den Hörer wirken. Vor allem "Friends to go" und "Too much rain" haben es mir angetan. Diese CD wird mich wohl den gesamten Winter begleiten.
Empört hat mich die Tatsache, dass der Hinweisauf den Kopierschutz mitten auf das Cover gedruckt wurde!! Warum verstehen die Plattenfirmen nicht, dass man die Leute, die sich das Orginal kaufen damit bestraft? Desweiteren läuft die CD in meinem Auto nur mit Problemen. So etwas macht mich und ich glaube auch viele andere wirklich wütend!
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am 30. September 2005
Höre mir gerade Paul's neues Werk an und lese dabei die
bereits geschriebenen Rezensionen. Noch mehrmaligen Hören
kann ich mich den positiven Meinungen nur anschliessen.
Als alter Beatles-Fan der sowohl alle Beatles-CD's wie auch
alle Solo-Werke der einzelnen Beatles besitzt, kann man
Paul und Nigel zu diesem Werk nur gratulieren.
Was erwarten die Leute von Paul, alle verschiedenen Varianten
der Rock-Musik hat Paul bereits auf seinen über 20 Solo-Alben
veröffentlicht. Doch leider waren immer wieder bei all den
Highlights auch immer wieder Songs dabei, die Lennon
nie auf ein Beatles-Album gelassen hätte. (Allerdings ist dies
Lennon auch so ergangen, auch da war nicht alles Gold was
glänzt). Doch mit "Chaos.." sind Paul Kompositionen gelungen,
die er in dieser Fülle schon lang nicht mehr abgeliefert hatte
und sind wir ehrlich, die auch keiner mehr von ihm erwartet
hatte. Umso erstaunlicher dass diesem Singvogel immer wieder
neue Songs einfallen, man könnte doch meinen er hätte bereits
jede Art von Songs schon mal geschrieben.
Genauso stellt er bei diesem Album einmal mehr seine Klasse
als Allroundmusiker unter Beweis.
Man muss "Chaos and Creation" mehrere male hören, die Songs
klingen beim ersten Mal alles andere als eingängig, vielleicht
einmal "English Tea" ausgenommen. Ich muss einem meiner
Vorschreiber recht geben, hat man das Album mehrmals gehört,
stellt man den CD-Player auf Repeat.
Glückwunsch Paul, Linda wäre stolz auf dich.
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am 14. September 2005
Paul McCartney hat mit "Chaos and Creation in the Backyard" das geschafft, was man bei vielen Stars -ob alt oder jung-schmerzlich vermisst: Er schafft es zu überraschen. Statt den erwarteten "Silly Love Songs"-Einheitsbrei abzuliefern, den viele seit Jahrzehnten von ihm erwarten, beweist er, dass man sich auch mit 63 noch einen riesen Schritt weiter entwickeln kann.
Auf seine typischen Rocksongs verzichtet Macca dabei komplett. McCartney serviert uns dafür ausgefeilte Klavier-Grooves, tolle Streicher-Arrangements (mit echtem Orchester), teils düstere Melodien und - um wieder aufs Intro zurückzukommen - einfach überraschende Songs. Dabei beweist er, dass man selbst mit minimaler Instrumentierung (oft nur Klavier, akustische Gitarre, Bass, Schlagzeug) einen umwerfenden Sound schaffen kann. Respekt an ihn - und vor allem auch an Produzent Nigel Godrich (Beck, Radiohead), der einen super Job gemacht hat.
Nur eines hat Paul mit diesem Album sicherlich nicht abgeliefert: Chaos and Creation ist keine Platte, die sich beim schnellen Durchhören erschließt. Dafür ist sie zu schrägt, komplex, anders. Nur wer den Silberling ein paar mal mehr durch den Player laufen lässt, kann die Qualität der Songs erfassen - und merkt schnell, dass McCartney eines seiner besten Alben schlechthin abgeliefert hat.
Anspieltipps: Das old-fashioned English Tea, die typische McCartney-Akustik-Ballade Jenny Wren, das skurile, aber gefühlsstarke Riding to Vanity Fair.
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am 14. September 2005
Um eines vornewegzuschicken: Die neue McCartneyplatte ist sicher eine von der Art derer, die man mehrere Male hören muss, um den Wert zu erkennen. Als eingefleischter Macca- und Beatlesfan erwartet man ja eigentlich, sofort in Begeisterung auszubrechen. Damit würde man dieser CD aber echt Unrecht tun, die wirklich absolute Knaller enthält(endlich mal wieder eine Cd,die den Geist der Beatles aufleben lässt)!
Allein schon für ,Riding to vanity fair' wäre diese Cd ihr Geld Wert,ein sehr düsterer und daher für Paul eher ungewöhnlicher Song, indem auch eine große Nachdenklichkeit zum Ausdruck kommt( ,I use the time to think about myself.'). Auch ,At the mercy' ist so ein ungewöhnlich dunkler, harmonisch hervorragender Song.
Wirklich ein Lächeln spelen einem aber besonders ,English Tea' und ,Friends to go' aufs Gesicht : Diese Lieder sind absolut ,beatleslike', ,English tea'hätte so auch auf dem weißen Album sein können (vergleichbar mit ,for no one' oder ,Rocky Raccoon'), Friends to go endlich mal wieder ein ehrliches (auch mit Gedanken an Harrisson) Guitarrenstück. Auch ,Jenny Wren'(,Tochter Blackbirds')und das Nachspiel nach,Anyway' hätte auf einem Beatlesalbum sein können.
Darüber hinaus sind auf dem Album zwei wunderschöne Baladen : ,Too much rain'(textlich hervorragend) und , How kind of you'. Nun zu den vielgescholtenen ,Fine line' und ,Promise to you girl': Wer diese Art von tempopianodominierten Stücken nicht mag, sollte McCartney nicht hören, das ist nun mal sein Stil.Auch ,follow me' ist ein einfaches, aber durchaus schönes Lied.
Um jetzt nicht den Eindruck einer Weichspülerrezension zu erwecken : ,This never happened before' und ,A certain softness' sind wahrhaftig keine Brüller. Ersteres ist eindeutig zu dick emotional aufgetragen und daher kitschig, letzteres erinnert einen irgendwie an Lieder aus nem Tangotanzkurs und passt nicht auf die Platte.Aber wer hat auf nem Album nicht mal ein, zwei Absacker?
Abschließend kann ich den Kauf von Chaos & Creation nur empfehlen, es ist wirklich die beste McCartneyplatte seit 15 Jahren (und möglicherweise auch die letzte), Macca ist immer noch der Größte.
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am 12. September 2005
Eigentlich habe ich von Macca nichts mehr erwartet. Die letzten Jahre wurde ich eigentlich immer regelmäßig enttäuscht. Aber dieses Album hat mir schon beim ersten hören gefallen. Schwächster Song ist meiner Meinung nach die Single, Fine Line. Aber How kind of you zähle ich nach einmal hören schon zu den besten Solo Songs von Sir Paul. Auch das COver ist Genial, nur hat die EMI das Copy Controlled diesmal nicht nur hinten auf das Backcover gedruckt, sondern auch vorne auf das gelungene Frontcover. Den Verantwortlichen für diese Verschandelung sollte man aufhängen.
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