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TOP 500 REZENSENTam 31. Juli 2012
Gary Taubes Buch ist im eigentlichen Sinn kein Diätbuch (okay, es befinden sich darin auch 9 Seiten einer "Kein Zucker, keine Stärke"-Diät mit immerhin 2 (!) Seiten Menü-Vorschlägen, doch geschenkt ...), sondern eher ein analytischer Text, der sich mit den Gründen der globalen Adipositasepidemie auseinandersetzt. Es hat damit (übersetzt) nicht nur den gleichen Titel wie Merschs Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird, sondern auch das gleiche Thema. Beide Bücher ergänzen sich auf fast ideale Weise, denn sie kommen - trotz grundsätzlicher Übereinstimmung bei der Bewertung von sehr kohlenhydratreichen Ernährungsweisen - zum Teil zu recht unterschiedlichen Ergebnissen und darauf aufbauend auch zu unterschiedlichen Empfehlungen (Maßnahmen).

Im Zentrum von Taubes Analyse steht die Auseinandersetzung mit dem modernen Adipositasparadigma, dass wir heute vor allem deshalb vielfach zu dick werden, weil wir zu viele Kalorien aufnehmen und uns zu wenig bewegen. Fast kriminalistisch zeigt er auf, dass dies nicht stimmen kann, denn Übergewicht korreliert sehr stark mit Armut. Auch ist es statistisch häufiger dort anzutreffen, wo man seinen Lebensunterhalt eher mit körperlicher statt mit geistiger Arbeit verdient, wo sich also schon aus beruflichen Gründen reichlich bewegt wird.

Anhand zahlreicher Untersuchungen kann er belegen, dass weder die Kalorienreduktion (fasten, z. B. FDH) noch die Bewegungssteigerung (mehr Sport bei im Wesentlichen unveränderter Nahrungszusammensetzung) irgendwelche nennenswerten Wirkungen auf das Körpergewicht hat. Denn: Die Kalorienreduktion macht träger, während Sport den Appetit anregt. Aus diesem Grund verkehrt er das moderne Adipositasparadigma regelrecht in sein Gegenteil (122): "We don't get fat because we overeat; we overeat because we're getting fat."

Und an anderer Stelle (163): "You don't get fat because your metabolism slows; your metabolism slows because you're getting fat."

Ursächlich sind für ihn vor allem hormonelle Fehlsteuerungen, die einerseits genetisch bedingt sein können, im Allgemeinen jedoch durch zu hohe Insulinausschüttungen (und die dadurch bedingten Folgen wie Insulinresistenz) aufgrund von zu hohen Kohlenhydrataufnahmen hervorgerufen werden. Konsequenterweise empfiehlt er kohlenhydratarme Ernährungsweisen, die lebenslänglich einzuhalten sind (165): "Not all of us get fat when we eat carbohydrates, but for those of us who do get fat, the carbohydrates are the blame; the fewer carbohydrates we eat, the leaner we will be."

Dieser sehr entscheidende Teil seines Buches besitzt allerdings einige Ungenauigkeiten. Denn neben dem allgemeinen Adipositasparadigma besteht in der Medizin noch ein weiteres entscheidendes (ebenso falsches) Paradigma, nämlich dass das menschliche Gehirn nur aus Glukose Energie gewinnen kann. Dieses Paradigma erwähnt Gary Taubes mit keinem Wort, obwohl es größte Bedeutung für die Übergewichtswelle hat, wie Mersch in seinem Buch präzise aufzeigt.

Beispielsweise heißt es auf S. 142: "So the correct way to think about fat tissue is that it's more like a wallet than a savings or retirement account. You're always putting fat into it, and you're always taking fat out. You get a tiny bit fatter (more fat goes into our fat cells than comes out) during and after every meal, and then you get a tiny bit leaner again (the opposite occurs) after the meal is digested. And you get leaner still while sleeping. In an ideal world, one in which you're not getting any fatter, the calories you store as fat immediately after meals during the day are balanced out over time by the calories you burn as fat after digesting those meals and during the night."

Hier übersieht er den entscheidenden Zusammenhang, dass nämlich das Gehirn der meisten (sich normal ernährenden Menschen) tatsächlich nur Glukose verarbeiten kann, der Organismus aus Fett aber praktisch keine Glukose mehr herstellen kann. Das ist der Grund, warum stark übergewichtige Menschen oftmals mitten in der Nacht mit bohrendem Hunger aufstehen und den halben Kühlschrank lehrräumen. Taubes kann das nicht wirklich erklären. Dabei hatte er im Kapitel 4 "The Significance of Twenty Calories a Day" sehr überzeugend aufgezeigt, dass bereits ein kleines Energieungleichgewicht von 20 Kilokalorien pro Tag (es werden täglich 20 Kilokalorien mehr in den Fettspeichern abgelegt als daraus wieder abgerufen werden, z. B. weil der Großverbraucher Gehirn kein Fett gebrauchen kann - Taubes bezeichnet Kilokalorien als "Calories") Menschen langfristig verfetten kann.

Gewünscht hätte ich mir noch eine einführende Zusammenfassung seiner wichtigsten Argumente und Hauptthesen, denn man liest sich doch durch recht viele Seiten, bis der Autor zu seinen Kernaussagen kommt.

Dennoch: Gary Taubes Buch ist insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, das engagiert belegt, welche fatalen Auswirkungen das unzutreffende Adipositasparadigma der Ernährungswissenschaften für die momentan lebenden Menschen und auch die nächste Generation hat. In keinem anderen Buch ist mir so deutlich vor Augen geführt worden, dass das, was die Ernährungswissenschaften aus ideologischen Gründen seit Jahrzehnten propagieren, im Grunde Körperverletzung ist. Statt den Menschen wirklich zu helfen, scheint es ihnen mehr um Recht-haben-wollen zu gehen.
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am 22. August 2012
Hallo,

Ich habe ebenfalls "Good Calories, Bad Calories" und "Why we get fat: And what to do about it" gelesen. Die beiden besagten Bücher von Gary Taubes sind meiner Meinung nach die fundiertesten Bücher über eine wirklich gesunde Ernährung. Warum bin ich mir da so sicher? Ich kann die Stunden schon nicht mehr zählen, die ich damit verbracht habe mich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen, womit ich sagen will, dass ich auf diesem Gebiet sehr gut belesen bin. Ich bin außerdem Leistungssportler und ernähre mich schon seit gut 5 Jahre sehr strikt und kontrolliert. Daher habe ich einiges an Erfahrung mit verschiedenen Diät-Formen. Ich habe mich über lange Zeit High-Carb, Slow-Carb und Low-Carb ernährt bin aber vor 6 Montan auf nahezu No-Carb umgestiegen. Über die vergangenen Jahre hatte ich permanent erhöhte Leberwerte gehabt. Seit dem ich mich konsequent stärke- und fruchtzuckerfrei ernähre, sind diese wieder völlig im grünen Bereich und dass bei einer weiterhin erhöhten Kalorienaufnahme.
Sicher benötigt der Körper eine gewisse Zeit um sich von der westlichen Kohlenhydratmast auf eine kohlenhydratarme oder sogar kohlenhydratfreie Diät umzustellen, aber die Umstellung lohnt sich.
Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute diese Bücher lesen würden um diesem Ernärungspyramiden-Blödsinn und dem Diät-Produkt-Wahnsinn zu entkommen. Meinen herzlichsten Dank an Mr. Taubes für seine kritischen Werke!
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am 7. Februar 2011
Ich habe "Good Calorie - Bad Calorie" nur halbwegs gelesen weil es doch etwas arg trocken ist, aber das hier - habe ich in 2 Tagen durchgelesen.
Für mich - macht es alles SEHR viel Sinn. Wenn ich abnehmen wolte, habe ich Brot und Pasta weggelassen - aber der Jo-Jo-Effekt war immer am Schluß der Sieger.
Jetzt verstehe ich warum. Doch nicht nur eine Frage des Willens. Seitdem ich die Ratschläge gefolgt bin - sind 8Kg in 5 Wochen runter....und ich HUNGERE NICHT. Meine Blutwerte sind auch alles ok.
Zuerst denkt man: und was kann ich dann essen???? Aber es gibt so vieles - leckeres. Naja - jeder muss selbst entscheiden was er tut oder nicht tut. Auch wenn mann die Paleo-Vorschläge nicht folgen möchte ... das Buch läßt einen mal Nachdenken.
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am 28. Mai 2012
Sehr empfehlenswert. Das Buch ist nicht in "easy english" geschrieben, man (ich) muss sehr aufmerksam lesen, aber ist spannend wie ein Krimi. Ich kann es nicht fassen, dass, nach all den nutzlosen Diät-Jahren (genützt haben sie nur zum stetiges Zunehmen und seelische Fress-Trauma), zu der Weisheit kommen muß, was meine Mutter mir beigebracht hat, und die immer funktioniert hat: "Brot und Kartoffeln blähen. Finger weg!". In dieses Buch lesen wir, unter anderem, das diese Weisheit schon Jahrhunderte da ist und hat immer funktioniert, bis irgendwann einer gesagt hat (in den 1960-1970) "KH sind gut, wir sollen Fettreduziert essen" ... Was für ein Zufall, daß genau da ('70-'80) ging die Fett-Epidemie in den Staaten los! Wir erfahren auch, wer hat die Ernährungspyramide erfunden: die USDA (US Department auf Agriculture-Landwirtsschaftsministerium der USA)! Hier möchte ich Byron J.Richards's Buch zitieren: "EAT LIKE A PYRAMID, LOOK LIKE A PYRAMID".

Davor waren alle einig das es die KH sind, die uns dick machen. Das Buch enthält sehr viel Information, hervorragend recherchiert und, wenn ich nicht schon seit drei Monate Zucker und Getreide aufgegeben gehabt hätte, würde ich es jetzt, auf der Stelle, tun. Dieses Buch hat mich nur verstärkt in meine Entscheidung.

Wird einleuchtend erklärt warum "Weniger essen, mehr Sport machen" keine dauerhafte Resultate bringen kann. Jetzt habe ich verstanden warum, trotzt jahrelangen, intensivsten Training (wie Box-Schule z.B) niemals meine 5 (nur 5,damals...) lästige Kilos losgeworden bin..

Wenn wir jetzt uns alle so ernähren würden, wie vorgeschlagen (im Grunde das ist eine Steinzeitdiät), würde die ganze Lebensmittelindustrie einbrechen, die Bäckereien würden zumachen müssen, viele Arbeitsplätze würden gefährdet. Also, lieber nicht weiter sagen... ; )

Weitere Bücher, die für Sie interessant sein könnten:
The Paleo Diet: Lose Weight and Get Healthy by Eating the Foods You Were Designed to Eat von Loren Cordain
Das Paläo-Prinzip der gesunden Ernährung im Ausdauersport von Loren Cordain
Die Steinzeit-Diät: So kriegen Sie Ihr Fett weg - natürlich fit, schlank und gesund wie vor 200.000 Jahren von Arthur de Vany
MASTERING LEPTIN: YOUR GUIDE TO PERMANENT WEIGHT LOSS AND OPTIMUM HEALTH By Richards, Byron J.
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am 19. September 2014
Gary Taubes schreibt als genialer, investigativer und sehr mutiger amerikanischer Wissenschaftsjournalist in diesem Buch über die Zusammenhänge von Übergewicht und Ernährung. Er macht deutlich, dass der Leitsatz "eine Kalorie = eine Kalorie" definitiv nicht stimmt, da Kohlenhydrate völlig anders verstoffwechselt werden als z.B. Fett oder Einweiß. Ebenso dekonstruiert er das (mächtige und nie wissenschaftlich bewiesene) Märchen, dass Fett dick machen würde oder gar Herzkrankheiten verursachen könnte.

Als Einstieg in die Thematik hervorragend geeignet, egal ob für Laien, Wissenschaftler, Politiker, Ärzte oder Ernährungswissenschaflter. Zusammen mit der ausführlicheren Version "Good Calories, Bad Calories" vom gleichen Autor immernoch DIE Referenz-Werke, die beide schlicht als bahnbrechende Jahrhundertwerke in Medizin, Gesundheit und Ernährung bezeichnet werden können.
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am 12. August 2013
Mehr kann ich dazu nicht sagen. Dieses Buch sollte jeder lesen, der Probleme mit seinem eigenen Gewicht hat - aber auch all jene, die Übergewicht in der Familie haben. Es ist sogar eine gute Sache für "jeden" diese Dinge zu wissen, um "Dicke" besser zu verstehen und nicht mehr unfair zu verurteilen. Dicke sind keine faulen Fresssäcke - und die modernen Ernährungsempfehlungen mit "weniger Essen" "fettarm essen" und natürlich die "Beweg Dich mehr" Idee sind völllig deplatziert. Und wie Gary Taubes sehr treffend bemerkt, auch eindeutig gescheitert denn trotz Lowfat und Beweg Dich Kampagnen und mehr Fitnesscentern (und Menschen die dort hin gehen) denn je, steigt die Anzahl der Dicken im weiter. Unter normalen Umständen würde man sagen, da haben wir wohl die falsche Lösung gesucht. Doch so läuft der Hase politisch nicht, wenn die Intervention nicht klappt, dann sind es halt die dummen, faulen Dicken selber schuld.

Ist das so? Oder ist das eine dreiste Lüge? Als Ergänzung empfehle ich "Fat Chance" von Professor Lustig.
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am 11. Oktober 2013
Habe schon viele Bücher zum Thema Low Carb / Paleo gelesen, aber das hier ist mE weitaus das überzeugendste. Die Wissenschaft und die Recherche-Arbeit sind 1a, und es wird hervvorragend auf die klassischen "Gegenargumente" eingegangen bzw. werden diese sachlich, aber dennoch schonungslos widerlegt. Besondere Genugtuung waren für mich die Seitenhiebe auf all jene Staats- und Regierungsorganisationen, die uns dieses High-Carb/PUFA-Schlamassel erst eingebrockt haben. Thank you, Mr. Taubes, thanks a lot!
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am 9. Februar 2012
damit mehr Menschen von diesem Buch profitieren können. Dieses Buch deckt viele Ernährungsmythen auf und zeigt einen Weg - ohne zu hungern - gesund abzunehmen. Hat bei mir hervorragend funktioniert. Und das obwohl ich Nudeln und Co vorher geliebt habe - mir schmeckt das mittlerweile nicht mal mehr. Ich empfehle das Buch jedem der gerne abnehmen möchte! Der Zusammenhang zwischen "Dick werden" und Insulinausschüttung wird ausführlich erklärt. Kohlenhydrate sind der "Feind" nicht Fett!
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am 15. Dezember 2015
Ich habe Gary Taubes über Gretchen Rubin (Bestsellerautorin) entdeckt.

Über den Inhalt - den ich sehr interessant und nachdenkenswert fand - schreibe ich hier nichts.
Dem Inhalt würde ich 5 Sterne geben.

Mein Exemplar der 1. Auflage hat jedoch in einem größeren Abschnitt Fehler in der Seitenreihenfolge (nicht aufeinander folgende Seiten wurden auf Vorder- und Rückseite desselben Blattes gedruckt), die es sehr unbequem machen, das Buch zu lesen - ich werde es deshalb als fehlerhaft zurückschicken.
(Auf S. 113 folgen 122, 115, 124, 117, 126, 119, 128, 121, 114, 123, 116, 125, 118, 127, 120,137, 130, 139 , 132, 141, 134, 143, 136, 129, 138, 131, 140, 133, 142, 135, 144 ... dann geht es mit S. 145 richtig weiter.)
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am 14. Dezember 2012
Gary did a lot of documentation work on this one. And I understand this is the short version. I would have liked to see also a section on what doesn't fit with this theory. I don't understand why some people defend calories and some defend protein/fat diets. The truth is probably somewhere in the middle. We have to all agree on what is still unclear.
But generally a very good book. Let it not be the only one about diet in your library.
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