Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren Books Summer Shop 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Juni 2017
Ich gebe diesem Film (unabhängig von der DVD) noch gute 3 Sterne, weil ich zuvor den Nachfolgefilm "The Stanford Prison Experiment" aus dem Jahr 2016 bei amazon prime im Stream gesehen habe und ihn deutlich realistischer und glaubwürdiger gespielt fand. Dort war es wirklich schwer, nicht dran zu bleiben, so sehr leidet man dort mit: The Stanford Prison Experiment [dt./OV]

Doch hier möchte ich nun den vorliegenden Film diskutieren.
Ich habe ihn auf der amazon prime Leih-DVD gesehen und fang mit der Besprechung mal von hinten an: Das nur etwa 10-minütige Making-Off, das neben dem Kinotrailer das gesamte Bonus-Material ausmacht, konzentriert sich (unkommentiert) auf den Dreh einiger Action-Szenen - was eigentlich schon viel über die deutsche Umsetzung der Geschichte, die sich im wahren Leben 1971 ereignet hat, basiert. Dass sie im Detail genauso passiert ist, dürfte unwahrscheinlich sein (bitte selbst nachrecherchieren), denn der Film versucht sichtbar einen Spagat zwischen ernsthafter Soziologie-/Psychologie-Studie und Action-Thriller, letzterer Anteil insbesondere in der letzten halben Stunde, die noch einmal gut zu fesseln und zu unterhalten weiß.
Das unterscheidet den Film (von 2001) auch von seinem Nachfolger aus dem Jahr 2016: Letzterer ist deutlich ernster, nicht weniger dramatisch, aber eben auch nicht vordergründig darauf aus, die Zuschauer durch möglichst unterhaltsam dargestellte menschliche Konflikte, zwischen Wärtern und Gefangenen, an den Bildschirm zu fesseln. Die bekannten Zutaten sind neben recht einseitig bösen und gutem Verhalten (zu dem sich die im Mittelpunkt stehenden Personen schon bis zum Morgen des 2. Tags im Experiment charakterlich entwickeln), eine Menge Blut, körperliche und seelische Gewalt sowie, bemerkenswert oft, auch den absichtlich (drangsalierenden) wie unabsichtlich (stressbedingten) Verlust von Urin...

Die Szenen sind dramatisch und intensiv gespielt. Auch in dem wirklichen Experiment aus den 70ern (dieser Film spielt, anders als der Film von 2016, aber offenbar zum Zeitpunkt des Drehs) hat sich vieles unerwartbar schnell in eine Richtung menschlicher Abgründe entwickelt - seitens der in einer Machtposition stehenden Wärter - welche die damalige wissenschaftliche Leitung so nicht erwartet hatte. Das Drehbuch der neueren Verfilmung wurde übrigens stark von dem damaligen wissenschafltichen Leiter, der sich lange in der Öffentlichkeit mit seinen Erfahrungen und Eindrücken von damals bedeckt hielt, beeinflusst, was den Realismus noch glaubwürdiger macht.

Die deutsche Version des hier vorliegenden Films habe ich mir daher nur noch angeschaut, weil ich an einer deutschen Erzählung, insbesondere mit dem vorliegenden Staraufgebot (in jüngeren Jahren: Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle, und in Nebenrollen u. a. Wotan Wilke Möhring, Christian Berkel) der deutschen Schauspieler-Riege, interessiert war. Wer es möglichst realitätsnah mag, und sich diese Sozialstudie nicht zwei Mal anschauen möchte, sollte meiner Meinung nach aber besser zu der Neuauflage von 2016 greifen.

Gestört hat mich an dieser Fassung auch, dass alles ein wenig overacted und hektisch wirkt, und die Schauspieler, abgesehen von der oben genannten Prominenz, sich, zumindest zu Beginn, fast alle wie Schuljungen in der Pubertät verhalten. Anfangs nimmt die Rollenkonstellation keiner ernst, die Wächter erscheinen sogar in einer schwächeren Position und lassen sich von den Gefangenen lächerlich machen. Das ändert sich aber schnell, als sich ein Rädelsführer herauskristallisiert, der den Sinn und die Lust am Erniedrigen perfide umsetzt und die anderen Wächter mitzieht (es scheinen haupsächlich Mitläufertypen oder Angsthasen zu sein). In einer anderen charakterlichen Disposition wäre das Experiment womöglich nicht so dramatisch schnell in Fahrt und außer Kontrolle geraten...

Weiterhin werden von der wissenschaftlichen Leitung und Aufsicht des Experiments Regelüberschreitungen wie Gewaltanwendung geduldet, um der Dynamik des Versuchs möglichst freien Lauf zu lassen. Die Unterscheidung zwischen physischer und psychischer Gewalt im Regelwerk der Versuchsanordnung finde ich hier etwas primitiv, denn der frühe Einsatz von Feuerlöschern, das Nicht-Anziehen-Dürfen der Gefangenen von Unterwäsche (unter den einfachen weißen, nummerierten Kitteln) und der häufige Zwang zum nackt Antreten (und Verharren außerhalb der Zelle zur Strafe) ist auch eine nachhaltig einschüchternde und demütigende Art von Gewalt. Inwiefern solche Zustände tatsächlich in realen, westlichen Gefängnissen, vor inzwischen 46 Jahren, stattfanden - dazu hierzulande (das originale Experiment wurde ja an der Stanford University in den USA durchgeführt), kann ich nicht beurteilen, gehe aber davon aus, dass die heutigen Verhältnisse, zumindest in deutschen Gefängnissen, sich mehr an den im Grundgesetz festgeschriebenen Menschenrechten orientieren (vielleicht bin ich da aber auch etwas naiv ;)

Zuletzt ist es wohl ein Zugeständnis an die männerdominierte Welt sowohl der strafrechtlichen Exekutive als auch der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts, dass die weibliche Leiterin des Experiments dem Professor unterstellt ist, sich über die vom Professor geduldeten unmenschlichen Verhaltensweisen der Wärter empört und von einigen Versuchsteilnehmern nicht ernst genommen bzw. später noch selbst in sexuelle Bedrängnis gerät... Die Erotik spielt neben der Gewalt im Übrigen ebenfalls eine nicht geringe Rolle in diesem Film: dankenswerterweise nicht klischeehaft zwischen den Knastbrüdern, aber in der Rahmenhandlung, in der Moritz Bleibreu in etwas romantisiert unwahrscheinlicher prosaischer Konstruktion eine Frau schnell lieben lernt, diese sich treu ihm trotz unerwarteten Verschwindens verbunden fühlt und noch eine bedeutende Rolle im weiteren Verlauf des Experiments von außerhalb spielen wird...

Fazit: Eine dramaturgisch hollywood-mäßige, in Deutschland produzierte, zugespitzte Nacherzählung des tatsächlich im Jahre 1971 in den USA stattgefundenen sozialwissenschaftlichen Experimentes, das so vermutlich heutzutage rechtlich in der Freiheit der Umsetzung und Risikohaftigkeit für die psychische und physische Gesundheit der Teilnehmer nicht mehr genehmigt würde. So bot dieser "Menschen-"Versuch einen für die damalige Zeit (und vermutlich heute noch für viele Laien unter den Zuschauern, zu denen ich mich auch zähle) überraschenden Einblick in die menschliche Psyche und Gruppendynamiken, der zeigt, wie schnell eine soziale Extremsitution durch ungleiche Machtverhältnisse und ungewohnte Stresssituationen eskalieren kann, und alle gesetzlich beschworenen Werte und Prinzipien des gesellschaftlichen Zusammenlebens dahin sind - so bis heute in vielen Kriegsgebieten der Welt zu beobachten. In gewisser Weise muss die Menschheit sich immer noch vor sich selbst schützen, was auch eine gewisse Demut vor der Perfektion der Natur und der eigenen Unvollkommenheit und Asynchronität / Singularität innerhalb der sich entwickelnden und entwickelten Lebensformen auf der Erde erfordert, an die wir uns gemeinschaftlich immer wieder erinnern müssen.
Dieser Film gibt einen eine gewisse Idee davon, kann sich aus meiner Sicht aber nicht ganz zwischen dem Abbild des Schreckens, den Menschen über ihresgleichen schaffen können und dem Reiz und der Faszination an demselben entscheiden, sodass man sich ohne schlechtes Gewissen gleichermaßen gut unterhalten fühlt und doch eher auf Distanz zu den Protagonisten und ihrer besonderen Situation geht. So erging es mir zumindest, insbesondere da ich die noch intensivere und glaubhaftere Verfilmung der wahren Geschichte von 2016 bereits zuvor gesehen hatte...
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. September 2010
Story:
4000 Mark für zwei Wochen: Leicht verdientes Geld und ein netter Spaß noch dazu, denken die 20 Freiwilligen, die sich auf das von einer Universität ausgeschriebene Experiment einlassen. Um die Erforschung des Aggressionsverhaltens in einer künstlichen Gefängnissituation soll es gehen. Zunächst halten die Beteiligten, die per Zufallsprinzip in Gefangene und Wärter eingeteilt werden, das Ganze für ein Spiel. Doch schon bald setzt sich eine Spirale der Gewalt in Gang, und als der verantwortliche Professor für kurze Zeit nicht erreichbar ist, eskalieren die Ereignisse. Aus dem harmlosen Spiel wird ein erbitterter Kampf um Leben und Tod.

Ein absolut genialer Film der mir jedes Mal ganz kalte Finger beschert. "Das Experiment" zeigt extrem überzeugend, zu was Menschen in der Lage sein können, wenn sie ihre Taten als durch eine höhere Instanz gerechtfertigt sehen.
Im Film geht diese Entwicklung zwar viel zu schnell vonstatten, sie hält den Film dadurch aber pausenlos auf Höchstgeschwindigkeit. Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich den Film liebe. Immer wenn ich den Film schaue, schockiert er mich immer aufs neue auf eine unglaubliche Weise.
Hoch lebe das deutsche Kino und Moritz Bleibtreu!

Fazit: Es ist verstörend zu sehen, zu was Menschen alles in einer gewissen Lebenssituation in der Lage sind.Einer der besten deutschen Filme überhaupt. UNBEDINGT (fett unterstrichen ;) ) kaufen!!!
22 Kommentare| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2010
Das Experiment: Eine Gruppe von zwanzig freiwilligen (und gut bezahlten) Teilnehmern, vom Projektleiter willkürlich (?) in "Wärter" und "Gefangene" unterteilt, hat die Aufgabe, 14 Tage im Gefängnis zu durchleben -mit der knappen Vorgabe, die Rollen ernst zu nehmen, aber Gewalt zu vermeiden. Ersteres klappt überraschend gut, letzteres wird erstaunlich schnell "über Bord geworfen". Soweit die Handlung, die durch das "Stanford Prison Experiment" von 1971 ([...]) inspiriert wurde.

Während der gesamten Spielzeit des Filmes hat man jedoch nie den Eindruck, dass hier durch Schauspieler etwas "vorgespielt" wird. Jede Szene, jede neue Eskalation im Film erscheint plausibel, und immer wieder erwischt man sich bei der Frage, wie man selbst reagieren würde. Wäre man, wie die Nummer 77, stolz und aufsässig? Oder unterwürfig wie die 58? Könnte man dem erklärten Ziel, als Wärter "angemessen" auf die Provokation zu reagieren, treu sein? Und was heißt überhaupt "angemessen"?

Mit diesen Fragen spielt der Film. Moritz Bleibtreu ist ein hervorragender Schauspieler, doch er allein trägt diesen Film nicht. Die Rollen sind durch Schauspieler besetzt, die die Charaktere der Personen zum Greifen nah machen. Die Einzelinterviews mit den Handelnden (Special Feature der DVD) sind der Sahneklecks und machen überdeutlich, dass wir alle empfänglich dafür sind, Rollen, die uns zugewiesen werden, auch auszufüllen. Der Film "Das Experiment" macht nachdenklich, aber er tut dies mit großartiger Unterhaltung. Der erhobene Zeigefinger ist spürbar, aber er wird nicht staubtrocken vermittelt.

Neun Jahre nach dem Kinodebüt 2001 hat der Film "Das Experiment" nichts von seiner Faszination eingebüßt. Obwohl inzwischen fast unvorstellbar ist, dass Filme ohne Riesenbudget, pyrotechnische Effekte und 3D-Animation auskommen können, möchte ich diesen verhältnismäßig alten Film jedem nahe legen, der eine scheinbar simple Handlung noch Stunden nach Filmende "verarbeiten" möchte. Für mich ein herausragender Film aus dem täglichen Einerlei -Gänsehautstimmung garantiert.
11 Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Januar 2012
Ein Film, der sehr betroffen macht. Es ist gut sich das anzuschauen. Es ist ungeheuerlich, was Menschen zu tun in der Lage sind.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. April 2012
Vergessen Sie "Lola rennt", vergessen Sie aber nicht dieses Spitzendrama um Draufgänger-Seelen. "Sie sind mutige Männer", sagt Professor Tonn im Vorlesesaal seiner Uni. Was zuerst in Gelächter mündet, wird schnell ernst: Menschen lassen sich freiwillig in ein simuliertes Knastspiel für 4000 DM sperren und durchleben binnen Tagen die dunkle Seite der menschlichen Psyche.

Da wird aus dem Familienvater und Bodenpersonaler Justus von Dohnany ein skrupelloser Wachhund, der vor Gewalt nicht zurückschreckt. Da wird aus Moritz Bleibtreu ein am Boden winselnder verdeckter Reporter, über dem uriniert wird. Gefesselt versteht sich.

"Das Experiment" ist eine Mischung aus teils makabrem Humor, einem Tanz auf der Rasierklinge, Spannung, Dramatik und Ohnmacht am Ende. Es ist ein Lehrstück über das Böse, wie es sein Gesicht in dem Mienenspiel der Schauspieler zeigt. "Das Experiment" ist aber auch ein Musterstück guten deutschen Films, der einmal wie ich finde mehr zeigt, dass nicht die Effekte das einzige sind. Hier macht es die Schlichtheit und der intelligente Dialog aus, warum man sich diese DVD getrost ins Regal stellen sollte. Das Experiment
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. April 2012
Als Zimbardo 1971 das Gefängnis-Experiment in Stanford durchführte, wollte er wissen, ob in neben einer "Mutter Theresa" auch ein "Adolf Hitler" schlummert (so eine Aussagen in einem Interview).

Er musste das Experiment nach fünf Tagen abbrechen, weil die Grausamkeiten so zunahmen, dass dafür keine Verantwortung mehr übernommen werdne konnte. Einige Gefangene waren bereits traumatisiert.

Dieses Experiment hat der Film übernommen,allerdings mit Abweichungen, die nicht ganz unerheblich sind. So wird im Film etwa der Eindruck erweckt, die eher brutalen würden Wärter. Das war im Experiment nicht so. Ganz bewusst wurde darauf geachtet, dass der reine Zufall die Rollen zuwies. Zimbardos Anliegen war es ja, dem Durchschnittlichen vor Augen zu führen, welche dunklen Kräften in ihm schlummern. Die Entwürdigungsübungen zeigt der Film nicht in dem Ausmaß, wie sie in Realität vorkamen( sicher um Reaktionen der Filmbewertungsstelle zu entgehen, wie kurze Kleidung ohne! Unterwäsche und sodomitische Handlungen zwischen den Gefangenen.

Als wären diese Erkenntnisse nicht bereits schockierend genug, muss der Film noch eine action-Handlung anschliessen, die nicht der Realität entspricht. Natürlich darf ein Film von der Realität abweichen, es ist keine Dokumentation. Aber durch diesen so unglaubwürdigen Schluss des Filmes wird die Glaubwürdigkeit des Experiments untergraben. Und das ist schade.

Hätte sich der Drehbuchschreiber oder Regisseur mehr mit dem originalen Experiment beschäftigt, wären da ganz andere Optionen möglich gewesen als die Action-Variante. Hirschbiegel(so im Interview) verwunderte sich über die Gewaltphantasien seiner Schauspieler( nicht ohne diese zu geniessen, die Körpersprache verrät mehr als die Worte). In der Tat hatten die Wärter keiner Unrechtsbewusstsein.Sie genossen die Macht und bedauerten sehr, dass das Experiment abgebrochen wurde.Einer, 25 Jahre später befragt, erklärte grinsend, er hätte noch so viel ausprobieren wollen. Da hätte für ein Film Potential drin gesteckt,das zugusten der action-Variante verspielt wurde.

Das Experiment ist ein Baustein zur Erkenntnis, homo homini lupus.

Der Film konnte diesen Baustein nicht adäquat umsetzen.
22 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juni 2010
Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan des deutschen Spielfilms. Finde die meisten langweilig, langatmig und uninteressant. Dieser jedoch hat mich umgehauen durch seine Spannung und gute Geschichte. Absolute Empfehlung.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. März 2013
Nicht nur zum Nachdenken ... Auch als Lehrfilm zum Thema "Umgang mit Macht" sehr geeignet. Fesselnd, da authentisch dargestellt. Empfehlenswert.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Juli 2013
Der Film basiert bekanntlich auf wahren Begebenheiten, die so realistisch durch die Schauspieler dargestellt werden, dass einem nicht nur der Atem stockt, sondern man zudem so mitfiebern muss, dass man alle anderen Vorgänge um sich herum vergisst. Es ist toll, dass es manche Filme, wie "Das Experiment" noch schaffen, das Publikum richtig zu fesseln und in eine andere Welt zu entführen. Beide Daumen nach oben! Ein faszinierender Film, den man selbst unbedingt gesehen haben sollte!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Januar 2012
Normalerweise sehe ich mir einen Film nicht mehrmals an, für mich ist der Ersteindruck sehr wichtig und prägend, nicht so bei diesem Film.
Vor fast 10 Jahren sah ich den Film und als ihn mir kürzlich wieder anschaute, war ich noch immer genauso begeistert, wie zuvor.

In letzter Zeit versuchten schon viele Filmemacher die Szenerie in Gefängnissen nachzustellen und filmisch zu verarbeiten, was ihnen oft nur ansatzweise gelungen ist.
Dieser Film hat als Experiment angefangen und zeigt auf welche weitreichenden Folgen ein Mißbrauch von Macht haben kann. Menschen stellen sich über andere und fühlen sich mit der Zeit auch als "eine Klasse höher" und umgekehrt ebenso, dies kennen wir aus der Geschichte nur allzu gut.

Der Regisseuer muß sich aber zuvor miniziös informiert haben, wie es in Gefängnissen zugeht, wie die Verhältnisse, die Beziehungen untereinander funktionieren, also eine sehr aufwendige Vorbereitung, die sich jedoch auszahlte.

Ich kenne kaum einen Film, der sich mit diesem Genre beschäftigt hat und der so authentisch wirkt:

- die Beziehuungen zu den Wärtern
- unter den Gefangenen
- Szenen der Gewalt
- der Unterdrückung
- der physhischen und sexuellen Demütigung
- die Skrupellosigkeit
- des Egoismus
- die Brutatlität physisch und psychisch....................

viele Punkte wären noch anzuführen.

All dies wurde ohne Scheu und Scham, ohne Umschweife und Verschnörkelungen dargeboten.
Viel Mut und Können und sehr gute Schauspieler, um nur Moritz Bleibteu zu erwähnen, sind die Garanten für dieses erstklassische Filmwerk.

Leider bringen immer weniger deutsche Filmemacher den Mut zu solcher Klasse auf.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken