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am 13. Oktober 2010
An Gesamteinspielungen der Beethoven-Quartette herrscht wahrlich kein Mangel, doch kaum eine andere Aufnahme kann ein derart griffiges, intensives und individuelles Profil für sich beanspruchen. Mit Sicherheit muß sie zu den allerbesten Darbietungen neueren Datums und zu den besten überhaupt gezählt werden.
Die Interpretationen halten sich streng an Beethovens teils aberwitzige Metronomangaben und sind um große Korrektheit im Sinne der Vortragsanweisungen bemüht. Dies ist ein nervenzerfetzender Beethoven mit Ecken und Kanten. Der Einstieg in op. 95 beispielsweise ist wohl noch nie so glühend intensiv dargeboten worden und wirkt äußerst beunruhigend. Die schiere rhythmische und spieltechnische Präzision ist jedoch das Merkmal, das diese Aufnahme am deutlichsten aus der Masse hervorhebt: das Finale aus op. 59,3 spielen die Emersons atemberaubend schnell und präzise; ihr Spiel gerät aber nie zum reinen Selbstzweck, sondern behält den genau ausgeloteten Blick für die vertrackten Stimmführungen in diesem Satz.
Im allgemeinen könnte man diesen Beethoven als sehr modern empfinden: für romantisierende Auslegungen ist hier kein Platz; dies ist vielmehr ein vitaler, kraftstrotzender, aber auch schroffer Beethoven, der nichts von verzärtelter Verharmlosung weiß. Die Transparenz in der Stimmführung und die Ausgewogenheit zwischen den Stimmen sind vorbildlich geraten und wirken vollkommen unbeschwert und organisch, ja geradezu wie von blindem Verständnis. Zu all diesen offensichtlichen Vorzügen gesellt sich allerdings noch diese unbeschreibliche Fähigkeit, den richtigen Weg zwischen Emotion und Intellekt zu finden; speziell die späten Quartette profitieren von den grell in Szene gesetzten Stimmungsumschwüngen (das Finale aus op. 131 mag als Beispiel dienen).
Diese Einspielung ist sowohl angesichts ihrer Qualität als auch wegen ihres unkonventionellen Ansatzes zweifellos ein Diskussionsbeitrag ersten Ranges. Die fast einhellig wohlwollend geratene Rezeption dieser CD-Box bestätigt indes, daß die Emersons wieder einmal voll ins Schwarze getroffen haben. Unter den jüngeren Aufnahmen sehe ich allenfalls die Interpretation des Takacs-Quartetts auf Augenhöhe; ansonsten seien von meiner Seite aus das Melos-Quartett (leider schwer zu finden) und das Alban-Berg-Quartett empfohlen. Für die späten Quartette alleine würde ich das LaSalle-Quartett empfehlen wollen. Wer sich mit Beethovens Quartetten beschäftigen möchte, sollte hier indes auf jeden Fall zugreifen.
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am 6. Januar 2013
Eine feurige Interpretation des "Alten Testaments" der Streichquartettliteratur. Das ESQ hat sich an die Originalmetronomzahlen von Beethoven gehalten, was zu teilweise ungewohnt rasanten Spieltempi führt. Besonders profitiert davon der Kopfsatz des f-moll-Quartetts op. 95, das teilweise richtiggehend ruppig klingt - und so einen hervorragenden Eindruck von Seelenschmerz vermittelt. Insgesamt eine erfrischend lebendige Einspielung, die über ein paar wenige überflüssige (und ausnahmsweise nicht von Beethoven vorgeschriebene) ritardandi hinwegsehen läßt. Unglaublich schön ist vor allem der Mittelteil des 2. Satzes von op. 132.
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