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am 9. März 2011
Sie war vielversprechend, die Ankündigung einer DVD über die Grabeskirche in Jerusalem. Ich musste sie haben! Zumal ich damals bei unserer Reise ins gelobte Land in dieser Kirche keine Fotos gemacht hatte. Es erschien mir einfach zu kommerziell, zu trubelig, zu überzogen bunt und schrill'

Nun hatte ich ja die Gelegenheit ' so dachte ich ' genügend Informationen zu bekommen, nachträglich. Und tatsächlich, der Kameramann verstand es sehr gut, Details der vielen Nischen und Plätze innerhalb der Kirche einzufangen.

Aber auch die Gesichter derjenigen, die als Interviewpartner ihre Meinungen darlegten. Und das ist das Interessante an diesem Film von Hajo Schamerus ' er erzählt darin keine Geschichte, sondern der Film lebt von den Erzählungen der gefilmten Personen.

Vielfalt in einer Kirche

Da ist der koptische Father, dessen 'Partei' nur am Katzentisch am Grab sitzt, sehr wenig Raum für ihre liturgischen Gebete habt. Aber er weiss, Gott liebt seine Kinder. Auf seinem Handy hat er ein Bild der Jakobsleiter, die ihn ermahnt, auf dem Weg zum Himmel nicht auszurutschen.

Da ist der sympatische idische Bruder Jayaseelan, seines Zeichens Franziskaner, der ziemlich neu in diesem Wirrwarr der christlichen Strömungen ist. Aber er versucht mit Freundlichkeit damit klarzukommen.

Father Samuel kam mir als der 'Politstratege' vor, der sehr darauf achtet, dass die Privegien seiner armenischen Gemeinschaft gewahrt werden. Sein Statement lautet: 'Wenn du schwach bist und nachgibst, verlierst du'. Hm ' das lässt die Konfliktbereitschaft in dieser speziellen Kirche ahnen'

Aber auch äthiopische Mönche, griechische Patriarchen und Franzsikanermönche haben Mühe, ihre Plätze zu verteidigen. Es geht um den 'Status quo' ' alles beim Stand von 1852 zu belassen: den Platz der Teppiche, die Zahl der Kerzen und den Raum für die einzelnen Konfessionen für ihre Liturgien.

Wer hat die Schlüssel?

Eigentlich hat mich dieser Film seltsam berührt. Zum einen negativ durch die Rangeleien, die Eifersucht, die besten Plätze zu haben usw. Andererseits schimmerte immer wieder die Frömmigkeit der einzelnen Gottessucher durch, die Andacht in der nächtlichen, von Besuchern freien Kirche.

Eine Sache zum Schmunzeln am Rande: Den Schlüssel zum einzigen Eingangstor der Kirche verwaltet seit 638 n.Chr. eine muslimische Familie. Aber eigentlich sind es dann doch auch zwei Familien geworden, die jeweils die grössere Ehre für sich in Anspruch nehmen wollen. Das passt ja nun wieder zur Örtlichkeit.

Beängstigend die Szenen zu Ostern, bei der die Kirche selbst und das Umfeld voller Menschen steckt, kaum ein Vorwärtskommen ist möglich. Oder wie ein Priester mit dem Osterfeuer durch den Raum rennt'

Ein Film, der sich zu sehen trotz allem lohnt. Liebhaber der Heiligen Stadt werden Bekanntes wiedererkennen und Neues entdecken.

Interessant fand ich allerdings ' nicht im Film aber bei den specials ' die Bemerkung von Pater Robert: 'Manchmal stelle ich mir vor, dass Jesus plötzlich neben mir sthet und ich ihn dann frage: Was machst du denn hier?'
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am 3. April 2017
Nach meinem Besuch in der Grabeskirche habe ich festgestellt, dass ich wegen der Massen an Menschen das nicht genießen konnte. Mit der DVD kann ich in eine besinnliche Atmosphäre ohne die lauten drängelnden Touristen eintauchen. Ich konnte erkennen, was ich da alles fotografiert habe. Ich habe die Interviews genossen. besonders Vater Robert und Samuel waren erfrischend modern. Es ist erstaunlich, wie die verschiedenen christlichen Gruppen sich dort arragieren. Und was am besten ist: dass eine muslimische Familie den Schlüssel zur Tür hat. Als ich im März 2017 dort war, bin ich innerhalb einer halben Stunde durch das Gebäude gehastet. Mit der DVD kann ich mir nun Zeit nehmen. Unbedingt beim Schauen den Audiokommentar des Regisseurs einschalten. Und unbedingt das Bonusmaterial anschauen. Ich bin nicht religiös, aber sowohl Kirche als auch DVD gefallen mir sehr.
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am 15. Juli 2011
Die fünf Sterne bekommt der Film einfach, weil er gut gemacht ist, weil die Interviews ausgewogen sind und die Bilder faszinierend.

Die Sache an sich, also der Status Quo der Grabeskirche und die Streitereien darum, finde ich ziemlich schrecklich. Ich war letztes Jahr in Israel und habe den Besuch der Grabeskirche als einen der Höhepunkte erlebt. Mir war schon klar, dass sich verschiedene Konfessionen die Kirche teilen, und ich hatte auch von Streitigkeiten darum gehört und gelesen, aber dies in Bildern zu sehen ist noch einmal etwas ganz anderes. Ich habe bei meinem Besuch nämlich nichts davon mitbekommen. Was ich erlebt habe, waren rücksichtsvolle und stille Touristen (wenn auch viele, aber es war insgesamt alles recht ruhig), eine dichte Atmosphäre und Mönche aller Konfessionen, die jeweils stolz waren, ihren Altar / Kapelle etc. zu zeigen. Im Heiligen Grab war ich nicht, weil die Schlange so lang und ich mit einer Pilgergruppe unterwegs war, es blieb keine Zeit. Wenn ich die Szenen in diesem Film sehe, bin ich fast froh darüber, diese Schlange und wie ein Mönch dort die Leute zurechtwies, erschütterte mich doch ziemlich.

Sehr schade fand ich auch, im Film zu sehen, dass wirklich verschiedene Konfessionen sich gegenseitig "stören" bei ihren Gottesdiensten oder Prozessionen. Wie eine kleine Gruppe betet und singt und dann die Katholiken mit dröhnender Orgel plötzlich alles übertönen. Der Mönch im Interview sagte: "Wenn die Orgel erklingt, ist es noch schöner, katholisch zu sein." Ich dagegen dachte, mir wäre es zutiefst peinlich, wenn ich als Katholikin mit meinem Orgelspiel andere christliche Andachten übertöne. Da dachte ich wirklich: Ist es denn wirklich nicht möglich, diese Andachte, Gottesdienste, Prozessionen usw. zeitlich zu koordinieren, ohne Überschneidung??

Verstörend fand ich die Bilder einer Rangelei (oder kann man schon Prügelei sagen?), ich hätte heulen können. Und auch die Bilder von Ostern fand ich aufgrund der riesigen Massen und des Gedrängels ziemlich erschreckend.

Am meisten irritiert hat mich an dem Film die Tatsache, dass man in den Interviews wirklich merkte, wie jeder dieser Mönche und Priester auf ihrem (vermeintlichen?) Recht beharrt und keinen Millimeter beiseite rücken will. Diese Kleinlichkeit und Ordnungsmäßigkeit empfinde ich als nicht besonders christlich, manchmal wollte ich in den Fernseher steigen und sagen: Ihr seid doch alle Christen, wie könnt Ihr so reden?

Also insgesamt ein sehr spannender und eindrücklicher Film, wenn auch nicht durchweg positiv. Das einzig rührende fand ich die Interviews mit einem Franziskaner aus Indien, der erst seit wenigen Monaten dort wohnte und noch nicht so verbohrt war, sondern dessen Herz noch offen war. Und natürlich gab es auch einige schöne Bilder von Prozessionen oder Gottesdiensten oder stillem Gebet in der nächtlichen, schlafenden Kirche.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Februar 2011
Dem ausgezeichnet fotografierten Dokumentarfilm "Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen" gelingt das Kunststück, die Grabeskirche in Jerusalem als sowohl baulich wie innerchristlich verwirrenden, ja fast schon chaotischen Ort, als auch als mystisch lebendiges, Millionen Gläubige aus aller Welt faszinierendes Heiligtum zugleich zu porträtieren. Wer schon einmal in Jerusalem gewesen ist, weiß, dass schon der Eingang zur Grabeskirche durch die engen Gassen des umliegenden Basars hindurch nicht leicht zu finden ist, und dass - nach Betreten des Gebäudes - der Besucher schnell den Überblick über die unterschiedlichen Kapellen, Altäre, Nischen und Stockwerke im Inneren verliert. Insgesamt teilen sich sechs verschiedene christliche Konfessionen die Kirche: ägyptische Kopten, äthiopische Abessiner, römisch-katholische Franziskaner, syrisch-aramäische, armenische und griechisch-orthodoxe Christen. Alle kommen mit ihren jeweiligen Vertretern im Film zu Wort, berichten von Streitigkeiten sowohl der Mönche, als auch der Gläubigen untereinander, zugleich geben sie aber auch Einblick in ihre eigentliche Aufgabe: Am Ort von Grab und Auferstehung Jesu Christi zu beten und Liturgie zu feiern, um damit den Kern des christlichen Glaubens lebendig zu halten. Obwohl die Kirche nachts verschlossen ist (zwei muslimische(!) Familien sind mit diesem Dienst beauftragt), sind alle Stunden unter den Konfessionen für die Feier der Liturgie aufgeteilt, so dass ständig Menschen an der Grabesstelle Christi beten. Neben dem alltäglichen Geschehen gibt der Film auch Einblicke in die hohen Festtage, insbesondere das Osterfest, wenn Tausende von Pilgern nach Jerusalem kommen.
Der bisher nur als Kameramann tätige Hajo Schomerus hat sich in seinem Regiedebüt ganz auf den Ort Grabeskirche eingelassen und möchte diesen selbst sprechen lassen - sowohl in seinen eher abschreckenden Konflikten als auch in seiner unbestritten vorhandenen mystischen Faszination. Daher verzichtet er auf einen Off-Kommentar und lässt nur die Menschen in seinem Film (in ihrer je eigenen Sprache) reden, ansonsten sprechen die Bilder für sich selbst.
In den Extras der DVD kann der Betrachter mit dem Franziskanerpater Gerhard einen Rundgang zu verschiedenen Orten innerhalb der Grabeskirche unternehmen und die im Film gezeigten, unterschiedlichen liturgischen Feiern der Konfessionen sind einzeln anwählbar.
Ein spannender Einblick in einen christlichen Mikrokosmos, der neugierig macht auf einen realen Besuch. Sehenswert!
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am 15. Mai 2015
Durch einen Thementag auf Arte zu Glaubensfragen bin ich erst kürzlich auf diesen Dokumentarfilm in und um die Grabeskirche in Jerusalem gestoßen und habe mir danach sofort hier die DVD bestellt, da ich diese Reportage für äußerst gelungen und viel sagend halte.

Sie lebt zum einen von den vielen Bildern des Bauwerkes selbst mit all den Ikonen und Symbolen der verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen, den stets sichtbaren Weihrauchschwaden darüber und den gelungen mitgeschnittenen Szenen sowohl des Lebens der dortigen Dauerbewohner als auch des Trubels in dem recht verbauten und baufälligen heiligsten Platz der christlichen Erde.
Trubel durch Gläubige, die sich auf die Grabesplatte von Jesus werfen- sie kaum mehr loslassen mögen, und sie mit Tüchern und sogar mit ihrer Handtasche abreiben, um etwas davon mit nach Hause nehmen zu können- und durch die üblichen Touristen wie auch z.B. durch Führungen israelischer Soldaten, die sich bewaffnet und in Uniform von einer Offizierin das Wunder inmitten ihres neuen Staates Zion erklären lassen.

Sie lebt zum anderen von den Interviews mit den Bewohnern und - für den, der ihn hören will- dem Audiokommentar des deutchen Filmers, der dort im Jahre 2009 vier Monate lang drehte und viel Zeit und Geschick aufbringen musste, um in die letzten Winkel dieses Schauplatzes zu dringen und die maßgeblichen Figuren interviewwillig zu machen; und dann zu Wort kommen zu lassen.

Die Bilder zeigen vor allen Dingen ein unablässiges Wirrwarr von Gottesdiensten und Liturgien in bereits gestorbenen Sprachen, mit denen nur nach Schließung der Kirche bis kurz vor Mittermacht mal ausgesetzt wird, und bei denen es z.B. Kämpfe der Orgel gegen weniger dominante Instrumente gibt und immer wieder Unmut über die schlechte Koordination oder die Unverschämtheit anderer, die nicht das Ende der vorherigen Zeremonie abwarten wollen - an Ostern sogar einen bedrohlich anmutenden Konkurrenzkampf, bei dem die Mönche sich schubsten und die Palmzweige fast zu Waffen zweckentfremdet wurden.

Die Bilder führen auch tief religiöse Männer in verschiedenen KLEIDERN und Kopfbedeckungen vor - am faszinierendsten für mich diese Mützchen der Kopten, die mich an Babymützchen erinnern- die es nicht müde werden, Weihrauch zu verteilen und sich bei dieser Beschäftigung mehr oder weniger respektvoll mit ihren fast aneinanderstoßenden Weinrauchbehältern begrüßen und in den Interviews die atemberaubend dicke Luft in dem alten Gemäuer zwar beklagen aber diese doch gerne hinnehmen.

Interviewt werden all die ehrwürdigen Patriarchen des christlichen Glaubens, die dauerhaft dort leben und sich auch nachts unentrinnbar dort einschließen lassen.
Führend wohl die griechischen Orthodoxen, die in der Kirche ein eigenes Kloster unterhalten mit Zimmern für jeden, Gemeinschaftssaal mit TV, Speisesaal und dem Luxus eigener Toiletten, während den Kopten aus Ägypten nur ein einziger kleiner Allzweckraum zugeteilt ist, den sie sich teilen müssen; ohne Toiletten, was zu einer Art Dauerkonflikt dort führt.

In der Mitte ein armenischer Bruder, der nachts akribisch Buch führt über Störfälle des Gemeinschaftslebens dort und der gar keinen Schlaf zu brauchen scheint, falls man nicht sein des Nachts mit Kopf und Händen auf der Grabesplatte Liegen als Schlaf bezeichnen kann, sowie ein römisch-orthodoxer deutscher Katholik, Franziskaner in dunkelbrauner Kutte.
Dann noch die äthiopischen Abessiner, die Syrer, die ägyptischen Kopten sowie ein meist erstaunter Langzeitbesucher, ein Franziskaner aus Indien.

Interviewt werden aber auch die Patriarchen der beiden muslimischen Familien, die sich als Wächter der Kirche sehen, da sie die verantwortungsvolle Aufgabe haben, sie abends abzuschließen und morgens wieder zu öffnen.
Die ebenfalls in Konkurrenz miteinander liegen und sich beide der besonderen Nähe zu Papst Johannes Paul II rühmen; ansonsten aber fast cooler erscheinen als die Insassen dieser denkwürdigen Anstalt, jedenfalls lachen und guter Dinge sind.

Ein wirklich rundes und gelungenes filmisches Dokument also.

Habe den Film bei Arte ohne den Kommentar des Machers auf mich wirken lassen und die DVD mit; der Kommentar ist wichtig, aber auf Dauer ist der Streifen ohne besser, da alles Mitgeschnittene für sich selbst sprechen kann.

Ich habe den Thementag bei Arte aus der Warte einer Person mit christlicher Identität - heute aber Agnostiker- angeschaut, der sich immer noch für Religionen - für alle- und für Glaubensfragen und Religiosität brennend interessiert.
Der tiefen Glauben und das Widmen des ganzen Lebens an ihn bewundert, da selbst diesbezüglich talentfrei, aber auch befremdlich findet.

Auch hier wieder zu dem Ergebnis kam, dass Religionen und sogar schon nur verschiedene Ausrichtungen derselben Religion bei aller Nächstenliebe und allem guten Willen eben doch mehr Anlass zu Konflikten zu geben scheinen, als zur Schaffung des Weltfriedens geeignet zu sein.
Jedenfalls auch den bemühtesten Menschen noch Menschen bleiben lassen, dessen "Hölle immer die anderen sind".

Kann diesen Film jedem Gläubigen aber auch jedem Agnostiker sehr empfehlen.
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am 18. Januar 2013
Dies ist ein Bericht über die Eigenheiten und Probleme einer sonderbaren Wohngemeinschaft. Nicht sensationell, aber die ruhigen und schönen Bilder sind sehenswert und geben einen Einblick in die heutigen (Lebens-) Verhältnisse in der Grabeskirche. Es geht dabei also nicht um die geschichtliche Entwicklung des Bauwerks, sondern um die Berichterstattung über ein mir bislang unbekanntes Biotop mit seinen archaischen Traditionen und skurilen Konflikten.
Unterhaltsam. Aber kein Plädoyer für die christlichen Kirchen.
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am 26. Januar 2012
Ich kann meine Besuche in der Grabeskirche schon nicht mehr zählen. Ich bin fasziniert von diesem Bau, dem Mikrokosmos der darin wohnenden, betenden, streitenden Gemeinschaften.
Darum behaupte ich, ich könne durchaus einige Takte zu diesem Thema sagen.

Natürlich war es also klar, dass ich die DVD bereits zum Erscheinungstag vorbestellte. Und der Trailer im Internet machte auch große Lust darauf! Es schien, als würden hier mit einem gewißen Augenzwinkern all die Absonderlichkeiten und Schrulligkeiten der Kirchengemeinschaft dargestellt und ein Blick in den Hintergrund gewährt.
Leider muss ich sagen, dass der Filmtrailer bereits die besten Szenen enthielt!

Hintergründe werden kaum gegeben (lediglich der Status Quo wird relativ breit dargestellt), weder wird die Baugeschichte wirklich beleuchtet (die an vielen Stellen der Kirche zu zeigen wäre) noch - und das ist nun wirklich unverzeihlich! - wird die Kirche in ihrer Gänze gezeigt!
Der Kameramann beschränkt sich auf Aufnahmen des Portals, am Morgen, Mittag, am Abend. Noch ein paar Aufnahmen der Rotunde und der Ädicula - fertig.
Einen winzigen Einblick in das Sammelsurium der Kapellen erhält man eigentlich nur bei der (als Bonusmaterial eingefügten) Kirchenführung.
Aber weder wird die Frankenkapelle gezeigt, noch die Armenische Kappele gegenüber Golgotha, noch die Vartanskapelle, noch die Orthodoxen und Koptischen Kirchen und Kapellen, die sich direkt an die Grabeskirche anschmiegen und teilweise DURCH die Grabeskirche zugänglich wären.
Der Riß in der Säule am Eingang wird nicht erklärt...und, und, und.

Mich läßt der Film also sehr unbefriedigt zurück. Es mag ja ein netter Kniff sein, auf Kommentare komplett zu verzichten. Aber gerade bei dieser für Normalbürger so unübersichtlichen Materie bleibt damit der Wissensgewinn weitgehend auf der Strecke.
Schöne Bilder zwar, aber insgesamt zu wenig.
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am 9. April 2015
Wer einfach mal einen ersten Überblick über die Grabeskirche in Jerusalem haben will, der kann bequem nach der Einleitung der israelischen Soldatin am Anfang ausschalten. Wer aber verstehen will, wie es funktioniert, dass verschiedene christliche Glaubensrichtungen unter einem Dach ihre besonderen Gottesdienstformen ausleben, wie sie miteinander umgehen und sich arrangieren, der findet in diesem ruhigen Film viele Antworten.
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am 18. August 2013
Ein großartiger, tief beeindruckender Dokumentationsfilm über die Grabeskirche aufgezeichnet von Hajo Schomerus.

Sechs Konfessionen und ein Jahrhunderte alter Streit- Der heiligste Ort der Christen.
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am 15. Mai 2012
Ökumene mal ganz anders. Der Film zeigt auf humorvolle Weise, wie schwierig das Nebeneinander christlicher Kirchewn in der Grabeskirche ist. Dazwischen gibt es allgemein verständliche Erläuterungen.
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