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am 19. November 2010
Gleich vorweg: "The Sky Crawlers" ist kein Actionfilm! Wer unter (ausschließlich) dieser Prämisse, angelockt durch Trailer und Videospiel, den Film anschaut, wird sich sicherlich über die unglaublich spektakulären Actionszenen freuen. Aber das Hauptaugenmerk des Film liegt auf etwas ganz anderem, und demzufolge sind die Luftkämpfe zwar großartig inszeniert, aber alles andere als zahlreich. Regisseur Oshii Mamoru setzt sie - wie bei allen seinen Filmen - eher als hartes Kontrastmittel zu seinen ruhigen, fast statischen Handlungsszenen ein, in denen die Menschen (oder hier Kildren) im Vordergrund stehen.

"The Sky Crawlers" ist vielleicht sogar Oshiis bedrückendster Film, denn die Schicksale seiner Prtagonisten sind unendlich traurig. Die Begleitumstände um die Existenz der Kildren und den immerwährenden Konflikt, den sie austragen müssen, sind dabei nur Randerscheinungen, die sich der Zuschauer aus den Informationsfetzen selbst zusammenpuzzeln muss (ja, hier wird tatsächlich einmal erwartet, dass der Zuschauer den Film aktiv mitdenkt und nicht nur als Unterhaltungs-Empfangsstation vor dem Bildschirm klebt). Entscheidend für den Film - und das kommt überdeutlich durch, selbst wenn man an der Enträstelung der Kildren-Existenz scheitert - ist die tragische Existenz ohne Vergangenheit und Zukunft, die die Kildren erleiden müssen. Sie haben keine Vergangenheit, weil sie nicht heranwachsen, und sie haben keine Zukunft, weil sie sich niemals ändern werden. Ganz egal, wie gut sie kämpfen, der Konflikt wird ewig weiterdauern. Es gibt nichts für sie zu erreichen. Sie leben ohne eine Erfahrung von Geschichte, rein auf eine ewige Gegenwart beschränkt.

Diese düstere Wendung des alten Menschentraums vom nicht altern Müssen ist es, die den waren Kern des Films ausmacht, und damit die Frage, ob es möglich ist, aus dieser ewigen Gegenwart, dieser endlosen Zeitschleife der ewigen Wiederholung auszubrechen, ein Ziel zu finden und damit wirklich zu leben. Um diese Thematik stimmungsvoll auszudrücken, setzt Oshii natürlich bewusst auf eine Ästhetik des Stillstands und der Redundanz, was für ungeduldige, Überreizung gewohnte Actionfans offensichtlich nicht gerade leicht anzuschauen ist. Wenn es dann aber knallt, dann richtig. Aus der Statik brechen die Actionszenen quasi als kinetischer Schock hervor, als Erlebnis absoluter Gegenwart und purer Euphorie, die schon rein ästhetisch erklärt, warum sich die Kildren weiter freiwillig für die Luftkämpfe hergeben, wo ihnen doch die Unsterblichkeit offensteht.

"The Sky Crawlers" ist daher wohl tatsächlich Oshiis bislang melancholischster Film. Von dem subversiven Techno-Evolutionsoptimismus aus "Ghost in the Shell" ist nicht mehr viel geblieben. Selbst die Möglichkeit, sein eigenes Schicksal zu bestimmen, die "Avalon" zumindest noch andeutet, wird in Frage gestellt.

Sicherlich kein einfacher Film, der dem Zuschauer allerdings genau soviel anbietet, wie er umgekehrt selbst bereit ist, in den Film zu investieren. Wer sich also auf Oshiis philosophische Bildwelten einlassen will, wird dafür mit einem Erlebnis belohnt, was er an Intensität nirgendwo sonst im gegenwärtigen Kino finden kann, und vor allem mit einem Film, der lange, lange nachwirkt.
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am 24. März 2016
Filmtitel: The Sky Crawlers nach einem fünfbändigen japanischen Werk.

Produktionsland: Japan

Produktionsjahr: 2008

Inhalt:
Auf der Erde herrscht Friede. Doch um die Bevölkerung ruhig zu halten, werden Luftkriege zwischen den Rüstungskonzernen Rostock und Lautern ausgefochten und dies soll die Menschheit von ihren alltäglichen Problemen ablenken. Die, die Luftkämpfe ausfechten sind junge Kildren. Sie können nicht altern und sterben mit ziemlicher Sicherheit in einen der unzähligen unsinnigen Luftkämpfen. Ihr Leben besteht aus dem eintönigen Alltag von Warten, Kämpfen und zwischenzeitlichen Bordellbesuchen. Yuichi, ist einer dieser Luftkrieger, der an einer Base stationiert wird. Merkwürdigerweise fehlt ihm die Vergangenheit, er kann sich an nichts erinnern. Er ist mit sich und dem Leben unzufrieden und freundet sich langsam an die unnahbare Kommandeurin Suito an, die ein Geheimnis verbirgt, das Yuichi unbedingt lüften will.

Kritik:
Ein Animationsfilm wo es um Geheimnisse, Luftkämpfe geht und dann noch einige Nominierungen und Auszeichnungen erhielt (Sitges-Catalonan, The Golden Lion Venice, Digital Award Venice 2008, Official Selection Toronto Helsinki , Stockholm 2008) und eine entsprechende Filmlaufzeit aufweist, muss was hergeben. Dachte ich und im Gegensatz zu den Preisverteilern und den vielen hier positiv verfassten Rezensionen war meine Enttäuschung jedoch riesig.

Vorweggenommen, der Film bewegt sich zwischen Melancholie, einer sehr gemächlichen langen aber wenig vorhandenen Story, die durch viele langsame Bilder unterstrichen wurde und die Melancholie noch mehr steigerte. Vielleicht ist das auch der Grund, dass viele diesen Film aus anderen Augenwinkeln betrachten und ihn sogar als kunstvoll bezeichnen und auch gedanklich noch einem nachverfolgt. Er ist teilweise anders konzipiert als Animationen gezeigt werden, aber dennoch bringt er keine neue Kunst hervor, da es diese Art eine Geschichte zu erzählen es schon in anderen Animationen gegeben hatte.

Bis man kapiert um was es bei den ständigen Luftkämpfen ging, warum ein Krieg gegen wen eigentlich (?) geführt wird, vergeht viel Zeit, wenn man es überhaupt kapiert. Wer jedoch diese Kriege in die Wege geleitet hatte, bleibt über die ganze Zeit unklar. Nebenbei bleibt in der Geschichte vieles ungeklärt. Die Hintergründe werden kaum bis gar nicht erzählt. Erst sehr spät beginnt sich eine Geschichte im Film abzuzeichnen, die dann doch das eine oder andere einiges erklärt.

Die Luftkämpfe, das Beste an diesem Film wurden dann massiv durch deutsche Untertitel gestört, weil während dieser Szenen immer nur in Englisch gesprochen wurde. Warum auch immer, vielleicht weil im Luftverkehr dies die Standardsprache ist? Es ist jedoch ein Fantasyfilm, so kann es für den Zuseher doch ziemlich egal sein welche Sprache im Luftverkehr verwendet wird, solange es den Bildfluss und die Story nicht stört. Und hier tut es dies leider und war daher völlig unnötig.

Die Story ist so was von träge, teilweise frieren die Szenen ein, wo sich nichts am Bildschirm bewegt. Die Menschen bewegen sich derart langsam und wie im Delirium. Ob das beabsichtig war, um die Unzufriedenheit und das trieste Leben der Kildren darzustellen oder ob die Animation einfach nur mistig war, kann ich nicht beurteilen. Es machte jedenfalls den ganzen Film noch träger und noch langweiliger als er ohnehin schon ist, da es an jeglichen Tempo fehlt. Die Figuren wurden oft als flüssige Animation beschrieben, naja unter flüssig verstehe ich was anderes. Und die ständigen aufgerissenen Augen der Figuren waren auch ein wenig verstörend, soll aber volle Absicht gewesen sein. An Mimik hat man bei den Animationen ohnehin gespart, durch die doch etwas flachen Darstellungen der Gesichter und der Figuren selbst.

Die Kampfstrategien die über TV an die Bevölkerung ausgeplaudert wurde, damit das auch gleich der Feind wusste, war einfach nur absurd und unlogisch. Bis dann auch einigermaßen die Geheimnisse gelüftet werden ist man entweder eingeschlafen oder man kriegt kaum noch was vom Film mit. Aber man muss bis zur zweiten Stunde des Filmes sich durchkämpfen, um dann doch ein wenig die Meinung über diesen Film zu ändern.

Zudem störte mich der gesundheitliche Umstand, dass das ständige Rauchen im Film als gut angepriesen wurde, um sich vom Feind zu unterscheiden. Diese Art von Schleichwerbung hätte man sich sparen sollen. Aber man wollte wohl in den langsamen Szenen wenigstens irgendeine Bewegung haben und sei es auch nur das Kräuseln von Zigarettenqualm.

Aber ich will nicht nur negatives über diesen Film schreiben. Die Luftkämpfe waren rasant, zwar etwas rar gesät, aber gut über CGI animiert dargestellt worden und erhöhten die Spannung. Wenn man mit den Figuren mitfiebern sollte, durch die flache Darstellung der Figuren war dies jedoch bei mir nicht der Fall. Der Einsatz von CGI tat dem sonst eher mauen Animationen sehr gut.

Filmmusik:
Die Filmmusik von Kenji Kewai war hingegen das Beste an diesem Film. Sie war teilweise einfühlsam, teilweise so gut komponiert, um die wenige Spannung bei den Filmszenen zu erhöhen und lässt auch ohne Film sich gut anhören. Zudem sind die Chöre von Kewai schon ein bekanntes musikalisches Werkzeug von ihm.

Fazit:
Kann sein das der Film Qualitäten hat, den die Filmkritiker mit all den Nominierungen und Auszeichnungen erkannt hatten. Für mich persönlich war der Film weder spannend, noch irgendwie logisch und das sehr gemächliche Tempo war einfach nur zum Einschlafen. Die Animationen waren bis auf die Luftkampfszenen eher mittelmäßig. Die doch sehr träge Story machte den Film noch langweiliger, hier wären schnellere Schnitte und eine sinnvollere Hintergrunderklärung für die Gesamtgeschichte von Nöten gewesen.

Laufzeit des Filmes:
122 Minuten (Uncut).

Qualität der Blu-Ray:
Bildqualität: 1080p/24 High Definition (1,78.1). Das Bild ist scharf und ohne Bildstörungen.
Tonqualität: Deutsch und Japanisch in DTS-HD Master Audio 5.1. Der Ton ist gut und die Dialoge gut verständlich.
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am 13. Dezember 2010
Hinweis: Diese Rezension enthält fast nur **Spoiler**, bitte nur lesen, wenn der Film angesehen (evtl. auch verstanden) wurde, alle anderen empfehle ich nicht zu lesen.

Das ist wieder typisch japanisch. Man erwartet ein Actionorientierter Anime, aber nein es wird wieder eine schwere Kost angeboten.
Es dreht sich wieder um eine, typisch japanische, melancholisch abstrakte Geschichte, die einem wieder zum Nachdenken erzwingt.

So habe ich "Sky Crawlers" ohne nachzuschlagen verstanden.

Bei "Sky Crawlers" handelt das Thema überwiegend über das "Klonen" (oder so eine Art davon) und deren Auswirkungen auf die persönlichen emotionalen Aspekte, und wie Menschen (in diesem Fall Kildrens - Kinder, die nie erwachsen werden) auf ihrer Art und Weise damit umgehen (oder auch nicht umgehen).

Der Kildren Yuichi wird in eine andere Station versetzt und obwohl er noch nie dort war, kann er sich auf einige Gegebenheiten z.B.: Personen (Mechanikerin bzw. die Mutter genannt wird) lückenhaft erinnern (Gedächtnislücke vom Klon zuvor?). Er gehört zu den besten Piloten und ist eher ein ruhiger Typ. Ihm macht es nichts aus ein Kildren zu sein (einige habe schwere Probleme damit). Sein Ziel bzw. sein Feind ist ihm nicht ganz klar und es ist ihm im Grunde genommen egal (ist wohl anscheinend besser den Feind nicht zu kennen, um keine emotionale Gefühle zu entwickeln - vom Konzern so gewollt?) - bis zu jenem Tag, als er den "Teacher" beim Luftkampf begegnet.

Seine wahre Natur, warum er dort stationiert ist, ist den "Teacher" auszuschalten. Aber dies gelingt niemanden, auch nicht mal der Kommandeurin Suito, die auch ein Kildren ist und beim Selbstversuch fast ums Leben kommt. Sie hat eine tiefgründige Beziehung zum "Teacher" und auch zu Yuichi (aber nicht direkt zu Yuichi). Ihre vermutlich einzige Erlösung von dem immer wieder kehrenden Schmerz (ihrer Erinnerungen) ist der Tod des "Teachers"!

Aber dies gelingt Suito auch nicht und stirbt im Zweikampf, um somit fängt alles wieder von vorne an. Ein neuer Klon tritt an seiner Stelle, mit denselben Eigenschaften (Zerbrechen eines Streichholzes) in der Hoffnung, dass der "Teacher" eines Tages besiegt wird.

Die Piloten wissen selber nicht, dass sie Klone sind, aber sie bringen einige gewisse identische Eigenschaften mit sich, z.B.: Zeitungspapier falten. Auf dieser Art und Weise will ein Konzern die Verluste im Krieg mindern.

Wie gesagt "Sky Crawlers" ist eine schwere Kost und nicht immer ganz klar. Nur beim genauen Betrachten wird einiges klarer. Ganz deutlich zeigt die Szenen NACH dem Abspann.

Erst dann wurde mir bewusst, worum es die ganze Zeitlang ging. Wirklich sehr ungewöhnlich!

Ich kann verstehen, dass einige mehr Action (sowie ich) erwartet haben und mit dem Endresultat etwas enttäuscht sind. Nachhinein finde ich es so auch sehr gut, dass "Sky Crawlers" so geworden ist. Die Geschichte ist zutiefst traurig und die Erzählweise hat eine Genialität an sich.

Einer sehr bedeutender Satz aus Sky Crawler ist: "Auch wenn alles gleich ist und auch gleich abläuft, findet man in der Landschaft immer etwas neues." So oder so ähnlich. Wenn man weiter nachdenkt, findet man sehr viele weitere Aspekte.

Was ich noch anmerken möchte ist, dass der Titel-Score absolut herausragend ist. Meiner Meinung nach wird die traurige Geschichte von dem Titellied perfekt wiedergegeben. Noch nie war ein Titellied so schön und so schön traurig.

Das Bild der Blu ray ist als sehr gut zu bezeichnen. Der HD Ton ist wuchtig (bei den Luftkämpfen) und toll abgemischt. Eine Tür hinter dem Protagonisten geht auch hinter mir auf, bzw. zu!
Die Extras sind sehr Umfangreich und enthalten sehr viele interessante Informationen Insgesamt knapp 1 1/2 Stunden (?).
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am 14. April 2016
die dennoch wie - im wahrsten Sinne des Wortes - im Flug vergangen sind. Wirklich erstaunlich!

Allerdings kann ich mich den positiven Rezensionen nicht anschließen und den Film als Meisterwerk zu bezeichnen. Dazu ist vor allem die Handlung zu flach und die Machart des Films nicht wirklich herausragend. Als schlecht würde ich den Film allerdings auch nicht bezeichnen, da ich während den ganzen zwei Stunden nicht einmal das Gefühl hatte, mich zu langweilen. Wirklich unterhalten hat er aber auch nicht. Eine vergleichbare Wirkung kann auch durch ein zweistündiges Nickerchen erreicht werden. Dementsprechend will ich hier auch nicht viel mehr Zeit auf diese Bewertung verwenden, zumal es genügend andere Rezensionen gibt, die auch den Inhalt wiedergeben.

Fazit: Einlullung in Perfektion. Kann man mal anschauen, gesehen haben muss man den Film aber definitiv nicht.
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am 3. April 2011
In einer parallelen Realität wurde der Krieg zwischen den Nationen abgeschafft. Doch so ganz ohne Krieg kann die Menschheit anscheinend nicht leben. An die Stelle von Auseinandersetzungen zwischen Nationen sind Luftkämpfe zwischen zwei Weltkonzernen getreten: Rostock und Lautern. Ihre Luftschlachten werden im Fernsehen live übertragen und beide Konzerne haben Fans, wie sie hierzulande Fußballmannschaften haben.

Yuichi Kannami ist Pilot für Rostock - und ein Kildren. Kildren sind geklonte Kinder, die durch eine gentechnische Veränderung nicht altern. Dennoch leben sie nicht lange, denn ihre Lebensaufgabe ist es, in den Luftkämpfen der Konzerne zur Unterhaltung der Menschheit zu sterben.

Eine Ausnahme unter den Kildren ist Suito Kusanagi. Ihre Fähigkeiten als Pilotin sind so überragend, dass sie den Luftkrieg überlebt hat und als Kommandeurin einer Basis nur noch selten selbst ins Gefecht zieht. Doch glücklich macht sie dies nicht. Denn so muss sie ihren Geliebten wieder und wieder sterben sehen...

***

Nach dem ersten Mal schauen hätte ich nie für möglich gehalten, dass ich mir die Mühe machen würde, über diesen auf den ersten Blick belanglosen Anime eine Rezi zu verfassen. Wie sehr ich mich doch geirrt habe.

Auch über eine Woche später lässt mich die ruhige und melancholische Atmosphäre dieses Animes nicht los. Wer hat sich nicht selbst schon mal wie ein Kildren gefühlt, geglaubt, sein Leben wäre vorgezeichnet und fremd bestimmt? Gibt es eine Möglichkeit diesem Kreislauf zu entrinnen? Soll man weiter mitmachen oder dem ganzen selbst ein Ende bereiten?

Mamoru Oshii gibt keine Antworten. Aber er stellt mit seinem Film in meinen Augen die richtigen Fragen. Und so enthält er sich selbst jeglicher Interpretation und erbittet vom Zuschauern nur eins: Unvoreingenommen an den Film zu gehen. Wer das tut und bereit ist, sich auf den Film einzulassen, der wird viele Ansätze zum reflektieren finden.

Eher nachrangig sind die Actionszenen. Die gibt es auch: Die Luftkämpfe sind hervorragend animiert und für den richtigen Sound hat sich Oshii die Unterstützung der Lucasfilm geholt. Dennoch wird enttäuscht sein, wer einen actiongeladenen Anime erwartet, denn die Stärke dieses 117 Minuten langen Filmes liegt in der stillen Tiefe.

Für Fans gibt es noch ein paar nette Anspielungen: Auf der Basis gibt es natürlich einen Basset (Oshii ist ein großer Fan dieser Hunderasse und lässt als 'Markenzeichen' in seinen Filmen daher gerne Bassets auftauchen). Und der Name Kusanagi ist bei Oshii für weibliche Befehlshabende anscheinend Programm. Sehr zur Atmosphäre trägt auch der OST von Kenji Kawai bei, das main theme ähnelt sehr dem tollen OST von Ghost in the Shell 2 - Innocence, ist nur dem Film entsprechend ein wenig ruhiger. Viel Mühe hat sich das Team auch bei den Hintergründen gegeben. Dafür sind sie sogar nach Europa geflogen und haben halb Polen fotografiert.

Fazit: Eine Empfehlung für alle, die Ruhe ertragen können und nichts gegen ein bisschen Emo-Stimmung haben. Vier Sterne.
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am 21. November 2011
Ziemlich intelligent inszeniert, aber mit nur wenig Tempo erzählt.
Streckenweise verliert sich die Spannung etwas und der gemächliche Verlauf erscheint langatmig.
Es gibt nur wenige Kampfszenen, aber die haben es dafür in sich.
Allgemein ist der Film aber interessant gestaltet und kann mit seiner melancholischen Grundstimmung durchaus faszinieren.

Der Zeichenstil ist nicht gerade eine Überraschung, aber das Spiel mit den Perspektiven während der Luftkämpfe macht den Film zu einem optischen Erlebnis.

Auch die Handlung ist wirklich gelungen, auch wenn Sie sich ab und zu Anleihen bei SciFi-Klassikern holt.
Die Erzählstruktur ermöglicht es dem Zuschauer, sich zunächst mit den Charaktären auseinanderzusetzen, bevor er mit Ihrem finsteren Schicksal konfrontiert wird.

FSK 12 ist vielleicht nicht ganz optimal da es um ein relativ menschenverachtendes System geht, aber FSK 16 wäre übertrieben.
Für Zuschauer ab 14 aufwärts ist der Film OK würde ich sagen.
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am 24. November 2015
Um die Menschen von ihren Alltagsproblemen abzulenken, bekriegen sich die Konzerne „Rostock“ und „Lautern“. Diese zynische Politik geht auch glänzend auf. Leidtragende sind dabei die Kriegspiloten, die dank dieser Beruhigungsstrategie zu Tausenden ihr Leben lassen. Ein solches potentielles Opfer ist auch das junge Fliegerass Yuichi, der sich nicht an seine Vergangenheit erinnern kann. Auf seiner neuen Basis wird ihm schnell klargemacht, dass er zu den „Kildren“ gehört, einer genmanipulierten Menschenkaste, die nicht altert und nur dazu da ist, in den Kriegsspielen zu sterben...

„The Sky Crawlers“ basiert auf einem als unverfilmbar gegoltenen japanischen Bestseller von Hiroshi Mori.

Kein genialer Tech-Noir Klassiker wie etwa "Ghost in the Shell", oder ein "Akira" aber doch ein faszinierender zum Nachdenken anregender Film auch, Dank des genial-lyrischen Soundtracks von Kenji Karwa.

Vier Sterne gebe ich gerne und nehme den Film in meine Samlung auf.
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am 13. Dezember 2014
Ein junger Flieger kommt in seine neue Einheit, dennoch kommt ihm vieles vertraut vor. Er ist ein Kildren, ein genmanipulierter Klon, ohne Vergangenheit, der nicht erwachsen wird und nie stirbt, geschaffen um als Jagdflieger zu kämpfen. Genauso seine Kameraden und seine Vorgesetzte. Sie leben ein Leben in Gleichgültigkeit, Langeweile, Routine, Stumpfsinnigkeit, Sinnlosigkeit - in einem sonnigen Sommer mit Schäfchenwolken und lauen Lüftchen.

Dies alles spiegelt der Film im Verhalten der Charaktere, deren Dialoge, der Landschaft und der Musik wider. Und ab und zu kommt die Sehnsucht nach Mehr, als wüssten die Kildren, es gibt noch etwas. Etwas fehlt, aber kann wohl nie erreicht werden. Diese Sehnsucht äußert sich in Grübelei, Nachtschwärmerei und bezahltem Sex.

Der Zuschauer sieht eine Welt so beschaulich, malerisch, reizvoll, verträumt, friedvoll und ohne Liebe. Ein unendlicher Sommer, aber eine bedrückende Leere. So bietet dieser Film die, nach japanischem Anime-Standard, freudvolle Angst am düsteren Zukunftsszenario dieses Mal in Himmelblau und Cadillacpink. Vielleicht ist er eine Analogie auf die ängstliche Sehnsucht nach dem Mehr, dem noch nicht erreichten Etwas im heutigen Alltagsleben.
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am 3. Februar 2011
In einer nicht allzufernen Zukunft ist die Menschheit in zwei Lager geteilt, die sich große Luftkriege leisten. Das Fliegerass Yuichi hat keine Erinnerung an seine Vergangenheit, als er einer neuen Basis zugeteilt wird. Seine Mitstreiter vermuten in ihm einen Kildren, ein genmanipuliertes Wesen, dass nicht altert und speziell für Kriegseinsätze gezüchtet wurde. So ist Yuichi's Außenseiterrolle von Anfang an festgelegt. Distanzierte Aufmerksamkeit erhält Yuichi von seiner Vorgesetzten Suito, die ein Geheimnis birgt.

Die ganze Geschichte wirkt unpersönlich. Ein Krieg, in dem es keine Guten und keine Bösen gibt; der einfach nur so stattfindet, erinnert an '1984' von George Orwell. Aber auch die Beziehungen der agierenden Protagonisten sind ohne Tiefgang, oberflächlich und austauschbar. Das hat was bizarr tragisches und erzeugt eine eigenartige Melancholie. Einige Szenenbilder fesseln und beeindrucken zugleich. Andere wieder wirken wie fein herausgearbeitete Bilder, in die viel Arbeit investiert wurde. Insgesamt eine fremde Welt, die sich einem nur schwer erschließt.
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am 26. August 2014
"The Sky Crawlers" kommt in einem sehr schönem Steelbook daher. Der Film erzählt die Geschichte des sehr jungen Kriegspiloten Yuichi, der auf einen Stützpunkt des Rüstungskonzern "Rostock" ankommt und dort seine Einsätze fliegt. Zwischen den Einsätzen zieht es ihn zu seiner Kommandantin Suito hin. Der Film hat viele ruhige Momente, dafür sind die Kampfszenen sehr toll umgesetzt. Der Film regt zum nachdenken an, da jeder Tag der letzte sein kann.
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