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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
6
4,5 von 5 Sternen
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am 14. Juli 2010
Plötzlich war es da: Das neunte Studioalbum der schwedischen Band erschien ohne das übliche Vorgeplänkel.
Keine vorsichtigen Andeutungen. Keine Infos über Studioaufenthalte. Keine Pressemitteilungen. Bis auf ein
paar Eingeweihte und die Beteiligten wusste lange Zeit niemand von dem neuen Projekt. Erst mit der
Veröffentlichung der Doppelsingle 'Gamla Ullevi'/'Skisser för sommaren' war die Geheimniskrämerei vorbei.
Die überraschte Fangemeinde wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte: Zu sehr spürten sie noch die
Strahlkraft des Vorgängers "Röd". Andererseits musste an dem lange gehüteten, neuen Schatz etwas Besonderes
sein.

Mit Titel und Cover von "En plats i solen" wollen Kent aber erst gar keine großen Erwartungen aufkommen
lassen. Das Cover stammt nicht vom Stammfotograf Jonas Linell, sondern vom Großanbieter GettyImages. Für
Eingefleischte ein schmerzhafter Bruch. Früher hingen sie sich Kentcover als Poster an die Wände. Nun
hängt das Kentcover bereits als Tapete an der Wohnzimmerwand des Balkongegenübers. Dasselbe Leid mit dem
Titel: Ein Platz an der Sonne ist der Name von gefühlt 100 Romanen und Filmen in aller Welt. Erst jüngst
warf die schwedische Bestsellerautorin Liza Marklund einen Krimi mit diesem Titel auf den Markt.

Alles nur ein schlechter Traum? Oder ist Kents Nummer Neun tatsächlich ein ungeplantes, lieblos in die Welt
gesetztes Kind? Ein musikalischer Marc-Kevin? Eine akkustische Jessica-Sophie?

Immer der Reihe nach: Kent und Sommeralbum? Da war doch mal was! Im Frühjahr 1996 brachten die Schweden ihr
zweites Album heraus - "Verkligen". Es enthielt feinen, leichten, gitarrenlastigen Rock mit Garagennote und
Texten, die von indianerroten Sonnenbränden, unverbindlichen Kuscheleien und zur Schau getragener Gelassenheit
handelten. Und schon damals sang Joakim Berg davon, den Platz an der Sonne erreichen zu wollen. Einen fernen
Platz, den es erst zu erkämpfen gelte. Vierzehn Jahre später bekunden Kent nun, ihn erreicht zu haben.

Doch was ist los? Am ersehnten Ziel angekommen, kehrt bei den vier Schweden alles andere als Ruhe ein: "En plats
i solen" ist nur scheinbar und stellenweise ein entspanntes Sommeralbum. Fraglos wecken 'Glasäpplen', 'Skisser
för sommaren' und 'Gamla Ullevi' Urlaubsgefühle. Sanfte Beats, heller Gesang und harmonische Streicher sind mit
gekonnt platzierten Soundeffekten unterlegt, die Assoziationen zur türkischen Riviera, kenianischen Safaris
oder gar Happy Hawaii wecken. Die Botschaft der Band scheint klar: Dieses Album ging uns leicht von der Hand.
Doch "En plats i solen" umfasst zehn Lieder. Raum genug, um die Strandidylle textlich wie atmosphärisch in
etwas umzukehren, dass man vielleicht die "Melancholie eines Spätsommerabends" nennen könnte - am ehesten
greifbar in dem Lied 'Ensam lång väg hem'.

Im Mittelteil des Albums halten verstärkt Gitarrenbegleitungen und -untermalungen Einzug, die auf "Röd" fast
ad acta gelegt schienen: Die Lieder vier bis sieben bilden das Mark "En plats i solens". Mit 'Ärlighet Respekt
Kärlek' und 'Varje gång du möter min blick' haben Kent zwei eingängige Popnummern aneinandergereiht, mit
denen sie sich wieder wie auf ihrem Bestseller "Vapen & Ammunition" als Gefühlsrocker outen. Sie verstehen es,
eben nicht nur mit kaltem elektronischen Sound für Gänsehaut zu sorgen. Vom dreckigen Gitarrenrock früherer
Zeiten sind sie hier aber genauso weit entfernt wie einst vom Platz an der Sonne.

Ein Teil der Lieder von "En plats i solen" wurde noch für das Vorgängeralbum geschrieben. Daher flackern
Überreste der alten Pläne und Ideen an manchen Stellen wieder auf, ohne dem neuen Album die eigene Identität zu
rauben: 'Minimalen' ist so ein Fall, ein Ausflug in düsterste Technokeller, der richtig Spaß macht. Oder 'Ismael',
in dem beide Alben ineinander verschmelzen. Es wäre vielleicht der bessere Opener gewesen und erinnert ein wenig
an die schwedischen The Knife aus der Zeit ihres "Silent Shout", ebenso wie in 'Glasäppeln' eine Spur von Björks
'Play dead' aufscheint.

Zwei Lieder sind zum Schluss noch besonders herauszugreifen: 'Team building' schließt den gefühlvollen und stets
spannenden Mittelteil als eines der besten Stücke ab. Kent wieder ganz typisch und ohrwurmverdächtig. Dagegen
fehlt dem Album ein starkes Outro: 'Passagerare' ist ein Pop-Duett mit der hauptsächlich im Jazzbereich
bekannten Sängerin Rebecka Törnqvist. Dazu Piano und Streicher - ein bisschen too much für den einen. Ein
potentieller Grandprix-Beitrag für den anderen. Mit anderen Worten: Kent ganz glatt. Mit dem reuevollen,
vergangenheitsverlorenen Text versuchte Jocke Berg allerdings wieder einige Falten hinein zu bügeln. Die
Rechnung ging nicht ganz auf.

Insgesamt ist "En plats i solen" keine Konkurrenz für "Röd". Die Band hat aber mehr als deutlich zum Ausdruck
gebracht, darauf gar nicht abgezielt zu haben. Das neue Album ist eher Produkt eines unbeschwerten und zwanglosen
Schaffensprozesses und entstand zwischen zwei Tourneen quasi im Vorbeigehen. Diese Lockerheit kann sich die Band
erlauben. Sie fühlt sich in der besten Phase ihrer Karriere und hat es geschafft, dieses überaus positive Gefühl
auf die Platte zu übertragen. Dennoch: Der laue Sommerwind wird als trügerisch empfunden. Jocke Berg weiß mit
seinen Texten daran zu erinnen, dass das Leben immer ein Wechselbad mit guten und schlechten Erfahrungen bleibt.
Egal, ob man noch unbeleckt am Anfang steht oder bereits viel dazugelernt hat hat - alles ist flüchtig, alles ist
von Bedeutung. (Nahezu) Reimlose moderne schwedische Lyrik vom Feinsten.

Unterm Strich sollte "En plats i solen" als gutes, annähend sehr gutes Kentalbum seinen Weg in den Warenkorb und
nach kurzer Zeit auch in die Herzen der Fans finden. Auch wenn es mit den übrigen 2000er-Alben der Band nicht ganz
mithalten kann, weil ihm die wirklich großen Momente fehlen, reicht es bei amazon.de immer noch für 4 1/2 Sterne.
11 Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. November 2011
Seit gut zehn Jahren begeistert mich jetzt schon diese tolle Alternativmusik-Band aus Schweden immer wieder mit großartigen Alben und außergewöhnlich guten, aber vor allem anderen Songs. Viele meiner Bekannten können in diesem Zusammenhang überhaupt nicht nachvollziehen, dass ich mir Musik anhöre, die ich aufgrund fehlender Sprachkenntnisse nicht verstehe. Ist es eigentlich immer so wichtig, ob man die Texte einer Musik versteht? Oder ist es nicht eher die Musik - also die Melodie, bzw. die Komposition - die einen anspricht? Kurz um, Musik ist für mich nur dann wirklich richtig gut, wenn sie meine Gefühlswelt sehr intensiv und individuell anspricht, bzw., wenn eine Musikgruppe es versteht, mit ihrer Musik die jeweiligen Gefühle authentisch zum Ausdruck zu bringen, und dabei entweder eine interessante Geschichte erzählt, oder schöne Bilder erzeugt. KENT - gehört unzweifelhaft zu meinen ganz persönlichen Lieblingsgruppen in der Rubrik - "Nicht englischsprachig / Nicht deutschsprachig".

Bereits zehn Monate nach dem exzellenten und sehr popigen Album - Röd - legten Joakim Berg und seine Mannen - mit - En Plats i Solen - zur meiner großen Überraschung einen neuen Silberling vor. Auf diesem Album präsentieren sich KENT zwar ebenfalls sehr popig, und erzeugen gerade bei Titeln wie - Ismael und Gamla Ullevi - durchaus Achtzigergefühle, fahren aber die starken Synthie-Beats, des Vorgängers spürbar nach unten, was aber die treibende Intensität der Songs nicht im Geringsten beeinträchtigt. Im Gegenteil, gerade Songs wie zum Beispiel - Team Building und Minimalen - die beim ersten Anhören vielleicht noch nicht "klickten", entfalten beim mehrmaligen Hören das Gefühl - "Bitte noch einmal!"

Mit - Glasäpplen, Skisser För Sommaren und Ärlighet Respekt Kärlek - befinden sich drei weitere großartige singletaugliche Songs auf dem Album, das mich unweigerlich von einem Platz an der Sonne träumen lässt. So haben nicht nur dieses Album, sondern auch die Band und ihre fantastische Musik nach wie vor einen ganz großen Platz in meinem Herzen.
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am 27. Mai 2011
Ich weiß nicht, wieso ich erst im Mai 2011 auf diese Band aufmerksam geworden bin. Zwischendurch bekomme ich dieses Gefühl, mein halbes Leben verpasst zu haben. Aber jede Phase soll ja laut Vorgänger-Rezession seine eigene Bedeutung besitzen und wichtig sein, deshalb glaube ich, dass auch dies seinen Grund hat. So kann ich - ohne jede Vorkenntnis - einfach gan unbedarft sagen: Diese Scheibe ist der Hammer! Ich muss gestehen, dass ich sehr von der Musik von Keane geprägt bin und seit "Under the Iron Sea" eine Band suche, die derergleichn ist und sich mit ihr messen kann - vergeblich! Als ich dann Ausschnitte aus diesem Album hörte, konnte ich es nicht glauben. Es ist von allem etwas dabei und ich bin begeistert von der klanglichen Vielseitigkeit, der Stimme des Sängers und der Tiefe und Weite der Songs! Lange nicht mehr hat mich etwas Neues so gepackt, dachte ich doch, wir sind in einer Zeit angekommen, da alle Lücken geschlossen sind und wir nur noch aufbereiteten Abklatsch zu hören bekommen. Nichts da. Es gibt sie noch, die Musik, die absolut ehrlich klingt, in der ich mich wirklich verlieren und in die ich mich wirklich verlieben kann. Kent - ein neuer Name in meinem Leben. Mit welcher Leidenschaft müssen Bandmitglieder besonders an den Songs 4, 5 und 10 geschrieben haben. Ich könnte die drei rauf und runter hören. Und auch der Rest ist umwerfend. Ich freue mich, mich nun an die vergangenen Werke heran wagen zu dürfen und freue mich auf eine Entdeckerreise. Ein absolutes Knaller-Album!
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am 29. August 2010
Was soll ich hier noch groß schreiben, dachte ich? Mein Vorredner hat sich ja bereits in epischer und auch kurzweiliger Weise über Kents neuen Longplayer ausgelassen. Für meinen Begriff hat er dabei leider die Musik an sich etwas außer Acht gelassen und hat seinen Schwerpunkt auf eigene Interpretationen der Randerscheinungen (Coverwahl, Fotograf, Texte von Jokke Berg) gelegt. Sicherlich kann man ihm damit gewisse Vorkenntnisse zur Band nicht absprechen, jedoch kann ich eine CD auf den Markt werfen, auf der 90 Minuten zu hören ist, wie ich mit einem Schneebesen im Topf kratze. Damit kann ich dann Millionen gesellschaftliche Probleme erklären und verknüpfen, dazu mache ich ein Cover von der Skyline der Bronx, um sozialkritisch auf die Bedingungen in dieser Gegend aufmerksam zu machen. Meine "Musik" hört sich aber einfach nur schei... an. Ich möchte hier ja nicht eine Rezension über die anderen Kritiker schreiben. Ich verstehe nur nicht, warum man nicht einfach nur die Musik bewerten kann, die ja bekanntlich Geschmackssache ist, anstatt in Spekulationen zu schwelgen, die mit dem eigentlichen Produkt nichts zu tun haben? Um nun endlich auf die Musik zu kommen habe ich folgende Meinung zu diesem Album. Es ist gigantisch. Kent verstehen es einmal mehr, eingängige Songs zu komponieren, die ihresgleichen suchen. Für mich waren bisher ihre Alben Vapens & Ammunition, Hjärta Smärta EP, Hangnesta Hill und Du & jag döden die absoluten Klopper. Kent haben Gitarrenmusik gemacht. Als sie dann mit Tillbaka... von diesem Genre etwas abgewichen sind, mit der Begründung, mal etwas anderes machen zu wollen, war ich zunächst ein bisschen enttäuscht, obwohl das Album an sich auch nicht schlecht war. Als dann Röd erschien dachte ich "nicht schon wieder nur Synthis". Klar hat mir die Musik auch gefallen, weil die Stimme Bergs herausragend ist und er es immer wieder versteht "Ohrwürmer" herauszubringen. Nur wenige Monate nach Röd erschien dann vorliegendes Album. Ich war gespannt in welche Richtung diese CD gehen würde? Zurück zur Gitarrenmusik? Nein, das nicht. Aber weg von Röd. Auch wenn die Songs teilweise für Röd geschrieben wurden, so unterscheiden sie sich trotzdem enorm, finde ich. Sie sind nicht so "düster" und abwechslungsreicher. Mir gefällt z.B. Passagerare außerordentlich gut. Gamla Ullevi ist ebenfalls der Hammer. Meiner Meinung nach gibt es auf diesem Album nicht einen Ausfall. Es wäre klasse, wenn sie sich mal wieder in Deutschland blicken lassen würden. Und wenn sie tatsächlich in einer Schaffensphase stecken, wäre es schön, wenn es mit der Veröffentlichung des nächsten Albums genauso schnell geht, wie mit diesem. Kent sind genial !!!
33 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. September 2014
Ich bin zwar ein absoluter Schwedenfan musste aber feststellen , dass mir diese CD nicht so ganz gefällt .Die Lieferung kam aber pünktlich .
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am 14. November 2011
Der gelieferte Artikel sowie der Service des Lieferanten entsprechen dem Angebot. Beides kann man jederzeit weiter empfehlen. Deshalb Fünf Sterne.
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