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Kundenrezensionen

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am 8. April 2017
Noch nie hat man diese Oper so packend erlebt wie in dieser Einspielung! Und ja, wenn nicht genauso doch ganz ähnlich könnte Mozart im Jahr 1791 geklungen haben. Hervorragend das Orchester, und auch wenn die Protagonisten keine klangvollen Namen tragen, brauchen sie sich nicht zu verstecken. Gerade die Nebenrollen sind vorzüglich besetzt, etwa die des Monostatos, von dem man sagt, er verkörpere die schwarze Seite Sarastros. Grandiose Effekte, die sparsam, aber zur richtigen Zeit eingesetzt werden, wie beim Betreten der Schreckenspforten, machen aus der "theutschen opera" ein Drama, dessen Faszination man sich kaum entziehen kann. Besser kann man dieses Stück nicht aufführen!
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am 24. September 2010
Die Zauberflöte ist Mozarts eigenartigste Oper. Eigentlich wird sie ja auch als Singspiel bezeichnet. Man könnte sagen, ein barockes Musical. Und eben da liegt der Hase im Pfeffer. Hört man sie ohne die Dialoge, kommt die Handlung nicht zum Vorschein und das Ganze verkommt zur Nummernrevue, zu eienr Art Best of bekannter Melodien. Hört man sie mit Dialogen, so wirkt das Ganze meist steif und ohne Esprit, da hat man oft geniale Sänger, die aber schlecht schauspielern. Eigentlich, so mag man sagen, taugt das Werk nur für die Bühne.

Es sei denn, es gelingt, das Geschehen lebhaft herüberzubringen und diese mystische, schöne, komische, anrührende Handlung zum Leben zu erwecken. Denn dann ist da gar kein Kitsch mehr, dann ist da Mozarts Märchenoper, die lebt und pulsiert und den Atem rauben kann.

Und genau das gelingt René Jacobs und seinem Team. Das ist dermaßen gut, das ist so liebevoll und so hochmusikalisch, dass es einen, wie Wolfram Goertz so treffend schreibt "systematisch in ein freudiges Delirium musiziert." Eine so lebhaft und auf musikalisch so hohem Niveau eingespielte Zauberflöte findet man nicht wieder. Lebhafte Tempi, die aber nie zu schnell sind und etwa die musikalischen Details verdecken (O zittre nicht!), tolle Akzente, wunderbare Effekte in den Sprechszenen, tolle Sänger. Mozart als Hörspiel. Ein echter Kracher, ein Quell reinster Mozartfreuden, der unbedingt glücklich macht. Sofort kaufen!
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am 23. September 2010
seit >figaro< und >cosi< und seinen einspielungen der späten sinfonien - welch eine
markante >prager< - weiss man, rene jacobs ist auch ein grosser mozart-dirigent, ein
aufgeklärter klassiker, der mozarts (sing-)spiel ernst nimmt.
kleinliches mäkeln - mir gefällt auch nicht jede >grosse< stimme - über vokale
besetzungen, individuelle stimm-timbre u.ä., sind im vergleich zum gesamtkonzept
und überzeugenden ergebnis irrelevant.

diese zauberflöte ist, nach abbados moderater neu-version, ein markstein moderner,
zeitgemässer mozart-interpretation, voller spielfreude, die dem rezitativischen drama
endlich den spielführenden handlungsraum gebührend zuweist und auch klangtechnisch
superb zum ausdruck bringt.
kurzum, wenn schon mozarts >zauberflöte<, dann diese !
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am 21. September 2010
Erneut ist es Rene Jacobs gelungen, ein in sich stimmiges musikalisch-dramaturgisches Konzept auf Tontraeger
zu praegen. Diese Neuaufnahme ist sehr individuell. Sie zeugt Konsequenz in der Auffassung des Werkes, und vor allem
von viel Detailarbeit, was Saengerfuehrung, Dialogregie und musikalische Ausarbeitung angeht. Bravo !
Kaum eine andere Aufnahme hat soviele Dialoge.
Im gewissen Sinne ist diese Aufnahme eine Antithese zu Klemperers Aufnahme, die gar keine Dialoge beruecksichtigt. Das betrifft die Dialoge, die bei Klemperer gaenzlich fehlen, den Orchesterklang, der bei Klemperer sehr ausgekluegelt, aber auch deutlich "schwerer" ist, und vor allem die Saenger: bei Klemperer sind es diese selbst, die viel zur Individualitaet dieser mittlerweile historischen Einspielung beitragen. Man wuerde wohl jeden von Klemperers Saengern unter hunderten wiedererkennen.
Obwohl wohl fast alle Saenger bei Jacobs eine gute Leistung bringen, so haben die Stimmen sehr wenig individuellen Eigenklang.
Dafuer sind sie von Jacobs sehr gut gefuehrt. Weil die Individualitaet der singenden und spielenden Figuren zur Gaenze durch die Regie bestimmt ist, klingt so manches dennoch gekuenstelt. Das faellt vor allem bei Papageno auf, der ein wenig in seiner Rolle eingezaengt wirkt und dadurch weniger spontan wirkt, als er es vielleicht koennte.
Dennoch, die Aufnahme klingt so frisch und ueberzeugend, und ist so verschieden von allen anderen, dass sie alleine dadurch eine Daseinsberechtigung hat.
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am 18. Dezember 2010
Auch wenn sich Jacobs viele Freiheiten gönnt, stellt diese Aufnahme zumindest was das Orchester anbelangt, alle anderen auf historischen Instrumenten in den Schatten. Dermaßen temperamentvoll und farbig, bis ins kleinste Detail geformt gab es "Zauberflöte" noch nie zu hören. Für manche Hörer werden anfangs erwähnte Freiheiten eine Beeinträchtigung darstellen. Zu hören sind nämlich auch merkwürdige Akzentuierungen und Fermaten, seltame Bechleunigungen, viele kleine von Jacobs eingeschobene Pointen, um Mozart noch lebendiger zu machen. Eine Eigenheit des Dirigenten, die viele nicht mögen, mich stört sie nicht.

Eher problematisch sind Jacobs Erklärungen zum Tempo im (hervorragenden) Booklet. So verweist er auf den "alla breve"-Charakter von einigen Stücken, realisiert sie aber meines Erachtens nur, wenn sie ihm in den Kram passen. Das ist jetzt keine Kritik am Musikalischen, sondern an der löchrigen Argumentation. Egal.

Die Sänger sind ok, das Ensemble von William Chrstie (mit einem feurigen Blochwitz und der exzellenten Dessay) gefiel mir aber besser. Aber insgesamt, auch wegen der liebevollen Gestaltung der fast ungekürzten Dialoge, ist JacobsŽAufnahme jener Christies knapp überlegen. Norrington und die anderen können da nicht mithalten...
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am 2. September 2010
Von René Jacobs ist man gewöhnt, dass er selbst bei Werken, die man bestens zu kennen glaubt, neue Aspekte zeigt und aufregend musiziert.

So ist auch "seine" Zauberflöte wieder ein neuer Blick auf das Werk. In "Amadeus" gab uns Milos Forman eine Idee von diesem Freihaustheater, das seit 1789 von Schikaneder geführt wurde. Da gab es viel Spektakel, weil ein Publikum kam, das Spektakel wollte.

"Ich bin aber sehr froh darüber und glaube, dass der Erfolg darin begründet ist, dass die Interpretationen besonders lebendig sind (etwa auch die Rezitative). Der Zuhörer soll sich nicht nur hinsetzen und sich von der Musik berieseln lassen."..Das sagt Jacobs über seine Interpretationen und dem kann man vorbehaltlos zustimmen. Hier wird nicht nur der Notentext wiedergegeben, sondern gestaltet.

Exemplarisch bei Pa,Pa,Pa. Die Scene wird gespielt und so gesungen. Mit den Freiheiten, die einer live Aufführung eignen würden. Solche Scenen ziehen sich durch die gesamte Wiedergabe. Diese Atmosphäre will Jacobs wohl einfangen, Nicht umsonst ist sein Pageneno ein junger Bariton,der durchaus in Operetten auftritt, spricht im Wiener Dialekt, wie auch andere Spieler der "Volksebene". Ob man das nicht lieber sehen als nur hören will, steht dahin.

Der Aufnahme sind nach konzertanten Aufführungen ,u.a.in Berlin gemacht worden ("Der Abend war nicht einmal ausverkauft. Da die Staatsoper auf ihre alte August Everding-Zauberflöte nicht verzichten will und René Jacobs sich weigert, Repertoirevorstellungen zu dirigieren, ging's nur konzertant...) so das Zitat vom RBB. Anderseits wurden diese bejubelt:"Der Abend hinterließ so einen etwas sehnsüchtigen Nachgeschmack, was an sich schon eine schöne Leistung der Kunst ist, auch wenn die Sehnsucht in diesem Falle sehr konkret war: namentlich nach einer nicht nur konzertanten Aufführung dieser Qualität und Konzeption" meint Tobias Roth.

Musikalisch ist diese Wiedergabe orchestral wieder überwältigend gut, auch wenn Jacobs diesmal die Freiburger nicht im Boot hat. Es ist ein gewisses Pardoxon, dass man sich eigentlich an keine Wiedergabe von Jacobs wegen der Sänger erinnern wird. Dabei war er selbst ein so überzeugender Counter. Aber seine Sänger sind eigentlich nie von der Qualität, dass man wegen ihnen die Aufnahme besitzen sollte. Damit ich nicht missverstanden werden, schlechte Sänger hat Jacobs nie, aber doch ebenso wenig überagende. So auch hier in der Zauberflöte. Am Angenehmsten finde ich den schlanken Bass von Fink, auch wenn er nicht den Hörgewohnheiten mächtiger Stimmen des Sarastro entspricht, wie wir sie von finnischen Sängern kennen. Die Königin der Nacht kann an hervorragende Wiedergabe einer Damrau oder Gruberova nicht anknüpfen, Petersen ist ein sehr gute Pamina, aber davon gibt es doch ziemlich viele. Umwerfende Interpretationen stammen von anderen.Gleiches kann ich zum Tamino schreiben. Behle ist sicher ein guter Tamino, gerät aber sofort in den Schatten von Wunderlich. Ich höre ohnehin lieber leichtere Stimmen, wie etwa Blochwitz mit Harnoncourt oder Christie.

Wenn ich ein Fazit ziehe: Musikalisch ist diese Wiedergabe sehr gut,orchestral ausgezeichnet,die Sänger sind gut, nicht herausragend und grundsätzlich stelle ich die Frage,ob man einen solchen Zugang zum Werk nicht lieber sieht als nur hört.
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am 10. März 2012
Die vorangegangenen Rezensionen beschäftigen sich oft mit der Frage, wie authentisch nun diese Einspielung ist. Dazu vorweg, dass "Authentizität" m. E. eine Projektion fiktiver historischer Rekonstruktionen ist...

Insgesamt finde ich diese Aufnahme sehr gelungen. Ich mag Jacobs und ich mag seine Art, immer etwas besonderes aus einer Partitur herauszuholen. Dabei mag es auch z.T. Effekthascherei sein, aber diese ist besonders gelungen: Jacobs setzt mit seiner Interpretation ungewöhnliche Akzente. So musste ich, als geübter Hörer, an vielen Stellen "aufhorchen", was Jacobs zu bieten hat.

Im Gegensatz zu vielen Vorrezensenten finde ich die Dialoge zum Teil sehr hölzern und teilweise langweilig... Natürlich wird mir gleich gesagt, dass ich die komplexe Struktur nicht verstanden habe :-) Egal. Da finde ich die Einfälle von Jacobs mit Arienzitaten und Hammerklavier echt cool.

Die Besetzung ist insgesamt herausragend. Alles in allem eine wirklich gelungene Aufnahme, die insbesondere die konventionellen Aufnahmen, streicherlastig und weichgespült, in angenehmer Weise ablöst.
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am 14. April 2011
Musikalisch ausgereift und ausgereizt in jede Dimension: Das Bretterbudenspiel im Prater, das unvergleichbare Singspiel, das keine Staatsopernbühne braucht, sondern völlig aus sich heraus wirkt, leichte, jugendliche Stimmen, die sich prachtvoll entfalten, orchestral zisiliert, wie es noch nie zu hören war - ein Mysterienspiel das vom ersten Takt fasziniert und packt. So - noch nie gehört.
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am 20. November 2010
.... schöne,frische Aufnahme, hatte einen Teil während einer Autofahrt im Radio gehört und hier zu kaufen gefunden. Einer Mitfahrerin war auch der besondere Klang und die Lebendigkeit der ansonsten aus vielen Aufnahmen bekannten Musik aufgefallen. Hört sich nach alten Instrumenten an, sagte sie, was der Orchestername AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK nach der MailAnfrage beim Sender zu bestätigen schien. Auch wenn schon einige Aufnahmen der Zauberflöte im CD-Regal stehen - diese Aufnahme reiht sich nicht ein, sie hat Anspruch auf einen Einzelplatz.
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am 11. Oktober 2010
Die neueste Grosstat von Alte Musik Dramaturg und Alleskoenner Rene Jacobs, die Aufnahme der Zauberfloete, hinterlaesst eine gemischte Begeisterung. Leider hat Jacobs seiner Sendung folgendend diese Spieloper so rekonstruiert wie sie - wahrscheinlich - im Orginal einmal zu Mozarts Lebzeiten in Wien aufgefuehrt worden ist. Das muss scheitern. Der Grund ist sehr einfach - das Kasperle Theater der von Jacobs mit viel Akribie rekonstruierten Original- Dialoge" teilweise freizuegig mit Arienhaeppchen vom Hammerklavier unterlegt ruiniert den Mozart.

Mozart steht eben nun mal - man mag es leiden oder nicht - weit ueber der flachen Musical Style Basisgeschichte der Zauberfloete. An dieser Diskrepanz sind schon viele gescheitert - Jacobs scheitert daran auch. Textdichter Schikaneder arbeitete fuer ein Marktpublikum - Mozart komponierte dazu Musik fuer die Ewigkeit.

Wer also musikalische Perlen vor die beruehmten Schweine" wirft kommt in Gefahr wenn man die Musik Mozarts dem Markt unterordnet, das man sich als Hoerer in den Zirkus versetzt fuehlt in dem man fein Menuett tanzt.

Passt nirgendwo der Schuh - leider. Bleibt eine enorme musikalisch hochstehende - kaum zu uebertreffende Auffuehrung sobald sie Mozart erreicht - die Klimper-Dialoge und der Zirkus drumrum mag Orginal sein aber ist mehr als ueberfluessig. Sie wirken teilweise echt stoerend.

Deshalb die Musiknummern hoeren und den Rest vergessen. Das unvergleichliche junge Saengerensemble das Jacobs aufbietet lohnt es immer diesen Mozart im Orginal zu geniessen. Jacobs hat nicht Mozart ernst genommen, wie er sagt, sondern die Zirkus-Premiere zur Mozart Zeit woertlich - die aber gehoert zu recht vergessen. Mozarts Musik und Jacobs Interpretation bleiben aber nach wie vor musikalische Sternstunden.
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