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TOP 1000 REZENSENTam 12. November 2015
Nicht zuletzt wegen des gleichnamigen Filmes (der sich eher lose an diesem Buch orientiert) bin ich auf "Das Ziegenbuch" von Ron Johnson aufmerksam geworden. Es geht darum, wie New Age denken und Parapsychologie in die US Army, die Special Forces und in die Geheimdienste eingeführt werden sollten. So gab es Programme aus Soldaten Jedikämpfer zu machen, die durch Wände gehen sollten. Aber es ging auch etwas kleiner: Es sollten Terroristen durch Telepathie gefunden werden, es gab Programme mittels Wahrsager in die Zukunft zu sehen aber auch fremde Gedanken in Gegner einzuschleusen.
Jon Ronson hat jetzt das große Talent, dass er ein toller Zuhörer ist und zur Freude der Leser erzählen die Beteiligten auch völlig unkritisch den größten Unsinn und berichten über Programme, bei denen man denkt: "Meint der das ernst?" (Anfangs war Ronson noch so unkritisch, dass ich dachte, er glaubt Uri Geller tatsächlich, dass dieser ein Geheimagent sei, der seine PSI-Kräfte an das Militär verkauft - aber im Laufe des Buches wird klar, dass Ronson, nicht an PSIU glaubt). Der erste Teil ist daher unterhaltsam und lustig, wenn auch nicht sehr tiefgreifend.
Doch dann kommt der zweite Teil und da zeigt Ronson, dass diese PSI-Geschichte sehr bitterböse Wurzeln geschlagen hat. Aus derselben Denke heraus stammen nämlich zahlreiche Foltertechniken, die u.a. in Abu GRaib eingesetzt wurden. Und spätestens hier bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Ronson beschäftigt sich im zweiten Teil mit Black Ops , mit Folter und mit Verhören unter Drogen. Und hier wird aus einem unterhaltsamen, lustigen Buch plötzlich ein tiefgreifendes, wichtiges und sehr empfehlenswertes Buch.
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"Men who stare at goats" ist ein Buch, auf das ich womöglich nie aufmerksam geworden wäre, hätte ich nicht den gleichnamigen Film mit George Clooney und Jeff Bridges gesehen. Ich liebe den Film. Im Bonusmaterial wurde immer wieder betont, dass weit mehr im Film auf realen Begebenheiten beruht, als man vermutlich für möglich halten würde. Und man solle doch das geniale Buch lesen, das die Grundlage für den Film bildete.

Das tat ich. Und ich habe es nicht bereut. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches kommt einem vieles bekannt vor, wenn man den Film kennt. Doch das Buch bietet weit mehr.

Ich hatte das Gefühl, Jon Ronson hat von einigen abstrusen Praktiken des Militärs erfahren und wollte zunächst eine heitere Geschichte über schräge Typen schreiben, die Ziegen zu Tode starren und durch Wände gehen wollen. Doch im Laufe des Buches wird deutlich, dass die schrägen Typen im Grunde auch eine Art Pioniere waren, die durchaus auch etwas verändert haben. Entsprechend wird der Ton des Buches gegen Ende etwas ernster, vor allem dann, wenn es um Skandale des US-Militärs geht, etwa um Abu Ghraib oder Guantanamo.

Jon Ronson erzählt von seinen Recherchen und von den Personen, die er dabei kennenlernt. Man bekommt einen guten Eindruck davon, warum diese tun, was sie tun. Man darf nicht vergessen, dass vieles davon streng geheim ist, oder zumindest war. Jon Ronson kann also kaum Beweise präsentieren. Er überlässt es oft geschickt uns Lesern zu entscheiden, wem man wie viel glauben kann. Aber er macht auf recht spannende und unterhaltsame Weise deutlich, wie abstruse Ideen dennoch zu realen Methoden führen können, aber auch, dass die besten, friedlichsten Grundsätze zu wahren Foltermethoden führen können.

Während der Film die einzelnen Geschichten zu einer fiktiven Gesamthandlung zusammen schnürt und somit bis zur letzten Minute spannende Unterhaltung aus Hollywood bietet, bleibt Jon Ronson im Buch bei seinen Recherchen. Im ernsteren letzten Teil fehlt allerdings hin und wieder das gewisse Etwas. Ich schätze, gerade bei den Skandalen, gibt es andere Bücher, die gründlicher informieren. Auch zu den einzelnen beschriebenen Methoden der Jedi-Krieger gibt es weitergehende Literatur.

Der Vorteil von Jon Ronson ist allerdings, dass er sich auf die Menschen konzentriert und seine Recherchen unterhaltsam schildert. Sein Buch ist durchaus zu empfehlen. Man darf allerdings keine Lektüre erwarten, die bis zur letzten Seite witzig und unterhaltsam ist.
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am 29. März 2012
Jon Ronson a "Gonzo" Journalist, non-fiction writer & documentary film maker in his 3rd book claims the US Army in the late 1970's and early 1980's adopted New Age concepts and developed psychological warfare techniques, non-lethal weapon systems and "human potential movement" for use in US Army units. His many vignettes are based on the stories told by "real people" who were involved in the initial development of many of these "techniques" in the Post-Vietnam 1970's. LTC Jim Channon is a retired US Army officer and developer of "The First Earth Battalion" which he continues to operate as a civilian organization. Did the US Army really have him develop this or did he do it on his own free time and continued his concept after he retired?

As a young US Army MI Officer at the end of the 1970's and early 1980s I had a lot of contact with Special Forces soldiers. In the Cold War years, they talked of "long hair" teams who infiltrated behind enemy lines as civilians and they also talked about those OTHER "long hair" teams. Maybe a test unit? Special Forces is trained in "unconventional" warfare which means "thinking outside of the box". The US Army does experiment with "new" concepts and some I have seen could be considered a bit "whacky". Unfortunately for the author, he can only report the stories of the people who told him and cannot get an official substantiation to prove that these "stories" are true or not.

The Army has been involved for years in developing non-lethal weapons such as BZ gas in the 1960's, Psychological warfare and many non-lethal weapons systems. After 9-11 a new interest in the development of these systems to help reduce collateral damage began and I think a lot of discussion was going on in military circles that Ronson picked up on and started to investigate the beginnings of this for his book.

Maybe we will know after 2030 when documents form the 1980's are declassified or we will find out if thrsr were just the "fantasies" of former military personnel.

The book was fun "escapist" reading whether you believe the various storylines in the book or not. He writes well, it is humorous with a "conspiracy" twist. Great weekend or beach reading!
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am 17. Juli 2016
Ein weiteres Meisterwerk von Jon Ronson. Wer den Film gesehen hat, wird das Buch, das viele weitere Hintergrundinfos liefert, vermutlich binnen kürzester Zeit 'durchgehen'
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am 26. Februar 2007
Es gibt hochgeheime Projekte beim Militär, wo Nahkampf-Spezialisten (erfolgreich) üben, Ziegen so lange anzustarren, bis sie tot umfallen. Das glauben Sie nicht? Doch, doch. Jon Ronson wird es Ihnen haarklein erzählen, und dabei noch einen ganzen Sack anderer Geschichten aufmachen, die nicht minder obskur sind: Von hochrangigen Militärs, die (vergeblich) versuchen, durch die Wand zu gehen, oder von einem Folter-Spezialisten, dem von seinen eigenen Kollegen LSD verabreicht wird, um zu überprüfen, ob man sich weiterhin auf sein Stillschweigen verlassen kann (konnte man nicht), und der daraufhin aus einem Fenster im 10. Stock geworfen wird (tödlich). Nebenbei erfährt man in diesem Buch auch von hochgeheimen Plänen gewisser US-Militärstrategen, andere Völker zu unterwerfen, indem man ihnen tagelang dasselbe Lied aus der Sesamstraße brüllend laut vorspielt; von „Predator“ genannten, handlichen Multi-Werkzeugen, die man beispielsweise auf dem Boden liegenden Verdächtigen ins Ohr stecken kann, um sie zum schnellen Aufstehen zu motivieren oder ihnen, in einer anderen Anwendung des Predators, ein Auge herauszuhebeln, weil sich dadurch eine relativ abschreckende Wirkung für die Umstehenden ergibt. Wir erfahren außerdem von militärischen Remote-Viewing Spezialisten, die mit unglaublicher Treffsicherheit ihren Geist an entlegene Orte versetzen können und die von dort Unglaubliches berichten – etwa über die Probleme der unterirdisch lebenden Marsbevölkerung, von der ein Großteil liebend gerne auf die Erde einwandern würde, wenn nur die hier lebenden Eingeborenen nicht so aggressiv wären.

Der hintergründige Schreibstil Jon Ronsons macht dieses Buch zu einem erstklassigen Lesevergnügen, und wenn seine Geschichten aus den Geheimlabors unseres merkwürdigen Planeten nicht gleichzeitig zum Schreien komisch wären, dann würde man nach dem Lesen am liebsten bei den Marsianern anfragen, ob sie nicht ein friedliches Plätzchen in einer ihrer Höhlen frei haben.
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am 16. März 2014
Wirklich merkwürdige Geschichten, interessant verknüpft. Wer Jon Ronson mag, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. 4 Sterne
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am 13. Januar 2013
Ronson is to be saluted and everybody who is supporting him, for making his kind of research possible. It is a fun read it you do not dwell on the dark side.
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