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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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4,0 von 5 Sternen
DEUS EX: Human Revolution
Plattform: PC|Version: Standard|Ändern
Preis:7,95 € - 80,93 €

am 5. März 2013
Human Revolution ist die spielbare Action-Version einer dystopischen Novelle, die an eine Mischung aus Gattaca, 1984 und The Matrix erinnert.
Hauptfigur Adam Jensen ist ein einsamer Kämpfer in einer Welt, die von Abstumpfung, Resignation und Zorn dominiert wird. Über die Handlung will ich gar nicht allzuviel schreiben, das Spiel wirkt umso fesselnder, je weniger man anfangs darüber weiß.
Nach dem sehr stimmungsvollen Prolog, der gleich klar macht, dass es sich auch thematisch um Erwachsenenunterhaltung handelt und nicht um einen 08/15-Shooter, teilt sich das Game grob in zwei Bereiche: In den Städten kann der Spieler Nebenmissionen absolvieren, Waffen und Upgrades kaufen und sich mit zahlreichen Charakteren unterhalten. Beginnt er durch einen festgelegten Auslöser eine Hauptmission (manchmal auch IN der Stadt), verändert sich das Gameplay in Richtung "Schleich-Shooter", d.H. es geht meist darum, Räume zu durchqueren oder zu umgehen und Ziele zu erfüllen, ohne von Gegner gesehen und angegriffen zu werden. Theoretisch kann man auch versuchen, sich einfach durchzuballern, was aber wegen zwei Dingen immer eine schlechte Idee ist: 1. Durch den ausgelösten Alarm erhöht sich die Gegneranzahl massiv und 2. Die Munition reicht NIE. Es macht aber ohnehin viel mehr Laune, sich in Deckung zu begeben, die Wachen zu beobachten und im richtigen Moment entweder die Tarnung zu aktiveren oder einen Gegner auszuschalten. Zusätzlich kann (und muss) Adam durch das Freischalten seiner Augmentierungen (technischer Körperverbesserungen) neue Fähigkeiten entwickeln, die das Gameplay und sogar den Handlungsverlauf massiv beeinflussen, z.B. durch den "Sozialoptimierer", der anspruchsvolle psychische Analysen des Gesprächspartners anfertigt und so neue Gesprächsoptionen anbietet. Beim ersten Durchspielen war ich mehrmals überrumpelt vom Ideenreichtum der Entwickler und den clever in die Level eingebauten Möglichkeiten, diese Sonderoptionen auch wirklich zu nutzen.
Die Städte und Orte sind dabei sehr düster gehalten und erinnern im Setting etwas an Blade Runner.
Die Story wird zunehmend komplexer und schafft es, einen wirklich fürs Durchspielen zu motivieren. Einige kleine Überraschungen sind auch eingebaut.
Achja: Das Game ist stellenweise richtig fordernd, verlangt Geduld und Hirnschmalz ... Gelegenheitsspieler könnten damit überfordert sein. Umso befreiender das Gefühl, wenn die Mission erfolgreich abgeschlossen wurde.

So, wo Licht ist, ist aber auch Schatten, und den sehe ich zum einen bei der Technik, zum anderen bei zwei Punkten des Gameplays.
Die technische Seite bezieht sich auf die Grafik, hauptsächlich die Gesichtsanimation: Sie ist mies. Und ich meine RICHTIG unnötig unüberzeugend mies. Kaum eine Mundbewegung passt zum Gesagten und die Figuren zappeln unrealistisch mit den Köpfen hin und her. Das klingt hier vielleicht nach einem vernachlässigbaren Manko, hat die Atmosphäre für mich aber spürbar gestört. Vor allem, da die Grafik der Außenwelt mit ihren verschwommen-trüben Lichteffekten wirklich überzeugend und stimmig ist.
Die Gameplay-Kritik bezieht sich zum einen darauf, dass die Entwickler an zwei Punkten vergessen zu haben scheinen, dass sie einen Titel für Volljährige programmieren wollten:
Zum ersten ist die Menge an Munition, die man von Gegnern aufklauben kann, lächerlich. Ich knocke fünf Gegner aus und habe nur 10 Standardgewehrschuss mehr, da jede der Waffen nur zwei Kugeln enthielt?! Hier versuchte man durch das unrealistische Niedrighalten der Munitionsmenge den Spieler zum Sparen und damit zum Schleichen zu zwingen, was nicht nur völlig unglaubwürdig, sondern auch komplett unnötig ist, da das Game einen durch starke Gegner und die taktische Herausforderung schon genug überzeugt, nicht den Rambo zu markieren.
Zum Zweiten, und was schwerer wiegt, zwingt einen das Game zu vier "Bosskämpfen", die nur mit äußerstem Geschick, Glück und genügend zuvor gesammelter Munition überstanden werden können (geht die Munition aus, bevor der Gegner tot ist, hat man halt Pech gehabt ... Nahkampfangriffe funktionieren nicht).
Warum der Hersteller hier so vollständig mit dem "Think, don`t shoot"-Konzept gebrochen hat, versteht man auch in der Fangemeinde nicht wirklich.

Von den genannten Schwächen abgesehen kann ich das Game aber jedem empfehlen, der eine komplexe, ansprechend präsentierte Story erleben möchte und dabei mal intelligente Levels abseits des Call of Duty-Schlauchs durchqueren will.
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am 24. Juli 2014
Wer Deus Ex kennt dem brauche ich glaube ich gar nicht mehr viel zu erzählen, es wird aber sicher auch Neueinsteiger in dieses Universum geben. Deswegen hier ein kurzer Text zu den Hintergründen von Deus Ex Human Revolution.

Das Spiel ist in der Zukunft, jedoch noch vor Deus Ex 1 angesiedelt.
In dieser Zukunft ist ein Konflikt zwischen Menschen und Augumentierten Menschen besser gesagt "Cyborgs" im Gange.
Mit Augumentierungen lassen sich (auch Heute schon) Körperteile ersetzen Prothresen bei Amputierten beinen zum Beispiel.
Dieses Szenario wird in DX HR jedoch noch ausgebaut, sodass sich viele Menschen freiwillig diese Augumentierungen einsetzen lassen um besser sehen, schneller laufen, oder höher Springen zu können.

Es gibt drei Fraktionen die eine Seite sind menschen die strikt gegen jegliche Form von "verbesserung" des Menschlichen Körpers sind, die andere sind die Augumentieren Menschen selbst und die dritte die das ganze Dilemma zum Geldverdienen nutzen will. Der Hauptcharakter steht in dem Konflikt zwischen den Fronten und wird im Laufe des Spiels einge Entscheidungen treffen die ihn für oder gegen eine der drei Fraktionen arbeiten lassen.

Zum Spielen wird ein Steamkonto benötigt was für mich als PC Spieler alles andere als ein Nachteil ist, Leute die nur gelegentlich Spielen wollen könnten das jedoch anders sehen, deswegen erwähne ich es hier bewusst dazu.

Zur Technik sei gesagt, dass sie Teils wirklich nicht mehr zeitgemäß ist, gerade in den gesprächen vielen mir die sich ständig wiederholenden Animationen gleich am Anfang bereits negativ auf. Da der Artstyle und der Gelbfilter das Setting jedoch perfekt ergänzt ist das nur ein kleiner Mangel.
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am 18. April 2014
Cyberpunk. Dieses Genre an sich ist ja schon sehr geil und gibt einem sehr viel zu denken. Wie sehr darf und sollte der Mensch in seine Entwicklung, in seinen Körper eingreifen? Bleibt er dann noch ein Mensch, oder wird er zu einem Roboter, einem Wesen, dass dem Menschen, wie wir ihn kennen haushoch überlegen ist? Wird die Menschheit sich in zwei Klassen aufteilen?

Die Story des Spiels spielt einige Jahre vor dem ersten Teil und zeigt die verschiedenen Reaktionen gegenüber den Augmentierungen, der mechanischen Optimierung des Menschen.
Adam Jensen, Sicherheitschef von Sarif Industries (oh bitte gebt mal den Titel dieser fiktiven Firma in Google ein und bewundert die Wallpaper), wird bei einem Angriff von (bis an die Zähne-)Augmentierten auf die Labore des Unternehmes lebensgefährlich verletzt, seine ehemalige Partnerin Megan Reed, welche die Forschungen leite, wird so scheint es getötet.
Damit Jensen überleben kann, werden an ihm Operationen durchgeführt, die ihn durch Bioprothesen und Implantate unfreiweillig zu einem Augmentierten machen. Sein Chef weist in an, herauszufinde, wer für den Angriff verantwortlich ist.

Meine bescheidene Meinung ist, dass sich die Macher auf der einen Seite echt sehr viel Mühe gegeben haben, was vor allem die Architektur und das Design der Hauptcharaktere angeht, dafür aber extrem lieblos mit der Gestaltung restlichen Bevölkerung und Nebenschauplätzen, wie Hausfluren umgegangen sind. Hausflure sind hauptsächlich kahl, zwischendurch stehen unsinnigerweise Kisten in den Gängen herum und die vielen eineiigen X-Ling-Passanten tragen den Titel ‘Zivilist/in’.

Das Spielsystem hat mir sehr gefallen, es gibt immer mehrere Möglichkeiten Quests zu lösen. Da ich zuvor nur Deus Ex Invisivle War gespielt habe, kann ich nur damit vergleichen – es hat bestimmt genauso viel Spaß gemacht.

Summa summarum war das Spiel gut, aber in meinen Augen hätte noch mehr gemacht werden können und leider, leider muss ich für mich sagen, dass die Story mich auch nicht übermäßig vom Hocker gerissen hat.

by Elektrohase (veröffentlicht auch auf meinem Blog [....]
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am 24. Dezember 2012
Deus Ex mit einem Wort zu beschreiben ist schwierig. Zu Anfang war es "verfluchte Konsolenversion". Danach war es "Hm, netter Shooter, aber kein Deus Ex". Und dann kam die erhoffte Wende und Deus Ex hat mich voll in seinen Bann gezogen. Ja, ich weiß, dass das mehr als ein Wort ist ;-)

Deus Ex 3 fängt gemächlich an. Man hat Zeit, sich an die Grafik zu gewöhnen und wieder in das typische Feeling einer Welt, in der die Implantate technischer Natur sind und nicht aus Silikon. Mit einem Überfall auf den eigenen Arbeitsplatz beginnt dann die Action und ich muss leider feststellen, dass man Deus Ex ansieht, dass es auch für Konsolen heraus gekommen ist. Automatisches Verstecken, um die Ecke lehnen und schießen sind typische Anzeichen.

Doch wertet dies die PC-Fassung ab? Nach den ersten Schießerein war ich noch der Ansicht, aber im weiteren Verlauf des Spiels gewöhnt man sich daran. Je nach vorgehensweise ist es auch sehr sinnvoll, sich zu verstecken, aus der Deckung zu schießen, verstecken und wegrennen. Nach einer Stunde hat mich das schon gar nicht mehr gestört.

Doch dann kam ein anderes Problem. Deus Ex hat sich durch die Implantate seiner Zeit ausgezeichnet; Upgrades, die dem Spieler Vorteile gegenüber seinen NPC verschaffen. Bei Deus Ex: Human Revolution hatte ich zu Anfang nicht das Gefühl, dass ich die s. g. Augmentierungen wirklich benötige. Einzige Ausnahme war das Hacker-Upgrade. Die für die Story relevanten Schlösser sind allesamt mit der Standartausrüstung zu schaffen; Upgrades waren für mich in der ersten Zeit nicht notwendig. Hier hat sich eine kleine Enttäuschung bei mir eingeschlichen.

Nach einiger Zeit wurde ich jedoch eines besseren Belehrt. Upgrades in der Hackerfunktion öffnen jede verschlossene Tür, lassen Roboter gegen die Gegner kämpfen. Unsichtbarkeit lässt einen an den Überwachungskameras vorbei schleichen, mehr Sprungkraft sorgt dafür, dass man sich mal eben in Sicherheit springen kann. Ein Ausbau der Kraftaugmentierung sorgt nicht nur für mehr Platz im Inventar, sondern dafür, dass man schwere Kisten aus dem Weg schleppen und auf Gegner werfen kann. Dadurch kommt man an viele Lüftungsschächte ran, sodass man großen Schießerein aus dem Weg gehen kann. Mehr Kontrolle über die Waffen sorgt für ein ruhigeres Zielen, mehr Panzerung für etwas mehr Atemluft in den Bosskämpfen. Da ist es wieder, das Deus Ex Feeling!

Der Tech-Baum ist übersichtlich gestaltet und bietet bis zu einem gewissen Grad auch die Möglichkeit, individuelle Charactere zu erstellen. Grundsätzlich hatte ich immer ein bis 2 Punkte übrig, um in kniffligen Situationen entsprechende Skills zu aktivieren. So habe ich bei Bosskämpfen schnell andere Augmentierungen aktiviert. Auf einige habe ich jedoch auch verzichtet; mehr Batteriepower war erst zum Ende des Spiels hin nötig.

Appropos Spiel: Deus Ex kommt mit einer dichten Atmosphäre und Story daher. Viele Nebenmissionen bieten Abwechslung und bringen etwas Tiefe in die Vergangenheit des Hauptcharacters. So erfährt man über seine Vergangenheit und kann sich besser mit ihm identifizieren. Unerwartete Höhepunkte bietet es meiner Meinung nach nicht, aber es fesselt mich lange an meinen PC. Ich habe gemerkt, wie dieses "nur noch 5 Minuten" mich bei Deus Ex: HR wieder eingeholt hat. Ständig wollte ich noch die nächste Ecke erreichen, die nächsten Ziele erledigen, und das macht ein klasse Spiel aus.

Fazit: Deus Ex: Human Revolution bietet mir wieder das typische Feeling eines DX. Es fesselt mich an den PC, es lässt mich die Zeit vergessen und mit jedem Erfahrungspunkt, den ich in Augmentierungen investieren kann, wird es für mich mehr und mehr ein Shooter mit etwas ganz besonderem, was ich persönlich in anderen Spielen nicht erlebe. Ich empfehle es jedem uneingeschränkt weiter und kann nur sagen: Mehr davon!
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am 6. Februar 2013
Bin absolut begeistert gewesen.

-Story 10 /10 (Verschwörungen, Wendungen, schicke Charaktere)
-Atmosphäre 10 /10 (coole Welt ->Cyberpunk stil, sehr viele extras wie E-mails, Zeitungsartikel die dir die Welt näher bringen.)
-Grafik 7 /10 (für heutige Verhältnisse etwas veraltet, aber hat meinen spielspass nicht gehämmt.)
-Sound 10 /10 (eine der besten deutschen Synchros die ich gehört habe)
-Welt 9 /10 (viele alternative Wege, viel zu erforschen)
-Spielgefühl 10 /10 (Verschiedene Möglichkeiten das Spiel durchzuspielen auch ohne einen einzigen Menschen zu töten, Waffenupgrades, Talentbaum, Hacken von
Systemen, speichern und laden wann man will, verschiedene Antwortmöglichkeiten bei Dialogen die auch tatsächlich einen unterschied machen)
-DLC 5 /10 (bin kein Fan von DLC's, aber Steam lockt nun mal mit ihren super angeboten. Der DLC ist recht lang. Wenn man schleicht, braucht
man locker seine 4-5 Stunden. Gut integriert ins Spiel. wie auch das spiel sehr gut gemacht. warum nur 5 punkte? weils ein DLC ist!

-Spieldauer --> sich durchballern 10-15 Stunden
Schleichen, Computer hacken, die welt erforschen 20-40 Stunden

Fazit: Sehr gutes Spiel, bei dem man sich mühe gegeben hat, was man auch merkt.
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am 9. März 2013
Da ich zu den absoluten die-hard-Fans des ersten Deus Ex gehöre, habe ich lange gezögert, mir diese Fortsetzung zu kaufen. Von den Previews gefiel mir das alles nicht so gut. Da ich es aber letztens sehr günstig in einem Laden sah, habe ich dem Spiel dann doch eine Chance gegeben.

Generell finde ich es als Fortsetzung okay. Man merkt, dass die Entwickler wirklich die Stärken des Originals übernehmen wollten. So gibt es wieder viele unterschiedliche Arten, eine Situation zu lösen. Schleichen oder Ballern, oder eine Kombination? Auch Hacken ist wieder sehr wichtig, auch wenn diesmal leider die Überzahl der Emails, die man lesen kann, sehr irrelevant ist. Überrascht hat mich, wie schwer ich das Spiel doch fand. Ich habe im normalen Schwierigkeitsmodus gespielt und bin doch sehr oft gestorben. Adam Jensen hält noch weniger Treffer aus als JC Denton, nach höchstens drei Schüssen ist Schluss. Negativ war, dass mir im Spiel oft die Munition ausging. Oft musste ich schleichen, weil ich einfach keine Schüsse mehr hatte, obwohl ich viel erforscht und gesucht habe. Auch gibt es Probleme mit der Steuerung bzw Bedienung. So vermasselt man sich schon mal die nicht tödliche Vorgehensweise, weil man eine Viertelsekunde zu lange auf Q gedrückt hat und den Gegner aus Versehen aufschlitzt, anstatt ihn nur auszuknocken. Auch starb ich einige Tode, weil die Anzeige der verfügbaren Energie einfach sehr ungenau ist und ein Takedown nur mit 100% möglich ist - ob man nun 98 oder 100 Prozent hat ist kaum zu sehen. Weiterhin fand ich die Karten manchmal sehr verwirrend. Schön ist zwar, dass einem nun angezeigt wird, auf welcher Ebene man ist und auf welcher sich das Ziel befindet, aber oft war mir nicht klar, wie ich an einen bestimmten Punkt komme bzw ich fand es erst nach minutenlangem Herumrennen.

Nun mal zu Welt und Charakteren. Insgesamt fand ich es schade, dass die doch recht düstere, kantige und schmuddelige Welt des Originals einem eher generischen, extravaganten, sehr orangelastigen Cyberpunk-Aussehen gewichen ist. Auch mag man sich fragen, warum es hier bereits digitale Zeitungen gibt, wenn die im Original, das später spielt, noch aus dem guten alten Papier bestehen. Die Story geht in Ordnung, reicht aber in Sachen Twists und Spannungen ebenfalls nicht an den ersten Teil heran. Die Charaktere waren mir überwiegend doch herzlich egal. Jensen bekommt ein paar Sympathiepunkte für seinen trockenen Humor, und Francis Pritchard und David Sarif fand ich auch noch ganz interessant. Andere Charaktere wie die Hubschrauberpilotin waren mir völlig egal und gingen mir sogar auf die Nerven. Schön ist, dass hin und wieder Anspielungen auf den ersten Teil vorhanden sind (z.B. die Emails von Joseph Manderley oder das Unatco-Theme, das hin und wieder zu hören ist). Allerdings sind die Bezüge manchmal sogar fast zu stark, so hangelt sich das Setting im Prinzip am genau gleichen Prinzip entlang wie das Original und zeigt daher wenig Originalität oder eigene Ideen (in beiden startet man in einer großen Firma, Malik entspricht eindeutig Jock, Pritchard ist der Ersatz für Alex Jacobson, mit der Zeit bekommt man dann natürlich Zweifel, ob man auch das Richtige tut usw).

Fazit: Als Spiel besser als erwartet und durchaus für eine Weile unterhaltsam. Als Fortsetzung bzw Prequel des Originals zwar ernsthaft bemüht, aber suboptimal. Wenn man darüber und über die paar spielerischen Mängel hinwegsieht, macht es aber schon zumindest einmal Spaß.
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am 24. September 2013
Ich möchte gleich vorwegschicken, dass ich als absoluter Deus Ex-Neuling Human Revolution nicht mit seinen Vorgängern
vergleichen kann und es als eigenständiges Spiel wahrnehme und bewerte.

Auch wenn die Veröffentlichung von Human Revolution jetzt schon einige Zeit zurück liegt, hoffe ich, vielleicht trotzdem
noch jemandem bei der Kaufentscheidung helfen zu können. Zum allgemeinen Spielprinzip sei nur noch so viel gesagt: es handelt sich
nicht um einen klassischen Ego-Shooter, denn mit sturem Geballer wird man in Deus Ex schnell das Zeitliche segnen und aus den
Latschen kippen (was übrigens nicht wirklich schön animiert ist). Die Entwickler von Eidos haben den Fokus ganz klar auf
die Kombination aus Stealth(-Action), Hacking und Kommunikation gelegt, eingebettet in eine düster-dystopische Spielwelt des
mittleren 21. Jahrhunderts und getragen von einer komplexen Story rund um Verrat, Korruption und den Protagonisten Adam Jensen.
Im Verlauf des Spiels entfaltet dieses eine ungemein dichte Atmosphäre (Deus Ex' größter Pluspunkt), bedingt durch die meist
überzeugende Geschichte, den fantastischen Soundtrack, die glaubhafte Spielwelt und den stimmigen visuellen Look (spezielle
Farbgebung; ansehnliche Lichteffekte etc.). Ansonsten überzeugt mich die Grafik leider nicht, zu verfremdet scheinen die
Zwischensequenzen teilweise, zu matschig sind einige Texturen und zu hölzern wirken einige Animationen (z.B. Gesichtsanimationen).
Außerdem hat man das Gefühl, denselben Gegnern immer und immer wieder zu begegnen, da es nur eine bestimmte Anzahl verschiedener
NPC-Typen ins Spiel geschafft hat.

Ein weiteres Aushängeschild des Games ist die Möglichkeit, dem Spiel seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken.
Viele Wege führen nach Rom und auch ans Ziel. So erlauben es einem die zahlreichen Augmentierungen (Körperimplantate), die
Individualisierungsmöglichkeiten der Waffen (+ deren Auswahl) und auch das Leveldesign (forderndes und kurzweiliges Hacken
oder Rambomanier oder Gegnern aus dem Weg gehen oder kommunikative Möglichkeiten oder....) seinen eigenen Spielstil zu
entdecken und diesen auch aktiv und taktisch zu gestalten. Dies bereitet sehr viel Spaß und lädt zum Experimentieren ein.

Spätestens jetzt muss ich jedoch auch meinen größten Kritikpunkt am Spiel anbringen:
ich empfinde den Versuch, die Geschichte des Spiels auf das Missionsdesign zu übertragen, als fehlgeschlagen. Die Spielwelt
wirkt trotz allem irgendwie leer, der Levelaufbau arg künstlich (Lüftungsschächte und Levelgrenzen) und die Aufgaben der
Missionen eintönig. Andauernd muss man irgendwohin vordringen (ohne Alarm auszulösen), sich dann in einen Terminal hacken
oder irgendeinen Gegenstand bzw. Infos besorgen und wieder fliehen. Am lächerlichsten empfand ich eine Mission in einer
Polizeiwache, in welcher man, nach Entdeckung seinerseits, vom Freund und Helfer persönlich sofort beschossen wird.
Das erscheint mir sinnlos und dient nur dem Spielprinzip. Ich würde verallgemeinernd behaupten, das Level-und Missionsdesign
fungiert nur als Steigbügel der Entwickler, die vielfältigen individuellen Möglichkeiten irgendwie an den Start zu bekommen.

Weiterhin negativ aufgefallen ist mir das dümmliche Verhalten der KI und das sehr synthetische Waffenhandling. Potential verschenkt
wurde auch bei der Gesellschaftskritik, verdeutlicht durch die Spaltung der menschlichen Gesellschaft in bessergestellte
"Augs" (Augmentierte, Verbesserte) und benachteiligte Nichtaugmentierte. Diese fällt zu zahm aus, böte sie doch brisanten Stoff,
der der Glaubhaftigkeit der Spielwelt zugute käme.

Trotz der genannten Kritikpunkte ist Deus Ex Human Revolution ein fesselndes und spannendes Spiel geworden, welches auch beim zweiten
oder dritten Mal spielen nicht langweilig wird. Ich vergebe 74%, also 3,7 (4) Augmentierungen....Sterne.
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am 5. April 2013
Bisher kannte ich nur DeusEx: Invisible War, und war damals schon begeistert. Doch dieses Spiel hat alles was man sich nur wünschen kann.

Dennoch hätte ich mir mir Human Revolution wohl nicht gekauft, wenn ich die Deus Ex-Reihe nicht schon gekannt hätte.
Allgemein bin ich kein Freund von Ego-Shootern, da sie zum einen meistens absolut stumpf und niveaulos sind (einfach nur draufhalten und alles töten was sich bewegt), und ich auch nicht wirklich gut darin bin.
Die DeusEx-Reihe ist da anders. Hier kommen zur Ego-Perspektive noch unzählige Möglichkeiten, ein grandioses Design, und eine absolut spannende und fesselnde Story.

Zur Handlung:
Der Spieler schlüpft in die Rolle des Ex-S.W.A.T. Adam Jensen, nun Sicherhetschef von Serif Industries, einem Konzern für Humanaugmentierungen (kybernetische Prothesen und Implantate für Menschen). Als unbekannte Eindringlinge die Forschungslabore verwüsten soll Adam die Situation klären und wird dabei so schwer verletzt, dass der Großteil seines Körpers durch Augmentierungen ersetzt werden muss, um sein Leben zu retten. Seine Ex-Frau, und leitende Forscherin von Serif Industries, wird jedoch getötet.
Nach mehreren Wochen der Genesung kehrt Adam schließlich an seinen Arbeitsplatz zurück und setzt von nun an alles daran die Hintergründe des Überfalls aufzuklären. Dabei kommt er nach und nach einer globalen Verschwörung auf die Spur, die die Welt für immer verändern wird.

Zum Spiel:
Deus Ex: Human Revolution vereint alle Stärken verschiedener Genres in sich: Die vielfältigen Möglichkeiten und Action eines Stealth-Shooters und die Charakterentwicklung eines Rollenspiels sind nur zwei davon. Hinzu kommt die Story die, trotz der vielen überraschenden Wendungen, in sich schlüssig ist, und den Spieler nicht nur fesselt, sondern auch mit Intelligenz und beeindruckender Tiefe überzeugt.
Doch auch neben dieser Hauptstory gibt es unzählige kleine und große Nebenhandlungen und Aufträge, die für zusätzliche Vielfalt und noch längeres Spielvergnügen sorgen.

Das Design:
Das Cyberpunk-Design des Spiels schafft eine zwar etwas düstere, aber dennoch beeindruckende Atmosphäre, ohne dabei jedoch abgedroschen und schrottig zu wirken, was dabei leider meistens der Fall ist.
Tatsächlich ist es dem Design-Team, bestehend aus David Anfossi (Producer), Jean-François Dugas (Game Director), Jonathan Jacques-Belletête (Art Director) und Mary DeMarle (Lead Writer), gelungen etwas absolut beeindruckendes zu schaffen.

Zur Thematik:
Das Spiel ist eine Reflexion über die Fragestellung, wieweit die Leistungssteigerung des Menschen durch technische Optimierung gehen darf, ab welchem Punkt er seine menschliche Identität verliert und wo demnach die Grenzen zu ziehen sind.
Ursprünglich nur als Hilfe für kriegsversehrte Soldaten konzipiert, stehen mittlerweile auch die bislang körperlich unversehrten Bewohner der Spielwelt zunehmend vor der Frage, inwieweit sie sich selbst augmentieren lassen sollten, um dadurch beispielsweise Vorteile auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten. Andererseits führt die Angst vor Benachteiligung bei Augmentierungsgegnern zu fanatischer Ablehnung und Hass auf augmentierte Menschen. Trotz der futuristischen Inszenierung greift das Spiel eine bereits in den Grundzügen existierende zeitgenössische Diskussion auf, die beispielsweise in der Diskussion um die Olympia-Teilnahme des behinderten, mit Beinprothesen versehenen Sportlers Oscar Pistorius sichtbar wurde.

Die Schwächen:
Leider haben, meiner Meinung nach, alle Spiele der Deus Ex-Reihe eine große Schwäche: Das Ende.
Zwar gibt es, abhängig von den vorhergegangenen Entscheidungen des Spielers, bis zu fünf verschiedene Enden des Spiels.
Diese werden jedoch, wie in allen Deus Ex-Spielen, durch das stumpfe drücken von fünf möglichen Knöpfen ausgelöst, die dann auch nichts weiter tun als jeweils eine Videosequenz abzuspielen.
Bei einem Spiel, das sonst mit so viel gutem Stil und Niveau glänzt, sollte man da eigentlich mehr erwarten dürfen.

Dennoch 5 von 5 Sternen von mir.
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am 31. August 2013
Die Handlung des Spiels ist super und kann mE insofern auch mit Deus Ex 1 mithalten.

Gerade wenn man von den ganzen Shootern mit ihren 0815-Handlungen die nase voll hat, ist man hier richtig, möglicherweise ist es sogar das Spiel mit der besten Handlung in den letzten Jahren.

Zu dem Ballern ( was man aber nicht zwingend muss, gibt verschiedene Lösungswege ), kommen viele interessante Dialoge hinzu, die zur starken Atmossphäre des Spiels beitragen, sogar unbedeutende NPCs können 1-2 Sätze zum aktuellen Handlungsstrang sagen, dsa wertet die Atmossphäre extrem auf.

Der "Held" ist zudem auch noch sau cool, was auch wieder zur Atmossphäre beiträgt.

Auch gibt es viel zu entdecken, es lohnt sich auch abseits des Primärziels sich umzusehen, da man so immer wieder mal Nebenaufgaben, Munition, Waffen, Tools,PDAs oder Waffen-Upgrades finden kann.

Gerade die Waffen sind in dem Spiel auch ziemlich gut und es gibt auch viele verschiedene, von denen man immerhin auch einen erheblichen Anteil mitnehmen kann ( ich hatte zb zum Schluß eine Pistole, einen Revolver, eine MP, einen Granatwerfer, ein Scharfschützengewehr, etliche Granaten dabei ), etwas schade ist, dass es das "Lichtschwert" aus Teil 1 nicht mehr gibt ( an sich gibt es gar keine NK-Waffen mehr, da man im NK und die Gegner per Knopfdruck ausschalten kann, wenn man genug "Energie" hat).

Das Minispiel "Hacken" ist ok, kommt aber etwas zu oft vor, da man praktisch laufend irgendwas hacken kann und sich so das Spiel etwas abnutzt.

Grafisch ist das Spiel ok ( unterstützt immerhin DX11 ), aber alles andere als herausragend, ist aber für mich hier kein Kritikpunkt, die ganzen Spiele mit "Hammer-Grafik" wie zb Crysis 1-3 haben leider dafür ja keine Handlung und außer der Grafik nichts zu bieten.

Ein Plus sind noch die schön animierten Videosequenzen ( da gibt es sogar etliche, wenn sie auch meist nur kurz sind ), die machen gut was her.

Die Bosskämpfe finde ich ok, ungünstig ist, wenn man gerade keine Raketen oder Granaten oder sonstige schwere Munition dabei hat, aber hier liegt auch eine Herausforderung, im normalen Spielverlauf stirbt man eigentlich fast nie, so dass ich hier die Herausforderung schon ok finde.

Das Ende ( bzw die 4 verschiedenen Enden ) sind auch stark gemacht und dienen als Anregung zum Nachdenken.

Auch die Spielzeit ist ok, gerade wenn man jeden Winkel absucht und vielen NPCs spricht, ist die Spielzeit für die heutige Zeit doch sehr anständig.
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am 17. März 2014
Ein sehr schönes Spiel und es hat die ganze Zeit über Spaß gemacht, ob ich es ein zweites mal Spiele ist jedoch fraglich.
Spiele wie Mass Effect habe ich wegen den verschiedenen Enden mehrmals gespielt... und dann kam der dritte Teil. Was man die 100 Stunden vorher gemacht hat war völlig egal, die Enden wurden anhand eines Knopfdrucks entschieden. Auch hier hat man die Wahl zwischen vier Enden, welche nicht auf den Entscheidungen des Spielers beruhen. Der Gutmensch (Achievement: Keine Gegner töten) kann die Welt trotzdem ins Chaos stürzen oder alle umbringen und vice versa.
Zudem endet das Spiel sehr abrupt. Es ist schön zu sehen, wie die endgültige Entscheidung sich auswirkt, aber wie MEINE Geschichte ausgeht sieht man nicht. Adam Jensen ist mir wirklich ans Herz gewachsen und seine endet einfach mit dem Abspann. Was ist mit Megan? Immerhin hat man gut 20 Stunden damit verbracht sie zu finden.

Leider favorisiert das Spiel eindeutig subtilere Vorgehensweisen gegenüber einfachen Geballer. Gut, wer so etwas will sollte sowieso lieber CoD, BF oder Crysis spielen, aber Deus Ex gibt mir hier die Freiheit und bestraft mich gleichzeitig für meine Entscheidung mich eben nicht so zu verhalten wie man es erwartet. Die Missionen können sowieso alle mit Waffengewalt gelöst werden, nie scheitert es an dem vorzeitigen Ableben eines NPCs. Wer das Maximum an XP und Belohnungen rausholen will, der/die sollte definitiv eher schleichen statt schießen.
Zudem gibt es praktisch immer zwei Lösungswege: Alles und jeden über den Haufen schießen ODER die Levels nach Lüftungsschächten absuchen. Allerdings ist das umgehen von Gegnern deutlich spannender und lohnender.

Super ist hingegen, dass das erkunden der Levels immer wieder belohnt wird. Überall findet man Munition, Codes/Passwörter, Waffen oder auch Praxis Kits zum aufleveln/freischalten von Augmentierungen. Wer die Spielwelt absucht und entdecken will wird auch belohnt. Noch besser ist es, wenn man Augmentierungen freigeschaltet hat welche es einem erlauben schwere Gegenstände zu bewegen, Giftgas zu atmen oder durch Wände zu boxen. So entdeckt man selbst in abgegrasten Levels noch etwas.

Gegen Ende des Spiels hatte ich aber auch praktisch alle Augmentierungen freigeschaltet, wogegen ich anfangs eigentlich auf schleichen und hacken geskillt hatte.
Zudem kommt man ohne einige Augmentierungen einfach nicht weiter. Wer nicht in Hacken investieren will, der/die wird 99% aller Computer, Safes, Türen usw. nicht öffnen können.

Die Grafik ist zweckmäßig, besitzt aber einen sehr schönen Stil. Die dominierenden Farben Grau und Gelb haben mir sehr gut gefallen und geben dem Spiel ein schönes Cyberpunk Gefühl. Die Welt ist aber ziemlich leblos.
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