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Kundenrezensionen

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am 3. August 2010
Eine neue CD von den Blinden Wächtern ist für mich immer etwas Besonderes. Ich folge dieser Band nun schon seit den Tagen von Tales FROM THE TWILIGHT WORLD und darf mich deshalb wohl zu den älteren Fans zählen.

Nachdem ich, wie manch anderer auch, mit den letzten beiden Alben nicht so richtig warm geworden bin (eine kleine Anmerkung: Für mich ist NIGHTFALL nach wie vor das Maß aller Dinge), war ich doch reichlich gespannt wie es mir mit dem neuen Silberling ergehen würde.

Ums vorweg zu nehmen: Ich bin nicht euphorisch, aber doch sehr positiv überrascht.
Um meinen Eindruck von der CD mal ein bisschen wiedergeben zu können, werde ich auf die Lieder einzelnen eingehen und versuche mal eine (rein subjektive) Wertung abzugeben:

SACRED WORLDS (7/10): Mir hat die Version im Spiel (siehe das Video auf YouTube) besser gefallen. Irgendwie will der Funke hier nicht so recht überspringen, was für mich vor allem daran liegt, dass die Mischung aus Metal und Orchester nicht so recht zündet. Einfacher wäre vielleicht besser gewesen ...

TANELORN (INTO THE VOID) (9/10): Endlich mal wieder ein einfacher, eher gradliniger Song, der mit wenig Bombast, aber viel Gitarre auskommt. Manch einer mag hier vielleicht das ein oder andere Highlight vermissen, aber mir gefällt er sehr gut.

ROAD OF NO RELEASE (8/10): Ein eher etwas ruhigeres Lied zu dem das Orchester wesendlich besser passt, als zum ersten Stück auf der CD. Hier wird wieder mehr Wert auf Chöre und Bombast gelegt, das Stück wirkt aber trotzdem nicht so überladen, wie einige der Tracks auf den letzten beiden CDs.

RIDE INTO OBSESSION (9/10): Eine schnelle Nummer, die für mich nur deshalb keine volle Punktzahl erhält, weil ich mir gewünscht hätte, das die Stimme von Hansi etwas mehr im Mittelpunkt gestanden hätte.

CURSE MY NAME (10/10): Ein mittelalterlicher Song und für mich eines der Highlights auf der CD. Abwechslungsreich und einfach wunder schön.

VALKYRIES (8/10): Sehr schöne Nummer mit orchestralem Refrain. Für meine Geschmack an der einen oder anderen Stelle ein wenig zu überladen, was aber den Gesamteindruck nur geringfügig nach unten zieht.

CONTROL THE DIVINE (7/10): Ein Lied mit eher mittlerem Tempo, mit dem ich noch nicht so richtig warm geworden bin. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber irgendwie springt der letzte Funke der Begeisterung nicht so richtig über '

WAR OF THRONES (10/10): Die eigentliche Ballade des Albums. Tolles Klavier, starker Refrain und an einigen Stellen vielleicht ein Tick zu verspielt. Trotzdem volle Punktzahl.

A VOICE IN THE DARK (10/10): Endlich mal wieder ein richtiger Kracher. Schnell, eher hart und mit vielem was ich lange vermisst habe.

WHEEL OF TIME (10/10): Was beim ersten Lied des Albums nicht so richtig gelingen will, klappt hier nahezu perfekt. Selten habe ich ein Lieb gehört, bei dem die Mischung aus orchestralem Sound und Metal so gut zusammen gespielt haben wie hier.
Wenn ich also meine Wertungen zusammen zähle, komme ich auf 88 von 100 und um ehrlich zu sein, dies ist mehr als ich nach den letzten beiden Alben erwartet habe. AT THE EDGE OF TIME wird (für mich) die Klassiker nicht schlagen, kehrt aber ein Stück weit zurück zu alten Tagen, auch wenn's kein zweites SOMEWHERE FAR BEYOND ist. Ich bin trotz zweier etwas schwächerer Nummern sehr angetan vom neuen Silberling der Guardians und freue mich aufs Konzert.
Wenn ich könnte würde ich 4 ' Sterne vergeben. Aber da ich bei einigen Liedern endlich mal wieder einen richtigen Gänsehaut-Faktor verspüre gibt's hier die 5.
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am 10. Dezember 2015
Natürlich haben sie nicht verlernt, ihre Instrumente zu spielen. Oder ein Album ordentlich zu produzieren. Es ist allerdings, wie auch schon die beiden Vorgänger, ideenlos. Da zündet kein Feuerwerk, kein Song will ins Gehör. Man hat ein bisschen das Gefühl die Herren machen eben noch Musik weil sie sonst nichts mit sich anzufangen wüssten. Kann man sich als BG - Fan in die Sammlung stellen, das Album ist durchaus keine Beleidigung für die Gehörgänge, da gibt es weitaus schlimmeres. Es ist aber eben auch belanglos, leidenschaftslos, ohne Höhepunkte. Zu mehr als einem lauwarmen ok und 3 Sternen reicht es daher nicht.
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am 3. Januar 2014
Blind Guardian kannte ich noch aus meiner Jungendzeit, allerdings mit anderen Tonlagen. Aber diesen genialen Musikstil (orchestralische Auslegung) finde ich einfach Episch! Wheel of Time, Sacred Worlds und A Voice in the Dark sind einfach die musikalischen Höhepunkte in diesem musikalischen Genuss.
Keine Schreimusik wo nur die harten Beats den Ton angeben sondern wirkliche musikalische Leistung.
Irgendwie witzig daß das ganze gute Zeugs häufig aus Deutschland kommt: Freedom Call, Grave Digger, Blind Guardian usw.
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Wie viele verkannte Klassiker zündet dieses Album erst langsam. Es ist - wie schon viele Rezensenten geschrieben haben - ein Stück weit eine Rückbesinnung auf alte Tugenden aus "Tales-Zeiten", etwas mehr geradeaus, nicht so arg überladen, etwas griffigere Refrains... Dennoch wirkt für meinen Geschmack noch nicht alles rund. Evtl. sind es die Texte, mit denen ich dieses mal nicht so recht warm werde (Zeitreise, ägyptische Mystik..?) Der richtige Hammer hat mich erst wieder im Nachfolgealbum "BT Red Mirror" getroffen, das mMm noch einmal deutlich besser ist als dieses.

Und die Pic-LPs.. eine Seite schönes Artwork, andere Seite etwas gestauchte Fotos unserer Barden in Mumienverkleidung.. ääääh.. jaaaa... wer auch immer das schön findet ^^ Auch das wurde bei "BT Red Mirror" besser gelöst.
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am 22. Januar 2013
Da hier schon viel zum neuen BG Album geschrieben wurde versuche ich meine Meinung rel. kurz zu halten. Mir gefallen die alten Blind Guardian Cd's(so bis Mitte der 90ziger)am besten. Was danach kam war keineswegs schlecht, aber meiner Meinung nach stellenweise mit zu viel Orchester, zu viel Bombast, kurz gesagt überladen. Und so sank mein Interesse an der Band mit jeder neuen Veröffentlichung.

"At the Edge of Time" ist seit ein paar Jahren dann wieder ein Blind Guardian Album das ich mir zugelegt habe. Bis dato kannte ich nur den Track "Sacred Worlds" der durch ein Computerspiel bekannt geworden ist. Insgesamt muss ich sagen das mir die CD mit jedem Durchlauf besser gefällt. Klar sind die Tracks nicht mehr so schnell noch wie vor 20-25 Jahren. Aber glücklicherweise auch nicht mehr so mit 258374 Tonspuren überlagert wie in den Späten 90zigern. Alles in allem wieder ein gutes Album der Guardians, so darf's gerne weiter gehen meine Herren!
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am 2. August 2010
Habe mich am Freitag gefreut, wie ein Schnitzel, als ich das Amazon Päckchen aufgerissen habe.
Erste Ernüchterung => CD Hülle aus Pappe und Rand zerdrückt, super! ... geht zurück an die Amazonen, was aber kein Problem darstellen wird, Amazon ist ein feiner Laden.

Nuja das aber nur am Rande.
Hatte ne 300 Kilometer Fahrt vor mir, also rein mit der Silberscheibe!

=> Kurzer Zeitraffer, die CD war fertig, und es ist bei mir leider gar nichts hängen geblieben, bis auf die teils wieder recht hohe Stimme von Hansi und die Frage, wieso haben alle Reviews geschrieben, daß es mit dieser CD Back to the Roots geht?

Nuja, nach der ersten Enttäuschung habe ich mich dann am WE zu Hause aufs Sofa gesetzt und die BG CD in meine große Anlage gesteckt.

Da ich mich nun nicht mehr aufs Autofahren konzentrieren mußte, konnte ich mich nun ganz auf die Musik konzentrieren und ich muß sagen, daß mir die CD dann doch ganz gut gefallen hat.

Aber leider ist es in meinen Augen wieder kein Meisterwerk geworden.

Vielleicht versucht die Band einfach zu krampfhaft, hier pompösen Metall auf die Beine zu stellen.

Die Lieder waren früher auch komplex aber nicht so sperrig, daß man teilweise darin verlorengehen kann.

Früher stand Hansis Stimme mehr im Mittelpunkt, heute geht sie teilweise fast unter!

Mir fehlen außerdem echte Hämmer, Lieder, auf die ich mich freue, die ich gleich zu Beginn anspielen möchte, wenn ich die CD einlege.

Bisher ist es so, daß ich das erst Lied skippe und bei Lied Nr. 2 beginne.

Aber mal sehen, wie sich die CD noch entwickelt.

Bei einigen Liedern bekomme ich zumindest schon mal eine Gänsehaut beim Hören, was ja ein gutes Zeichen ist.
Teils fühle ich mich auch wirklich etwas melancholisch in der Zeit zurückversetzt, denn man hört halt doch den typischen BG Stil durch, und wenn man ein bisschen genauer hinhört, dann geht es tatsächlich bei einigen Liedern etwas zurück zu den Wurzeln.

Die folgenden drei Lieder sind für mich bisher die besten des Albums.

VALKYRIES
WAR OF THE THORNES
A VOICE IN THE DARK

Vielleicht bin ich aber auch einfach schon etwas zu alt für BG.
Höre BG seit der ersten CD und fand, sie hatten mit Imagiantions Ihren Höhepunkt.
Vielleicht muß ich die CD aber auch einfach noch ein paar Mal hören, bevor sie mich komplett überzeugt!

Ich bereue nicht, daß ich die CD gekauft habe und ich freue mich aufs Konzert ... aber wohl mehr deswegen, weil ich hoffe, viele Lieder von vor 2000 zu hören ...

Also keine Volle Punktzahl, aber für 4 Sterne reicht es allemal!

Update am 08.08:

Nachdem ich die CD nun mehrmals gehört habe, bleibe ich bei meinen 4 Sternen.
Aber wo ich vorher eher zu 3 Sternen tendiert bin, tendiere ich jetzt eher zu 5 Sternen.

Das Album wächst beim Hören.
Mittlerweile finde ich alle Lieder gut bis sehr gut.

Finde jetzt auch das erste Lied "Sacred Worlds" richtig gut, aber nur die Extented Version auf der Bonus CD.
Dort klingt das Lied richtig genial, härter mit weniger Orchester Gedöhns => richtig nach BG, hätte fast gesagt, richtig wie früher ... ;o)

Ob das Album nun eine Wende ist? Nun, ich finde mittlerweile ja.
BG wird aber wohl nie wieder so klingen wie in den 90ern, damit müssen wir uns wohl abfinden.
Aber die Richtung die BG nun eingeschlagen hat ist meiner Meinung nach richtig, da die alten Fans "mitgenommen", wenn auch nicht mitgerissen" werden, ohne die Fans von Opera und Twist zu vergraulen.

Das Album hat, zumindest bei mir, sehr lange gebraucht, bis es gezündet hat.
Und nicht jeder "alte" Fan wird soviel Geduld haben (Man ist ja kein Schüler / Student mehr ;o)
Wer diese jedoch aufbringt, wird meiner Meinung nach reich belohnt ... zumindest ging es mir so ...
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am 22. September 2011
Das Album ist jetzt schon eine Zeit lang draußen, deswegen versuche ich eine einigermaßen objektive Rezension zu schreiben:

Blind Guardian beweisen wiedermal, dass sie songwritingtechnisch immer noch absolut top sind. Es gibt mMn nicht einen Lückenfüller auf der Scheibe. Gut, Lückenfüller hat es bei BG noch nie gegeben.
"Curse My Name" und "War of the Thrones" sind Songs die eindeutig in der Bards Song Tradition stehen. Natürlich sind es zeitgemäße Bard Songs. Was ein bei Curse My Name ein bisschen schade ist, ist das die Stepdance Einlage vollkommen untergeht, weil an der Stelle viel zu viele Spuren übereinanderlaufen. Wenn man nicht weiß, dass das Stepdance ist, würd mans für irgendwelche Trommeln halten. BG haben vor kurzem im Internet eine alternative, abgespeckte Version des Songs veröffentlicht, in der der Stepdance Part viel besser rüberkommt.

"Ride into Obsession", "Tanelorn", "A voice in the dark" stehen in der Tradition der Somewhere Far Beyond und der Tales From The Twilight Hall. Speedig, thrashige, aggressive und komplexe Nummern. Va "Tanelorn" ist ein Song, der Live nochmal besser wirkt.

"Road of no release" lässt dann ein bisschen Nightfall in Middleearth Feeling aufkommen, wobei ich ehrlich sagen muss, dass mir der Song wie eine B Seite von Nightfall vorkommt. MMn der schwächste Song auf dem Album.

"Control the divine" erinnert an Twist in the Myth. MMn auch nicht unbedingt ein Meisterwerk, aber man kann ihn sich anhören.

"Wheel of Time" und "Sacred Worlds" sollen wohl auf das kommende Orchesteralbum einstimmen. Es handelt sich um zwei wirklich grandiose Nummern, mit viel Bombast, vertrackten Strukturen,... typische BG Qualitäten halt.

"Valkyries" ist einer meiner Favoriten. Ein für BG sehr untypischer Song. In welcher Tradition er steht, kann ich nicht sagen. Mich erinnert er sehr an das Album "Tyr" von Black Sabbath. Für mich einer der eigenständigsten BG Songs überhaupt.

Die Produktion ist absolut sauber und professionel. Was positiv anzumerken ist, ist das BG endlich mal wieder wirkliche Metalrythmusgitarren verwendet. Auf der Nightfall sind die Rythmusgitarren ja kaum noch zu hören, bei Night at the Opera waren sie zwar da, haben aber einfach nicht nach Metal geklungen. Auf Twist in the Myth waren sie mir zu weich. Aber auf diesen Album sind sie (für BG Verhältnisse) endlich wieder mal richtig bissig und agressiv.

Eine Überraschung allerdings gibt es: Ich kann bei diesem Album beim besten nur sehr wenig Weiterentwicklung erkennen. Abgesehen von Sacred und Wheel of Time. Aber die sollen ja aufs Orchseteralbum einstimmen. Die übrigen Songs hat man alle irgendwie schon mal gehört. Das heißt nicht, dass sie schlecht sind, aber von BG war ich bisher immer gewohnt, dass sie sich auf jedem Album neu erfinden.
Ich hoffe, dass das kommende Orchesteralbum einen Höhepunkt in ihrem Schaffen darstellen wird. Ich bin kein Prophet, aber wenn ich mir die aktuellen Nummern anhöre, glaube ich, dass sie mit ihrer Kreativität langsam ans Ende kommen. Gut, vielleicht machen sie ja die nächsten 20 Jahre nur noch Orchesteralben und entwickeln sich in diesem Bereich zur Perfektion.
Aber wenn ich mir dieses (ansich ja sehr gute!!) Album anhöre, dann bezweifle ich, dass wir noch mal so Metalrevolutionen wie bei Nightfall oder Opera erleben werden.
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am 13. Juli 2010
Orchestrale Klänge eröffnen das neueste Werk von Hansi Kürsch (Gesang), André Olbrich (Gitarre), Marcus Siepen (Gitarre) und Frederik Ehmke (Schlagzeug, Percussions), oder auch kurz gesagt: Blind Guardian. Als alter Blind Guardian-Fan war ich natürlich sehr gespannt, was die Jungs dieses Mal zusammengezimmert haben, denn die letzteren Alben, genauer gesagt 'Nightfall At Middle-Earth' und alles was danach kam, waren mir viel zu episch und verspielt und gingen auf Kosten des Metalcharakters. Auch hier ist noch einiges an Epik im Spiel, aber bei weitem nicht so drastisch wie zuletzt. Und auch wenn der Opener "Sacred Worlds" mit 9 Minuten 19 Sekunden das längste Stück der Scheibe ist, vertut man sich nicht in ewig langem Gedudel. Dass man wieder mehr zu den Wurzeln zurückkehren will zeigt dann spätestens "Tanelorn (Into The Void)", welches erfreulicher Weise mal wieder kraftvoll geradeaus voll auf die Schnauze geht und dabei auch noch einen starken Refrain hat. Klänge, die man von Blind Guardian lange vermisst hat. Ja, ganz genau so liebe ich die Krefelder Truppe! In die gleiche Kerbe schlagen auch "A Voice In The Dark" und vor allem die mit 210 Anschläge pro Minute sauschnelle Hymne "Ride Into Obsession"! Freunde mittelalterlichen Folks werden ihre Freude an "Curse My Name" und dem saustarken "War Of The Thrones", welches durchaus die Klassiker-Hymne "The Bards Song (In The Forest)" ablösen könnte, ihre Freude haben. Man kann sich dabei regelrecht in ein mittelalterliches Saufgelage träumen. "Valkyries" dagegen wartet mit bombastischen Chören im Refrain auf, wirkt aber zum Glück ansonsten nicht überladen. Sowieso klingt das komplette Album dieses Mal nicht ganz so überproduziert wie zu früheren Zeiten. Auch hier hat man sich zurück auf das Wesentliche besonnen, was dem Ganzen gegenüber den eher etwas schwer verdaulicheren Vorgängerproduktionen wie z. B. 'A Night At The Opera" einen viel frischeren und beschwingteren Touch verleiht. So richtig entfaltet sich das gesamte Werk jedoch erst beim mehrmaligen intensiven Hören und erreicht somit nicht ganz den Status der Klassiker-Alben 'Somewhere Far Beyond', 'Tales From The Twillight World' oder 'Imaginations From The Other Side'. Trotzdem insgesamt ein sehr erfreulicher Rückschritt, und zwar in die richtige Richtung! Die seit Jahren beste Blind Guardian-Scheibe!
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am 28. Mai 2013
Seit “A Night At The Opera” spaltet sich die Gemeinde der BLIND GUARDIAN-Jünger in zwei Lager. Die absolut loyalen Fans, die auch den neu eingeschlagenen Kurs –der sich schon auf “Nightfall In Middle-Earth” andeutete- bedingungslos mitgehen und zur Band stehen, auf der einen Seite. Gegenüber stehen die Fans, die den neueren Veröffentlichungen aus verschiedenen Gründen eher kritisch gegenüber stehen oder gar den Weg der Krefelder nicht länger mitgehen. Auch mir persönlich haben die letzten beiden Alben der Band nicht sonderlich zugesagt, was aber primär der Tatsache zu Schulden war, dass man Strophe/Refrain schwerlich auseinander halten konnte und die letzten beiden Platten mit Chören einfach zu überladen waren.

Nun liegt mit “At The Edge Of Time” endlich der langersehnte neue Longplayer vor und die Skepsis, ob BLIND GUARDIAN die Kurve noch einmal bekommen, ist zunächst erneut berechtigt. Der Opener “Sacred Worlds” belegt dies gleich überdeutlich. An einer Mischung aus Metal und klassischem Orchester haben sich schon viele Bands vergeblich die Zähne ausgebissen. Auch hier will die Symbiose nicht so recht funktionieren. Die Arrangements sind natürlich perfekt ausgearbeitet und befinden sich spieltechnisch auf höchstem Niveau. Der Funke will aber nicht so recht überspringen, da der Song doch etwas unstrukturiert daher kommt und sich auch nicht in den Gehörgängen fest setzt. Die Zweifel, die mit der Nummer einher gekommen sind, werden aber postwendend mit dem starken “Tanelorn (Into The Void)” eindrucksvoll weggefegt.

Was ist das denn, zur Hölle? Die Gitarren knallen auf einmal wieder in bester “Imaginations…”-Manier, Drummer Frederik tritt ordentlich auf das Gaspedal und auch die mehrfach gedoppelten Gesanglinien sind auf ein gesundes Maß heruntergeschraubt worden, so dass Hansis Stimme wieder verstärkt in den Mittelpunkt rückt. Dazu kommt ein typischer BLIND GUARDIAN Refrain und schon befinden wir uns musikalisch wieder irgendwo kurz nach 1998. Ganz starke Nummer. Eingängig, abwechslungsreich und trotzdem anspruchsvoll arrangiert. So müssen BLIND GUARDIAN klingen. Das verspieltere “Road Of No Release” kann ebenfalls mit einem starken Refrain und ausgefeilten Arrangements punkten und wirkt dabei wie eine kleine Verschnaufpause. Diese ist aber nur kurz, denn mit “Ride Into Obsession” geht es tempomäßig wieder in die Vollen. Der Song ist zusammen mit dem ebenso harten wie eingängig genialen “A Voice In The Dark” (ein künftiger Klassiker) definitiv eines von zahlreichen Highlights auf der Scheibe und hätte auch auf “Somewhere Far Beyond” eine wichtige Rolle gespielt. Auch “Control The Divine” und “Valkyries” wissen zu gefallen und überzeugen durch einen progressiven Touch. Eine unglaublich starke Leistung der Band, die ich BLIND GUARDIAN in dieser Intensität nicht mehr zugetraut hätte.

Nun sind die Krefelder aber bekannt dafür, großen Wert auf Abwechslung zu legen. So wird das Gaspedal nicht über die komplette Albumdistanz durchgetreten und mit “Curse My Name” und “War Of The Thrones” befinden sich auch zwei ruhigere Nummern auf “At The Edge Of Time”. Ersterer ist leicht folkig gehalten und dürfte live neben Klassikern wie “The Bard’s Song” mit seinem sehr eingängigen Refrain prima funktionieren. Zweitgenannter Song wirkt sehr emotional, episch, von einem Piano getragen und vermittelt ein Gefühl von Aufbruchstimmung. Beide Songs passen trotz ihrer konträren stilistischen Ausrichtung perfekt in den Albumkontext und runden das Gesamtbild stimmig ab. Die zweite Nummer bei der das Orchester involviert ist, hört auf den Namen “Wheel Of Time” und beschließt das Album. Interessanterweise funktioniert die Symbiose aus Metal und Orchester hier perfekt. Sowohl die Gitarren und das Schlagzeug, als auch die klassischen Instrumente haben ihren Raum sich zu entfalten und ergänzen sich optimal ohne sich den Rang abzulaufen. Ein eingängiger Refrain und die auf orientalischen Tonleitern basierenden Melodien, vereint mit dem songwriterischen Anspruch der Band, bieten in knapp neun Minuten mehr Musik als so manche Band auf ein komplettes Album packt. Ein würdiger Abschluss für ein starkes Album.

Als Fan muss man diese Scheibe natürlich im Schrank stehen haben und auch ‘normaler’ Metal-Fan muss man BLIND GUARDIAN zugestehen, dass sie trotz der einen schwächeren Nummer, ein Album abgeliefert haben, das jetzt schon einen Platz in der Jahres Top-Ten fordert. Die Krefelder vereinen auf “At The Edge Of Time” eindrucksvoll alle ihre Trademarks und knüpfen da an, wo sie mit “Nightfall In Middle-Earth” vor zwölf Jahren aufgehört haben.
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am 20. Februar 2011
Ich höre BG schon etwas länger, meine erste Scheibe (damals noch Kassette von nem Kumpel überspielt) war ein Mixtape aus Battalions und Follow the Blind. Damals war ich grade mal 13 Lenze alt und entdeckte MEINE Band, Motto: Alles außer BG sind nur Geräusche! Ich bin den Wächtern danach über Jahre hinweg treu geblieben, habe mir jedes Album und jede Veröffentlichung besorgt. Dann kam A Night at the Opera. Von diesem Album war ich schlicht so enttäuscht, dass ich mir als einzigen Auslasser A Twist in the Myth nicht gekauft habe. Alles zu viel, der Gesang zu hoch, irgendwie hat es in einem BG-verwöhnten Gehörgang nicht mehr gezündet.

Jahre später hat mich dann ein amazon-stöber-abend wie zufällig auf die neue Scheibe der Barden gebracht und da dachte ich, verdammt, der alten Zeiten willen, kaufŽ doch! Und was passiert beim ersten Einlegen? Nerven die Orchestereinlagen, ist der Gesang wieder unerträglich, sind wieder zu viele Tonspuren zu einem Brei vermatscht? Ein definitives NEIN!

Dieses Album ist gut, es ist meiner Meinung nach sogar richig gut. Es scheint, das Hansi und André es endlich geschafft haben, die orchestralen Elemente mit dem guten alten BG Metal zu verbinden. Natürlich braucht man, wie bei jedem BG Album, ein paar Durchläufe bis alles richtig zündet, aber dann... Ich will hier gar nicht auf die einzelnen Songs eingehen, ist schon so oft gemacht worden. Es ist das große Ganze was wieder stimmt. Man hat das Gefühl, in einigen Songs trällert einem Imaginations oder Somewhere entgegen, manchmal sogar ein Hauch von Follow und Battalions. Gleichzeitig werden die alten Zeiten nicht kopiert. BG geht wie immer einen Weg und der heißt konsequente Weiterentwicklung, niemals auf einem Album ausruhen sondern den Stil ändern und experimentieren. Das macht die Band ja auch so einzigartig. Manchmal geht das eben schief (Opera), aber dann klappt es wieder so hervorragend gut wie auf diesem Album.

Insgesamt finde ich, dass die Barden ein Album hingelegt haben, dass auch alte und ganz alte Fans begeistern kann (mich z.B. ;D). Trotzdem landen wir nicht bei alten Speedmetalzeiten, mit denen vielleicht neuere Fans ab Nightfall nichts mehr anfangen können.

Eine kleine Kritik muss ich jetzt doch noch anbringen. Die Abmischung der Songs ist m.M.n. nicht ganz optimal. Hansis Gesang ist viel zu leise, er wird von den Chören manchmal regelrecht erdrückt. Schade, da er inzwischen einfach eine klasse Stimme entwickelt hat.

Abschließend möchte ich noch ein SEHR subjektives Statement geben: Vor ein paar Tagen bin ich bei ziemlich aufgedrehter Lautstärke über die Autobahn gebrettert und hab At the Edge gehört. Da passierte etwas, was bei mir nur sehr selten im Zusammenhang mit Musik passiert: Ich bekam beim Hören eine richtige Gänsehaut (call it Ohrgasmus)! Der Song war Valkyries...

In diesem Sinne, 10/10 XD, Kaufen! \m/
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