Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Mehr dazu HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle SonosGewinnen BundesligaLive wint17



am 25. November 2017
Charlie Chaplin löst mit diesem Film aus 1940 das Grauen in Komik auf, ohne dieses Grauen ins Lächerliche zu ziehen. Es bleibt stets präsent, wie ein roter Faden, an dem sich alle - aus unterschiedlichen Positionen: Täter und Opfer - entlang hangeln müssen.
Die Pomp-Kultur des Dritten Reichs, Grössenwahn und Arroganz der Mächtigen werden ad absurdum geführt, ohne die Gefährlichkeit des Nationalsozialismus zu verniedlichen, das wird in jeder Minute des Films mehr als deutlich. So wäre es denn auch falsch, "Der grosse Diktator" schlicht als Komödie und eine Parodie auf Chaplins Bart-Zwilling Hitler zu bezeichnen. Es steckt doch sehr viel mehr hinter dieser politischen Satire.
Wenn Hynkel spricht, etwas "Wichtiges" zu sagen hat, dann in einer erfundenen Kunstsprache, die einerseits das Harte, Unbarmherzige, andererseits durch eingeflochtene Worte wie "Sauerkraut" und "Wiener Schnitzel" das Komische zum Ausdruck bringt...bis sich selbst die Mikrophone vor Angst oder Abscheu biegen. Eine Sprache, die auch für die Leere der NS-Ideologie und Haltlosigkeit ihrer Grundlagen steht.
Unübertroffen bleibt die Persiflage auf Hynkels Grössenwahn in der berühmten Balett- / Tanzszene mit dem letztendlich zerplatzenden Globus.
Herrlich ironisch-sarkastisch ist auch die Namensgebung der Mitstreiter Hynkels gelungen. Feldmarschall Herring/Göring ( ein wunderbares Wortspiel aus Hering und Herr ). Propagandaminister Garbitsch/Göbbels (garbage=Müll). Der verbündete Benzini Napaloni/Benito Mussolini ( eine glänzende Anspielung auf einen Möchtegern-Napoleon) aus Bacteria.
Missgeschicke werden zu grossartigen Szenen aufgebaut. Beispielsweise, wenn Napaloni mit "Mama", seiner Frau, auf dem Bahnhof eintrifft, der Zug vor und zurück rangiert und immer wieder der rote Teppich hin- und herverlegt werden muss. Denn Napaloni steigt nicht aus, wenn kein roter Teppich vor seinen Füssen liegt. Der anschliessend vom Zaun gebrochene Streit zwischen den beiden Diktatoren um Osterlich (Österreich) gehört sicherlich zu den makabersten und zugleich komischsten Szenen des Films.
Chaplin zeichnet, trotz der lebensbedrohlichen Situation, gerade das Ghetto als einen Hort von Menschlichkeit und Solidarität : im Verhalten der Nachbarn Jäckel und Hannah. Aber auch in der Szene, in der er im Takt von Brahms "Ungarischen Tanz Nr.5" einen Kunden rasiert.
Wenn, ausgerechnet mit Musik aus Wagners "Lohengrin" untermalt, am Schluss des Films der jüdische Barbier, der für den grossen Diktator gehalten wird, vor den organisierten Massen und Soldaten auf die Empore steigt, auf der "Liberty" eingemeisselt ist, und seine berühmte Rede hält, dann sehen wir nicht mehr den Friseur, sondern Charles Chaplin selbst.
In vielen Szenen des Films wird deutlich, wie stark Chaplin noch am Stummfilm und seinen, für ihn prägenden Möglichkeiten orientiert und dennoch aufgeschlossen für den "neuen" Tonfilm war. Zudem beweist er seine Genialität ebenso, indem er zeigt, wie eine vollkommen tragische Situation durch Komik "erlöst" werden kann.
Eine Konfrontation von Komik und unermesslicher Tragik, überzeugend in der Balance aus Humor und Ernsthaftigkeit bei dieser so brisanten Thematik, die das NS-Regime zwar leider nicht stürzen konnte, aber das Herz und den Verstand von Millionen Menschen erreichte.
Was für ein einmalig grandioser Film...unbedingt sehenswert...und aus der Geschichte der Filmkunst nicht mehr wegzudenken..
1010 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 14. September 2016
Ich habe den Film über Amazon Prime gesehen, kann also nicht die DVD bewerten. Über den Film ist im Grunde schon alles gesagt, daher hier meine subjektive Meinung:
Als Kind kannte ich Chaplin als lustigen Slapstick-Schauspieler, aber nach diesem Film muss ich sagen, er ist vielleicht der größte Schauspieler, der je gelebt hat. Ein absolutes Ausnahmetalent und dieser Film ist sein Meisterwerk. Unabhängig von der politischen Meinung sollte dieser Film Pflicht in deutschen Schulen sein. Die Rede am Ende hat einen Kultwert und leider wird diese, sowie der ganze Film, vermutlich nie aus der Mode kommen. Immerhin kann er Helfen, die Zeichen zu erkennen. Unbedingt ansehen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 20. April 2017
Ein toller Klassiker.
Leider aktueller als erhofft.
Dieser Film darf in keiner DVD-Sammlung fehlen.

Lieferung und Produkt sind einwandfreie und schnell angekommen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 26. Januar 2017
Ja ein uralter Film. Dacht der ist bestimmt nicht zum anschauen. Aber was für ein Meisterwerk. Ein bomben Film. Witzig das sich die Balken biegen. Ein muss ihn anzuschauen. Ich muss jetzt noch lachen. Schau ihn bestimmt irgendwann noch mal an. Ein Juwel.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 28. März 2017
die Überschrift sagt schon alles

Nieder mit der Unterdrückung, dem Hass und der Intoleranz! Laßt uns kämpfen für eine Welt der Sauberkeit. In der die Vernunft siegt, in der uns Fortschritt und Wissenschaft allen zum Segen reichen. Kameraden, im Namen der Demokratie : Dafür laßt uns streiten!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 7. August 2016
"Der große Diktator" ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme von und mit Charlie Chaplin (1889-1977), dicht gefolgt von "Lichter der Großstadt" und "Moderne Zeiten".

Ein jüdischer Friseur kehrt nach jahrelangem Aufenthalt im Krankenhaus in seine Heimat Tomanien zurück. Doch aufgrund seiner kriegsbedingten Amnesie merkt er zunächst nicht wie sehr sich seine Heimat seit dem Ende des Weltkrieges verändert hat. Tomanien wird von dem Diktator Hynkel beherrscht und die jüdische Gemeinde wird unterdrückt. Der Frisör erlebt so einige unangenehme Überraschungen, aber lernt dabei die junge Jüdin Hannah kennen und lieben. Diktator Hynkel wiederum strebt einen großen Eroberungsfeldzug an und wartet auf den günstigen Moment.

Der Humor und die Gags des Films sorgen für angenehme Lacher. Die Szene mit der Weltkugel ist wahrlich legendär und unvergesslich. Auch die musikalischen Einlagen lassen einem Schmunzeln. Über Hynkels Kauderwelsch könnte ich mich den ganzen Tag amüsieren und darüber lachen.

"Er ist der Wahnsinnige und ich bin der Komiker, doch es hätte genauso gut umgekehrt werden können". Das sagte einst Charlie Chaplin über Adolf Hitler.

Kurz nach dem Einfall der deutschen Wehrmacht in Polen arbeitete Charlie Chaplin an seinem Film "Der große Diktator", der 1940 in die Kinos kam. Obgleich das Projekt sehr gespalten betrachtet wurde bescherte es Charlie Chaplin einen wirtschaftlichen Erfolg.
Auf jeden Fall ist "Der große Diktator" einer von Charlie Chaplins großen Filmen, vor allem weil dies sein erster richtiger Tonfilm war. Charlie Chaplin beindruckt ungemein in seiner Doppelrolle des jüdischen Friseurs und des machtgierigen Diktators Hynkel, geniale Parodie auf Adolf Hitler. Ebenso alle weiteren Darsteller, wie Jack Oakie (1903-1978) als Benzino Napoloni, Reginald Gardiner (1903-1980) als Kommandeur Schultz, Henry Daniell (1894-1963) als Dr. Gorbitsch und Billy Gilbert (1894-1971) als Feldmarshall Hering.
Neben Charlie Chaplin als jüdischer Friseur glänzt seine dritte Ehefrau Paulette Goddard (1910-1990) in der Rolle der Jüdin Hannah (benannt nach Charlie Chaplins Mutter Hannah Chaplin).

Wenn mich jemand fragen sollte, welche Hitler-Parodie für mich die beste ist, dann würde ich auf jeden Fall "Der große Diktator" nennen.

Ein Film mit witzigen Einlagen und einem unvergesslichen und tiefgründigem Finale.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 27. August 2017
Ein fantastischer Streifen, der zum Nachdenken anregt, doch trotzdem bleibt der Humor im Vordergrund. Der Film verzaubert mit seinem Charme, Witz und seiner Authentizität. Absolut sehenswert! 5 Sterne!!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 9. September 2017
Dieser Film müsste wirklich Pflichtprogramm in allen Schulen sein.
Gemeinsam etwas schaffen statt Hass und Zwietracht. Empathie und Menschlichkeit noch vor Wissen und Wirtschaftlichkeit. Tolles Plädoyer.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 22. Oktober 2002
Charlie Chaplins Abrechnung mit Hitler. Als etwas Anderes kann man den Film wohl nicht bezeichnen. Und obwohl der Film selbst nie einen Oscar® bekommen hat, gehört er zu den Meisterwerken der Filmgeschichte. Mit der Premiere im Oktober 1940 ergoss sich in Amerika zunächst eine Hetzkampagne über den Film. In den USA gab es viele Anti-Kommunisten besonders die deutsch-freundliche Hearst Presse, die den Film kritisierte. Und als 1942 Chaplin auf mehreren Veranstaltungen des Amerikanischen Komitees, Russlandhilfe forderte, rückte man ihn sehr schnell in die Nähe der Kommunisten. Die Ablehnung Charles Chaplin gegenüber, fand 1952 ihren Höhepunkt als man dem Briten die Wiedereinreise-Genehmigung verwehrte.

Daraus zog Chaplin Konsequenzen: Seine Frau Oona löste den gesamten Besitz der Chaplins in den Amerika auf und holte das komplette Archiv mit allen Chaplin Filmen nach Europa. Die Chaplins ließen sich in der Schweiz nieder. Erst 20 Jahre später - 1972 - reiste er wieder in die Staaten, um den Ehren-Oscar® für sein Lebenswerk in Empfang zu nehmen.

FAZIT: Mit seiner komisch-tragischen Auseinandersetzung über eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte hat Chaplin in seiner Doppelrolle als Adenoid Hynkel und jüdischen Friseur für alle Zeiten Filmgeschichte geschrieben. Auch wenn Chaplin für die meisten Fans eigentlich 'der Tramp' bleibt. Wer 'Der große Diktator' nicht kennt, misst ein Stück Filmgeschichte. Auch wenn die deutsche Fassung nicht an das Original rankommt, sollte man diesen Film unbedingt als Klassiker im Filmarchiv haben. Ein Film der Sie wie mich zum Lachen und Weinen rühren wird, da bin ich mir ganz sicher.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 30. Januar 2016
auf jedenfall sein geld wert.

eine geniale parodie auf das 3. reich und seine hampelmänner.
danke für dieses wertvolle kulturgut gut.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden