Amazon-Fashion Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto hasbro nerf Calendar Promo Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimited GC HW16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
145
4,7 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Juni 2010
Eminem ist objektiv betrachtet der weltbeste Rapper. Auf die Frage, ob nicht Jay-Z der Titel zusteht, gibt's eine Antwort: "Renegade". Dennoch schuf Eminem im Gegensatz zu Jay-Z nicht so oft die weltbeste Rapmusik. Hauptgrund war seine auf Dr. Dre und sich selbst beschränkte Produzentenwahl. Em's Eigenproduktionen waren während der Zusammenarbeit mit dem Funky Bass Team auf den ersten Alben amtlich, mit Luis Resto als Co-Produzent ging's kontinuerlich bergab und fand nach "Encore" seinen Tiefpunkt im katastrophalen "The Re-Up". Die kreative Krise begleitete eine persönliche, Eminem verschwand in der Versenkung und hielt Fans lange um seine Lage in Ungewissheit. Dann, nach jahrelangem Kampf gegen Tablettensucht und Schreibblockaden setzte der Elvis des 21. Jahrhunderts mit zwei Alben im Gepäck 2009 zum Comeback an. Mit "Relapse" kehrte sein zwischenzeitlich zum Serienkiller avanciertes Alter-Ego Slim Shady zurück und lieferte ein überragendes Style-Massaker auf einer toxischen Soundmixtur aus Dr. Dre's Labor.
Zumindest reichte die Musik wieder qualitativ an Eminem's Skills heran, die Kohärenz des Albums erinnerte entfernt an das Kaliber eines "Purple Tape". Em präsentierte erneut eine beeindruckende Pallette an Flows und Reimtechniken und liess in Sachen Hooks selbst einen Mann vom Fach wie 50 Cent alt aussehen. Trotzdem beschwerten sich Fans wie Kritiker massiv über die inhaltliche Leere; ausser BTM, altbekanntem Promi-Bashing und fabelhaft erzählten, aber etwas übertriebenen Mordszenarien ging da nicht wirklich viel. Den berüchtigten schwedischen Akzent abgelegt, versprach Em mit dem symbolisch von "Relapse 2" zu "Recovery" umbenannten Nachfolger wieder Songs mit emotionalem Tiefgang und, festhalten... auch noch von verschiedenen Produzenten! Diese einzig logische künstlerische Weiterentwicklung war längst überfällig, denn bisher schaffte es von ausserhalb lediglich Mark The 45 King einen Beat auf Eminem's Alben zu platzieren. Die neue musikalische Richtung für "Recovery" dagegen weist neben Executive Producer Dr. Dre ein Team aus zehn renommierten und aufstrebenden Rhythmusarchitekten. Sieht aus, als wär's die Richtige.

Ich war nach dem ersten Durchskippen dennoch ein wenig geschockt. Den stampfenden Hardcoresound auf "Relapse" gewohnt, irritierte es mich, zwischen straighten Rap-Nummern ein wildes Gemisch aus clubbigen Shynties, Black Sabbath- und Haddaway(!)-Samples und radiofreundlichen SingSang-Hooks vorzufinden, gegen die selbst "We Made You" klingt wie Motown Soul. Man ahnt erst nichts Verdächtiges, wenn die ersten Takte des Openers "Cold Wind Blows" erklingen und Em sein altbekanntes "Dededum-dum-dadum" dahinsummt. Ohne vorliegende Credits vermutet man sogar eher den Doc an den Boards anstatt Just Blaze, der sich mit klatschenden Snares und düsteren Pianoklängen sehr vom Dre'schen Sound inspiriert zeigt. Eminem wärmt sich auf mit Beschimpfungen und Provokationen wie "Might aswell let my lips pucker/Like Elton John, cause I'm just a mean c**ks*cker" oder "Won't stop til the world stop spinnin'/And Michael J. Fox come to a stand still during an earthquake". In-House Producer DJ Khalil lacet für "Talkin' 2 Myself" die obligatorische Kobe-Hook auf einem epischen Instrumental, das fast zur Nebensache wird bei dem, was Em da vom Stapel lässt: "I almost made a song dissin' Lil Wayne/I was jealous of him 'cause the attention he was gettin'/I felt horrible about myself, he was spittin' and I wasn't" und "You start dissin' people for no reason?/Especially when you can't write a decent punchline even?/You're lyin' to yourself, you're slowly dyin', you're denyin'/Your health is declinin' with your self esteem, you're cryin' out for help". Puh. So viel Ehrlichkeit ist der Rapkonsument von heute gar nicht mehr gewohnt, unfassbar.
Der über die Jahre zum Starproducer mutierte D12-Buddy Kon Artis versorgt seinen Boss mit einem zu Lyricists wie ihm am Besten passenden Soundteppich: Erdiges Vocalsample, brettharte Drums, ein wenig Detroit-Vibe und Em's mit rauer Stimme eindringlich vorgetragene Punchlines in übermenschlich komplexen Reimschemata machen "On Fire" zu einem Highlight. Khalil Nr. 2, die fetzige Rocknummer "Won't Back Down" wartet auf mit P!nk, die ruhig ein Bisschen mehr Gas hätte geben können, Eminem stiehlt ihr ein wenig die Show. Während sie auf dem aggressiv vorwärts preschenden Bassmonster etwas untergeht, zerlegt Em das Vieh mit virtuoser Leichtigkeit in noch nie gehörten Rhymepatterns und schreit nach mehr. Seine Darbietung auf dem Song kann durchaus als Manifest dieses ewig seinesgleichen suchenden Ausnahmetalents betrachtet und jeden um die Ohren gekloppt werden, der meint Rap sei nicht so kunstvoll wie Gesang. Nach dem etwas merkwüdigen, aber okayen Spasstrack "W.T.P." von Supa Dups und Ozzy auf Emile's "Going Through Changes" gibt der kanadische Senkrechtstarter Boi-1nda zwei Kostproben seiner Kunst: Als erste Single trifft die Wahl perfekt auf die rebellische Hymne "Not Afraid", in der ein von sphärischen Synthies begleiteter Eminem sich ergreifend persönlich an seine Fans wendet und u.a. für "Relapse" entschuldigt. Mit "Seduction" liefert Boi-1nda ein weiteres Albumhighlight, auf dem Em andere Leute Freundinnen Groupie-Dienste verrichten lässt. Das Instrumental klingt jedoch wie eine Offenbarung: Nachschallende Snares, hypnotische Streicher, verspieltes Piano und ein magisch über dem Beat schwebender Em machen aus dem Song ein Hörgenuss.
Bei Just Blaze' zweitem Beitrag wird's kritisch. Hat er sich denn nicht genug blamiert, als er für T.I. allen Ernstes O-Zone's unsägliches "Dragostea Din Tei" samplete? "What Is Love" ist zwar nicht ganz so peinlich, aber manche Sachen müssen einfach nicht sein. Gerade für "Nobody listen to Techno"-Eminem trashigen Eurodance zu verwerten zeugt nicht gerade von musikalischem Feingefühl. Schade eigentlich, denn "No Love" ist ansonsten ziemlich Bombe. Weezy krächzt sich einen ab, wird von Em mitsamt Evisu und Bandana verspeist, das elektrisierende Synthiegerät zeigt auch Wirkung. Neben wirbelsturmartiger Flowabfahrt haut Em Sprüche raus wie: "Get these wack c**ks*ckers off stage/Where the f**k is Kanye when you need him?". Trotzdem ist die Hook für mich unhörbar, ich verabscheue Kirmestechno. Die Amis sollen bitte weiter Soul, Jazz und Funk samplen, von guter elektronischer Tanzmusik haben die, bis auf Ausnahmen in Detroit und LA, absolut keine Ahnung. Ich kenne kaum Produzenten, die sich derart zum Negativen wandelten wie Just Blaze, der mit Kanye West fast als Einziger während des jahrelangen Dirty South-Booms regelmässig mit souligen Sample-Granaten Hits landete. Jetzt baut er Beats aus Eurodance, der mit Abstand abscheulichsten Musik des Universums. Was kommt als Nächstes? Samplet er Scooter für's neue Jay-Z-Album? Geht nicht, sowas! Im Grunde ist Just Blaze die einzige wirkliche Enttäuschung auf "Recovery". Von den fünf angekündigten Beiträgen sind drei übrig geblieben, zwei davon fahren einen komischen Style, der Dritte ist zwar gut, klingt aber wie Dre. Wie ein Kind hatte ich mich darauf gefreut, Eminem Just Blaze' energische NeoBoomBap-Bretter wie "Exhibit C" oder "Return Of The Real" killen zu hören, und wat is? "You're Never Over" ist zwar kein skandalöser Fehlschlag, kommt aber auch in diesem käsigen Soundgewand, wobei Em's schief gesungene Hook etwas von seinem verlorenen jugendlichen Charme beherbergt.
An "Space Bound" will ich mich gar nicht lange aufhalten, ich reagiere allergisch auf Jim Jonsin, er versaute das Cypress-Album und wegen ihm geht mir selbst T.I. mittlerweile auf'n S*ck. Auch der dritte Khalil-Track "25 To Life" sagt mir wenig zu. Beide Songs haben einen leicht hippiehaften "Gittarre-am-Lagerfeuer"-Vibe, der im Rap nicht klar geht. Allerdings kann auch niemand ausser Em solche Tracks machen ohne sich zu blamieren, was nur für seine enorme Vielseitigkeit spricht. Im Grunde sind diese Songs nicht objektiv wack, sondern Geschmacksache, daher möchte ich ihnen ihr Hitpotenzial nicht absprechen. Richtig angenehm ist die positive Energie auf dem bizzar betitelten "Cinderella Man", zu dem Script Shepherd aus dem Just Blaze-Umfeld Beat und Vocals beisteuert. Eminem's übersprudelne Brillanz wird diesmal von melodischen E-Gitarrenriffs auf an "'Til I Collapse" erinnernden Stomps und Claps im Queen-Style begleitet. Die Rihanna-Kollabo ist bei Weitem nicht so schlimm, wie befürchtet und wird wahrscheinlich monatelang weltweit die Charts toppen und auf einschlägigen Sendern totgespielt werden. Zum Schluss wird der ohnehin schon von Eindrücken überwältigte Hörer noch mit drei alles wegfetzenden Granaten beschmissen: Der einzige Dre-Beat auf "Recovery", das elegante "So Bad" besticht durch eine eingängige Melodie aus königlichen Horns, Piano und Strings und ist die erste Dr. Dre-Produktion mit einem gepitchten Vocalsample. Em geht drauf völlig auf und veredelt das Teil mit exzellenten Versen, Hook, Bridge und Scratchgeräuschen. Das Beste hat DJ Khalil zum Schluss aufgehoben und bringt auf "Almost Famous" genau den brachialen Brecher, den ich sonst von Just Blaze erwartet hatte. Ein alles niederwalzendes Monstrum von Beat, eine sehr nice gesungene Hook von Liz Rodrigues und ein wahnsinniger Eminem, der die immense Energie noch übertrumpft. Und als wäre das nicht genug, kommt auf einem titellosen Bonustrack Mobb Deep's Havoc mit einem phänomenalen, wie individuell für Em maßgeschneidertem Uptempobrett um die Ecke, welches der Protagonist dann mit einem High Speed-Amok-Flow zerreisst und damit das Album mehr als würdevoll abschliesst.

"Recovery" ist objektiv betrachtet besser als "Relapse". Das Album ist geprägt von einem zeitgemäßen Sound, kreativen Konzepten und aussagekräftigem Inhalt, wobei "Relapse" in Sachen Hooks und Kohärenz punktet. Da ich den "Kill You"-Eminem allerdings immer mehr gefeiert habe, als den auf "Sing For The Moment" und mich nach wie vor vehement weigere, Musik vorrangig nach lyrischem Inhalt zu bewerten, kann ich als Hardcore Dre-Fan mit "Relapse" mehr anfangen. Ich kann das Ding an einem Stück durchhören, während bei "Recovery" hier und da mal die Skiptaste zum Einsatz kommt. Aber das bin nur ich, und ich finde das undemokratisch, eine objektive Bewertung zu stark vom persönlichen Geschmack abhängig zu machen. Andererseits verstehe ich nicht, warum "Relapse" von der Fangemeinschaft derart weggedisst wurde, während bei "Recovery" ein allumfassender Enthusiasmus herrscht, und nehme Eminem seine populistischen Aussagen diesbezüglich ein wenig übel. Sind denn nicht beide Alben auf ihre Art genial? Jetzt mal ehrlich, hat jemand schon mal so gut gemachten Horrorcore gehört, wie auf "Relapse"? Oder in letzter Zeit so anspruchsvolle Popmusik wie auf "Recovery"? Ist ein Künstler, der zu Beidem fähig und mit Beidem erfolgreich ist, nicht der derbste Mutterf**ker des Planeten?
Ich finde, beide Alben hätten bei einer besseren Industrielage auch ein wunderbares Doppelalbum ergeben, mit einer "Slim Shady-" und einer "Marshall Mathers Disc", oder was auch immer. Betrachtet man sie und ihre Vorgeschichte im historischen Kontext, zieht man unfreiwillig Parallelen zu Eminem's Karrierestart und stellt fest, dass seine Geschichte sich auf wundersame Weise genau zehn Jahre später wiederholt. Überaus bemerkenswert. Ich jedenfalls könnte als Endverbraucher zufriedener gar nicht sein, da mir Eminem alle jahrelangen Wünsche erfüllt hat, als hätte auf einem seiner Trips meine Stimme gehört: Ich wollte immer Slim Shady zurück auf mehr Dre-Beats, aber auch mal andere Produzenten und dass er auf seinen deepen Songs genau so ausserirdisch krass rappt, wie auf allem Anderen. Innerhalb eines Jahres schaffte er all das, besser geht's eigentlich kaum. Es sei denn, für's nächste Album gibt's für den straighten Stuff DJ Premier, Pete Rock und Alchemist und für den Pop-Kram Kanye, Pharrell und einen dreckigen 2003er Timbaland. Wenn's den nicht mehr gibt, darf's auch Swizz Beatz sein. Da kann er sich aber Zeit mit lassen, jetzt her mit diesem gottverdammten "Detox" Album!
1717 Kommentare| 97 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. März 2012
Auf dieses Album bin ich durch das Lied "Not Afraid" gestoßen.Von da an war mir klar,dieses Album muss ich haben.Dank dieses Albums bin ich mittlerweile ein großer Fan von Eminem und besitze alle Alben.Dennoch ist dieses mein absolutes Lieblingsalbum,denn auf "Recovery" zeigt Eminem einfach,das er nicht nur Hardcore Rap und Horrorcore beherrscht!In "Recovery" verarbeitet er die letzten Jahre,die von Depressionen und Drogen geprägt waren.Jetzt zu den einzelnen Songs:

Cold Wind Blows:
Hier lässt Eminem alias Slim Shady kein Schimpfwort aus und zeigt gleich,das er nichts verlernt hat.Hier hört man 5:04 Minuten einfach genialen Rap,der ein bisschen an die alten Zeiten erinnert. (8.5/10)

Talkin 2 Myself:
Hier rappt er über seine Drogenvergangenheit und kritisiert seine Vorgängeralben,die er unter Einfluss von Drogen fertigte.Sehr selbstkritisch und ein schönes Lied,welches man immer wieder hören kann. (9/10)

On Fire:
Das erste Lied,mit dem ich persönlich nicht viel anzufangen weiß.Es zeichnet sich durch Übertreibungen und Metaphern aus,ist aber nicht ganz mein Geschmack! (5/10)

Won't Back Down:
Sehr rockig und hier teilen sich die Meinungen.Pink gibt nicht alles und so ist es ein leichtes für Eminem,sie in den Schatten zu stellen.Viele finden das Lied gut,aber manche sind auch enttäuscht,das Eminem mit Musikern wie Pink zusammen arbeitet.Ich persönlich zähle das Lied zu den schwächeren Tracks auf der CD,dennoch kann man es sich anhören! (7.5/10)

W.T.P:
Dieses Lied ist ein Lied,welches man auf Partys hören kann.Auch mit dem Lied kann ich nichts anfangen,wobei ich generell nicht so auf diese Party-Musik stehe. (5.5/10)

Going Through Changes:
Ein tolles Lied,welches seiner Tochter Hailie gewidmet ist.Sehr gefühlsbetont und einfach schön!Der Refrain wurde von Black Sabbath gesampelt. (9/10)

Not Afraid:
Die erste Single und seit 2 Jahren mein Lieblinsglied (neben Space Bound,dazu komme ich später)!Hier verarbeitet er seine Drogenabhängigkeit,äußert sich sehr selbstkritisch und verspricht seinen Fans,dass er nicht mehr rückfällig wird und sich auf seine Verantwortung als Vater konzentriert.Einfach klasse und ein Lied,welches man immer hören kann,wenn man sich allein fühlt,denn Eminem macht einem Hoffnung. (10/10)

Seduction:
Hier will er deutlich machen,welchen Einfluss er mit seiner Musik hat.Ein düsteres Lied mit einem Eminem,der aggressiv wie eh und je rappt. (7.5/10)

No Love:
Nun kommen wir zu einem Lied,welches ich sehr gerne höre.Egal was die beiden machen,sie haben Erfolg und es hört sich klasse an.Schon "Drop The World" fand ich unglaublich gut,doch "No Love" setzt dem die Krone auf.Beide rappen über die Menschen,die sie im Stich gelassen haben und verletzten.Einfach nur ein starker Track und dabei stört es noch nicht mal,das für dieses Lied "What Is Love" von Haddaway gesampelt wurde. (10/10)

Space Bound:
Dazu kann ich nur eins sagen:WOW!Hier geht es um krankhafte Liebe und Eminem bringt das echt Weltklasse rüber.Er rappt über einen Man,der sich aus enttäuschter Liebe zu seiner Freundin umbringt, weil sie ihn verlassen will.Dieses Lied muss man gehört haben,sonst hat man was verpasst. (10/10)

Cinderella Man:
Kann ich nicht viel zu sagen,sagt mir genauso wenig zu wie On Fire! (5/10)

25 To Life:
Dies ist ein Liebesbekenntnis zum Hip-Hop.Einfach Klasse dieses Lied,hier merkt man wieder,das Eminem weiß,was es heißt,Gefühle rüber zu bringen ohne dabei weich zu klingeln. (10/10)

So Bad:
Hier kommt sein Alter Ego Slim Shady zum Zug.Klasse Lied,welches ein gewisses Ohrwurm Risiko hat. (8/10)

Almost Famous:
Aggressiver Rap der vom ersten bis zum letzten Wort überzeugt.In diesem Lied rappt er über das Streben nach Berühmtheit.Super Lied,aber auf dem Album eher Mittelmaß (7.5/10)

Love The Way You Lie:
Rihanna+Eminem=Ohne Worte.Starkes Lied,welches zu Recht Wochenlang auf Platz 1 war.Das Lied beschreibt ein Liebespaar, das eine extreme Hassliebe auslebt.Und wer könnte sowas besser rüberbringen,als diese beiden Ausnahmekünstler? (10/10)

You're Never Over:
Gewöhnungsbedürftig würde ich mal sagen.Wenn man sich aber mit dem Text beschäftigt und es sich dann wieder anhört,entfaltet das Lied seine Wirkung.Dieses Lied ist seinem besten und leider zu früh von uns gegangenen Freund Proof gewidmet. (8/10)

Untitled Track:
Zum Abschluss nochmal ein Klasse Rap,der dieses Album schön ausklingen lässt. (9/10)

Was soll ich noch sagen?Ein klasse Album,welches man kaufen MUSS!Egal ob man Eminem hört oder nicht,es ist einfach ein Meisterwerk,aber was heißt das schon bei Eminem?
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juni 2010
Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass die Alben eines gewissen Marshall Mathers stets zu den "most anticipated", den heiß erwarteten Alben des Jahres gehören. Das Album stellt in so fern ein Novum in der Discographie von Em dar, als dass er hier erstmals ein Album fast komplett von Leuten produzieren lassen hat, die nichts mit der Shady/Aftermath-Clique zu tun haben. Vielleicht auch eine Reaktion auf das teilweise etwas eintönige, von Dr. Dre produzierte Vorgängeralbum "Relapse". Zu den einzelnen Songs:

"Cold Wind Blows" ist eine hervorragende Einstimmung aufs Album, Slim Shady versprüht ein Feuerwerk von gefühlten 5000 Schimpfwörtern und zeigt auf dem klatschenden Beat sofort, wer raptechnisch den Ton angibt.

"Talkin to Myself" aus der Feder von DJ Khalil ist ein leicht rockig anmutender, mit harten Drums unterlegter Song. Den Refrain singt Kobe, den der ein oder andere wohl auch durch den Clubbanger "Imma do it" von Fabolous kennt. Am Ende des Songs zollt Mr. Mathers Rappern wie Lil' Wayne, T.I. und Kanye West Respekt.

"On Fire" ist dann ein Song, wie er auch auf Relapse hätte sein können, zumindest erinnert die Instrumentalisierung daran. Der etwas lustlose Refrain sowie der eintönige Beat mit dem Chor im Hintergrund führen leider dazu, dass das Lied nicht zu meinen Favoriten gehört.

"Won't back down" (DJ Khalil) mit Rock-Göre Pink ist ein vor Energie strotzender harter Drum-Beat, bei dem Eminem auch wieder extrem gut abgeht. Erinnert sehr an Drop The World mit Lil' Wayne, was auch schon sehr rocklastig war.

"Not Afraid" ist die 1. Single des Albums und stieg als zweiter Rapsong der Geschichte von 0 auf 1 der US-Charts ein (der andere war Puff Daddys "I'll be missing you"). Produzent Boi-1da hat bereits Drake's Hit "Forever" produziert. Mr. Mathers flowt hier über mit Synthesizern im Hintergrund unterlegten minimalistische Drums. Die Synthies geben dem Song eine mystische Note, vor allem wenn man die Lyrics über Eminems Erlebnisse der letzten Jahre beachtet. Der gesungene Refrain gibt dem Song dann noch den nötigen Feinschliff. Eines der Highlights des Albums!

Bei "W.T.P." (White Trash Party) verrät der Titel schon einiges über den Inhalt, der Song ist typisch für Shady. Insgesamt ein schnellerer Song, der wohl auch im Club durch den treibenden Beat gut abgehen würde.

"Going through Changes" beginnt mit einem alten gesampleten gesungenen Refrain von Black Sabbath, ehe der Mid-Tempo Beat einsetzt und später noch von einer Gitarre dezent unterstützt wird. Wie der Titel schon sagt, rappt Em über die im Leben unvermeidlichen Veränderungen und seine teilweise einsamen Stunden in denen er Zeit hatte über sein Leben nachzudenken.

Bei "No Love" sollten sich die Hörer festhalten: Superproducer Just Blaze hat den Klassiker "What is Love" von Haddaway als Sample verwendet und eine wahre Bombe daraus gebastelt! Sehr ruhig beginnend, entfaltet das Sample verbunden mit den düsteren Synthesizern und den energischen Stimmen der Rapstars Lil Wayne und Eminem seine volle Wirkung. Für mich der vielleicht beste Song des Albums, zumal derartige Samples sowieso mein Ding sind.

"Seduction" (ebenfalls Boi-1da) beginnt mit pompösen Synthesizern und einem mid-tempo Beat, während ein Piano dezent im Hintergrund die Melodie unterstützt. Wie üblich singt Em die Hook wieder selber. Eine sehr merkwürdige, geheimnisvolle Stimmung der Track verbreitet. Inhaltlich ist das ganze ein Anti-Liebessong, wenn man genau hinhört.

"Space Bound", produziert von Hitmaker Jim Jonsin, ist ein durch Gitarrenklänge sehr smoother, ruhiger Beat, welcher jedoch Richtung Refrain an Energie gewinnt. Der Refrain ist nicht von Eminem gesungen, sondern von Steve McEwan. Ein sehr gefühlvoller Song, der wirklich super ins Album passt!

"So Bad" ist dann ein echter Dr. Dre-typischer Brecher. Die dumpfen Bläser und der Bass erinnern sehr an "My Mom" von Relapse. Der Song besticht jedoch durch Marshalls Texte, die perfekt mit den Instrumentals harmonieren. Er lässt ein wenig sein Alter-Ego Slim Shady raushängen: "I'm so bad, I'm so good that I'm so bad, I guarantee I'm the greatest thing you ever had'" Guter Track!

"25 to Life" beginnt mit der von einer Frau gesungenen Hook, ehe ein mit Gitarren unterlegter, schneller Beat einsetzt der wiederrum auf den gesungenen Chorus zusteuert, der dann erst nur mit Claps unterlegt wird, um gefolgt von harten Synthesizern Eindruck zu schinden. Die Instrumentalisierung ist durchaus ungewöhnlich bei diesem Lied: Seichte Gitarrenklänge wechseln sich mit heftigen schnellen Synthesizern ab, ehe am Ende sogar ein Piano hinzukommt. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall, denn es ist ein Juwel des Albums. Produzent: DJ Khalil

Wer anhand des Titels "Cinderella Man" einen ruhigeren oder kitschigen Song erwartet, hat sich getäuscht: Wuchtige Drums klatschen einem ähnlich wie "Till I Collapse" von der Eminem-Show das Trommelfell weich. Eine E-Gitarre im Hintergrund tut ihr Übriges. Ein Kracher, der die Anlage zum Beben bringt.

Es folgt mit "Almost Famous" ein wirklich toller Song: der unruhige Beat und die verstörende weibliche Stimme im Chorus lässt erahnen wo der Song hinzielt: Eminems gedankliche Reise von den Anfängen bis zu den ersten Momenten in Dre's Studio, als er almost famous war. "You wanna be famous? Be careful what you wish for!"

Ja das ist doch' Rihanna? Tatsächlich! Die Pop-Diva singt die Hook des vorletzten Songs des Albums. "Love the Way you Lie" wurde von Alex the Kid produziert. Sonst eine etwas dünne Stimem, passt Rihannas Gesang hier wirklich und ergänzt sich erstaunlich gut mit Eminems fester , eindringlicher Stimme. Definitiv ein Song der (falls er als Single kommt) in den Charts oben einsteigen wird.

In den ersten Sekunden von "You're never over" wundert man sich erstmal, was dieser merkwürdige Gesang von Marshall da zu suchen hat, denn es klingt ein wenig wie der misslungene Versuch einer Boyband eine ordentliche Hook zu singen. Dann setzen die Synthesizer und die flotten Drums ein und der Song wird deutlich besser. Man gewöhnt sich auch an den Refrain, denn die Parts dazwischen sind wirklich hörenswert. Hier wird übrigens Cry Little Sister von Gerard McMann als Sample verwendet.
Eventuell gibt's noch einen versteckten Track :) Und der ist nicht schlecht!

"Recovery" präsentiert sich als rundum durchdachtes Album, auf dem Em an die Qualität älterer Scheiben anknüpfen kann. Auf vielen Songs explodiert er geradezu, feuert eine Salve nach der andern ab. Sehr angenehm ist auch, dass der nervige Akzent von "Relapse" nun gänzlich verschwunden ist. Auch hat er die (manchmal kindisch anmutenden) Spaß-Singles weggelassen, auch wenn sie ein Markenzeichen Eminems waren ("Real Slim Shady", "Without Me" etc'). Dies ist ebenfalls ein Indiz dafür, dass dieses Album wie ein moderner Neubeginn in seiner Diskographie sein könnte. Lyrisch ist es wieder ein Beweis wie sehr sich seine Inhalte vom üblichen Mainstream-Rap abheben, dafür gebührt Mr. Mathers Respekt. Das Album ist wieder sehr persönlich gehalten, er versucht nicht irgendjemandem nachzueifern oder zwanghaft irgendwelche sinnfreien Hits zu schreiben. Die Selbstironie die ihn oftmals auszeichnet, tritt diesmal nicht so offensichtlich zu Tage wie auf anderen seiner Alben, dennoch kann man sie oft genug hören. Glücklicherweise hat Eminem genau das gemacht, was ich bei dem Vorgängeralbum vermisst habe: er hat andere Produzenten außerhalb von Aftermath ins Boot geholt. So kommt auch der moderne, abwechslungsreiche und frische Sound zustande. Für so ein gelungenes Album sollte man ruhig mal 5 Sterne übrig haben.
99 Kommentare| 54 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2010
Ist schon ne verrückte Welt. Da meldete MinM sich erst vor gut einem Jahr nach mehrjähriger Pause mit RELAPSE zurück, präsentierte das Album als offizielles Comeback nach Totalabsturz und gefiel mit philosophischen, mitunter sehr bitteren Texten, der gewohnten, bis dato unübertroffenen Wortgewalt und den bewährten, meiner Meinung nach stets etwas Überhand nehmenden Dre-Beats.
Da runzelte ich schon heftig die Stirn, als ich Anfang des Jahres hörte, dass das nächste Album bereits in den Startlöchern stand. Eminems Statement dazu: "Vergesst mein letztes Album, es ist mir peinlich und wenn ich könnte, würde ich das Release ungeschehen machen".
"Peinlich"... warum? Marshall Mathers stand immer für Authentizität. Wenn ihm nach Jahren der Drogensucht nach einer Platte wie RELAPSE war, ist das doch vollkommen in Ordnung, und der gemeine Fan war (bzw. ist) mit dem Produkt mehr als zufrieden.
Ich will ganz ehrlich sein; RECOVERY (ich finde den Titel nach RELAPSE sehr kritisch, nicht zuletzt, weil die beiden Album sehr zeitnah veröffentlicht wurden) stand ich seit Ankündigung sehr skeptisch gegenüber. "Was soll denn da jetzt großartig an neuem Stoff kommen?", dachte ich.
Doch gleich während des ersten Hördurchgangs wich meine Voreingenommenheit purer Begeisterung. Denn was Shady nach dem für meinen Geschmack wieder etwas zu stark nach Dre klingenden Intro abliefert, bildet meine neue Referenz in seiner Discographie. Gleich mit Track 2 "Talkin 2 myself" lässt Eminem Taten folgen und deklassiert den unmittelbaren Vorgänger in allen Belangen. Ein paar wohldosierte, akribisch ausgewählte Featurings (z. B. Lil Wayne & Rihanna) geben dem Album eine völlig eigene, bisher unerreichte Note.
Eminem begeistert mit unfassbaren Rhymes, sorgt dabei oftmals für eine gehörige Gänsehaut. Dabei ist RECOVERY trotz seiner Ernsthaftigkeit herrlich verspielt. Einen Europop-Klassiker wie Haddaways "What is love" neu zu interpretieren und daraus einen uneingeschränkt empfehlenswerten Rap-Track zu zaubern, verdient größten Respekt und zeigt auf, dass Mr. Mathers noch immer ein Rapper und Produzent eigener Klasse ist.
RECOVERY funktioniert, ohne jemals den Kommerzsektor zu betreten, als erstklassiges Rap-Album, bietet aber auch genügend tanzbare Flows, stets begleitet von Eminems einmaligen Rhymes.

Einfach ein erstklassiges Album!
11 Kommentar| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Juni 2010
Als Eminem letztes Jahr nach 5 Jahren Pause ein neues Soloalbum herausbrachte, war man erleichtert dass er die Abwärtsbewegung die spätestens bei "Encore" deutlich wurde, endlich stoppen konnte und sogar wieder besser wurde. "Relapse" war ein solides Album, dem zwar die ganz großen Hits fehlten, das aber dennoch viele überzeugen konnte und von Presse und Publikum meist gut aufgenommen wurde. Das Album war zwar kommerziell nicht so erfolgreich wie die Vorgänger, machte aber Hoffnung dass es noch weitergehen würde. Zumal Eminem schon bei der Veröffentlichung einen Nachfolger ankündigte. Das er aber jetzt nach nur einem Jahr mit "Recovery" so eine Granate raushaut, ist wirklich unglaublich. Man fragt sich nur wo der Mann diese Energie hernimmt, zumal er bei "Encore" schon fast ausgebrannt wirkte. Es war zwar schon durchgesichert, dass er mit seinem letzten Album nicht wirklich zufrieden war und deshalb eifrig an einem neuen Projekt arbeite, aber wer hätte ernsthaft damit gerechnet dass er wirklich noch mal das Niveau seiner Glanzzeit erreichen würde.

Erst mal fällt auf das das Album vollkommen anders ist als "Relapse", auf dem er ja meist relativ entspannt in Midtempo-Nummern rappte. "Recovery" ist vielseitiger und erinnert am ehesten an die "Eminem Show", hat aber dennoch einen ganz eigenen Charakter. Es ist eindringlicher, radikaler und auch spektakulärer. Auf der einen Seite sind die Refrains sehr melodisch und werden oft noch von Gaststars unterstützt, auf der anderen Seite rappt Eminem so hart und kompromisslos wie selten zuvor. Auf mehreren Songs explodiert er geradezu in wütenden Rap-Attacken, besonders in der zweiten Hälfte des Albums dreht er richtig auf. Bei einigen der besten Tracks wie "25 to Life" oder "Love the Way You Lie", hat man den Eindruck das er die weichen Stimmen der Gastsängerinnen nur deshalb für die Refrains einsetzt, um einen möglichst starken Kontrast für seine eigenen brachialen Rap-Salven zu schaffen. Der merkwürdige Akzent vom letzten Album ist komplett verschwunden, wodurch er wieder sehr direkt wirkt und auch besser verständlich ist. Es gibt nur wenige Alben die einen bereits beim ersten anhören ins Ohr gehen, aber "Recovery" enthält einige so großartige Stücke, das es einen einfach aus dem Stand umhaut. Man kann Eminem mögen oder nicht, aber der Typ ist absolut echt, hat verdammt viel drauf und kann einen mit seinem neuen Album wieder richtig begeistern.
0Kommentar| 43 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2016
Es war einmal vor langer Zeit, in einem weit entfernten Ort namens St. Joseph im Staate Missouri, dort machte sich ein Mann auf die amerikanische Rapszene und die restliche Welt in Angst und Schrecken zu versetzen. Unterstützt durch brillant produzierte Beats von Produzenten-Gott "Dr. Dre", flexte dieser komplexe Reime, die auch heute noch seinesgleichen suchen. Wir reden natürlich von "Marshall Mathers", besser bekannt als Eminem oder auch "Slim Shady". Inzwischen ist Eminem so berühmt, dass so gut wie jeder Output von ihm frenetisch gefeiert wird. So auch das Album "Recovery", dass dieser 2010 veröffentlichte. Doch schon nach dem ersten Hör-Durchgang, fragt man sich, was in Eminem gefahren ist, dass er so einen Schrott herausbringt.
Was einem als erstes auffällt sind die zahnlos wirkenden Beats, die ein illustrer Mischmasch aus allen möglichen Produzenten kreirt hat. Dadurch wirkt die Platte zum Einem total unhomogen und zum Zweiten mehr wie eine schlechtes Popalbum, anstatt dem Output eines Rappers. Manche Beats sind so ein Qual für die Ohren und so überproduziert, dass man sich beim Hören der knarzenden Boxen fragt, welcher Möchtegern am Mischpult das Master dieser Platte angefertigt hat. Das ist wie eine Salami- oder Käsescheibe (Rap und Flow), die einem in den Dreck (Beats und Hooks) fällt und man sich fragt, ob man sie noch essen will, weil der Inhalt darunter ja eigentlich ziemlich gut ist. Damit sind wir auch schon bei dem Thema Gesang, der mehr Platz auf dieser Platte einnimmt, als auf jeder anderen Veröffentlichung von Eminem. War Eminems Gesang zu Zeiten von "Slim Shady LP" noch ein Genuss und unterstrich sein verrücktes Image, wirkt dieser auf Recovery einfach nur noch glattgebügelt und vollkommen belanglos. Ich bestreite nicht, dass er nicht singen kann, aber das hat auf einer Eminem-Platte, in der Art, einfach nichts verloren. Leider nimmt der Gesang von ihm und allen Gastsängerin hier so dermaßen Überhand, dass einem der kalte Schauer über den Rücken läuft und zwar im negativen Sinne. Egal ob Rihanna in "Love the way you lie", Pink in "Won't Back Down" oder dem ganzen Rest, jedes Mal wirkt der Gesang wie ein Puzzlestück, dass nicht in die Lücke passt. Was Popsängerin "Holly Brook" alias "Skylar Grey" dazu gebracht hat ihren eigenen großartigen Song "Love the way you lie" zu verhunzen, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Genauso, wie die Tatsache, dass die meisten Hörer die belanglose Stimme von Rihanna feiern.
Eminem zeigt auf diesem Track trotz allem aber mal wieder seinen überragenden Flow, der einem auf der CD hin und wieder doch noch zeigt, warum er als einer der besten Rapper aller Zeiten gilt. Denn dass Eminem ein absolutes Rappertalent ist, lässt sich auch hier nicht abstreiten. Doch leider kommt dieses viel zu selten zum Einsatz und wird andauernd unter schrecklichen Instrumentals begraben. Die einzigen Songs, die man sich anhören kann, sind seine erste Singleauskopplung und "So Bad". "Not Afraid" hat einen tollen, treibenden Beat, auf dem Eminem kurz sein Talent zeigt. Und wer zur Hölle hat eigentlich Lil Wayne gesagt, dass er rappen kann? Sein nasaler und stinkend langweiler Flow ist fast so schrecklich, wie das Haddaway-Sample, dass auf "No Love" Verwendung findet. Der Track "So Bad" bringt überraschender Weise den alten Eminem zu Tage. In bester Slim-Shady-Art rappt er über den einzig wirklich tollen Beat, der von Dr. Dre produziert wurde. Und das merkt man auch sofort. Ein Track, den man sich auch öfters anhören kann. Doch das ist nur ein Tropfen auf einem heißen Stein, der schon in der Mitte der Platte vollkommen verglüht ist und nur Enttäuschung zurücklässt. Der Grund für den Erfolg dieser Platte dürfte sich wohl in der Pophörer-Gemeinschaft finden lassen, denn jemand der auf Rap steht, würde sich niemals "Recovery" zulegen.
Fazit: Alles in allem ist "Recovery" eine Platte, die so gut wie nichts mehr mit Rap zu tun hat und bis heute den schlechtesten Output darstellt, den Eminem jemals veröffentlicht hat. Ein Machwerk, dass keinen einzigen Cent wert ist. Möge Eminem irgendwann zu seiner alten Genialität zurückfinden. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 31. August 2010
Liebe Amazon-Leser

Ich bin ja richtig froh, dass mich mein Umfeld momentan nicht sieht. Nicht, dass ich mich für die Musik die gerade läuft schämen würde - nein - mein Umfeld würde nur einen absoluten Schock bekommen. Seit fast 10 Jahren, höre ich nichts mehr, was nicht mindestens annähernd mit Rock zutun hat. Mein Liebslingsgenre ist Melodic-Black-Metal und mein Wecker früh am Morgen lässt Grindcore ertönen. Ich steh auf gegrunzte und gegröhlte Texte und harte Gitarrenriffs, die auf Double-Basses gleiten!

Und ICH hab mir nun das Album Recovery gekauft!
Einzig und allein wegen Rihannas Stimme in "Love the Way you lie", die mich sehr positiv überrascht hat, als ich sie in nem Laden gehört hab. Wie dem auch sei - seit der Eminem Show hab ich keine Hiphop-CD mehr in der Hand gehalten.. ich denke es ist somit eine sehr objektive Rezension die ich abgebe:
___________________________________________

Zum Album:
Ein Wendecover um das Design der CD etwas zu verändern, eine CD die der Schweizer Flagge ähnelt, ein schön gestaltetes Booklet in dem man immer noch nicht sieht dass MM ins Alter geht. 17 Songs auf der CD, wovon nur 16 auf der Rückseite der CD angegeben sind (was Nr. 17 ist hab ich immer noch nicht ganz rausgefunden), Soundqualität perfekt.

Zu den Songs:
16(17) Songs geballte Power. Man sollte die CD mindestens 2x hören bevor man sie fühlen kann. Beim ersten Durchlauf war ich von den ersten Tönen der CD sehr abgeturnt - bis ich mich dazu entschlossen hatte das Lied "Cold wind blows" ganz anzuhören. 180°-Drehung innerhalb der ersten 20 Sekunden.. das Lied entwickelte sich zu einem verdammt emotionsstarken Track und erinnert extremst an Shadys alte Zeiten (~MM LP).

Meinerseits - eine absolute Kaufempfählung!
55 Kommentare| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Marshall Mathers, a.k.a. Eminem ist der wohl erfolgreichste Rapper, den es in der heutigen Zeit gibt.
Jedes Album, welches veröffentlicht wird, hat eine andere Note, und trotzdem den typischen Eminem-Stil. So auch dieses Album. Nach seinem Comeback-Album "Relapse", welches von vielen auf Grund der kompletten Dr. Dre Produktion als zu eintönig und nervig bewertet wurde, schlägt er nun einen komplett neuen Weg ein, welchen man sich vor vielen Jahren nie erdenkt hätte - Eminem geht mit so vielen Produzenten ins Studio wie noch nie. Und so klingt auch dieses Album, nämlich sehr abwechslungsreich, und trotzdem noch typisch nach Eminem. Die typisch brachialen Dre-Beats sind bis auf die eine Ausnahme von "So Bad" nahezu verstummt.
Viele fragten sich schon vor Veröffentlichung des Albums, ob es denn eine gute Idee war, diesen Weg zu wählen. Klare Antwort: JA!

So abwechslungsreich die Beats sind, so abwechslungsreich sind auch Eminems Vocals. Und dieses ist in meinen Augen klar das wohl stärkste Album, welches von Eminem jemals herausgebracht wurde, und somit ein würdiger Nachfolger zum Vorgängeralbum. Eminem unterstreicht neben seiner krassen Qualitäten beim Rappen auch wieder die Themenvielfalt. Noch persönlicher denn je, was nach den vorherigen Platten eigentlich schwer gewesen sein müsste - er hat es geschafft. Drogen, Familie, Rap und Hip-Hop, Beziehungen...verdammt, und das ist noch lange nicht alles! Besonders auffallend ist, dass der Vibe, der durch das Album verbreitet wird, extrem positiv ist, nach den Erfahrungen, die Eminem gemacht hat, eine nicht all zu selbstverständliche Angelegenheit - und wer das Booklet studiert hat, dem wird auch aufgefallen sein, dass Eminem dieses Album all denen widmet, die in einer schweren Zeit sind.
An sich überzeugt Eminem auf ganzer Linie, jedoch gibt es 2 Tracks, die mir persönlich dann doch eher missfallen, nämlich "On Fire", bei denen Eminem zwar hauptsächlich mit den Kritikern abrechnet und raptechnisch auf einem akzeptablen Niveau rappt, jedoch der Beat nahezu komplett Katastrophe ist. Der größte Ausfall ist jedoch der Track, den Eminem seinem erschossenen Freund Proof widmet, nämlich "You're never Over". Der Beat ist nahezu unter aller Sau, und Eminem versagt in meinen Augen komplett, dieses SingSang geht eher auf den Strich als unter die Haut.
Ansonsten überzeugt das Album jedoch auf ganzer Linie. Schade: Die Bonustracks, die man mit der iTunes Edition bekommt, sind beide so krass, dass es schade ist, dass sie nicht auf dem Album sind. Und für jemanden wie mich, der mit Apple absolut nichts am Hut haben will, ist das eher eine blöde Sache, aber es ist verschmerzbar.
Ganz ehrlich muss ich jedoch sagen: Als ich das Album das erste Mal durchgehört hab, dachte ich eher, dass dies ein Scherz sein sollte: MÜLL war mein erster Gedanke, doch mit mehr und mehr Hörgängen hat es sich mehr und mehr zu einem Meisterwerk herausgestellt.
Sogar die Feautures überzeugen mich extrem. Ja, auch P!nk, die man jedoch nicht nur im Refrain hätte ans Mikro lassen sollen, sondern auch mit einem Verse bedenken lassen können, denn sie hat ziemlich was drauf. Auch Kobe, von dem ich vorher nichts gehört habe, hat mich verdammt überzeugt, und sogar Lil Wayne, von dem ich nichts halte, konnte mir hier mal zeigen, dass er auch was kann - wenn Eminem ihn mal die Möglichkeit gibt. Sauber! Und zu Rihanna muss man nichts sagen, der Refrain ist so gefühlvoll, dass sogar ein Rihanna-Gegner wie ich zugeben muss, dass sie absolut klasse singt!

Fazit:
Das BESTE Eminem Album in meinen Augen, eine absolute Kaufempfehlung, und die Features können mehr als überzeugen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Oktober 2010
Nun kommen wir zum Army Hip Hop,

Legenden wie Tupac und BIG sind tot, diese Art von Rap wird es nie wieder geben..
50 Cent, Banks, Game und Eminem lassen die Legenden aus den 90ern dennoch ein bisschen weiter leben..

Zum Album von Eminem kann ich nur sagen, es sind gute bis sehr gute Lieder vorhanden, Chartbreaker halt-

Ich muss sagen den alten Eminem gibt es nicht mehr, 8 Mile war Rap,

sein neues Album geht bisschen von der Underground Szene weg..

+ Gute Features vorallem mit Pink und Rihana
+ wirklich sehr viele gelungene Lieder

- Eminem geht Richtung Mainstream, leider kein 8 Mile Style mehr vorhanden
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juni 2010
So, dass Album lässt mich nicht mehr los, denke sogar die ganze Zeit bei der Arbeit daran und freu mich nachhause zu kommen :D
Deshalb muss ich jetzt doch ein Review schreiben, vielleicht bewerte ich ein bisschen gut, das liegt an der Euphorie...aber ich bin mir sicher auch in ein paar Monaten sieht es noch ganz ähnlich aus:

Cold Wind Blows

Verdammt was für ein geiler Kracher zum Anfang! Der Song hat ein starkes Intro, gefolgt von einem Instrumental, das mir nicht mehr aus dem Kopf gehen will ^^ Lyrics und Flow sind geil. Die Hook macht diesen Track perfekt, bleibt im Ohr und man summt sie irgendwie mit :)

10/10

Talkin 2 Myself

Die Hook verspricht ein abwechslungsreiches Lied, ich finde sie super. Das Instrumental auch, Eminem auch...

9/10

On Fire

Das Instrumental gefällt mir von der Art her echt gut. Eminem überzeugt in den Parts, zwar nicht besonders, aber solide! Die Hook macht das Lied schwächer als es hätte sein können!

6/10

Won't back down

Schwieriges Thema, erst hat es mir überhaupt nicht gefallen. Gestern habe ich es zum Krafttrainig gehört und fand es super. Kann man nicht immer hören, ist aber dank Pink und Eminems Agressivität irgendwie doch klasse!

8/10

W.T.P.

Der Track ist so geil, ich feier die Hook abartig. Gute Laune irgendwie vorprogrammiert! Zwar eher eintönige Parts, aber der Track kann was!

9/10

Going through changes

Eminem kommt sehr gut auch ein gutes Instrumental, das Sample in der Hook gefällt mir. Die Lyrics sind stark! Trotzdem fehlt dem Lied irgendwie der absolute Höhepunkt!

8/10

Not afraid

Hymne :) Hat sich in meinen Kopf gebrannt und kann irgendwie nicht totgehört werden ... ^^

10/10

Seduction

Der Beat gefällt mir sehr! Ich finde Eminem kommt ein bisschen zu hektisch. Der Flow ist nicht schlecht, nur etwas gewöhnungsbedürftigt! Die Hook finde ich geil! Schon wieder ein starker Track

8/10

No love

Granate :) sensationelles Instrumental, 2 Rapper die unterschiedlich sind, mir aber beide auf ihre Art brutal gefallen. Lil Wayne ist kommt erst voll cool und locker rüber, später lässt er dann auch mal ein bisschen die Sau raus. Über Eminems Part brauchen wir nicht reden, selten so etwas gehört, überwältigt mich jedes mal! Super Hook, schön das Sample eingebaut!

10/10

Space Bound

Und der nächste Hammer hinterher. Gefällt mir einfach nur. Schöner Beat, schöne Parts, schöne Hook :) I like

9/10

Cinderella Man

Dem Track kann ich leider noch gar nix abgewinnen, irgendwie skipp ich den einfach immer gnadenlos ^^

4/10

25 to life

Das Album steigert sich sogar noch 8o Ich liebe dieses Lied einfach! Brutal starke Parts, klasse Hook, klasse Beat

10/10

So bad

Kopfnicker Track überhaupt, ich feier dieses Lied zu brutal :D Auto Lied, mega Beat :D Ich feier es einfach nur! I Die Hook :love: ... Stark :D
I can hold you in the morning :D

10/10

Almoust Famous

Hat sich zu meinem Liebelingslied entwickelt, ich feir die Hook einfach nur und die Parts noch mehr...Weltklasse!

10/10

Love the way you lie

Bäääm ^^ Rihanna singt schön, das Instrumental ist schön, Eminem rappt klasse, 2te Single, da bin ich mir sicher!
jo gibt halt schon wieder

10/10

You're never over

Auch ein klasse Song, aber für Proof hätte ich mir einen traurigeren Beat gewünscht und mehr Emotionen. Aber an dem Track gibts nicht viel auszusetzten!

8/10

Untiteled

Und zum Schluss nochmal einen angemessenen Abgang! Nochmal Eminem in Höchstform in Sachen Flow und Lyrics.

9/10

Was soll ich noch groß sagen, ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass Eminem mich nochmal so in den Bann ziehen kann. Der Hype bei mir wurde wieder zum Leben erweckt! Am 21.06. werde ich mir das Album kaufen,es ist jeden einzelen Cent wert!

148/160 Punkten spricht für sich!
22 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken