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Kundenrezensionen

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am 18. Mai 2012
Wau, ebenfalls ein sehr spannender Psychothriller, Robin Williams und Al Pacino spielen in diesem Film ein wirklich gutes Katz-und-Maus-Spiel. Dieser Film bietet von Anfang an bis zum Ende sehr viel Spannung. Al Pacino spielt seine Rolle so stark wie nie zuvor, aber auch Robin Williams überzeugt als Gegenspieler. Ich kann diesem Film nur weiter empfehlen.
Die Extras auf dieser DVD können sich sehen lassen, so bekommt man zum Beispiel: eine Dokumentation zu diesem Film, einen Einblick in die Produktionstagebücher und natürlich auch das Making of zu diesem Film.
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am 31. Dezember 2005
Grandioser Film. Schon das Intro zeigt die herrlich bizzarre Landschaft Alaskas. Jeder der schon in Alaska war oder dieses wilde, unbezähmbare Stückchen Erde bereisen möchte, kommt bei diesem Film auf seine Kosten. Die Handlung ist kurz erzählt. Ein Mord muss aufgeklärt werden und da die ortsansässige Polizei damit wenig Erfahrung haben, werden zwei Detectivs aus Los Angeles eingeflogen. Dabei werden verschiedene Lebensgeschichten und damit auch Schicksale parallel dazu erzählt. Die Haupfigur ist einer der Detectivs -von Al Pacino überrragend dargestellt - der in Alaska durch die nie untergehende Sonne an Schlaflosigkeit leidet - mit all seinen Ecken und Kanten der in einem vorhergehenden Fall seinen ehernen Prinzipien untreu geworden ist und für sich feststellt, dass er - obwohl es für eine gute Sache war - damit nicht leben kann, da er sich mit dieser Tat mit denjenigen auf eine Ebene stellt die er sein ganzes Leben bekämpft hat.
Alle Figuren sind sehr glaubwürdig und charakteristisch dargestellt und zeigt wie das Leben in Wirklichkeit ist. Zwischen Yin und Yang gibt es mehr als wir in einem Leben zu begreifen vermögen.
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am 13. April 2016
Manchmal gibt es diese Momente.
Diese Momente, wenn Du durchs TV zappst und bei Tele 5 hängen bleibst. Ja genau, dem Tele 5 welches sonst gefühlt nur Sharknado und B-,C- oder Trash-Perlen ausstrahlt. Auf jeden Fall gibt es diese Momente wo man denkt "Schauen wir dort mal rein".

Gestern war es wieder soweit und alleine bei der Schauspieler-Vorstellung war man schon etwas verwundert.
A-Klasse Schauspieler wie Pacino, Williams und Swank... Alle in einem Film... und das auf Tele 5?
Irgendwas stimmt hier nicht. :D

Und doch es stimmte. Denn ab und an sendet gerade dieser Sender auch richtig gute Filme, welche aber - warum auch immer - kommerziell nie wirklich erfolgreich geworden sind. Dazu gehört meines Wissens nach auch Insomnia: Schlaflos. Und zwar völlig zu Unrecht.

Denn machen wir es kurz: Für mich ist das ein absoluter 5-Sterne Thriller, wie man ihn besser eigentlich nicht machen kann.
Klar, die Story ist vielleicht nicht weltbewegend, aber was solls?

Das fängt mit den oben genannten Schauspielern an. Alle von denen verstehen ihr Handwerk bis ins Detail und das merkt man auch diesem Film an. Jeder spielt seine Rolle absolut glaubhaft und zeichnet die Charaktere detailliert.

Das geht mit den grandiosen Landschaftsaufnahmen und Kulissen weiter, welche stets von einem passenden Soundtrack untermalt wurden. Alleine diese Szenen mit der Weite des Landes haben den Film schon fast sehenswert gemacht.

Und last but not least spannt der Film gleich mehrere Interessante Fragen/Themen auf, welche für sich isoliert, aber trotzdem zusammen arbeiten. Sei es das Verhalten des "guten" Cops, das des Psychopathen, das der Vorstadt-Menschen, und und und. Auch die Behandlung von Themen wie Reue, dem eigenen Ruf, den Schatten über die man springen muss, Gerechtigkeit der Polizei, etc. pp. Zwar ist das natürlich keine tief-greifende Psycho-Analyse des menschlichen Seins, aber auch nicht so plump, als dass es nicht erwähnenswert wäre. Denn gerade diese Nebenschauplätze verleihen dem Film eine Tiefe, welche weit über den Genre-Standard hinaus gehen.

Langeweile kommt während des Films gar nicht auf und die Spannung bleibt hoch.
Die Spielzeit stimmt auch.

Für mich also ein absoluter Geheimtip und ein Muss für jeden Thriller-Fan. :)
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am 9. September 2005
Insomnia ist ein unglaublich spannender Thriller von Batman Begins-Regisseur Chris Nolan. Al Pacino spielt den erfahrenen Detective Dormer, der zusammen mit seinem Kollegen Hap nach Alaska reist, um dort einen Mord aufzuklären. Als sie dem Killer eine geschickte Falle stellen erschießt Dormer im Nebel allerdings versehtlich seinen Partner und der Killer sieht alles. Einer hat den anderen also in der Hand. Dormer kennt die Identität des Killers, der weiß aber, dass Dormer seinen Kollegen erschossen hat und weil interne Ermittlungen gegen Dormer laufen, bei denen sein Partner aussagen wollte, wäre dies der Todesstoß für ihn. Eine junge Nachwuchspolizistin macht die ganze Angelegenheit dann noch birsanter, als sie den Dingen langsam auf den Grund kommt.
Robin Williams als recht ernsthafter Killer ist wirklich eindrucksvoll, denn wenn ein berühmter Komiker ernst spielt wirkt dies, zumindest bei ihm, irgendwie traurig und bedrückt. Er entfaltet eine unglaubliche Wirkung und in Verbindung mit Al Pacinos kraftvoller, ebenfalls erfahrener Spielweise entsteht eine brisante Mischung. Es ist wirklich unglaublich spannend zu sehen, wer am Ende die Nase vorn haben wird. Besonders nervenaufreibend ist die Story aber, weil Detective Dormer die ganze Zeit nicht schlafen kann,zumal es auch die ganze Nacht lang hell ist. Die rund um die Uhr taghellen Bilder von Alaska sind wirklich anschaulich und der Zuschauer leidet mit unter Dormers Schlaflosigkeit. Es treffen halt zwei Ausnahmeschauspieler aufeinander und auch Chris Nolan versteht sein Handwerk. Alles in allem also ein toller und spannender Thriller.
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am 29. Dezember 2006
Zwei Detektive ermitteln strafversetzt in einem Mordfall in Alaska. Eine junge Frau wurde umgebracht. Es ist Sommer in Alaska und vierundzwanzig Stunden hell. Gleich am ersten Abend distanziert sich der jüngere Polizist Hap von den Machenschaften des älteren Dormer und erklärt ihm in einem persönlichen Gespräch, das er nach Rückkehr gegen ihn in dem laufenden Disziplinarverfahren aussagen werden. Dormer hat Beweise gefälscht um einen Gewaltverbrecher hinter Gittern zu bringen.

Der Meisterdetektiv Dormer hat einen Instinkt für Täter entwickelt. Gleich am nächsten Tag lockt er den Mörder mit einer Falschmeldung in die Falle. Doch die Maschen seines Netzes sind für das große Alaska nicht ausreichend. Der Täter entkommt durch ein Schlupfloch und auf der Jagd nach ihm gerät Dormer in eine surrealistisch wirkende Nebelwelt. Der Täter ist dicht vor ihm und schießt auf Dormer. Bevor Dormer das Feuer erwidert, zieht er eine zweite Waffe und trifft. Doch das Opfer ist Hap, der sterbend Dormer beschuldigt ihn getötet zu haben. Dormer ist nicht allein. Der Täter konnte alles verfolgen und erpresst fortan Dormer.

Damit beginnt ein teuflischer Spagat für den renommierten Meisterdetektiv. Im Finale durchbricht er den Teufelskreis und stellt den Täter.

Der Erzählstrang ist eine spannende Geschichte, die sich langsam aufbaut. Die gewaltige Landschaft Alaskas und der menschliche Stress durch die fehlende Nacht bereichern den Film um neue klischeefreie Faktoren.
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am 16. Oktober 2006
"Insomnia" präsentiert sich als durchwegs ruhiger, solider Thriller. Die Story ist angenehm komplex und tiefgründig. Einige Fakten aus der Vergangenheit von Detective Dormer werden Stück für Stück an passender Stelle nachgereicht und runden das Bild ab. Die Schlaflosigkeit geht an Dormer rein vom Aussehen her für meine Begriffe zu spurlos vorüber: hier fehlen Augenringe etc. Dafür wurden die immer stärker werdenden Irritationen filmtechnisch sehr schön dargestellt und demonstrieren einen guten Zusammenschnitt des Films. Die gesamte Inszenierung ist dafür eher durchschnittlich, aber noch in vertretbaren Rahmen. Pacino passt gut in die Rolle des fragwürdigen Detectives und Williams als Bösewicht ebenfalls. Man bekommt zwar weder von diesen beiden Hollywoodgrößen noch von den gut besetzten Nebenrollen große Schauspielkunst geboten, aber glaubwürdig und passend zum Film ist sie bis zum Schluss.

So richtig in Fahrt kommt der Film leider nie, hier dominiert die Ruhe des kleinen Städtchens im abgelegenen Alaska doch zu sehr. Dennoch erhöhen sich Spannung und Neugier spürbar, nachdem Dormer versucht, den unglücklichen Zwischenfall im Nebel auf nicht ganz ehrliche Weise darzustellen. "Insomnia" ist auf jeden Fall ein ruhiger, aber erstaunlicherweise dennoch spannender Thriller. Er könnte jedoch für manche Zuschauer aber insgesamt zu schwach sein, um zu einem (baldigem) zweiten Anschauen zu locken.
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am 24. November 2011
"A good cop can't sleep because he's missing a piece of the puzzle. And a bad cop can't sleep because his conscience won't let him." So hat es Detective Dormer (Al Pacino) die Hauptfigur von "Insomnia" einst selbst formuliert, als er sich noch sicher war auf Seiten der Guten zu sein. Zur Zeit der Handlung des Films ist allerding nicht mehr so klar, wo der von vielen schweren Fällen sichtlich gezeichnete Polizist steht. "Insomnia" ist die Geschichte eines schweren Gewissenskonfliktes, der sich in Dormers Unfähigkeit zu schlafen ausdrückt. Christopher Nolan hat auf der Grundlage eines älteren skandinavischen Films (Todesschlaf) einen düsteren Thriller mit psychologischer Tiefe geschaffen, der durch hervorragende Schauspieler und atmosphärischer Musik veredelt wird.

Detectice Dormer und sein Partner Hap werden von L.A. nach Alaska geschickt um dort bei der Aufklärung eines besonders grausamen Mordes mitzuhelfen. Zunächst sieht alles nach einem weiteren Routinefall für den legendären Detective Dormer aus, der anfangs nur von der Tatsache irritiert ist, dass in dieser Gegend die Sonne in dieser Jahreszeit niemals untergeht. Doch dann geraten die Dinge bei der Jagd nach dem Mörder außer Kontrolle. Bei einer Verfolgungsjagd im Nebel schießt Dormer in der Hitze des Gefechts versehentlich auf seinen Partner Hap. Da die beiden am Abend zuvor vor Zeugen einen heftigen Streit gehabt haben, beschließt Dormer die Tat dem entflohenen Killer (Robin Williams) zuzuschieben. Doch dieser hat alles genau gesehen und versucht nun seinen eigenen Kopf zu retten, indem er Detective Dormer erpresst und zu einem Deal überreden will. Doch Dormer will sowohl seine Tat vertuschen als auch den eigentlichen Verbrecher dingfest machen.... Die wachsamen Augen der Nachwuchspolizisten Ellie (Hillary Swank) und Dormers Gewissensbisse und damit verbundene Schlaflosigkeit in der ohnehin schon nachtlosen Welt erschweren ihm jedoch das gefährliche Doppelspiel.

"Insomnia" bietet düstere Verfolgungsjagden durch die Welt Alaskas und viele spannende Momente, die dem Film klar als Thriller ausweisen. Langweilig dürfte jedenfalls den wenigsten bei diesem stilvollen Polizeifilm werden. Allerdings ist das wirklich einzigartige an diesem Film, wie er dem Zuschauer die Gelegenheit bietet, mitzuerleben wie sich ein eigentlich guter und moralischer Mensch immer mehr in böse Machenschaften verstrickt. Nolan und Pacino gelingt es Dormer am Anfang als durchwegs sympathischen und weisen Polizisten zu zeigen, sodass sein schrittweise Verfall um so mehr schmerzt. Die Schlaflosigkeit Dormers hinterlässt bald auch schon physische Spuren und man kann mitansehen, wie das Böse einen Menschen immer mehr zu zeichnen beginnt. Dass der Film in einer Gegend spielt, wo es niemals Nacht wird, ist dabei eine äußerst kluge Symbolik für Dormers unruhigen inneren Zustand, der ihn niemals zur Ruhe kommen lässt. Auch Robin Williams überzeugt in seiner Rolle als psychopathischer und reueloser Killer Walter Finch, der keinen Trick auslässt, um seinen Widersacher Dormer auf die dunkle Seite zu ziehen. "Insomnia" ist somit auch ein spannendes Psychoduell zwischen dem absolut bösen Finch und dem gefallenen Guten Dormer...

Christopher Nolan sollte sich auch nach diesem Film wieder mit dunklen Helden beschäftigen ("Batman Begins" "The Dark Knight"). Schon hier stellte er jedoch sein Können ganz in den Dienst einer faszinierenden Geschichte über die Macht des Bösen. "Insomnia" kann zwar in Sachen innovativität nicht mit seinen späteren Geniestreichen wie "Inception" mithalten, aber ist ein großartiger Thriller im klassischen Sinn und wahrscheinlich eine der besten Leistungen Al Pacinos, der hier mindestens so gut ist wie in "Der Pate".

Zur DVD: Diese bietet auch Originalton und Untertitel Deutsch/Englisch und jede Menge Extras - Interviews, Aufnahmen vom Set etc.
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am 1. Juli 2011
Christopher Nolans ("Batman - The Dark Knight") Film aus dem Jahr 2002 ist ein beeindruckend photographiertes Kriminaldrama um Schuld und Sühne, an dem Altmeister Alfred Hitchcock sicher seine helle Freude gehabt hätte. Die erfreulich gut ausgestattete DVD präsentiert den Hauptfilm in einer Qualität, dank derer der Film auch bei der Projektion auf eine Leinwand ein ungetrübtes Vergnügen ist.

Als im alaskanischen Ort Nightmute ein 17-jähriges Mädchen tot aufgefunden wird, erhalten die örtlichen Behörden Amtshilfe von den LAPD Detectives Will Dormer (Al Pacino) und Hap Eckhardt (Martin Donovan). Auf den abgeklärten Dromer wirkt der Mord zunächst wie ein schnell zu lösender Routinefall, und Dromer hat auch schon einen Einfall, wie man des Täters habhaft werden kann: Der Rucksack des Opfers, den man bei der auf der örtlichen Müllhalde deponierten Leiche gefunden hat, wird an den vermutlichen Tatort verbracht, und im Anschluss werden die örtlichen Behörden die Nachricht verbreiten lassen, der Rucksack des Opfers sei nicht aufgefunden worden und werde vermisst. Dromers Kalkül: Der Mörder wird an den Ort des Geschehens zurückkehren und versuchen, den Rucksack verschwinden zu lassen.

Tatsächlich geht Dromers Rechnung auf: Die beiden Detectives und die Kollegen von der örtlichen Polizei lauern im Nebel auf den Mörder, der tatsächlich zu der kleinen Fischerhütte am See zurückkehrt. Dank einer kleinen Unachtsamkeit wird der Täter auf seine Verfolger aufmerksam, und plötzlich laufen die Dinge aus dem Ruder. Dromer nimmt die Verfolgung auf, es fällt ein Schuss, und Dromers Kollege sinkt tödlich getroffen zu Boden. Das Fatale: Die Kugel stammt aus einer von zwei Waffen, die Dromer mit sich führt. Ein Unfall, der den schlechten Sichtverhältnissen geschuldet ist - oder doch mehr? Am Vorabend nämlich hat Hap seinem Kollegen eröffnet, er werde demnächst in einem internen Ermittlungsverfahren gegen Dromer aussagen. Klartext: Dromer kommt der Tod des Kollegen nicht ungelegen. Die Kollegen vom Police Department in LA würden wahrscheinlich sagen: Dromer hatte ein Motiv für den gezielten Schuss auf den Kollegen. Dromer versucht, die Sache so aussehen zu lassen, als sei der flüchtige Täter für den Tod seines Kollegen verantwortlich.

Dann aber meldet sich der Gesuchte telefonisch bei Dromer und eröffnet ihm eine unangenehme Wahrheit: Mister X ist Zeuge des Tathergangs gewesen und hat Dromer nun in der Hand. Der leutselig klingende Mörder schlägt Dromer am Telefon ganz ungerührt einen perfiden Deal vor, und es scheint so, als lasse Dromer sich auf den Handel ein ...

Filmkritik

Mit seiner Neubearbeitung einer norwegischen Filmvorlage bietet Regisseur Christopher Nolan 113 Minuten lang intelligentes Spannungskino vom Feinsten.
Im Mittelpunkt des ungewöhnliches Krimidramas steht die Suche nach einem Täter, sondern die Frage danach, an welchem Punkt der Unbescholtene zum Übeltäter wird, und die Antwort ist beileibe nicht so einfach, wie der Film vielleicht zunächst suggerieren mag. Der scheinar integre Dromer offenbart mit Fortschreiten der Handlung zunehmend seine Schattenseite, im Gegenzug entpuppt sich der sinistre Schriftsteller Walter Finch (Robin Williams) als Zeitgenosse, für den das Publikum vielleicht nicht gerade Sympathien entwickeln muss, dessen Beweggründe aber doch zumindest sehr nachvollziehbar sind. Für Finch selbst ist die Sache eh klar: Was aussieht wie Mord, war in Wirklichkeit ein Unfall. Was aber ist mit dem, was aussieht wie ein Unfall ... ? Zum Ende des Films kann selbst Dromer die Frage nicht mehr schlüssig beantworten.

Nolans präzise getimter Film punktet mit fein gezeichneten Charakteren vor grandioser Kulisse. Al Pacino als dank alaskanisch weißer Sommernächte ohne Sonnenuntergänge schlafloser Cop überzeugt ebenso wie Robin Williams als mörderischer Biedermann. Ihrer beider Spiel trägt den Film, der heimliche Star aber ist Hilary Swank als Dorfpolizistin Ellie Burr, deren Bild von Dromer als legendärem Ermittler zunehmend Risse bekommt. Swanks Figur himmelt den gewieften Cop aus der Millionenstadt offensichtlich an, und zum Glück wird die Verehrung fürs große Vorbild in Swanks intensivem Spiel deutlich, ohne dass das Publikum die Beziehung zwischen beiden Figuren expressiv verbis erklärt werden müsste. Genauso deutlich werden auch die Zweifel, die die junge Frau im Laufe der Zeit beschleichen.

In einer beklemmenden Szene gegen Ende des Films - Dromer und die Kollegen aus Nightmute stoßen auf den scheinbar restlos aufgeklärten Mordfall an - konfrontiert Ellie Dromer mit einer am Tatort gefundenen Patronenhülse, deren Kaliber nicht dem der Waffe des angeblichen Täters entspricht. Dromer winkt ab, erklärt nur müde, der Fall sei abgeschlossen und gibt damit die hartnäckig ermittelnde Ellie dem Spott ihrer Kollegen preis - spätestens hier wird Pacinos Figur schuldig. Bei der Verabschiedung draußen vor der Kneipe verschafft Ellie sich Gewissheit: Bei der unschuldig wirkende Umarmung ertastet Ellie die zweite Waffe, die Dromer auch am Unglückstag bei sich getragen haben muss und aus welcher der tödliche Schuss abgefeuert worden sein dürfte. Die Erkenntnis ist ernüchternd: Die vermeintliche Lichtgestalt ist ein Stern, der offenbar längst erloschen ist. An dieser Stelle des Films verschiebt sich der Fokus erneut. Im Mittelpunkt stehen jetzt nicht mehr die beiden Täter Dromer und Finch, sondern Ellie rückt nach - und für den Zuschauer stellt sich die Frage: Wird Ellie sich ebenfalls schuldig machen ... ?

Die DVD

Das nahezu makellose Bild des DVD-Tansfers aus dem Hause Warner Bros. bringt die eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen des Films auch im Heimkino optimal zur Geltung - abgesehen von einigen leichten Halo-Effekten, die Folge von nachträglich vorgenommener Kantenschärfung sein dürften, präsentiert sich das Bild stets angenehm scharf und sehr differenziert.

Der Dolby 5.1-Ton (wahlweise in englisch, deutsch oder französisch) wirkt transparent und bildet auch leise Nebengeräusche sehr naturgetreu ab - auch hier vergebe ich gern die Bestnote.

Das Bonusmaterial bietet eine Reihe von interessanten zusätzlichen Filmbeiträgen, deren Lauflänge en gros jeweils unter zehn Minuten liegt (einzige Ausnahme ist ein Gespräch zwischen Regisseur Nolan und Hauptdarsteller Pacino; der Mitschnitt bringt es auf gute 17 Minuten), die aber jeder für sich interessant sind - sowohl der Kameramann als auch der Produktionsdesigner dürfen in jeweils einem eigenen Beitrag über ihre Arbeit berichten; in einem weiteren Beitrag kommen Schlafforscher zu Wort und verraten Erhellendes über das Defizit, an welchem die Hauptfigur des Films zunehmend leidet. Danach dürfen Interessierte sich noch durch geschnittene Szenen sowie mit Kommentaren einzelner Darsteller unterlegten Schlüsselszenen klicken; eine Galerie mit Standbildern ("Produktionsaufnahmen") besuchen und sich den Originaltrailer ansehen - Fazit: Alles in allem eine überaus gelungene Mischung, die Interessierten informative Blicke hinter die Kulissen der Produktiion gestattet.

R e s ü m e e

Tragödie im Gewand des Kriminalfilms, die sich mit der Frage nach Schuld und Sühne befasst; getragen von exzellenten Hauptdarstellern und einer Bildgestaltung, die förmlich nach einer großen Leinwand schreit. Die DVD aus dem Hause Warner Bros. bietet ausgezeichnete Werte in allen Disziplinen - Fazit: "Insomnia" ist ein Tipp für Freunde anspruchsvoller Krimikost, die eher von präziser Charakterzeichnung als von krachender Action lebt.
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am 21. Dezember 2003
Zugegeben: Wenn man ein solcher MEMENTO-Fan wie ich ist, hat es ein nachfolgender Film natürlich schwer. Trotzdem ist Chris Nolan mit diesem intelligent inszenierten und starbesetzten Krimi ein weiterer großer Wurf gelangen.
Die Spannung läßt in der Mitte des Films ein wenig nach, da sehr schnell klar wird, wer das junge Mädchen umgebracht hat. Trotzdem will man natürlich weitergucken, um festzustellen, ob Dormer die Schuld an der Erschießung seines Partners eingesteht. Mehr soll an dieser Stelle nicht gesagt werden. Ich möchten diesen Film ausdrücklich jedem Fan von spannungsgeladenen Psycho-Filmen ans Herz legen. Von Chris Nolan wird man bestimmt noch ne Menge hören. Der Mann hat was auf dem Kasten !!!
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am 13. Juni 2003
Es hat schon eine gewisse Komik, dass einer der besten Schauspieler schlechthin sich dadurch auszeichnet, dass er spätestens nach 45 Minuten in jedem seiner Filme aussieht wie eine getretene Bulldogge. Al Pacinos Los scheint es wirklich zu sein, Männer mit einem sehr verkürzten Verfallsdatum zu spielen, denn nach einer knappen Stunde ist er meist auf das schlaflose, kettenrauchende, fluchende Wrack mit hängenden Lidern reduziert, das sich regelmässig die Haare rauft als Symbol ewiger Verzweiflung. Aber das kann er ja gut, das muss man ihm lassen.
Dieser Film ist ein Remake aber das Original ist mir nicht bekannt, weswegen ich keine Vergleiche ziehen kann. Alles was ich zu diesem Film sagen kann ist dass die Darsteller hervorragend sind, dass die Geschichte intelligent erzählt wird und dass die philosophische Fragestellung dieses Films sehr scharfsinnig umgesetzt wurde. Das ganze ist darüber hinaus in Bilder verkleidet die eine ganz eigene traurige Ästhetik besitzen, insbesondere die Szenen in denen Pacino in seinem Apartment verzweifelt Schlaf sucht. Das moralische Dilemma, sich einer (falschen) Entscheidung nicht stellen zu können und die Realität nach und nach ihr anzugleichen (bis hin zum Verlust der Erinnerung) ist sicher eines das uns alle mal mehr oder minder beschäftigt haben wird. Weswegen ich es auch dankbar annehme dass das in einem Film thematisiert und dabei so gar nicht profanisiert wird. Das Ende dürfte natürlich als gezahlter Tribut an Hollywood gelten, glücklicherweise aber bleibt es doch einigermassen dezent. Allerdings wäre, um die Verzweiflung der Sache aufzuzeigen, das Ende besser disharmonisch geblieben, weswegen ich einen Stern abziehe. Ansonsten nur zu empfehlen.
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