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TOP 500 REZENSENTam 31. Mai 2017
Bis weit in die 1960er Jahre hinein wurden fremdsprachige Opern an allen Bühnen im deutschsprachigen Raum in deutscher Übersetzung gesungen. Erst danach, nicht zuletzt aufgrund der vehementen Befürwortung durch Herbert von Karajan, auch bei uns die Originalsprache durch.
Umso erfreulicher ist es, daß die Plattenindustrie es noch geschafft hat, einige besonders populäre Werke in deutscher Sprache zu produzieren. Dazu zählt auch der hier wieder vorgelegte "Barbier von Sevilla", der im Jahr 1964 als deutsch-deutsche Gemeinschaftsproduktion in Ost-Berlin entstand.
Als Ensemble standen erstklassige Sänger und Sängerinnen zur Verfügung. Die Titelrolle wurde Hermann Prey übertragen, dem damals im deutschsprachigen Raum wohl führenden Figaro. Er bringt alle Voraussetzungen für die Partie mit und singt mit glänzender Stimme und einer gehörigen Portion Humor. Als Rosine hören wir Ruth-Margret Pütz, eine wunderbare Koloratursopranistin, die leider auf Platte nur sehr wenig in Erscheinung getreten ist. Sie gibt ein überzeugendes, sehr eindrucksvolles Rollenporträt, und man bedauert einmal mehr, daß sie nur selten für anspruchsvolle Aufgaben herangezogen wurde.
Die beiden Baßrollen wurden ebenfalls prominenten Sängern übertragen: Fritz Ollendorff singt den Dr. Bartolo, den er bereits ein paar Jahre zuvor in der berühmten EMI-Aufnahme mit Maria Callas und Tito Gobbi unter dem Dirigenten Alceo Galliera, hier natürlich in italienischer Sprache, gesungen hatte. Er meistert seine Aufgabe gut. Die Partie des Musiklehrers Basilio wird von dem jungen Franz Crass gestaltet, der später zu den bedeutendsten deutschen Bässen aufgestiegen ist. Schon hier zeigt er sein großartiges Können.
Als Erzieherin Marzelline wurde die DDR-Künstlerin Annelies Burmeister herangezogen. Auch sie macht ihre Sache gut, ebenso wie Harald Neukirch als Diener Fiorillo und Rolf Kühne als Offizier. Bleibt noch die nicht unwichtige Rolle des Grafen Almaviva, die man Peter Schreier übertragen hatte. Er singt schön und ausdrucksvoll, aber man vermißt bei ihm doch die gerade für diese Partie so wichtige echte Italianità. Sein Conte klingt mehr nach einem deutschen Edelmann.
Die Solistenvereinigung des Berliner Rundfunks meistert ihre Aufgaben ebenfalls mehr als zufriedenstellend, und die altehrwürdige Staatskapelle Berlin, das Hausorchester der Deutschen Staatsoper, wird von Otmar Suitner mit Verve und feinnervigem Gefühl geführt.
So ist eine Aufnahme entstanden, die jedem Freund dieser beliebten Oper, der das Werk einmal auf deutsch hören möchte, was heute fast eine Skurrilität darstellt, höchst willkommen sein dürfte, zumal sie sich künstlerisch nicht hinter den italienischen Originalausgaben zu verstecken braucht.
Klanglich ist die Aufnahme ganz hervorragend; nach digitalem Re-Mastering erklingt sie in transparentem, rauscharmen Stereo. Das Beiheft enthält neben wertvollen Informationen auch das vollständige deutsche Libretto.
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am 19. April 2004
In den 60er Jahren war der Barbier von Sevilla an allen deutschen Bühnen in deutscher Sprache zu sehen, damals hatte sich die Originalsprache erst auf der Platte durchgesetzt, und deutschsprachige Opernaufnahmen italienischer Werke waren selten, aber sehr begehrt. Diese Aufnahme war seinerzeit sehr beliebt, besetzt mit sehr prominenten Künstlern der damaligen Zeit. Heute hört man das anders, man muß aber die damaligen Wünsche zugrunde legen und die Aufnahme so akzeptieren. Dem üblichen Bühnenstil entsprechend wurde das Finale des 1. Aktes stark gekürzt (gegen den Willen des Dirigenten, worauf ausführlich hingewiesen wird), auch die Arie des Almaviva im 2. Akt fehlt.

Die Sänger sind ein deutsch-deutsches Ensemble, das damals nicht leicht zusammenzustellen war. Peter Schreier war der Mozart-Tenor der späten 60/frühen 70er Jahre, die elegante Italianità für den Almaviva hat er nur bedingt, technisch ist er sehr genau, bemühr sich auch um Witz und Temperament, bleibt aber mehr Mozart-Tamino als Rossini-Graf. Fritz Ollendorff hat den Bartolo schon mal mit Maria Callas gesungen, er ist solide, rutscht nicht ins allzu Alberne ab, was bei dieser Partie naheliegt. Auch Franz Crass ist rollendeckend, aber doch ein sehr deutscher Basilio, technisch ok, als Rollenporträt aber blaß. Anneliese Burmeister gibt eine gute Marzelline, leider nicht im Querschnitt vorhanden. Hermann Prey war ein international renommierter Figaro, aber in der Heimatsprache und im Heimatland leistet er sich einige Manierismen, die in seinen italienischen Figaro-Aufnahmen erfreulicherweise fehlen. Sein Figaro ist an einigen entscheidenden Stellen viel zu dick aufgetragen.

Eine reine Freude in dieser Aufnahme ist die heute in Vergessenheit geratene Ruth-Margret Pütz, ihre Rosina hat alles, was diese Rolle ausmacht.
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am 8. März 2014
Ich habe diese Einspielung auf einer Marionettenoper gehört. Diese Doppel-CD musste daher einfach her. Sehr gute Einspielung mit bekannten Solisten.
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